APD-INFORMATIONEN 10/2008 (Oktober 2008)

Schweiz

Freikirchenleitung der europäischen Adventisten tagt am Genfersee uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 29.10.2008 / APD

Die Euro-Afrika Division der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wird sich vom 31. Oktober bis 4. November im waadtländischen Jongny (bei Vevey) während ihrer Herbstsitzung unter anderem auch mit der Religionsfreiheit, dem Islam, Ethikfragen, den Beziehungen zu den Europäischen Institutionen, Finanzen sowie mit Wahlvorschlägen für einen neuen Kirchenleiter beschäftigen. Der seit 1995 amtierende Kirchenpräsident, der Schweizer Pastor Ulrich Frikart (67), tritt vor Ablauf seines Mandats, bereits Ende dieses Jahres in den Ruhestand.

An der viertätigen Herbstsitzung nimmt auch der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der protestantischen Freikirche, Pastor Jan Paulsen, teil. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter der überregionalen Kirchenleitungen sowie angeschlossen kirchlichen Einrichtungen informieren über ihre Arbeit.

Die Euro-Afrika Abteilung mit Sitz in Bern ist eine von drei adventistischen europäischen Kirchenleitungen und umfasst mit 2.501 Gemeinden rund 176.200 erwachsen getaufte Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan. In der Schweiz gibt es 4.400, in Österreich 3.800 und in Deutschland 36.000 Mitglieder.

Die Delegierten beraten in Jongny auch über die Vorbereitungsarbeiten zu zwei Grossereignissen: Die 59. Weltsynode der Siebenten-Tags-Adventisten vom 23. Juni bis 3. Juli 2010 in Atlanta (Georgia/USA) und die Weltgesundheits-Konferenz über Gesundheit und Lebensstil in Primary Health Care vom 6. bis 8. Juli 2009 in Genf. Zu den Sponsoren der Genfer Gesundheitskonferenz zählen neben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Gesundheitsabteilung der weltweiten Freikirche (Health Ministries Department) sowie die von den Siebenten-Tags-Adventisten getragenen bzw. geförderten Nichtregierungsorganisationen wie auch Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen.

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Wechsel im Präsidium der AGCK Schweiz: Katholischer Bischof an der Spitze uparrowprint druckenemail versenden

Genf, 29.10.2008 / APD

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK CH) hat während ihrer Plenarversammlung vom 20. Oktober in Genf den römisch-katholischen Bischof Vitus Huonder (Chur) einstimmig zum neuen Präsidenten für die Amtsperiode 2009-2010 gewählt. Die katholische Schweizer Bischofskonferenz hatte Bischof Vitus für dieses Amt vorgeschlagen. Er wird Nachfolger des reformierten Pfarrers Ruedi Heinzer (Spiez), der die AGCK CH seit 2006 ausnahmsweise drei Jahre präsidierte, um nach dem Wechsel des Generalsekretärs die Kontinuität zu gewährleisten.

"Die Einheit muss allen Christgläubigen ein ganz wichtiges Anliegen sein. Deshalb sind Gesprächsforen wie die AGCK notwendig", erklärt Bischof Vitus nach seiner Wahl. Das Präsidium wird turnusgemäss jeweils von einem Vertreter des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), der katholischen Schweizer Bischofskonferenz (SBK) sowie einem Vertreter der übrigen Mitgliedkirchen übernommen.
Der bisherige Vizepräsident und Generalsekretär des Bundes der Baptisten in der Schweiz, Pfarrer Stefan Gisiger, wurde bereits im August für ein weiteres Jahr gewählt. Er wird den neuen Präsidenten bei der Einarbeitung unterstützen. Der Vizepräsident wird vom Präsidium benannt.

Mitgliedskirchen der AGCK CH, welche im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft ihre volle Unabhängigkeit in Bekenntnis und Lehre, in Gottesdienst und rechtlicher Ordnung behalten, sind: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Römisch-katholische Kirche der Schweiz, Christkatholische Kirche der Schweiz, Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz, Bund Schweizer Baptistengemeinden, Heilsarmee, Bund Evangelisch-lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, Orthodoxe Diözese der Schweiz des ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel, Vertretung der serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz und Anglikanische Kirche in der Schweiz.

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Basler Adventisten laden zum Mitfeiern ihres 125jähriges Bestehens ein uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 29.10.2008 / APD

Mit der ersten Namenseintragungen ins offizielle Kirchenregister entstand am 29. Oktober 1883 die Basler Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Aus diesem Anlass feiert die protestantische Freikirche ihr 125jähriges Bestehen mit einem Jubiläumswochenende vom 7. bis 9. November in ihrem Gemeindezentrum in Basel.

Unter dem Motto "Kennen wir uns schon?" lädt die Adventgemeinde Basel die Basler Bevölkerung zum Mitfeiern an den drei Wochenend-Anlässen ins "Adventhaus", dem Ort der Verkündigung und Begegnung, ein: Am Freitagabend (19 Uhr) zu einem Konzert, am Samstagvormittag um 09.30 Uhr zum Jubiläumsgottesdienst und am Sonntagnachmittag von 13 bis 17.30 Uhr zum "Tag der Offenen Tür" ins Adventhaus.

Die Stadt Basel nimmt in der fast 150jährigen Geschichte der Freikirche einen wichtige Platz ein und war bis Ende des 19. Jahrhunderts geistliches Zentrum der Adventisten in Europa. Damals war der Verwaltungssitz, ein Verlag und ein Sanatorium in der Rheinstadt untergebracht. Heute befindet sich der Sitz der Euro-Afrika Division in Bern, der Verlag in Krattigen (Berner Oberland) und das Sanatorium wurde 1905 in die kircheneigene "Clinique La Lignière" in Gland am Genfersee integriert.

Die Basler Adventisten versammelten sich seit der Gründung in verschiedenen Mieträumlichkeiten in der Stadt, bis sie im Jahre 1931 ihr eigenes Gotteshaus errichteten. Die Kriegsjahre und die Jahre danach liess die Zahl der Mitglieder auf über 400 anwachsen, so dass im Jahre 1963 das Adventhaus erweitert und bis in die jüngste Zeit in verschiedenen Umbauetappen den wachsenden Anforderungen angepasst wurde.

Im Jahre 2005 bildete sich die junge Zweig-Gruppe "LeQLT" (le kylt). Sie feiert ihre Gottesdienste jeden Samstag unter einem Dach mit der reformierten Kirchengemeinde Stephanus im Neubad-Quartier. Im Adventhaus feiern auch die spanisch, portugiesisch und italienisch sprechenden Gemeindegruppen ihre Gottesdienste. Die Adventgemeinde Basel wird seelsorgerlich von Prediger Wolfgang Witzig (Riehen) betreut. Im Unterschied zu anderen christlichen Kirchen feiern die Adventisten in Übereinstimmung mit dem biblischen Bericht den Samstag und nicht den Sonntag als Ruhetag.

Seit 1973 ist die Basler Gemeinde in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Basel-Stadt vertreten. An den Sonntagen sind seit 2005 die Anglikaner im Adventhaus zu Gast und feiern dort die Gottesdienste der Anglican Church of Basel.

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Schweizer Bibelwerke laden zum Ökumenischen Bibelsonntag ein uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 29.10.2008 / APD

Die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB) und das Schweizerische Katholische Bibelwerk (SKB) laden alle Kirchengemeinden in der Schweiz ein, am 16. November einen ökumenisch ausgerichteten Bibelsonntag zu gestalten. An diesem Tag sollen die Kirchen Gottesdienste abhalten, in denen das "Buch der Bücher" im Mittelpunkt steht.

Zum Bibelsonntag 2008 wurde von einer ökumenischen Arbeitsgruppe ein Materialheft unter dem Titel "Lasst Euch nicht täuschen" verfasst, das bereits im Sommer an alle römisch-katholischen und reformierten Pfarrämter verschickt wurde. Die Orientierungshilfe enthält Hintergründe zum Text sowie Bausteine für Liturgie und Bibelarbeit. Sie entstand unter Mithilfe von Rabbiner Bea Wyler (Abraham, Jeremia und die Fremde), Karl Klimmeck von der Schweizerischen Bibelgesellschaft (Liturgische Elemente, Predigtentwurf, Exerzitien im Alltag) und Dieter Bauer vom Schweizerischen Katholischen Bibelwerk (Textblatt, Exegetische Beobachtungen, Bibelarbeit).

Das Heft thematisiert einen Bibeltext aus dem Jeremiabuch (Jer 29,4-14): Der Brief Jeremias an die Vertriebenen im babylonischen Exil. In einer Situation totaler Frustration und Depression lädt der Prophet dazu ein, sich nichts vorzumachen und diese Krise als Chance zu begreifen. Der Text zeige, wie realistisch und pragmatisch die Bibel sei und wie sie zugleich die Sehnsucht nach einer besseren Welt und die Hoffung auf Gottes Eingreifen wach halte, schreiben die Verfasser.

