APD-INFORMATIONEN 8/2008 (August 2008)
- Schweiz
- International
- Adventisten in Litauen staatlich anerkannt
- Adventisten schliessen Seelsorgezentrum für U.S.-Soldaten in Deutschland
- Kirche in Ecuardor an einem Tag gebaut und eingeweiht
- Militärgästehaus nach Kriegsdienstverweigerer benannt
- Elf Kinder ertranken bei Bootsunglück auf dem Victoriasee
- Rektor der adventistischen Universität in Ghana geehrt
- Auswirkung gesellschaftlicher Veränderungen im Leben von Christen
- Student im Fachbereich Sozialwesen untersucht Gewalt bei Sportereignissen
- Europäische Theologen diskutieren über Spiritualität aus evangelikaler Perspektive
- Deutscher evangelischer Theologe gegen Konzept der "kleinen Herde"
- Die Herrnhuter Losungen für 2009 sind da
- Jubiläum
- Religionsfreiheit
- Religion + Staat
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Schweiz
Neues Gesangbuch für deutschsprachige Adventisten in Vorbereitung 
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Zürich/Hannover/Wien, 13.08.2008 / APD
Die Leitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat beschlossen, ein neues Liederbuch für den Gottesdienst herauszugeben, das auch für die Gemeinden in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich gedacht ist. Wie Pastor Friedbert Hartmann (Hannover), stellvertretender Präsident und Sekretär des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, erläuterte, sei das jetzige Gesangbuch "Wir loben Gott" mit 602 Liedern inzwischen rund 25 Jahre alt und nahezu vergriffen.
"Als es 1982 erschien, galt es als eines der besten Kirchengesangbücher und war das erste, welches im Notensatz digital hergestellt wurde", betonte Hartmann. Einige Lieder aus dem Gesangbuch hätten jedoch nicht den Weg in die Gemeinden gefunden. Andere erschienen heute sprachlich oder theologisch überholt.
Ausserdem bleibe die Zeit nicht stehen, und es entstünden immer wieder gute, neue Lieder, oder Perlen der Vergangenheit würden neu entdeckt. Deshalb habe die Freikirche 2004 das Liederbuch "Leben aus der Quelle" als Ergänzung für "Wir loben Gott" herausgegeben. "Schon damals stand fest, dass mit der Arbeit an einem neuen, grossen Gesangbuch bald begonnen werden muss", so Hartmann.
Nach einem entsprechenden Beschluss der Freikirchenleitung können nun die Vorbereitungsarbeiten beginnen. Diese würden mehrere Jahre in Anspruch nehmen, denn die Produktion eines qualitativ hochstehenden Liederbuches benötige Zeit. Für dessen Erstellung gebe es einen musikalischen Arbeitskreis, zu dem die Musikbeauftragten der sechs regionalen deutschen Freikirchenleitungen (Vereinigungen) sowie des Nord- und Süddeutschen Verbandes, der Theologischen Hochschule Friedensau und Vertreter aus der deutschsprachigen Schweiz und Österreich gehörten. Ausserdem existiere ein Arbeitskreis, der die theologischen Aussagen der Liedtexte genauer prüfe, teilte Pastor Hartmann mit. "Ebenso wurde eine kleine Gruppe berufen, die sich mit textlichen Ergänzungen im Rahmen des Liederbuches beschäftigen wird."
Damit diese Arbeitskreise wirkungsvoll und zeitlich straff tätig sein könnten, sei aus dem Kreis der Musikbeauftragten ein kleines, aus einem Kirchenmusiker, Jugendmusiker und Musikwissenschaftler bestehendes Team gebildet worden, das die Vorarbeiten leisten solle. "Sie sind bereits an der Arbeit, um zunächst eine Liedauswahl aus den verschiedenen Quellen zu treffen", informierte Hartmann. Zur Unterstützung dafür seien über 60 Gemeindemitglieder unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland gebeten worden, ihre Liedvorschläge einzubringen, die entsprechend berücksichtigt würden. Darüber hinaus hätten auch alle anderen Mitglieder der Freikirche die Möglichkeit, sich durch ihre Vorschläge an der Erstellung eines Stimmungsbildes über das religiöse Liedgut zu beteiligen.
Nationale ökumenische Plattform mit eigenem Internet-Auftritt 
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Bern, 13.08.2008 / APD
Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH), die sich als "einzige national tätige ökumenische Plattform" versteht, verfügt jetzt unter www.agck.ch über einen eigenen, neu gestalteten zweisprachigen Internet-Auftritt. Eine Erweiterung der Website in den Sprachen Italienisch und Englisch ist zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
Das graphische Layout der Website entspricht der im Februar dieses Jahres herausgegebenen Selbstdarstellungsbroschüre "AGCK – Ökumene auf nationaler Ebene", die auf 13 Seiten einen kurzen Einblick in die Arbeit der AGCK nach innen und in der Öffentlichkeit vermittelt.
"Auf dieser Website können sich Interessierte sowie Kirchenverantwortliche schnell informieren über die gemeinsame Arbeit der zehn Mitgliedkirchen, über die laufenden Projekte, über die kirchlichen Erklärungen bis zur Basis unserer gemeinsamen Arbeit", so der amtierende AGCK-Präsident und reformierte Pfarrer Ruedi Heinzer. Ein ansprechender mehrsprachiger Auftritt sei für einen nationalen Kirchenrat eine Grundvoraussetzung, meinte Heinzer.
Zu den aktuellen Projekten der zehn Schweizer Kirchen zählen: das "Oecumenica-Label" als nationales Gütesiegel für beispielhafte ökumenische Arbeit; die AGCK- Arbeitsgruppe zum Verhältnis "Bundesstaat – Religionsgemeinschaften"; die Aktionen "Kirche 08. Am Ball – seit 2008 Jahren" im Rahmen der kürzlich abgeschlossenen Fussball EM2008; die Veröffentlichung des ökumenischen Gebetsbuches "In Gottes Hand" (2008); die Textempfehlung für ein gemeinsames Gebet anlässlich des jährlichen Eidgenössischen Dank- Buss- und Bettages sowie die Empfehlung im Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober in allen Kirchen der Schweiz ein besonderes Gebet für die Schöpfung zu sprechen.
Der Inhaltsbereich "Dokumente" enthält den Wortlaut der so genannten "Charta Oecumenica“, den Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa, die im Januar 2005 auch von den AGCK-Mitgliedskirchen unterzeichnet wurden. Ein Link zur Konferenz Europäischen Kirchen (KEK), mit Sitz in Genf, führt zum vollen Wortlaut der Charta Oecumenica (http://www.cec-kek.org/Deutsch/ChartafinG.htm). Ausserdem können die Satzungen und die Geschäftsordnung der AGCK online eingesehen werden. Sämtliche Dokumente können jedoch nicht heruntergeladen werden, weil nicht diese nicht im ".pdf-Format" (Acrobate Reader) verfügbar sind. Auch die AGCK-Jahresberichte wurden bisher nicht ins Internet gestellt.
International
Adventisten in Litauen staatlich anerkannt 
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Vilnius/Litauen, 13.08.2008 / APD
Das litauische Parlament hat am 15. Juli mit drei Enthaltungen beschlossen, der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten den vom Gesetz vorgesehenen Status einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft zu verleihen. Damit werden die Eigenständigkeit und freie Glaubensausübung der Kirche garantiert sowie deren Sozialarbeit geregelt. In Litauen gibt es den rechtlichen Status der "traditionellen", "staatlich anerkannten" und "sonstigen registrierten" Religionsgemeinschaften.
