Gespräche zwischen adventistischen und katholischen Theologen in Genf
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Genf, 16.10.2002/APD
Für ein besseres gegenseitiges Verständnis finden Gespräche zwischen adventistischen und römisch-katholischen Theologen statt. Wie der Direktor für zwischenkirchliche Beziehungen der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Dr. Bert B. Beach (Silver Spring, Maryland/USA), mitteilte, gab es 1999 zwei Treffen, bei denen mögliche Gesprächsthemen beraten und die Organisationsstruktur der Adventisten sowie deren Auffassung von Evangelisation, Proselytismus und Religionsfreiheit erläutert wurden. Im Jahr 2001 hielt der damalige Direktor des Biblischen Forschungsinstituts der Generalkonferenz, Dr. George W. Reid, ein Referat über die 27 Glaubensgrundsätze der Adventisten. Im Mai diesen Jahres legte der jetzige Direktor des Instituts, Dr. Angel Manuel Rodriguez, dar, warum die Freikirche den Sabbat als Ruhetag begeht. Professor James Puglisi (Rom) begründete die Sonntagsfeier der Katholiken. Laut Beach sollen die Gespräche, die "von Offenheit und gegenseitiger Achtung" geprägt seien und Gemeinsamkeiten wie auch grosse Unterschiede erkennen liessen, mit dem Thema Hermeneutik (Methode der Auslegung biblischer Texte) im nächsten Jahre abgeschlossen werden. Die Begegnungen fanden im John Knox Zentrum des Reformierten Weltbundes in Genf statt. Die Gespräche leitet von adventistischer Seite Dr. Beach und bei den Katholiken Bischof Marc Ouellet, Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Die von George W. Reid präsentierte Einführung in die adventistische Theologie ist in englischer Sprache im Internet unter http://www.adventistbiblicalresearch.org/documents/adventist%20beliefs.htm in der Rubrik "Interdenominational Dialogue" zu finden.
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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