Das Materialheft zum Bibelsonntag kann in gedruckter Form zum Preis von CHF 10.-- zuzüglich Versandkosten bezogen werden: Schweizerische Bibelgesellschaft, Spitalstrasse 12, 2501 Biel, Tel.: 032 327 20 20, verkauf@die-bibel.ch und Bibelpastorale Arbeitsstelle SKB, Bederstrasse 76, 8002 Zürich, Tel. 044 205 99 60, info@bibelwerk.ch

In diesem Jahr können die Unterlagen erstmals als pdf-Datei im Internet heruntergeladen werden: http://www.bibelwerk.ch/ressourcen/download/20080626103706.pdf

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International

Weltweit 15,7 Millionen Adventisten uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 29.10.2008 / APD

"Zum 30. Juni 2008 gab es weltweit genau 15.780.719 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 203 Ländern", teilte der Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung, Pastor Matthew A. Bediako (Silver Spring, Maryland/USA), mit. Von Juli 2007 bis Juni 2008 habe sich zum fünften Mal hintereinander über eine Million Menschen der Freikirche angeschlossen. Die Mitgliederzahl sei um 2,25 Prozent gestiegen. Bediako forderte die Freikirchenleitungen auf kontinentaler Ebene auf, mit der Überprüfung und Bereinigung der Mitgliederstatistik fortzufahren, um verlässlichere Zahlen zu bekommen. Nach einer solchen Prüfung verringerte sich 2007 die Mitgliederzahl in Südamerika um über 300.000 und im südasiatisch-pazifischen Raum 2005 um 400.000 Personen. Von den 15,7 Millionen Mitgliedern leben etwa 70 Prozent in Lateinamerika und Afrika sowie rund 18 Prozent in Asien. In Nordamerika, wo die Freikirche 1863 entstand, gibt es sieben Prozent der Adventisten und in Europa 2,5 Prozent.

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Rumänischer Staatspräsident bei adventistischen Landsleuten in Spanien uparrowprint druckenemail versenden

Madrid/Spanien, 29.10.2008 / APD

Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu besuchte anlässlich seiner Teilnahme am "Forum Europa 2008" der Föderation der Rumänen in Europa (FADERE) in Alcala de Henares bei Madrid auch orthodoxe, pfingstchristliche und adventistische Kirchengemeinden seiner Landsleute in Spanien. Begleitet von Aussenminister Lazar Comanescu, der rumänischen Botschafterin in Spanien, Maria Ligor, einigen Staatsekretären sowie Mitgliedern des rumänischen und des Europäischen Parlaments nahm er an einem Abendgottesdienst der rumänischen adventistischen Eben-Ezer Gemeinde in Madrid teil. Sie ist eine von 14 rumänischen Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten im Grossraum Madrids. Ihr neues Gotteshaus samt angeschlossener Grundschule haben ihre Mitglieder selbst finanziert.

Basescu wurde von über 2.000 adventistischen Landsleuten willkommen geheissen. In dem Gottesdienst ging es um Glaube und gesellschaftliches Engagement der Freikirche. In seinem Grusswort lobte der Staatspräsident die von den Adventisten vertretenen Werte und ihr soziales Handeln. Er besichtigte auch die Grundschule und betonte, dass er nicht zum ersten Mal eine adventistische Kirchengemeinde besuche.

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Weltweite Gebetswoche der Adventisten im "Zeichen der Hoffnung" uparrowprint druckenemail versenden

Zürich/Berlin/Wien, 29.10.2008 / APD

Unter dem Motto "Zeichen der Hoffnung" findet im Monat November die jährliche, weltweite Gebetswoche der Siebenten-Tags-Adventisten statt, an der sich die über 62.000 Gemeinden der protestantischen Freikirche mit besonderen Gebetsversammlungen beteiligen. Die Durchführungszeiten sind von Land zu Land verschieden. In der Schweiz beginnt die Gebetswoche am 15. November, in Deutschland am 22. November und in Österreich am 28. November.

Die täglichen Lesungen befassen sich diesmal mit der Zusage Jesu, dass er wiederkommen werde. "Die Zeichen der Zeit, die mit der Zunahme von Gewalt zu tun haben, könnten uns unseren inneren Frieden rauben, doch indem wir darüber sprechen, werden sie unsere Gewissheit stärken, dass Gottes Gegenwart und Gnade uns auch inmitten von Gewalt und Angst nicht verlassen", schreibt der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Jan Paulsen, im Vorwort zu den Gebetslesungen. Und er fügt hinzu: "Zeichen, die auf die Unterdrückung der Armen durch die Mächtigen hinweisen, sollten uns dazu motivieren, für die Unterdrückten einzutreten".

Zum Abschlussgottesdienst gehört auch die traditionelle Gabensammlung für die weltweite Mission der Freikirche. Für Kinder gibt es ein eigenes Heft mit Gebetslesungen.

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Eine Bibel auf Weltreise uparrowprint druckenemail versenden

Manila/Philippinen, 29.10.2008 / APD

Anlässlich der Jahrestagung des Generalkonferenz-Ausschusses der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten Mitte Oktober in Manila/Philippinen wurde eine besondere Bibel auf eine zweijährige Reise gesandt. Das in Leder gebundene und 30 mal 45 Zentimeter grosse Werk ist in 66 Sprachen gedruckt, nämlich jedes einzelne Buch der Bibel in einer anderen Sprache. Die Genesis am Anfang der Bibel findet sich in Spanisch und die Offenbarung des Johannes als letztes Buch der Heiligen Schrift in Koreanisch. Die vielsprachige Bibel reist durch alle sechs Kontinente und soll im Sommer 2010 zur Weltsynode der Adventisten in Atlanta (Georgia/USA) eintreffen. Vom Mai bis September 2009 macht sie in verschiedenen Ländern Europas Station.

Ziel der unter dem Motto "Follow the Bible" (Folge der Bibel) stehenden Aktion ist es, die Mitglieder der protestantischen Freikirche an die Wichtigkeit des täglichen Bibelstudiums zu erinnern. "Die Siebenten-Tags-Adventisten müssen wiederentdecken, wie wertvoll das Lesen in diesem Buches ist", sagte der Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung, Pastor Jan Paulsen, vor 12.000 Adventisten in Manila bei der Übergabe der "reisefreudigen" Bibel an den Präsidenten der Freikirche im südasiatisch-pazifischen Raum, Pastor Alberto C. Gulfan. Untersuchungen haben ergeben, dass nur 51 Prozent der weltweit rund 16 Millionen Adventisten ein regelmässiges Bibelstudium betreiben. Auf der Internetseite www.followthebiblesda.com kann die Reise der Heiligen Schrift verfolgt werden.

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Niederlande startet zehntägigen Bibel-Lesemarathon uparrowprint druckenemail versenden

Den Haag/Niederlande, 29.10.2008 / APD

In Amsterdam erfolgte am 24. Oktober der Startschuss für einen zehntägigen Bibel-Lesemarathon quer durch die Niederlande. Viele Kirchengemeinden veranstalten öffentliche Bibellesungen und andere Präsentationen auf Strassen, Märkten, Bibliotheken und Kirchenräumen des Landes. Zum Auftakt dieser Bibel-Aktion lasen im Amsterdam mehr als 400 Menschen auf öffentlichen Plätzen aus der Heiligen Schrift vor.

Der bis Anfang November dauernde Zehn-Tage-Bibellesemarathon, veranstaltet von der Niederländischen Bibelgesellschaft (Nederlands Bijbelgenootschap/NBG) soll das Buch der Bücher auch ausserhalb des religiösen Raums als christliches Erbe und als Quelle von Spiritualität und Weisheit bekanntmachen und zum Bibelstudium anregen. Dazu gehört am 28. Oktober auch ein Bibel-Quiz im niederländischen Fernsehen, bei dem Zuschauer und Prominente ihre Kenntnisse der biblischen Geschichte unter Beweis stellen können.

Die NBG veranstaltet seit einigen Jahren regelmässig Aktionen um der Bibel zu grösserer Popularität der Bibel zu verhelfen.

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Türkische Bibelgesellschaft: "Christentum kein Import aus dem Westen" uparrowprint druckenemail versenden

Frankfurt am Main/Deutschland, 29.10.2008 / APD

"Jedes Jahr werden in der Türkei rund 20.000 vollständige Bibelausgaben und 40.000 Neue Testamente in türkischer Übersetzung verkauft", teilte die Generalsekretärin der Türkischen Bibelgesellschaft (BST), Tamar Karasu, in Frankfurt am Main mit. Die Heilige Schrift dürfe allerdings nur in den beiden Buchläden der Bibelgesellschaft in Istanbul und Adana zum Kauf angeboten werden. Sie sei aber auch in bestimmten Buchhandlungen im Land erhältlich. "Ausserdem ist die Bibelgesellschaft einer der Aussteller auf grossen türkischen Buchmessen." Das Verteilen von kostenlosen Bibeln oder christlicher Literatur auf der Strasse und das Missionieren seien allerdings verboten.

