APD-INFORMATIONEN 12/2008 (Dezember 2008)
- Schweiz
- International
- US-Presbyterianer und Adventisten: "Genügend Gemeinsamkeiten, um den Dialog weiterzuführen"
- Serbische Adventisten bitten Ausland wegen Vandalismus um Beistand
- Gottesdienst per Satellit
- Neue adventistische Kirche in Kiew eingeweiht
- Adventistinnen leiten Frauenorganisation in Papua-Neuguinea
- "Gemeinsam glauben – Extreme vermeiden" – Deutsche Adventisten für Einheit in der Vielfalt"
- Freikirchen rufen angesichts der Finanzkrise zur Umkehr auf
- Ökumene
- Religion + Staat
- Orthodoxie
- ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
- Dokumentation
- Impressum
Schweiz
Feiern die Adventisten das ganze Jahr über Advent? 
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Bern, 19.12.2008 / APD
In der Sendung "100 Sekunden Wissen" vom 29. November befasste sich das Schweizer Radio DRS kurz mit den Siebenten-Tags-Adventisten, und zwar im Zusammenhang mit der Adventszeit. "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind. Christinnen und Christen bereiten sich auf seine Ankunft vor. Eine christliche Gemeinschaft trägt den Advent sogar im Namen: Die Adventisten. Hat diese protestantische Freikirche das ganze Jahr über Advent?", heisst es in der Sendung von Redakteurin Heidi Kronenberg.
Immer wieder assoziierten Menschen den Namensteil "Adventisten" in der Bezeichnung der Freikirche, nämlich Siebenten-Tags-Adventisten, mit der Adventszeit. Adventistische Christen feierten zwar den Advent, die Geburt von Jesus, warteten aber auf die Wiederkunft Christi als dem König der neuen Welt Gottes. Sie wüssten zwar nicht den Zeitpunkt, hofften aber, dass es „bald“ sein werde. Mit dem "Advent", lateinisch "adventus", meinten Adventisten Jesu Wiederkunft, mit der er das Reich Gottes vollende und die Erde erneuere, so dass es kein Leid, keine Krankheit und keinen Tod mehr geben werde.
Bruno Vertaillier neuer Präsident der europäischen Adventisten 
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Silver Spring, Maryland/USA, 19.12.2008 / APD
Der Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten wählte am 25. November Pastor Bruno Vertallier (60) zum Präsidenten der Euro-Afrika Abteilung der Generalkonferenz, mit Sitz in Bern. Er war bereits Anfang November von den rund 50 Vertreterinnen und Vertretern der überregionalen Kirchenleitungen sowie der angeschlossen kirchlichen Einrichtungen der Euro-Afrika Abteilung während ihrer Herbstsitzung in Jongny (Waadt) einstimmig für das Amt vorgeschlagen worden.
Vertallier ist seit 2004 Direktor für das Predigtamt der Euro-Afrika Abteilung. Davor war er sechs Jahre Präsident der Adventisten in Südfrankreich und fünf Jahre Dozent für praktische Theologie an der adventistischen Theologischen Hochschule im französischen Collonges-sous-Salève in der Nähe von Genf. Vertallier, der seit 1974 als Pastor der Freikirche tätig ist, hat einen Doktorgrad in praktischer Theologie (D.MIN) der Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA. Er spricht Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch, ist mit Ehefrau Christiane verheiratet und hat drei erwachsene Töchter sowie vier Enkel. Der neue Präsident besitzt die französische und Schweizer Staatsbürgerschaft. Er tritt die Nachfolge von Pastor Ulrich Frikart (67) an, der zum 31. Dezember 2008 in den Ruhestand geht.
Die Euro-Afrika Abteilung ist eine von drei europäischen Kirchenleitungen und umfasst mit 2.501 Gemeinden rund 176.200 erwachsen getaufte Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan. In der Schweiz gibt es 4.400, in Österreich 3.800 und in Deutschland 36.000 Mitglieder.
Christoffel-Blindenmission feiert 100-jähriges Bestehen 
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Bensheim/Zürich, 19.12.2008 / APD
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim blickt 2008 auf ihr 100-jähriges Bestehens zurück, wobei die Entwicklungsorganisation nach eigenen Angaben bisher rund 217 Millionen Menschen mit Behinderung weltweit helfen konnte. Das Hilfswerk hat das Jubiläum am 27. November in Berlin mit einem entwicklungspolitischen Forum zum Thema "Entwicklung und Behinderung" und einem Festgottesdienst gefeiert.
Laut Martin Georgi, Direktor von CBM Deutschland, "schauen wir dankbar auf hundert Jahre zurück, aber auch nach vorne, denn es gibt noch viel zu tun. Wir stellen uns gemeinsam mit den Betroffenen der Aufgabe, Behinderungen zu vermeiden oder zu heilen und die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu verbessern."
Im Jahr 2008 stellt sich die CBM einer grossen Herausforderung: 100.000 zusätzliche Wunder für Menschen mit Behinderung will die Organisation wahr machen. “Ein Wunder ist”, so Georgi, "wenn ein am Grauen Star erblindeter Mensch nach einer Operation wieder sehen kann, wenn ein schwerhöriges Kind Dank eines Hörgerätes lernt sich zu verständigen oder wenn ein Mensch mit einer Körperbehinderung mit Hilfe eines Rollstuhls wieder mobil wird."
Die 1908 gegründete Christoffel-Blindenmission folge auch heute noch den Zielen ihres Gründers, Pfarrer Ernst Jakob Christoffel, allen Menschen mit Behinderungen ohne Ansehen von Nationalität oder Religionszugehörigkeit zu helfen.
Derzeit fördert das unabhängige christliche Hilfswerk in 110 Ländern insgesamt 1.021 Entwicklungsprojekte. Im vergangenen Jahr wurden durch das Hilfswerk 21 Millionen Menschen mit Behinderungen behandelt, gefördert oder betreut. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die CBM als Fachorganisation für Blindheitsverhütung und Blindenheilung anerkannt.
Die Unterstützung der CBM im medizinischen Bereich umfasst besonders Kliniken, Programme zur Vorsorge oder Behandlung von Blindheit und Gehörlosigkeit sowie orthopädische Abteilungen. In der Rehabilitation fördert die CBM Schul- und Berufsausbildung sowie Programme zur gemeindenahen Rehabilitation behinderter Menschen.
CBM Schweiz arbeitet mit 10 Mitarbeitenden unter der Leitung von Hansjörg Baltensberger von Zürich aus. Sie ist eines der 10 Mitgliedsvereine der weltweiten CBM-Dachorganisation "Christian Blind Mission International" (CBMI).
International
US-Presbyterianer und Adventisten: "Genügend Gemeinsamkeiten, um den Dialog weiterzuführen" 
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Louisville, Kentucky/USA, 19.12.2008 / APD
Nach drei Konsultationsrunden zwischen der nordamerikanischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten und der Presbyterianischen Kirche in den USA (Presbyterian Church USA) äusserten die Gesprächsteilnehmer der beiden Kirchen, dass sie mehr als genügend Gemeinsamkeiten gefunden hätten, um ihren Dialog weiterzuführen. Eventuell könnten künftig auch Vertreter anderer reformierter Kirchen in die Konsultation mit einbezogen werden.
"Unsere Meinungsverschiedenheiten sind nicht derart, dass sie es ausschliessen würden, einander als Brüder und Schwestern durch Christus anzusehen oder in bestimmten Bereichen zusammenzuarbeiten", sagte Dr. Carlos L. Malavé (Louisville, Kentucky/USA), stellvertretender Leiter des Referates für ökumenische Beziehungen der Presbyterian Church. Die presbyterianischen Kirchen bekennen sich theologisch zu calvinistisch-reformierten Wurzeln.
Bei der dritten Gesprächsrunde an der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien, die mit ihren medizinischen Einrichtungen auf Gesundheitswissenschaften spezialisiert ist, ging es um Eigenheiten, die für jede der beiden Konfessionen kennzeichnend sind. Dr. Richard Hart, Präsident der Loma Linda Universität und der Universitätskliniken, sprach über "Adventisten und Gesundheit". Dr. David Cortes-Fuentes vom Theologischen Seminar in San Francisco hielt einen Vortrag zum Thema "Presbyterianer und Sozialpolitik". Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), referierte über "Die Siebenten-Tags-Adventisten und Religionsfreiheit". Dr. Sheldon Sorge vom Louisville Presbyterian Theologischen Seminar befasste sich mit "Tulpen, Gänseblümchen und Lilien: Der Garten Gottes durch seine auswählende Gnade". Dr. Kwabena Donkor (Silver Spring, Maryland), stellvertretender Direktor des Biblischen Forschungsinstituts der Generalkonferenz, ging es darum, "Den Kern des Siebenten-Tags-Adventismus zu entdecken".
