APD-INFORMATIONEN 3/2003

International

Adventistische Stellungnahme zur "Charta Oecumenica" uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 14.04.2003 / APD

"Die Charta Oecumenica verdient eine differenzierte Beurteilung, welche die positiven Aspekte der ‚Leitlinien‘ würdigt und dabei neuralgische Punkte nicht verschweigt", erklärten die beiden Vorsitzenden der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Dr. Rolf J. Pöhler (Hannover) und Günther Machel (Ostfildern bei Stuttgart), im adventistischen Gemeindeblatt "Adventecho". Sie war am 22. April 2001 vom Präsidenten des "Rates der (römisch-katholischen) Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE), Kardinal Miloslav Vlk, und von Metropolit Jérémie, dem Vorsitzenden der "Konferenz Europäischer Kirchen" (KEK), in der St. Thomas-Kirche in Strassburg unterzeichnet worden. Die Charta enthält Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa, die allen europäischen Kirchen zur Annahme und Umsetzung empfohlen werden. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist weder auf europäischer noch auf nationaler Ebene Mitglied der KEK und war daher an der Erarbeitung der Charta nicht beteiligt.

In der Stellungnahme heisst es: "Als Siebenten-Tags-Adventisten können wir der Charta Oecumenica zustimmen, wenn Grundwerte, wie Gerechtigkeit, Frieden, Religions- und Gewissensfreiheit, Gleichheit, Versöhnung, Toleranz, Gewaltlosigkeit, Menschenwürde, Natur- und Umweltschutz, Gleichberechtigung von Frauen, Schutz von Ehe und Familie, sowie Hilfe für die Armen der Welt, gefordert werden. Auch der Ruf nach einem verantwortlichen Lebensstil, der Ablehnung des Antisemitismus und einem fairen Umgang mit Muslimen und Vertretern anderer Religionen bzw. Weltanschauungen findet unsere Unterstützung. Hier können auch Adventisten sagen: ‚Wir verpflichten uns!‘."

Allerdings könne die Freikirche den Selbstverpflichtungen der Charta nicht in ihrer Gesamtheit zustimmen. Wenn erwartet werde, dass die kirchliche Unmündigentaufe der biblischen Glaubenstaufe gleichzusetzen oder gar vorzuziehen sei, oder dass eine sakramentale Sicht von Taufe, Eucharistie und geistlichem Amt zu gelten habe, dann würden Adventisten gerade im Namen der "Heilsbotschaft Christi im Evangelium" deutlich widersprechen und mit Worten der "Charta Oecumenica" erklären: "Damit dürfen wir uns nicht abfinden." Auch sei zu hinterfragen, ob evangelistische Bemühungen ohne vorherige "Vereinbarungen" mit anderen Kirchen wirklich als "schädliche Konkurrenz" angesehen werden könnten.

Die deutschen Adventisten stimmten, so die Pastoren Pöhler und Machel, mit ihrer europäischen Kirchenleitung, der Euro-Afrika Division in Bern, überein, die ebenfalls zur "Charta Oecumenica" Stellung nahm und zu dem Ergebnis kam: "Trotz der Tatsache, dass das Dokument viele positive Aussagen enthält, sind wir der Überzeugung, dass wir als Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten die im Dokument enthaltenen Selbstverpflichtungen nicht unterzeichnen sollten." Als Gründe werden die Verpflichtungen, sich für die gegenseitige Anerkennung der Taufe und die eucharistische Gemeinschaft einzusetzen sowie keine Evangelisation ohne vorherige Vereinbarungen durchzuführen, genannt. Das bedeute jedoch nicht, "dass wir nicht gewillt sind, mit anderen christlichen Kirchen, auch innerhalb der KEK, Kontakte zu pflegen. Ein gemeinsamer Dienst ist unter Wahrung der eigenen konfessionellen Identität insbesondere in den Bereichen Bibelverbreitung, Religionsfreiheit, Medien- und Sozialarbeit möglich."

(Hinweis der Redaktion: Der Text der adventistischen Stellungnahmen zur "Charta Oecumenica" ist in der Rubrik "Dokumentation" zu finden.)

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Adventistenpräsident traf orthodoxes und katholisches Oberhaupt in Serbien uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Serbien, 14.04.2003 / APD

Während seines Pastoralbesuches in Serbien hatte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), eine Unterredung mit dem Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Pavle, in Belgrad. Wie von Teilnehmern zu erfahren war, sei das Gespräch zwanglos, freundschaftlich und herzlich verlaufen. Es habe einen Meinungsaustausch über aktuelle Gegenwartsfragen gegeben. Auch sei erläutert worden, warum Adventisten grossen Wert auf eine gesunde Lebensweise legten und wie vorteilhaft im zwischenkirchlichen Bereich gegenseitige Achtung sowie ein besseres Kennenlernen seien. Der Patriarch verwies auf die mit Problemen behaftete Geschichte des serbischen Volkes und brachte seine Sorge zum Ausdruck, dass die im Kosovo zerstörten orthodoxen Kirchen wohl kaum wieder aufgebaut würden. Pastor Paulsen dankte für die Gastfreundschaft und sprach den Wunsch aus, dass sich beide Kirchen in gegenseitiger Achtung begegneten und für den Schutz der Religionsfreiheit einsetzten.

Paulsen traf sich auch mit dem römisch-katholischen Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar, der den Gästen zahlreiche Fragen zum Glauben und zur Theologie der Siebenten-Tags-Adventisten stellte.

Der Präsident der Generalkonferenz besichtigte das neue adventistische Gymnasium in Novi Sad und nahm an der Einweihungsfeier des dortigen Gemeindezentrums teil. In Belgrad hielt Paulsen mit eintausend Gläubigen einen Gottesdienst. Im Belgrader adventistischen Theologischen Seminar hatte er eine Unterredung mit 60 Studenten und zahlreichen Jugendlichen aus den 13 Adventgemeinden der serbischen Hauptstadt. In Serbien leben über 7 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 171 Gemeinden.

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Adventistischer Verlag in Prag wieder voll in Betrieb uparrowprint druckenemail versenden

Prag/Tschechien, 14.04.2003 / APD

Der Advent-Orion Verlag der tschechischen Siebenten-Tags-Adventisten hat seinen Betrieb in vollem Umfang wieder aufgenommen. Die Verlagsgebäude in Prag-Roztoky waren durch das Hochwasser im August letzten Jahres stark beschädigt worden. Die Flut reichte bis zum ersten Stockwerk. Mehrere Lagerräume und die Versandstelle wurden überschwemmt, ein Teil der eingelagerten Bücher konnte nicht mehr gerettet werden. Zehn Tage nach der Evakuierung wurde der Verputz entfernt, um die Gebäude bis Ende Oktober vollständig austrocknen zu lassen. Die Reparaturarbeiten im Inneren dauerten von November 2002 bis Januar 2003. Für die Gebäudeschäden in Höhe von rund 66 000 Euro kam die Versicherung auf. Die Kosten für zerstörte Einrichtungen und Waren beliefen sich auf 87 000 Euro. "In den Tagen nach dem Hochwasser konnten die offenen Aufträge mit den geretteten Büchern bestritten werden. Für die nachfolgenden Auftragseingänge gab es trotz der provisorischen Arbeitsbedingungen nur geringe Wartezeiten", betonte der Prokurist des Verlages, Petr Kafka.

