APD-INFORMATIONEN 4/2003

Schweiz

Schweizer Aussenministerin besuchte ADRA-Bäckerei in Nordkorea uparrowprint druckenemail versenden

Lentigny FR, 24.06.2003 / APD

Die schweizerische Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat die von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Schweiz in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang aufgebaute und unterhaltene Bäckerei besucht. Dort werden täglich 50 000 Brötchen für Kinder in Waisenheimen, Kindergärten und Schulen hergestellt. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der schweizerischen Regierung (DEZA) stellt dafür das Milchpulver zur Verfügung und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) die meisten anderen Produktionsmittel. Ab diesem Sommer soll die Verteilung auf die ländlichen Gebiete um Pjöngjang verlagert werden, da dort die Ernährungssituation noch prekärer ist. Die Abgabe der Brötchen wird von ADRA regelmässig kontrolliert.

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ADRA-Schweiz hat verschiedene Projekte in Nordkorea uparrowprint druckenemail versenden

Lentigny FR, 24.06.2003 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Schweiz ist zur Zeit mit verschiedenen Projekten in Nordkorea tätig. In Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der schweizerischen Regierung (DEZA) und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) liefert sie 108 Tonnen Reis-Milch-Instantflocken für Waisenheime. Ausserdem sind 20 000 Apfelbaum-Setzlinge für Obstgärten bei Nampo, etwa 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Pjöngjang, vorgesehen. Kinderkrankenhäuser und Waisenheime werden mit Dingen des täglichen Bedarfs und medizinischen Hilfsmitteln unterstützt. Warmwasser-Solaranlagen entstehen für Bade- und Waschhäuser in Dörfern. Ausserdem ist eine Biogas-Pilotanlage zur Produktion von Methangas im Bau, das unter anderem zum Kochen verwendet werden soll. ADRA-Schweiz unterhält seit 1999 ein ständiges Projektbüro in Pjöngjang.

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Schweizerische Bibelgesellschaft mit neuem Präsidenten und neuer Adresse uparrowprint druckenemail versenden

Biel-Bienne, 24.06.2003 / APD

Die Delegiertenversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) in Biel genehmigte die fast ausgeglichene Jahresrechnung 2002, nahm zwei neue Mitglieder auf und wählte einen neuen Präsidenten. Der Sitz der SB in Biel wird am 1. Juli von der Waffengasse 20 an die Spitalgasse 12 verlegt.

Die 45 Delegierten stimmten am 11. April dem Jahresbericht und der Jahresrechnung 2002 zu. Dank grossen Anstrengungen im Fundraising und leichtem Wiederanstieg des Spendeneinkommens konnten die Erträge etwa auf der gleichen Höhe wie im Vorjahr gehalten werden. Die Delegierten der Mitgliedskirchen dankten Vorstand, Geschäftsleitung und Mitarbeitenden, und ermutigten diese im Jahr 2003 mit Vertrauen auf Gott und dem gleichen Einsatz weiterzufahren.

Im Berichtsjahr 2002 ergaben zahlreiche Legate zusammen mit anderen Spenden und Beiträgen einen Gesamtertrag von knapp 1,5 Millionen Franken. Hinzu kommt der Ertrag der Verkaufsabteilung von 483 000 Franken. Rund 50 000 Bibeln und 16 450 Neue Testamente und weitere Buchproduktionen aus dem Umfeld der Bibel konnten ausgeliefert werden. Dies ergab Gesamteinnahmen von gegen 2 Millionen Franken.

Auf der Ausgabenseite stellten die Personalkosten für 10 Mitarbeitende und Aushilfen (750 Stellenprozente) mit 783 000 Franken den grössten Anteil. An den Weltbund der Bibelgesellschaften (UBS) ging ein Beitrag von 470 000 Franken zu Gunsten der weltweiten Bibelverbreitung. Weitere rund 400 000 Franken wurden für den Inlandauftrag der SB eingesetzt. Mit der mobilen Bibelausstellung und zahlreichen weiteren Auftritten in Schweizer Kirchengemeinden hat die SB für die Sache der Bibel geworben. SB-Generalsekretär, Pfarrer Urs Joerg, meinte dazu wörtlich: "Nur wenn die Bibel auch in unserem Land bekannt ist und die Menschen die Bibel gern haben, ist es möglich, einen Beitrag für die weltweite Bibelarbeit zu geben. Dies ist auch der Grund, warum sich die SB für das "Jahr der Bibel 2003" eingesetzt hat. Bereits jetzt kann gesagt werden, dass das Bibeljahr in der Schweiz auf ein erfreulich grosses Echo gestossen ist."

Als neue Mitglieder wurden die Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons Nidwalden und die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Uri in die SB aufgenommen.

Dr. Werner Widmer, Binningen (BL) trat als Präsident zurück, bleibt aber als Finanzexperte im SB-Vorstand und arbeitet auch weiterhin in den Vorständen der Region Europa-Mittlerer Osten und des Weltbundes der Bibelgesellschaften mit. Zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Bibelgesellschaft wurde Jakob Bösch, Pfarrer in Balgach (SG) und Mitglied des Kirchenrates der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, gewählt. Für die aus dem Vorstand ausscheidenden Catherine Matter und Daniel Steiger wurden Reto Mayer, Pastor in Renens (VD), Vertreter der Schweizer Union der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und Bernhard Linder, Hinterkappelen (BE), Vertreter der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, neu in den SB-Vorstand gewählt.

Ausführliche Informationen über Tätigkeit und Angebote der SB sind erhältlich bei der Schweizerischen Bibelgesellschaft, Postfach, 2501 Biel-Bienne, Telefon 032 322 38 58, oder im Internet unter http://www.bibelgesellschaft.ch

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International

Weltsynode der Adventisten 2005 in St. Louis uparrowprint druckenemail versenden

St. Louis, Missouri/USA, 24.06.2003 / APD

Die 58. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Siebenten-Tags-Adventisten findet vom 29. Juni bis 9. Juli 2005 in St. Louis, Missouri/USA statt. Dazu werden im "America's Center" und dem "Edward Jones Dome" neben den 2 000 Delegierten aus etwa 200 Ländern 70 000 Besucher erwartet. Die alle fünf Jahre stattfindende Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsgremium der weltweiten protestantischen Freikirche. Die Abgeordneten werden über Rechenschafts- und Finanzberichte befinden, die Verantwortungsträger der Weltkirchenleitung wählen oder bestätigen, über Verfassungsänderungen und Anträge entscheiden sowie Stellungnahmen verabschieden. Mit St. Louis findet nach 1990 in Indianapolis wieder eine Weltsynode in den USA statt. 1995 tagte die Vollversammlung in Utrecht/Niederlande und 2000 in Toronto/Kanada.