"Beide Kirchen erkennen die charakteristischen Beiträge der anderen Seite an und achten sie", betonte Dr. Malavé; "besonders die Sorge der Presbyterianer um soziale Gerechtigkeit und die Souveränität Gottes sowie die Betonung der Adventisten hinsichtlich Gesundheit und Religionsfreiheit." Die Hervorhebung der Gesundheit fände in der presbyterianischen Lehre von der Heiligung ihre Entsprechung. Bei anderen sozialen Fragen teilten beide Konfessionen ähnliche Ziele für die Gesellschaft, doch hinsichtlich der Erreichung dieser Ziele gebe es grosse Unterschiede. Die Presbyterianer tendierten dazu, die Notwendigkeit der Einmischung in die Politik zu betonen, während die Adventisten die soziale Verantwortung des Einzelnen im Blick hätten.
"Die kreative Spannung zwischen der adventistischen Betonung der persönlichen Freiheit und der presbyterianischen Hervorhebung der Erwählung durch Gott bietet die Gelegenheit, für einen reichen, respektvollen Dialog", hob Malavé hervor. Durch derartige Diskussionen lernten die Teilnehmer an den Gesprächsrunden nicht nur viel übereinander, sondern auch voneinander.
Die nächste presbyterianisch-adventistische Konsultation soll im Sommer 2010 stattfinden. Der erste theologische Dialog wurde 2006 im adventistischen Verwaltungszentrum in Silver Spring, Maryland, durchgeführt. Damals ging es vor allem darum, die jeweils andere Kirche kennenzulernen, wobei Referate in die Geschichte, Lehren und ethische Werte der Denominationen einführten. Bei der nächsten Gesprächsrunde 2007 im nationalen Kirchenamt der Presbyterianer in Louisville, Kentucky, befassten sich die Teilnehmer mit vier Themen: Das jeweilige Verständnis des reformatorischen Prinzips "sola scriptura" (allein die Heilige Schrift), das Verhältnis göttliche Gebote und Evangelium zueinander, der Stellenwert des Schrifttums der Mitbegründerin der adventistischen Kirche, Ellen G. White (1827-1915), und die Rolle der Schriften des Reformators Johann Calvin (1509-1564). Beide Seiten stimmten überein, dass die Heilige Schrift der einzige Massstab für Glaube und Handlungsweise ist. Übereinstimmung herrschte auch darin, dass die Erlösung des Menschen allein durch den Opfertod Christi geschieht, dass ein Christ sein Leben aber nach den Geboten Gottes ausrichten solle.
Serbische Adventisten bitten Ausland wegen Vandalismus um Beistand 
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Belgrad/Serbien, 19.12.2008 / APD
Die Siebenten-Tags-Adventisten in Serbien beklagen Vandalismus gegenüber ihren Gemeindezentren. Wie Pastor Miodrag Zivanovic (Belgrad), Präsident der Freikirche in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien, mitteilte, seien allein im November fünf Kirchengebäude mit Drohparolen beschmiert und Fensterscheiben eingeschlagen worden. Begonnen hätte der Vandalismus im Januar 2008, als die Gotteshäuser in Sivac, Kula und Kragujevac mit Graffiti besprüht worden seien. "Im Oktober wurden die Fenster der Kirche in Kragujevac zerstört, im November brachen Unbekannte in das Verwaltungsgebäude der Freikirchenleitung in Belgrad ein. Sie wurden auch beim Beschädigen von Autos auf dem Parkplatz von Überwachungskameras aufgenommen." Verhaftungen hätte es jedoch bisher nicht gegeben.
Da die Regierung und die örtlichen Strafverfolgungsbehörden nicht auf die "kriminellen Akte" reagieren würden, habe die Freikirchenleitung Beschwerde bei der serbischen Regierung eingereicht, erklärte Zivanovic. Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Europarat sowie die Botschaften der Vereinigten Staaten, von Deutschland und Australien seien um Hilfe gebeten worden.
Pastor Zivanovic erinnerte daran, dass Attacken gegen adventistische Kirchengebäude bereits seit über sechs Jahren erfolgten. Im April 2003 sei der adventistische Pastor Josip Tikvicki in Zrejanin, 65 Kilometer von Belgrad entfernt, von Jugendlichen, welche die Fensterscheiben seiner Kirche einwarfen, zusammengeschlagen und schwer verletzt worden. Der Überfall auf den Geistlichen wäre damals nur der Höhepunkt einer Serie von Anschlägen gegen elf adventistische Gemeinden gewesen. Im Januar 2007 habe es einen Brandanschlag auf die kleine adventistische Kirche in dem Dorf Stapar bei Sombor im äussersten Nordwesten der zu Serbien gehörenden autonomen Provinz Vojvodina gegeben. Die Kanzel, etliche Kirchenbänke und der Holzfussboden seien damals zerstört worden.
Seit 1904 gibt es Siebenten-Tags-Adventisten in Serbien. Die Freikirche ist aufgrund des neuen Religionsgesetzes vom 27. April 2006 seit 2007 im staatlichen Register der Kirchen und Glaubensgemeinschaften der Republik Serbien eingetragen und damit den traditionellen Kirchen und religiösen Gemeinschaften im Land rechtlich gleichgestellt. Doch schon 1922 erhielt die Freikirche eine Regierungsgenehmigung, damit sich ihre Mitglieder zu Gottesdiensten versammeln konnten. Unter dem kommunistischen Regime musste dieses Versammlungsrecht erneut beantragt werden und galt dann nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für andere Veranstaltungen der Adventisten.
In Serbien leben rund 6.800 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 172 Gemeinden, die von 37 Pastoren betreut werden. Die dortige Freikirche unterhält ein Theologisches Seminar in Belgrad, ein Altenheim in Ovca, ein Verlagshaus in Belgrad, ein Gymnasium in Novi Sad sowie ein Medienzentrum mit Studios zur Aufnahme von Rundfunk- und Fernsehprogrammen in Belgrad.
Gottesdienst per Satellit 
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Alsbach-Hähnlein/Deutschland, 19.12.2008 / APD
Am 17. Januar findet wieder ein Gottesdienst der Siebenten-Tags-Adventisten statt, der per Satellit in rund 300 adventistische Gemeinden in Deutschland übertragen wird. Die Predigt zur Jahreslosung 2009 "Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt", ein Wort Jesu aus dem Johannesevangelium (17,18), halten die Präsidenten des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Freikirche, die Pastoren Klaus van Treeck und Günther Machel, gemeinsam. Der Gottesdienst findet im adventistischen Medienzentrum "Stimme der Hoffnung" in Alsbach-Hähnlein statt und ist im "Hope Channel" der Freikirche über die Satelliten Eutelsat/Hotbird und ASTRA sowie als Live-Stream im Internet zu empfangen.
Neue adventistische Kirche in Kiew eingeweiht 
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Kiew/Ukraine, 19.12.2008 / APD
Eine Kirche mit 600 Sitzplätzen haben die Siebenten-Tags-Adventisten in Kiew eingeweiht. Jahrelang wäre eine behördliche Genehmigung für eine adventistische Kirche in der ukrainischen Hauptstadt nicht möglich gewesen, teilte Pastor Vladimir A. Krupskyi (Kiew), Präsident der Freikirche in der Ukraine, mit. Nur Wohn- und Geschäftsgebäude hätten zu Gemeindezentren umgebaut werden können. An der Einweihungsfeier nahm auch der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten, Pastor Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), teil. Während seines Aufenthalts hatte er auch eine Unterredung mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Ivan V. Vasiunyk und dem Büroleiter des Staatspräsidenten, Yuriy Bogutskyi.
Die neue Kirche im Regierungs- und Geschäftsviertel der Hauptstadt ist eine von drei der Freikirche gehörenden Gebäuden in Kiew. Die anderen 23 adventistischen Gemeinden in der 2,7-Millionen-Stadt feiern ihre Gottesdienste in gemieteten Räumlichkeiten. In der Ukraine leben 61.150 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 906 Gemeinden, die von 186 Pastoren betreut werden. Die dortige Freikirche unterhält das Ukrainische Institut für Künste und Wissenschaften, eine staatlich anerkannte Hochschule in Bucha bei Kiew mit fast 2.000 Studierenden, eine Grundschule, eine englische Sprachschule, ein Medienzentrum sowie ein Verlagshaus. Ferner ist die international tätige Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA mit einem nationalen Büro in Kiew vertreten.
