APD-INFORMATIONEN 8/2003

International

Über 13 Millionen erwachsen getaufte Adventisten weltweit uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 15.12.2003 / APD

"Am 30. Juni 2003 gab es weltweit 13 325 270 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten", teilte Bert Haloviak (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor des Büros für Archiv und Statistik der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche, mit. Das seien 573 097 Mitglieder mehr als im Jahr zuvor. Die jährliche Zuwachsrate betrage 4,5 Prozent. Im Durchschnitt würden sich jeden Tag 2 600 Menschen den Adventisten anschliessen und 13 neue Gemeinden gegründet. Allerdings hätten im letzten Jahr weltweit 246 128 Mitglieder die Freikirche verlassen. Auf 100 Taufen kämen im Durchschnitt 35 Austritte. "Es gilt herauszufinden, warum uns so viele Gemeindeglieder verlassen, damit wir den Zustand ändern können", sagte der Generalsekretär der Generalkonferenz, Pastor Matthew Bediako.

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Schwedische Adventisten erstmals von Frau geleitet uparrowprint druckenemail versenden

Stockholm/Schweden, 15.12.2003 / APD

Mit Audrey Boyle Andersson ist erstmals eine Frau zur Geschäftsführerin der schwedischen Siebenten-Tags-Adventisten gewählt worden. Sie steht in der Hierarchie an zweiter Stelle, da sie in ihrer Funktion gleichzeitig die Stellvertreterin des Präsidenten der dortigen Freikirche ist. Andersson stammt ursprünglich aus England und war Inhaberin einer Agentur für Marketing und Kommunikation. In Schweden leben 2 800 erwachsen getaufte Adventisten in 44 Gemeinden. Die schwedische Freikirche unterhält eine Mittelschule, eine Grundschule, ein Gesundkostwerk und ein Verlagshaus.

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Feuer zerstörte adventistische Kirche in Nowgorod uparrowprint druckenemail versenden

Nowgorod/Russland, 15.12.2003 / APD

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nowgorod ist durch Feuer zerstört worden. Laut Ortspastor Stanislav Bazilo entdeckte die Polizei, dass alle Türschlösser gewaltsam geöffnet wurden, so dass Brandstiftung vermutet werde. Die 98 Gottesdienstbesucher baten die Stadtverwaltung, ihnen einen Versammlungsraum längerfristig zu vermieten. Die örtlichen Baptisten wollen der Gemeinde vorübergehend eines ihrer Zentren für den Gottesdienst zur Verfügung stellen. Im Juni vernichtete ein Feuer aus unbekannten Gründen ein adventistisches Pastorenwohnhaus in Irkutsk. Im Januar wurde die Kirche der Adventisten in Saransk ein Opfer durch Brandstifter.

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Neues adventistisches Gemeindezentrum im nordirakischen Mosul uparrowprint druckenemail versenden

Mosul/Irak, 15.12.2003 / APD

Im nordirakischen Mosul haben die Siebenten-Tags-Adventisten ein neues Gemeindezentrum mit Pastorenwohnung bezogen. An der Einweihungsfeier nahmen auch 40 Adventisten aus Bagdad teil. Die Gemeinde in Mosul wurde im März 1923 als erste im Irak gegründet, nachdem der deutsche adventistische Missionar Walter Konrad Wilhelm Ising (1881-1950) sieben Erwachsene getauft hatte. 1931 wurde dort auch eine Grundschule eröffnet, die 1945 zu einer Mittelschule erweitert wurde und 1958 insgesamt 125 Schülerinnen und Schüler zählte. Anfang der 1960er Jahre musste aufgrund politischer Unruhen im Nordirak die Schule geschlossen werden und die meisten Adventisten zogen nach Bagdad, so dass nur wenige Gottesdienstbesucher in Mosul verblieben. Zur Zeit gibt es im Irak drei adventistische Gemeinden, wobei die in Bagdad mit etwa 200 Mitgliedern die grösste ist. Laut dem Sekretär der irakischen Adventisten, Basim Fargo, soll eine weitere Gemeinde in Unhuq im Norden des Landes entstehen. Seit 1959 ist die Freikirche im Irak staatlich anerkannt.

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Ausbildungsstätte für sudanesische Pastoren uparrowprint druckenemail versenden

Aura/Uganda, 15.12.2003 / APD

Eine Ausbildungsstätte für adventistische Pastoren im Südsudan wird die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Januar 2004 in Aura im Nordwesten Ugandas eröffnen. Wie der Präsident der Adventisten im Nahen Osten, Pastor Michael Porter (Nikosia/Zypern), mitteilte, habe es bisher für die etwa 6 000 Gemeindeglieder im Süden Sudans nur einen Geistlichen gegeben. Daher seien Anfang November vier weitere einheimische Pastoren ordiniert worden. Da sich dort jedes Jahr über 1 000 Menschen der Freikirche anschlössen, würden ständig neue, gut ausgebildete Geistliche benötigt. Vorsteher der Siebenten-Tags-Adventisten im Südsudan ist der brasilianische Missionar Dr. Itamar DePaiva, sein Stellvertreter und Sekretär (Geschäftsführer) der sudanesische Pastor Paul Yithak; Schatzmeister Bassam Asmar stammt aus dem Libanon. Ziel sei, so Michael Porter, eine nur aus Einheimischen bestehende Kirchenleitung.