"Das ist ein wichtiges und bedeutsames Ereignis in der Geschichte unserer Kirche", sagte der Präsident der litauischen Adventisten, Pastor Bertold-Vinston Hibner. "Mit der staatlichen Anerkennung wird festgestellt, dass die Siebenten-Tags-Adventisten Teil der Öffentlichkeit sind und zusammen mit anderen Kirchen ihren gesellschaftlichen und kulturellen Beitrag leisten. Gleichzeitig wird anerkannt, dass es sich bei den Adventisten um eine eigenständige Kirche mit eigener Identität handelt."
Die protestantische Freikirche hatte sich seit 2003 um diesen Status bemüht. In Litauen gibt es 906 erwachsen getaufte Adventisten in 17 Gemeinden. Die erste Gemeinde entstand 1919 in Zagare. Aufgrund der Religionsfreiheit im Land kamen weitere Gemeinden hinzu, so dass 1926 die staatliche Registrierung als Religionsgemeinschaft erfolgte. Zeitschriften und Bücher erschienen in Litauisch und 1929 wurde ein eigenes Gesangbuch herausgegeben. Die Pastoren erhielten ihre Ausbildung am theologischen Seminar der Freikirche in Suschenhof bei Riga im benachbarten Lettland. 1940 besetzten die Sowjets das Baltikum, schlossen das Predigerseminar und verboten die Gottesdienste. Die Gemeindemitglieder mussten sich deshalb heimlich treffen. Manche von ihnen kamen in sibirische Arbeitslager. Erst seit der Unabhängigkeit der drei baltischen Republiken von der Sowjetunion im Jahr 1991 können die Gemeinden wieder frei wirken. Von den 3,4 Millionen Einwohnern Litauens sind 80 Prozent Katholiken. Orthodoxe, Protestanten, Juden und Muslime bilden kleine Minderheiten.
Adventisten schliessen Seelsorgezentrum für U.S.-Soldaten in Deutschland 
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Frankfurt am Main/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Die amerikanische Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten hat ihr kaum noch genutztes Seelsorgezentrum für US-Armeeangehörige in Frankfurt am Main geschlossen. Die 1952 eröffnete Einrichtung war das älteste von fünf weiteren Zentren in Europa, Südkorea und Japan, die bereits vorher wegen des Abzugs von Streitkräften der USA aufgegeben wurden.
Pastor Gary R. Councell (Silver Spring, Maryland/USA), stellvertretender Leiter der Armee-, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), der selbst 32 Jahre lang als Militärgeistlicher diente, erinnert sich: "Ein solches Zentrum war eine geistliche Oase im Militärleben. In den Spitzenzeiten zwischen den 1950er und 1970er Jahren wurde es von 30 Soldaten pro Nacht genutzt. Jahrzehntelang konnten Militärangehörige dort mit Verpflegung, einem sauberen Feldbett und Gemeinschaft mit gleichgesinnten Adventisten rechnen." Laut Councell habe der Unterhalt der Frankfurter Einrichtung pro Jahr rund 100.000 US-Dollar (63.000 Euro) gekostet. Die freiwerdenden Mittel würden für die Seelsorge an adventistischen Militärangehörigen, hauptsächlich im Irak und in Afghanistan, verwendet. "Etwa 7.500 Adventisten dienen zur Zeit als Soldaten in den Streitkräften der Vereinigten Staaten", teilte Pastor Councell mit. Sie würden von rund 50 Armeeseelsorgern der Freikirche betreut.
"Krieg, Frieden und die Beteiligung am Militärdienst sind keine wertneutralen Angelegenheiten", betonte der Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung, der norwegische Pastor Dr. Jan Paulsen, im März 2008 in der internationalen Zeitschrift der Freikirche "Adventist World". Er erinnerte an die Resolution des Generalkonferenz-Ausschusses aus dem Jahr 1867, welche aufgrund der Erfahrungen mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) gefasst wurde: "Das Tragen von Waffen oder die Teilnahme am Krieg ist eine direkte Verletzung der Lehre unseres Erlösers sowie von Geist und Buchstaben des Gesetzes Gottes." Wer eine Waffe in die Hand nehme, sei auch bereit, sie zu gebrauchen, um einem anderen das Leben zu nehmen, hob der Kirchenpräsident hervor. Ein Geschöpf Gottes zu töten, und sei es ein "Feind", widerspreche dem, was die Freikirche für heilig und recht ansehe. Der adventistische Kirchenpräsident nahm mit seinem Artikel indirekt Bezug zum Verhalten von Adventisten in den USA, die, da es dort keine Wehrpflicht gebe, freiwillig in die Streitkräfte eintreten würden.
Kirche in Ecuardor an einem Tag gebaut und eingeweiht 
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Valle Hermoso/Ecuador, 13.08.2008 / APD
Erstmals hat die private adventistische Laienorganisation "Maranatha Volunteers International" (MVI) innerhalb von einem Tag eine einfache adventistische Kirche gebaut. In Valle Hermoso/Ecuador errichteten Freiwillige des Hilfswerkes von 7.30 bis 16 Uhr die tragenden Elemente und das Dach. Anschliessend setzten am Ort wohnende Adventisten Wände aus Bambus ein, installierten ein vorgefertigtes Podium und brachten ein Keyboard sowie 135 Stühle. Noch am gleichen Tag konnte der schlichte Sakralraum eingeweiht werden.
Das in Sacramento/Kalifornien ansässige private christliche Hilfswerk wurde 1969 zum Bau von Kirchen und Schulen in aller Welt gegründet. An den Projekten beteiligen sich Tausende Freiwillige, für deren Unterkunft und Verpflegung die Adventisten vor Ort sorgen. Über 50% der freiwilligen Helfer sind unter 20 Jahre alt. Die Reisekosten tragen die Helfer selbst. Die Gemeindemitglieder, in deren Ländern "Maranatha Volunteers International" tätig ist, sind meist zu arm, um ein Gotteshaus selbst zu finanzieren. Allerdings kümmern sie sich um ein geeignetes Grundstück und die Inneneinrichtung.
Das Hilfswerk MVI will in Ecuador weitere 66 sogenannte "Ein-Tages-Kirchen" und mehrere einfache Grundschulen errichten, die ebenfalls an einem Tag aufgebaut werden können. In dem Land leben 71.245 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 140 Gemeinden.
Militärgästehaus nach Kriegsdienstverweigerer benannt 
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Washington D. C./USA, 13.08.2008 / APD
Das Gästehaus des Walter Reed Army Medical Center (Armeekrankenhaus) in der US-Hauptstadt Washington wurde in "Walter Reed Guest House Doss Memorial Hall" umbenannt. Es besteht aus 32 Räumen für Familienangehörige von verwundeten Soldaten. Damit wurde der mit hohen Orden ausgezeichnete Kriegsdienstverweigerer und Siebenten-Tags-Adventist Desmond T. Doss posthum geehrt. Obwohl er sich als Sanitäter weigerte, eine Waffe in die Hand zu nehmen, überreichte ihm am 12. Oktober 1945 US-Präsident Harry S. Truman die Ehrenmedaille des Kongresses als höchste Auszeichnung der USA für die Rettung von 75 verwundeten Kameraden. Doss ist bis heute der erste und mit dem Sanitäter Thomas Bennett, der 1970 bei der Versorgung verwunderter Soldaten in Vietnam fiel, der einzige Kriegsdienstverweigerer mit diesem Orden.