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Adventistische Literatur für Zentralasien und den Kaukasus uparrowprint druckenemail versenden

Moskau/Russland, 14.04.2003 / APD

Adventistische Literatur gebe es in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) jetzt auch in Armenisch, Georgisch, Aseri-Türkisch, Kasachisch, Usbekisch, Kirgisisch, Turkmenisch und Tadschikisch, teilte der Verlagsdirketor der Siebenten-Tags-Adventisten in der GUS, Wilmar Hirle (Moskau), mit. In den letzten neun Monaten seien in diesen Sprachen jeweils drei Bücher aus den Bereichen Gesundheit, Familie und Religion übersetzt worden. Bisher habe nur adventistische Literatur in Russisch, Ukrainisch und für Moldawien in Rumänisch vorgelegen.

In der früheren Sowjetunion sei es für die Bevölkerung selbstverständlich gewesen, Russisch zu lernen, so Hirle. Doch nach der Wende würde die junge Generation in Zentralasien und in der Kaukasusregion mit ihren einheimischen Sprachen aufwachsen. Etwa 30 Prozent der fast 55 Millionen Einwohner Zentralasiens könnten kein Russisch lesen. Deshalb solle weitere Literatur in die verschiedenen Sprachen der GUS übersetzt werden.

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Russischer Adventist als Kriegsdienstverweigerer anerkannt uparrowprint druckenemail versenden

Moskau/Russland, 14.04.2003 / APD

Sergei Panchenko (18), ein Siebenten-Tags-Adventist aus Tambov in der russischen Amur-Region, ist von einem dortigen Gericht als Kriegsdienstverweigerer anerkannt worden. Nach seinem Einberufungsbescheid zur Armee beantragte Panchenko die Ableistung eines Zivildienstes. Er berief sich dabei auf ein im letzten Jahr von der Duma verabschiedeten Gesetz, das einen alternativen Dienst für diejenigen ermöglicht, die eine pazifistische Einstellung nachweisen könnten. Die Militärkommission in Tambov lehnte das Gesuch jedoch mit der Begründung ab, dass das Gesetz erst Anfang 2004 in Kraft treten würde. Als Panchenko den Dienst in einer Eisenbahndivision aufgrund seiner religiösen Überzeugung nicht antrat, wurde gegen ihn ein Strafverfahren eröffnet.

"Militär und Gericht wollten gegenüber dem jungen Mann ein Exempel statuieren", sagte Pastor Valery Ivanov (Moskau), Kommunikationsdirektor der Siebenten-Tags-Adventisten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Doch bald habe es sich herausgestellt, dass sie es mit einem ernsten Christen zu tun hätten, dessen Gewissen es nicht erlaube, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Militär und Richter hätten die vorgebrachten Gewissensgründe als echt anerkannt.

Panchenko wurde in dem Prozess von zwei Anwälten des 1992 in Moskau gegründeten "Slawischen Rechtsberatungsbüros" vertreten. Die überkonfessionelle Organisation kümmert sich in der GUS um Menschen, die aus religiösen Gründen Rechtsbeistand benötigen. Die Anwälte beriefen sich vor Gericht statt auf das noch nicht in Kraft getretene Zivildienstgesetz auf den Artikel 59 der Russischen Verfassung von 1993, so Ivanov. Dort stehe ausdrücklich, dass ein Bürger der Russischen Föderation das Recht habe, aus Gewissensgründen Zivil- statt Militärdienst zu leisten. Oft werde jedoch dieser Artikel von Militär und Justiz ignoriert, da ein Zivildienstgesetz noch nicht in Kraft sei. Viele Kriegsdienstverweigerer seien deshalb in den vergangenen Jahren zu Gefängnisstrafen verurteilt oder beim Militär unmenschlich behandelt worden.

"Unsere jungen Männer sind der festen Überzeugung, dass sie nicht das Recht haben, einem anderen das Leben zu nehmen. Sie können es daher nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, die Waffe in die Hand zu nehmen, zum Töten ausgebildet zu werden und auch noch einen Eid zu schwören, gute Soldaten zu sein", sagte Ivanov. Manchmal zeige die Armee Entgegenkommen und setze Kriegsdienstverweigerer an Stellen ein, bei denen sie keine Waffe zu tragen hätten. Doch damit sei kein Rechtsanspruch auf waffenlosen Dienst verbunden. Dazu käme für Adventisten in der Armee auch das Problem, am Sabbat (Samstag), dem biblischen Ruhetag, dienstfrei zu erhalten.

Panchenko sei jetzt zwar anerkannter Kriegsdienstverweigerer, so Pastor Ivanov, doch er müsse warten, bis im nächsten Jahr die ersten Zivildienstplätze eingerichtet würden. Sein Dienst werde mindestens ein Jahr länger dauern als die Zeit beim Militär.

In Russland gibt es 60 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 703 Gemeinden.

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Südkorea: 18 Monate Haft für adventistischen Kriegsdienstverweigerer uparrowprint druckenemail versenden

Seoul/Südkorea, 14.04.2003 / APD

Der Militärgerichtshof der 12. Division in Kangwon-do/Südkorea hat einen 22-jährigen Siebenten-Tags-Adventisten zu 18 Monaten Haft verurteilt, weil er sich weigerte, während seines Militärdienstes eine Waffe in die Hand zu nehmen. Hee Jai Lim war während seines Theologiestudiums an der adventistischen Sahmyook Universität, Seoul, zur Ableistung der 26-monatigen Wehrpflicht einberufen worden. Er musste sich, wie vor ihm bereits Tausende anderer Kriegsdienstverweigerer, zwischen dem Verrat seiner Überzeugung und Gefängnis entscheiden. Das südkoreanische Wehrpflichtgesetz enthält keine Bestimmungen für Einberufene, die den Waffendienst aus religiösen oder ethischen Gründen verweigern. Zivildienst ist nur für diejenigen möglich, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Militärdienst leisten können.

Vor der Urteilsverkündung sagte Lim den Richtern: "Ich hoffe, dass niemand mehr so wie ich vor einem Militärgericht wegen Kriegsdienstverweigerung stehen muss. Ich erwarte von unserer Regierung, dass sie alternative Dienste einführt, um denjenigen zu helfen, die in Übereinstimmung mit ihrer Gewissens- und Glaubensüberzeugung ihrem Land loyal dienen wollen." Normalerweise hätte ein Kriegsdienstverweigerer mit drei Jahren Gefängnis zu rechnen, sagte der Seelsorger von Lim, Pastor Soo Jai Lee. Dazu sei im letzten Jahr der adventistische Theologiestudent Young-chul Yoon verurteilt worden. Die letzten Worte des Angeklagten vor der Urteilsverkündigung könnten die Richter beeindruckt haben, so dass sie es bei 18 Monaten Haft beliessen.