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Historisches Archiv der Adventisten in Europa: Wo Geschichte lebendig wird uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau bei Magdeburg/Deutschland, 15.12.2003 / APD

"Das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, welches seit 1997 zur Theologischen Hochschule in Friedens-au bei Magdeburg gehört, will die Geschichte der Freikirche bewahren und Entwicklungen aufzeigen, um ihre Identität zu stärken und damit beizutragen, ihre Zukunft zu sichern", erläuterte Dr. Daniel Heinz, Archivleiter und Dozent für Kirchengeschichte, Philosophie, Ökumenik und Religionsgeschichte. Das wissenschaftliche Zentralarchiv der europäischen Adventisten wird von der Euro-Afrika-Abteilung der Freikirche in Bern getragen und finanziert. Derzeit verfügt es über rund 3 500 archivierte Akten, die sich aus Originaldokumenten oder Fotokopien von Originalen sowie aus Film- und Fotomaterial zusammensetzen. Die Sammlung dokumentiert schwerpunktmäßig Geschichte und Mission des Adventismus im Nahen Osten, in Nord-, Zentral- und Ostafrika sowie in einigen Ländern des Fernen Ostens.

Genutzt wird das Archiv von Gemeindegliedern und Pastoren, die Anfragen zu theologischen und adventistisch-geschichtlichen Themen haben oder Fragen zur Gründung und zum Ursprung von Ortsgemeinden stellen. Neben Studenten der Theologischen Hochschule steht das Archiv auch Theologen anderer Konfessionen zur Verfügung. So schrieb beispielsweise der evangelische Pfarrer Hermann Ruttmann seine Dissertation über die adventistische Reformationsbewegung in Deutschland und konnte dabei Quellen des Archivs nutzen. Gegenwärtig würden ingesamt acht Doktoranten betreut, so Heinz.

Die Herausgabe wissenschaftlicher Literatur, die die eigene Geschichte aufarbeitet und beleuchtet sowie ihre Bedeutung für die heutige Zeit herausstellt, ist ebenfalls Aufgabe und Verantwortungsbereich des Archivs. Bisher sind in diesem Rahmen acht Bände der Schrift-reihe "Adventistica" beim Peter Lang Verlag erschienen, vier weitere sind in Vorbereitung, so „Die Haltung der Siebenten-Tags-Adventisten zum Militärdienst im 1. Weltkrieg“. Dr. Daniel Heinz arbeitet daneben auch an einem adventistischen Martyrologium, das heißt an einer biografischen Erfassung von adventistischen Opfern des Nationalsozialismus und des Stalinismus, die für ihre Glaubensüberzeugungen hingerichtet wurden beziehungsweise in Lagern ums Leben kamen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte der Universität München und der Sektion Friedens- und Pazifismusforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften Moskau.

Das Archiv wird durch die Mitarbeit ehrenamtlicher Helfer und einer ABM-Kraft unterstützt. Auch Studenten arbeiten im Archiv und haben dadurch Gelegenheit, einen Teil ihres Studiums zu finanzieren. Das Archiv sei mehr als lediglich das Wissen, dass alles aufgehoben sei, betonte Dr. Heinz. "Es bedeutet vielmehr, sich seiner Geschichte bewusst zu sein, zu wissen woher man kommt, zu erfahren, warum man heute als Gemeinde und als Einzelner so lebt und glaubt, wie man es tut. Wir dürfen unsere Wurzeln nicht vergessen, genauso wie ein Baum seine Wurzeln zum Überleben braucht. Wir können aus den Fehlern und Erfolgen unserer Vorgänger lernen." Geschichte dürfe nicht vergessen werden, sondern müsse im Gedächtnis bleiben, damit sie nicht im Staub verschwinde, sondern immer wieder neu ins Leben greife. Denn nur dann habe sie Sinn, wenn aus ihr gelernt werde.

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Ökumene

Leuenberger Kirchengemeinschaft mit neuem Namen uparrowprint druckenemail versenden

Hölstein BL, 15.12.2003 / APD

Die "Leuenberger Kirchengemeinschaft“ hat sich in "Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa" (GEKE) umbenannt. Zu ihr gehören 98 protestantische Kirchen in Europa und fünf weitere in Südamerika, die sich aus früheren Einwandererkirchen entwickelt haben. In Leuenberg bei Basel wurde 1973 die sogenannte "Leuenberger Konkordie" verabschiedet. Sie hat nach mehr als 400 Jahren der Trennung zu einer innerevangelischen Einigung geführt. Auf ihrer Grundlage erkennen sich lutherische, reformierte, unierte, aber auch vorreformatorische Kirchen, wie die Hussiten und Waldenser, sowie seit 1997 auch die methodistischen Kirchen gegenseitig an und sind seither durch Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft miteinander verbunden.

Geschäftsführende Präsidentin der GEKE ist die Professorin für Praktische Theologie, Dr. Elisabeth Parmentier (Strassburg).