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Anschläge auf adventistische Gemeinden in Serbien uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Serbien, 24.06.2003 / APD

Der adventistische Pastor Josip Tikvicki ist in Zrejanin, 65 Kilometer von der serbischen Hauptstadt Belgrad entfernt, von drei Männern zusammengeschlagen und schwer verletzt worden. Gegen Mitternacht hatten er und seine Frau in ihrer Wohnung im Gemeindezentrum der Freikirche gehört, wie Glas zerbrach. Der Geistliche ging auf die Strasse und sah, wie die Männer Steine in die Fensterscheiben des Gemeindesaales waren. Als er sie zur Rede stellte, schlugen sie zu. Mit einer schweren Gehirnerschütterung, mehreren Rippenbrüchen und Bruch des Kiefers wurde Tikvicki in ein Krankenhaus gebracht. Die drei Männer konnten von der Polizei verhaftet werden.

Laut dem Präsidenten der Siebenten-Tags-Adventisten in Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien, Pastor Dr. Radisa Antic (Belgrad), sei der Überfall auf den Pastor nur der Höhepunkt einer Serie von Anschlägen gegen adventistische Gemeinden in Serbien. Zuvor wären bereits Fensterscheiben der Gemeindezentren in Belgrad, Kragujevac, Negotin, Smeederevo und Backa Planaka durch Steinwürfe zerstört worden. Antic glaubt nicht an Zufälle, sondern sieht in den Anschlägen gezielte Aktionen gegen eine religiöse Minderheit. In Serbien leben etwa 6 500 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 160 Gemeinden.

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Adventistischer Missionar ermordet uparrowprint druckenemail versenden

Honiari/Salomonen, 24.06.2003 / APD

Auf der Salomonen Insel Malaita ist der adventistische Missionar Lance Gersbach (60) von einem Unbekannten mit einer Machete ermordet worden. Er war mit seiner Frau Jean, einer Krankenschwester, und seinen beiden Töchtern am 11. Februar von Australien kommend auf der Insel eingetroffen, um das adventistische Atoifi Krankenhaus als Verwaltungsdirektor zu leiten. Das 1965 eröffnete 80 Betten-Hospital ist für die Gesundheitsversorgung der Bewohner der östlichen Inselhälfte zuständig. Auf den Salomonen mit seinen 463 000 Einwohnern leben rund 32 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 173 Gemeinden.

Inzwischen ist Gersbach in seinem australischen Heimatort Ourimbah (New South Wales) beigesetzt worden. Am anschliessenden Trauergottesdienst in der Kirche des Avondale College in Cooranbong nahmen über 700 Personen teil.

Nach Angaben der Polizei in Honiari konnten im Zusammenhang mit diesem Mord zwei verdächtige junge Männer verhaftet werden.

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Adventistischer Lehrer starb an SARS uparrowprint druckenemail versenden

Hongkong/S.A.R., 24.06.2003 / APD

Hugo Wong, Lehrer an der adventistischen Clearwater Bay Sam Yuk Mittelschule in Hongkong, starb an der Lungenkrankheit SARS in einem staatlichen Hospital. Als die Erkrankung diagnostiziert wurde, befand er sich schon seit einigen Tagen nicht mehr auf dem Schulgelände.

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Überwachung von Glaubensgemeinschaften ist Rückfall in den Stalinismus uparrowprint druckenemail versenden

Gdansk/Polen, 24.06.2003 / APD

Der Leiter der Abteilung zur Verhinderung von Straftaten der Polizeidirektion Gdansk (Danzig), Witold Murczkiewicz, hat die Polizeidienststellen in der Provinz Pommern angewiesen, Akten über "destruktive Sekten und neue religiöse Bewegungen" anzulegen und über sie Informationen zu sammeln. Laut dem Wochenmagazin "Fakty i Mity" (Fakten und Mythen) enthalte die Anweisung auch eine Liste von Organisationen, die überwacht werden sollten. Darunter befänden sich staatlich anerkannte christliche Gemeinschaften, wie Baptisten, Pfingstler und Adventisten, sogenannte Psycho- und esoterische Gruppen, Hellseher, Wahrsager, Zeugen Jehovas und eine katholische Gruppe.

Die Siebenten-Tags-Adventisten sandten, wie auch andere Kirchen, einen Protestbrief an den polnischen Innenminister Krzysztof Janik. In dem Schreiben bezeichnete der Sekretär der dortigen Freikirche, Pastor Andrzej Sicinski (Warschau), den Vorgang in Gdansk als "skandalös". Die Anlegung von Akten über Glaubensgemeinschaften erinnere an die Zeit des Stalinismus, da die Polizeidienststellen Listen über Mitglieder und Leiter einer Religionsgemeinschaft samt Altersangaben erstellen und feststellen sollten, ob sich eine Gruppe gesellschaftskonform verhalte oder nicht. Die Adventisten wollten wissen, wie sich diese Anweisung mit der polnischen Verfassung vereinbaren lasse, welche die Gleichstellung der Kirchen und Religionsgemeinschaften garantiere. Ausserdem stelle sich die Frage, welchen Wert die vom polnischen Parlament beschlossenen Gesetze, die die Beziehungen zwischen dem Staat und einer Anzahl protestantischer Gemeinschaften regelten, hätten. Jede dieser Glaubensgemeinschaften sei vor ihrer staatlichen Anerkennung gründlich auf ihre Aktivitäten und Strukturen überprüft worden. Aber auch bisher noch nicht staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften sollten nicht von der Polizei, sondern von einer vom Staat dafür zu schaffenden Stelle überprüft werden.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählt in Polen rund 5 700 erwachsen getaufte Mitglieder in 121 Gemeinden. Sie unterhält ein theologisches Seminar, ein Altenheim, ein Verlagshaus und ein Medienzentrum mit Aufnahmestudios für Rundfunk- und Fernsehsendungen. Nach fünfjährigen Verhandlungen verabschiedete das polnische Parlament (Sejm) am 30. Juni 1995 ein Gesetz, das die Beziehungen zwischen der Republik Polen und der evangelischen Freikirche regelt und nach Unterzeichnung durch den damaligen Staatspräsidenten Lech Walesa in Kraft trat. Dadurch erhielt sie die Körperschaftsrechte und volle Freiheit bei der Ausübung des Glaubens einschliesslich der Respektierung der Sabbatruhe am Arbeitsplatz, in der Schule und beim Militär. Für Adventisten gilt nicht der Sonntag, sondern der biblische Sabbat (Samstag) als wöchentlicher Feiertag. Die Freikirche nimmt laut Abkommen ihre Angelegenheiten ohne staatliche Einmischung selbst wahr. Sie hat das Recht, in der Öffentlichkeit missionarisch tätig zu sein und eigene Einrichtungen, wie Schulen, Hochschulen, Verlagshäuser, Radiostationen und Sozialwerke, zu gründen und zu unterhalten. Der Staatsvertrag eröffnet den Adventisten auch die Möglichkeit, Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zu geben.