"Für meinen Mann stand Gott immer an erster Stelle in seinem Leben", sagte Francis Doss (86), die an der Zeremonie teilnehmende Witwe des Geehrten. Der 1919 in Lynchburg/Virginia geborene überzeugte Christ arbeitete bei seiner Musterung 1942 auf einer Schiffswerft und hätte als "unabkömmlich" allen Problemen aus dem Weg gehen können. Doch er meldete sich freiwillig zur Armee; allerdings unter der Bedingung, dass er aufgrund seiner Glaubensüberzeugung keine Waffe in die Hand nehmen müsse. Auch sei er nicht bereit, als Siebenten-Tags-Adventist am Samstag, dem biblischen Sabbat, irgendeine Arbeit zu tun oder eine Ausbildung zu absolvieren. Ausserdem werde er als Vegetarier kein Fleisch essen. Seine Kameraden verspotteten ihn, da er konsequent nach seiner Überzeugung lebte. Einer von ihnen drohte ihm, ihn beim ersten Kampfeinsatz zu erschiessen, da ihm sein Bibellesen und seine Gebete auf die Nerven gingen. Sein Vorgesetzter wollte ihn wegen angeblicher Untauglichkeit aufgrund „geistiger Instabilität“ loswerden, doch Doss weigerte sich, die Armee zu verlassen.
Die Einstellung seiner Kameraden änderte sich schlagartig nach dem ersten Kampfeinsatz auf Guam, als sich Doss als Sanitäter um seine verwundeten Kameraden kümmerte. Bei der Schlacht um die Insel Leyte barg er trotz feindlichem Feuer mehrere Verwundete. Am 5. Mai 1945 erhielt seine Kompanie den Befehl, einen hohen, steilen und zerklüfteten Hügel auf Okinawa zu erobern, auf dem sich die Japaner festgesetzt hatten. Es war Samstag, und Doss sass in seinem Zelt und las in der Bibel. Da kein anderer Sanitäter zur Verfügung stand, bat ihn sein Kompaniechef, er möge seine übliche Bibelbetrachtung ausfallen lassen, um den Kameraden beizustehen. Doss entgegnete: "Herr Hauptmann, Sie wissen, dass heute mein Sabbat ist, deshalb gedulden Sie sich noch einige Minuten, bis ich den Bibelabschnitt zu Ende gelesen habe." Nach zehn Minuten war der Sanitäter bereit, und der Angriff begann.
Mehrmals wurden die Amerikaner von dem Hügel durch die Japaner zurückgeschlagen. Doss blieb trotz feindlichem Feuer und noch dazu unbewaffnet stets bis zuletzt und seilte seine verwundeten Kameraden ab, um sie in Sicherheit zu bringen. Erst nach zwölf Stunden war der Hügel erobert. Sein Kompaniechef meinte, dass Doss über 100 Kameraden gerettet habe. Doch der Sanitäter entgegnete bescheiden, dass es höchstens 50 gewesen wären. Sie einigten sich schliesslich auf 75. Am 21. Mai wurde Doss bei der Bergung Verwundeter auf Okinawa durch eine Handgranate am Bein verletzt. Er erhielt nicht nur die Ehrenmedaille des Kongresses, sondern unter anderem auch den Bronze Star und die Eichenblattspange mit Purpurherz.
Nach dem Krieg arbeitete Desmond T. Doss als Zimmermann und auf einer Fischfarm. Er war verheiratet und hatte einen Sohn. Zuletzt lebte er in Piedmont/Alabama. Im Juli 2004 wurde eine Statue von Doss im National Museum of Patriotism in Atlanta/Georgia aufgestellt. Dort befinden sich auch die Standbilder von Martin Luther King, Präsident Jimmy Carter und dem pensionierten Marinecorps-General Gray Davis, der wie Doss die Ehrenmedaille des Kongresses erhielt. Bei Kriegsende sagte sein Vorgesetzter, der ihn aus der Armee entlassen wollte: "Er war der tapferste Mann, den ich jemals kennenlernte, und ich wollte ihn loswerden." Doss starb im März 2006 im Alter von 86 Jahren.
Elf Kinder ertranken bei Bootsunglück auf dem Victoriasee 
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Ukerewe/Tansania, 13.08.2008 / APD
Mit einer Katastrophe endete die Bootsfahrt einer Gruppe von Siebenten-Tags-Adventisten am 13. Juli auf dem Victoriasee in Ostafrika. Die 19 Erwachsenen und deren elf Kinder waren in einem motorisierten Langboot mit umfangreichem Gepäck von Isinga nach Kameya Village (Ukurewe-Inselgruppe) zum jährlichen Zeltlager ihrer Kirche unterwegs.
Das mit mehr als 50 Passagieren überladene Kanu kenterte bei rauer See. Die Erwachsenen retteten sich schwimmend, während die elf Kinder bei hohem Wellengang ertranken. Herbeieilende Gendarmen und Dorfbewohner konnten nur noch ihre Leichen bergen. Die dreiköpfige Bootsbesatzung entzog sich dem Zugriff der Polizei durch Flucht.
Der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Tansania, Pastor Joshua K. Kajula, zeigte sich von dem Unglücksfall erschüttert. Auch der tansanische Premierminister Mizengo Kayanza Peter Pinda kondolierte im Namen der Regierung. Die rund 300.000 Bewohner des Ukerewe Distrikts sind Christen, Muslime und Anhänger einheimischer Religionen. Die römisch-katholische Kirche, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und die Assemblies of God gehören dort zu den grössten christlichen Glaubensgemeinschaften.
Rektor der adventistischen Universität in Ghana geehrt 
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Accra/Ghana, 13.08.2008 / APD
Der Rektor der adventistischen Valley View Universität in der ghanaischen Hauptstadt Accra, Dr. Seth Abaya Abang Lareya, hat den Voltaorden, die höchste Auszeichnung Ghanas für Zivilisten, von Staatspräsident John Agyekum Kufuor bekommen. Lareya und weitere 250 Ghanaer wurden für ihre aussergewöhnlichen Leistungen zur Entwicklung des Landes und zum Wohl der Bürger geehrt. Der Rektor ist als zweiter Siebenten-Tags-Adventist Träger der Auszeichnung. Im Jahr 2006 erhielt sie der ebenfalls aus Ghana stammende Pastor Matthew A. Bediako (Silver Spring, Maryland/USA) als Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung.
Die Valley View Universität mit derzeit 90 Dozenten wurde 1979 von der Freikirche gegründet. An ihr haben sich über 1.500 Studenten in Betriebswirtschaft, Informatik, Pädagogik, Krankenpflege und Theologie eingeschrieben.
Auswirkung gesellschaftlicher Veränderungen im Leben von Christen 
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Stuttgart/Hannover/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Der Beirat "Perspektive Zukunft" der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat das Heft 4 "Die Gemeinde und der gesellschaftliche Wandel" herausgegeben. Laut dem Mentor des Beirates, Dr. Lothar E. Träder, gehe es bei dem Thema um die Frage: Wie wirken sich die gesellschaftlichen Veränderungen im Leben der Gläubigen und damit auch im Gemeindeleben aus? In einer Zeit rasanten Umbruchs sei vieles ins Wanken geraten. Das werde nicht nur auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Selbst Moral und Ethik würden davon betroffen. Nicht nur einige Manager und Banken in Liechtenstein stünden am Pranger. Insgesamt trudele die Gesellschaft in immer unruhigeres und gefährlicheres Fahrwasser. Inwieweit die christliche Gemeinde hierzu eine hilfreiche Gegenposition beziehen könne, sei die Herausforderung.
In dem Heft wird zunächst die Situation adventistischer Gemeinden samt deren Aktivitäten, Ausprägungen, Spannungsfelder und Veränderungen untersucht. In einem weiteren Kapitel geht es um die Wahrnehmung gesellschaftlicher Entwicklungen, welche die Gemeinde beeinflussen. Dazu zählen Veränderungen in den Arbeits- und Lebensverhältnissen, Auswirkungen von Tempoerhöhung und gesteigerte Mobilität, der demographische Wandel sowie die moderne Spiritualität. Im Schlusskapitel werden die Auswirkungen der gesellschaftlichen Entwicklungen und mögliche Antworten durch die Ortsgemeinde besprochen.