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Kardinal König: "Zwei Päpste wären keine gute Lösung" uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 15.12.2003 / APD

Der katholische Wiener Alterzbischof Kardinal Franz König hat kürzlich in einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung "Kurier" betont, es sei richtig, wenn Papst Johannes Paul II. trotz labilen Gesundheitszustands im Amt bleibt.
In seinem ersten grossen Zeitungsinterview nach seiner Genesung von einem Sturz mit Oberschenkelhalsbruch - mit dem Titel: "Wieder der Alte" - stellte der Wiener Alterzbischof fest: "Zwei Päpste wären sicher keine gute Lösung - ein aktiver und einer, der in Pension ist. Da sagen dann die einen, ich bin für den, und die anderen sind für den anderen". Die Frage sei, wie weit sich der Papst noch des grossen Apparats im Vatikan bedienen kann und wie weit sich Teile dieses Apparats selbständig gemacht haben.
Kardinal König mahnte in dem Interview zum "Dialog in der Kirche statt sich gegenseitig zu beschimpfen". Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnete er als "grösstes Ereignis" in seinem Leben.
Im Rückblick auf die letzten 100 Jahre meinte Kardinal König - der selbst im 99. Lebensjahr steht -, es gebe sowohl "positive als auch Besorgnis erregende Aspekte". Die Fortschritte in der Medizin, in der Bio- und Genforschung und in der Technik seien beeindruckend. Gleichzeitig bereite die Geschwindigkeit, mit der alles vor sich geht, vielen Menschen Probleme. Der Kardinal - der sich bemüht, möglichst alle E-Mails, die er tagtäglich erhält, umgehend zu beantworten - berichtete von einem jungen Computerfachmann, der ihm gesagt habe, dass das Tempo sogar für seine Generation kaum durchzuhalten ist.

Auch Weihnachten verkomme immer mehr zur "hektischen Einkaufszeit", bedauerte der Wiener Alterzbischof. Viele wüssten gar nicht mehr, was "dieses schöne Fest wirklich bedeutet".

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Kleinere Kirchen bei ökumenischen Kirchentagen stärker einbeziehen uparrowprint druckenemail versenden

Frankfurt am Main/Deutschland, 15.12.2003 / APD

Zu einer Aussprache über den diesjährigen Ökumenischen Kirchentag in Berlin lud die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Dr. Elisabeth Raiser, und den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Professor Dr. Hans Joachim Meyer, im Rahmen der ACK-Herbst-Mitgliederversammlung nach Fulda ein. Bei der Diskussion für künftige Veranstaltungen dieser Art wurde der Wunsch nach einer stärkeren Einbeziehung und Beteiligung der ACK und ihrer so genannten kleinen Kirchen bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung künftiger ökumenischer Kirchentage ausgesprochen. Auch wenn einige wichtige Fragen des Miteinanders, wie Abendmahl/Eucharistie, noch nicht gelöst seien, gebe es eine breite Plattform gemeinsamen Handelns.

Des Weiteren beschloss die Mitgliederversammlung die Feier eines ökumenischen Abendgottesdienstes am Ostersonntag, 11. April 2004, in der evangelischen Matthäuskirche in München aus Anlass des gemeinsamen Osterdatums der westlichen und östlichen Christenheit. Im Jahr 2005 soll eine Konsultationstagung zur "Überwindung von Gewalt in Deutschland" stattfinden. Ein Arbeitsausschuss wurde zur Begleitung der Umsetzung der "Charta Oecumenica" in der Bundesrepublik eingesetzt und ausserdem die Durchführung des Projekts "Weisst Du, wer ich bin? " für die Jahre 2004 bis 2007 beschlossen. Ziel sei es, Begegnungen und Gespräche zwischen Menschen unterschiedlicher Religion und Kultur, insbesondere zwischen Christen, Juden und Muslimen, in Deutschland anzuregen. Das Projekt wird von der ACK, dem Zentralrat der Juden, dem Zentralrat der Muslime und der Türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) getragen.

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Religion + Staat

Adventisten für Staatsvertrag mit Kirchen in Tschechien uparrowprint druckenemail versenden

Prag/Tschechien, 15.12.2003 / APD

"Ich bin davon überzeugt, wenn der tschechische Staat ein Konkordat mit der römisch-katholischen Kirche unterzeichnet, er ähnliche Vereinbarungen auch mit anderen Kirchen, die das wünschen, schliessen wird. " Das betonte der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Tschechien und der Slowakei, Pastor Karel Nowak (Prag), nach einer Unterredung mit dem tschechischen Aussenminister Cyril Soboda, an der er zusammen mit 21 weiteren evangelischen und orthodoxen Kirchenleitern teilnahm. Einige von ihnen vertraten die Ansicht, dass die bestehenden Gesetze ausreichend seien, um die freie Religionsausübung zu garantieren. Nowak befürwortet dagegen Verträge einzelner Kirchen mit dem Staat: "Es ist meine Überzeugung, dass alle Kirchen und Religionsgemeinschaften die gleichen Rechte und Pflichten gegenüber der Gesellschaft, die vom Staat repräsentiert wird, haben sollten." In Tschechien leben 7 700 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 141 Gemeinden.