Etwa 10 000 Kriegsdienstverweigerer waren bereits in Südkorea inhaftiert. Jedes Jahr kommen über 500 junge Männer dazu. Die meisten von ihnen sind Zeugen Jehovas. In Südkorea gibt es 165 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 656 Gemeinden. An der Sahmyook Universität sind rund 5 000 Studenten eingeschrieben, wovon etwa 250 Theologie belegt haben. Die Freikirche empfiehlt ihren wehrpflichtigen Jugendlichen die Kriegsdienstverweigerung beziehungsweise den waffenlosen Dienst in der Armee. Jedoch muss jeder seine eigene Gewissensentscheidung treffen.

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Kolumbien: Entführter Adventisten-Pastor frei uparrowprint druckenemail versenden

Medellin/Kolumbien, 14.04.2003 / APD

Der adventistische Pastor Gonzalo Cardona ist in Kolumbien nach fast sechsmonatiger Gefangenschaft von Guerillas freigelassen worden. Der für die 800 Mitglieder zählende Adventgemeinde Uraba im Nordwesten des Landes zuständige Geistliche war im August letzten Jahres während einer Autofahrt entführt worden. Bis auf eine leichte Malaria gehe es Cardona den Umständen entsprechend gut, teilte Jose Rojano (Medellin), Pressesprecher der kolumbianischen Siebenten-Tags-Adventisten, mit. Nach seiner Genesung werde er aus dem Gefahrengebiet nach Medellin versetzt.

Die Guerillagruppen würden zur Finanzierung ihres Kampfes Entführungen vornehmen, um Lösegeld zu erpressen. 2002 seien sechs Adventisten gekidnappt und bis auf den vor einem Jahr verschwundenen Buchprüfer Dionisio Galindo wieder freigelassen worden, sagte Rojano. In Kolumbien leben 190 500 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 832 Gemeinden. Die dortige evangelische Freikirche unterhält eine Universität, sieben Gymnasien, eine Berufsschule, 63 Grundschulen, zwei Krankenhäuser und vier Kliniken.

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Im Pazifik: Nach 28 Tagen auf See gerettet uparrowprint druckenemail versenden

Tarawa/Kiribati, 14.04.2003 / APD

Der Rektor der adventistischen Mittelschule in Kauma auf der zu Kiribati gehörenden Pazifikinsel Abemama, Tekemau Ribabati, ist zusammen mit zwei Freunden nach 28 Tagen auf See gerettet worden. Er wollte mit einem Boot verschiedene Inseln besuchen, um neue Schüler zu werben. Als der Motor aussetzte, trieben sie hilflos auf dem Meer. "Tekemau ist ein erfahrener Seemann", sagte der Vorsteher der Siebenten-Tags-Adventisten auf der Inselgruppe Kiribati, Pastor John Horvath, "doch wir machten uns Sorgen als er nach zehn Tagen nicht zurückkehrte." Nach fast einem Monat habe sie das Containerschiff "Reunion" 300 Kilometer entfernt von Arorae, der südlichsten Insel von Kiribati, gerettet. "Tekemau erzählte mir", so Horvath, "dass der Kapitän sie ursprünglich nicht an Bord nehmen wollte, da er fürchtete, es mit Piraten zu tun zu haben." Der Gesundheitszustand der drei sei gut gewesen. Sie hätten sich während ihrer Odyssee nur von im Meer treibenden Kokosnüssen und rohem Fisch ernährt. In der Inselrepublik Kiribati mit seinen 92 000 Einwohnern leben 1 334 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in elf Gemeinden.

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"Aussöhnung und Toleranz gehören zur Jugendarbeit" uparrowprint druckenemail versenden

Kigali/Ruanda, 14.04.2003 / APD

"Aussöhnung und Toleranz gehören in Ruanda seit dem Genozid von 1994 zur Agenda jeder Jugendtagung", sagte Pastor Jacques Nkinzingabi, Jugendabteilungsleiter der dortigen Siebenten-Tags-Adventisten. So sei dies auch bei einer kürzlichen Schulung von 250 Pfadfinder- und Jugendgruppenleiter aus allen Teilen des Landes in der Hauptstadt Kigali gewesen. Die beiden Schwerpunkte würden zwar nicht die normalen Schulungen in der Jugendarbeit ersetzen, sie seien aber dennoch notwendig, um sich mit dem in Ruanda vorherrschenden Stammesdenken in einer christlichen Weise auseinander zu setzen. In dem afrikanischen Land leben etwa 350 000 erwachsen getaufte Adventisten, wovon 95 Prozent unter 30 Jahren sind.

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Sabbat-Ruhe mit israelischer Verfassung vereinbar uparrowprint druckenemail versenden

Jerusalem/Israel, 14.04.2003 / APD

Das Verbot, am Sabbat jüdische Angestellte zu beschäftigten, entspricht der israelischen Verfassung entschied eine Richterin des Obersten Gerichtshofes. Die Firma "Handyman" war von Israels nationalem Arbeitsgericht zu einer Geldstrafe von umgerechnet 11 000 Euro verurteilt worden, weil sie Juden am Sabbat hatte arbeiten lassen. Dagegen legte das Unternehmen beim Obersten Gerichtshof Berufung ein. Richterin Dalia Dorner wies die Berufung mit der Begründung ab, das Verbot setze die Werte des jüdisch demokratischen Staates in die Tat um. Der Ruhetag für Arbeitnehmer habe ein soziales und ein gesellschaftliches Ziel. "Der Sabbat ist von nationalem wie auch religiösem Wert", sagte Dorner.

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Forschungsthema "Frauen in Freikirchen" uparrowprint druckenemail versenden

Dietzhölztal-Ewersbach, Deutschland, 14.04.2003 / APD

Das Frühjahrssymposium des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) am Theologischen Seminar des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BfeG) in Dietzhölztal-Ewersbach behandelte das in vielen Freikirchen kontrovers diskutierte Thema über die Rolle der Frau in der christlichen Gemeinde. Laut VFF-Pressesprecher Christof Lenzen sei bei allen gehaltenen Referaten auffällig gewesen, "dass in vielen Freikirchen während ihrer Entstehungszeit gesellschaftliche Schranken zwischen den Geschlechtern mutig überwunden wurden, dass diese vorwärts weisende Entwicklung aber während der folgenden Institutionalisierung und Professionalisierung wieder stufenweise zurückgenommen wurde". Hier biete sich ein weites und praxisrelevantes Forschungsgebiet an, um diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Die Referate und Ergebnisse des Symposiums würden im nächsten Jahrbuch des Vereins, das im Frühjahr 2004 erscheinen soll, dokumentiert. Die Tagung mache Mut, "die evangeliumsgemässe Gleichstellung der Frau" nicht nur weiter zu erforschen, sondern auch in den Gemeinden und Freikirchenleitungen "furchtlos voranzutreiben", so Lenzen.

Die Vereinsmitglieder verabschiedeten auch ein Wort zum Irak-Konflikt. Darin heisst es: "Krieg widerspricht dem Willen Gottes, der das Leben der Menschen will und sie beauftragt, jederzeit für das Leben einzutreten." Vorsitzender des Vereins für Freikirchenforschung ist Professor Dr. Erich Geldbach, Direktor des Ökumenischen Instituts der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Zum neuen Geschäftsführer wurde Reimer Dietze, Dozent am Theologischen Seminar "Beröa" des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), Erzhausen bei Darmstadt, gewählt. Er löst Pastor i. R. Manfred Bärenfänger, Münster, vom Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden, nach langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit ab. Für die Finanzen des Vereins ist Pastor i. R. Wolfgang Sehnbruch, Unna, von den Siebenten-Tags-Adventisten zuständig. Im VFF sind Mitglieder aus 18 Freikirchen vertreten.

