APD-INFORMATIONEN 1/2004

Schweiz

"Adventisten auf einen Blick" uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 03.02.2004 / APD

Die für das Jahr 2004 erschienene Kurzinformation "Siebenten-Tags-Adventisten - Auf einen Blick" enthält neben Angaben über Glau¬be, Herkunft und Lebensstil ihrer Mitglieder die wichtigsten statistischen Zahlen und Erläu¬terun¬gen zu den umfangreichen Aktivitäten der weltweiten protestantischen Freikirche. In der Rubrik "Fakten" sind mit Stand vom 1. Januar 2002 insgesamt 12 894 005 erwachsen getaufte Gemeindeglieder in 203 Ländern bei einer jährlichen Zuwachsrate von 4,5 Prozent verzeichnet. Die Adventisten unterhalten weltweit 5 605 Schulen, Colleges und Universitäten, 561 Krankenhäuser und Kliniken sowie 160 Alten-, Kinder- und Waisenheime. Die "Ad¬ventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe" (ADRA) arbeitet derzeit in 119 Ländern. Ihre Projekte kamen 2001 über 30 Millionen Menschen zugute. Das Faltblatt kann kostenlos bei der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Abteilung Kommunikation, Postfach 5126, 8050 Zürich, Telefax (061) 261 61 18, E-Mail info@stanet.ch, bezogen werden.

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"Sich für die Verlorenen einsetzen" uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 03.02.2004 / APD

"Was sind uns die Mitmenschen wert?", fragten die Präsidenten des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten, Dr. Rolf Pöhler und Günther Machel, in einem Gottesdienst in München-Pasing, der per Satellit in etwa 250 deutsche Adventgemeinden, nach der Schweiz, Österreich und in andere Länder live übertragen wurde. Die beiden leitenden Theologen der protestantischen Freikirche in Deutschland appellierten an die adventistischen Christen, sich leidenschaftlich für die Verlorenen in der Gesellschaft einzusetzen: "Christen sind nicht Menschen, die sich zum eigenen Schutz von ihrer Umwelt isolieren, sondern die sich wie Jesus mitten unter die Leute begeben."

Die Menschen seien auf der Suche nach der grossen Freiheit, dem grossen Glück. Doch aus dem Suchen scheine eine Abhängigkeit von Sehnsüchten geworden zu sein, die das grosse Glück lediglich vorgaukele. Hier liege die Herausforderung für eine liebende, christliche Gemeinde. Geprägt von Echtheit, Offenheit, Verständnis und Zuwendung, könne sie ein Wegweiser zu Gott sein, "der wirklich Hoffnung und Zuversicht geben kann. Das stärkste Argument für das Evangelium ist ein liebender und liebenswerter Christ", betonten die beiden Freikirchenleiter.

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Schweizer Kirchen sollen europäische Leitlinien für ökumenische Zusammenarbeit bekannt machen uparrowprint druckenemail versenden

Luzern, 03.02.2004 / APD

Nach Ansicht des Historikers Georg Schubert ist die 2001 in Strassburg (Frankreich) verabschiedete "Charta Oecumenica" bei vielen Christen kaum bekannt. Der Sekretär der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH), Georg Schubert, fordert deshalb den gemeinsamen Einsatz der Schweizer Kirchen, um dieses Dokument dem breiten Publikum nahe zu bringen. Ein solcher "nationaler Einsatz" würde nicht zuletzt auch zur Verbesserung des Bildes der Kirchen beitragen, schreibt Schubert in der jüngsten Ausgabe der (katholischen) Schweizerischen Kirchenzeitung (3/2004).

Das, was die Kirchen trennt, sei für viele Menschen nicht nachvollziehbar. Diese Erfahrung machte Georg Schubert als Verantwortlicher für die kirchlichen Projekte an der Expo.02. Für viele Besucher der Schweizer Landesausstellung im Jahr 2002 sei der gemeinsame Auftritt von 14 Kirchen und kirchlichen Organisationen ein "hoffnungsvolles Zeichen" gewesen. An der Expo sei manchmal etwas davon zu spüren gewesen, dass Menschen Mut fassten, sich wieder mit Glaube und Kirche auseinander zu setzen, "weil sie die Einheit sahen". Wenn man mit Besuchern der Expo über die Trennung der Kirchen gesprochen habe, so hätten die Menschen oft Gründe vorgebracht, "die keine sind". Die historischen Ursachen für die Trennung seien vielen unbekannt.