Die slowakische Regierung hat bereits im letzten Jahr in Bratislava einen gemeinsamen Vertrag mit elf registrierten Kirchen und Religionsgemeinschaften des Landes unterzeichnet. Darin werden die Vereinbarungen mit dem Staat in Hinblick auf Unabhängigkeit und Glaubensfreiheit sowie die Zusammenarbeit im Bereich des Schulwesens und der Sozialarbeit geregelt. Den Kirchen wird ausserdem das Recht gewährt, ausländische Gelder erhalten zu dürfen. Die Unterzeichner sind unter anderem die evangelische, reformierte, orthodoxe, alt-katholische, apostolische, adventistische, baptistische und methodistische Kirche sowie die Hussiten und der Zentralverband der jüdischen Gemeinden. Ein Konkordat zwischen dem slowakischen Staat und der römisch-katholischen Kirche war bereits zuvor geschlossen worden.

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Freikirchen und Politik uparrowprint druckenemail versenden

Altena in Westfalen/Deutschland, 15.12.2003 / APD

"Freikirchen und Politik - eine Standortbeschreibung" lautete das Thema der Herbsttagung des Vereins für Freikirchenforschung, zu der 40 Interessenten ins Bergheim Mühlenrahmede der Siebenten-Tags-Adventisten nach Altena kamen. Der Vereinsvorsitzende, Professor Dr. Erich Geldbach, Universität Bochum, stellte in seiner Einführung zur Thematik die Frage, inwieweit Freikirchen öffentlichkeitsirrelevant seien. Er kam zu dem Ergebnis, dass Freikirchen zuerst durch vielfältige Formen der Diskriminierung und Ausgrenzung seitens der grossen Kirchen irrelevant gemacht worden seien, dann sich aber auch selbst isoliert hätten. Dennoch habe es immer wieder einzelne herausragende Persönlichkeiten und Aktionskreise gegeben, die sich politisch eingemischt hätten. Walter Bromba, Kommunalpolitiker der Grünen in Frankfurt/Main, berichtete sehr persönlich von seinen Erfahrungen als Adventist in der Politik. Er plädierte für eine Einmischung in kommunale Angelegenheiten, denn die Durchsetzung der Grundrechte fänden vor Ort statt. Zudem könnten freikirchliche Gruppen nicht erwarten, wahrgenommen zu werden, wenn sie nicht bereits im Vorfeld wichtiger Entscheidungen Lobbyarbeit betrieben.

Die Kirchenhistorikerin des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Kristiansand/Norwegen, Dr. Ingunn Breistein, gab einen Einblick in die Entwicklung der Religionsfreiheit und der Freikirchen in Norwegen während der letzten 150 Jahre. Dabei habe sich der Staat und mit ihm die lutherische Staatskirche lange Zeit als äusserst reformresistent gezeigt. Erst 1969 sei es beispielsweise Freikirchlern möglich gewesen, in den Staatsdienst als Postbote oder Lehrer aufgenommen zu werden. Bis dahin habe es de facto keine Religionsfreiheit in Norwegen gegeben. Johannes Hartlapp, Dozent an der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, berichtete von Kompromissen, die Adventisten im Ersten Weltkrieg wegen des Militärdienstes eingingen. In der Aussprache wurde deutlich, dass diese Fallstudie zahlreiche Parallelen zur politischen Haltung anderer Freikirchen biete. Es sei reagiert worden, statt zu agieren. Das eigene Bestehen schien wichtiger als Zivilcourage. In Krisenzeiten habe man sich auf die Rettung von Seelen beschränkt und sei dem akuten Konflikt aus dem Weg gegangen.

Carl Ordnung zeigte am Beispiel des Arbeitskreises Evangelisch-methodistischer Christen in der DDR, in welchen Konflikten Christen in der DDR versucht hätten, politisch relevant zu sein. Dr. Dietmar Lütz, Vertreter der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am Sitz der Bundesregierung, sprach über den Wertewandel in der Politik. Die Politiker hofften auf Menschen, die Werte verkörperten und sich mutig einmischten. Allerdings bedürfe es verschiedener Faktoren, um sich einmischen zu können: Etwa der Fähigkeit zum ethischen Kompromiss, einer positiven Weltsicht und Willigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen Gruppen. Die in Altena gehaltenen Referate werden im Jahrbuch 2004 des Vereins für Freikirchenforschung veröffentlicht.

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"Ihr habt in Makerere nichts zu suchen" uparrowprint druckenemail versenden

Kampala/Uganda, 15.12.2003 / APD

Das Verfassungsgericht in Uganda hat die Klage von drei adventistischen Studenten der juristischen Fakultät an der staatlichen Makerere Universität abgewiesen, die unter Berufung auf die Religionsfreiheit erreichen wollten am Samstag, dem biblischen Ruhetag (Sabbat), keine Examen ablegen und keine Vorlesungen besuchen zu müssen. "Die Verfahrensweise der Makerere Universität, die von den adventistischen Studenten beanstandet wurde, ist rechtmässig, denn die Studierenden, einschliesslich der Kläger, besuchen die Lehranstalt freiwillig", urteilten die Richter. Sie vertraten die Ansicht, dass die Studenten auch auf andere Hochschulen, einschliesslich der adventistischen Bugema Universität in Kampala, ausweichen könnten.

