APD-INFORMATIONEN 6/2003
- Schweiz
- International
- Gemeinsamer Glaube verbindet Araber und Juden
- Gleiche Rechte für alle Kirchen in Serbien
- Keine Prüfung am Samstag für adventistische Schüler
- Neues adventistisches Gymnasium in Novi Sad
- Protestanten in Kroatien staatlich anerkannt
- Prozess gegen Adventisten in Usbekistan eröffnet
- Gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nicht Rechte einer Ehe geben
- Muslimischer Mob richtete nur Sachschaden an
- Moschee auf adventistischem Schulgelände nicht hinnehmbar
- Erst in Übersee evangelisieren
- Jeder zweite Afrikaner ist ein Christ
- Australier schätzen adventistische Schulen
- Ökumene
- Für weitere Annäherung zwischen Lutheranern und Katholiken
- Vollversammlung der Lutheraner in Winnipeg
- Martin Luther für Adventisten prominenteste Kirchenpersönlichkeit
- Lutheraner verwerfen Globalisierung als "Götzendienst"
- Christliche Kirchen wegen Anti-Kriegskurs glaubwürdiger geworden
- Mit der Charta Oecumenica keine Anerkennung der Kindertaufe durch Baptisten
- Bedenken gegen Säuglingstaufe: Zur Taufe gehört ein persönlicher Glaube
- Dialogabschluss zwischen katholischer Kirche und Pfingstkirchen über Taufverständnis
- Protestantischer Theologe sieht in katholischem Dogma ökumenisches Hindernis
- ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
- Bibel
- Religionsfreiheit
- Buchrezensionen
- Impressum
Schweiz
Klinik "La Lignière" als gesundheitsförderndes Krankenhaus anerkannt 
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Gland/VD, 25.08.2003 / APD
Die adventistische 92-Betten-Klinik "La Lignière" in Gland am Genfer See ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "gesundheitsförderndes Krankenhaus" ausgezeichnet worden. Sie ist die erste Privatklinik in der Schweiz, die diese Anerkennung erhielt. Anerkannt werden Krankenanstalten, die kontinuierlich gesundheitsfördernde Projekte für Patienten, Mitarbeiter, das regionale Umfeld und auf ökologischem Gebiet vorweisen können. Schon seit der Gründung im Jahr 1904 gehört die Anleitung zu einer gesunden Lebensweise, einschliesslich des Verzichts auf Alkohol und Tabak, zum integrativen Konzept der Gesundheitsförderung von "La Lignière". 1977 eröffnete die Klinik das erste Rehabilitationszentrum für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der französischen Schweiz. 1998 entstand das Gesundheits- und Fitnesszentrum "Aquaforme" für Patienten und Bevölkerung. Seitdem gibt es dort Gruppengymnastik für Herzkranke, Senioren, werdende Mütter und Parkinsonkranke. Ausserdem bietet das Zentrum vegetarische Kochkurse und Seminare zur Raucherentwöhnung an. Das adventistische Krankenhaus " Waldfriede" in Berlin-Zehlendorf hat bereits seit 1996 den Status als "gesundheitsförderndes Krankenhaus".
International
Gemeinsamer Glaube verbindet Araber und Juden 
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Sharm El Sheikh/Ägypten, 25.08.2003 / APD
Eine Freizeit mit 143 Jugendlichen aus dem Libanon, Jordanien, Ägypten, dem Sudan, Zypern und Israel führte die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im ägyptischen Sharm El Sheikh durch. Erstmals konnten an einer derartigen Veranstaltung auch 15 Jugendliche aus Israel teilnehmen. Eine von ihnen, Dana Siguelnitzky, meinte: "Mein Hauptgrund, nach Sharm El Sheik zu kommen, war, Ferien zu machen. Doch als ich eintraf, war es ganz anders. Ich freute mich, Gemeinschaft mit anderen Christen zu haben, die so ganz anders sind wie ich. Ich war als Jüdin unter Jugendlichen aus arabischen Ländern, doch der gemeinsame Glaube an Jesus Christus verband uns."
Gleiche Rechte für alle Kirchen in Serbien 
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Belgrad/Serbien, 25.08.2003 / APD
Zum Kongress der Siebenten-Tags-Adventisten in Belgrad kamen über 5 000 Besucher aus Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien. Erstmals seit dem Bürgerkrieg nahmen auch wieder Adventisten aus Kroatien und Slowenien an einer Grossveranstaltung in Serbien teil. Ehrengäste waren Lazar Stojicic, Generalsekretär der Union Evangelischer Kirchen in Serbien, Tomislav Brankovic, Berater im Ministerium für Religiöse Angelegenheiten, und Professor Slobodan Karanovic, Berater des Ministers für Menschenrechte und Nationale Minderheiten in der Republik Serbien. In seinem Grusswort sagte Karanovic, dass "keine Kirche in unserem Staat mehr Rechte als die anderen haben wird".
Keine Prüfung am Samstag für adventistische Schüler 
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Belgrad/Serbien, 25.08.2003 / APD
27 adventistische Schülerinnen und Schüler in Serbien mussten ihre Mathematik-Aufnahmeprüfung für das Gymnasium nicht an einem Samstag ablegen, sondern erst am darauffolgenden Montag. Da Adventisten am Samstag den biblischen Ruhetag (Sabbat) feiern, bat die Freikirchenleitung den Kultusminister der Republik Serbien, die Prüfung für die adventistischen Schüler zu verlegen. In Serbien leben etwa 7 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 161 Gemeinden.
Neues adventistisches Gymnasium in Novi Sad 
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Novi Sad/Serbien, 25.08.2003 / APD
Ein Gymnasium für 120 Schülerinnen und Schüler eröffnete die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der serbischen Stadt Novi Sad. An der Einweihungsfeier nahmen der Präsident der adventistischen Trans-Europäischen Kirchenleitung, Pastor Dr. Bertil Wiklander (St. Albans/England), der Minister für Technik, Jovan Zoric, der Präsident der baptistischen Kirche in Serbien und Montenegro, Dr. Aleksandar Birvis, sowie der muslimische Haupt-Imam der Provinz Vojvodina, Haji-Fadil Murati, teil. An Bildungsstätten verfügen die serbischen Adventisten ausserdem über ein theologisches Seminar in Belgrad.
Protestanten in Kroatien staatlich anerkannt 
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Zagreb/Kroatien,, 25.08.2003 / APD
Die staatliche Anerkennung erhielten die Baptisten, Reformierten, Lutheraner, Pfingstler und Siebenten-Tags-Adventisten in Kroatien. Ministerpräsident Ivica Racan unterzeichnete die Abkommen mit den einzelnen Kirchen, die das Verhältnis der Religionsgemeinschaften in den Bereichen Erziehung, Bildung und Kultur sowie Gefängnis-, Krankenhaus-, Polizei- und Militärseelsorge mit dem Staat regeln. Für die Lutheraner unterzeichnete Pfarrer Branko Beric, für die Reformierten Bischof Endre Langh, für die Pfingstler Pastor Dr. Peter Kuzmic, für die Adventisten Pastor Miroslav Lorencin und für die Baptisten Pastor Toma Magda. Bereits zuvor hatte der kroatische Staat ähnliche Abkommen mit der römisch-katholischen, der serbisch-orthodoxen Kirche und den Muslimen geschlossen. Die Übereinkünfte sichert den Glaubensgemeinschaften den Status als religiöse Körperschaften und die freie Betätigung ihres Bekenntnisses innerhalb der für alle Bürger geltenden Gesetze. Von den 4,7 Millionen Einwohnern Kroatiens sind 76,5 Prozent römisch-katholisch, 11,1 Prozent serbisch-orthodox, 1,4 Prozent protestantisch und 1,2 Prozent muslimisch. In dem Balkanstaat leben über 3 200 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 83 Gemeinden. Sie unterhalten ein theologisches Seminar, ein Verlagshaus und ein Medienzentrum mit Studios für Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.