"Gemeinsame Zeichen und Aktionen vieler Kirchen und Christen machen es den Menschen einfacher zu hören und zu glauben", meint Schubert. Als solches gemeinsames Zeichen nennt er auch das Wort der Kirchen zur sozialen und ökumenischen Zukunft der Schweiz, das 2001 veröffentlicht wurde.

Auf regionaler Ebene würde die Zusammenarbeit vieler Kirchen im Rahmen von Ausstellungen und Ereignissen ihren Ausdruck finden. Es brauche aber "gemeinsame Projekte auch auf nationaler Ebene", fordert der AGCK-Sekretär. Ein solches Projekt könne die Umsetzung der "Charta Oecumenica" im Volk sein. Diese "Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa" wurden im April 2001 vom Rat der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) und von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) verabschiedet. Die Kirchen verpflichten sich in dem Dokument, ihren Beitrag zur Einheit Europas, zur Wahrung der Menschenrechte, zur Bewahrung der Schöpfung und des Friedens sowie zur Versöhnung der Völker und zur ökumenischen Zusammenarbeit zu leisten. Die "Charta" hat jedoch keine lehramtlich-dogmatische oder kirchenrechtlich-gesetzliche Verbindlichkeit.

Die AGCK-CH mache sich nun Gedanken darüber, wie die Charta im Kontext der Schweiz bekannt gemacht werden könne. Sie solle nicht nur von "Präsidenten und Räten" studiert werden. Sie müsse vielmehr auch alle Christen dazu ermutigen, gemeinsam zu handeln, und verdeutlichen, was die Christen im Lande nicht trennt, sondern verbindet. Schubert: "Vielleicht gelingt es so zu zeigen, dass die Kirchen wie Glasfenster sind, vielfarbig, durch Blei getrennt, aber ein Bild."

Der als Verein organisierten "Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) " gehören folgende Mitglieder an: der Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK), die Römisch-katholische Kirche in der Schweiz, die Christkatholische Kirche der Schweiz, die Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz (EmK), der Bund der Baptistengemeinden in der Schweiz, die Heilsarmee in der Schweiz, der Bund Evangelisch-lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, die Griechische-Orthodoxe Kirche, die Vertretung Serbischer Orthodoxer Kirchgemeinden in der Schweiz und die Anglikanische Kirche in der Schweiz.

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International

Adventistische Missionarsfamilie auf Palau ermordet uparrowprint druckenemail versenden

Koror/Palau, 03.02.2004 / APD

Ein 43-jähriger Einbrecher hat auf der östlich der Philippinen gelegenen Inselrepublik Palau eine Missionarsfamilie der Siebenten-Tags-Adventisten ermordet. Nach eigenen Angaben drang er in das Haus der Familie ein, um einen Fernseher und ein Videogerät zu stehlen. Dabei wurde Justino Yohai Imetengel alias Justin Hirosi überrascht, so dass er mit einem Knüppel Pastor Ruimar Duarte DePaiva (42), seine Frau Margareth (37) und ihren elfjährigen Sohn Larisson erschlug. Bei der Verwüstung der Wohnung stiess er auf die zehnjährige Tochter Melissa, die er entführte, strangulierte, für tot hielt und bewusstlos am Strassenrand liegen liess. Sie überlebte als einzige und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der bereits früher auf Guam wegen verschiedener Gewalttaten, einschliesslich sexueller Vergehen, verurteilte Hirosi bezeichnete sich nach seiner Verhaftung als nicht schuldig, da er unter Drogeneinfluss in das Haus der Missionarsfamilie eingedrungen und deshalb unzurechnungsfähig gewesen sei.

Der Präsident der 18 800 Einwohner zählenden Inselrepublik, Tommy Remengesau, zeigte sich von der Bluttat erschüttert und ordnete ein Staatsbegräbnis für die im August 2002 nach Palau gekommene Missionarsfamilie an. Bei der Trauerfeier in der Hauptstadt Koror sagte die Mutter des getöteten Geistlichen, Ruth DePaiva, dass sie dem mutmasslichen Täter vergebe. Ihre Enkelin, die von Verwandten in Keene/Texas aufgenommen werde, habe ihr erklärt, dass sie eines Tages als Missionarin auf die Insel zurückkehren wolle. Von den Einwohnern Palaus sind etwa 41 Prozent katholisch und 25 Prozent evangelisch, wozu rund 1 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten gehören.