Dr. Mutuku J. Mutinga (Nairobi/Kenia), Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der ost- und zentralafrikanischen Siebenten-Tags-Adventisten, kündigte an, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. "Wir haben eine ganze Reihe von Studenten an der Makerere Universität, die ebenfalls von dem Urteil betroffen sind." Da es sich um eine staatliche Universität handele, müsste sie mit ihren Fakultäten auch für alle dafür geeigneten Studenten offen sein, zumal zur Unterhaltung der Lehranstalt Studiengebühren zu zahlen seien. Zwar gebe es adventistische Hochschulen und Universitäten in Ostafrika, doch diese hätten keine juristischen, medizinischen oder veterinärmedizinischen Fakultäten. Daher könne nicht gesagt werden: "Ihr habt in Makerere nichts zu suchen, geht an eure Bugema Universität oder anderswo hin."

Mutinga erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit bei der akademischen Ausbildung von Adventisten an staatlichen Lehranstalten zwar immer wieder einmal zu Problemen wegen des Sabbats gekommen sei, doch hätten sich stets Lösungen finden lassen. "Die Universität von Nairobi hat beispielsweise 30 000 Studenten, darunter 3 000 Adventisten. Doch dort wird ihr Glaube berücksichtigt, so dass sie am Samstag weder Vorlesungen besuchen noch Examen ablegen müssen", hob Mutinga hervor. Derzeit seien auch zwei Siebenten-Tags-Adventisten der Universität von Dar es Salaam in Tansania wegen des Sabbats suspendiert worden. Mutinga hoffe jedoch, mit der Universitätsleitung zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

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Adventistische Hochschule in der Ukraine staatlich anerkannt uparrowprint druckenemail versenden

Lesnaya Bucha/Ukraine, 15.12.2003 / APD

Die 1999 von den Siebenten-Tags-Adventisten in Lesnaya Bucha in der Region Kiew gegründete Hochschule (Ukrainsky Gumanitrany Institut) hat vom ukrainischen Bildungs- und Wissenschaftsministerium die staatliche Anerkennung erhalten. An der Hochschule können Sprach- und Literaturwissenschaften (Englisch, Französisch und Deutsch), Betriebswirtschaft, Finanzwesen und Marketing studiert werden. Derzeit sind dort etwa 300 Studenten eingeschrieben. In der Ukraine leben 60 500 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 834 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält ausserdem eine Grundschule, eine englische Sprachenschule, ein Medienzentrum mit Aufnahmestudios für Rundfunksendungen und ein Verlagshaus.

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Religionsgesetz in Turkmenistan abermals verschärft uparrowprint druckenemail versenden

Aschgabad/Turkmenistan, 15.12.2003 / APD

In der mittelasiatischen Republik Turkmenistan ist das repressive Religionsgesetz von 1996 verschärft worden. Bisher wurden nur der sunnitische Islam, dem 87 Prozent der 4,8 Millionen Einwohner angehören, und die Russische Orthodoxe Kirche vom Staat anerkannt. Alle anderen Konfessionen galten als illegal, waren aber nicht grundsätzlich verboten. Dennoch erlitten Adventisten, Baptisten, Pfingstchristen und andere religiöse Minderheiten ständig Repressalien. Gottesdienste in Privatwohnungen wurden von der Polizei aufgelöst und die Wohnungen dem Mieter oder Eigentümer weggenommen. Pastoren und Gläubige wurden verhaftet, mit Geldstrafen belegt oder des Landes verwiesen. In Tausenden von Briefen an US-Präsident George W. Bush, Aussenminister Colin L. Powell, Kongressabgeordnete und Senatoren prangerten im letzten Jahr nordamerikanische Siebenten-Tags-Adventisten die anhaltende Verfolgung religiöser Minderheiten in Turkmenistan an und forderten die US-Regierung auf, gegen die Verletzung "fundamentaler Menschenrechte" vorzugehen.

Artikel 8 des seit November geltenden neuen Religionsgesetzes sieht wie bisher vor, dass für die Registrierung einer Religionsgemeinschaft beim Justizministerium 500 erwachsene Mitglieder, die turkmenische Staatsbürger mit Wohnsitz im Inland sein müssen, erforderlich seien. Für protestantische Gemeinschaften sei es schwierig, die geforderte Mitgliederzahl nachzuweisen, da die Gemeinden meist aus Russen bestünden und einheimische Turkmenen nicht in den Mitgliederlisten auftauchen würden, um sie vor Verfolgung zu schützen, teilte ein Pastor mit.

Artikel 11 des neuen Gesetzes verbietet jetzt ausdrücklich die Tätigkeit nicht registrierter religiöser Organisationen. Laut Artikel 6 ist auch das Lehren geistlicher Glaubensinhalte auf privater Basis verboten. Artikel 14 gibt dem Justizministerium das Recht, die Registrierung von Religionsgemeinschaften aus einer Vielzahl von Gründen, wie "Einmischung in Familienbeziehungen, die zum Zusammenbruch der Familie führen" oder "Verletzung der sozialen Sicherheit und Ordnung", zu widerrufen. Nach Artikel 14 müssen alle registrierten Religionsgemeinschaften, die Geld für ihre Arbeit aus dem Ausland erhalten, dies dem Justizministerium melden. Von registrierten Glaubensgemeinschaften eingeführte religiöse Literatur ist nach Artikel 20 dem "Rat für Religiöse Angelegenheiten" zur Genehmigung vorzulegen. Im Strafgesetzbuch wurden Strafbestimmungen für religiöse Aktivitäten nicht registrierter Gemeinschaften eingeführt. Wer die Bestimmungen verletzt, kann mit einer Geldstrafe zwischen zehn und dreissig Monatslöhnen, bis zu einem Jahr Zwangsarbeit oder bis zu sechs Monaten Gefängnis bestraft werden.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