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Irakische Adventisten verteilen fünf Tonnen Lebensmittel uparrowprint druckenemail versenden

Bagdad/Irak, 24.06.2003 / APD

Die adventistische Gemeinde in Bagdad hat fünf Tonnen Lebensmittel an Bedürftige in der irakischen Hauptstadt zur Verfügung gestellt. Wie der Sekretär der Siebenten-Tags-Adventisten im Irak, Basim Fargo, mitteilte, habe die Gemeinde selbst die Hilfsgüter zur Verfügung gestellt. Aber schon in den letzten fünf Jahren seien während des Embargos immer wieder Nahrungsmittel verteilt worden. Die etwa 200 erwachsen getauften Adventisten hätten mit ihren Familienangehörigen den Krieg unbeschadet überstanden. Auch das adventistische Gemeindezentrum in Bagdad und die Wohnungen der Mitglieder seien trotz Bomben- und Raketenangriffen sowie Plünderungen unversehrt geblieben. Die Freikirche ist seit 1923 im Irak vertreten und gehört zu den 13 staatlich anerkannten christlichen Gemeinschaften. Es gibt im Land noch zwei kleinere adventistische Gemeinden, davon eine im Nordirak.

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Adventistischer Pastor arbeitet wieder in Kuwait uparrowprint druckenemail versenden

Kuwait-Stadt/Kuwait, 24.06.2003 / APD

Der Pastor der adventistischen Gemeinde in Kuwait-Stadt, Tibor Szilvasi, ist mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Kuwait zurückgekehrt, um dort die Arbeit wieder aufzunehmen. Er hatte mit seiner Familie Mitte Februar den Jahresurlaub angetreten, war aber auf Bitte der Freikirchenleitung wegen des Irak-Krieges nicht ins Land zurückgereist. Zwischenzeitlich kümmerte sich der Geistliche um die beiden adventistischen Gemeinden in Bahrain und in Dauha/Katar. Mit den Gemeindegliedern in Kuwait blieb er durch E-Mail und Telefon in Verbindung. In Kuwait leben 146, in Bahrain zehn und in Katar 26 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Die meisten von ihnen sind als Gastarbeiter in den arabischen Ländern tätig.

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"Sich um die Verlierer der Gesellschaft kümmern" uparrowprint druckenemail versenden

Mainz/ Deutschland, 24.06.2003 / APD

Zum Thema "Einheit - Wachstum - Lebensqualität" sprach der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Jan Paulsen, bei einer Konferenz der Freikirche in der Mainzer Rheingoldhalle. Vor über 2 000 Besuchern, vorwiegend aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen, sagte er: "Siebenten-Tags-Adventisten verstehen sich als internationale Gemeinschaft und nicht nur als ein Zusammenschluss adventistischer Nationalkirchen." Es gelte für diese Internationalität offen zu sein, denn Einheit geschehe nicht von selbst. Wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen für sich blieben, würden sie sich auseinander leben. Deshalb müsse sich die Kirchenleitung für den Zusammenhalt der Gläubigen untereinander einsetzen und die Gemeinsamkeiten statt die Unterschiede betonen.

Gegenwärtig gebe es 13 Millionen Adventisten in 203 Ländern. 2025 könnten es über 40 Millionen sein, betonte Paulsen. Zwar sei Wachstum schon immer ein zentraler Punkt der Freikirche gewesen, "doch wir müssen uns davor hüten, dabei immer zuerst an Statistiken und Taufzahlen zu denken". Es gelte dafür zu sorgen, dass Menschen, die getauft wurden, lernen, was es bedeute, Christus nachzufolgen. Ausserdem gehe es auch um die Lebensqualität. "Während seines Lebens auf dieser Erde hat sich Christus immer wieder ganz besonders um die Verlierer der Gesellschaft gekümmert. Christen müssen auch darin seinem Beispiel folgen." Die Veranstaltung wurde via Satellit in über 100 örtliche Adventgemeinden in Deutschland übertragen und von etwa 12 000 Mitgliedern der Freikirche auf Grossleinwänden gesehen.

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Wechsel im Vorstand der europäischen Adventisten uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 24.06.2003 / APD

Neuer Sekretär (Geschäftsführer) der Euro-Afrika Abteilung, der Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika mit Sitz in Bern, ist Pastor Gabriel Maurer (45). Der aus Siebenbürgen/Rumänien stammende Theologe ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er ist deutscher Staatsbürger und studierte an den adventistischen Ausbildungsstätten Seminar Marienhöhe, Darmstadt, und Newbold College in England. Maurer war bisher als Abteilungsdirektor für die Pastorinnen und Pastoren im Bereich der Euro-Afrika Abteilung zuständig. Er löst Pastor Carlos Puyol ab, der seit 1995 das Amt innehatte und neuer Rektor des adventistischen Theologischen Seminars im spanischen Sagunto bei Valencia ist.

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"AIDS keine Strafe Gottes" uparrowprint druckenemail versenden

Maputo/Mosambik, 24.06.2003 / APD

Zu einem Meinungsaustausch trafen sich der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), und der Staatspräsident von Mosambik, Joaquim Alberto Chissano, in der Hauptstadt Maputo. Chissano informierte über die Probleme seines Landes in den Bereichen Soziales, Bildung und Gesundheit. Es herrsche grosse Armut, es fehle an Schulen, Krankenhäusern und Sanitätsstationen, und etwa 16 Prozent der Bevölkerung seien mit AIDS infiziert. Paulsen sprach über den Glauben und die weltweite Arbeit der Freikirche.

Der Präsident der Adventisten in Mosambik, Pastor Victor Niconde, der Paulsen begleitete, sagte, dass auch die Mitglieder der Freikirche unter den Problemen des Landes litten. "Wir müssen mehr Schulen gründen und die bestehenden ausbauen", betonte er. Die beiden höheren und die drei adventistischen Grundschulen reichten bei weitem nicht aus. "80 Prozent unserer Gemeindeglieder sind auf Hilfe von aussen angewiesen, um zu überleben", beklagte er. Auch viele Adventisten würden an AIDS sterben. Daher müsse die AIDS-Aufklärung wesentlich verstärkt werden. Andererseits würden sich zahlreiche HIV-Infizierte den Gemeinden anschliessen, da sie durch Jesus Christus einen neuen Lebensinhalt gefunden hätten. Paulsen sagte vor adventistischen Pastoren aus allen Landesteilen, dass niemand AIDS als "Fluch oder Strafe Gottes" ansehen sollte. "Wenn solch eine Krankheit so weit in der Bevölkerung verbreitet ist, gibt es viele Möglichkeiten, sich zu infizieren. Schuldzuweisungen sind daher verfehlt. Statt dessen sollten wir die Menschen trösten und auf Gottes Liebe hinweisen." In Mosambik leben rund 170 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 878 Gemeinden.

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"Wunden verbinden, Frieden stiften, Hoffnung haben" uparrowprint druckenemail versenden

Luanda/Angola, 24.06.2003 / APD

APD Nach über drei Jahrzehnten besuchte mit Pastor Jan Paulsen wieder ein Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten die angolanische Provinzhauptstadt Huambo. Mit 20 000 Gemeindegliedern feierte er einen Gottesdienst zum Gedenken an das Ende von 25 Jahren Bürgerkrieg und in der Hoffnung, dass damit die Isolation des Landes vom Rest der Welt ein Ende habe. Paulsen wies darauf hin, dass trotz der jahrelangen Kämpfe die Mitgliederzahl der Freikirche in Angola kontinuierlich gestiegen sei und derzeit rund 230 000 in 781 Gemeinden betrage.