Prozess gegen Adventisten in Usbekistan eröffnet 
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Nukus/Usbekistan, 25.08.2003 / APD
Nachdem vor über fünf Monaten Sicherheitsbeamte in Nukus, der Hauptstadt der zu Usbekistan gehörenden Autonomen Republik Karakalpakstan im Nordwesten des Landes, während eines Gottesdienstes den Versammlungsraum einer kleinen Adventistengemeinde durchsucht hatten, findet jetzt der Prozess gegen die dortigen Mitglieder der Freikirche statt. Die Beamten hatten acht Bibeln und einige Hundert Faltblätter mit einer Selbstdarstellung der Adventisten beschlagnahmt. Die Behörden rechtfertigten ihre Massnahme mit der Behauptung, dass in Usbekistan keine christliche Literatur in kasachischer Sprache verbreitet werden dürfe, obwohl etwa 30 Prozent der Einwohner Karakalpakstans dieser Volksgruppe angehören. Die Polizisten der Sondereinheit für Nationale Sicherheit notierten Namen und Anschriften der zehn anwesenden erwachsenen Siebenten-Tags-Adventisten, so dass jeder von ihnen einen Bussgeldbescheid über 23 US-Dollar erhielt. Die protestantische Freikirche zählt in Usbekistan etwa 1 300 Mitglieder in 14 Gemeinden.
Gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nicht Rechte einer Ehe geben 
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Watford/Grossbritannien, 25.08.2003 / APD
Der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Grossbritannien und Irland, Pastor Cecil Perry (Watford nördlich von London), hat sich gegen Pläne der britischen Regierung gewandt, gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Ehe rechtlich gleichzustellen. Der Stadtrat von Gross-London hatte bereits im September letzten Jahres beschlossen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften ins Ehestandsregister der Gebietskörperschaft eingetragen werden könnten. Pastor Perry erinnerte daran, dass die Bibel von einer Familie ausgehe, die aus Mann und Frau bestehe. "Wir schätzen die Bemühungen der Regierung, sich für Fairness und Gleichbehandlung im Umgang mit Paaren einzusetzen sowie Minderheiten vor Diskriminierung zu schützen. Doch als Christen, die in der Bibel das inspirierte Wort Gottes sehen, können wir uns nicht über dessen Aussagen hinwegsetzen. Dass eine Familie aus Mann und Frau besteht, geht nach der Heiligen Schrift auf die Schöpfung zurück und wurde von Jesus Christus bestätigt. Wenn wir diesen Grundsatz aufgeben, tun wir das auf eigene Gefahr."
Pastor Perry erinnerte an eine Stellungnahme der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten aus dem Jahr 1999 zu diesem Thema. Darin heisse es, "dass sexuelle Beziehungen nur in die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau gehören. Das war die Absicht Gottes bei der Schöpfung. ... In der ganzen Heiligen Schrift wird dieses heterosexuelle Muster bestätigt. Die Bibel lässt keinen Raum für homosexuelle Betätigung oder derartige Beziehungen. Sexuelle Handlungen ausserhalb des Bereiches einer heterosexuellen Ehe sind untersagt. "
Muslimischer Mob richtete nur Sachschaden an 
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Mangochi/Malawi,, 25.08.2003 / APD
Die 500 Siebenten-Tags-Adventisten der malawischen Stadt Mangochi in der Nähe des Malawisees sind froh, dass durch den Aufruhr der dortigen Muslime nur ihre beiden Kirchen beschädigt wurden. Die Unruhen begannen nach Protesten gegen die Auslieferung angeblicher El Kaida Terroristen durch die malawische Regierung. Ein römisch-katholisches Gotteshaus und das Büro eines Kinderhilfswerkes in Mangochi brannten nieder. Der Mob warf die Fensterscheiben der beiden adventistischen Kirchen ein und zerschlug die Eingangstüren. In einer von ihnen fand ein Missionsseminar statt. Als die Teilnehmer die wütende Menge sahen, flohen sie. Nach Angaben adventistischer Kirchenleiter hätten die Anführer der Demonstranten den Mob von der Zerstörung des Gotteshauses mit dem Argument abhalten wollen, dass die Adventisten manche Glaubenslehre mit den Muslimen, wie den Verzicht auf Schweinefleisch, teilten. Auch das Haus des Ortspastors Phillip Kalumphalinga wurde angegriffen, so dass er mit seiner Familie in den Busch fliehen musste. In Malawi leben rund 215 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 742 Gemeinden. Etwa 75 Prozent der 11,6 Millionen Einwohner des ostafrikanischen Landes sind Christen, 20 Prozent Muslime und fünf Prozent Animisten.
Moschee auf adventistischem Schulgelände nicht hinnehmbar 
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Jakarta/Indonesien,, 25.08.2003 / APD
Ein vom indonesischen Parlament beschlossenes Gesetz über das Bildungswesen beunruhigt die dortigen Christen. Laut eines Sprechers der dortigen Siebenten-Tags-Adventisten könnten besonders zwei Bestimmungen der neuen Verordnung Probleme bereiten. Zum einen hätten Schüler und Studenten auch an konfessionellen Bildungsstätten Anrecht, Religionsunterricht von einem Lehrer ihres Bekenntnisses zu erhalten. Andererseits solle der Lehrplan "den Glauben fördern und die Bedürfnisse der Industrie, der Religion und nach nationaler Einheit berücksichtigen".
Das bedeute, so ein nichtgenannter adventistischer Kirchenleiter, dass auch private Bildungsstätten Religionslehrer gemäss den Konfessionen ihrer Schüler und Studenten anstellen müssten. Es könne aber auch bedeuten, dass beispielsweise auf einem adventistischen Schulgelände eine Moschee errichtet werden müsste, damit auch muslimische Schüler ihren Glauben praktizieren könnten. Das sei für eine Bekenntnisschule jedoch nicht hinnehmbar.
In adventistischen Bildungsstätten würden Schüler anderer Konfessionen nicht diskriminiert, indem ihnen die Aufnahme verweigert werde. Von den 2 678 Schülerinnen und Schülern der elf weiterführenden Schulen im Land gehörten 942 anderen Konfessionen an. 672 der 4 304 Studentinnen und Studenten der Universität und der beiden Hochschulen seien keine Siebenten-Tags-Adventisten. Wenn das Gesetz so, wie befürchtet, gehandhabt werde, sähe sich die Freikirche gezwungen, nur noch Glaubensangehörige in ihre Bildungsstätten aufzunehmen. Doch das könnte zu negativen Reaktionen seitens der Öffentlichkeit und der Behörden führen, befürchtet die Freikirchenleitung. In Indonesien leben rund 200 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1 182 Gemeinden. Von den etwa 215 Millionen Einwohnern des Landes sind 88 Prozent Muslime, acht Prozent Christen und zwei Prozent Hindus.