Adventistinnen leiten Frauenorganisation in Papua-Neuguinea 
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Lae/Papua-Neuguinea, 19.12.2008 / APD
Eine Reihe von Siebenten-Tags-Adventistinnen ist beim ersten Kongress der Woman‘s Christian Temperance Union (WCTU) in Lae in die Leitung der in Papua-Neuguinea 2007 entstandenen christlichen Frauenorganisation gewählt worden. Über 80 Delegierte aus vier Provinzen nahmen an dem Treffen teil, darunter Vertreterinnen der Vereinigten Kirche, der Katholiken, der Anglikaner, der Heilsarmee und der Adventisten. Folgende Adventistinnen wurden in die Spitze der WCTU Papua-Neuguinea gewählt: Mitroy Sapul (Präsidentin), Beatrice Kemo (2. Vizepräsidentin), Janet Lovai (Generalsekretärin), Judy Balavu (Kassenführerin), Beryl Howard (Abteilungsleiterin für Jugend), Juli Galo (Abteilungsleiterin für Kinder), Serina Tamita (Abteilungsleiterin für Bildung), Elmah Namaloi (Abteilungsleiterin für die Verbreitung christlicher Werte) und Mary Misiar (Abteilungsleiterin für Sozialdienste). Zur WCTU Papua-Neuguinea gehören 320 Mitgliedsorganisationen.
Die WCTU entstand 1873 in Fredonia, New York/USA. Die überkonfessionelle, christliche Frauenorganisation setzt sich für Sozialreformen ein und wendet sich gegen Alkohol-, Tabak- und anderen Drogenkonsum, Drogenhandel, Sklaverei, Kinderarbeit und Armeebordelle. WCTU International ist in etwa 70 meist englischsprachigen Ländern vertreten. An dem Kongress in Lae nahm auch die Direktorin für Kinder und stellvertretende Gebietsleiterin für den Pazifikraum, Glenda Amos, von WCTU International teil. Sie ist ebenfalls Siebenten-Tags-Adventistin. Die Adventisten haben seit 1898 eine eigene Abteilung Frauen in ihrer Weltkirchenleitung.
"Gemeinsam glauben – Extreme vermeiden" – Deutsche Adventisten für Einheit in der Vielfalt" 
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Hannover/Deutschland, 19.12.2008 / APD
Der Ausschuss des Norddeutschen Verbandes, die Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in den neuen Bundesländern sowie in Berlin, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, hat das Positionspapier "Gemeinsam glauben – Extreme vermeiden" beschlossen und in der adventistischen Gemeindezeitschrift "Adventecho", Dezember 2008, veröffentlicht. Laut Pastor Klaus van Treeck (Hannover), Präsident des Norddeutschen Kirchenverbandes, empfiehlt die Freikirchenleitung mit der Herausgabe der Stellungnahme ihren Gemeinden "eine biblisch fundierte Einheit in der Vielfalt". Es gelte laut der Präambel des Positionspapiers, "mit einem gesunden Spannungsfeld unterschiedlicher Auffassungen in Theologie, Lebensstil und Spiritualität" zu leben.
Der Norddeutsche Verband bekennt sich in seiner Stellungnahme dazu, "dass die Bibel Gottes Wort ist, durch das Gott verbindlich zu den Menschen spricht". Allerdings müssten Gottes ewige Wahrheiten immer wieder neu verstanden, gedeutet, formuliert und in die Welt getragen werden. Daraus ergäben sich mitunter neue Formen des Ausdrucks und der Mitteilung, "wobei der Inhalt des Glaubens weder abgeschwächt noch verfälscht werden oder verloren gehen darf". Vielfalt sei Ausdruck gelebter Individualität und könne deshalb nur in Toleranz gelebt werden. "Darunter verstehen wir nicht ein 'Alles-für-richtig-Halten' oder 'Jeder-hat-Recht', sondern das Aushalten und Austragen von Differenzen in Anerkennung der Haltung unseres Gegenübers", heisst es in dem Positionspapier. Deshalb wende sich die Freikirchenleitung gegen "extreme Positionen" und "Gruppierungen, die meinen, Parallelstrukturen innerhalb unserer Freikirche bilden zu müssen".
Da weder Menschen noch Institutionen über die Wahrheit verfügten, tue es jeder Kirche gut, "in Demut und Offenheit die biblische Wahrheit zu erforschen und dabei der Versuchung zur Verabsolutierung und Einseitigkeit zu widerstehen". Dennoch gelte es Grenzen dort zu setzen, "wo Zwang auf das Gewissen anderer ausgeübt wird und geistlicher Druck an die Stelle des Dialogs tritt und damit der innere Frieden der Gemeinde gefährdet ist". Andererseits fände theologische Vielfalt ihre Grenze an der Stelle, wo sie durch Relativismus und Individualismus die Einheit und Identität der Freikirche gefährde.
Der Norddeutsche Verband fördere ein klares adventistisches Profil, das in Toleranz und Demut gelebt werde, "weil wir unterschiedliche Erkenntnisse in den eigenen Reihen respektieren", heisst es in dem Positionspapier. Wie die Reformatoren berufe sich die Freikirche "auf eine göttlich zugesprochene Freiheit des Gewissens", was ein hohes Mass an Eigenverantwortung beinhalte. Bejaht würden "eine besondere und unterschiedliche Lebens- und Jugendkultur in den eigenen Reihen" sowie Freiräume in der Gottesdienstgestaltung. Die "Sprach- und Redekultur im Umgang mit anders denkenden Brüdern und Schwestern aus den eigenen Reihen sowie mit Gläubigen anderer Kirchen" gelte es zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. "'Identitätsbildung' durch schroffe Abgrenzung, durch Feindbilder und durch die Herabwürdigung anderer Kirchen lehnen wir ab." Die Freikirchenleitung wehre sich allerdings gegen jegliche Aktivitäten und Bestrebungen, "eine Kirche innerhalb der Kirche zu bilden". Wenn Gruppen und Vereine im Bereich des Norddeutschen Verbandes konstruktiv mitwirken wollten, "erwarten wir, dass sie ihre Aktivitäten mit der Leitung der Freikirche abstimmen".
Zum Norddeutschen Verband, mit Sitz in Hannover, gehören 20.418 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 355 Gemeinden. Ausserdem gibt es in der Bundesrepublik als weitere Freikirchenleitung den Süddeutschen Verband mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Er umfasst in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, Baden-Württemberg und Bayern 15.380 Adventisten in 219 Gemeinden.
Freikirchen rufen angesichts der Finanzkrise zur Umkehr auf 
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Frankfurt am Main/Deutschland, 19.12.2008 / APD
Mit einem Wort zur Finanzkrise wendet sich die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) an ihre Mitglieder. In Sorge um das Wohl der Menschen ruft die VEF in dem während ihrer Mitgliederversammlung am 4. Dezember in Erzhausen bei Frankfurt/Main beschlossenen Papier zu einer Änderung des Lebensstils auf. Das Leben auf Kosten anderer, auch zukünftiger Generationen, werde auf den Prüfstand gestellt. Es gelte neu zu bedenken, was im Leben wichtig und gut sei. Die Freikirchen wollten damit der Bitte aus dem Vater Unser, "dein Reich komme, dein Wille geschehe", entsprechen. "Wir wollen uns darauf besinnen, wo unser Herz hingehört, wo unsere Sicherheit und Kraft herkommen und wie wir unser Leben mit allen Menschen teilen können." Der Reichtum, den Gott schenken wolle, sei grösser als die Reichtümer dieser Welt. "Die Schätze, die uns locken, sind 'himmlische Schätze' – nicht von dieser Welt. Darum wollen wir unser Vertrauen neu auf den lebendigen Gott setzen und falsche Sicherheiten los lassen", heisst es in der Erklärung.
Zur VEF gehören derzeit 14 Mitglieds- und Gastkirchen, die nach eigenen Angaben in Deutschland insgesamt etwa 275.000 Mitglieder haben, mit ihren Gottesdiensten und Versammlungen aber rund eine Million Menschen kontinuierlich erreichen.
Ökumene
Vatikan bemüht sich um "Ertragssicherung" des ökumenischen Dialogs 
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Wien/Rom, 19.12.2008 / APD
Vierzig Jahre nach Aufnahme des offiziellen ökumenischen Dialogs mit den getrennten Kirchen der Reformation und den Ostkirchen steht die Ökumene nun vor einer "dringend notwendigen Neubesinnung". Dies betonte der Salzburger Kirchenhistoriker und Bibelwissenschaftler Prof. Dietmar Winkler im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur "Kathpress". Winkler hatte als Konsultor (Berater) an der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen vom 9. bis 13. Dezember im Vatikan teilgenommen. Diese "Neubesinnung" müsse sowohl die Ziele des Dialogs als auch die bereits erreichten Konsense in strittigen Fragen betreffen.