Der Bürgerkrieg hat auch der kirchlichen Infrastruktur schweren Schaden zugefügt. Allein im Osten des Landes, wo die heftigsten Kämpfe stattfanden, sind 145 adventistische Gotteshäuser zerstört worden. Die Bongo Missionsstation, etwa 80 Kilometer von Huambo entfernt, wo die adventistische Mission 1924 im Land begann, ist verlassen. Als 1986 die Kämpfe in dieses Gebiet kamen, mussten alle Angestellten fliehen. Die beiden Kirchen, das Krankenhaus, das theologische Seminar, das Gymnasium und die Grundschule stehen noch. Doch die Gebäude sind total ausgeplündert und müssen dringend saniert werden.

Paulsen besuchte auch die Hauptstadt Luanda und hielt dort in einem Stadion vor 4 000 Adventisten einen Gottesdienst. Ihnen sagte er: "Nach einem Jahr Frieden und Aussöhnung in Angola gibt es noch viele Wunden, die erst heilen müssen. Unsere Kirche sollte in diesem Land ein Werkzeug des Friedens sein und die Gemeindeglieder als diejenigen, die Wunden verbinden, Frieden stiften und eine Botschaft der Hoffnung haben, bekannt sein."

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Unterredung mit norwegischem Regierungschef uparrowprint druckenemail versenden

Oslo/Norwegen, 24.06.2003 / APD

Eine Unterredung mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Kjell Magne Bondevik führte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), in Oslo. Paulsen informierte den Regierungschef über die weltweite Arbeit der Freikirche. Besonders interessierte sich Bondevik für das Wirken der Adventisten in den Bereichen Gesundheit und Bildung. Paulsen ist norwegischer Staatsbürger und wurde 1935 in Narvik geboren.

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Eintausend neue Kirchen in vier Jahren uparrowprint druckenemail versenden

Sacramento, Kalifornien/USA, 24.06.2003 / APD

Die private adventistische Laienorganisation "Maranatha Volunteers International" mit Sitz in Sacramento, Kalifornien/USA, will von Januar 2004 bis Dezember 2007 eintausend Kirchen in Lateinamerika, Afrika und Indien bauen. "Täglich werden weltweit fünf neue Adventgemeinden gegründet", sagte der Präsiden von "Maranatha", Don Noble. Durch die tausend Gotteshäuser könnten den dringendsten Bedürfnissen in den Gebieten mit dem grössten Gemeindewachstum entsprochen werden. Bis Ende des Jahres werde in Indien mit über 700 000 Adventisten gerechnet, 1990 gab es dort 170 000 Gläubige. Ähnlich sei die Situation in Lateinamerika. In Peru würden in diesem Jahr mit 70 000 neuen Mitgliedern gerechnet. Im Norden Brasiliens hätten sich im letzten Jahr 100 000 Menschen der Freikirche angeschlossen. Für die neuen Gemeindeglieder fehle jedoch oft der Platz, so dass sie sich im Freien zum Gottesdienst treffen müssten. Sie seien meist auch zu arm, um eine Kirche selbst finanzieren zu können. Allerdings würden sie sich um ein geeignetes Grundstück und die Inneneinrichtung kümmern.

In den geplanten eintausend Kirchen soll Platz für 300 000 Gottesdienstbesucher sein. Die Baukosten bezifferte Noble mit 18 Millionen US-Dollar. Es werde erwartet, dass sich über zehntausend Freiwillige an dem Projekt beteiligen. Für Unterkunft und Verpflegung sorgten die Adventisten vor Ort, die Reisekosten trügen die Teilnehmer selbst. "Maranatha Volunteers International" wurde 1969 als privates Hilfswerk zum Bau adventistischer Kirchen gegründet. Bisher haben sich über 50 000 Freiwillige an Massnahmen in 61 Ländern beteiligt.

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Über 8 700 Dächer für Afrika uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 24.06.2003 / APD

"Das seit 1994 bestehende Projekt "Dächer für Afrika" hat bisher zu 8 650 neuen adventistischen Kirchen und 100 Schulen in 25 afrikanischen Ländern geführt", teilte Projektleiter Pastor John Wilkens (Silver Spring, Maryland/USA) mit. Örtliche Gemeindeglieder sorgten für das Grundstück und die Inneneinrichtung. Mit einheimischen Materialien legten sie das Fundament und mauerten die Wände. Das für dortige Verhältnisse teure Wellblechdach finanzierten Spender aus aller Welt, die dafür bisher rund acht Millionen Euro aufbrachten. In Afrika leben etwa 4,2 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten in etwa 16 000 Gemeinden.

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Adventistischer Pastor predigte in Hamburger Moschee uparrowprint druckenemail versenden

Hamburg/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Der adventistische Pastor Sylvain Romain predigte vor etwa 250 Moslems in einer türkischen Moschee in Hamburg über die Frage, warum Gott Leid zulässt. Der Imam habe darauf bestanden, dass die Predigt während der Hauptgebetszeit am Freitag gehalten wurde und sich auf die Bibel bezog. Romain, der französischer Staatsbürger ist, predigte in türkischer Sprache und betete zum Schluss in Arabisch. Als Seelsorger betreut er drei deutsche, eine jugoslawische und eine afrikanische Adventgemeinde im Südwesten Hamburgs. Seit 26 Jahren arbeitet er auch unter Muslimen.

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Abschied vom staatskirchlichen Denken in Europa uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 24.06.2003 / APD

Die evangelischen Kirchen in Europa stehen vor der Herausforderung, über ihr Kirchenverständnis neu nachzudenken. Für viele Kirchen bedeute das den Abschied von hergebrachtem staatskirchlichem Denken, so der Wiener Theologieprofessor und österreichische "Wissenschaftler des Jahres 2003" Ulrich H. J. Körtner anlässlich der 40. Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises für Konfessionskunde in Europa in Wien. Der Bischof der österreichischen lutherischen Kirche, Herwig Sturm, hob auch die Verantwortung der kleinen evangelischen Kirchen für die Gestaltung der Gesellschaft hervor: "Wir verstehen unsere Existenz als Aufforderung zur Einmischung." Im Zuge der EU-Erweiterung müssten die etablierten Kirchen den evangelischen Minderheiten in Ost- und Südosteuropa zur Seite stehen. Elisabeth Parmentier, Präsidentin der Leuenberger Kirchengemeinschaft, dem Zusammenschluss von 103 evangelischen Kirchen in Europa und Südamerika, plädierte für eine Anpassung der Inhalte theologischer Lehrgespräche an die veränderte Situation. Sei es bisher vor allem um theologische Kontroversen gegangen, so stünden neuerdings Fragen der Ethik, der Mission und der Globalisierung auf der europäischen theologischen Agenda.