Erst in Übersee evangelisieren 
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Fellbach/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Etwa 400 Siebenten-Tags-Adventisten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Luxemburg, kamen zu einem Motivationswochenende mit Pastor Robert S. Folkenberg (Charlotte, North Carolina/USA), dem früheren Präsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung, nach Fellbach bei Stuttgart zusammen. Folkenberg sprach über Evangelisationseinsätze im Ausland. Nach seiner These sollten Laienglieder und Pastoren zuerst nach Übersee gesandt werden, bevor sie Bibelvorträge im eigenen Land hielten. Im Gegensatz zu Westeuropa gebe es zahlreiche Länder, in denen die Menschen für die Botschaft des Evangeliums aufgeschlossen seien. Dort könnten praktische Erfahrungen gesammelt werden, um danach motiviert auch im eigenen Land eine Evangelisation durchzuführen. Laienglieder und Pastoren, die in letzter Zeit zu diesem Zweck in Afrika und in der Dominikanischen Republik waren, berichteten über ihre Erfahrungen.
Am Schluss des Motivationswochenendes erklärten sich 120 Teilnehmer aus Deutschland und 32 aus der Schweiz bereit, als Evangelisten in verschiedenen Ländern eingesetzt zu werden, um in deutscher, englischer oder einer anderen Sprache die frohe Botschaft der Liebe Gottes zu verkündigen. Ihnen steht Material für die Verkündigungsabende in der jeweiligen Sprache, in der die Evangelisation durchgeführt wird, zur Verfügung. Im Frühjahr 2005 sollen sie dann in ihren Heimatländern tätig werden. Die beiden deutschsprachigen Ausbildungsstätten der Siebenten-Tags-Adventisten, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg und das Theologische Seminar Schloss Bogenhofen bei Braunau am Inn/Österreich, wollen ausserdem mit ihren Studenten in den Semesterferien Evangelisationen im Ausland planen und durchführen.
Jeder zweite Afrikaner ist ein Christ 
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Den Haag/Niederlande, 25.08.2003 / APD
Rund die Hälfte der 800 Millionen Afrikaner sind Christen. Das berichtete der niederländische katholische Internet-Informationsdienst "Katholiek Nederland" unter Berufung auf den deutschen Historiker und Journalisten Bernd Ludermann (Hamburg). Die römisch-katholische Kirche sei die grösste christliche Glaubensgemeinschaft in Afrika; insgesamt gebe es auf dem "Schwarzen Kontinent" aber auch an die 10 000 andere christliche Kirchen und Gemeinschaften.
Ludermann hebt hervor, dass in Afrika der im 19. Jahrhundert durch christliche Missionare importierte Glaube "sehr schnell ein einheimisches Produkt" geworden sei. Wie "Katholiek Nederland" schreibt, sei das afrikanische Christentum viel lebendiger als das europäische; die Mehrheit der Christen nehme an den Gottesdiensten und kirchlichen Feiern teil.
Australier schätzen adventistische Schulen 
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Nunawading/Australien, 25.08.2003 / APD
Die adventistischen Bildungsstätten in Australien haben in den letzten zehn Jahren ihre Schüler- und Studentenzahlen um 40 Prozent erhöhen können. Besonders bei Eltern, die nicht der Freikirche angehörten, sei das Interesse an diesen konfessionellen Bildungsstätten gross, teilte Dr. John G. Hommond (Nunawading), Abteilungsleiter für Bildung der australischen Siebenten-Tags-Adventisten, mit.
Etwa die Hälfte der 8 500 Schüler und Studenten der zehn Colleges, drei Gymnasien, der Mittelschule und der 51 Grundschulen gehörten nichtadventistischen Familien an. 1893 gründete die Freikirche mit dem Avondale College in Cooranbong/Neusüdwales ihre erste Schule auf dem fünften Kontinent.
Ökumene
Für weitere Annäherung zwischen Lutheranern und Katholiken 
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Winnipeg/Kanada, 25.08.2003 / APD
Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper (Rom), hat sich für eine weitere Annäherung zwischen Lutheranern und Katholiken ausgesprochen. Vor der Zehnten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) im kanadischen Winnipeg würdigte er in seinem Grusswort die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" (GE) zwischen dem LWB und der römisch-katholischen Kirche, die am 31. Oktober 1999 in Augsburg feierlich bestätigt wurde. Mit der GE sei zwar nicht das abschliessende Ziel, aber ein "wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur vollen Einheit" erreicht worden. Das Hindernis, an dem die Einheit der westlichen Kirche im 16. Jahrhundert zerbrach, sei beseitigt worden. Zwar seien noch Fragen offen, doch hätten die Beziehungen zwischen Lutheranern und Katholiken seit dem Festakt von Augsburg eine "neue Qualität" und eine "neue Intensität" erreicht. "Wir haben nicht nur unterschrieben, wir stehen auch hinter dieser Unterschrift und nehmen sie als einen Ausgangspunkt, von dem wir aus in eine gemeinsame Zukunft gehen wollen", so der Kardinal. "Wir haben uns gegenseitig die Hände gereicht und werden sie nicht wieder los lassen". Was mit der "Gemeinsamen Erklärung" erreicht worden sei, müsse in der künftigen Zusammenarbeit Früchte tragen. "Ökumene ist kein Selbstzweck", sagte er. Das gelte auch für die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre".
Luthers Entdeckung der Rechtfertigung des Menschen allein aus der Gnade Gottes bezeichnete Kasper seit dem Zeitpunkt der Unterzeichnung der GE als "gemeinsame Botschaft und gemeinsames Zeugnis von der Hoffnung, die in uns ist". Die Botschaft von der Rechtfertigung sei heute aktueller denn je. Vor dem Hintergrund des Vollversammlungsthemas – "Zur Heilung der Welt" – sei diese Botschaft ein zeitgemässer Beitrag, um die "Wunden der Menschheit" wie Ungerechtigkeit, Krieg, Terrorismus, Lügen, Verlust an Wahrheit und Vertrauen, Einsamkeit, das Gefühl von Bedeutungslosigkeit sowie Hoffnungslosigkeit zu heilen.
Kardinal Kasper rief in seinem Grusswort dazu auf, sich "rechtzeitig" auf den 500. Jahrestag der Reformation im Jahre 2017 vorzubereiten. Am 31. Oktober 1517 präsentierte Luther seine 95 Thesen, die den Ausgangspunkt der Reformation markierten. Dieses Jubiläum bezeichnete der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates als gute Gelegenheit für Lutheraner und Katholiken, über die "traurige Geschichte der Trennung" Rechenschaft abzulegen und eine "hoffentlich gemeinsame Zukunft" ins Auge zu fassen. Schon heute stelle sich die Frage, ob dieses Jubiläum nur Anlass für einen Blick zurück und womöglich Gelegenheit für einen neuen Konfessionalismus sei – oder ob es die Gelegenheit für einen ökumenischen Impuls biete, den viele so dringend erwarteten. Die Reformatoren hätten zwar keine neue Kirche errichten, sondern die bestehende erneuern wollen. Aber die Einheit sei aus vielerlei Gründen zerbrochen, aus theologischen und nichttheologischen, mit Schuld auf beiden Seiten. "Aber was im 16. Jahrhundert auseinander brach, kann es nicht heute geheilt werden unter völlig neuen Konstellationen und im Blick auf neue gemeinsame Herausforderungen?", fragte der Kardinal.