Frau Karasu (35), die aus einer armenischen Familie stammt, ist eine der wenigen Geschäftsführerinnen einer nationalen Bibelgesellschaft. Sie leitet die Türkische Bibelgesellschaft seit fünf Jahren.

Die Anfänge der Bibelgesellschaft gehen in das Jahr 1813 zurück. 1820 wurde in Istanbul das Büro der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft (BFBS) gegründet. Diese BFBS-Aussenstelle führte 1966 zur Gründung der eigenständigen Türkischen Bibelgesellschaft mit Sitz in Istanbul. In der Türkei von heute sieht sich die BST als eine Art "Konsulat der Christenheit" am Bosporus. Die Bibelgesellschaft sei der einzige Ort, an dem man aus erster Hand etwas auf Türkisch über das Christentum erfahren kann, so Karasu.

Die Arbeit der Bibelgesellschaft werde laut Karasu von der Armenischen, Syrischen und Griechischen Orthodoxen Kirche sowie von der römisch-katholischen Kirche und von evangelischen Gemeinschaften getragen. "Alle Kirchen im Land haben mit der 2001 in einer neuen Übersetzung herausgegebenen 'Kutsal Kitap' dieselbe türkische Bibel", betonte die Geschäftsführerin. Auch Muslime würden sich für die Heilige Schrift als literarisches Werk interessieren. Von den 73 Millionen Einwohnern der Türkei seien weniger als 100.000 Christen, wobei die meisten von ihnen orthodoxen Kirchen angehörten. Diese wären nicht in der Lage, die Kosten für die Arbeit der Bibelgesellschaft zu tragen. Ihre Projekte würden deshalb vom Weltbund der Bibelgesellschaft (UBS) finanziell unterstützt. An den fehlenden Mitteln scheitere die Eröffnung weiterer Buchläden in anderen türkischen Städten.

Im Frühjahr 2009 sei die Herausgabe einer Studienbibel geplant, teilte Karasu mit. Auch ein Bibelatlas solle im nächsten Jahr erscheinen. Zu dem von der römisch-katholischen Kirche verkündeten "Paulus-Jahr" 2008/2009 habe die Bibelgesellschaft eine Schrift mit der Apostelgeschichte und den Briefen des Apostel Paulus in türkischer Sprache in einer Auflage von 2.000 Exemplaren herausgegeben. "Wir wollen das ‘Paulus-Jahr’ nutzen, um deutlich zu machen, dass das Christentum kein Import aus dem Westen ist, sondern von dem Gebiet der heutigen Türkei in den Westen exportiert wurde", hob Karasu hervor.

Die Ermordung von drei christlichen Mitarbeitern eines Buch- und Bibelverlages in der osttürkischen Stadt Malatya im April 2007 sei laut Tamar Karasu auch unter den Christen in der Türkei ein Schock gewesen. Der Vorfall habe jedoch keine konkreten Auswirkungen auf die Arbeit der Türkischen Bibelgesellschaft gehabt. Bei einer Buchmesse in dieser Zeit sei der Stand der Bibelgesellschaft unter Polizeischutz gestellt worden. Dass sich die Lage für die Christen in der Türkei etwas entspannt habe, führt die Generalsekretärin auf die Beitrittsverhandlungen des türkischen Staates mit der Europäischen Union zurück.

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Gemeinsame Stellungnahme der Protestanten Europas zur Sterbehilfe geplant uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 29.10.2008 / APD

Mit der Frage, ob es eine gemeinsame grundsätzliche Auffassung der Protestanten in Europa zur Sterbehilfe gibt, beschäftigte sich der "Fachkreis Ethik" der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) zusammen mit einer Reihe weiterer Experten aus verschiedenen evangelischen Kirchen des Kontinents in Wien.
Ziel des Konsultationsprozesses des GEKE-"Fachkreises Ethik" ist die Vorbereitung einer gemeinsamen Stellungnahme der evangelischen Kirchen in Europa zu Fragen der Sterbebegleitung und der Sterbehilfe. Im Vorfeld der Wiener Tagung wurden dazu bereits vorhandene nationale Stellungnahmen von GEKE-Mitgliedskirchen ausgewertet.

"Die Positionen der Kirchen gründen auf denselben christlichen Werten und Überzeugungen, sie kommen aber in Einzelfragen zu unterschiedlichen Ergebnissen", so Dr. Dieter Heidtmann, Koordinator des Ethik-Fachkreises. Dies sei nicht zuletzt durch die unterschiedlichen sozialen und rechtlichen Kontexte zu erklären, in denen sich die Kirchen befänden. "Die Stärke der protestantischen Kirchen in Europa ist jedoch, dass sie sich intensiv mit der Spannung zwischen der Autonomie des Einzelnen, dem Lebensschutz und der Begleitung der Leidenden auseinander setzen", so Heidtmann weiter.

Neben dem Vorhaben, gemeinsame europäische kirchliche Leitlinien zu definieren, möchte die GEKE mit dem Sterbehilfe-Dokument auch den Dialog zwischen den 105 Mitgliedskirchen und eine Diskussion mit der allgemeinen Öffentlichkeit anstossen. Die gemeinsame Stellungnahme der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa zur Sterbehilfe soll dem GEKE-Rat auf seiner nächsten Sitzung im Januar 2009 in der norwegischen Hauptstadt Oslo vorgelegt werden.

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US-Bundesgericht schützt Sabbatruhe für Gefängnisinsassen uparrowprint druckenemail versenden

Nashville, Arkansas/USA, 29.10.2008 / APD

Jüdische Häftlinge in den USA dürfen laut Richterspruch den Sabbat als Ruhetag sowie ihre religiösen Bräuche auch hinter Gittern ausüben. Das entschied der 8. US-Berufungsgerichtshof in St. Louis. Er widersprach damit dem Urteil eines Richters im Bundesstaat Arkansas, der es für rechtens befunden hatte, dass ein Häftling wegen dem Beharren auf Ausübung seines jüdischen Glaubens in der Howard County-Haftanstalt bestraft wurde.

Der Häftling Levester Gillard hatte sich als Mitglied der jüdischen Gemeinschaft "New Testament House of Prayer" geweigert, am Sabbat seine Zelle zu reinigen. Dies betrachtete der erste Richter aber nicht als Beeinträchtigung religiöser Rechte. Das Berufungsgericht forderte dagegen, dem Häftling entgegenzukommen. Gillard hatte 2004 geklagt, dass es ihm unmöglich sei, seine Religion ohne Strafe auszuüben. Er gab an, mehr als 20 Mal für die Einhaltung des Sabbats als Ruhetag bestraft worden zu sein. Die Gefängnisordnung verlangt von allen Insassen, jeden Samstag ihre Zelle zu wischen und den Mülleimer zu leeren. Zur Strafe wurden dem Häftling Telefon und Fernsehen gesperrt.

Der Sabbat (hebräisch Schabbat oder jiddisch Schabbes; wörtlich "Ruhepause") ist nach dem Schöpfungsbericht der Bibel der siebente Wochentag, der von Gott gesegnet ist (Genesis 2,2f.). Er wird von den Juden als Feiertag begangen, ist allerdings auch bei einigen christlichen Kirchen, wie der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der Tag der Ruhe. Die Sabbatruhe beginnt aufgrund biblischer Aussagen in der religiösen Praxis am Freitagabend und endet am Samstagabend.

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Besorgniserregende Ausschreitungen gegen Christen in Indien uparrowprint druckenemail versenden

Hannover, Hyderabad/Indien, 29.10.2008 / APD

Martin Schindehütte, Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), äusserte sich nach einem Gespräch mit Pran R. Parichha, dem Präsidenten des Indischen Nationalen Christenrates (AICC), besorgt darüber, dass es in Indien in letzter Zeit vermehrt zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Christen gekommen sei. Besonders beunruhigend wären die jüngsten Vorkommnisse im Nordosten Indiens.

Die Mehrheit der Christen im indischen Gliedstaat Orissa besteht aus benachteiligten Ureinwohnern (Adivasi) und Angehörigen der untersten Kasten. Bei zahlreichen Übergriffen in verschiedenen Distrikten des nordöstlichen Bundesstaates seien christliche Schulen, Kirchen, Wohnhäuser und Hütten zerstört worden. Extremisten hätten evangelische und katholische Geistliche auf offener Strasse verprügelt. Es habe etliche Todesfälle gegeben, berichteten unter anderem das Nordelbische Missionszentrum in Hamburg und das Missionswerk "Inter Mission".