Der 1962 gegründete Evangelische Arbeitskreis für Konfessionskunde in Europa wird in Zusammenarbeit mit der Leuenberger Kirchengemeinschaft vom Evangelischen Bund in Deutschland und Österreich, vom Protestantischen Konvent der Niederlande und dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Ungarn getragen. Vorsitzender ist der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland. An der Tagung in Wien nahmen 24 Delegierte aus 13 europäischen Staaten teil, die 23 evangelische Kirchen und ökumenische Institute vertraten.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

Hilfe für Kinderklinik in Nordkorea uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 24.06.2003 / APD

Zwei Stationen des Kinderkrankenhauses in Sariwon in der nordkoreanischen Hwanghae Pukto Provinz wird die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International sanieren. Gedacht ist unter anderem an eine effektivere Heizung und fliessendes Wasser. Ausserdem entsteht unter Mithilfe von ADRA-Schweiz eine neue chirurgische Abteilung, die im Juli in Betrieb gehen soll. In der Region gibt es für 1,6 Millionen Menschen nur zwei Kinderkliniken. ADRA ist seit 1995 in Nordkorea tätig.

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Decken und Hygieneartikel in den Nordirak uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland hat 6 000 Decken, 10 000 Fertiggerichte und 2 000 Pakete mit Hygieneartikeln an Bedürftige in der nordirakischen Stadt Tel Afar verteilt. Drei Lastwagen hatten die Hilfsgüter über die Türkei ins Land gebracht.

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"Es funktioniert im Irak so gut wie nichts" uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 24.06.2003 / APD

"Es tickt eine Zeitbombe im gesamten Irak, vor allem im Norden", stellte Frank Brenda, Projektleiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland, nach einem zehntägigen Aufenthalt im Land fest. Die Menschen hätten dank der Hamsterkäufe vor dem Krieg noch ein bis zwei Monate zu essen, aber dann sehe es sehr schlecht aus. Deshalb sei schnelle Hilfe dringend notwendig, sonst gebe es nach dem Krieg die eigentliche Katastrophe. Da die gesamte Verwaltung zusammengebrochen und kaum Geld für den öffentlichen Dienst vorhanden sei, funktioniere so gut wie nichts. So wie gegenwärtig der Mangel an Benzin Wartezeiten an den Tankstellen von zehn bis zwölf Stunden verursache, könnten in der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten ähnliche Schwierigkeiten eintreten. ADRA wolle sich weiter in der 50 Kilometer von Mosul entfernten nordirakischen Stadt Tel Afar mit ihren 380 000 Einwohnern engagieren und dort ein Krankenhaus mit Medikamenten, Trinkwasser und Lebensmitteln unterstützen. Auch wolle ADRA das seit Jahren marode Abwassersystem in Ordnung bringen. In Bagdad sollten ausserdem Schulen wieder funktionsfähig hergerichtet werden, und in Basra seien medizinische Projekte geplant.

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Durch Fussball weg von der Strasse uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Mit dem Projekt "Futescuela" (Fussballschule) will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland Strassenkindern in Paraguay neue Perspektiven vermitteln. In der Hauptstadt Asunción sollen 150 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren in sechs Gruppen im Fussballspielen, dem Volkssport Paraguays, trainiert werden und dabei Teamfähigkeit, Anpassung an gemeinsame Normen und Regeln sowie Wertvorstellungen kennen lernen. Ausserdem erhalten sie Hinweise über Gesunderhaltung und Hygiene. Die Fussballschule will das Verantwortungsbewusstsein und die Disziplin der Kinder stärken, so dass sie sich in die Gesellschaft eingliedern können.

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"Jugend ohne Tabak" in der Mongolei uparrowprint druckenemail versenden

Ulan-Bator/Mongolei, 24.06.2003 / APD

Dr. Uranchimeg, Leiter des Projektes "Jugend ohne Tabak" der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Mongolei, hat die Abgeordneten des dortigen Parlaments über die Gefahren des Rauchens informiert. Dabei betonte er auch, dass das Land eindeutigere Gesetze benötige, um Kinder und Jugendliche vor dem Nikotinkonsum zu schützen. ADRA führt das Projekt "Jugend ohne Tabak" mit finanzieller Unterstützung der Internationalen Entwicklungshilfeagentur Australiens (AusAID) seit dem Jahr 2000 durch. Dabei geht es um Raucherentwöhnung und dreitägige Seminare für Ärzte, um sie auf gesundheitliche Probleme durch Tabakgenuss hinzuweisen. Nach einer in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium 2001 durchgeführten ADRA-Studie rauchen in der Mongolei 67,8 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen. 53 Prozent von ihnen hätten schon einmal vergeblich versucht, mit dem Rauchen Schluss zu machen. 55 Prozent seien bereit, auf die Zigarette zu verzichten, wenn sie dafür eine Anleitung hätten.

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Hilfe für Überschwemmungsopfer uparrowprint druckenemail versenden

Buenos Aires/Argentinien, 24.06.2003 / APD

In der argentinischen Stadt Santa Fe hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 250 Familien fünf Wochen lang mit Nahrungsmitteln versorgt, an 600 Kinder Schuhe und an 3 000 Evakuierte Kleidung verteilt. Durch heftige Regenfälle war der Saladofluss über die Ufer getreten und hatte über 50 000 Menschen obdachlos gemacht.

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Herausforderung für Adventisten durch Wachstum uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 24.06.2003 / APD

"Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit zur Zeit 13 Millionen Mitglieder umfasst, ist eine junge, dynamische und wachsende christliche Gemeinschaft", sagte der Präsident der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International, Charles Sandefur (Silver Spring, Maryland/USA). Über die Hälfte der jetzigen Mitglieder hätte sich erst seit den 1990er Jahren der Kirche angeschlossen. Die meisten von ihnen stammten aus Lateinamerika und Afrika. Daher gebe es auch grosse Herausforderungen. Etwa eine Million Adventisten könnte nicht lesen und schreiben, Tausende seien an AIDS erkrankt und rund 250 000 litten an Hunger. "Die meisten unserer neuen Mitglieder sind sehr arm", gab Sandefur zu bedenken.

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Bibel

Weltweit 578 Millionen biblische Schriften verbreitet uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 24.06.2003 / APD

"Die Bibelgesellschaften haben im vergangenen Jahr weltweit 578 Millionen Bibeln, Neue Testamente sowie biblische Schriften und damit rund 22,5 Millionen mehr als im Vorjahr verbreitet." Das teilte der Weltbund der Bibelgesellschaften (UBS), mit Sitz in Reading, im jährlichen "Scripture Distribution Report" mit. Die verbreiteten Bibeln stiegen von 23,3 Millionen auf 25 Millionen Exemplare. Die Zahl der Neuen Testamente nahm von 19 Millionen auf 22,6 Millionen zu. Auch bei anderen biblischen Schriften, wie Evangelien, Auswahlschriften und Leselernhilfen, war ein Plus zu verzeichnen. So wurden allein 13 Millionen Auswahlschriften mehr verbreitet als im Jahr zuvor. In der UBS sind 137 nationale Bibelgesellschaften zusammengeschlossen. Die Heilige Schrift, das Neue Testament oder einzelne Bibelteile liegen inzwischen in 2 303 Sprachen vor.