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Anhaltender Aufwärtstrend für adventistische Hochschulen in Nordamerika uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 03.02.2004 / APD

Steigende Studentenzahlen melden die 14 Universitäten und Hochschulen der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA und Kanada. Laut der Abteilung für Bildung der adventistischen Freikirchenleitung in Nordamerika schrieben sich im letzten Jahr insgesamt 18 719 Studierende ein, 4,4 Prozent mehr als 2002. Die meisten von ihnen (3 089) sind an der kalifornischen Loma Linda Universität immatrikuliert, gefolgt von der Andrews Universität in Michigan (2 256) und dem Walla Walla College im US-Bundesstaat Washington (1 796). Der Aufwärtstrend an den 14 Bildungsstätten halte bereits seit 18 Jahren an.

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Adventisten in Botswana vereint uparrowprint druckenemail versenden

Gaborone/Botswana, 03.02.2004 / APD

Eine Kirchenleitung auf Landesebene haben die Siebenten-Tags-Adventisten in Botswana gegründet. Präsident der dortigen Freikirche ist Pastor Paminus Machamire, der zuvor Vizepräsident der adventistischen Kirchenleitung im südlichen Afrika mit Sitz in Harare/Simbabwe war. Bisher gab es in Botswana je eine Leitung für den Norden und Süden des Landes. Aufgrund der verschiedenen ethnischen Gruppen dauerte es etwa 20 Jahre bis zur gemeinsamen Kirchenleitung. In Botswana leben 1,6 Millionen Einwohner, wovon nach staatlichen Angaben rund 38 Prozent an AIDS erkrankt sind. Zur Freikirche gehören 24 000 erwachsen getaufte Mitglieder in 60 Gemeinden. Die seit 1921 im Land lebenden Adventisten unterhalten ein Krankenhaus, zwei Kliniken und zwei Grundschulen.

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Auf das "Weltliche" besinnen - Verantwortung übernehmen uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland, 03.02.2004 / APD

Überlegungen zur Weltverantwortung der Siebenten-Tags-Adventisten stellte der neue Dozent der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, Stefan Höschele, in der Zeitschrift der Bildungsstätte, "Dialog", an. Danach habe sich die Freikirche im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Weltablehnung und Engagement in der Welt bewegt. So hätten sich Freikirchenleiter gegen die Sklaverei ausgesprochen, für ein staatliches Verbot von Alkohol in den USA gekämpft und sich für die Religionsfreiheit eingesetzt. Andere Fragen schienen die Adventisten dagegen weniger zu interessieren; etwa die Rassenfrage, die Gleichberechtigung der Frau oder der Umgang mit totalitären Regimen. Als Gründe für die Gleichgültigkeit in bestimmten Fragen sieht Höschele die Minderheitssituation der Freikirche in allen Ländern, so dass nicht damit gerechnet worden sei, in der Gesellschaft etwas bewegen zu können. Das habe auch zur Beschränkung auf das für die Glaubensgemeinschaft Wesentliche geführt. Ausserdem hätten sich die Adventisten sehr mit der Apokalyptik befasst, so dass sie nur das Weltgeschehen in Bezug zur Endzeitlehre richtig wahrnehmen wollten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg habe eine Ausweitung "weltlicher" Aktivitäten stattgefunden. "Die sich heute auf etwa 120 Länder erstreckende Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA begann 1956 mit ihrer Arbeit. Die Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten befasste sich mit zahlreichen ethischen Fragen und gab unter anderem Stellungnahmen zu Massenvernichtungswaffen, Abtreibung oder Gentechnik heraus" hob Höschele hervor. Einzelne Adventisten nähmen, entgegen der früheren Tendenz politischen Desinteresses, immer häufiger Staatsämter wahr. In manchen Entwicklungsländern sei dies sogar überdurchschnittlich der Fall, da die Freikirche durch ihre Bildungsarbeit viele für solche Rollen vorbereite.