Der Beirat "Perspektive Zukunft" hatte zuvor drei Hefte mit einer speziellen Thematik für den Umgang mit ehemaligen Adventisten, adventistischen Jugendlichen und aus dem Ausland zugewanderten Gemeindemitglieder herausgegeben.
Student im Fachbereich Sozialwesen untersucht Gewalt bei Sportereignissen 
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Friedensau/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Paulin Giurgi, Student im Fachbereich Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau (bei Magdeburg), untersuchte im Rahmen einer Bachelorarbeit die Gewalt bei Sportereignissen. Seine Forschungsergebnisse wurden nun als Buch veröffentlicht.
"Ich bin seit meiner Kindheit Fussballfan und entwickelte schnell eine grosse Leidenschaft für den Sport", gibt Giurgi über seine Motivation Auskunft, sich mit Gewaltphänomenen im Zusammenhang mit Sport zu beschäftigen. In seiner Freizeit ist er aktiver Vereins-Fussballspieler. Früher gehörte der gebürtige Rumäne einer gewalttätigen Strassenbande in seinem Heimatland an. "Die Gang veranstaltete Wett- und Strassenkämpfe, wodurch ich mit Gewalt konfrontiert wurde", erklärte Giurgi. Den konkreten Anlass für seine Forschungsarbeit fand er in einem Seminar zur Geschlechterforschung, das sich mit der Frage auseinandersetzte, warum Männer häufiger als Frauen zu Gewalt neigten.
Für seine Untersuchung nahm Giurgi Kontakt zu früheren Gangmitgliedern auf und führte unter ihnen eine Umfrage zu Gewalthandlungen und -erfahrungen durch. Bei Championsleague- und Bundesligaspielen beobachtete der 29-Jährige die Fanblöcke vor Ort und protokollierte ihr Verhalten.
"Das Problem, warum junge Männer im Zusammenhang mit Sportereignissen zu Gewalt neigen, lässt sich nicht einfach lösen", resümierte Giurgi seine Erkenntnisse. Die Motive seien sehr breit gefächert. Unter den Hooligans wären zum Teil gut sozialisierte Familienväter. Andere stammten aus problematischen Familienverhältnissen und erhofften durch Gewalt Bestätigung und Berühmtheit in der Gruppe. "Viele Hooligans sind auch in Kampfsportvereinen aktiv, was ihnen aber nicht ausreicht. Sie wollen zusätzlich ein Spiel ohne Regeln", meinte Giurgi. Das könne sogar religiöse Züge annehmen. "Es gibt eine regelrechte Fanreligiosität und Kulthandlungen. Das Stadion dient dabei als Religionsersatz."
Auch die geschlechterspezifische Sozialisation sei ein Grund für die hohe Gewaltbereitschaft bei jungen Männern. „Mädchen und Jungen gehen unterschiedlich mit Gewalt um“, erläuterte Giurgi. "Jungen sind eher gewalttätig. Es gibt aber auch Beispiele, wo Mädchen wie Jungen sozialisiert wurden, indem sie mit Waffen und ähnlichem gespielt haben. Diese Mädchen neigen eher zu Gewalt als andere. "
Für den Autor sei es von Bedeutung, zwischen friedlichen Fans und gewaltbereiten Hooligans zu unterscheiden. "Friedlichen Fans ist das Sportereignis als Erlebnis wichtig." Sie bejahten den sportlichen Charakter als einen fairen Wettkampf und respektierten die Regeln des Spiels. "Sie sind im Ethos des Fussballs zu Hause", meinte Giurgi. Für Hooligans dagegen habe Gewalt einen eigenständigen Wert. Sie nutzten den sportlichen Wettkampf nur als Hintergrund. Ihre Gewaltbereitschaft hänge nicht vom Spielergebnis ab.
Dass ein Verlag in Marburg auf seine Forschungsarbeit aufmerksam wurde, freut Paulin Giurgi ganz besonders. Er hofft, dass Gewalt eingedämmt werden könne, wenn die Prozesse verstanden würden, die zur Gewalt führten. Auch deshalb möchte er einen Teil seines Autorenhonorars sozialen Projekten zugute kommen lassen.
Europäische Theologen diskutieren über Spiritualität aus evangelikaler Perspektive 
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Berlin/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Evangelikale Theologen aus Europa befassen sich vom 22. bis 26. August während einer viertägigen Konferenz in Woltersdorf bei Berlin mit Fragen der christlichen Frömmigkeit. Die Tagung "Evangelical Perspectives on Spirituality" (Evangelikale Perspektiven zur Spiritualität) wird von der "Gemeinschaft europäischer evangelikaler Theologen" (GEET) veranstaltet.
Auf dem Programm stehen Beiträge und Diskussionen zu Themen, wie Spiritualität in der Bibel, Wurzeln und Verbreitung der evangelikalen Spiritualität und ferner Formen römisch-katholischer und orthodoxer Frömmigkeit. Zu den Hauptreferenten zählen unter anderem die Theologen Torleiv Austad (Norwegen), Gert Kwakkel (Niederlande), Bischof Stanislaw Pietak und Ian M. Randall (beide Tschechien), Pierre Berthoud (Frankreich), Danail Ignatov (Bulgarien), Helmut Burkhardt (Deutschland) sowie der katholische Bischof von Pilsen, František Radkovský, der den erkrankten Referenten Kardinal Miloslav Vlk, den Erzbischof von Prag, vertritt.
Eine Vorkonferenz vom 18. bis 22. August am gleichen Veranstaltungsort befasst sich mit Fragen der jüdisch-christlichen Beziehungen und der Evangelisierung unter Juden.
Charakteristisch für die evangelikale Theologie und Frömmigkeit ist die Betonung der Notwendigkeit persönlicher Glaubenserfahrung in Busse, Bekehrung/Wiedergeburt und Heiligung sowie die Suche nach Heils- und Glaubensgewissheit. Sowohl die Frömmigkeitsformen wie auch die theologischen Akzente im Schriftverständnis, in den Zukunftserwartungen und im Verständnis von Kirche und Welt weisen jedoch bei den Evangelikalen kein einheitliches Bild auf. Zu den evangelikalen Elementen der Spiritualität zählen: eine unmittelbare Beziehung zu Jesus, das Bewusstwerden der eigenen Sündhaftigkeit, das Annehmen der Vergebung, das Erlebnis innerer Befreiung und Freude. Über diese sehr persönlichen Dinge des Glaubens wird in diesen Kreisen auch gesprochen. Im freien Gebet öffnet man sich nicht nur vor Gott, sondern auch den Mitgläubigen gegenüber.
Während die evangelikale Theologie und Frömmigkeit den personalen Aspekt des Glaubens pointiert hervorhebt, tritt der sakramentale Aspekt in der Frömmigkeit zurück. Entsprechend gestaltet sich das Verhältnis zwischen evangelikaler Bewegung und römisch-katholischer Kirche distanziert, obgleich es inzwischen zwei wichtige Dialogdokumente beider Glaubensrichtungen gibt, welche die Nähe in Fragen der Ethik und die Verschiedenheit in Fragen der Ekklesiologie verdeutlichen.
Die GEET ist ein Forum für die Zusammenarbeit von evangelikalen Theologen aus 26 europäischen Ländern mit dem Ziel, die Verbindung unter evangelikalen Theologen auf dem Kontinent zu stärken. Derzeitiger GEET-Vorsitzender ist der französische evangelikale Theologe Henri A.G. Blocher, Professor an der Faculté Libre de Théologie Evangélique in Vaux-sur-Seine/Frankreich und am Wheaton College in Wheaton, Illinois/USA.