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Bibel-Verbot in Malaysia zurückgenommen uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 24.06.2003 / APD

Nach Gesprächen zwischen führenden Kirchenvertretern und dem Innenminister hat die malaysische Regierung das Verbot der Bibel in der Sprache des Iban-Volkes wieder aufgehoben. Wie der Weltbund der Bibelgesellschaften in Reading mitteilte, sei die Iban-Bibel zusammen mit 34 weiteren Büchern, darunter elf Werke christlicher Autoren, vom malaysischen Innenministerium auf den Index gesetzt worden. Besitz, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift würde mit Gefängnis- oder Geldstrafen bis zu 5 000 Euro geahndet. Dies wurde damit begründet, dass von der Bibel eine Gefahr für den inneren Frieden des vorwiegend muslimischen Landes ausginge.

Ohne die Bibel in ihrer Sprache sei es den Iban praktisch unmöglich geworden, Gottesdienste abzuhalten, sagten Vertreter der Kirchen und der Bibelgesellschaft bei dem Treffen mit Innenminister Abdullah Ahmad Badawi. Wenige Tage später wurde das Verbot zurückgenommen. Das Iban-Volk ist im malaysischen Bundesstaat Sarawak beheimatet. Mit rund 550 000 Angehörigen stellt es die grösste Eingeborenen-Volksgruppe Malaysias dar. Die Bibel auf Iban wurde erstmals 1988 veröffentlicht und erscheint mittlerweile in der 8. Auflage.

In Malaysia ist der Islam Staatsreligion, es herrscht aber Religionsfreiheit. Etwa 53 Prozent der 23,2 Millionen Einwohner sind Muslime. Buddhisten, Hindus und Anhänger chinesischer Religionen machen 36 Prozent aus. Zum christlichen Glauben bekennen sich sieben Prozent der Bevölkerung.

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"Kirche ohne Bibel ist wie ein Computer ohne Speicher" uparrowprint druckenemail versenden

Leipzig/Deutschland, 24.06.2003 / APD

"Die Bibel ist die einzige Quelle und Norm des evangelischen Glaubens", betonte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, in seinem Ratsbericht während der EKD-Synode in Leipzig. Sowohl bei der Frage des gemeinsamen Abendmahls von Evangelischen und Katholiken als auch im Hinblick auf die gottesdienstliche Segnung von Menschen in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften sei eine wirkliche Klärung nur auf Grundlage der Bibel möglich. "Eine evangelische Kirche ohne Bibel ist wie ein Computer ohne Speicher". Nur im gemeinsamen Suchen nach der Wahrheit in der Bibel könnten für alle verbindliche Entscheidungen gefällt werden. Die Ursache für die Unterschiedlichkeit der Bibelauslegung ist für Kock theologischer Natur, denn Gott äussere sich auf indirekte Weise über die Heilige Schrift. Die Bibel sei "Gotteswort in Menschenwort". Eine historisch-kritische Betrachtung und Erforschung sei daher für ihre Auslegung notwendig. Kritische Bibelfrömmigkeit mache skeptisch gegenüber Behauptungen, ein bestimmtes Handeln entspreche exakt dem aus der Bibel ablesbaren Willen Gottes. Andererseits erwachse aus der kritischen Bibelbetrachtung eine neue Liebesbeziehung zum Heiligen Buch.

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Ökumene

ACK-Mitgliedskirchen bekennen sich zur "Charta Oecumenica" uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Hochrangige Vertreter aller 16 Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) haben während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin einen Annahmetext für die "Charta Oecumenica" unterzeichnet. Die Charta, die Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa enthält, wurde von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Rat der römisch-katholischen Bischofskonferenzen in Europa (CCEE) erarbeitet und Ostern 2001 verabschiedet. Die Kirchen verpflichten sich in dem Dokument, ihren Beitrag zur Einheit Europas, zur Wahrung der Menschenrechte, zur Bewahrung der Schöpfung und des Friedens sowie zur Versöhnung der Völker und zur ökumenischen Zusammenarbeit zu leisten.

Den Annahmetext unterzeichneten führende Vertreter der Äthiopisch-Orthodoxen, Armenisch-Apostolischen, Koptisch-Orthodoxen, Syrischen Orthodoxen und der Orthodoxen Kirche in Deutschland, der Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden, der römisch-katholischen und alt-katholischen Kirche, der Evangelischen und Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen, der Herrnhuter Brüdergemeine, der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden, des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, der Heilsarmee und der Evangelisch-methodistischen Kirche. Das Bekenntnis zur "Charta Oecumenica" wird von den Beteiligten zwar als "ökumenischer Meilenstein" bezeichnet, hat jedoch keine lehramtlich-dogmatische oder kirchenrechtlich-gesetzliche Verbindlichkeit.

Auch die vier Gastkirchen der ACK, das Apostelamt Jesu Christi, der Bund Freier evangelischer Gemeinden, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten und der Mühlheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden, waren im Vorfeld des Kirchentages angefragt worden, ob sie ebenfalls die Annahmeerklärung zur Charta unterzeichnen wollten. Sie sahen sich dazu jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage. Die Adventisten hatten bereits im März erklärt, dass sie vielen Aussagen in dem Dokument zustimmten, jedoch die Verpflichtungen, sich für die gegenseitige Anerkennung der Taufe und die eucharistische Gemeinschaft einzusetzen sowie keine Evangelisation ohne vorherige Vereinbarungen durchzuführen, nicht mittragen könnten.

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Handpuppen und ghanaische Spezialitäten uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Viele Kirchentagsbesucher blieben stehen, als am "Abend der Begegnung" die adventistische Gruppe "Jugend auf Achse" auf dem Berliner Schlossplatz mit ihren Handpuppen auftrat. Die zehn jungen Leute touren ein Jahr durch Deutschland, um Menschen für Jesus zu begeistern. An deren Stand konnten Interessenten ihre Bibelkenntnis an einem Computer testen. "Die Zehlendorfer Zebras" von den Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Adventjugend stellten ihre Arbeit vor, und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten informierte über Lehre und Glaubensleben. Aus einer Gulaschkanone wurden 250 vegetarische Eintopfgerichte ausgegeben, die schnell Abnehmer fanden. Mitglieder der Ghanaischen Adventgemeinde Berlin boten kulinarische Spezialitäten aus ihrer Heimat an.

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Adventisten informierten auf der Agora uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Wer auf der Agora des Ökumenischen Kirchentages den Stand der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland besuchte, blickte in einen grossen Spiegel, auf dem oben links "gib der Hoffnung ein Gesicht ..." und unten rechts das Wort "... deins" stand. Damit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass Hilfe für Menschen und Völker nicht anonym, sondern immer nur durch andere Menschen geschehen könne. Ausserdem stellte ADRA von seinen zahlreichen Projekten die Afghanistanhilfe und die letztjährige Weihnachtsaktion, durch die osteuropäische Kinder insgesamt 30 000 Pakete erhielten, vor.