Dennoch bleibe die Frage, inwieweit kann sich eine christliche Gemeinschaft gesellschaftlich engagieren, ohne ihren Auftrag der Evangeliumsverkündigung zu vernachlässigen. Eine Politisierung der Kirche könnte schnell zu einer Abkehr vom Wesentlichen des Christentums führen. So hätten beispielsweise auch deutsche Adventisten zur Zeit des Nationalsozialismus in ihren Zeitschriften Standpunkte vertreten, die aus heutiger Sicht falsch und bedauerlich seien. "Manchmal wäre eine ‚schweigende Kirche‘ besser als eine redende gewesen, und zu anderen Zeiten hätte geredet werden müssen, wo man schweigt", betonte Höschele. Es dürfe hier nicht um ein Mehr oder Weniger - mehr oder weniger missionarisch, mehr oder weniger sozial oder gar politisch - gehen. Vielmehr reiche die Verantwortung einer Kirche in der Welt so weit, wie Gottes Sendung und Jesu Vorbild es gezeigt hätten. In diesem Sinne könne sich ein Christ auf das "Weltliche" besinnen und Verantwortung übernehmen.

Stefan Höschele ist Dozent für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Rolf Pöhler an, der 2002 zum Präsidenten des Norddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten und Vorsitzenden der Freikirche in Deutschland gewählt wurde. Höschele (31), verheiratet, drei Kinder, studierte in Friedensau und lehrte in den letzten sechs Jahren Theologie am Adventist College in Arusha/Tansania. Seine Dissertation über die Geschichte der Adventisten in Tansania will er noch in diesem Jahr abschliessen. In Friedensau gibt es derzeit 260 Studenten. An der Hochschule lehren vier Professoren, elf Dozenten und acht Lehrbeauftragte im Fachbereich Theologie sowie vier Professoren, neun Dozenten und 15 Lehrbeauftragte im Fachbereich Christliches Sozialwesen.

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Ökumene

Theologische Gespräche zwischen Heilsarmee und Adventisten uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 03.02.2004 / APD

Nach über 25 Jahren informeller Kontakte und Gespräche auf verschiedenen Ebenen haben sich Theologen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der Heilsarmee vom 5. bis 8. Januar 2004 in der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) in Silver Spring, Maryland/USA, zu einem viertägigen theologischen Dialog getroffen. Während der bilateralen Gespräche hielten die Adventisten Referate, die einen Einblick in ihre Kirche, deren Glaubensüberzeugungen und die methodistischen Wurzeln ihrer Theologie vermittelten. Ein weiterer Beitrag befasste sich mit der Bibelauslegung der Adventisten. Von Heilsarmee-Seite wurde über Aufbau, Struktur und Verwaltung ihrer weltweiten Bewegung, ihrer Lehre, Entstehung und Geschichte sowie ihrer ganzheitlichen Mission informiert. Die Referate gaben den adventistischen Kirchenleitern Einblick in eine Bewegung, die sich von kleinen Anfängen in London zu einem weltumfassenden Missions- und Sozialwerk entwickelt hat und in vielen Ländern tätig ist, in denen es auch adventistische Kirchengemeinden gibt.

"Wie bei den Begegnungen mit anderen christlichen Weltgemeinschaften zeigte sich auch hier, dass es mehr Dinge gibt, die uns verbinden als uns trennen," sagte Oberst Earl Robinson, Sekretär des Heilsarmee-Welthauptquartiers für Aussenbeziehungen. Beide Delegationen, die siebenköpfige Vertretung der Salutisten und die acht Mitglieder umfassende Gesprächsgruppe der Adventisten, hätten sich dankbar für die Gelegenheit gezeigt, "zu einem besseren gegenseitigen Verständnis der Auffassungen und geistlichen Anliegen zu gelangen" und für das Erkennen von Wegen, auf denen beide Gemeinschaften gemeinsam Christus bezeugen könnten, ergänzte Oberst Robinson.