Kardinal Kasper begrüsste das Nachdenken im Lutherischen Weltbund, das kirchliche Selbstverständnis und die Einheit der Kirche als "Communio" (Gemeinschaft) zu verstehen. "Communio" sollte überhaupt zur "ökumenischen Leitvorstellung" werden, empfahl er. Es gebe damit eine gemeinsame Basis, zugleich aber auch die Notwendigkeit für weitere theologische und ekklesiologische Klärungen (Ekklesiologie = Lehre von der Kirche). Für die römisch-katholische Kirche sei der theologische Dialog von grundlegender Bedeutung, um volle Kirchen- und Abendmahlsgemeinschaft zu erreichen. Zugleich warnte der Kardinal vor übertriebenen Erwartungen. "Wahrscheinlich ist der Weg länger, als wir erwarten."
Vollversammlung der Lutheraner in Winnipeg 
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Winnipeg/Kanada, 25.08.2003 / APD
Neuer Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB) ist der Leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA), Mark S. Hanson. Die Zehnte LWB-Vollversammlung im kanadischen Winnipeg wählte den 56-jährigen Theologen für eine Amtszeit von sechs Jahren an die Spitze des Zusammenschlusses von 136 lutherischen Kirchen aus 76 Ländern mit weltweit 61,7 Millionen Gläubigen. Hanson tritt die Nachfolge von Landesbischof i. R. Dr. Christian Krause (Braunschweig) an, der seit 1997 Präsident des Weltbundes war und turnusmässig ausscheidet.
Angesichts der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Dominanz der USA sieht Bischof Hanson "keine leichte Aufgabe" in seinem neuen Amt. Er brachte seine Hoffnung auf "weitere positive Schritte" in den Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche zum Ausdruck. In diesem Zusammenhang plädierte er für eine gemeinsame Kommission zwischen dem Lutherischen Weltbund und dem Vatikan zur Vorbereitung des 500. Jahrestages der Reformation im Jahr 2017. Er griff damit einen Vorschlag von Kardinal Walter Kasper auf, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, der in einem Grusswort in Winnipeg angeregt hatte, diesen Jahrestag zu nutzen, um einen ökumenischen Impuls zu setzen.
Der scheidende Präsident des Lutherischen Weltbundes bezeichnete die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" im Jahre 1999 mit Rom als "wichtigsten theologischen Ertrag" seiner Amtszeit. Er bekräftigte die Einladung aller Getauften zum Abendmahl in den lutherischen Kirchen. "Diese Einladung ökumenisch offen zu halten, wünschen wir uns auch von unseren römisch-katholischen Geschwistern und wiederholen diesen Wunsch beharrlich um der Gemeinschaft in Christus willen."
Die Schatzmeisterin des Lutherische Weltbundes, Inger J. Wremer (Norwegen), zeigte sich während der Vollversammlung in Winnipeg über eine "relative Stabilität" der Mitgliedsbeiträge der 136 im LWB zusammengeschlossenen Kirchen erfreut. Seit der letzten Vollversammlung 1997 in Hongkong habe der LWB Einnahmen in Höhe von 580 Millionen US-Dollar erzielt, von denen 524 Millionen US-Dollar für Programme, Projekte und Nothilfe-Aktivitäten bestimmt gewesen seien. Die Einnahmen für das so genannte A-Budget, dem Haushalt für die Arbeit der Genfer Zentrale des LWB, seien zwischen 1998 und 2002 um zehn Prozent auf jetzt rund 9,5 Millionen US-Dollar gesunken. Schuld daran seien Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Schweizer Franken. Das habe auch zu einer Verringerung der Mitarbeitenden in der Genfer Zentrale geführt, die von 92 im Jahr 1997 auf 86 im April 2003 zurück gegangen seien. Die Entnahme von 6,7 Millionen US-Dollar 1998 aus den freien Rücklagen habe zu einer Absenkung auf 4,9 Millionen Ende 2002 geführt.
Die Kanadische Post hat eine Sonderbriefmarke aus Anlass der Zehnten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes herausgegeben. Das Postwertzeichen zu 48 Cent zeigt das Logo der Vollversammlung sowie eine zerbrochene, zerrissene Landschaft, über die sich von der einen Seite ein Kreuz, von der anderen ein Olivenzweig neigt. An der Vollversammlung, die vom 21. bis 31. Juli im kanadischen Winnipeg tagte, nahmen rund 800 Personen, darunter die Delegierten von 136 lutherischen Kirchen, teil.
Martin Luther für Adventisten prominenteste Kirchenpersönlichkeit 
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Winnipeg/Kanada, 25.08.2003 / APD
In einem Grusswort vor den 800 Delegierten und Besuchern der Zehnten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im kanadischen Winnipeg berichtete Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenenten-Tags-Adventisten, von einer Umfrage in seiner Kirche im Jahr 2000, in der nach den prominentesten Kirchenpersönlichkeiten gefragt wurde. Der bei weitem am häufigsten genannte Name sei Martin Luther gewesen.
Schon seit vielen Jahren herrschten gute Beziehungen zum Lutherischen Weltbund, die sich auch in Zukunft fortsetzen liessen, zum Beispiel in der Zusammenarbeit im Kampf gegen HIV/AIDS und in der humanitären Hilfe. Graz lud die Anwesenden zur Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Siebenten-Tags-Adventisten Mitte 2005 nach St. Louis/Missouri/USA ein, wo 2 000 Delegierte und 70 000 Besucher aus etwa 200 Ländern erwartet würden.
Der Lutherische Weltbund und die Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten führten von 1994 bis 1998 bilaterale theologische Gespräche. Der Abschlussbericht mit Empfehlungen zur weiteren Zusammenarbeit und die während der Konsultation gehaltenen Referate sind im Jahre 2000 in Buchform erschienen.
Lutheraner verwerfen Globalisierung als "Götzendienst" 
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Winnipeg/Kanada, 25.08.2003 / APD
Die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat die neoliberale wirtschaftliche Globalisierung als "Götzendienst" verurteilt. Sie bedeute für "Millionen Menschen weiterhin Leid, Elend und Tod", heisst es in einer am 31. Juli im kanadischen Winnipeg verabschiedeten "Botschaft" zum Abschluss der elftägigen Weltkonferenz unter dem Leitwort "Zur Heilung der Welt".
Dringend erforderlich sei "die Entwicklung einer Ökonomie für das Leben". Weiterhin sei "über eine Milliarde Menschen wegen der ungleichen Verteilung von Reichtum und Gütern kontinuierlichem Hunger ausgesetzt", heben die rund 380 Delegierten aus 76 Ländern hervor. Eine "immer grössere Kluft" habe sich zwischen den Armen und "den sehr Reichen" entwickelt. Viele Entwicklungsländer litten unter der unerträglichen Last wirtschaftlicher Verschuldung, die zu einem "Herrschaftsinstrument" geworden sei. Die Zinssätze seien mit Wucher gleichzusetzen.