Von der aktuellen Situation in Indien liess sich Bischof Schindehütte im Kirchenamt der EKD in Hannover von Pran R. Parichha, dem Präsidenten des Gesamtindischen Christenrates, in Kenntnis setzen. Dieser wies in dem Gespräch auf die Notwendigkeit hin, eine grössere internationale Öffentlichkeit auf die prekäre Lage der Christen in Orissa aufmerksam zu machen. Er erhoffe sich davon auch, dass die indische Zentralregierung entschlossener gegen die antichristlichen Unruhen vorgehe und dem Grundrecht auf freie Religionsausübung zur Geltung verhelfe.

Nach Angaben indischer Agenturen sollen in den Unruheprovinzen über 60.000 Christen in die Wälder oder Auffanglager geflüchtet sein. Extremisten hätten mehr als 4.000 Privathäuser von Angehörigen der christlichen Minderheit geplündert und zerstört. Wie der Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Osten Indiens, Pastor Choudampalli John (Hyderabad), berichtete, seien während der Christenverfolgung seit August allein im Bundesstaat Orissa mindestens 27 adventistische Christen, darunter auch der Pastor der Adventgemeinde in Bakingia, M. Samuel Naik, getötet und 36 adventistische Kirchengebäude zerstört worden.

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Reformationstag erstmals Feiertag in Chile uparrowprint druckenemail versenden

Santiago de Chile, Mannheim, 29.10.2008 / APD

Zum ersten Mal begehen in diesem Jahr die evangelischen Christen in Chile den Reformationstag am 31. Oktober als staatlich anerkannten "Nationalen Feiertag der evangelischen Kirchen und Protestanten".

Der neue, in Lateinamerika einzigartige Feiertag ist durch ein Dekret des damaligen chilenischen Präsidenten Ricardo Lagos Escobar am 28. Dezember 2005 eingeführt und von der jetzigen Staatspräsidentin Michelle Bachelet Jeria am 10. Oktober 2008 durch ein entsprechendes Gesetz in Kraft gesetzt worden. Kirchenvertreter sprachen von einem Ende der Diskriminierung im öffentlichen Leben des Landes. Mit dem 31. Oktober als Feiertag werde die stetig wachsende soziale und religiöse Rolle der evangelischen Kirchen anerkannt.

Wie Pastor Dr. Ricardo Abos-Padilla (Mannheim), Mitarbeiter des Instituts für kulturrelevante Kommunikation und Wertebildung des Süddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, mitteilte, habe er bereits am 31. Oktober 1977 in der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Concepcion/Chile einen Vortrag über die Ursachen der Reformation und deren Auswirkungen gehalten. Als Professor für Neuere Geschichte der dortigen Universität sei es ihm dabei um die vier "Säulen der Reformation" (allein Christus, allein aus Gnade, allein aus Glauben, allein die Heilige Schrift) gegangen und um die Notwendigkeit, den Glauben ständig durch diese Massstäbe zu überprüfen. Deshalb habe er betont, dass die Reformation immer noch aktuell sei.

Unter den 140 Zuhörern wären auch Pastoren von anderen evangelischen Kirchen und aus Pfingstgemeinden gewesen sowie ein Weihbischof der römisch-katholischen Kirche. Einige Wochen später hätten ihn Vertreter verschiedener Kirchen zu einem Gespräch gebeten. Schon damals sei darüber geklagt worden, dass es in Chile keinen Feiertag gebe, der die Identität von Nicht-Katholiken bezeuge. Der Vortrag habe sie auf die Idee gebracht, dass der Reformationstag den Evangelischen, Evangelikalen und Pfingstchristen wenigsten staatsrechtlich eine Anerkennung verschaffen könnte. So sei Abos-Padilla als Historiker gebeten worden, ein Jahr später, am 31. Oktober 1978, in einem Stadion von Concepcion vor 4.000 Personen erneut über die Reformation zu sprechen. Später hätten ihn verschiedene Kirchen zu ähnlichen Vorträgen eingeladen.

Ricardo Abos-Padilla arbeitet seit Mitte der 1980er Jahre als Pastor in Deutschland und der Schweiz. Er freue sich, dass sich die damals diskutierte Idee nach fast 30 Jahren in Chile durchgesetzt habe. Es sei ihm aber nicht nur um das Feiern eines bestimmten Tages, sondern auch um das Hervorheben der Ideale der Reformation gegangen.

Von den 16,4 Millionen Einwohnern Chiles sind 72 Prozent römisch-katholisch und 13 Prozent Protestanten. Ausserdem gibt es Minderheiten von Bahai, Juden und Anhängern einheimischer Religionen.

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Freikirchen in Deutschland wollen ihr Profil in der Öffentlichkeit schärfen uparrowprint druckenemail versenden

Kassel/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die "Vereinigung Evangelischer Freikirchen" (VEF) will ein in der Öffentlichkeit deutlicher wahrnehmbares Profil entwickeln, beschloss deren Vorstand während seiner Sitzung in Kassel. Freikirchen würden zum Glauben an Jesus Christus einladen, betonten die persönliche Christusbeziehung und gründeten Gemeinden. Zum glaubwürdigen Christsein gehöre aber auch die helfende Tat in gemeindenaher Diakonie, das Eintreten für Minderheiten und das internationale Engagement für Not leidende und verfolgte Christen.

Die VEF sehe sich als Vertretung freikirchlicher Interessen auf zwischenkirchlicher und politischer Ebene und in der Öffentlichkeit. Diese Aktivitäten sollten in Zukunft weiter entwickelt und auch in den Mitgliedskirchen umgesetzt werden. Zugleich betonte der Vorstand die reformatorischen Wurzeln der Freikirchen und unterstrich, dass die Vereinigung sich als evangelisch verstehe. Das gehöre mit zum Profil, das sie mit vielen anderen Christen und Kirchen teile.

Der Vorstand beschloss ferner den Start einer Initiative für in Deutschland zum Glauben an Jesus Christus gekommene Iraner, denen die Abschiebung in den Iran drohe. In Asylverfahren werde ihnen teilweise unterstellt, dass sie nur deswegen Christen geworden seien, um Asyl zu erhalten. Sie bekämen den Rat, sich nicht öffentlich zum christlichen Glauben zu bekennen, dann könnten sie auch im Iran sicher leben. In Gesprächen mit Politikern solle auf diese problematische Argumentationsweise hingewiesen werden, die übliche Menschenrechtsstandards nicht berücksichtige.

In ähnlicher Weise hatte sich die VEF in jüngster Zeit für Irak-Flüchtlinge eingesetzt, die wegen ihres christlichen Glaubens ihre Heimat verlassen mussten und in Flüchtlingslagern in Nachbarländern des Iraks Zuflucht fanden. Ihnen solle ermöglicht werden, in EU-Ländern Aufnahme zu finden, um das Flüchtlingselend zu lindern und die Nachbarländer des Iraks zu entlasten. Viele Kirchengemeinden seien bereit, ausländische Christen und Gemeindegruppen zu integrieren. Diese Gemeinden belebten die deutsche Freikirchenlandschaft und würden als Bereicherung empfunden. Der VEF-Vorstand sehe es als eine wichtige Aufgabe der Freikirchen an, die kulturelle Vielfalt in den Gemeinden zu leben und die Integration zu fördern.

Zur Vereinigung Evangelischer Freikirchen zählen in Deutschland 14 Mitglieds- und Gastkirchen, die insgesamt 260.000 Mitglieder vertreten.

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Weltbischofssynode 2008

Papst erwartet von Synode Erneuerung der Universalkirche und aller Christen uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 29.10.2008 / APD

Benedikt XVI. erwartet sich von der XII. Weltbischofssynode zum Thema Bibel eine Erneuerung der Universalkirche und aller Christen. Zu Beginn des neuen Jahrtausends sei es vorrangige Aufgabe der Kirche, dem Wort Gottes durch eine Neuevangelisierung wirksam Geltung zu verschaffen, sagte der Papst in seiner Predigt im römischen Petersdom zum Abschluss der Synode. Das gehörte Wort Gottes müsse "in Gesten der Nächstenliebe umgesetzt werden; denn nur so wird das Evangelium angesichts der menschlichen Schwäche glaubwürdig".

Dem Appell für eine neue Bibel-Offensive fügte Benedikt XVI. auch eine Absage an jeden Fundamentalismus bei. Denn dieses Wort sei nicht nur Fundament der Kirche, sondern bestimme auch das Verhalten der Gläubigen zu ihren Mitmenschen: für eine gerechte, friedliche und solidarische Welt. Zudem bilde die Bibel als "Codex der Weltkultur" die Grundlage für den kirchlichen Dialog mit der Welt und ihren Kulturen, Religionen und Weltanschauungen.