ADRA-Aktion: Weihnachtspakete für Waisenkinder uparrowprint druckenemail versenden

Lentigny FR, 15.12.2003 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Schweiz hat 1 936 Weihnachtspakete im Wert von 83 000 Euro in die Ukraine gesandt. Dort sollen sie zusammen mit Kleidung an Kinder in Waisenhäusern der Regionen Poltava und Khmelnitskiy, etwa 300 Kilometer südöstlich von Kiew, verteilt werden. Zwei dieser Heime erhalten außerdem Kühlschränke und Material für technische Installationen. Auch ADRA-Deutschland führt eine Weihnachtspaketaktion für Waisenkinder in Afghanistan, Albanien, Bosnien, Bulgarien, Mazedonien, Rumänien, Russland, Serbien und in der Ukraine durch. Im letzten Jahr wurden dafür etwa 30 000 Pakete bei den Sammelstellen abgegeben.

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Nur zehn Liter Wasser für Afrikaner uparrowprint druckenemail versenden

Oberhausen/Deutschland, 15.12.2003 / APD

In der König-Pilsener-Arena in Oberhausen war während des Benefizkonzerts von Herbert Grönemeyer für die Aktion "Gemeinsam für Afrika" auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland mit einem Ausstellungsstand vertreten. Mit der Aktion wollten 26 Hilfsorganisationen die Öffentlichkeit auf die Not von Millionen Menschen des afrikanischen Kontinents, aber auch auf seine Potenziale und Zeichen der Hoffnung hinweisen.

ADRA hatte eine "Oase" mit einem afrikanischen Brunnen aufgebaut, aus dem Besucher mit einem löchrigen Lederbeutel Wasser schöpfen konnten. Dabei wurde deutlich, dass ein Afrikaner mit zehn Litern Wasser pro Tag auskommen müsse, während ein Deutscher für Körperpflege, Wäsche und Trinken täglich 120 Liter verbrauche. Ghanaer in ihrer bunten Landestracht verteilten dazu Informationsmaterial. Auch im Centro Oberhausen, einem Einkaufszentrum, war ADRA-Deutschland präsent, machte auf die Not in Afrika aufmerksam und zeigte, wie durch praktische Maßnahmen Bedürftigen geholfen und die Lebensqualität der Menschen vor Ort nachhaltig verbessert werden könnten.

ADRA-Deutschland führt in Afrika zur Zeit Gesundheitsprogramme, landwirtschaftliche Schulung und Nahrungsmittelhilfe in Angola, Ausstattung von Schulen und Haushalten mit Gerätschaften in Liberia, landwirtschaftliche Projekte in Mosambik, Nahrungsmittelhilfe in Sambia und Simbabwe, Schulunterricht für Kinder in Somalia, Nahrungsmittel- und Medikamentenhilfe in Swasiland sowie Ausstattung von Flüchtlingen mit Haushaltsgeräten in Uganda durch.

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Englischbücher für usbekische Schulen uparrowprint druckenemail versenden

Taschkent/Usbekistan, 15.12.2003 / APD

Bücher, Plakate und Hefte für den Englischunterricht hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA an Schulen in Usbekistan verteilt. Das usbekische Erziehungsministerium und das Friedenskorps der Vereinigten Staaten unterstützten die Initiative.

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Auszeichnung für Alphabetisierungsprogramm uparrowprint druckenemail versenden

Guatemala-Stadt/Guatemala, 15.12.2003 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Guatemala ist von Erziehungsminister Mario Rolando Torres Marroquin mit dem "Orden für Alphabetisierung" ausgezeichnet worden. Vor drei Jahren gründeten verschiedene Hilfswerke in Guatemala die „Nationale Bewegung für Lesen und Schreiben“ (MONALLFA), durch deren Einsatz die Analphabetenrate im Land um etwa 20 Prozent sank. Obwohl ADRA erst seit einem Jahr zu dieser Bewegung gehört, wurde sie aufgrund der Qualität ihres Programms für die nationale Auszeichnung vorgeschlagen. ADRA schult in drei größeren Städten des Landes Kinder und Jugendliche, wie sie ihren Eltern und Verwandten Lesen und Schreiben beibringen können.