Lutherische Christen sollten der "falschen Ideologie" des Neoliberalismus mit ihrem Kernelement des ungezügelten Wettbewerbs entgegentreten und sie verändern, so die Vollversammlung, die weltweit 136 Kirchen mit 61,7 Millionen Lutheranern vertritt. Wirtschaftliche Praktiken, die dem Wohlergehen von Menschen schadeten, müssten "verworfen und durch andere ersetzt werden", betont die Vollversammlung unter ausdrücklichem Hinweis auf die Lehre des Reformators Martin Luther (1483-1546).
Immer mehr Menschen würden durch Arbeitslosigkeit in die menschenunwürdige Prostitution oder Kriminalität gezwungen, heisst es weiter in der "Botschaft". Während Kapital und Güter frei die Grenzen überqueren könnten, würden "Menschen, die an der geschwächten Ökonomie verzweifeln, oft am Auswandern gehindert".
Christliche Kirchen wegen Anti-Kriegskurs glaubwürdiger geworden 
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Basel, 24.08.2003 / APD
Die christlichen Kirchen haben nach Ansicht des Sozialwissenschaftlers Hans-Gerd Angel durch ihre einmütige Anti-Kriegshaltung während der Irak-Krise eine grössere Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung gewonnen. Den Kirchen sei es "eindrucksvoll" gelungen, mit ihren zahlreichen Stellungnahmen einen "ethischen Stachel ins Fleisch der Gesellschaft zu setzen", sagte Angel kürzlich im Rahmen einer Vorlesung an der Universität Münster. Die kirchlichen Institutionen hätten weltweit in ihrer Ablehnung eine "grosse Geschlossenheit" gezeigt, sagte Angel, der als Mitarbeiter der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) an der Formulierung kirchlicher Stellungnahmen beteiligt war. In nur zwei publizistischen Stellungnahmen kirchlicher Vertreter weltweit habe er Rechtfertigungen für den Krieg gefunden. Diese Einmütigkeit sei in den vergangenen Jahren nur selten anzutreffen gewesen.
Unter dem Titel "Behind the News: Visions for Peace - Voices of Faith" haben das ökumenische Hilfswerk "Kirchen helfen gemeinsam" (ACT), das "Globale Ökumenische Aktionsbündnis" (EAA) und der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) eine umfassende Sammlung von weltweiten Stellungnahmen christlicher Kirchen, Gemeinschaften und humanitären Organisationen im Internet veröffentlicht. Die Dokumente sind abrufbar unter http://wcc-coe.org/wcc/behindthenews/index.html
Auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hatte sich deutlich für eine gewaltfreie Lösung des Irak-Konflikts ausgesprochen. Nach Ausbruch des Krieges rief die Kirche auf weltweit für Frieden zu beten und zu wirken. "Ungeachtet des Irak-Krieges sollten gläubige Menschen die Hoffnung angesichts von Hoffnungslosigkeit nicht aufgeben", sagte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), in einer Stellungnahme zum Kriegsbeginn. Adventistische Christen seien Menschen des Friedens, die sich mit anderen zum Gebet für ein schnelles Ende der Kampfhandlungen vereinen würden. "Als Glaubensgemeinschaft, die fast überall auf der Erde vertreten ist, können wir nicht irgendein Land als Nation des Bösen betrachten, sondern wir sehen auch dort Menschen, für die Jesus Christus, der Sohn Gottes, starb", betonte Paulsen. "Auch im Irak leben Siebenten-Tags-Adventisten." Sie seien genauso in die Gebete eingeschlossen, wie alle von diesem Konflikt Betroffene.
"Kirchen sollten nicht nur für geistliche Beiträge, obwohl diese grundlegend sind, sondern auch für ihre Unterstützung von Lebensqualität zuständig sein und in diesem Zusammenhang ist Frieden schaffen wesentlich. Wir rufen alle Christen und Menschen guten Willens auf der ganzen Welt auf, eine aktive Rolle für das Zustandekommen und die Erhaltung des Friedens zu übernehmen, womit sie dann Teil der Lösungen statt Teil des Problems werden." Obwohl es notwendig und richtig sei, für den Frieden zu beten und zu wirken, werde es wahren Frieden auf dieser Erde erst bei der Wiederkunft Christi geben, unterstrich Paulsen.
Mit der Charta Oecumenica keine Anerkennung der Kindertaufe durch Baptisten 
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Bad Homburg/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Mit der offiziellen Unterzeichnung der „Charta Oecumenica“ während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin hat der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) nicht die Praxis der Kindertaufe anerkannt. Darauf hat BEFG-Präsident Pastor Siegfried Grossmann (Bad Homburg) in einem Interview mit der in Kassel erscheinenden Zeitschrift "Die Gemeinde" hingewiesen. Zur Begründung verwies Grossmann darauf, dass die Charta Oecumenica "kein kirchenamtlicher Text sei". Es handele sich vielmehr um die Beschreibung "des Weges, wie die Kirchen in Europa zu einem versöhnten Miteinander kommen können". Dabei verfolge man zwar das Ziel, miteinander das Abendmahl zu feiern und die Taufe gegenseitig anzuerkennen. Grossmann räumte ein, dass auch er dieses Ziel teile, denn Jesus Christus habe seine Nachfolger aufgerufen, "alle eins zu sein". Wenn man diesen Wunsch ernst nehme, "müssen wir uns besser kennen lernen, miteinander über unsere Unterschiede reden und gemeinsam um die Wahrheit ringen". Im Blick auf die gegenseitige Taufanerkennung sehe er aber „zur Zeit keinen gangbaren Weg, der dazu führe. Gerade bei schwierigen Fragen müsse man jedoch mit den Andersdenkenden im Gespräch bleiben.
Bedenken gegen Säuglingstaufe: Zur Taufe gehört ein persönlicher Glaube 
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Basel, 25.08.2003 / APD
Kinder sollen erst getauft werden, wenn sie dieses Sakrament begehren und bewusst erleben können. Dafür plädiert der reformierte Theologe Georg Plasger im "Sonntagsblatt" der Evangelisch-reformierten Kirche, mit Sitz in Leer, einer Mitgliedskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Wie die Evangelische Nachrichtenagentur "idea" berichtet, äusserte Plasger in diesem Beitrag erhebliche Bedenken gegen die Säuglingstaufe. Seiner Ansicht nach gehört ein persönlicher Glaube zur Taufe dazu, was "bei der Säuglingstaufe nur schwer zu erkennen" sei. Auch im Neuen Testament komme die Kindertaufe nicht vor. Die Kirche habe sie erst später eingeführt, weil sie fürchtete, dass ungetaufte Menschen nicht ins Reich Gottes kämen. Daraus habe sich die römisch-katholische Lehre entwickelt, dass Menschen durch die Taufe zu Christen würden. Die Reformatoren, die diese Vorstellung ablehnten, hätten die Konfirmation eingeführt, damit Kinder das Ja zu Gott nachholen konnten. Konsequent wäre es laut Plasger, die Taufe so lange aufzuschieben, bis Kinder selbst zu Gott und seiner Gemeinde Ja sagen können. Dabei werde Kindern nichts weggenommen, denn Gottes Zuwendung zum Menschen hänge nicht von der Taufe ab. Als Alternative zur Säuglingstaufe empfiehlt der an der Universität Göttingen lehrende Privatdozent die Anwendung der neuen reformierten Gottesdienstordnung mit Vorschlägen für "Dank und Fürbitte anlässlich der Geburt eines Kindes. "
Dialogabschluss zwischen katholischer Kirche und Pfingstkirchen über Taufverständnis 
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Rottenburg/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Vom 16. bis 21 Juli tagten in Rottenburg 14 Theologen von Pfingstkirchen und der römisch-katholischen Kirche, um ein gemeinsames Schlussdokument zum Abschluss einer fünfjährigen Dialogphase über das Verständnis der Taufe vorzubereiten. Bisherige Treffen fanden in Toronto, Venedig, Wien, Slowenien und Los Angeles statt. Einige der klassischen Pfingstkirchen, die sich als Freikirchen verstehen, erkennen die in der römisch-katholischen Kirche praktizierte Säuglingstaufe nicht an. Sie bestehen in Fällen eines Übertritts zu ihrer Kirche auf einer Wiedertaufe, weil eine persönliche Glaubensentscheidung der Taufe vorangehen müsse. Erhebliche Konflikte schaffen einer Mitteilung zufolge auch die starken missionarischen Aktivitäten der Pfingstkirchen besonders in Lateinamerika. Der Dialog mit ihnen wird katholischerseits seit 1972 in jährlichen Treffen geführt.