Wie es im Abschlussbericht der Katholischen Presseagentur KIPA heisst, trugen 253 Bischöfe aus aller Welt und 100 weitere Experten, Beobachter und Gäste während drei Wochen alles zusammen, was die katholische Kirche an der Bibel beschäftigt. Von Anfang an sei deutlich gewesen, dass das Christentum keine Buchreligion und die Heilige Schrift kein starrer Buchstabe sei, sondern der menschgewordene Christus. Das unterscheide das Christentum von Islam und Judentum. Wobei das gemeinsame Alten Testaments den Dialog mit dem Judentum zur Pflicht und zur "Natur" der Kirche mache. Auch mit den Muslimen empfehle sich der Dialog, aber in Gegenseitigkeit und mit Blick auf Lebensschutz, Menschenrechte und Frauenwürde.

In 55 Abschlussthesen, den "Propositiones", haben die Synodalen das Ergebnis ihrer Beratungen zusammengefasst. Der Original-Text (auf Latein) wurde dem Papst übergeben. Für die Nacharbeit der Bischofssynode wurde ein aus 15 Mitgliedern bestehender Bischofsrat bestimmt. Zu seinen Aufgaben gehört vor allem die Unterstützung des Papstes bei der Abfassung des nachsynodalen Schreibens, mit dem die Ergebnisse des dreiwöchigen Bischofstreffens zusammengefasst werden. Anders jedoch als bei früheren Synoden wurden die Thesen diesmal veröffentlicht.

Papst Benedikt XVI. nahm als konzentrierter, aufmerksamer Zuhörer regelmässig an den Synodensitzungen teil und meldete sich gelegentlich zu Wort. Gleich zweimal brach er dabei eine Lanze für die historisch-kritische Bibel-Exegese, die der Mehrheit der Synodalen suspekt schien. Zwar wird diese wissenschaftliche Methode in den Propositiones bestätigt. Dennoch griff Benedikt XVI. das strittige Thema nochmals in seiner Schlussrede auf. "Die Heilige Schrift ist das Wort Gottes - in menschlichen Worten", stellte er klar. Daher muss die Schriftlesung der historischen Dimension Rechnung tragen. Und die Bibel muss "in ihrer Einheit, in der Tradition der Kirche und im Licht des Glaubens" gelesen werden.

Die Propositiones setzen sich ferner mit der Bedeutung der Heiligen Schrift in der Liturgie, für Versöhnung, Umkehr und Zeugnis gegenüber den Armen auseinander. Die Synodalen forderten mehr Bibelübersetzungen und eine bessere Ausbildung für Prediger und Verkünder in der katholischen Kirche. Dass dabei die Öffnung des Lektorendienstes auch für Frauen gefordert wurde, sorgte für eine gewisse Überraschung. Diese verbreitete Praxis sei noch nicht offiziell bestätigt, wussten Experten. Weiter folgten Empfehlungen zum Verhältnis von Bibel und Kultur, Krankenpastoral, Familie, Medien, gegen das weitere Vordringen von Sekten.

Die klassischen Reizthemen der katholischen Kirche wie Zölibat, Priesterweihe der Frau oder Kommunionempfang für abtreibungsbereite Politiker kamen auf der Synode nicht zur Sprache. Die Bischofsversammlung suchte auch nach neuen Wegen. Erstmals sprachen ein nicht-katholisches Kirchenoberhaupt, der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., und ein Rabbiner, Shear-Yashuv Cohen. Ferner gab es für die Synodalen ein Konzert zum Paulus-Jahr, einen Film zum Wahltag von Johannes Paul II. und eine Gedenkmesse für Pius XII. Dadurch wurde die Arbeitszeit für die Arbeitsgruppen knapp. Beim abschliessenden Mittagessen äusserte Benedikt XVI. daher Mitgefühl mit den Synodalen, die teilweise um ihre verdiente Abend- und Sonntagsruhe gebracht wurden.

Für die nächste Weltbischofssynode sind bisher weder Termin noch Thema bekannt. Zuvor findet im Oktober 2009 jedoch eine zweite Afrika-Synode statt. Zu deren Vorbereitung reist Benedikt XVI. im kommenden März erstmals auf den Schwarzen Kontinent, nach Kamerun und Angola.

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Ökumene

Moskauer Patriarchat sistiert Mitgliedschaft in der Konferenz Europäischer Kirchen uparrowprint druckenemail versenden

Genf/Schweiz, 29.10.2008 / APD

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), mit Sitz in Genf, bedauert den Entscheid des Moskauer Patriarchats vom 11. Oktober, die Mitgliedschaft der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Gemeinschaft von 126 orthodoxen, protestantischen und alt-katholischen Kirchen Europas ruhen zu lassen. Der Zentralausschuss dieses kirchlichen Dachverbandes tagte vom 6. bis 11. Oktober in Paralimni auf Zypern.

Während dieser KEK-Zentralausschuss-Sitzung teilte der Vertreter des Moskauer Patriarchats und stellvertretende Leiter des Aussenamtes, Erzpriester Vsevolod Chaplin, dem KEK-Gremium mit, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche (ROK) ihre Mitarbeit in der Konferenz Europäischer Kirchen einstelle und die Mitgliedschaft ruhen lasse. Anlass für diese Entscheidung sei die Unfähigkeit des Zentralausschusses gewesen, einer Entschliessung zuzustimmen, welche die Aufnahme der Estnischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats zum Ziel gehabt hätte.

In Estland gibt es zwei orthodoxe Kirchen: die Orthodoxe Kirche von Estland, die seit 1996 unter der Jurisdiktion des Patriarchats von Konstantinopel steht, und die Estnische Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats. Im Jahre 2007 hatte der Zentralausschuss der KEK, die Orthodoxe Kirche von Estland als Teil einer Resolution als Mitglied aufgenommen, die eine spätere Entscheidung einer Mitgliedschaft der Estnischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Aussicht stellte.

Der Präsident der KEK, Pfarrer Jean-Arnold de Clermont, bedauerte die Entscheidung der Russisch-Orthodoxen Kirche. In einer ersten Stellungnahme betonte de Clermont: "Die Konferenz Europäischer Kirchen bedauert zutiefst die Entscheidung des Moskauer Patriarchats, ihre Teilnahme am Leben und Wirken der KEK ruhen zu lassen. Diese Entscheidung widerspiegelt in keiner Weise die Arbeit, die der Zentralauschuss während seiner Tagung auf Zypern leistete. Der Zentralausschuss hat klar den Wunsch zum Ausdruck gebracht, die ökumenische Zusammenarbeit in Estland und die Annäherung der beiden orthodoxen Kirchen zu fördern, die ja bereits Mitglied im Estnischen Kirchenrat (Estonian Council of Churches) sind. Allerdings war es dem KEK-Ausschuss nicht möglich weiter zu gehen, als die Entwicklung der Verhandlungen zwischen den beiden Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau zu beobachten." Weitere Beschlüsse der KEK könne es erst geben, so der KEK-Präsident, wenn für alle Beteiligten eine annehmbare Lösung erreicht worden sei.

Das Präsidium der KEK hofft, auf ihrer nächsten Tagung im Februar 2009 vom weiteren Fortschritt in dieser innerorthodoxen Angelegenheit zu erfahren, um einer Lösung näher kommen zu können, die auch vom Moskauer Patriarchat mitgetragen werden könne.

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ACK Deutschland berät über Verhältnis zum Judentum und den Pfingstkirchen uparrowprint druckenemail versenden

Fulda/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat während ihrer Mitgliederversammlung vom 22. bis 23. Oktober in Fulda über das Thema "Die Gemeinschaft mit dem Judentum vertiefen" beraten. Sie lädt die Kirchen in Deutschland ein, gemeinsam der Novemberpogrome des Jahres1938 zu gedenken. Auch nach 70 Jahren sähen sich die Kirchen in Deutschland in der besonderen Verantwortung, sich gemeinsam gegen Antisemitismus und für Religionsfreiheit einzusetzen. In einer offen geführten Diskussion hätten die kirchlichen Vertreter die grosse Nähe zur jüdischen Tradition hervorgehoben. Kontroverse theologische Fragen sollten künftig verstärkt bearbeitet werden. Das gelte insbesondere für die Bezeichnung "Volk Gottes" für Israel und die Kirche.

Professor Dr. Erich Geldbach (Marburg) führte in das zweite Schwerpunktthema "Pfingstkirchen in Deutschland" ein. Die ACK plane, die Zusammenarbeit mit den Pfingstkirchen in den kommenden Jahren zu verstärken. Anlass sei unter anderem, dass der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) den Antrag auf Gastmitgliedschaft in der ACK stellen werde.