Laut Winkler habe sich die Vollversammlung "sehr ernsthaft der Frage der Zukunft des ökumenischen Dialogs" gewidmet und dabei festgehalten, dass es einer "gründlichen Aufarbeitung" und einer "Ertragssicherung" des Standes des ökumenischen Dialogs bedarf. Seit seinem offiziellen Beginn nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) habe sich der ökumenische Dialog zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation wie auch mit den Ostkirchen sehr stark verändert.
Insbesondere das Anwachsen neuer charismatischer Bewegungen und kirchlicher Splittergruppen verkompliziere den offiziellen Dialog zusehends. Auch seien mittlerweile ethische und anthropologische Fragestellungen in den Blick des Dialogs geraten, die bei der Grundausrichtung des bisherigen Dialogs und in den bisherigen offiziellen Dokumenten kaum eine Rolle gespielt hätten. Heute wisse kaum mehr ein jüngerer Teilnehmer der ökumenischen Dialoge um den "Schatz an Ergebnissen und Materialien", der in den vergangenen vierzig Jahren zusammengetragen wurde, so Winkler.
Konkret habe man bei der Vollversammlung laut Winkler die Arbeit an einem Studienpapier fortgesetzt, das den erreichten Stand der Ökumene und die Ziele des zukünftigen Dialogs festhalten soll. Das Papier gliedere sich bislang in vier Hauptkapitel zur Christologie und Trinitätslehre, zur Rechtfertigung, zur Ekklesiologie sowie zur Frage der Sakramententheologie.
Gegenstand der "Ertragssicherung" sind die Ergebnisse der bisherigen offiziellen Dialoge zwischen der Katholischen Kirche und dem Lutherischen Weltbund (seit 1967), mit den Methodisten (seit 1967), der Anglikanischen Gemeinschaft (seit 1970) sowie dem Reformierten Weltbund (seit 1970). Das Papier sei bewusst als "multilaterales Studiendokument" angelegt, so Winkler, und werde nach einer ersten innerkatholischen Ausarbeitung den ökumenischen Dialogpartnern zur Diskussion und endgültigen Redaktion vorgelegt. Mit der Ausarbeitung des Dokuments übernehme der Einheitsrat eine "Vorreiterrolle bei der Fokussierung der Ziele der zukünftigen Ökumene", so Winkler.
Winkler selbst sprach als Konsultor bei der Vollversammlung über das Problem einer "ökumenischen Gleichgültigkeit". Diese stelle er in zunehmendem Maße bei den Gläubigen an der Basis fest, so Winkler im Gespräch mit "Kathpress". Es mangele hier oftmals an "ökumenischer Bildung" und an Texten und Informationsmaterialien, die die theologischen Fragen zum Ökumenismus in eine alltagstaugliche Sprache übersetzen.
Ein weiteres Hemmnis im ökumenischen Dialog sei laut Winkler das Aufkommen eines "konfessionellen Neokonservativismus". So treffe er innerhalb der Kirchen immer wieder auf Theologen wie auf Bischöfe, die die Betonung der eigenen Konfessionalität dem Bestreben nach ökumenischer Einheit entgegensetzen. Ökumene erscheine in ihren Augen als "diffuse Verwässerung der eigenen Identität", so Winkler.
Beide Gefahren - jene einer "ökumenischen Gleichgültigkeit" wie jene eines "konfessionellen Neokonservativismus" würden vom Einheitsrat mit wachsender Sorge deutlich gesehen, so Winkler.
An der Vollversammlung, die unter dem Motto "Rezeption und Zukunft des Ökumenischen Dialogs" stand und der der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper als Präsident des Einheitsrates vorstand, nahmen 15 Kardinäle, 10 Erzbischöfe und 15 Bischöfe aus aller Welt teil. Aus dem deutschsprachigen Raum nahm neben Kardinal Kasper der Schweizer Bischof Kurt Koch teil. Kardinal Karl Lehmann war aus Krankheitsgründen verhindert
Religion + Staat
Adventisten in Österreich beantragen volle staatliche Anerkennung 
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Wien/Österreich, 19.12.2008 / APD
Nach Ablauf der zehnjährigen Frist für eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften hat die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich am 27. November beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BM.UKK) den Antrag auf volle staatliche Anerkennung eingereicht.
Das bereits Ende 1989 von den Adventisten gestellte erste Gesuch um staatliche Anerkennung wurde acht Jahre später abgelehnt. Stattdessen erteilte am 11. Juli 1998 das zuständige Bundesministerium die Zuerkennung der Rechtspersönlichkeit als religiöse Bekenntnisgemeinschaft. Dieser neu geschaffene Status wurde mit zusätzlichen Kriterien für eine volle staatliche Anerkennung verknüpft. Demnach ist ein neuerlicher Antrag auf Anerkennung erst nach 10 Jahren, also 2008, möglich. Ausserdem muss unter anderem eine Mitgliederzahl von mindestens zwei Promille der Bevölkerung vorliegen.
"Adventisten gibt es in Österreich seit über hundert Jahren. Wir denken, dass es längst überfällig ist, dass unsere Kirche auch als solche von der Republik Österreich anerkannt wird", betonte Pastor Herbert Brugger, Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich. "Dabei geht es uns um grundsätzliche Fragen der Gewissens- und Religionsfreiheit. Als Christen bekennen wir uns zu den demokratischen Grundsätzen unseres Landes und es ist für uns selbstverständlich, unseren staatsbürgerlichen Pflichten nachzukommen. Deshalb ist eine volle Anerkennung durch den Staat legitim." Gerade die willkürliche Festsetzung einer geforderten Mitgliederzahl sei dabei mehr als bedenklich, da sie den Gleichheitsgrundsatz verletze, hob Brugger hervor. Er verwies dabei auf die Tatsache, dass von den 13 bereits gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften sieben die Kriterien der Mitgliederzahlen nicht erfüllten.
Laut dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom 31. Juli 2008 widerspricht die österreichische Gesetzgebung in dieser Frage der Europäischen Menschenrechtskonvention. In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" vom 1. August 2008 bemerkt dazu Herbert Kalb, Religionsrechtler der Universität Linz: "Viele Bedenken, die schon länger bestanden haben, sind durch dieses Urteil bestätigt worden". Die Entscheidung des EGMR sei ein deutliches Signal, "dass das Zentrum des Religionsrechts, nämlich das Anerkennungsrecht, in der Tat problematisch ist."
Zur Bedeutung der gesetzlichen Anerkennung unterstrich Pastor Brugger: "Wir streben diese Anerkennung an. Wir sehen sie aber in einem grösseren Zusammenhang, denn die Anerkennung und Akzeptanz in der Bevölkerung muss durch Fleiss, Ausdauer und gezieltes Eingehen auf die Bedürfnisse der Menschen immer wieder erarbeitet werden. Adventisten wissen sich in ihrem humanitären, sozialen und pädagogischen Engagement dem Vorbild Jesu und den Prinzipien der Heiligen Schrift verpflichtet. "
Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist eine protestantische Freikirche, die aus den Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts hervorging. Mit weltweit 16 Millionen erwachsen getauften Mitgliedern in 201 Ländern vertreten. In Österreich gibt es über 3.800 Mitglieder in 49 Kirchengemeinden. Adventisten gab es seit 1890 in der damaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Seit 1903 ist die Kirche auf dem Boden der heutigen Republik Österreich vertreten.
Kirchliche Trauung bei Adventisten erst nach zivilrechtlicher Eheschliessung 
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Altena/Deutschland,, 19.12.2008 / APD
Der Ausschuss der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat am 8. Dezember im westfälischen Altena eine Stellungnahme zum neuen Personenstandsgesetz beschlossen. Das bereits 2007 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz tritt zum 1. Januar 2009 in Kraft. In ihm gibt es die bisherigen Paragraphen 67 und 67a nicht mehr, die es einem Geistlichen bei Strafe untersagten, eine kirchliche Trauung einer standesamtlichen vorzuziehen. Das neue Recht hindert die Geistlichen künftig nicht, Heiratswillige kirchlich zu verbinden, selbst wenn diese gar nicht beabsichtigten, sich auch staatlich trauen zu lassen.