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Bibel

"Tipps für Kids" uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 15.12.2003 / APD

"Viele Kinder langweilen sich am Fernseher oder mit ihrer Playstation zu Tode", betonte Pastor Siegfried Wittwer, Leiter des Internationalen Bibelstudien-Instituts des adventistischen Medienzentrums "Stimme der Hoffnung", Darm-stadt. "Meistens schauen sie nur zu, wie andere Kinder in Abenteuerfilmen etwas erleben. Ihr eigener Alltag ist dagegen grau und farblos." Video- und Computerspiele seien für Kinder zwar attraktiv, weil sie in die Handlung eingreifen könnten. Trotzdem wären diese "Abenteuer" auch nur aus zweiter Hand und künstlich. "Deshalb werden sie auch bald langweilig. "

Mit dem kostenlosen, mit Comics locker gestalteten Bibelfernkurs "Tipps für Kids – Mit Pfadfindern das Leben entdecken" wolle das Bibelstudien-Institut Kinder ermutigen, Fernseher und Computer auszuschalten und selbst etwas zu machen. "Weil sie bei den Pfadfindern Spannendes erleben und Interessantes lernen können, ermutigt der Kurs die Kinder, sich einer christlichen Pfadfindergruppe anzuschließen. Er zeigt ihnen an vielen Bildern und Vergleichen aus dem Pfadfinderleben, wie sehr Gott sie liebt", so Pastor Wittwer weiter. Am Schluss erhielten sie nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein interessantes Geschenk, dass sie immer wieder gebrauchen könnten.

"Tipps für Kids" umfasst sieben Hefte und kann in der Schweiz beim Bibelstudien-Institut, Stimme der Hoffnung, Postfach 6738, 8050 Zürich, Telefon (01) 315 65 07, E-Mail: sdhoffnung@stanet.ch bestellt werden.

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Zunehmendes Interesse an Bibelstudienkursen uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 15.12.2003 / APD

Das Internationale Bibelstudien-Institut des adventistischen Medienzentrums "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, rechnet in diesem Jahr mit rund 30 000 ausgefüllten und eingesandten Fragebögen zu den Studienheften. Das sei das Fünffache im Vergleich zu 1995, teilte Institutsleiter Pastor Siegfried Wittwer mit. Die Steigerung sei auf Zeitungsinserate und die vermehrte Verteilung von Werbekarten für den Bibelfernkurs "Start ins Leben" zurückzuführen. Die Teilnehmer würden nicht nur die in den Studienheften gestellten Fragen zur Bibel beantworten, sondern selbst zahlreiche Fragen zur Heiligen Schrift und zu bestimmten biblischen Texten stellen, so dass sich eine zunehmende Korrespondenz mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts entwickle.

Das Internationale Bibelstudien-Institut der "Stimme der Hoffnung" bietet folgende kostenlose Bibelfernkurse an: "Start ins Leben" (28 Hefte), "Leben mit Christus" (10 Hefte), "Der Römerbrief" (14 Hefte), "Der bessere Weg" (10 Hefte), "Start in die Zukunft - Alte Prophezeiungen neu entdecken" (10 Hefte), "Tour of Life - Denkanstöße für Teenager" (10 Hefte), "Tipps für Kids - Mit Pfadfindern das Leben entdecken" (7 Hefte), den Gesundheitskurs "fit & gesund" (10 Hefte) und "Neues Leben - Ein Glaubenskurs für russisch Sprechende" (26 Hefte). Sie sind in der Schweiz beim Bibelstudien-Institut, Stimme der Hoffnung, Postfach 6738, 8050 Zürich, Telefon (01) 315 65 07, E-Mail: sdhoffnung@stanet.ch zu beziehen.

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Essen und Trinken im Neuen Testament uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 15.12.2003 / APD

Gebratene Heuschrecken in süßem Honigdip- kein Rezept von eigenwilligen Gesundheitsaposteln, sondern Alltagsessen der Wüstenbewohner zur Zeit Jesu? Das neue Internetspiel "Prost-Mahlzeit" der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stellt Fragen rund um das Essen und Trinken im Neuen Testament und ist unter www.ekd.de/spiele zu finden. Sechs Szenen aus der Bibel stehen im Mittelpunkt und fordern die Spielerinnen und Spieler nicht zum Reinbeißen, sondern zum Rausknobeln auf. "Prost-Mahlzeit" steht in der Tradition der bisherigen acht Internetspiele der EKD. Für das letzte Spiel "Bibel Expedition" hätten sich laut Tom O. Brok, Leiter der Internet-Arbeit im Kirchenamt der EKD, 16 000 Menschen interessiert. Sechs Fragen müssen bei "Prost-Mahlzeit" beantwortet werden. Für jede richtig beantwortete Frage gibt es eine Silbe. Alle sechs Silben in der korrekten Reihenfolge zusammengefügt, ergeben den gesuchten Lösungssatz. Bis zum 29. Februar 2004 läuft das Gewinnspiel, bei dem die Spielerinnen und Spieler über 80 Preise, darunter CDs, Bücher und Spiele, gewinnen können.

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Erstes Bibelzentrum in den Arabischen Emiraten uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 15.12.2003 / APD

Das erste Bibelzentrum in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde in Dubai eröffnet, teilte der Weltbund der Bibelgesellschaften in Reading/England mit. Das Zentrum entstand in Zusammenarbeit zwischen der Bibelgesellschaft des Persischen Golfs und der Evangelischen Kirche in Dubai. Es soll in erster Linie die Versorgung der christlichen Gemeinden mit der Heiligen Schrift sicherstellen. Neben einem Buchladen für biblische Schriften wurde auch ein Medienraum eingerichtet, in dem Besucher die Welt der Bibel interaktiv am Computer erkunden können. Eine eigene Bibelgesellschaft gibt es in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht. Zuständig für die Verbreitung von Gottes Wort ist die Bibelgesellschaft des Persischen Golfs, die auch in Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und im Jemen tätig ist. Zwei ähnliche Bibelzentren sollen in Abu Dhabi und Al Ain eingerichtet werden. Etwa 96 Prozent der rund 2,9 Millionen Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate bekennen sich zum Islam. Christen bilden eine Minderheit von etwa drei Prozent.