Zum Nachfolger des römisch-katholischen Bischofs Gerhard Ludwig Müller (Regensburg) wählte die Mitgliederversammlung Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) zum stellvertretenden Vorsitzenden der ACK. Die Mitgliederversammlung beschloss eine zweite Phase des interreligiösen Projektes "Weisst du, wer ich bin?", die noch in diesem Jahr beginnen solle. Das Projekt werde wie bisher von der ACK zusammen mit dem Zentralrat der Juden und muslimischen Verbänden getragen.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland besteht aus 16 Mitglieds- und vier Gastmitgliedskirchen sowie vier Organisationen als Beobachter. Zu ihr gehören neben der römisch-katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche in Deutschland orthodoxe und orientalisch-orthodoxe Kirchen, Freikirchen sowie die alt-katholische und die anglikanische Kirche.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

ADRA mit neuem Freiwilligendienst "weltwärts" uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt entsendet seit 1997 junge Menschen in soziale Projekte im Ausland. Damals erhielt ADRA vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Trägerschaft für den "Anderen Dienst im Ausland" (ADiA) und kann seitdem jungen Männern die Möglichkeit bieten, ihren Zivildienst in einem der ADRA-Projekte zu absolvieren.

Seit 2000 sendet ADRA Deutschland hauptsächlich junge Frauen, aber auch Männer, die keinen Zivildienst ableisten mussten, in ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), einen sogenannten ungeregelten Auslandsdienst, da eine staatliche Anerkennung nicht möglich war. Hinzu kam noch ein medizinischer Freiwilligendienst als sogenannter FAH (Freiwilliger Adventistischer Hilfsdienst). 39 Prozent der über 100 Freiwilligen haben bisher einen ADiA, 53 Prozent ein FSJ und acht Prozent einen FAH absolviert. Ihre Einsatzländer waren Argentinien, Bolivien, Brasilien, Honduras, Indien, Jemen, Kambodscha, Kirgisien, Mexiko, Moldawien, Nepal, Nicaragua, Rumänien und Tansania.

Im letzten Jahr hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine neue Initiative gestartet, bei der ADRA in der Konzeptfindung mitarbeitete. Im Juli 2008 wurde ADRA Deutschland offiziell anerkannte Entsendeorganisation für den neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts". Seitdem kann das Hilfswerk Freiwilligen durch diesen offiziell anerkannten Entsendemodus in andere Länder schicken. Zur Zeit befinden sich 16 junge Leute über den ADRA-Freiwilligendienst "weltwärts" in Bolivien, Honduras, Mexiko, Tansania, Moldawien und Kirgisien.

Neben den Auslandsdiensten gibt es auch die Möglichkeit, den Zivildienst bei ADRA in Deutschland ebenso wie ein anerkanntes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. ADRA Deutschland bietet drei Stellen für den Zivildienst (neun Monate) und zwei für das FSJ (zwölf Monate) in Weiterstadt an. Informationen zum ADRA-Freiwilligendienst im In- und Ausland sind im Internet unter http://live.adra.de zu finden.

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Lebensmittel für eine Million Menschen zum Welthungertag uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 29.10.2008 / APD

In Zusammenarbeit mit Behörden und örtlichen Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA zum Welthungertag der Vereinten Nationen (16. Oktober) in Mittelamerika an fast eine Million Bedürftige Lebensmittelpakete verteilt. In der kolumbianischen Stadt Bucaramanga boten die Helfer ausser Nahrungsmitteln auch Haarschnitte, medizinische Zuwendung und die Möglichkeit zum Duschen an.

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Religion + Staat

Deutschland: Gottesdienstschilder jetzt für alle Religionsgemeinschaften uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Richtlinien für das Aufstellen von Hinweisschildern auf Gottesdienste an Ortseingängen aus dem Jahr 1960 durch eine neue Verordnung ersetzt. Wie das Ministerium der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) mitteilte, beschränken die neuen Richtlinien Hinweisschilder nicht mehr auf religiöse Veranstaltungen der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche. Vielmehr seien künftig Anträge aller Kirchen und sonstigen Religionsgemeinschaften zulässig. So könnten beispielsweise auch jüdische und islamische Religionsgemeinschaften Gottesdienstschilder an Ortseingängen aufstellen lassen. Voraussetzung sei allerdings, dass die Antragsteller "nicht bekanntermassen oder erkennbar verfassungsfeindliche Ziele vertreten".

Um den Eindruck einer Werbung für eine bestimmte Glaubens- und Weltanschauungsrichtung zu vermeiden, sollen die Hinweisschilder nur die Bezeichnung der jeweiligen Religionsgemeinschaft und den Zeitpunkt der religiösen Veranstaltung angeben. Die Grösse des Schildes ist mit 75 mal 75 Zentimeter vorgeschrieben. Ausserdem ist ein Zusatzschild mit dem Namen der Religionsgemeinschaft oder des Gebäudes der regelmässigen religiösen Veranstaltung erlaubt. Um eine unüberschaubare Häufung von Hinweisschildern zu vermeiden, sollten die Behörden auf Sammelhinweisschilder hinwirken. Für die Pflege des Schildes sei die betreffende Religionsgemeinschaft verantwortlich, nicht die Strassenbaubehörde. Da das Ministerium nur für Bundesstrassen zuständig ist, bittet es, die neue Regelung auch für andere Strassen anzuwenden. Aus Sicherheitsgründen dürfen Gottesdienstschilder nur noch an Ortseingängen, nicht aber auf freier Strecke aufgestellt werden.

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Medien

"Link2Life": Satellitenevangelisation für Jugendliche uparrowprint druckenemail versenden

Alsbach-Hähnlein/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten führt vom 24. Oktober bis 22. November an acht Abenden, jeweils Freitag und Samstag, die Satellitenevangelisation "Link2Life" speziell für Jugendliche unter 20 Jahren durch. Die Ansprachen von Pastor Miodrag Jovanovic (30), Jugendseelsorger in München, werden vom Medienzentrum "Stimme der Hoffnung" in Alsbach-Hähnlein per Satellit in 150 Orte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gesendet. Die einzelnen Themen leiten sich von Jesusworten aus dem Johannesevangelium ab und schlagen Brücken in die Lebenswelt der Jugendlichen: "Folge mir" (24.10.), "In meinem Namen" (25.10.), "Wieso schlägst du mich?" (31.10.), "Ihr seid meine Freunde" (1.11.), "Ihr sollt leben" (14.11), " "Das ist dein Sohn" (15.11.), "Das Wort im Sand" (21.11.) und "Vertrau mir" (22.11.).

Bei der Thematik gehe es laut Jovanovic um das Motto "in motion – Jesus im Leben". "Selbst wenn Politiker, Manager oder Kirchen versagen, Jesus kann man vertrauen, denn er hält, was er verspricht." Zum Rahmenprogramm gehören Musikbeiträge verschiedener Bands und Solisten, Sketche und Interviews mit Jugendlichen, die ihr Leben beschreiben. Bereits im Herbst 2002 und 2004 gab es "Link2Life"-Evangelisationen der Freikirche per Satellit. Die Vorträge wurden damals aus Berlin und Darmstadt in knapp 200 Orte Deutschlands sowie der Schweiz übertragen und jeden Abend von durchschnittlich 5.700 Jugendlichen besucht.

Miodrag Jovanovic, 1978 in Berlin geboren und bis 1988 in Jugoslawien aufgewachsen, ist verheiratet und hat eine wenige Monate alte Tochter. Er wohnt in der Nähe von München. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählen Fussball, Reisen und Zeitunglesen. Zum Vorbereitungsprogramm auf die Satellitenserie gehörte für ihn auch das Marathonlauf-Training. Warum er diese Strapazen auf sich nimmt, wird er während der Jugendabende erläutern.

Weitere Informationen zur Satellitenevangelisation und die Veranstaltungsorte sind im Internet unter www.link2life.eu zu finden.

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Neuer Präsident für evangelikales Radiowerk "Trans World Radio" uparrowprint druckenemail versenden

Cary, North Carolina/USA, 29.10.2008 / APD

Der Amerikaner Lauren Libby übernimmt ab 1. Dezember die Leitung der weltweit grössten evangelikalen Radiomission, Trans World Radio (TWR). Der TWR-Vorstand hat ihn nach sechsmonatiger Suche in diese Aufgabe berufen. Am 30. April war der bisherige Präsident, der 63-jährige Brite David G. Tucker, zurück getreten. Im Juni 2002 hatte Tucker als erster Europäer in der über 50-jährigen Geschichte des Radiowerkes das Amt als Präsident von Thomas J. Lowell übernommen, der damals 67-jährig in den Ruhestand trat.

In der Übergangsphase war der Internationale Direktor für Europa, die GUS und den Mittleren Osten, Werner Krömer (Wien), für die Gesamtleitung des Werkes verantwortlich. Libby ist derzeit Vizepräsident des Missionswerks "Die Navigatoren", mit Sitz in Colorado Springs im US-Bundessstaat Colorado. Der 58-Jährige gehört auch dem Vorstand der amerikanischen Rundfunkvereinigung "National Religions Broadcasters" (NRB) an.