Deutscher evangelischer Theologe gegen Konzept der "kleinen Herde" 
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Berlin/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Der deutsche evangelische Theologe Hermann Barth hat vor der romantischen Verliebtheit in Begriff und Konzept einer Minderheitenkirche der "kleinen Herde" gewarnt. "Historisch entstandene Minderheitensituationen sind etwas anderes als das Verliebtsein in den Minderheitenstatus - nach dem Muster: Eine Minderheitenkirche ist authentischer als die saturierten Grosskirchen", sagte der Präsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einem Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". Ebenso wandte sich Barth gegen den Terminus Volkskirche.
Im Interview bevorzugte der EKD-Präsident von "einer "Kirche der grossen Zahl" zu sprechen, die "die finanzielle Kraft, das geeignete Personal bereitstellen kann, um überall im Land präsent zu sein".
Die vom heutigen Papst während seiner Tätigkeit als Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre vertretene These, es gebe in Deutschland mehr kirchliche Institutionen als mit kirchlichem Geist zu decken seien, teilte der EKD-Kirchenamtspräsident nicht. Das habe "etwas von einem Signal zum Rückzug. Diese Haltung gibt es zwar auch im evangelischen Bereich, aber nicht bei den Kirchenleitungen", betonte er. Zwar sei Kardinal Joseph Ratzingers damalige Beschreibung geringer innerer Kräfte und grosser äusserer Strukturen "nicht ganz falsch". Die evangelische Kirche gehe jedoch davon aus, dass sich mit dem Möglichkeiten etwa in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern Herausforderungen und Chancen eröffnen könnten. Barth: "Wir vertrauen darauf, dass uns, indem wir's anpacken, neue Kräfte zuwachsen".
Im gegenwärtigen Reformprozess in der evangelischen Kirche in Deutschland gehe es nach den Worten Barths nicht darum, "falsche Alternativen" auszurufen. So gebe es beispielsweise keine Entgegensetzung von Kirche in der Stadt und Kirche auf dem Land. Die Situation sei vielmehr durch die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" geprägt: "Was hier richtig ist, kann dort gerade falsch sein". Aus seiner Sicht sollte Kirche mit "Unbefangenheit und Offenheit für positive Überraschungen" handeln, und aus dem "Wissen, dass da draussen nicht die feindliche Welt ist".
Die Herrnhuter Losungen für 2009 sind da 
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Herrnhut/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Die deutschsprachigen Ausgaben der Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2009 sind jetzt im Buchhandel erschienen. Die Losungen sind das am weitesten verbreitete Andachtsbuch in Deutschland. Sie werden von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine seit 1731 herausgegeben. Für 2009 liegt somit die 279. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor.
Neu sind "Die Losungen für junge Leute". Die 400 Seiten starke, durchgehend farbige Ausgabe will mit ihrer zeitgemässen Sprache und der modernen grafischen Gestaltung insbesondere junge Christen ansprechen.
Die Losungen werden jeweils drei Jahre im Voraus aus einer rund 1.850 alttestamentliche Sprüche umfassenden Sammlung für jeden Tag des Jahres gezogen. Diesem Losungsvers wird ein Wort aus dem Neuen Testament zugeordnet. Beide Bibelworte (Losung und Lehrtext) werden mit einem Liedvers oder einem Gebet ergänzt.
Das Andachtsbuch erscheint in einer Gesamtauflage von etwa einer Million Exemplaren. Neben der Normal-, Schreib- und Grossdruckausgabe, kartoniert oder gebunden, Terminkalender, Spruchkarten, Hebräisch-Griechische Ausgabe (Ursprachenlosung) und als Programm für WIN 95-XP auf CD-ROM.
Für 2009 wiederum eine Geschenkausgabe mit einem farbigen Titelmotiv herausgeben. Das Titelbild wurde vom Schweizer Künstler Thomas Schmid gestaltet.
Die Losungen werden in etwa 50 Sprachen weltweit herausgegeben. Weitere Informationen zu den Ausgaben, den Bestellmöglichkeiten sowie zur Geschichte der Losungen sind im Internet unter www.losungen.de zu finden.
Jubiläum
Kirchen der Reformation sind nicht nur die Lutheraner 
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Berlin/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Logo zur Vorbereitung des Reformationsjubiläum 2017 vorgestellt
Mit dem Logo "Luther 2017 – 500 Jahre Reformation" wird von 2008 bis 2017 auf den 500. Jahrestag des Wittenberger Thesenanschlags Luthers am 31. Oktober 1517 hingewiesen.
Die Wort-/Bildmarke basiert auf dem wohl bekanntesten Portrait Luthers, das 1528 Lucas Cranach d. Ä. malte. Die Darstellung als Pixelgrafik soll die Aktualität des Themas "Reformation" zeigen. Die Jahreszahl 2017 bekomme durch die Nutzung einer traditionellen Schrift den historischen Bezug, während die Kernbotschaft "Luther" und "500 Jahre Reformation" durch klare Linien der modernen Typographie vermittelt werde, erläuterte der Vorsitzende des Lenkungsausschusses zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums, der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.
Mit dem europaweit geschützten Logo könnten künftig alle mit Luther und der Reformation verbundenen Städte und Stätten Deutschlands für ihre Veranstaltungen im Rahmen der Lutherdekade von 2008 bis 2017 landesweit und international werben.
Die Lutherdekade beginne am 21. September mit einem Festgottesdienst in der Schlosskirche Wittenberg, teilte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum, Stephan Dorgerloh, mit. Die Predigt halte der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Mark S. Hanson (Chicago). Mit der Eröffnung der Dekade werde auf Luthers Lehrtätigkeit an der Universität Wittenberg hingewiesen, die er vor 500 Jahren als junger Professor im Herbst 1508 begann.
Die Lutherdekade 2008 bis 2017 stehe laut Dorgerloh unter dem Spannungsbogen "Freiheit und Verantwortung". Es gehe dabei um die theologische Wiederentdeckung der Impulse sowie um die gesellschaftspolitischen Veränderungen und kulturellen Dimensionen der Reformation.
Die Aktualität der gesellschaftlichen Impulse der Reformation solle, so Dorgerloh, durch die Produktion von acht Spielfilmen veranschaulicht werden. Geplant sei auch die Ausstellung "Das protestantische Pfarrhaus" sowie ein "Luthergarten" in Wittenberg mit 500 Bäumen, die in Form einer Lutherrose gepflanzt würden. Ein "Lutherweg" für Pilger, Wanderer und Radfahrer verbinde bereits seit Frühjahr 2008 die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg.
Es gebe Gespräche zwischen der EKD und der (römisch-katholischen) Deutschen Bischofskonferenz über eine Beteiligung von Katholiken an der Lutherdekade. Ungeachtet dessen handele es sich 2017 um ein Jubiläum der evangelischen Kirche, betonte Dorgerloh. Ob sich an den Vorbereitungen auch die evangelischen Freikirchen beteiligen könnten, hänge von deren Selbstverständnis ab: "Verstehen sie sich als Kirchen der Reformation und wo sehen sie ihre Wurzeln?" Fest stehe, dass die Kirchen der Reformation mehr als nur die Lutheraner seien.
Gegenüber früheren Reformationsjubiläen, die national begangen worden wären, biete das Jubiläum 2017 erstmals die Möglichkeit, es weltweit gemeinsam mit allen Christen zu feiern, hob Dorgerloh hervor.