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Brennpunkt Irak: Für Frieden beten und wirken uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 14.04.2003 / APD

"Ungeachtet des Irak-Krieges sollten gläubige Menschen die Hoffnung angesichts von Hoffnungslosigkeit nicht aufgeben", sagte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), in einer Stellungnahme zum Kriegsbeginn. Adventistische Christen seien Menschen des Friedens, die sich mit anderen zum Gebet für ein schnelles Ende der Kampfhandlungen vereinen würden. "Als Glaubensgemeinschaft, die fast überall auf der Erde vertreten ist, können wir nicht irgendein Land als Nation des Bösen betrachten, sondern wir sehen auch dort Menschen, für die Jesus Christus, der Sohn Gottes, starb", betonte Paulsen. "Auch im Irak leben Siebenten-Tags-Adventisten." Sie seien genauso in die Gebete eingeschlossen, wie alle von diesem Konflikt Betroffene.

"Kirchen sollten nicht nur für geistliche Beiträge, obwohl diese grundlegend sind, sondern auch für ihre Unterstützung von Lebensqualität zuständig sein und in diesem Zusammenhang ist Frieden schaffen wesentlich. Wir rufen alle Christen und Menschen guten Willens auf der ganzen Welt auf, eine aktive Rolle für das Zustandekommen und die Erhaltung des Friedens zu übernehmen, womit sie dann Teil der Lösungen statt Teil des Problems werden." Obwohl es notwendig und richtig sei, für den Frieden zu beten und zu wirken, werde es wahren Frieden auf dieser Erde erst bei der Wiederkunft Christi geben, unterstrich Paulsen.

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Brennpunkt Irak: "Leid lindern und Wunden heilen" uparrowprint druckenemail versenden

Watford/Grossbritannien, 14.04.2003 / APD

"Die britischen Siebenten-Tags-Adventisten trauern zusammen mit Millionen anderer Christen in aller Welt wegen des Irak-Krieges", erklärte der Vorsteher der dortigen Freikirche, Pastor Cecil Perry (Watford). Er forderte die Adventisten auf, für ein rasches Ende des Krieges zu beten. Derartige Auseinandersetzungen zeigten das durch die Sünde verursachte Scheitern der Beziehungen unter Menschen und Völkern. Ungeachtet der Kämpfe gelte es für den Frieden zu beten und zu wirken. Gerade Christen müssten alles ihnen mögliche tun, um Leid zu lindern und Wunden zu heilen.

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Brennpunkt Irak: Deutschland: Kirchen zu Friedensgebete aufgefordert uparrowprint druckenemail versenden

Hannover, Deutschland, 14.04.2003 / APD

Mit Trauer haben die Kirchen in Deutschland auf den Irak-Krieg reagiert. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, widersprach zusammen mit dem Vorsitzenden der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), Bischof Walter Klaiber, dem eingeschlagenen Weg des Blutvergiessens: "Wir sehen keine ethische oder völkerrechtliche Rechtfertigung für ihn." Kock, Lehmann und Klaiber forderten zum gemeinsamen Gebet auf: "Wir ermutigen die Mitchristen in unserem Land, das Schicksal all dieser Menschen im persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet vor Gott zu tragen. Wir appellieren an alle keine Gelegenheit auszulassen, durch Hilfe das Leid zu lindern."

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Brennpunkt Irak: Baptistischer Weltbund: Irak-Krieg ist eine "grosse Sünde" uparrowprint druckenemail versenden

Washington D. C./USA, 14.04.2003 / APD

Der Generalsekretär des Baptistischen Weltbundes (BWA), der Amerikaner Dr. Denton Lotz (Falls Church bei Washington), hält den Krieg gegen den Irak "für eine grosse Sünde". Gott wolle Frieden und deshalb sei "Krieg immer ein Versagen der Menschheit". Die weltweit 45 Millionen Baptisten rief er auf, für ein zügiges Ende des Krieges zu beten. Darüber hinaus gelte es eine dauerhafte Lösung für den Israel-Palästina-Konflikt zu finden. Innerhalb des Baptistischen Weltbundes ist die BWA-Erklärung umstritten, da sich der grösste Mitgliedsverband, die 16 Millionen Mitglieder zählenden Südlichen Baptisten in den USA, bereits vor Beginn des Krieges ausdrücklich hinter die Politik von US-Präsident George W. Bush gestellt und den Krieg als "gerecht" bezeichnet hatten.

Mit einem weiteren Gebetsaufruf haben sich auch die Präsidenten des deutschen Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), Siegfried Grossmann und Raimund Utsch, an die Gemeindeglieder gewandt. Sie zeigten sich darin "sehr enttäuscht, dass es auf diplomatischem Wege nicht gelungen ist, den Krieg zu verhindern".

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

Drei ADRA-Mitarbeiter in Liberia getötet uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 14.04.2003 / APD

Drei Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA wurden getötet, als sie mit ihrem Wagen in der Nähe der liberianischen Grenzstadt Toe in einen Hinterhalt von Rebellen gerieten. Der Geschäftsführer von ADRA-Liberia, Emmanuel Sharpulo, der norwegische ADRA-Direktor, Kaare Lundt, und der einheimische Fahrer Musa Kita wollten ein von Norwegen finanziertes und von ADRA betriebenes Flüchtlingslager besuchen. Lund (53), der seit 1989 für das Hilfswerk arbeitete, hinterlässt seine Frau und drei erwachsene Kinder.

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ADRA renoviert ungarisches Krankenhaus uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt, Deutschland, 14.04.2003 / APD

Das Krankenhaus in der zwischen dem Neusiedler See und Plattensee (Balaton) gelegenen ungarischen Kleinstadt Celldömölk hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland renovieren und mit 40 Betten sowie medizinischen Geräten ausstatten lassen. Das einzige Hospital im Landkreis ist besonders für seine chirurgische Abteilung und die Geburtshilfe bekannt.

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Entwicklungspolitische Studienreise nach Nepal uparrowprint druckenemail versenden

Lentigny FR, 14.04.2003 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Schweiz führt zusammen mit ADRA-Deutschland vom 8. bis 24. Oktober 2003 eine entwicklungspolitische Studienreise nach Nepal durch. In kleinen Gruppen von 15 bis maximal 20 Personen können die Teilnehmer mit fachkundiger, deutschsprachiger Reiseleitung ein anderes Volk erleben. Sie werden dabei Einheimischen bei ihrer täglichen Arbeit zur Hand gehen, indem sie beim Hausbau in der Lepra-Kolonie von Kokhana helfen. Ausserdem treffen sie mit Arbeitern, Angestellten, Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern zum Gespräch zusammen. Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten des Landes und Stätten seiner Geschichte runden die Exkursion ab. Weitere Informationen sind bei ADRA-Schweiz, Herrn Herbert Bodenmann, La Briqueterie 201, 1745 Lentigny FR, Telefon (026) 477 00 45, Telefax (026) 477 00 48, E-Mail herbert.bodenmann@adra.ch , erhätllich.