Mit dem neu gestalteten Personenstandsgesetz wird die 1876 in Deutschland eingeführte Zivilehe jedoch nicht abgeschafft. Die Ehe wird nach wie vor nur dadurch geschlossen, dass die Eheschliessenden vor dem Standesbeamten erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Nur aus ihr folgen rechtliche Wirkungen für die Ehepartner, wie Führung des Familiennamens, gemeinsames Eigentum, Unterhalt, Erbrecht, Splitting-Tarif im Steuerrecht und Schutzvorschriften sowie Zugewinnausgleich für den Schwächeren beim Scheitern der Verbindung. Ein Paar, das sich in Deutschland ohne standesamtliche Eheschliessung nur kirchlich trauen lässt, befindet sich in einer Verbindung, die vom Staat als nichteheliche Gemeinschaft angesehen wird.
In der Stellungnahme bekennt sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland zur "Einehe zwischen Mann und Frau als einer rechtsverbindlichen, lebenslangen Gemeinschaft, die öffentlich geschlossen, in gegenseitiger Liebe und Treue einschliesslich einer verantwortungsvollen sexuellen Beziehung gelebt, und in der gegenseitigen Verantwortung vor Gott geführt wird". Diesem Eheverständnis werde die zivilrechtliche Eheschliessung vor dem Standesamt gerecht. Denn nur sie biete den Ehepartnern und Kindern den durch den Staat gewährten rechtlichen Schutz. Deshalb gelte für Pastoren und Pastorinnen der Freikirche nach wie vor die Regel, dass die kirchliche Trauung erst nach der rechtsgültigen Eheschliessung durchgeführt werden dürfe.
Es gebe allerdings auch nichteheliche Lebensgemeinschaften, die wie eine Ehegemeinschaft angelegt seien. Mann und Frau sagten vorbehaltlos Ja zueinander. Sie wollten ihr ganzes Leben in Liebe und gegenseitiger Fürsorge miteinander verbringen, wollten oder könnten allerdings aus für sie schwerwiegenden Gründen die Ehe nicht zivilrechtlich schliessen. "Wenn sie in einem derartigen Fall die Ehe zwar nicht zivilrechtlich schliessen möchten oder können, aber dennoch eine verbindliche, eheähnliche Lebensgemeinschaft eingehen wollen, muss sichergestellt sein, dass das Paar die beabsichtigte Lebensgemeinschaft in einem Vertrag regelt, den die Partner, der Pastor bzw. die Pastorin und Zeugen unterschreiben und der von einem Notar beurkundet wird", heisst es in der Erklärung der Freikirche.
Diese Regelung solle laut Stellungnahme insbesondere verwitweten Personen und Rentnern helfen, die durch Verordnungen des Staates sich nicht in der Lage sähen, eine Ehegemeinschaft einzugehen, aber gemäss der Bibel und aus Gewissensgründen nicht ohne rechtliche Regelung mit einem Partner zusammenleben wollten. "In einem solchen Fall darf ein Pastor bzw. eine Pastorin in Absprache mit der jeweiligen adventistischen Dienststelle die kirchliche Trauung durchführen."
Papst betont Bedeutung der Trennung von Kirche und Staat 
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Rom/Italien, 19.12.2008 / APD
Die Trennung von Staat und Kirche stellt nach den Worten von Papst Benedikt XVI. einen "grossen Fortschritt der Menschheit" dar. Die beiderseitige Autonomie sei "eine grundlegende Bedingung" auch für die Freiheit der Kirche und für die Erfüllung ihres universalen Heilsauftrags, sagte der Papst am 13. Dezember bei einem Besuch der Italienischen Botschaft beim Heiligen Stuhl im Palazzo Borromeo. Zugleich sei es Aufgabe der Kirche, gerade im öffentlichen Raum auf die Wahrung fundamentaler ethischer Grundsätze hinzuwirken. Der Papst unterstrich seine Freude über die "fruchtbare Beziehung" zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl. In einer von Konflikten und Spannungen zerrissenen Welt sei es besonders bedeutsam, wenn jene zusammenarbeiten, "die die gleichen Ideale von Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden teilen".
Gemäss Kathpress verwies Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache auf das bevorstehende 80-Jahr-Jubiläum der Lateranverträge, mit denen die "Römische Frage" gelöst wurde, die seit dem Ende des Kirchenstaates 1870 die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien schwer belastet hatte. Der Papst unterstrich die Bedeutung einer "gesunden Laizität" und betonte, dass die römisch-katholische Kirche sich verpflichtet sehe, in der Gesellschaft die moralischen und spirituellen Kräfte zu stärken, um "die Herzen der Menschen für die wirklichen Erfordernisse des Guten zu gewinnen". Wenn die Kirche an fundamentale ethische Prinzipien für das private und das öffentliche Leben erinnere, leiste sie einen Beitrag, "um die Würde der menschlichen Person und das Gemeinwohl in der Gesellschaft zu fördern".
Der italienische Aussenminister Franco Frattini hatte in seiner Begrüssung des Papstes den Einsatz Italiens für den Schutz christlicher Minderheiten unterstrichen, zuletzt für die Opfer hinduistischer Gewalttaten in Indien. Mit Frattini begrüssten den Papst auch der italienische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Antonio Zanardi Landi, und Staatssekretär Gianni Letta, der die Beziehungen zwischen der Regierung Berlusconi und dem Vatikan pflegt.
Orthodoxie
Moskauer Patriarch Aleksej II. im Alter von 79 Jahren gestorben 
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Moskau/Russland, 19.12.2008 / APD
Der Moskauer Patriarch Aleksej II. ist am 5. Dezember in seiner Residenz in Peredelkino bei Moskau im Alter von 79 Jahren an einem Herzleiden gestorben. Seine Besetzung fand am 9. Dezember, im Beisein von Würdenträgern aller orthodoxen Kirchen sowie Vertretern anderer christlicher Kirchen und anderer Religionsgemeinschaften, in der Moskauer Epiphanie-Kathedrale statt. Die sterbliche Hülle Aleksejs II. wurde am 5. Dezember in der Gottesmutter-Kapelle der Patriarchenresidenz gebracht. Vom 6. Dezember an wurde der Sarg in die Moskauer Erlöserkathedrale aufgebahrt, wo die Gläubigen vom Oberhaupt der russischen Kirche Abschied nehmen konnten.
Der Patriarch Aleksej II. stand seit 1990 an der Spitze der zahlenmässig grössten orthodoxen Kirche und hat ihren Wiederaufbau und ihre Erneuerung nach sieben Jahrzehnten kommunistischer Unterdrückung eingeleitet. Innerkirchlich suchte Aleksej dabei eine Balance zwischen reformorientierten Kräften und Strömungen, die stark konservativ, antiökumenisch und teilweise auch nationalistisch orientiert sind. Bereits vor mehreren Jahren traten gesundheitliche Probleme Aleksejs zu Tage.
Die Neuordnung des Verhältnisses zu Staat und Gesellschaft gestaltete sich für Patriarch Aleksej angesichts der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den neunziger Jahren zunächst schwierig. In den letzten Jahren, besonders nach dem Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin als Staatspräsident, haben sich diese Beziehungen aber konsolidiert und deutlich verbessert.
Gespannt blieb dagegen bis das Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche, auch wenn es in jüngster Zeit Annäherungen gab. Aleksej verteidigte den Anspruch der russischen Orthodoxie auf ihr traditionelles "kanonisches Territorium" und hielt den Katholiken vor, in Russland zu missionieren und orthodoxe Gläubige abzuwerben. Ein Treffen mit Johannes Paul II. und auch mit Papst Benedikt XVI. kam bis zuletzt nicht zustande.
Aleksej Michailowitsch Ridiger - Spross einer baltischen Adelfamilie - wurde am 23. Februar 1929 in der estnischen Hauptstadt Tallinn (Rewal) geboren. Nach seiner Ausbildung am Priesterseminar in St. Petersburg empfing er 1950 die Priesterweihe. Von 1961 bis 1986 war er Metropolit von Tallinn und Estland. Anschliessend wurde er Metropolit von St. Petersburg und Nowgorod. Am 7. Juni 1990 wählte ihn ein Landeskonzil aus sechs Kandidaten mit 166 von 317 Stimmen zum Nachfolger des verstorbenen Patriarchen Pimen und damit zum 15. Patriarchen von Moskau. Die Wahl dürfte seit langem die erste ohne staatliche Einmischung gewesen sein. In der Epiphanie-Kathedrale in Moskau wurde Aleksej am 10. Juni 1990 in sein Amt als Patriarch eingeführt.
Als Metropolit galt Aleksej galt zunächst als politisch unauffällig; im Geheimbericht über die orthodoxe Kirche, den Wasilij Furow vom Rat für die religiösen Angelegenheiten 1975 für das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei erstellte, ordnete er Aleksej in die Reihe jener Oberhirten ein, die "keine besondere Aktivität zur Ausweitung der Orthodoxie an den Tag legen". Der Metropolit änderte jedoch seine Haltung. Er war der erste hohe orthodoxe Amtsträger, der im September 1987 öffentlich Kritik an den Staat-Kirche-Beziehungen übte und gleiche Rechte für gläubige wie nichtgläubige Bürger forderte.