Der Direktor für zwischenkirchliche Beziehungen der adventistischen Weltkirchenleitung, Dr. Bert B. Beach, äusserte sich sehr zufrieden, dass die lang ersehnte Gesprächsreihe zustande gekommen sei. "Das Wichtigste war zu sehen, dass wir einen sehr ähnlichen Zugang zur Botschaft des Evangeliums haben. Heilsarmee und Siebenten-Tags-Adventisten haben einen vergleichbar ähnlichen Lebensstil und sind in ihrer Lehre auf Christus ausgerichtet," erklärte Dr. Beach gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD). "Die Adventisten hatten stets eine grosse Wertschätzung für die Arbeit der Heilsarmee. Ich hoffe, dass wir in Zukunft unsere Kenntnisse übereinander verbessern und unsere Zusammenarbeit verstärken, um den zahlreichen geistlichen und materiellen Bedürfnissen der Mensch¬heit begegnen zu können."

Zur Gesprächsdelegation der Heilsarmee gehörten neben Oberst Earl Robinson Oberst Benita Robinson, stellvertretende Sekretärin für internationale Aussenbeziehungen, Major Karen Shakespeare, stellvertretende Programmdirektorin für Ausbildung am William Booth College, London/England, Major Lester Fergusson, Heilsarmee-Seelsorger in Nas¬sau/Bahamas, Major Edwin Okorougo, Direktor des Heilsarmee-Ausbildungszentrums in Lagos/Nigeria, Dr. Roger Green, Professor und Vorsitzender für Biblische und Theologische Studien am Gordon College, Wenham, Massachusetts/USA, und Lars Lydholm, Direktor für Information der Heilsarmee in Kopenhagen/Dänemark.

Die adventistische Kirche war am Dialog vertreten durch Dr. Beach, William G. Johnsson, Chefredakteur von "Adventist Review", Dr. Niels-Erik Andreasen, Rektor der Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, Dr. Andrea Luxton, stellvertretende Direktorin für Bildung der Weltkirchenleitung, Dr. Angel Manuel Rodríguez, Direktor des Biblischen Forschungsinstituts der Generalkonferenz, und deren früherer Direktor Dr. George W. Reid, Dr. John Graz, Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Weltkirchenleitung, sowie Dr. Woodrow Whidden, Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Andrews Universität.


Die theologische Konsultation soll 2005 im Heilsarmee-eigenen Konferenz-Zentrum "Sunbury Court" in London weitergeführt werden. Zu den geplanten Gesprächsthemen gehören die Beziehung zwischen Evangelium und sozialen Diensten, die führenden Rollen von Catherine und William Booth für die Salutisten sowie Ellen und James White für die Adventisten, Ekklesiologie (Lehre von der Kirche), Sakramente und christliche Anthropologie (Beziehung des Menschen zu Gott).

Der Dialog brachte zwei christliche Weltgemeinschaften zusammen, die im 19. Jahrhundert gegründet wurden. Die Siebenten-Tags-Adventisten 1863 in Nordamerika und die Heilsarmee 1865 in London. Das Werk der Heilsarmee begann ursprünglich als "Ostlondoner Christliche Mission". Bei beiden Organisationen hatte in der Gründerphase jeweils ein verheiratetes Ehepaar bleibenden Einfluss: Ellen und James White für die Adventisten sowie Catherine und William Booth für die Heilsarmee. Ausserdem gehen bei beiden Gemeinschaften die Wurzeln bis in die methodistische Bewegung von John Wesley zurück.

Die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist mit über 13 Millionen erwachsen getauften Mitgliedern, 53 502 Gemeinden, 14 804 Pastoren und 177 360 Angestellten in 203 Ländern vertreten. Die Heilsarmee arbeitet mit 26 630 Offizieren und Kadetten (Seelsorger), 107 724 Angestellten, über 1,6 Millionen Soldaten (Mitglieder) sowie 15 456 Korps und Aussenposten (Gemeinden) in 109 Ländern.

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Deutsche Bischofskonferenz warnt vor aktiver Sterbehilfe uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 03.02.2004 / APD

Angesichts bevorstehender Beratungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zu Fragen der "Euthanasie" appelliert die römisch-katholische Deutsche Bischofskonferenz an die Abgeordneten, jede Form der aktiven Sterbehilfe abzulehnen und damit die Würde des Menschen und sein unbedingtes Lebensrecht zu schützen. Aus den Niederlanden und Belgien, in denen die aktive Sterbehilfe legalisiert wurde, lägen zahlreiche alarmierende Erfahrungsberichte vor. Gerade hilflose Menschen würden hier Opfer einer vom Gesetz ermöglichten Tötung. Wer von "freiwilliger Euthanasie" spreche, verkenne die Situation eines todkranken oder sterbenden Menschen, der sich in dieser Ausnahmesituation kaum wirklich frei für eine Tötung entscheiden könne.