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Nahrungsmittel für Hungernde in Äthiopien uparrowprint druckenemail versenden

Addis Abeba/Äthiopien, 14.04.2003 / APD

Die Schwedische Internationale Entwicklungshilfeagentur (SIDA) hat der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 300 000 Euro für Hungernde in Äthiopien zur Verfügung gestellt. Dadurch sollen 30 000 Menschen drei Monate lang mit dem Lebensnotwendigsten versorgt werden. Zusätzliche private Spenden aus Schweden ermöglichen es ADRA, weitere 10 000 Äthiopier für zwei Monate Nahrungsmittel zukommen zu lassen. Ausserdem wird an Bauern Saatgut verteilt.

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Neue Schule für 1 500 Kinder in Tadschikistan uparrowprint druckenemail versenden

Duschanbe/Tadschikistan, 14.04.2003 / APD

Die japanische Regierung hat der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 55 000 Euro zur Sanierung einer vom Bürgerkrieg stark beschädigten Schule in Tadschikistan zur Verfügung gestellt. Der Unterricht für einen Teil der 1 500 Kinder in der Gebirgsregion von Garm findet nach wie vor in dem ausgebrannten Gebäude statt. Doch es fehlt das Dach, die Fensterscheiben und Elektrizität. Die Sanierung soll im September diesen Jahres abgeschlossen sein.

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Medien

Adventistische Gesundheitstipps für Radiostationen uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 14.04.2003 / APD

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA und Kanada hat an eintausend christliche und nicht-christliche Radiostationen in Nordamerika eine CD gesandt, die 54 Beiträge mit Gesundheitstipps enthält. Dr. Elmar Sakala von der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien moderiert die Minuten-Programme, die von den Rundfunkstationen als Dienst für die Allgemeinheit in das Programm eingestreut werden sollen. Da die Sendezeit nicht bezahlt werde, müssten eben die Inhalte überzeugen. Nur am Ende des Kurzbeitrages erfolge ein Hinweis auf die Adventisten als Produzenten. Laut dem Direktor der Gesundheitsabteilung der nordamerikanischen Freikirche, DeWitt Williams (Silver Spring, Maryland/USA), sei es bereits die vierte Gesundheitsserie, die an Radiostationen versandt werde. Sie solle dazu verhelfen, damit Menschen "länger, gesünder und erfüllter leben können".

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Afrika-Zentrale von Adventist World Radio eingeweiht uparrowprint druckenemail versenden

Johannesburg/Südafrika, 14.04.2003 / APD

Adventist World Radio (AWR) hat seine neue Afrika-Zentrale im Johannesburger Stadtteil Sandton mit Büros, Studios und weiteren technischen Einrichtungen eingeweiht. Die von Samuel Misiani geleitete AWR-Region Afrika produziert derzeit an acht Standorten Sendungen in 14 Sprachen, die 20 Stunden täglich ausgestrahlt werden. Das Zentrum in Johannesburg koordiniert die Programme und überspielt sie in digitaler Form an die drei eingesetzten Kurzwellenstandorte in Südafrika, Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei der Einweihung verwies AWR-Präsident Benjamin D. Schoun auf die zahlreichen afrikanischen Hauptsprachen, in denen es bisher keine Programme gebe. Hierin sieht er die Herausforderung für die nächsten Jahre. Adventist World Radio sendet als internationale Radiomission der Siebenten-Tags-Adventisten derzeit mehr als 1 200 Wochenstunden in 55 Sprachen. Deutschsprachiger Partner ist die "Stimme der Hoffnung", Darmstadt (Deutschland).

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Neues adventistisches Radiostudio im indischen Nordosten uparrowprint druckenemail versenden

Aizawl/Indien, 14.04.2003 / APD

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in Aizawl im nordostindischen Bundesstaat Mizoram ein Radiostudio eingeweiht. Das Netzwerk der adventistischen Rundfunkmission umfasst damit etwa 50 Studios, die zur weltweiten Arbeit von Adventist World Radio in 55 Sprachen beitragen. In Aizawl sollen Sendungen in den Sprachen Mizo und Assamesisch produziert und über Kurzwelle von der adventistischen Station auf Guam ausgestrahlt werden. Adventistische Gemeinden wollen die Programme aber auch von UKW-Lokalradios in Indien senden lassen. Das neue Studio ergänzt das seit über 50 Jahren bestehende adventistische Medienzentrum in Poona, das unter der Leitung von Edwin Mathews Programme in den sieben indischen Hauptsprachen Hindi, Malayalam, Tamil, Kannada, Telugu, Punjabi und Marathi produziert. Mittelfristig sollen in Aizawl Sendungen in weiteren Sprachen des indischen Nordostens sowie in Tibetisch für die angrenzende Region in China ins Programm aufgenommen werden.
Der indische Bundesstaat Mizoram liegt zwischen Bangladesch und Myanmar (Burma) und ist kulturell bereits südostasiatisch geprägt. Etwa 95 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum, so dass der Alltag von den religiösen Spannungen in anderen indischen Bundesstaaten weitgehend verschont bleibt. Unter den 40 Millionen Einwohnern Mizorams leben etwa 33 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten.

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Bibel

30 Millionen Bibeln in China gedruckt uparrowprint druckenemail versenden

Nanjing/China, 14.04.2003 / APD

Die 30 millionste Bibel ist in der Amity Druckerei der Chinesischen Bibelgesellschaft in Nanjing (Nanking) hergestellt worden. In einer Feierstunde sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Amity Druckgesellschaft, Dr. Jen-li Tsai: "Am 25. Dezember 1987 kam die erste Bibel aus der Presse. Wir hätten niemals gedacht, dass wir nur 15 Jahre später eine Auflage von 30 Millionen Exemplaren erreichen würden." Pfarrer Li Lancheng, Generalsekretär des Chinesischen Christenrates in Nanjing, wies darauf hin, dass es im Land 70 Bibelverkaufsstellen gebe, die sich, mit Ausnahme von Tibet, in jeder Provinz und autonomen Region befänden. Die Bibel wird in verschiedenen Sprachen, und zwar in Han-Chinesisch mit einer vereinfachten und der traditionellen Schrift, zweisprachig in Englisch-Chinesisch, in der Braille-Blindenschrift sowie in den Minderheitssprachen Dai, Koreanisch, Jingbo, Lahu, Yi, Miao und Yau, gedruckt. Ausserdem stellt die Amity Druckerei Bibelkommentare, Studienbibeln, Gesangbücher und Kalender her. Die Bibel gibt es als Grossdruckausgabe für ältere Menschen und als Taschenbuch, das besonders bei Jugendlichen und Studenten beliebt ist. Die Produktionskapazität des Druckhauses mit seine 280 Angestellten vergrössert sich ständig. Die ein millionste Bibel erschien am 26. September 1989. Die Auflage von fünf Millionen war 1993, zehn Millionen 1995, 15 Millionen 1997, 20 Millionen 1999 und 25 Millionen 2000 erreicht. Das Amity Druckhaus wurde 1987 auch mit Spenden durch die "Aktion Weltbibelhilfe" der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart, finanziert.