Ökumenischer Kirchentag zum Reformationsjubiläum 2017 im Gespräch 
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Berlin/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz, sprach sich für einen Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) 2017 in Mitteldeutschland aus. Die Feiern zum 500. Jahrestag des Reformationsbeginns müssten mit einer ökumenischen Perspektive verknüpft werden, sagte der parteilose Olbertz in Berlin, der gleichzeitig als Vorsitzenderr des Lenkungsausschusses zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 amtiert.
Der Auftakt der "Luther-Dekade" beginnt am 21. September in Wittenberg. Die Veranstaltungsreihe führt zum 31. Oktober 2017 hin. An dem Tag jährt sich der legendäre Thesenanschlag Martin Luthers 1517 an der Wittenberger Schlosskirche. Damit begann der Überlieferung nach die Reformation.
Olbertz gehört dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) an, das den Ökumenischen Kirchentag zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) veranstalten müsste. Er verwies darauf, dass solche Christentreffen bisher schon im Abstand von sieben Jahren stattfanden. Der erste ÖKT war 2003 in Berlin, der zweite ist 2010 in München vorgesehen. Der Minister betonte zugleich, für einen Ökumenischen Kirchentag 2017 müsse es Fortschritte etwa in der strittigen Frage einer Zulassung der evangelischen Christen zur Kommunion bei der römisch-katholischen Messfeier geben.
Religionsfreiheit
Evangelischer Ratsvorsitzender Huber: "Religionsfreiheit gilt für alle" 
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Karlsruhe/Deutschland, 13.08.2008 / APD
"Die Religionsneutralität des Staates dient dazu, die volle Religionsfreiheit verfassungsrechtlich zu sichern. Ein religiös gebundener Staat, der sich einer Religion gegenüber in besonderer Weise verpflichtet weiss, läuft dagegen Gefahr, diese gegenüber anderen Religionen in seinem Staatsgebiet zu privilegieren." Darauf hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, beim Jahresempfang der badischen Bischöfe für die Bundesgerichte am 10. Juli in Karlsruhe hingewiesen. Es wäre aber ein Missverständnis von staatlicher Religionsneutralität, daraus eine Gleichgültigkeit des Staates gegenüber dem Wirken der Religionsgemeinschaften abzuleiten, so Huber. Vielmehr gebe es eine Pflicht des Staates, die Religion als Bestimmungskraft für das Leben vieler Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen und sie ohne falsche Parteinahme zu fördern.
Der EKD-Ratsvorsitzende unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Religionsgemeinschaften im öffentlichen Diskurs. Staat und Gesellschaft seien im öffentlichen Diskurs auf Akteure angewiesen, die nicht nur ihr Eigeninteresse vertreten, sondern "den Sprachlosen eine Stimme verleihen". In Deutschland gebe die Verfassung den Kirchen und Religionsgemeinschaften den notwendigen Raum, in der Öffentlichkeit zu wirken. Die Grundmarkierungen der deutschen Verhältnisbestimmung zwischen Staat und Religionsgemeinschaften enthielten die Erwartung in sich, dass die Kirchen sich aktiv in die Willensbildung der Gesellschaft einbringen, dass sie ihren Beitrag in Gesellschaft, Bildung, Medien, Wissenschaft, Kultur und Diakonie leisten.
Huber wies darauf hin, dass die korporative Religionsfreiheit für alle Religionen gelte. Es sei hervorzuheben, dass das Grundgesetz "nicht in einer ausschliessenden Weise die christlichen Kirchen privilegiert, sondern ihrer grundsätzlichen Absicht nach alle religiösen Überzeugungen und alle Religionsgemeinschaften gleich behandelt", betonte der Ratsvorsitzende.
Die deutsche Verfassungsordnung sei offen dafür, dass auch andere Religionen von diesen Möglichkeiten der korporativen Religionsfreiheit Gebrauch machen. "Sie können dabei auch den Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts erlangen." Das gelte auch für den Islam. Doch ob sich eine Religion aus ihrem Selbstverständnis heraus korporativer Gestaltungsmöglichkeiten bedient, liege in ihrer eigenen Verantwortung. "Sie kann in diesem Prozess unterstützt werden; ihr die Verantwortung für die Wahrnehmung solcher Gestaltungsmöglichkeiten abzunehmen, wäre jedoch mit der vorausgesetzten Freiheit der Religion nicht vereinbar." Es entspreche dem Kern des christlichen Glaubens, die Menschenwürde, die Menschenrechte und damit die Religionsfreiheit auch Menschen anderen Glaubens zuzuerkennen, stellte Huber fest. "Deshalb respektieren die christlichen Kirchen das Existenzrecht anderer Religionen, einschliesslich ihres Anspruchs auf ein Wirken in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit."
Bei der Mit-Gestaltung des öffentlichen Raumes müsse in einer pluralen Gesellschaft jedoch auf Alleinvertretungsansprüche verzichtet werden. "Die offene Gesellschaft westlicher Prägung birgt eine Vielfalt von Lebensvorstellungen, Weltanschauungen und Religionen in sich, deren Beziehungen zueinander in einem Prozess gesellschaftlicher Auseinandersetzung und Verständigung auf der Grundlage gegenseitiger Toleranz gestaltet werden müssen." Toleranz meine dabei nicht, alles für richtig zu halten. "Religiöse Toleranz in einem ernsthaften Sinn meint das Aushalten und Austragen von Differenzen in Anerkennung der Verbindlichkeit von religiösen Überzeugungen. Eine freiheitliche Gesellschaft, in der religiöse Überzeugungen ernst genommen werden, braucht eine wache, selbstbewusste Toleranz, die den Dialog einfordert, um gemeinsam Antworten auf die für alle wichtigen Fragen zu suchen."
Bischof Wolfgang Huber erinnerte daran, dass die Verwirklichung der Religionsfreiheit als Menschenrecht weltweit heute eine unaufgebbare Forderung und auch ein Anliegen der beiden grossen Kirchen in Deutschland sei. Die Bejahung der individuellen wie der kollektiven, der negativen wie der positiven Religionsfreiheit sei eines der entscheidenden Ergebnisse des geistesgeschichtlichen Prozesses, zu dem die Reformation ihren besonderen Beitrag geleistet habe.
Südafrikanische Richterin ist neue UN-Menschenrechtskommissarin 
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New York, N.Y./USA, 13.08.2008 / APD
Die UNO-Generalversammlung bestätigte am 28. Juli die Ernennung von Navanethem Pillay zur Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Die südafrikanische Richterin, Völkerrechtsexpertin und Menschenrechtsaktivistin Pillay wird Amtsnachfolgerin der scheidenden UN-Hochkommissarin Louise Arbour.
Wichtigste Aufgabe des Hohen Kommissars ist die Förderung und der Schutz aller Menschenrechte (ziviler, politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Art) in allen Teilen der Welt. Dieser Posten erfordert höchste persönliche und berufliche Integrität, diplomatische und politische Fähigkeiten, gründliche Kenntnisse der Menschenrechte sowie Führungserfahrung.
Pillay amtiert derzeit als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Sie wuchs als Tochter eines Busfahrers mit indischen Wurzeln in einem Elendsviertel von Durban auf. Als Mitglied der tamilischen Minderheit wurde Pillay aufgrund ihrer dunkleren Hautfarbe diskriminiert. Die Anwältin kämpfte in Südafrika später für die Rechte von Anti-Apartheid-Aktivisten wie dem späteren Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. In den 1990er Jahren leitete die Harvard-Absolventin unter anderem auch das Ruanda-Kriegsverbrechertribunal.