Der Stand der Siebenten-Tags-Adventisten aus Berlin-Brandenburg vermittelte Informationen über das Wirken und die Lehre der Freikirche, den lutherisch-adventistischen Dialog auf Weltebene in den Jahren 1994 bis 1998 und über die 15 deutschsprachigen sowie englisch-, polnisch-, russisch-, serbo-kroatisch-, koreanisch- und ghanaischsprachigen Adventgemeinden in Berlin. An einem Computer konnten Interessenten ihr Bibelwissen überprüfen.
Die adventistische Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg informierte über Berufsfelder mit Zukunft in den Bereichen Christliches Sozialwesen, Sozialarbeit und Sozialpädagogik sowie Friedens- und Konfliktforschung. Im Internetcafé war der Verein "staonline" mit fünf Computern präsent, an denen meist jugendliche Kirchentagsbesucher im Internet surfen und E-Mails versenden konnten. Der Verein gestaltet die Homepage www.adventisten.de der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Wer alle vier Stände besuchte, bekam als Kirchentags-Snack eine Fruchtschnitte vom Lüneburger De-Vau-Ge Gesundkostwerk der Freikirche.

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Adventisten luden zum Abendmahlgottesdienst ein uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Eine musikalische Reise durch die Musikgeschichte unternahm während des Ökumenischen Kirchentages die adventistische Blechbläsergruppe "Con Licenza" unter Leitung von Volker Erdmann, Berlin, Deutschland, in der St. Hedwigs-Kathedrale. Die Adventgemeinde Pankow lud an drei Abenden zum Nachtgebet ein. Die Adventgemeinden Charlottenburg und Reinickendorf führten am Samstagabend Abendmahlsgottesdienste mit Fusswaschung durch, an denen auch Kirchentagsbesucher teilnehmen konnten. Die Adventgemeinde Marzahn war zusammen mit der dortigen evangelischen Kirchengemeinde für ein Massenquartier in einer Schule zuständig und versorgte die Jugendlichen mit Frühstück. Ausserdem stellten Mitglieder der Freikirche Übernachtungsmöglichkeiten für Kirchentagsbesucher zur Verfügung.

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"Den säkularen Menschen über das Christsein erreichen" uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

"Wir hoffen, dass wir den Menschen den christlichen Glauben auf der Grundlage der Bibel nahebringen können", betonte der Vorsitzende der deutschen Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Dr. Rolf Pöhler (Hannover), bei einem Podiumsgespräch während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin zur Geschichte, dem Selbstverständnis und den Projekten der Freikirche. Der Mensch könne jedoch in der heutigen säkularen Gesellschaft nicht über die Lehre, sondern in erster Linie über das Christsein erreicht werden, was andererseits eine grosse Herausforderung bedeute. Nach Pöhler verstünden sich die Adventisten mit ihren 13 Millionen Mitgliedern in 203 Ländern als eine Weltkirche, deren Sitz zwar in den USA ist, obwohl dort nur noch neun Prozent lebten, während die meisten in Afrika und in Lateinamerika ansässig seien.

Der bisherige Präsident der Adventisten von Berlin-Brandenburg, Pastor Gerd Eiteneier, unterstrich die Internationalität der Berliner Adventisten durch sechs fremdsprachige Gemeinden und sieht in der Senioren- und offenen Jugendarbeit sowie der Betreuung von Suchtgefährdeten die vordringlichen Aufgaben seiner Kirche. Nach Pastor Pöhler seien Bildung, Gesundheitserziehung und Evangelisation die drei wichtigen Säulen weltweiter adventistischer Arbeit. In diesem Zusammenhang warnte er vor einer zunehmenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Globalisierung unter Führung der USA.

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"Wer Massstäbe verrückt, findet sich in einer verrückten Welt wieder" uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/ Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

"Frieden kann nicht von oben verordnet werden, sondern die Friedfertigkeit des Menschen ist die Voraussetzung für den Frieden", betonte der Dekan des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, Professor Dr. Horst Rolly, bei einem Podiumsgespräch während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin. Er erinnerte an die Prinzipien der Gewaltlosigkeit von Martin Luther King, die gängigen Vorstellungen widersprächen wie beispielsweise, dass Gewaltlosigkeit für den Starken und nicht für den Schwachen sei, und dass Gewaltlosigkeit nicht versuche, den Gegner zu besiegen oder zu demütigen, sondern für sich zu gewinnen. Gewaltbereitschaft sei daher ein Zeichen der Schwäche.

Horst Jenne (Weiterstadt/Deutschland), Pressesprecher der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland, zeigte am Beispiel Afghanistan, wie es dort gelingen könne, die immer noch anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen zu beenden. Zunächst benötigten die Menschen dort das Lebensnotwendigste, wie Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Danach gehe es um Arbeit, Bildung und Schaffung von Infrastrukturen. ADRA habe beispielsweise an einen Bergstamm 40 000 Winterdecken verteilt, beginne jetzt mit dem Sanieren und Wiederaufbau von Schulen und kümmere sich um 4 000 Waisenkinder. Es sei zwar ein schwieriger und langwieriger Prozess, doch er lohne sich.

Johannes Hartlapp, Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensau, gab zu bedenken, wenn ein Mensch meine, "Chef" zu sein, dann setze er die Massstäbe und bestimme, was richtig und falsch sei. "Doch dadurch werden die Massstäbe verrückt, und wir finden uns in einer verrückten Welt wieder." Es gelte, sich daher an Werten zu orientieren, die nicht nach Belieben verändert werden könnten. Dazu müssten die von Menschen errichteten Zäune nach dem Vorbild Jesu abgebaut werden, "der auf die Menschen zuging und auch demjenigen, der am Boden lag, die Hand gab".

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Grusswort zum Kirchentag uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten von Berlin-Brandenburg, Pastor Thomas Marschner, brachte in einem schriftlichen Grusswort an das Leitungsgremium des Ökumenischen Kirchentages seine Freude zum Ausdruck, dass die Grossveranstaltung in Berlin stattfinde. Adventisten nähmen gern an den verschiedenen Angeboten Anteil, stellten interessierten Kirchentagsbesuchern im Rahmen der Agora einige ihrer Aktivitäten vor und führten selbst Veranstaltungen durch. Marschner äusserte auch die Hoffnung, dass die vielfältigen Angebote des Christentreffens dazu dienen mögen, "dass Menschen in ihrem Glauben an Gott gestärkt und in ihrem Verhältnis zu Jesus Christus gefestigt werden, damit das Kirchentagsmotto ‚Ihr sollt ein Segen sein‘ in Erfüllung geht".

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Plädoyer für die Ökumene uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Ein Plädoyer für die Ökumene hat der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin gehalten. Ein fruchtbarer Dialog setze allerdings Partner mit einem individuellen Profil und mit eigener evangelischer, katholischer oder orthodoxer Identität voraus, betonte der frühere Bischof von Rottenburg-Stuttgart. Keinesfalls dürfe man sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner treffen. Kasper räumte ein, es sei zwar richtig, dass der "ökumenische Frühling" derzeit vorbei sei, doch herrsche kein Winter, sondern ein Sommer des langsamen Reifens und Wachsens. Die Zusammenarbeit der Konfessionen habe zwar einigen Überschwang verloren, sei aber sachlicher geworden, und das werte er als Fortschritt.