Metropolit Kirill vom Heiligen Synod zum Statthalter ernannt 
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Moskau/Russland, 19.12.2008 / APD
Der Heilige Synod wählte an seiner Sitzung vom 6. Dezember in der Patriarchenresidenz den Metropoliten Kirill von Smolensk und Kaliningrad (mit bürgerlichem Namen: Vladimir Mikhailovich Gundyaev) zum Statthalter des Patriarchen von Moskau. Wie aus Moskau verlautete brauchte die Versammlung der Metropoliten über zwei Stunden, um den Statthalter des Patriarchen zu bestimmen. Ausser Kirill sollen auch der Metropolit Juwenali und andere im Gespräch gewesen sein.
Metropolit Kirill, Vordenker und "Aussenminister" des Moskauer Patriarchats übernimmt das Amt kommissarisch bis zur Wahl eines Nachfolgers durch eine Grosse Kirchenversammlung, der ausser den Metropoliten und Bischöfen auch weitere Vertreter der Geistlichkeit und gewählte Delegierte der Kirchengemeinden angehören. Die Wahl des neuen Patriarchen muss im Laufe eines halben Jahres erfolgen. Der Statthalter des Patriarchen wird nicht unbedingt automatisch auch zum neuen Kirchenoberhaupt gewählt.
Neuer Patriarch von Moskau soll Ende Januar 2009 gewählt werden 
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Moskau/Russland, 19.12.2008 / APD
Der Nachfolger des verstorbenen Patriarchen von Moskau, Aleksij II., soll bei einem Konzil der russisch-orthodoxen Kirche Ende Januar 2009 gewählt werden. Der Heilige Synod des Moskauer Patriarchats berief das Landeskonzil als zuständiges Wahlgremium für den 27. bis 29. Januar ein. Der aus zwölf Bischöfen bestehende Heilige Synod ernannte eine Kommission aus 29 Bischöfen, Priestern und Laien, die das Landeskonzil vorbereiten sollen. Das Kirchenstatut sieht vor, dass neben den rund 200 Bischöfen auch Priester, Diakone, Mönche, Nonnen und Laien der Wahlversammlung angehören. Die Amtseinführung des neuen Patriarchen soll voraussichtlich am 1. Februar 2009 erfolgen.
ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch
Myanmar – die Hilfe geht weiter 
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Lentigny (FR), 19.12.2008 / APD
Seit der Zyklon "Nargis" im Mai 2008 das Irrawaddy Delta in Myanmar (Birma) verwüstet hatte, investierte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA bereits zwei Millionen Euro in den Wiederaufbau und verteilte Nahrungsmittel sowie Dinge des täglichen Bedarfs im Wert von ebenfalls zwei Millionen Euro. ADRA Schweiz hatte in Zusammenarbeit mit der "Glückskette" und der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) davon 800.000 sfr (510.000 Euro) aufgewendet. Bis April 2009 will ADRA 60.000 besonders Betroffene der Naturkatastrophe betreuen. Weiter betreibt das Hilfswerk vier provisorische Kliniken für 110 Dörfer in einem Umkreis von bis zu sieben Stunden Bootsfahrt. Ausserdem wurden über 1.000 Brunnen von Schlamm und Salzwasser befreit.
Ernten in der Wüste 
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Um Jawasir/Sudan, 19.12.2008 / APD
Der rund 30.000 Personen umfassende nubische Wüstenstamm Hawawir im Norden Sudans litt 1980 schwer unter der Dürre. Die meisten Brunnen trockneten aus und viele Herdenbesitzer verloren ihre Tiere. Die sudanesische Regierung bat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA um Beistand. ADRA Norwegen begann mit finanzieller Unterstützung der staatlichen Norwegischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (NORAD) die ersten vier Brunnen bis zu einer Tiefe von 200 Metern zu bohren. Inzwischen gibt es 16 Brunnen. In den vergangenen 18 Jahren konnten trotz Sandstürme mit Hilfe von ADRA 336 Hektar Land durch Bewässerungsprojekte urbar gemacht werden. Dort wachsen jetzt Weizen, Bohnen, Bockshornklee, Zwiebeln und Okras (Gemüsepflanze).
"Die früher schüchternen Hirten sind inzwischen in der Lage, Maschinen zu warten, die Brunnen instand zu halten und ihre eigenen Geräte zu schweissen" berichtete der Direktor von ADRA Sudan, Llewellyn Juby. Die geschulten Bauern könnten jetzt trotz Hitze und Sand mit den Ernten ihre Familien ernähren. Für Kinder gebe es eine Grundschule. "Mädchen werden bei den Hawawirs traditionell früh verheiratet, sodass Bildung für sie überflüssig erschien. Doch nun gehen auch sie zur Schule, und die ersten vier besuchen bereits ein Gymnasium in der Hauptstadt."
Alternativ-Ritus zur Genitalverstümmelung in Kenia 
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Nairobi/Kenia, 19.12.2008 / APD
In Kenia wurden 200 junge Mädchen auf einen neuen Ritus vorbereitet, um sie in die Welt der Erwachsenen einzuführen. Ähnlich wie in dem traditionellen Verfahren der Massai, setzten sie sich intensiv mit Fragen der Gesundheit, gesellschaftlicher Rolle, Bildung und ihrer Verantwortung innerhalb der Dorfgemeinschaften auseinander. Später sollen sie eine Vorbildfunktion in ihrer Gesellschaft übernehmen. Im Rahmen eines Festes wurde der neue Ritus ohne jegliche körperliche oder psychische Verletzung an ihnen vollzogen. Mit grossem Interesse verfolgten in Kenia Vertreter der Kirchen, Medien und Politik den "Alternative Rite of Passage", zumal traditionelle Kreise die Zeremonie anerkennen wollen.
Das Mädchenheim Kajiado ist eine Zufluchtstätte für 160 junge Mädchen in Kenia. Sie sind alle vor Zwangs- oder Frühverheiratung und vor allem vor der Beschneidung geflohen. Kajiado, eineinhalb Autostunden von Nairobi entfernt, bietet den Mädchen eine der wenigen Möglichkeiten, ohne Familie, Dorfgemeinschaft und ihren Stamm zu überleben. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland und die von in der Bundesrepublik lebenden Kenianerinnen gegründete befreundete Initiative "Penda Kenia" fördern seit über drei Jahren das Mädchenheim, an das auch eine Schule angeschlossen ist.
Zahlreiche Kirchen und Hilfswerke, staatliche Organisationen wie die Vereinten Nationen, UNICEF, UNIFEM und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie nichtstaatliche Organisationen wie Amnesty International (ai) wenden seit Jahren sich gegen die Beschneidung und stufen sie als Verletzung des Menschenrechtes auf körperliche Unversehrtheit ein. Schätzungen zufolge sind weltweit jährlich rund 135 Millionen Frauen betroffen.
Fast eine Milliarde Menschen hungert 
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Rom/Italien, 19.12.2008 / APD
Die Zahl der Hungernden weltweit ist nach Schätzungen der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) im vergangenen Jahr um 40 Millionen auf 963 Millionen Menschen gestiegen. Fast zwei Drittel der Hungernden leben in Asien. Dies sei eine dramatische Konsequenz der seit 2006 stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise, sagte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf bei der Vorstellung des Welthungerberichts in Rom.
Für Millionen Menschen in Entwicklungsländern bleibe es ein Traum, genug zu essen zu haben, um ein aktives und gesundes Leben führen zu können. Die strukturellen Probleme des Hungers wie der fehlende Zugang zu Land, Kredit und Arbeit bleibt, verbunden mit den hohen Lebensmittelpreisen, eine traurige Realität, erklärte der stellvertretende FAO-Generaldirektor Hafez Ghanem.
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise drohe noch mehr Menschen in Hunger und Armut zu treiben. In dem Bericht der UN-Organisation ist von einem ernsten Rückschlag im weltweiten Kampf gegen Hunger die Rede. Nachdem der Anteil der Hungernden in Entwicklungsländern von 1990 an kontinuierlich bis auf 16 Prozent der Bevölkerung gesunken sei, zeige sich jetzt ein neuer Anstieg. Für den Rückstand auf dem Weg zu den international vereinbarten Millenniumszielen zur Reduzierung des Hungers machte Diouf auch mangelnden politischen Willen der reichen Staaten verantwortlich. Das Motto des designierten US-Präsidenten Barack Obama "Yes we can" (Ja, wir schaffen es) gelte auch für die Möglichkeit der Nationen, ihre entwicklungspolitischen Zusagen einzuhalten.