Während ihrer vierjährigen Amtszeit hatte die Frankokanadierin Arbour die Menschenrechtslage in islamischen und afrikanischen Staaten offen kritisiert. Gleichzeitig prangerte sie aber auch Menschenrechtsverstösse der USA und Israels an und zog sich somit den Unmut zahlreicher UN-Mitglieder zu. Arbour wies 2007 vor dem UN-Menschenrechtsrat auf die Notwendigkeit einer UN-Intervention zur Verbesserung der Menschenrechtslage von Homosexuellen hin und forderte die Staaten auf, aktiv gegen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Homosexuellen vorzugehen. Nicht zuletzt deshalb gilt das Amt des UN-Hochkommissars für Menschenrechte als einer der wichtigsten, gleichzeitig aber auch heikelsten Posten innerhalb der Vereinten Nationen.
Religion + Staat
Deutschland: Gebühren beim Kirchenaustritt rechtmässig 
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Karlsruhe/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Das gebührenpflichtige Verfahren zum Kirchenaustritt ist rechtens, entschied das deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen hatte 2007 geklagt. Dort ist der Kirchenaustritt beim Amtsgericht zu erklären, wofür eine Gebühr von 30 Euro erhoben wird. Der Kläger sah in den Kosten eine unzulässige Einschränkung seiner grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit.
Die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts stellte fest, dass in dem formalisierten Verfahren zur Erklärung des Austritts aus einer Kirche oder aus einer sonstigen Religionsgemeinschaft des öffentlichen Rechts und die Erhebung einer Gebühr kein Verstoss gegen das Grundgesetz vorliege. Das Verfahren diene dem legitimen Ziel, die geordnete Verwaltung der Kirchensteuer sicherzustellen. Dies setze voraus, dass die Austrittserklärung und der Austrittszeitpunkt zuverlässig erfasst würden. Eine formlose oder vereinfachte Austrittserklärung wäre nicht geeignet, die Kirchenmitgliedschaft verlässlich zu beenden.
Die Abgabe der Erklärung beim Amtsgericht oder schriftlich in öffentlich beglaubigter Form stelle sicher, dass Unklarheiten über die Authentizität, die Ernsthaftigkeit und den genauen Zeitpunkt der Austrittserklärung vermieden würden. Die Pflicht eines gebührenpflichtigen Austrittsverfahrens sei dem Betroffenen auch zumutbar. Die vom Verfahren selbst ausgehende Belastung des Klägers, insbesondere der Zeitaufwand und das Sicherklären in Glaubensangelegenheiten gegenüber einer staatlichen Stelle, erweise sich nicht als unangemessen. Auch sei die Erhebung einer Gebühr von 30 Euro verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Sie diene allein der Kostendeckung (Aktenzeichen: 1 BvR 3006/07).
Medien
Bibelfernkurs als Hörbuch 
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Darmstadt/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Nun können auch Sehbehinderte und Blinde den Bibelfernkurs "Start ins Leben" des Internationalen Bibelstudien-Instituts des Medienzentrums "Stimme der Hoffnung" der Siebenten-Tags-Adventisten selbständig erarbeiten. Der Inhalt der 28 Studienhefte einschliesslich der Fragen und Bibeltexte wurde als Hörbuch auf MP3-CD sowie Audiokassette produziert und wird von der Blindenhörbücherei des Medienzentrums kostenlos ausgeliehen. Die Mitarbeiter des Bibelstudien-Instituts klären mit den Teilnehmern offene Fragen per Telefon oder per E-Mail. Der Bibelfernkurs als Hörbuch ist ein weiteres Angebot für die bisher etwa 3.500 Sehbehinderten, die pro Jahr rund 50.000 Tonträger von der Blindenhörbücherei erhalten. Der Bibelfernkurs "Start ins Leben" kann als Hörbuch bei der Blindenhörbücherei der "Stimme der Hoffnung", Sandwiesenstrasse 35, D-64665 Alsbach-Hähnlein, Telefon (06257) 506 53-35, Telefax (06257) 506 53-84, E-Mail: andre.thaeder@stimme-der-hoffnung.de angefordert werden.
Fernsehlizenz für Adventisten auf den Salomonen 
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Honiara/Salomonen, 13.08.2008 / APD
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf den Salomonen hat von der dortigen TV-Regulierungsbehörde eine Lizenz zur Betreibung einer eigenen Fernsehstation erhalten. Laut Kommunikationsabteilungsleiter der Freikirche, Johnny Tango, soll auf dem Gelände des adventistischen Kukum-Gemeindezentrums in Honiara auf der Insel Guadalcanal ein Sendemast zur Ausstrahlung von Programmen zu den Themen Ehe, Familie, Gesundheit sowie Lebens- und Glaubensfragen errichtet werden. Auf den pazifischen Salomon-Inseln leben über 36.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 184 Gemeinden. Sie unterhalten zwei Gymnasien, zwei Berufsschulen, mehrere Grundschulen, ein Krankenhaus und 17 Kliniken. Von den 478.000 Inselbewohnern sind 34 Prozent Anglikaner, 19 Prozent Katholiken und 38 Prozent Protestanten.
Audio-Bibel in den USA als "Buch des Jahres 2008" ausgezeichnet 
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Orlando, Florida/USA, 13.08.2008 / APD
Die amerikanische Vereinigung evangelikaler Verleger (Evangelical Christian Publishers Association/ECPA) hat erstmals in der 30jährigen Buchpreis-Geschichte eine Bibel und audiovisuelles Produkt mit dem begehrten Titel "Buch des Jahres" ausgezeichnet. Es handelt sich um den englischsprachigen Titel "The Word of Promise™ New Testament Audio Bible" (Wort der Verheissung – Audio-Bibel des Neuen Testaments", herausgegeben vom US-Buchverlag Thomas Nelson Inc., in Nashville (Tennessee). An der dramatisierten 21stündigen Audioversion des Neuen Testaments arbeiteten Prominente mit: Jim Caviezel (The Passion of the Christ), Stacy Keach (Golden Globe-Gewinner), Lou Gossett Junior (Academy Award- und Golden Globe-Gewinner) sowie Academy Award-Gewinnerin Marisa Tomei. Die Audio-Bibel liegt seit ihrer Herausgabe im Oktober 2007 ständig unter den Top 50 der ECPA-Bestseller-Liste und ist die Nummer 1 der meistverkauften Bibeln in der Preiskategorie "über 30 US$".
Nach Angaben von Mark Kuyper, Präsident der Vereinigung evangelikaler Verleger, hat die ECPA-Auswahlkommission in diesem Jahr erstmals eine audiovisuelle Produktion der Bibel in das christliche Buchpreis-Programm aufgenommen. "Im digitalen Zeitalter will die ECPA-Auswahlkommission offen bleiben für die Anerkennung ausgezeichneter Leistungen auf den verschiedenen Wegen, denen sich unsere Verleger bedienen, um christliche Inhalte weiterzugeben“, so Kuyper.
Das "Christliche Buch des Jahres" wurde aus 32 Buchpreis-Finalisten in sechs Kategorien ausgewählt. Dabei wurden sowohl Leistungskriterien und Verkaufszahlen mitberücksichtigt. Seit 1978 zeichnet die amerikanische Vereinigung evangelikaler Verleger (ECPA) jährlich qualitativ hochstehende christliche Bücher mit dem "Christlichen Buchpreis" aus. Ausserdem veröffentlicht sie eine monatliche "Christliche Bestseller-Liste", die auch im Internet abrufbar ist unter: http://www.ecpa.org/bestseller/index.php
Deutscher Advent-Verlag mit neugestalteter Internet-Präsenz 
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Lüneburg/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Der Advent-Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Lüneburg hat mit www.advent-verlag.de eine völlig überarbeitete Internet-Präsenz. Konzipiert und gestaltet wurde sie von pascualet.com (Konstanz). Das Hosting der Website übernimmt das adventistische Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ (Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt) in ihrem Rechenzentrum. Ab Herbst 2008 soll auch ein Online-Shop zur Verfügung stehen.