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Interesse an der Zukunft gewinnt an Bedeutung uparrowprint druckenemail versenden

Zürich, 14.04.2003 / APD

"Astrologen, Wahrsager und Hellseher haben immer Hochkonjunktur. Für einen Blick in die Zukunft wird viel bezahlt", so Rita Rölli, Leiterin des BibelStudien-Instituts "Stimme der Hoffnung". Zeitschriften verkauften sich besser, wenn sie Horoskope enthielten. Menschen aller Gesellschaftsschichten wollten wissen, wie die Zukunft aussehe. Wer die Ereignisse der nächsten Tage kenne, könne Gewinn und Verlust kalkulieren oder sich vor Gefahren schützen. "Doch trotz aller Versuche, die Geheimnisse der Zukunft zu entschlüsseln, tappen wir weiter im Dunkeln", stellte Rölli fest. Wir könnten eben nicht "zurück in die Zukunft". Dagegen fänden wir in der Bibel präzise Angaben über zukünftige Ereignisse – auch über Jahrtausende hinweg.

Der kostenlose Studienkurs "Start in die Zukunft" des BibelStudien-Instituts beschäftige sich deshalb mit biblischen Prophezeiungen über das Schicksal der Menschheit. Es gehe dabei nicht um Sensationen, sondern um Gottes Absichten mit uns Menschen. "Seit wir das Paradies verloren haben, sind wir auf der Suche nach Glück, Erfolg, Reichtum, Gesundheit, Frieden, Hoffnung und Liebe", so Rölli. "Wir möchten ein Paradies auf Erden errichten. Gott spielt dabei nur eine Nebenrolle – wenn überhaupt! Doch wir scheitern immer wieder am Bösen, das tief in uns sitzt und unser Leben vergiftet." Gott habe den Menschen aber die Zukunft der Welt in der Bibel mitgeteilt. Der kostenlose Fernkurs solle deshalb helfen, Hoffnung in einer von Krisen geschüttelten Welt zu finden. Der Kurs "Start in die Zukunft – Alte Prophezeiungen neu entdecken" umfasst 10 Hefte und kann beim BibelStudien-Institut, Postfach 6738, 8050 Zürich, bestellt werden. Wer ihn online studieren will, findet ihn im Internet unter www.bibelstudien_institut.de .

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Plakate werben in Ägypten für die Bibel uparrowprint druckenemail versenden

Kairo/Ägypten, 14.04.2003 / APD

Die Ägyptische Bibelgesellschaft wirbt auf grossen Plakatflächen im Zentrum der Hauptstadt Kairo wie vor ihrem Hauptbahnhof für das "Buch der Bücher". Mit der Werbekampagne solle die Heilige Schrift allen zugänglich gemacht werden, so der Direktor der Bibelgesellschaft, Ramez Atallah. Die Bibelgesellschaft betreibt auch einen Bibelstand an einer Raststätte einer wichtigen Autobahn. Diese Art Bibelwerbung sei ebenfalls positiv aufgenommen worden.

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Evangelien für Südsee-Insulaner uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 14.04.2003 / APD

Die vier Evangelien auf Tokelanisch, der Sprache der Tokelau-Inseln, wurden von der Neuseeländischen Bibelgesellschaft herausgegeben. Wie der Weltbund der Bibelgesellschaften, Reading/Grossbritannien, mitteilte, habe die Übersetzung sechs Jahre in Anspruch genommen. Mit den Arbeiten am Alten Testament sei bereits begonnen worden. Bis auch dieses vorliege, müssten sich die Christen Tokelaus noch mit der Bibel auf Samoanisch behelfen. Das aus den drei kleinen Atollen Atafu, Fakaofo und Nukunonu bestehende Tokelau hat etwa 1 500 Einwohner, weitere 2 000 leben in Neuseeland. Seit 1925 steht die Inselgruppe unter neuseeländischer Verwaltung. 67 Prozent der Tokelauer sind Protestanten und 30 Prozent Katholiken. Tokelanisch wird auch auf Amerikanisch-Samoa und in den Vereinigten Staaten gesprochen. (762 Zeichen)

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Dokumentation

Rundschreiben zum Krieg im Irak der deutschen Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten an ihre Pastoren, Gemeinden und Institutionen vom 20. März 2003 uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Ostfildern (Deutschland), 14.04.2003 / APD

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freunde der Adventgemeinde,

Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir das Scheitern der Bemühungen um eine gewaltfreie Lösung des Irakkonflikts zur Kenntnis. Wir sind betrübt, dass es den Völkern dieser Erde nicht gelungen ist, den Frieden mit politischen Mitteln zu bewahren. Wir erkennen darin unsere menschliche Unfähigkeit, das Böse mit Gutem zu überwinden. Trotz weltweiter Proteste, trotz Politik und Diplomatie hat ein neuer Krieg im Irak begonnen.

Mit Ohnmacht stehen wir diesem Geschehen gegenüber. Wir wissen, dass unschuldige Menschen sterben, Menschenrechte mit Füssen getreten werden. Wir sehen uns deshalb verbunden mit allen, die jetzt in diesen Krieg einbezogen sind - ganz gleich, ob es Menschen im Irak oder Angehörige der Streitkräfte sind. Besonders denken wir natürlich an unsere Glaubensgeschwister im Irak. Auch sie werden die Folgen des Krieges zu spüren bekommen.

Als Gemeinde Jesu sind wir gerade jetzt aufgerufen, Stellung zu beziehen und für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit in und unter den Völkern einzutreten. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe und unser Bedürfnis, fürbittend für diejenigen einzustehen, die von diesem Krieg betroffen sind. Wir bitten deshalb alle Gemeinden um anhaltende und intensive Fürbitte. Lasst uns in unseren Gottesdiensten für diese Menschen vor Gott treten. Lasst uns beten

... für unsere Glaubensgeschwister im Irak: um göttlichen Schutz und Bewahrung in Gefahr (allein in Bagdad gibt es eine Adventgemeinde mit 200 Gliedern)
... für alle vom Krieg betroffenen Menschen gleich welcher Nationalität: um göttliche Hilfe und menschlichen Beistand
... für die Regierenden: um die Bereitschaft zur umgehenden Beendigung des Krieges und zur gewaltfreien Lösung der strittigen Fragen und Probleme...für uns selber: um die Bereitschaft, für den Frieden einzutreten und mitzuhelfen, Not zu lindern. "Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heissen." (Mt 5,9)

Als Adventisten fragen wir uns natürlich, ob dieser Krieg endzeitliche Bedeutung haben könnte. Es ist erstaunlich, dass in unserer adventistischen Literatur unter Hinweis auf Texte der Offenbarung Aussagen zu finden sind, die solche Entwicklungen der Vereinigten Staaten ankündigten - und das zu einer Zeit, als diese noch keine Weltmacht darstellten.

Der Ausbruch des Krieges erinnert uns an die mahnenden Worte Jesu in Mattäus 24, Vers 6: "Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da." Da uns der Zeitpunkt des Kommens Jesu verborgen ist, gilt es, die Zeit bis zu seiner Wiederkunft zu nutzen, um das Evangelium überall zu verbreiten, allen Menschen Gutes zu tun und unbeirrt an der Hoffnung festzuhalten.