Der FAO zufolge leben 907 Millionen der hungernden Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, und dort zu 65 Prozent in sieben Ländern: Indien, China, Kongo, Bangladesh, Indonesien, Pakistan und Äthiopien. Den stärksten Anstieg verzeichnete in den vergangenen Jahren die Demokratische Republik Kongo. Wegen des anhaltenden militärischen Konflikts habe sich dort der Anteil der Hungernden von 29 auf 76 Prozent erhöht, so der Report. Derzeit sei Ghana das einzige Land, das die Vorgaben des Welternährungsgipfels und die Millenniumsziele erreicht habe.
In Asien leben mit fast 600 Millionen die meisten der Hungrigen, die Reduzierung des Hungers machte kaum Fortschritte, mit Ausnahme von Vietnam und Thailand. Auch Lateinamerika und die Karibikstaaten hätten vor dem globalen Anstieg der Nahrungsmittelpreise gute Erfolge im Kampf gegen Hunger erzielt. Unterdessen stieg die Zahl der Unterernährten in dieser Region laut dem Bericht wieder auf 51 Millionen an.
Deutscher Aussenminister Steinmeier übernimmt Kuratoriumsvorsitz bei ADH 
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Berlin/Deutschland, 19.12.2008 / APD
Bundesaussenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hat den Vorsitz des Kuratoriums der "Aktion Deutschland Hilft" (ADH), einem Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen, übernommen. Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, ist stellvertretender Vorsitzender. Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Regine Sixt, Unternehmerin, Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, Jürgen Koppelin, Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Carl A. Siebel, Unternehmer, Renate Jaeger, Richterin am Europäischen Gerichtshof, Peter Matthias Gaede, GEO-Chefredakteur, und Peter Clever, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).
"Die 'Aktion Deutschland Hilft' freut sich, dass neun prominente Vertreterinnen und Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Institutionen bereit sind, das Kuratorium zu bilden und sich für die Ziele des Bündnisses einzusetzen", sagte der Vorstandsvorsitzende von ADH, Heribert Röhrig, bei der Vorstellung des Gremiums in Berlin. Bundesaussenminister Steinmeier betonte, dass grosse humanitäre Krisen nur noch schwer durch Einzelne bewältigt werden könnten. "Daher ist es gut, dass sich erfahrene deutsche Hilfsorganisationen zum Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ zusammengeschlossen haben."
Zur ADH gehören action medeor, Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Arbeiterwohlfahrt, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, HELP, Paritätischer Wohlfahrtsverband und World Vision. Mit Hilfe des Kuratoriums will die "Aktion Deutschland Hilft" in der Öffentlichkeit eine höhere Aufmerksamkeit für das Ziel des Bündnisses erreichen, bei grossen humanitären Katastrophen gemeinsam schneller helfen zu können. Schirmherr von ADH ist Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker.
Dokumentation
Stellungnahme der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland zum Wegfall der bisherigen §§ 67 und 67a im neuen Personenstandsgesetz (PStG) 
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Altena/Deutschland, 19.12.2008 / APD
Stellungnahme
der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland zum Wegfall der bisherigen §§ 67 und 67a im neuen Personenstandsgesetz (PStG)
1. Nur die Ziviltrauung ist rechtsverbindlich
Bereits 2007 beschloss der Deutsche Bundestag ein völlig neu gestaltetes Personenstandsgesetz, das zum 1. Januar 2009 in Kraft tritt. Dabei fielen die bisherigen Paragraphen 67 und 67a PStG weg, die es einem Geistlichen bei Strafe untersagten, eine kirchliche Trauung vorzunehmen, ohne dass die Partner zuvor standesamtlich geheiratet hatten. Das neue Recht hindert die Geistlichen nicht mehr, Heiratswillige kirchlich zu verbinden, selbst wenn diese gar nicht beabsichtigten, sich auch staatlich trauen zu lassen.
Mit dem neu gestalteten Personenstandsgesetz wird die seit 1876 in Deutschland obligatorisch eingeführte Zivilehe jedoch nicht abgeschafft. Die Ehe wird nach wie vor nur dadurch geschlossen, dass die Eheschliessenden vor dem Standesbeamten erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen (§ 1310 Abs. 1 BGB). Nur aus ihr folgen rechtliche Wirkungen für die Ehepartner, wie Führung des Familiennamens, gemeinsames Eigentum, Unterhalt, Erbrecht, Splitting-Tarif im Steuerrecht und Schutzvorschriften sowie Zugewinnausgleich für den Schwächeren beim Scheitern der Verbindung. Ein Paar, das sich in Deutschland ohne standesamtliche Eheschliessung nur kirchlich trauen lässt, befindet sich in einer Verbindung, die vom staatlichen Recht als nichteheliche Gemeinschaft angesehen wird – mit allen Konsequenzen der Nichtanwendung des staatlichen Eherechts.
2. Zivilrechtliche Eheschliessung und kirchliche Trauung
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland bekennt sich uneingeschränkt zum biblischen Verständnis von Ehe: der Einehe zwischen Mann und Frau als einer rechtsverbindlichen, lebenslangen Gemeinschaft, die öffentlich geschlossen, in gegenseitiger Liebe und Treue einschliesslich einer verantwortungsvollen sexuellen Beziehung gelebt, und in der gegenseitigen Verantwortung vor Gott geführt wird.
Diesem Eheverständnis wird idealerweise die zivilrechtliche Eheschliessung vor dem Standesamt gerecht. Denn nur sie bietet den Ehepartnern und Kindern den durch den Staat gewährten rechtlichen Schutz.
Deshalb gilt für Pastoren und Pastorinnen der Freikirche die Regel: „Die kirchliche Trauung darf erst nach der rechtsgültigen Eheschliessung durchgeführt werden. Der Pastor hat sich daher vor der kirchlichen Trauung davon zu überzeugen, dass die rechtsgültige Eheschliessung ordnungsgemäss erfolgt ist. Er lässt sich die Heiratsurkunde zeigen.
Anliegen der kirchlichen Trauung ist nicht mehr das Versprechen des Brautpaars miteinander die Ehe führen zu wollen. Das Ja dazu wurde bereits vor dem Standesamt besiegelt. In der Gemeinde geht es darum, Ja zu sagen zu einer Ehe nach dem Willen Gottes und mit der Hilfe Gottes. Vor der versammelten Gemeinde wird das Wort Gottes für dieses Ehepaar verkündigt und der Segen Gottes erbeten und zugesprochen.“ („Handbuch für Prediger“ [Ausgabe 2002], S. 357f., vgl. auch „Gemeindeordnung – Gemeindehandbuch“ [Ausgabe 2006], S. 289)
3. Die eheähnliche Lebensgemeinschaft in besonderen Fällen
Es gibt allerdings auch nichteheliche Lebensgemeinschaften, die wie eine Ehegemeinschaft angelegt sind. Mann und Frau sagen vorbehaltlos Ja zueinander. Sie wollen ihr ganzes Leben in Liebe und gegenseitiger Fürsorge miteinander verbringen, wollen oder können allerdings aus für sie schwerwiegenden Gründen die Ehe nicht zivilrechtlich schliessen.
Wenn sie in einem derartigen Fall die Ehe zwar nicht zivilrechtlich schliessen möchten oder können, aber dennoch eine verbindliche, eheähnliche Lebensgemeinschaft eingehen wollen, muss sichergestellt sein, dass das Paar die beabsichtigte Lebensgemeinschaft in einem Vertrag regelt, den die Partner, der Pastor bzw. die Pastorin und Zeugen unterschreiben und der von einem Notar beurkundet wird. Wir sehen darin keinen Verstoss gegen das biblische Eheverständnis und empfehlen den Gemeinden, das betreffende Paar in Liebe und im Sinne Jesu Christi anzunehmen und ihm die Gemeinschaft des Glaubens zu erhalten. Die Aufhebung eines solchen notariell geschlossenen Vertrages betrachten wir als Scheidung.
Diese Regelung soll insbesondere verwitweten Personen und Rentnern helfen, die durch Verordnungen unseres Staates sich nicht in der Lage sehen, eine Ehegemeinschaft einzugehen, aber gemäss der Bibel und aus Gewissensgründen nicht ohne rechtliche Regelung mit einem Partner zusammenleben möchten. In einem solchen Fall darf ein Pastor bzw. eine Pastorin in Absprache mit der jeweiligen Dienststelle die kirchliche Trauung durchführen.
Beschlossen durch den Ausschuss der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland am 8. Dezember 2008 in Altena/Westfalen.