Die Einführung einer gesetzlichen Regelung setze jeden Sterbenden unter Druck, da so die Euthanasie zu einer Option werde, die auch von aussen an ihn herangetragen werden könne. Der Wunsch zu sterben komme oft aus Verzweiflung. In vielen Fällen sei er nicht von Dauer, wenn dem Kranken liebevolle Begleitung sowie optimale medizinische und psychosoziale Betreuung zuteil werde. Daher gelte es, die palliativmedizinische Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen zu verbessern.

Auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat sich verschiedentlich, so auch in den Niederlanden und Belgien, gegen die "freiwillige Euthanasie" ausgesprochen. Bereits 1992 beschloss deren Weltkirchenleitung eine "Konsenserklärung zum Thema Sterbehilfe" unter der Devise: "Beim Dienst an Sterbenden gehört es zur christlichen Verantwortung, Schmerzen und Leiden so weit wie möglich zu lindern. Das schliesst jedoch die aktive Sterbehilfe aus."

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Ökumenischer Dialog braucht Bescheidenheit uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 03.02.2004 / APD

Zu einer Haltung der Bescheidenheit forderte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Walter Kasper, die Christen im ökumenischen Dialog auf. In einer Predigt zum Abschluss der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen sagte Kasper am 25. Januar in Rom, die wichtigste Tugend der Christen sei nicht die Arroganz oder die Dickköpfigkeit, sondern die Demut. Dies müsse auch für den ökumenischen Dialog gelten. Die kirchlichen Gemeinschaften könnten in diesem Dialog von einander lernen.

Es handle sich nicht um einen Prozess der Verarmung, bei dem man den "kleinsten gemeinsamen Nenner" suche, sondern um eine wechselseitige Bereicherung, betonte der deutsche Kurienkardinal. Er forderte die Teilnehmer des ökumenischen Dialogs ferner auf, sich der Selbstkritik zu unterziehen und mit der Umkehr bei sich selbst zu beginnen. Nicht die jeweils anderen müssten sich bekehren, sondern alle müssten sich zu Christus bekehren, erklärte er.

Zum derzeitigen Stand der Ökumene merkte Kasper an, nach Jahrzehnten mit grossen Fortschritten gebe es jetzt Anzeichen einer "Ermüdung" und eines "neuen Konfessionalismus" sowie "Versuche, den Weg zur Einheit zur unterminieren". Nachdem manche Gräben der Vergangenheit zugeschüttet worden seien, öffneten sich nun neue auf ethischem Gebiet. Dies sei aber kein Grund zur Entmutigung, betonte der Kardinal. Die ökumenische Bewegung sei eine Gabe des Heiligen Geistes, und der werde sie auch zur Vollendung führen.

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Evangelikale und Katholiken: Übereinstimmung bei Homosexualität uparrowprint druckenemail versenden

Tübingen/Deutschland, 03.02.2004 / APD

APD In der Ablehnung homosexueller Praktiken gibt es eine "beachtliche Übereinstimmung" zwischen katholischen und evangelischen Theologen. Dies stellt die Systematische Facharbeitsgruppe des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) in einer Stellungnahme zu einer Erklärung der päpstlichen Glaubenskongregation fest. In deren "Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen" vom 3. Juni 2003 heisst es, dass derartige Bemühungen "eine Billigung abwegigen Verhaltens" bedeuteten und die grundlegenden Werte verdunkelten, die zum gemeinsamen Erbe der Menschheit gehörten. Solchen Sätzen sei aus evangelischer Sicht nichts hinzuzufügen, stellt die Fachgruppe fest, der auch der AfeT-Vorsitzende, Rektor Rolf Hille (Tübingen), angehört.