Bei alledem sollten wir wachsam und nüchtern bleiben. Mit dem Apostel Petrus rufen wir euch zu: "Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe ..." (1 Petr 4,7-8)


In geschwisterlicher Verbundenheit
für die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Rolf J. Pöhler Günther Machel
1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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Stellungnahmen der Siebenten-Tags-Adventisten zur "Charta Oecumenica": (I) uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Ostfildern (Deutschland), 14.04.2003 / APD

1. Stellungnahme der deutschen Freikirchenleitung:

"Wir verpflichten uns ..."!?
Eine adventistische Stellungnahme zur Charta Oecumenica

Unter den vielen Worten, die die vier Evangelien von Jesus überliefern, dürfte wohl keines so oft zitiert worden sein wie seine Bitte um die Einheit der Jünger aus dem hohepriesterlichen Gebet in Johannes 17,20-23: "Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. ..." Kaum ein anderes Jesuswort besitzt grössere Eindringlichkeit.

Einheit und Zerrissenheit der Gemeinde

Dass Christus nicht zerteilt ist und sein Leib - die Gemeinde - Streit und Spaltungen deshalb nicht als gegeben hinnehmen kann, machte auch Paulus in seinen Briefen deutlich (1 Ko 1,10-13). Zur "Einigkeit im Geist" gehört für ihn, dass der eine Gott, Herr und Geist nur einen Leib hat, der nur eine Taufe kennt und durch einen Glauben sowie eine Hoffnung zusammengehalten wird. (Eph 4,3-6) Auch die übrigen Schriften des Neuen Testaments betonen je auf ihre Weise diese grundlegende christliche Auffassung von der einen unteilbaren Gemeinde.

Bedauerlicherweise gab es bereits in urchristlicher Zeit tief greifende Spannungen unter den Anhängern von Jesus. So hatten die Judenchristen grosse Mühe, die Heidenchristen als voll gültige Brüder und Schwestern anzuerkennen, obwohl doch Christus längst "aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft" (Eph 2,14). Auch in späterer Zeit kam es zu bedauerlichen Spaltungen und tiefen Zerwürfnissen, zuweilen sogar zu kriegerischen Auseinandersetzungen innerhalb der Christenheit, die den Namen Christi verunglimpften. Der Atheismus und die ablehnend-kritische Haltung vieler Zeitgenossen gegenüber den Kirchen sind eine Folge davon.

Gerade die europäische Geschichte ist ein trauriger Schauplatz dieser Jahrhunderte alten Auseinandersetzungen. Niemand kann und würde sich nach dieser unrühmlichen Vergangenheit zurücksehnen wollen. So betrachtet ist es zu würdigen, wenn die europäischen Kirchen sich entschliessen, in Zukunft nicht mehr gegeneinander zu arbeiten. Anstatt sich zu bekämpfen, verpflichten sie sich zum Dialog und zur Zusammenarbeit. Damit soll ein Beitrag zur Verständigung und Versöhnung der Völker und Kulturen in Europa geleistet werden. Diesem Ziel ist die Charta Oecumenica verpflichtet.

Wie stehen Siebenten-Tags-Adventisten zur Charta Oecumenica? Inwieweit teilen wir die Ziele und Anliegen der unterzeichnenden europäischen Kirchen? Wo haben wir Vorbehalte, die uns daran hindern, die im Text enthaltenen Selbstverpflichtungen zu unterzeichnen?


Die ökumenische Vision der Einheit

Die Charta Oecumenica behandelt in ihren drei Teilen die ökumenische Sicht der Kirche, ihrer Einheit sowie der Verantwortung der Kirchen in Europa. Im ersten, recht kurz gehaltenen Teil (#1) kommt der gemeinsame Wille zum Ausdruck, die noch bestehenden lehrmässigen Differenzen – "wesentliche Unterschiede im Glauben" gibt es vor allem in ekklesiologischen Fragen - zu überwinden und auf "die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi" hinzuwirken. Voraussetzung und Zeichen dafür ist die gegenseitige Anerkennung der Taufe und die Abendmahlsgemeinschaft.

Im zweiten Teil werden Wege aufgezeigt, die zur sichtbaren Gemeinschaft und Einheit der Kirchen in Europa führen sollen. Dazu gehören vor allem die gemeinsame Verkündigung des Evangeliums (#2), die Versöhnung der verschiedenen christlichen Traditionen (#3), das gemeinsame Handeln auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens (#4), die geistliche Gemeinschaft in Gottesdienst und Gebet (#5) sowie die anhaltenden Bemühungen um einen Konsens im Glauben (#6). Denn "ohne Einheit im Glauben gibt es keine volle Kirchengemeinschaft".

Im dritten und längsten Teil der Erklärung geht es schliesslich um die gemeinsame Verantwortung der Kirchen in Europa. Sie kommt in dem Bemühen zum Ausdruck, die Zukunft Europas mitzugestalten (#7), die Völker und Kulturen dieses Kontinents zu versöhnen (#8), die Schöpfung/Natur zu bewahren (#9), die einzigartige Gemeinschaft mit dem Judentum zu vertiefen (#10), gute Beziehungen zum Islam zu pflegen (#11) sowie anderen Religionen und Weltanschauungen angemessen und fair zu begegnen (#12).

Die Charta Oecumenica gipfelt in dem Satz: "Jesus Christus ist als der Herr der einen Kirche unsere grösste Hoffnung auf Versöhnung und Frieden. In seinem Namen wollen wir den gemeinsamen Weg in Europa weitergehen."


Konsens und Dissens – eine kritische Würdigung

Die Charta Oecumenica verdient eine differenzierte Beurteilung, die die positiven Aspekte der "Leitlinien" würdigt und dabei neuralgische Punkte nicht verschweigt.


Die Vision der Einheit

Die Charta Oecumenica ist geprägt von der Vision der sichtbaren Gemeinschaft aller Christen in der "einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche". Obwohl evangelische, orthodoxe und katholische Kirchen ein unterschiedliches Verständnis von der Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität der Kirche Jesu besitzen, streben sie dennoch nach dem "einen Glauben" und der einen Kirche, die ihren sichtbaren Ausdruck vor allem "in der gegenseitig anerkannten Taufe und in der eucharistischen Gemeinschaft" findet.

Die "noch bestehenden kirchentrennenden Probleme und Hindernisse" – gemeint sind diverse Lehrunterschiede - sind in der Tat vorhanden und ein Anlass, sich "beharrlich um ein gemeinsames Verständnis der Heilsbotschaft Christi im Evangelium zu bemühen". Wenn dabei allerdings erwartet wird, dass die kirchliche Unmündigentaufe der biblischen Glaubenstaufe gleichzusetzen oder gar vorzuziehen ist, oder dass eine sakramentale Sicht von Taufe, Eucharistie und geistlichem Amt zu gelten hat, dann werden Adventisten - gerade im Namen der "Heilsbotschaft Christi im Evangelium" – deutlich widersprechen und mit Worten der Charta Oecumenica erklären: "Damit dürfen wir uns nicht abfinden." Die Einheit des Leibes Christi ist ohne echte Apostolizität – d.h. ohne Verankerung in der verbindlichen Lehre und Praxis der Apostel - nicht zu denken. Aufgrund der biblischen Sicht von christlicher Einheit können wir als Adventisten den Selbstverpflichtungen der Charta Oecumenica nicht in ihrer Gesamtheit zustimmen.