Bibel
Bibelgarten in Australiens Hauptstadt 
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Canberra/Australien, 13.08.2008 / APD
Ein Bibelgarten soll neueste Attraktion im Regierungsviertel der australischen Hauptstadt Canberra werden. In der Grünanlage des "Australischen Zentrums für Christentum und Kultur" (ACCC) werden künftig alle in der Bibel erwähnten Pflanzen wie Oliven- und Mandelbäume, Oleander und Knoblauch wachsen. Nach einem Bericht der Zeitung "Canberra Times" haben bereits 60 Pflanzen Wurzeln geschlagen, Dutzende weitere würden bald gepflanzt.
Der Leiter des Zentrums, der Theologie-Professor James Haire sagte dem Blatt, der Garten solle zu einem Ort der Meditation, des Gebets und der Reflektion werden und zugleich den Menschen den Inhalt der Bibel näher bringen.
Ermöglicht wurde die Anlage durch eine Spende in Höhe von umgerechnet einer Million Euro aus dem Vermögen des verstorbenen Geschäftsmanns Gerald Hercules Robinson. Er hatte bereits Mitte der sechziger Jahre einen Bibelgarten in Sydney angelegt. Laut "Canberra Times" dient ein Grossteil des Geldes aber der Unterstützung der theologischen Studien dieses ökumenischen Zentrums. Das ACCC ist mit der Charles Stuart Universität verbunden und will den Dialog und die Zusammenarbeit unter den christlichen Kirchen Australiens sowie zwischen dem Christentum und anderen Religionen fördern.
Stichwort
USA: Afroamerikaner und Weisse feiern Gottesdienste getrennt 
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Washington D.C./USA, 13.08.2008 / APD
In den USA bleiben Afroamerikaner und Weisse in Gottesdiensten weitgehend unter sich. Knapp 60 Prozent der Afroamerikaner und 56 Prozent der Weissen gaben dies bei einer Befragung an, wie der Fernsehsender CNN am 4. August mitteilte. Die meisten US-Bürger seien somit während den Gottesdiensten in der Kirche ausschliesslich oder weitgehend umgeben von Menschen der gleichen Rasse. Sechs Prozent der Schwarzen und 16 Prozent der Weissen blieben ganz zu Hause, ergab die Befragung. Lediglich ein knappes Drittel der Bevölkerung besuche multikulturelle Gottesdienste. Experten zufolge sind in den USA nur fünf Prozent der Gemeinden "integriert". In diesen Fällen gehörten mindestens ein Fünftel der Mitglieder nicht der Rasse der Mehrheit an. Die meisten integrierten Gemeinden hätten weisse Pastoren, sagte der Pfarrer und Wissenschaftler Curtiss Paul DeYoung dem US-Nachrichtensender. Wird der weisse Pastor von einem schwarzen abgelöst, verliessen allerdings viele weisse Mitglieder die Gemeinde, erläuterte der Experte. Aber auch viele Afroamerikaner seien in Gottesdiensten lieber unter sich.
DeYoung ist Mitverfasser des Buches "United by Faith" (Vereint im Glauben), das die Rassenbeziehungen in den US-Kirchen untersucht. In Nordamerika versammeln sich Afroamerikaner, Latinos, Asien-Amerikaner, indigene Amerikaner und Weisse meist in eigenen Kirchengemeinden.
Personen
Koptischer Papst-Patriarch Shenouda III. feierte 85. Geburtstag 
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Kairo/Ägypten, 13.08.2008 / APD
Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Shenouda III. feierte am 3. August seinen 85. Geburtstag. Als Patriarch von Alexandrien steht er seit 1971 einer der ältesten und wichtigsten christlichen Kirchen mit weltweit rund 15 Millionen Mitgliedern vor. Der "Papst von Alexandrien und Patriarch der Verkündigungsgebiete des Heiligen Markus", so sein offizieller Titel, ist laut Tradition der 116. Nachfolger des Evangelisten Markus und Schreibers des ältesten Evangeliums. Das koptische Kirchenoberhaupt Shenouda III. ist seit längerem gesundheitlich angeschlagen. Im Mai reiste er wegen schwerer Nierenprobleme zur medizinischen Behandlung nach Cleveland in die USA. Mitte Juni wurde er nach einem Oberschenkelhalsbruch als Folge eines Sturzes in seiner Wohnung in Kairo erneut in die USA gebracht.
Katholischer Fundamental-Theologe Johann Baptist Metz wurde 80 
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Münster/Deutschland, 13.08.2008 / APD
Am 5. August wurde der Münsteraner Theologe Johann Baptist Metz 80 Jahre alt. Er gilt als Begründer der "Neuen Politischen Theologie", die zugleich zu einer Inspirationsquelle für die lateinamerikanische "Theologie der Befreiung" wurde. Von 1963 an lehrte Metz bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1993 als Fundamentaltheologe an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität in Münster (Westfalen). Nach seiner Emeritierung hatte er in den 90er-Jahren eine Gastprofessur Gastprofessur am philosophischen Institut der Universität Wien inne.
Zu den wichtigsten Publikationen des einflussreichen römisch-katholischen Theologen gehören seine Bücher: "Zur Theologie der Welt" (1968), "Zeit der Orden? Zur Mystik und Politik der Nachfolge" (1977), "Glaube in Geschichte und Gesellschaft. Studien zu einer praktischen Fundamentaltheologie" (1977), "Jenseits bürgerlicher Religion. Reden über die Zukunft des Christentums" (1980), "Zum Begriff der neuen Politischen Theologie 1967–1997" (1997) und "Memoria Passionis. Ein provozierendes Gedächtnis in pluraler Gesellschaft" (2006).
Alexander Issajewitsch Solschenizyn 89-jährig gestorben 
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Moskau/Russland, 13.08.2008 / APD
Der russische Schriftsteller, Dramatiker und Träger des Nobelpreises für Literatur, Alexander Issajewitsch Solschenizyn, ist am 3. August 89-jährig in Moskau an den Folgen eines Hirnschlags gestorben. Als sein Hauptwerk gilt "Archipel Gulag" aus dem Jahre 1974. Darin zeigte er das System sowjetischer Gefangenenlager seit Lenin und machte den stalinistischen Terror begreifbar. Im selben Jahr entzog ihm die Sowjetunion die Staatsbürgerschaft und schob ihn ins Exil in die Bundesrepublik Deutschland ab. Dort kam er zunächst bei Heinrich Böll unter. Später zog er für zwei Jahre in die Schweiz, dann in die USA, wo er über 18 Jahre lebte und an der historischen Romanserie "Das rote Rad" arbeitete. 1994 kehrte der Autor nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Held nach Russland zurück.
Mit dem Nobelpreis wurde Solschenizyn 1970 geehrt für Bücher wie "Krebsstation" und "Im ersten Kreis". Berühmt wurde der studierte Mathematiker und Philosoph mit dem 1962 erschienenen Kurzroman "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch", der auf seinen eigenen Arbeitslager-Erfahrungen basierte. Es war Solschenizyns einziges Werk, das in seiner Heimat zu Zeiten der Sowjetunion veröffentlicht.
Der stellvertretende Leiter des Aussenamts des Moskauer Patriarchats, Erzpriester Wsewolod Tschaplin, bezeichnete Solschenizyn als "grossen Vordenker für künftige Generationen". Er habe ein reiches Erbe an Gedanken für die Zukunft Russlands hinterlassen. Solschenizyn war tief gläubig; er betrachtete die russisch-orthodoxe Kirche als die tragende geistige Kraft eines erneuerten Russland.
Impressum 
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Nachrichtenagentur APD |
Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ |
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APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