Nach einer Meldung der Evangelischen Nachrichtenagentur "idea" bejahen die evangelikalen Theologen uneingeschränkt die katholische Aussage, dass die Bibel Homosexualität als schöpfungswidrige Anomalie verwerfe. Die im Protestantismus um sich greifende theologische Akzeptanz homosexueller Praktiken bedeute eine Preisgabe des reformatorischen Schriftprinzips und der jahrhunderte langen evangelischen Auslegungstradition. Sie laufe auf eine Selbstaufgabe der evangelischen Theologie hinaus. Der Fachgruppe zufolge müsste es auch für evangelische Theologen selbstverständlich sein, dass christliche Politiker keinem Gesetz zustimmen können, das die biblisch bezeugten schöpfungsmässigen Grundlagen des Menschseins und des Staates untergrabe.

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Religionsfreiheit

Himalaja-Staat Bhutan unterdrückt Christentum uparrowprint druckenemail versenden

Thimphu/Bhutan, 03.02.2004 / APD

Das Christentum wird im Königreich Bhutan nach den Worten des katholischen indischen Bischofs Stephen Lepcha unterdrückt. Dort sei es Christen bei schwerer Strafe verboten, öffentliche Gottesdienste zu feiern oder ihren Glauben anderweitig zu praktizieren, beklagte das katholische Oberhaupt von Darjeeling (Indien), zu dessen Diözese Bhutan kirchenrechtlich gehört. Der buddhistische Staat zwischen Indien und China garantiere seinen Bürgern kein Recht auf Religionsfreiheit, meldet auch der vatikanische Missions_Nachrichtendienst "Fides". Schätzungsweise würden 65 000 Christen in dem im Himalaja gelegenen Kleinstaat terrorisiert und bedroht. Wer kein Buddhist sei, werde seit längerer Zeit politisch und sozial diskriminiert.

Von jeher waren Geschichte und Religion in diesem Land eng verknüpft. Der bhutanische Buddhismus, der hauptsächlich die Traditionen der in Tibet gegründeten "Drachenschule" (Drugpa Kagyü) sowie die "Schule der Alten" (Nyingmapa) fortführt, nimmt im Lande eine staatstragende Position ein. Bhutan ist mit dieser Variante des tibetischen Buddhismus als Staatsreligion das einzige Land der Welt und sein Einfluss in allen Bereichen des Lebens zu spüren.

Dass auch der in westlichen Breiten gerne als besonders friedliche Religion dargestellte Buddhismus einen menschenverachtenden Umgang mit Christen betreiben kann, zeigt der Staat Bhutan: Heute ist dort jede öffentliche Versammlung einer anderen Religion gesetzlich verboten und wird verfolgt. Christliche Hilfswerke stehen unter absolutem Missionsverbot.

Bis Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war das Land des Donnerdrachens (= Bhutan) für jegliche christliche Mission vollkommen verschlossen. Erst 1963 kamen die Jesuiten und 1965 die Salesianer auf Einladung in das Land, um dort im Bildungswesen tätig zu sein. Nachdem sich in den folgenden 25 Jahren die Lage der Christen geringfügig entspannt hatte und die wenigen, meist aus Indien stammenden Christen unterschiedlicher Konfessionen mehr Menschen zum christlichen Glauben führen konnten, folgten neue Beschränkungen. Einheimische Christen verloren ihre Arbeit. Es wurde die Überwachung aller christlichen Hausversammlungen angeordnet. 1982 wurden die Salesianer des Proselytismus beschuldigt und ausgewiesen. Der einzige katholische Geistliche, dem es erlaubt war, im Land zu arbeiten, starb 1995. Im gleichen Jahr wurde erstmals ein Einheimischer zum Priester geweiht.

Besondere Schikanen für Christen melden Menschenrechtsorganisationen seit Ende der neunziger Jahre. So würden kirchliche Versammlungsräume immer wieder von Polizisten gestürmt und die Namen der Gläubigen erfasst. Mehrere evangelische Pastoren seien verhaftet und mit langen Gefängnisstrafen bedroht worden. Einigen Christen sei die Flucht gelungen. Nach der vatikanischen Nachrichtenagentur "Fides" "ist derzeit im Land eine sehr harte Verfolgung im Gange". Von den Christen werde verlangt, abzuschwören oder das Land zu verlassen. Religionsfreiheit existiere nicht mehr. In einigen Städten könnten sich die Christen ihres Glaubens wegen nicht mehr versammeln. "Sie werden in ihrer Arbeit nicht befördert, grundlos gekündigt und aus dem Land vertrieben." Ausserdem würden Handelslizenzen widerrufen und alle öffentliche Unterstützung verwehrt.