Trans World Radio (TWR) sendet nach eigenen Angaben christliche Radioprogramme in mehr als 225 Sprachen, die über mehr als 2.800 Programmplätze und Sender über Kurz- und Mittelwelle, per Satellit, im Internet und über lokale Radiostationen in mehr als 160 Länder ausgestrahlt werden. Etwa 1.000 Mitarbeiter sind bei TWR und dessen Partnern in über 70 Ländern tätig.

Partner von TWR in der Schweiz ist ERF Medien (Evangelium in Radio und Fernsehen) mit 36 Mitarbeitenden. ERF Medien, mit Sitz in Pfäffikon ZH, bedienen verschiedene schweizerische und internationale Radio- und Fernsehsender und betreiben das Kabelradio "Life Channel", mit einem Radiovollprogramm im Deutschschweizer Kabelnetz, über das Internet und über Bluewin TV sowie über den Satelliten ASTRA zu empfangen.

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Vier Jahre deutsche christliche Fernsehsendungen auf dem „Hope Channel“ uparrowprint druckenemail versenden

Alsbach-Hähnlein/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Als erster christlicher Radiosender in Deutschland strahlte die "Stimme der Hoffnung" der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am 1. Oktober 2004 ihre erste Fernsehsendung über den "Hope Channel" beim Satelliten Eutelsat/Hotbird aus. Damals begann die "Stimme der Hoffnung" damit, jeden Freitag-Abend um 19 Uhr eine Stunde zu senden. Vier Jahre später wurden zehn Stunden wöchentlich daraus: jeden Tag von 19 bis 20 Uhr und zusätzlich jeden Dienstag-, Samstag- und Sonntag-Vormittag in der Zeit von 10 bis 11 Uhr.

Begonnen hat alles im Jahr 2004 in einer Werkstatt der "Stimme der Hoffnung", die sich in einer Hinterhofgarage in Darmstadt befand. Später wurde die Produktion aus Platzgründen in das Schwimmbad eines für den Abbruch freigegebenen Hauses und anschliessend in eine Lagerhalle verlegt. Heute verfügt das neue europäische Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt über mehrere Fernseh- und Radiostudios.

"Trotz anfänglich grosser Bedenken von vielen Seiten, zusätzlich mit der Produktion von Fernsehsendungen zu beginnen und den damaligen erschwerten Voraussetzungen, hätte niemand die heutige Entwicklung voraussehen können", so Gabi Pratz, Chefredakteurin von "Hope Channel TV" Deutschland. "Jetzt stehen wir vor dem Start eines zweiten deutschen Fernsehsenders beim Satelliten ASTRA, über den künftig christliche Sendungen rund um die Uhr ausgestrahlt werden sollen."

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Bildung

Hochschule Friedensau verleiht 54 Absolventen akademische Grade uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg hat 54 Ab¬solventen graduiert. Den Kandidaten, die im akademischen Jahr 2007/2008 erfolgreich die Abschlussprüfungen ihrer Studiengänge abgelegt hatten, wurden die akademischen Grade Bachelor of Arts in Theology, Master of Arts in Theology, Diplom-Theologe, Bachelor of Arts in Social Work, Master of Arts in Counseling, Master of Arts in International Social Sciences, Master of Arts in Social Work, Magister Artium der Internationalen Sozialwissenschaften, Magister Artium der Verhaltenswissenschaften und Diplom-Sozialarbeiter/Diplom-Sozialpädagoge verliehen.

Auf die Absolventen aus Deutschland, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Moldawien, Kirgistan, Südkorea, Tansania, Chile und Peru warten berufliche Herausforderungen in mehreren Ländern. So wird Nils Dreiling, der einen Mastergrad in Theologie erwarb, Pastoralpraktikant in Bonn. In seiner fachübergreifenden Abschlussarbeit befasste er sich mit psychosozialen Belastungen bei Pastoren. Dazu untersuchte Dreiling, welche Risiken beispielsweise zum Burnout von Geistlichen führen und wie diesen Belastungen vorgebeugt werden könnte. Dabei berücksichtigte er insbesondere die persönliche Religiosität von Pastoren, wobei er mit einer Forschungsgruppe mehrere hundert Theologen befragte.

Sein Kommilitone Rafael Babashalin, der zum Master of Arts in International Social Sciences graduierte, befasste sich im Fachgebiet Entwicklungszusammenarbeit mit der Nahrungsmittelsicherung in Entwicklungsländern. Seinen Schwerpunkt legte der aus Kirgistan stammende Absolvent auf die Möglichkeiten, traditionelle Methoden der Nahrungsmittelverarbeitung in die Projekte von Hilfswerken einzubeziehen, und beschrieb dafür konkrete Möglichkeiten. Aufgrund seiner Qualifikation wird Babashalin die Stelle eines Projektmanagers für osteuropäische Länder bei einer österreichischen Hilfsorganisation antreten.

In der Festansprache zur akademischen Graduierung forderte Professor Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz in Wernigerode und Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, dass sich Hochschulen nicht allein an den Bedürfnissen des Marktes orientieren sollten. Aus rein ökonomischer Sicht weniger gefragte Studienfächer seien dennoch für die Sozialstrukturen und die Kultur der Gesellschaft wichtig. Hinsichtlich des verstärkten Fachkräftebedarfs in der Wirtschaft plädierte Willingmann, den bestehenden Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungschancen zu durchbrechen. Die Hochschulen sollten sich deshalb auch für Bildungsinteressierte öffnen, die noch keine Hochschulreife haben, und die berufsbegleitende Weiterbildung fördern.

Als Vertreter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten rief Pastor Johannes Naether (Hannover), Vorsteher in Bremen und Niedersachsen, die Absolventen auf, in ihren Tätigkeitsfeldern fachliche Professionalität mit Mitmenschlichkeit und Anteilnahme zu verbinden. Ausdrücklich dankte er den konfessionslosen Absolventen, dass sie an einer kirchlichen Hochschule studiert haben. Ihre Offenheit und ihr kritisches Rückfragen sei eine Bereicherung. Naether ermutigte sie, die Sensibilität für den Glaubenshintergrund anderer Menschen zu bewahren.

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau umfasst die beiden Fachbereiche Sozialwesen und Theologie mit insgesamt 132 Studierenden. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenreaktionsmanagement und biblische Archäologie.

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Start ins Wintersemester mit 48 neuen Hochschul-Studenten in Friedensau uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland,, 29.10.2008 / APD

48 neue Studentinnen und Studenten nahmen mit dem Wintersemester 2008/2009 ihr Studium an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg auf. Erstmals werden im Fachbereich Christliches Sozialwesen der Masterstudiengang "Sozial- und Gesundheitsmanagement" und im Bereich Theologie der Studiengang "Master of Theological Studies (M.T.S.)" angeboten.

Die Studienfänger stammen neben Deutschland aus Serbien, Polen, Russland, der Ukraine, Kirgistan, Myanmar, den Philippinen, Nigeria, Tansania, Sambia, Burundi, Brasilien, Venezuela und Haiti. Insgesamt sind in Friedensau 132 Studierende aus 19 Ländern eingeschrieben; acht weniger als im Vorjahr. Davon haben 39 Theologie und 93 Sozialwissenschaften belegt.

Mit dem Beginn des Wintersemesters können Absolventen eines ersten akademischen Abschlusses erstmals an der Theologischen Hochschule Friedensau den Studiengang "Master of Arts Social- and Health Management" (Sozial- und Gesundheitsmanagement) wählen. Er qualifiziert für Leitungs- und Führungsaufgaben im Sozial- und Gesundheitsbereich und vermittelt rechtliche und organisatorische Kenntnisse, die den Schritt in die Existenzgründung oder in die Selbstständigkeit erleichtern sollen. Der Studiengang wird berufsbegleitend angeboten und umfasst eine Regelstudienzeit von drei Jahren (sechs Semester).

Den neuen Studiengang Master of Theological Studies (M.T.S.) gibt es nur in englischer Sprache; er hat vor allem ausländische Studierende als Zielgruppe. Er richtet sich an Personen, die bereits einen ersten Hochschulabschluss erreicht haben und mindestens ein Jahr Berufspraxis vorweisen können. Nach zwei Jahren Studium in Friedensau ist die Erlangung des M.T.S. möglich, der auch den Weg zur Promotion öffnet. Der Studiengang kann ausserdem berufsbegleitend in vier Jahren absolviert werden. Bei ihm besteht die Wahl zwischen "Adventist Studies" und "Mission Studies". Ersteres bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit adventistischer Theologie und Geschichte sowie der Entwicklung adventistischer Ethik und Lehre. Beim Schwerpunkt "Mission Studies" geht es um vertiefte Studien zur Geschichte und Theologie christlicher Mission, um Fragen gegenseitiger kultureller Beeinflussung (Inkulturation) und Kulturanthropologie sowie um religionswissenschaftliche und religionssoziologische Themenfelder.