Der Weg zur Einheit

Die verbreitete ökumenische Tendenz, Widersprüche zwischen kirchlicher Tradition und biblischer Lehre in "versöhnter Verschiedenheit" auszuhalten, wirft auch einen Schatten auf die Wege, auf denen die sichtbare Einheit der Kirchen gemäss der Charta Oecumenica erreicht werden soll. Es scheint, dass alles dem Bestreben nach ökumenischer Einheit und Gemeinschaft untergeordnet werden soll. So werden beispielsweise evangelistische Bemühungen ohne vorherige "Vereinbarungen" als "schädliche Konkurrenz" angesehen. Sind sie das wirklich? Dieser Auffassung können und wollen wir uns aufgrund des umfassenden biblischen Missionsauftrages nicht anschliessen.

Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von weit reichenden Aussagen im zweiten Teil des Dokuments, denen Adventisten durchaus zustimmen können. Dazu gehört das Recht auf freie Gewissensentscheidung – besonders auch in religiösen Fragen - sowie die Verteidigung der Rechte von Minderheiten und der Abbau von Vorurteilen gegenüber Minderheitskirchen. Diese Sicht könnte Auswirkungen auf die Gesetzgebung und Rechtsprechung in manchen europäischen Länder haben.

Die Charta Oecumenica beklagt die noch vorhandenen dogmatischen, ethischen und kirchen-rechtlichen Gegensätze, die eine "volle Kirchengemeinschaft" verhindern. Sie sollen "gemeinsam im Licht des Evangeliums" erörtert werden, bis ein "Konsens im Glauben" erreicht ist. Adventisten begrüssen diese Absicht, insoweit damit ein sorgfältiges Studium der Heiligen Schrift als verbindlicher Glaubensgrundlage der Christenheit gemeint ist. Zu diesem Zweck sind wir gerne bereit, mit anderen Christen und Kirchen über unseren Glauben zu sprechen. Allerdings fragen wir uns, welche praktische Bedeutung diese Aussage der Charta angesichts des römisch-katholischen Dogmenverständnisses hat. Bisher lässt sich jedenfalls nicht erkennen, dass lehramtlich verkündete Dogmen angesichts gegenteiliger biblischer Aussagen widerrufen werden könnten.


Die Folgen der Einheit

Als Siebenten-Tags-Adventisten können wir der Charta Oecumenica zustimmen, wenn Grundwerte wie Gerechtigkeit, Frieden, Religions- und Gewissensfreiheit, Gleichheit, Versöhnung, Toleranz, Gewaltlosigkeit, Menschenwürde, Natur- und Umweltschutz, Gleichberechtigung von Frauen, Schutz von Ehe und Familie, und Hilfe für die Armen der Welt gefordert werden. Auch der Ruf nach einem verantwortlichen Lebensstil, der Ablehnung des Antisemitismus und einem fairen Umgang mit Muslimen und Vertretern anderer Religionen bzw. Weltanschauungen findet unsere Unterstützung. Hier können auch Adventisten sagen: "Wir verpflichten uns!"

Allerdings streben Adventisten nicht nach einem irdischen Reich, einem politisch und christlich-religiös geeinten Europa. Wie schnell kann sich ein solches Europa wieder von diesen Grundwerten abwenden! Eine Politisierung des Evangeliums wäre zudem eine Verfremdung des Wortes Gottes, die wir nicht bejahen können. Unsere Hoffnung ist vielmehr auf das ewige Reich Gottes gerichtet, das am Tag der Parusie Christi anbrechen wird. Diesem Christus allein fühlen wir uns verpflichtet. Sein Wort ist unsere Magna Charta, der wir eine besondere Botschaft entnehmen, ein ewiges Evangelium, das allen Menschen auf dieser Erde gilt (Offb 14,6-12).

Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, KdöR

Dr. Rolf J. Pöhler, 1. Vorsitzender Günther Machel, 2. Vorsitzender

(Hinweis der Redaktion: Die Stellungnahme wurde im Gemeindeblatt der Siebenten-Tags-Adventisten "Adventecho", Nr. 4/2003, Seite 13-14, veröffentlicht.)

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Stellungnahmen der Siebenten-Tags-Adventisten zur "Charta Oecumenica": (II) uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 14.04.2003 / APD

2. Stellungnahme der europäischen Freikirchenleitung:

Erklärung der Euro-Afrika Division (EUD) der Siebenten-Tags-Adventisten zur "Charta Oecumenica"

Am 22. April 2001 haben die Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE)* die "Charta Oecumenica" mit Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa unterzeichnet. Sie beschreibt grundlegende ökumenische Aufgaben und leitet daraus eine Reihe von Richtlinien und Verpflichtungen ab. Sie soll auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens eine zwischenkirchliche Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit fördern und dafür einen verbindlichen Massstab schaffen. Sie hat jedoch keinen lehramtlich-dogmatischen oder kirchenrechtlich-gesetzlichen Charakter. Das Dokument beschreibt auch Wege wie die Kirchen gemeinsam zur Versöhnung von Völkern und Kulturen in Europa beitragen können. Die Präsidenten der KEK und der CCEE empfehlen diese "Charta Oecumenica" als Basistext allen Kirchen und Bischofskonferenzen von Europa zur Annahme und Umsetzung in ihrem jeweiligen Kontext.

Trotz der Tatsache, dass das Dokument viele positive Aussagen enthält, sind wir der Überzeugung, dass wir als Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten die im Dokument enthaltenen Selbstverpflichtungen nicht unterzeichnen sollten. Wir können der im Dokument aufgezeichneten Zielsetzung der sichtbaren Einheit durch gegenseitig anerkannte Taufe und eucharistische Gemeinschaft nicht zustimmen. Ebenso ist es für uns unmöglich, mit der Begründung, schädliche Konkurrenz und die Gefahr neuer Spaltungen zu vermeiden, mit anderen Kirchen bezüglich der gemeinsamen Verkündigung des Evangeliums oder in der Evangelisation, Vereinbarungen zu treffen.

Das Nichtunterzeichnen der Charta bedeutet aber nicht, dass wir nicht gewillt sind, mit anderen christlichen Kirchen, auch innerhalb der KEK, Kontakte zu pflegen. Ein gemeinsamer Dienst ist unter Wahrung der eigenen konfessionellen Identität insbesondere in den Bereichen Bibelverbreitung, Religionsfreiheit, Medien- und Sozialarbeit möglich.

Bern, im Februar 2003

Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, Euro-Afrika-Division (EUD)
_________________________________

* Zur Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) gehören 125 orthodoxe, reformatorische, anglikanische, freikirchliche und alt-katholische Kirchen in Europa. Im Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) sind die 34 römisch-katholischen Bischofskonferenzen in Europa zusammengeschlossen.

(Hinweis der Redaktion: Die Stellungnahme der Euro-Afrika Division, Bern, ist mit der Generalkonferenz [Weltkirchenleitung], Silver Spring, Maryland/USA, sowie mit den beiden anderen europäischen Kirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten, der Trans-Europa Division, St. Albans bei London, und der Euro-Asien Division, Moskau, abgestimmt.)

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.