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Österreich: Bibel von 1561 ergänzt Bibliothek des Seminars Schloss Bogenhofen uparrowprint druckenemail versenden

St. Peter am Hart/Österreich, 15.12.2003 / APD

Die Bibliothek des Seminars Schloss Bogenhofen in St. Peter am Hart (Oberösterreich), der deutschsprachigen Ausbildungsstätte der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten der Schweiz und Österreichs, erhielt ein besonders wertvolles Geschenk: eine zweispaltig gedruckte Bibel aus dem Jahre 1561 in der Übersetzung von Johannes Dietenberger.
Diese Bibel stellt das älteste Buch im Besitz der Bibliothek dar. Sie ist wahrscheinlich die älteste überhaupt, die sich im Bestand einer adventistischen Institution in Europa befindet.
Wenn man die Bibel aufschlägt, dann liest man in ungewohnter Rechtschreibung: "Bibell, das ist: Alle bücher Alts und News Testaments / nach alter in Christlicher Kyrchen gehabter Translation / mit Auslegung etlicher dunckeler ort / ... Durch Doctor Johan Dietenberger / fleissig / trewlich und Christlich corrigiert und gebessert ..". Darunter findet sich der Vermerk, dass sie 1561 durch die Erben des Johan Quentel in Köln gedruckt wurde.

Wer war dieser Dr. Dietenberger? Johannes Dietenberger (ca. 1475-1537), ein Dominikaner, wirkte nach etlichen Lebensstationen zuletzt als Theologieprofessor in Mainz. Als Katholik gehörte er zu den Theologen, die auf dem Augsburger Reichstag 1530 damit beauftragt wurden, die evangelischen Lehren des entstehenden Luthertums zu widerlegen. Er verfasste zahlreiche Schriften. Seine wichtigsten Werke sind ein deutscher Katechismus aus dem Jahr 1537 und seine Bibelübersetzung, die erstmals 1534 in Mainz erschien.

In seiner Bibelübersetzung hielt er sich im Neuen Testament fast ganz an die Übersetzung von Hieronymus Emser (katholische Übersetzung von 1529), die Apokryphen schrieb er ziemlich wörtlich vom Zürcher Leo Judae ab, und für das Alte Testament benutzte er in starkem Maß Martin Luthers Bibelübersetzung, daneben aber auch ältere katholische Übersetzungen und die Vulgata. Dietenbergers Bibelübersetzung erlebte bis ins Jahr 1600 beachtliche 21 Auflagen. Dietenberger wurde damit der Bearbeiter der erfolgreichsten katholischen deutschen Bibelübersetzung im 16. Jahrhundert und gewann große Bedeutung in der Gegenreformation. Im Grunde sollte seine Übersetzung die Wirkung der Lutherbibel im katholischen Bereich aufhalten. Seine Bibelübersetzung wurde bis ins 18. Jahrhundert immer wieder neu aufgelegt.

Dietenberger schrieb selbst, dass es seine Absicht war, die jüngst erschienenen Übersetzungen durchzusehen und im katholischen Sinn zu korrigieren. Dabei stellte er keinen Anspruch auf Originalität und übernahm auch viele Formulierungen seines Gegners Luther. Trotzdem sagte er: "Damit sich hinfort niemand aus den unsern beklagen dürfe, dass ihm das Evangelium oder das Wort Gottes verhalten oder geweigert werde ... und ein jeder frommer Christ ... Luthers verkehrte Dolmetschung desto besser erkennen und sich davor bewahren möge."

Die Bibelausgabe in der Übersetzung Dietenbergers ist zweispaltig gedruckt und enthält knapp über 100 Holzschnitte, speziell zum Buch der Offenbarung. Das der Bibliothek des Seminars geschenkte Exemplar ist recht gut erhalten, wenngleich die allerletzten Seiten des Buches der Offenbarung fehlen.

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Personen

Deutsches Bundesverdienstkreuz für Gewandhauskapellmeister uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 15.12.2003 / APD

Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau hat den Kapellmeister des Gewandhauses in Leipzig, Professor Herbert Blomstedt, mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In der Begründung zur Ehrung heißt es: "Als Gewandhauskapellmeister fühlt er sich allein dem Werk des Komponisten verpflichtet, dessen Partitur handwerklich mit höchstem Niveau wiederzugeben ist. Er hat die Spitzenposition des Orchesters, das auf Auslandtourneen ein herausragender und beliebter Botschafter Deutschlands ist, gefestigt und weiter ausgebaut." Der 1927 in den USA als Sohn schwedischer Eltern geborene Musiker war unter anderem Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, "Music Director" des San Francisco Symphonieorchesters, leitete das Symphonieorchester des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg und übernahm 1998 die Nachfolge von Kurt Masur als Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Der Siebenten-Tags-Adventist, dessen Ehefrau Traute im Februar diesen Jahres verstarb, hat vier Töchter und lebt seit 1984 in Luzern.

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.