Die Dialogphase sollte unter anderem klären, welchen theologischen Stellenwert der Taufe in der Heiligen Schrift und bei den Kirchenvätern bzw. der kirchlichen Autorität zukommt, wie dort und in den beteiligten Kirchen die "Einführung" ins christliche Leben (Bekehrung, Geisttaufe, Initiationssakramente, Heiligung) theologisch näher bestimmt wird und was daraus für das gegenseitige Verhältnis dieser Kirchen folgt. Wie viele protestantische Gruppen nordamerikanischer Herkunft "neigen auch Pfingstler dazu, Katholiken als ’getaufte Heiden’ anzusehen, die der Mission bedürfen, um gerettet zu werden", heisst es in einem Bericht zum Kirchendialog der beiden Seiten. Eine strukturelle Einheit der Kirchen wie in der Ökumenischen Bewegung wird nicht angestrebt. Vielmehr geht es um eine Vertiefung des gegenseitigen Verstehens und um praktische Absprachen. Es werden Punkte der Übereinstimmung, der Konvergenz und des Dissenses festgehalten.
Ein Dachverband aller Pfingstkirchen, der für diese verbindlich sprechen könnte, existiert nicht. Gastgeber der Tagung war der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen in Rom. Präsident des Einheitsrates ist der frühere Rottenburger Bischof und jetzige Kardinal Walter Kasper. Vorsitzender der Dialogrunde auf katholischer Seite war Monsignore John A. Radano (Rom), auf pfingstlerischer Seite Professor Cecil B. Robeck (Pasadena, USA). Die Pfingstkirchen in all ihren Ausprägungen sind eine der weltweit am schnellsten wachsenden christlichen Bewegungen.
Protestantischer Theologe sieht in katholischem Dogma ökumenisches Hindernis 
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Zürich, 25.08.2003 / APD
Die römisch-katholische Lehre von der "Himmelfahrt" Marias, der Mutter Jesu Christi, ist ein Ärgernis für nichtkatholische Christen und ein "Hindernis auf dem Weg zu ökumenischer Eintracht". Das schreibt Werner Thiede, evangelischer Privatdozent für Systematische Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Die Überzeugung, Maria sei nach ihrem Tod mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden, wurde erst 1950 durch Papst Pius XII. zum katholischen Dogma erhoben. Es sei das einzige Mal in der Geschichte, dass ein Papst von seinem Anspruch auf Unfehlbarkeit Gebrauch gemacht habe, schreibt Thiede. In dem Dogma heisse es: Wer die Himmelfahrt leugne, solle wissen, "dass er vollständig vom göttlichen und katholischen Glauben abgefallen ist".
Dieses einzige päpstlich definierte Dogma des 20. Jahrhunderts könne die römisch-katholische Kirche "unmöglich zurücknehmen oder auch nur interpretatorisch herabmindern. " Sie habe sich damit lehramtlich dauerhaft festgelegt. "Weil das Dogma von der Himmelfahrt Mariens in der Heiligen Schrift keinen Anhaltspunkt hat, ist es bei protestantischen Kirchen ohne Akzeptanzchance", so Thiede im NZZ-Beitrag. Aber auch die orthodoxen Kirchen lehnten es ab, ebenso die Anglikanische Kirche. Nicht zuletzt sieht die Altkatholische Kirche in dem neuen Dogma ein weiteres Abrücken Roms von dem, was „apostolisch und katholisch“ sei.
Historische Tatsache sei, betont Thiede, "dass die ersten vier Jahrhunderte der Kirche von einer Himmelfahrt Mariens nichts wissen. Weder die Schriften der Kirchenväter, unter denen sich immerhin ausgesprochene Marienverehrer befanden, noch die altchristlichen Liturgien kennen die Idee einer vorweggenommenen "Auferweckung Marias". Erst seit dem 5. Jahrhundert wird der 15. August in Jerusalem als Fest der "Entschlafung Marias" und ihrer Bestattung begangen. Noch im selben Jahrhundert dürfte sich die Legende gebildet haben, die die leibliche Aufnahme Marias ins Paradies nahe legte. Der Inhalt dieser Legende und die Verschiedenheit ihrer einzelnen Variationen liessen darauf schliessen, "dass es sich um ein Produkt frommer Spekulation" handele, "dem der Vorlauf einer kirchlichen Tradition fehle. "
Römische Spiritualität lasse im Glauben an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel – wie noch das Zweite Vatikanum unterstreiche – deren Mutterschaft in der "Gnadenökonomie" unaufhörlich fortdauern. Demnach fahre Maria "durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu erwirken." Deshalb werde "die selige Jungfrau in der Kirche unter dem Titel Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen. Das aber ist so zu verstehen, dass es der Würde und Wirksamkeit Christi, des einzigen Mittlers, nichts abträgt und nichts hinzufügt. " Thiede dazu in der NZZ wörtlich: "Mag die römische Kirche Letzteres noch so oft betonen – es bleibt doch das in den Sätzen zuvor unterstellte Erwirken des ewigen Heils und des irdischen Schutzes durch Marias Fürbitte ein Skandalon für nichtkatholische Christen."
Thiede hält in seiner Zusammenfassung fest: "Der Papst hatte in seiner vermeintlichen Unfehlbarkeit ein Dogma definieren zu müssen gemeint, mit dem er keineswegs die weltweite Christenheit im Glauben einigte, sondern ein konfessionelles Eigenstück mit zwangsläufig abgrenzender Wirkung emporhob. "
ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch
Nahrungsmittel für Hungernde in Simbabwe 
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Weiterstadt/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Die Adventistische Entwicklungs-und Katastrophenhilfe ADRA will in den nächsten drei Monaten etwa 20 000 Notleidende im Binga Distrikt der Nord-Matabeleland Provinz von Simbabwe mit Lebensmitteln versorgen. Dafür stellte das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland 245 000 Euro zur Verfügung. ADRA-Deutschland führt das Projekt gemeinsam mit ADRA-Simbabwe durch. Es ist bereits das dritte Mal, dass das adventistische Hilfswerk im Binga Distrikt Tausende Menschen mit Nahrungsmitteln beliefert.