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Westliche Kirchen wissen zu wenig von Orthodoxie uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Nikolaus Thon, Geschäftsführer der Zeitschrift "Orthodoxie aktuell", sprach auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin von vielfältigen "Verletzungen", die die Kirchen des Ostens von denen des Westens erlitten hätten und weiter erleiden würden. Auch auf dem Kirchentag fühlten sie sich nicht als gleichwertige Partner akzeptiert. Seit der Wende seien viele westliche Glaubensgemeinschaften "aggressiv" missionarisch in der ehemaligen Sowjetunion tätig. Als besonders belastend empfinde er es, dass die römisch-katholische Kirche im vergangenen Jahr ihre russischen Apostolischen Administraturen ohne Konsultation der heimischen orthodoxen Schwesterkirchen in den Rang von Diözesen erhoben habe. "Da ist viel Porzellan zerschlagen worden", betonte Thon. Den Kirchen des Westens warf er vor, vom Wesen der Orthodoxen wenig zu wissen.

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"Kirchen verstehen zu wenig von Wirtschaft" uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat einen mangelnden wirtschaftlichen Sachverstand der Kirchen beklagt. Sie äusserten sich bisweilen unbefangen zu wirtschaftlichen Themen, von denen sie zu wenig Ahnung hätten, sagte er auf dem Kirchentag in Berlin. Walter, selbst Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, forderte Finanz- und Wirtschaftsexperten auf, ihr Wissen stärker in kirchliche Gremien einzubringen. "Es gibt von uns zu wenige, die sich in der Amtskirche engagieren."

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Sonderbriefmarke zum Ökumenischen Kirchentag uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 24.06.2003 / APD

Berichte vom Ökumenischem Kirchentag 2003 in Berlin

Zum Ökumenischen Kirchentag in Berlin ist eine 55 Cent Sonderbriefmarke der Deutschen Post erschienen. Auf ihr steht unter einem vielfarbigen Bogen das Motto der Grossveranstaltung: "Ihr sollt ein Segen sein".

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Kommentare

Das Abendmahl war der Stolperstein uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 24.06.2003 / APD

von Dr. Wolfgang Tulaszewski*

Ungeachtet des vorangegangenen, leidigen Abendmahlsgezänks wurde der Ökumenische Kirchentag in Berlin doch noch zu einer Begegnung der Superlative. Mehr als 200 000 Evangelische, Katholiken, Orthodoxe und Freikirchler praktizierten fünf Tage lang eine Glaubensgemeinschaft, quasi als Vorgriff auf die von vielen ersehnte kirchliche Einheit. Überfüllte Messehallen und Gotteshäuser waren bei den täglichen Bibelarbeiten, Vorträgen und Podiumsgesprächen eher die Norm. Hohe katholische Würdenträger, Landesbischöfinnen und -bischöfe, Professoren und deutsche Spitzenpolitiker dachten über das Kirchentagsmotto "Ihr sollt ein Segen sein" facettenreich laut nach. Hans Küng löckte den Stachel ungebrochen gegen den römischen Papismus, und selbst Jürgen Drewermann hat mit seinem "Glauben aus dem Bauch" noch immer zahlreiche Anhänger auf seiner Seite.

Tausende von Veranstaltungen aller Art machten die Auswahl zur Qual. Die "Agora" mit ihren etwa 1 300 Ständen spiegelte kirchliches Leben reichlich wider. Der Informationsfluss war gewaltig, und selbst Kunst und Kultur hatten einen ansehnlichen Stellenwert. Es waren insbesondere junge Menschen, die das Gros der Kirchentagsteilnehmer ausmachten und grosses Interesse an umfassender biblischer Unterweisung zeigten. Schon deswegen muss man dieses christliche Mammuttreffen, das bereits am Eröffnungstag den Berliner Verkehr zum Erliegen brachte, als gelungen bezeichnen.

Beim Abend der Begegnung wälzten sich rund 300 000 Menschen rund um das Brandenburger Tor, Unter den Linden sowie am Reichstag vorbei und hatten an den vielfältigen Darbietungen aus dem In- und Ausland grossen Spass. Zu der grandiosen Kulisse zählten auch zahlreich gut disponierte Bläserensembles und hochkarätige Bands, die einen prächtigen aktustischen Rahmen schufen. Es schien fast so, dass der grosse Groll über das abermalige Nein des Papstes zur erhofften Abendmahlsgemeinschaft zwischen Evangelischen und Katholiken darüber fast in Vergessenheit geriet.

Trotz des mehrfach verhängten Verbots aus Rom und den angedrohten Konsequenzen für katholische Geistliche feierten über 4 000 Gläubige gemeinsam das Herrenmahl nach römisch-katholischem und nach evangelischem Ritus in der evangelischen Gethsemane-Kirche am Prenzlauer Berg. Dazu aufgerufen hatten die beiden katholischen Gruppierungen "Initiative Kirche von unten" und die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche", mit denen die Prenzlauer gemeinsame Sache machten. Dass es mehr als eine Drohgebärde ist, hat Berlins Kardinal Georg Sterzinsky schon unmissverständlich angedeutet. "Verschiedenheit muss bleiben", tönte der katholische Oberhirte und meinte dazu lakonisch zu seinem evangelischen Gegenüber, Bischof Wolfgang Huber, dass die Abendmahlsfrage kein Thema für einen Kirchentag wäre. Huber liess das nicht, wenn auch formvollendet, unwidersprochen.

Öl auf die Wogen goss Bundespräsident Johannes Rau mit seinen Eröffnungsworten: "Der Ökumenische Kirchentag kann die Kirchenspaltung nicht aufheben; aber er kann Zeichen setzen und Vorurteile abbauen." In einer umfangreichen Grussadresse liess Papst Johannes Paul II. vorsichtigen Optimismus durchblicken. "Der Ökumenische Kirchentag ist ein Zeichen dafür, dass das Gemeinsame stärker als das Trennende zwischen beiden grossen Konfessionen ist." Der Bischof von Rom forderte die Gläubigen zum Lesen der Bibel und dem Studium des Wortes Gottes auf.

Eigentlich müssten die Evangelischen Rom für seine Konsequenz danken, mit der es ihnen die Abendmahlsgemeinschaft wegen des unterschiedlichen Kirchenverständnisses und der fehlenden Sukzession der protestantischen Bischöfe immer noch trotz verstärkter Bemühungen verweigert. Noch unverständlicher erscheint dazu der Wunsch der Evangelischen nach einer gemeinsamen Eucharistiefeier mit der katholischen Kirche, nach welcher der Priester Wein in das Blut Christi und Brot in den Leib Christi wandelt. Mit der Akzeptanz der erst im 13. Jahrhundert eingeführten "Transsubstantiationslehre" unter Papst Innozenz III. würden vor allem Lutheraner und Reformierte ihr reformatorisches Erbe aufgeben, das eine solche Abendmahlsform schon aus biblischer Sicht nicht vorsieht. Jesus ist einmal für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Das sollte für unser ewiges Heil und die Rettung von Sünde und Schuld genügen. Wie wäre es übrigens mit einer gründlichen Rückbesinnung auf das reformatorische Wirken Martin Luthers? Im Jahr der Bibel sollte man das wenigstens wagen.

* Dr. Wolfgang Tulaszewski ist stellvertretender Chefredaktor des Adventistischen Pressedienstes APD in Deutschland.

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.