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau bietet im Zuge des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Bachelor- und Masterstudiengänge an. Ein Studium beginnt in der Regel mit einem dreijährigen Bachelorstudiengang in Sozialer Arbeit oder in Theologie. Anschliessend können die Studierenden in zweijährigen Masterstudiengängen ihre Qualifikationen in Internationalen Sozialwissenschaften, Beratung, Sozialer Arbeit, Sozial- und Gesundheitsmanagement oder Theologie vertiefen. Ein Teil der Studiengänge wird in englischer Sprache durchgeführt.

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Friedensauer Hochschul-Dozent für herausragende Dissertation ausgezeichnet uparrowprint druckenemail versenden

Jena/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat im Rahmen des 34. Soziologentages in Jena Dr. phil. Thomas Spiegler mit dem Preis für herausragende Dissertationen ausgezeichnet. Spiegler ist Dozent für Methoden und Praxis der Sozialen Arbeit im Fachbereich Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg.

Nach dem Studium der Theologie und Soziologie promovierte Spiegler im Jahr 2007 an der Philipps-Universität Marburg mit einer Forschungsarbeit zum Thema "Home Education in Deutschland – eine soziologische Studie". In der Untersuchung ging er den Fragen nach, warum sich Eltern für Home Education, dem Unterricht zu Hause anstelle des Schulbesuchs, entscheiden, wie dieser Bildungsansatz umgesetzt wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Neben teilnehmender Beobachtung führte Spiegler zahlreiche Interviews mit Familien durch, die Home Education betreiben. Nach einer Darstellung der gegenwärtigen Situation analysierte er verschiedene Aspekte, die sich aus der Ordnungswidrigkeit des häuslichen Lernens ergeben, und fragte nach den gesellschaftlichen Chancen und Risiken einer wachsenden Bewegung der Home Education. Seine Studie mündet in die Skizze eines möglichen Weges zur angemessenen Regelung der Home Education. Die Promotionsschrift wurde unter dem Titel "Home Education in Deutschland: Hintergründe – Praxis – Entwicklung" im VS-Verlag Wiesbaden veröffentlicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie verleiht alle zwei Jahre den Preis für herausragende Promotionen. Die 1909 gegründete Gesellschaft stellt eine Vereinigung von Soziologinnen und Soziologen dar, die sich durch Forschung, Lehrtätigkeit oder Veröffentlichungen im Bereich der Soziologie wissenschaftlich ausgewiesen haben. Ihr gehören über 1.800 Mitglieder an.

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Theologische Ausbildungsstätte der Methodisten unter neuem Namen uparrowprint druckenemail versenden

Reutlingen/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Das Theologische Seminar Reutlingen, die Ausbildungsstätte der Evangelisch-methodistischen Kirche im deutschsprachigen Raum, hat einen neuen Namen. Angesichts der bereits im April 2005 erfolgten staatlichen Anerkennung als Fachhochschule nennt es sich nun "Theologische Hochschule Reutlingen". Da die Bildungsstätte seit Jahrzehnten auch für ausländische Studierende offen ist, trägt sie die Zusatzbezeichnung "Reutlingen School of Theology". Rektor Professor Dr. Jörg Barthel meinte zur Umbenennung: "Ein neuer Name und ein neues Design schaffen noch kein neues Sein". Auch in Zukunft werde es darauf ankommen, am Profil der Hochschule und der Qualität der dort angebotenen theologischen Ausbildung zu arbeiten.

Die Fachhochschule bietet in Theologie einen dreijährigen, berufsqualifizierenden Bachelor- (B.A.) und einen darauf aufbauenden zweijährigen Master-Studiengang (M.A.). Dort lehren sieben Dozenten und vier Lehrbeauftragte. An der Theologischen Hochschule Reutlingen sind 40 Studierende aus Deutschland und fünf weiteren Ländern eingeschrieben.

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Studiengang "Evangelikale Theologie" staatlich anerkannt uparrowprint druckenemail versenden

Giessen/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Giessen den Hochschulstatus verliehen. Damit ist sie berechtigt, akademische Grade zu verleihen. Seit Oktober können dort Studierende in drei Jahren einen Bachelor- (B.A.) und in zwei weiteren Jahren einen Masterabschluss (M.A.) in "Evangelikaler Theologie" erlangen. Die FTA nannte sich deshalb in Freie Theologische Hochschule (FTH) um. Sie war bereits im Mai vom Wissenschaftsrat in Köln akkreditiert worden. Die 1974 gegründete Bildungsstätte versteht sich als "bibeltreu, wissenschaftlich und praxisnah". An ihr sind rund 140 Studentinnen und Studenten aus verschiedenen evangelischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaftsverbänden eingeschrieben. An der jetzt staatlich anerkannten Hochschule lehren 22 Dozenten und Lehrbeauftragte.

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Freikirchenforscher befassen sich mit freikirchlichen Allianzen und Bünden uparrowprint druckenemail versenden

Erzhausen/Deutschland, 29.10.2008 / APD

Die diesjährige Herbsttagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) befasst sich vom 14. bis 15. November im Begegnungszentrum Weltersbach nördlich von Leverkusen mit der Frage "Unterwegs zur 'Einheit der Kinder Gottes'? Freikirchliche Allianzen, Unionen und Bünde'. Dabei wird Gilberto da Silva einen Einblick in die Entstehung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und den Einfluss der lutherischen Missouri-Synode auf diesen Prozess geben. Andreas Liese referiert über die Entstehung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden durch Zusammenschluss von Baptisten-, Brüder- und Elim-Gemeinden. Die angelsächsische Föderaltheologie wird in ihren Auswirkungen auf die Freikirchen im deutschsprachigen Raum Erich Geldbach in seinem Vortrag untersuchen. Ludwig Eisenlöffel richtet seinen Blick auf die Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden Deutschlands (ACD), die 1982 in Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) umbenannt wurde, als pfingstkirchliche Sammlungsbewegung im Zeitraum 1945-1985. Apostel Detlef Lieberth stellt die Apostolische Gemeinschaft vor, die als ökumenisch aufgeschlossene Gesprächspartnerin gilt. Informationen zur Herbsttagung finden sich im Internet unter www.freikirchenforschung.de

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Friedensnobelpreis 2008

Friedensnobelpreis für finnischen Diplomaten Martti Ahtisaari uparrowprint druckenemail versenden

Oslo/Helsinki, 29.10.2008 / APD

Das norwegische Nobelpreiskomitee in Oslo hat den früheren finnischen Präsidenten und sozialdemokratischen Politiker Martti Oiva Kelevi Ahtisaari mit dem Friedensnobelpreis 2008 ausgezeichnet. Der 71-jährige Diplomat wird für seine vielen internationalen Vermittlerdienste zur Beendigung von Kriegen und Konflikten geehrt.

Damit werde das mehr als drei Jahrzehnte währende Bemühen des Finnen gewürdigt, Konflikte beizulegen, erklärte das norwegische Nobelpreiskomitee. Er habe sich Zeit seines Lebens um die Lösung grenzüberschreitender Streitigkeiten bemüht. Der mit umgerechnet einer Million Euro dotierte Friedensnobelpreis wird Ahtisaari am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Oslo überreicht.

Ahtisaari amtierte von 1994 bis 2000 als zehnter Präsident der Republik Finnland. Er verzichtete im Jahre 2000 auf eine Wiederwahl und wurde von Tarja Kaarina Halonen, dem ersten weiblichen Staatsoberhaupt Finnlands, abgelöst.

Nach seiner Ablösung als Präsident gründete er das Institut "Crisis Management Initiative" (CMI), eines der profiliertesten Nichtregierungsorganisationen(NGOs) und Think Tanks in den Bereichen Krisenprävention und Konfliktbewältigung.

Ahtisaari war unter anderem UN-Sondergesandter für das Kosovo und überwachte im Auftrag der UNO die Entwaffnung der nordirischen Untergrundorganisation IRA. Als seine wichtigste Leistung gilt die Beendigung des Bürgerkriegs in der indonesischen Unruheprovinz Aceh im Jahr 2005.

Auf die Auszeichnung reagierte Ahtisaari erfreut. Seine grösste Leistung sei sein 13-jähriger Einsatz für die Unabhängigkeit Nambias gewesen, sagte er dem norwegischen Rundfunk. Aber auch seine Missionen in Aceh und im Kosovo halte er für sehr wichtig.

Dem norwegischen Nobelpreiskomitee lagen in diesem Jahr 197 Nominierungen vor. 2007 wurde der Friedensnobelpreis dem Weltklimarat und dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore für deren Bemühungen um den Klimaschutz verliehen. Der Friedensnobelpreis ist seit 1901 eine Auszeichnung für besondere Verdienste in der Friedensarbeit. Er wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet.

Den ersten Friedensnobelpreis im Jahre 1901 teilten sich der Schweizer Jean Henry Dunant, Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und den Franzosen Frédéric Passy, den Gründer der "Französischen Gesellschaft der Friedensfreunde".

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.