Gemeinsam glauben – Extreme vermeiden 
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Hannover/Deutschland, 19.12.2008 / APD
Positionspapier der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten,
Norddeutscher Verband
1. Präambel
Der Norddeutsche Verband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat ein klares Selbstverständnis und lebt ein Profil, auf dessen Basis er sich zum biblischen Prinzip der Einheit in der Vielfalt bekennt. Der Norddeutsche Verband lebt deshalb mit einem gesunden Spannungsfeld unterschiedlicher Auffassungen in Theologie, Lebensstil und Spiritualität.
2. Theologische Positionen des Norddeutschen Verbandes
Im Rahmen der adventistischen Theologie bekennen wir uns dazu, dass die Bibel Gottes Wort ist, durch das Gott verbindlich zu den Menschen spricht. In der Person Jesus Christus hat Gott Gestalt angenommen und sich uns offenbart. Darauf gründet sich unser Glaube (1. Korinther 3,11).
Gottes ewige Wahrheiten müssen von uns immer wieder neu verstanden, gedeutet, formuliert und in die Welt getragen werden. Daraus ergeben sich mitunter neue Formen des Ausdrucks und der Mitteilung, wobei der Inhalt des Glaubens weder abgeschwächt noch verfälscht werden oder verloren gehen darf. Das setzt voraus, dass wir die Mitte des christlichen Glaubens – im Wissen um die eigene Subjektivität – klar und eindeutig benennen. Der Norddeutsche Verband will durch sein Glaubens- und Theologieverständnis das Erlösungsgeschehen des dreieinigen Gottes so in den Mittelpunkt stellen, dass es den Menschen in unserer Zeit erreicht und ihn zur Nachfolge Jesu ermutigt.
Grundlegend für unser Menschenbild ist, dass der Mensch ein personales, von Gott zu seinem Gegenüber geschaffenes Wesen ist (1. Mose 1). Menschen sind auf Beziehungen angelegt. Sie brauchen für ihr Menschsein die Gemeinschaft mit anderen, ungeachtet ihrer Individualität und Einzigartigkeit. Menschen können deshalb Beziehungen aufbauen und sollen sie verantwortungsbewusst gestalten. Gerade in einem Geflecht von Beziehungen stellt sich die Individualität deutlich heraus und muss solidarisch im Dialog gelebt werden. Dies gilt umso mehr für das geistliche Zusammensein in unseren Gemeinden.
Vielfalt ist Ausdruck gelebter Individualität und kann deshalb nur in Toleranz gelebt werden. Darunter verstehen wir nicht ein „Alles-für-richtig-Halten“ oder „Jeder-hat-Recht“, sondern das Aushalten und Austragen von Differenzen in Anerkennung der Haltung unseres Gegenübers. Toleranz braucht den wachen Dialog, der dem Streit nicht ausweicht und den ehrlichen Willen, den anderen in seinem Anliegen zu verstehen und ihn in seiner Würde zu achten. Dies drückt sich in einer respektvollen Diskussionskultur aus. Es steht niemandem zu, ausgesprochen oder unausgesprochen, einem anderen den aufrichtigen Glauben oder gar das Heil abzusprechen.
3. Beobachtungen
Leider entwickeln sich an verschiedenen Stellen unserer Freikirche immer häufiger Konflikte mit teilweise unüberbrückbaren Auseinandersetzungen. Es bilden sich mitunter extreme Positionen heraus und es entstehen Gruppierungen, die meinen, Parallelstrukturen innerhalb unserer Freikirche bilden zu müssen oder bereits Schritte in diese Richtung unternommen haben. Darauf wollen wir reagieren.
4. Gelebte Vielfalt und gewollte Beschränkung
Weder Menschen noch Institutionen, also auch keine Kirche, keine Ideologie, keine Weltanschauung und keine Konfession, können über die Wahrheit verfügen. Diese Tatsache hat eine hohe theologische Qualität, weil sie letztlich den fundamentalen Unterschied zwischen Gott und dem Menschen deutlich macht. Darum tut es jeder Kirche gut, in Demut und Offenheit die biblische Wahrheit zu erforschen und dabei der Versuchung zur Verabsolutierung und Einseitigkeit zu widerstehen.
Die Zustimmung zur Vielfalt und zur Toleranz versteht sich nicht von selbst, denn sie ist mühsam und erfordert eine bewusste und gelebte Selbstbegrenzung und Auseinandersetzung. Natürlich ist die Wahrheitsfrage massgebend. Wo wir Grenzen ziehen müssen, ist in vielen Bereichen einzeln zu entscheiden. Es gilt, einerseits Grenzen dort zu setzen, wo Zwang auf das Gewissen anderer ausgeübt wird und geistlicher Druck an die Stelle des Dialogs tritt und damit der innere Frieden der Gemeinde gefährdet ist. Andererseits findet theologische Vielfalt dort ihre Grenze, wo sie durch Relativismus und Individualismus die Einheit und Identität unserer Freikirche gefährdet.
5. Schlussfolgerungen
1. Wir fördern ein klares, adventistisches Profil, das in Toleranz und Demut gelebt wird, weil wir unterschiedliche Erkenntnisse in den eigenen Reihen respektieren.
2. Wir bekennen uns zu der reformatorischen Erkenntnis, dass sich der Glaube auf eine göttlich zugesprochene Freiheit des Gewissens berufen kann. Daraus resultiert ein hohes Mass an Eigenverantwortung, die in der Nachfolge Jesu heranreift.
3. Lebensstile und praktizierte Frömmigkeit waren schon immer kulturellen und gesellschaftlichen Einflüssen ausgesetzt. Wir bejahen eine diesbezügliche Vielfalt und lehnen eine Kasuistik ab, die in die Versuchung führt, Einzelvorschriften für alle Bereiche des Lebens zu erheben und schlimmstenfalls als verbindlich zu erklären.
4. Als verantwortliches Führungsgremium lehnen wir eine Kultur der gegenseitigen Kontrolle und eine damit verbundene Machtposition ab. Dies schliesst eine klare Führungsverantwortung nicht aus.
5. Wir glauben, dass eine ehrliche Frömmigkeit sich in allen Altersstufen in vielfältiger Spiritualität ausdrücken kann und wehren dem Streben, diese Ausdrucksformen zu vereinheitlichen. Wir akzeptieren eine besondere und unterschiedliche Lebens- und Jugendkultur in den eigenen Reihen und begegnen ihr mit Respekt und Verständnis.
6. Wir begrüssen Freiräume in der Gottesdienstgestaltung, was eine Vielfalt an Musikstilen und anderen künstlerischen Darbietungen und Elementen ausmacht.
7. Wir überprüfen und – wenn angebracht – korrigieren unsere Sprach- und Redekultur im Umgang mit anders denkenden Brüdern und Schwestern aus den eigenen Reihen sowie mit Gläubigen anderer Kirchen. „Identitätsbildung“ durch schroffe Abgrenzung, durch Feindbilder und durch die Herabwürdigung anderer Kirchen lehnen wir ab.
8. Wir unterlassen verurteilende Bemerkungen und leichtfertig ausgesprochene verunglimpfende Äusserungen in Wort, Schrift und Bild, weil sie einen unbarmherzigen und ausgrenzenden Charakter haben und Menschen sowie Institutionen beschädigen.
9. Damit der Leib Jesu nicht gespalten wird, wehren wir jeglichen Aktivitäten und Bestrebungen, eine Kirche innerhalb der Kirche zu bilden. Wenn Gruppen und Vereine im Bereich des Norddeutschen Verbandes konstruktiv mitwirken wollen, erwarten wir, dass sie ihre Aktivitäten mit der Leitung der Freikirche abstimmen.
10. Weil die gewählten Verantwortungsträger auf allen Ebenen des Norddeutschen Verbandes und seiner Organisationen durch ihre Wahl und Fachkompetenz legitimiert sind, treten wir jeder Form der Demontage ihrer Person und Tätigkeit entschieden entgegen.
Als Verbandsausschuss im Norddeutschen Verband sind wir Hirten der ganzen Herde und laden alle ein, mit uns gemeinsam zu glauben, Extreme zu vermeiden, die Einheit zu suchen und sich unter das Gebet Jesu zu stellen:
„Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt wegzunehmen,
sondern sie vor dem Bösen zu bewahren,
und von allem, was nur menschlich ist, abzugrenzen.
Schliesse ihnen die Wahrheit auf
und gib ihnen Stand und Halt in ihrem Glauben.“
(Aus Johannes 17 nach der Übertragung von Jörg Zink.)
Der Verbandsausschuss der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Norddeutschen Verband, September 2008.
Impressum 
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Nachrichtenagentur APD |
Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ |
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APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