Medikamente und Krankenhausbedarf in den Irak 
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Weiterstadt/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung sendet die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland Medikamente und Krankenhausbedarf im Wert von 327 000 Euro über die Türkei an das irakische Hospital in Tel Afar im Norden des Landes. Dort und in einer Aussenstation werden jeden Monat über 26 000 Patienten ambulant oder stationär behandelt.
Flüchtlingshilfe in Liberia 
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Monrovia/Liberia, 25.08.2003 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat in Monrovia Nahrungsmittel an 12 000 Flüchtlinge verteilt, die in der liberianischen Hauptstadt Schutz suchen. Im Südosten des Landes bereitet ADRA die Errichtung eines Zeltlagers für 50 000 Menschen aus Sierra Leone und der Elfenbeinküste vor, die nach Liberia flohen.
Hilfe für brasilianische Dürreopfer 
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Bahia/Brasilien,, 25.08.2003 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA will den von der Dürre geplagten Bewohnern der nordostbrasilianischen Region Bahia helfen. 18 400 Menschen sollen in den nächsten vier Monaten mit Trinkwasser und 3 500 weitere mit Lebensmitteln versorgt werden. Ausserdem wird ADRA nach künftigen Regenfällen in acht Dörfern Saatgut ausgeben und den Bauern ertragreichere Anbaumethoden zeigen.
Bibel
Denkanstösse für Teenager 
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Zürich und Darmstadt/Deutschland, 25.08.2003 / APD
"Ich bin dafür – aber ohne mich! " Das sei laut Shell-Studie die Haltung vieler Teenager, so Pastor Siegfried Wittwer, Leiter des Internationalen Bibelstudien-Instituts des adventistischen Medienzentrums "Stimme der Hoffnung", Darmstadt. "Jugendliche halten vieles für gut, sinnvoll und interessant, wollen sich aber selbst nicht engagieren." Das bekämen nicht nur Kirchen, sondern auch Vereine und Verbände zu spüren. Überall seien die Mitgliederzahlen rückläufig, weil nur wenige Jugendliche Lust hätten, sich für etwas einzusetzen oder sich zu binden. Ohne Übernahme von Verantwortung könne eine Gesellschaft jedoch nicht funktionieren. Jugendliche müssten deshalb lernen, verantwortlich zu denken und zu handeln.
Mit dem kostenlosen und mit Comics locker gestalteten Bibelfernkurs "Tour of Life – Denkanstösse für Teenager" möchte das Bibelstudien-Institut Jugendlichen helfen, ihren Weg im Leben zu finden. "Die Bibel ist nicht etwa nur für Rentner oder im Leben Gescheiterte geschrieben worden", betonte Pastor Wittwer, "sondern für jeden Menschen jeder Gesellschaftsschicht und Altersgruppe." Das alttestamentliche Buch der "Sprüche" enthalte beispielsweise für junge Leute eine Menge interessanter Tipps. Genauso solle auch der Fernkurs Teenagern Impulse für ein positives Leben vermitteln.
"Tour of Life – Denkanstösse für Teenager" umfasst 10 Hefte und kann beim Internationalen Bibelstudien-Institut, Stimme der Hoffnung, Postfach 9122, 8050 Zürich, bestellt werden. E-Mail-Adresse: SDHoffnung@stanet.ch.
Per Zeitmaschine ins Alte Testament 
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Hannover/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Eine Lutherbibel zur Hand und ein paar Freunde als Unterstützung: Besser kann man nicht für das neue Internetspiel "Bibel-Expedition" der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewappnet sein. Dann muss der Spielende schnell beim Nachdenken und Blättern sein. Im Spiel sucht ein etwas zerstreuter Professor im Safarilook mit Tropenhelm und sandfarbener Kluft Assistentinnen und Assistenten für seine nächste Expedition. Um ihn begleiten zu dürfen, müssen die Spieler verschiedene Aufgaben lösen.
Per Zeitmaschine gelangt der Mitspielende mitten in eine Szene aus dem Alten Testament. Stimmengewirr ist zu hören, ein Menschenpulk zu sehen. Moses steht vor seinem Volk und spricht mit ihm über die zehn Gebote. Es gibt Verwirrung darüber, welche Aussagen auf die Gebotstafeln gehören. Die Probe aufs Exempel wird gemacht: Wie heissen doch gleich die zehn Gebote?
"Ein Licht aufgehen". Ist das ein biblisches Sprichwort, oder entstammt es dem Volksmund? Die Spieler können ihre religiöse Allgemeinbildung testen. Wer in biblischen Fragen nicht firm ist, dem hilft ein Blick in die Heilige Schrift - besonders bei der Einordnung biblischer Bücher in die richtige Reihenfolge. In der Hektik hat der Spieler nämlich den fein säuberlich geordneten Bücherturm des Professors umgeworfen. Nun ist es seine Aufgabe, das Chaos zu beseitigen.
"Bibel-Expedition" richtet sich in erster Linie an jugendliche Nutzer. Bis zum 15. Oktober können die besten 80 Spieler jede Menge Gewinne ergattern: CD’s, Bücher und CD-Roms. Auf einer Bewertungskala wird die Punktzahl der Spieler festgehalten. Wer beim ersten Mal nicht so gut dasteht, kann das Spiel beliebig oft wiederholen und sich dabei verbessern. Das Spiel ist ein Beitrag der EKD zum "Jahr der Bibel 2003" und auch über den 15. Oktober hinaus unter www.bibel-expedition.de zu finden.
40 Millionen Kinderbibeln in 24 Jahren 
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München/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Die Kinderbibel des internationalen katholischen Hilfswerks "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" hat eine Gesamtauflage von 40 Millionen Exemplaren erreicht. In den letzten 24 Jahren sei das Buch in 135 Sprachen übersetzt und von der Kirche in 115 Ländern der Welt verteilt worden, teilte "Kirche in Not" in München mit. Es handele sich damit um das grösste Projekt des Hilfswerks. Ab sofort erscheine die Kinderbibel in einer erweiterten Fassung mit einem zusätzlichen Kapitel zur Hochzeit in Kana und 31 neuen Illustrationen. Das Buch sei zuletzt in der Sprache Manipuri für Indien erschienen. Weitere Übersetzungen würden in Maya für Mexiko und Ongje für die Demokratische Republik Kongo geplant.
Religionsfreiheit
Keine religiöse Verfolgung mehr in Russland 
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Moskau/Russland, 25.08.2003 / APD
Nach Ansicht des Generalsekretärs des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Konrad Raiser, sind religiöse Minderheiten in Russland heute keiner Verfolgung mehr ausgesetzt. Die Menschenrechtssituation im Land unterscheide sich heute fundamental von der vor zehn oder 20 Jahren, sagte Raiser bei einem Besuch am 9. Juli in Moskau. Zwar habe zuletzt die Heilsarmee Probleme bei der Registrierung als Religionsgemeinschaft gehabt und den ÖRK in Genf um Hilfe gebeten. Allerdings sei der Konflikt durch entsprechende Gerichtsentscheidungen zu Gunsten der Heilsarmee entschieden worden.
Fälle offener Verfolgung protestantischer Bewegungen seien ihm nicht bekannt, fügte der Repräsentant von 342 Kirchen in über 120 Ländern hinzu.. Raiser hatte im Juli Weissrussland, die Ukraine und Russland besucht, um mit Vertretern der russisch-orthodoxen Kirche über deren weitere Arbeit im Weltkirchenrat zu verhandeln.
Die Mitarbeit der orthodoxen Kirchen im ÖRK habe in den letzten Jahren abgenommen, so Raiser. Nach seinen Gesprächen in Moskau sei er aber zuversichtlich, dass die bestehenden Probleme der Zusammenarbeit gelöst werden könnten. Der ÖRK-Generalsekretär unterstützte das Moskauer Patriarchat in der Kritik Missionsaktivitäten westlicher Kirchen und Gemeinschaften in Russland. Es widerspreche den grundlegenden Prinzipien des Weltkirchenrates, in einem Land Missionsarbeit ohne Zustimmung der jeweils vorherrschenden christlichen Kirche zu leisten. "Wir hoffen, dass der Dialog hilft, solche Aktivitäten zu unterbinden", sagte Raiser. Ein Grossteil der Missionsarbeit in Russland gehe allerdings von Religionsgemeinschaften aus, die nicht dem Ökumenischen Rat der Kirchen angehörten. Im Konflikt zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und dem Vatikan, der sich auch immer wieder wegen angeblicher katholischer Mission in Russland zugespitzt hatte, warf Raiser beiden Seiten vor, Fehler gemacht zu haben.
Immer mehr Verstösse gegen die Religionsfreiheit im Nahen Osten 
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Stuttgart/Deutschland, 25.08.2003 / APD
Christen in Ländern des Nahen Ostens werden immer mehr bedroht, meldet der "Evangelische Pressedienst" (epd) in einem Bericht von der württembergischen evangelischen Landessynode. "Um die Freiheit für Christen und Kirchen steht es in den meisten Ländern dort nicht gut", sagte der Theologische Dezernent, Oberkirchenrat Heiner Küenzlen, vor der Synode. Die Zahl der Christen schrumpfe seit Jahren "mit beängstigender Schnelligkeit", so Küenzlen.
Das Parlament der Landeskirche lässt sich jedes Jahr über die Situatiuon verfolgter Christen informieren. In diesem Jahr kam die Lage der Christen in Nahost zur Sprache. Christen seien Küenzlen zufolge in Nahost durch die mangelnde politische Stabilität, die wirtschaftliche Verarmung ihrer Länder, besonders aber durch den zunehmenden Druck islamistischer Gruppen bedroht. Deshalb wanderten besonders junge und gut ausgebildete Christen aus. Bereits heute lebten mehr syrisch-orthodoxe Christen mit türkischer Staatsbürgerschaft in Deutschland als in ihrem Herkunftsgebiet. In Chile und Brasilien wohnten mehr Christen aus Bethlehem als in Bethlehem selbst.
Nach Küenzlens Worten gibt es in fast allen Staaten eine zumindest schrittweise Rückkehr zum alten Scharia-System. Islamistische Gruppierungen wollten mit Gewalt durchsetzen, was sie für islamisches Recht hielten. So gebe es fast überall extreme Gruppen, die die Todesstrafe für den "Abfall vom Islam" wollten. An verschiedenen Orten seien zum Christentum übergetretene Muslime von Nachbarn oder Familienangehörigen umgebracht worden.
Die Regierungen seien oft zu schwach, um sich gegen extreme Gruppen durchzusetzen, sagte Küenzlen weiter. Sie müssten Rücksicht auf die wachsenden islamistischen Strömungen nehmen. So werde etwa die Regierung in Pakistan in eine Richtung gedrängt, die das freie Auftreten von Christen immer schwieriger mache. Relativ gut sei ihre Lage im Libanon und in Jordanien; im Irak müsse dagegen die weitere Entwicklung abgewartet werden. Die Gefahr dort sei für Christen aber jetzt wohl grösser als unter der Regierung von Saddam Hussein, sagte der Oberkirchenrat. Es müsse befürchtet werden, dass künftig islamistische Gruppen mehr Einfluss als bisher bekämen. Das gelte auch für den derzeit entstehenden palästinensischen Staat.
Buchrezensionen
"Taschenlexikon ÖKUMENE" 
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"Taschenlexikon ÖKUMENE" Herausgegeben im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland (Redaktion Dirk Rademacher und Winfried Rottenecker); Bonifatius Verlag, Paderborn in Koproduktion mit dem Verlag Otto Lembeck, Frankfurt am Main; Paperback; 2003. 300 Seiten. EURO 12 (D); EURO 12.30 (A); CHF 22.00; ISBN 3-89710-240-4 (Bonifatius) und ISBN 3-87476-420-6 (Lembeck). Erhältlich im Buchhandel.
Dieses Lexikon gibt eine aktuelle Übersicht über Entwicklung, Stand und Perspektiven der weltweiten ökumenischen Bewegung, besonders auch im Hinblick auf die deutschen Verhältnisse. Der aus Vertreterinnen und Vertretern der orthodoxen, katholischen und evangelischen Kirchen gebildete Herausgeberkreis und die Autorinnen und Autoren repräsentieren langjährige ökumenische Erfahrung und können daher in den 126 Beiträgen zu den wichtigsten Stichworten des ökumenischen Gesprächs zuverlässige Informationen und neue Impulse für Theologie und Praxis vermitteln.
Neben der Schilderung der Geschichte und der organisatorischen Strukturen von Kirchen, Freikirchen und der ökumenischen Bewegung bilden die Darstellung von ökumenischen Schlüsselbegriffen wie Taufe, Abendmahl und Eucharistie, Rechtfertigung, Amt und Kirche einen Schwerpunkt des Taschenlexikons, wobei kritische Konfliktfelder nicht ausgeklammert werden. Neuen Bereichen gemeinsamer Verantwortung der Kirchen wie dem Einsatz zur Überwindung von Gewalt und für den Frieden, für Entwicklungspolitik, für die Einigung Europas und für die Schöpfung wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Etwas peinlich ist jedoch die Selbstdarstellung des Herausgebers unter dem Stichwort "ACK" ausgefallen: Die "wichtigsten" Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland werden dort in aktuellen Kurzdarstellungen vorgestellt. Über die wenigstens namentlich aufgeführten ACK-Gastmitglieder (Bund Freier evangelischer Gemeinden, Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden, Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten und Apostelamt Jesu Christi) verlieren die Autoren kein weiteres Wort und den Quäkern, die als "ständige Beobachter" in der ACK vertreten sind, widmet das Taschenlexikon zwei volle Textseiten. Eine solche Gewichtung lässt ökumenisches Fingerspitzengefühl vermissen.
Das handliche Taschenlexikon dokumentiert neben den grossen christlichen Kirchen auch die Weltreligionen und den interreligiösen Dialog. Trotz einigen Mängeln (z.B. bescheidene Liste von Internet-Adressen, teilweise veraltete Adressen) ist dieses Buch eine nützliche Informationsquelle für Redaktionen der Medien, kirchliche Dienststellen und am ökumenischen Geschehen Interessierte.
Christian B. Schäffler
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Nachrichtenagentur APD |
Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ |
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APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