Die Zahlen des Himalaja-Staates über Einwohner und Religionszugehörigkeit schwanken, je nach Quelle, zwischen 800 000 und rund zwei Millionen Einwohnern. Etwa 72 Prozent bekennen sich zum Buddhismus, 23 Prozent zum Hinduismus, vier Prozent zum Islam. Christen bilden eine Minderheit von knapp 0,5 Prozent.

Bhutan gehörte lange Zeit zu den abgeschiedensten und von Einflüssen der modernen Zeit am wenigsten berührten Ländern der Welt. Dieser Isolationismus wurde mit der Furcht vor einem Souveränitätsverlust an die beiden mächtigen Nachbarn Indien und China, aber auch mit der Bewahrung der jahrhundertealten Kultur und dem Schutz der Natur des Landes begründet. Internationale Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) und humanitäre Werke üben seit Jahren harsche Kritik an Bhutans Umgang mit seinen Minderheiten und werfen dem Land massive Menschenrechtsverletzungen, unter anderem ethnische Säuberungen, vor.

Zwischen 1989 und 1993 wurden im Zuge eines rigiden Bhutanisierungsprogramms mehr als 120 000 Menschen nepalesischer Abstammung, die so genannten "Lhotshampas" (= Menschen aus dem Süden) ausser Landes verwiesen. Ihnen wurde vorgeworfen, sich der regierungsfeindlichen Opposition angeschlossen zu haben. Zur staatlich verordneten Vertreibung zählten Terror und Massenfestnahmen. Folter und Tod in Polizeigewahrsam, Vergewaltigungen, Plünderungen, Zerstörungen und Todesdrohungen zwangen viele Lhotshampas zur Flucht. Die Pässe der Flüchtlinge wurden von Regierungsbeamten beschlagnahmt, ihre Häuser zerstört oder verbrannt. Die meisten Vertriebenen leben seither in Flüchtlingslagern im Osten Nepals, die von der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR) unterhalten werden. Mehrere Verhandlungen zwischen den Regierungen Bhutans und Nepals über die Repatriierungsfrage sind bislang ohne nennenswerten Erfolg geblieben. Bisher erklärte sich Bhutan lediglich bereit, einer kleinen Anzahl Flüchtlingen die Rückkehr zu erlauben.

Rund 140 Jahre schwiegen in Bhutan die Waffen. Am 15. Dezember 2003, also erst vor wenigen Wochen, griff die kleine Armee Bhutans zu den Gewehren und zerstörte 30 Camps von indischen Rebellen, die von Bhutan aus für ein von Indien unabhängiges Assam kämpfen. Die Regierung Bhutans erklärte dazu, sie sei nach sechs Jahren erfolgloser Gespräche mit den verschiedenen assamesischen Rebellenverbänden zu dieser Offensive gezwungen gewesen. Beobachter gehen davon aus, dass die bhutanische Militäroperation auf Druck Indiens erfolgte. Die etwa 6 000 Mann starke Armee Bhutans wird seit längerem von Indern in Dschungelkriegsführung trainiert. Der Kleinstaat spielt heute eine zentrale Rolle in Indiens strategischer Sicherheitspolitik als Pufferstaat gegenüber der Volksrepublik China.

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Schützt neue afghanische Verfassung religiöse Minderheiten? uparrowprint druckenemail versenden

Kabul/Afghanistan, 03.02.2004 / APD

Nach Jahrzehnten des Krieges und der Tali¬ban-Herrschaft hat am 4. Januar 2004 die Grosse Ratsversammlung (Loja Dschirga) in Kabul eine neue Verfassung für Afghanistan beschlossen und damit erstmals den Weg zu freien Wahlen geebnet. Nach dreiwöchigen, teils zähen Verhandlungen verständigten sich die 502 Delegierten in mehreren Streitpunkten auf Kompromisse. Die "Islamische Republik Afghanistan" verfügt jetzt über eine starkes Präsidialsystem, in dem der Islam als "heilige Religion" gilt, gleichzeitig aber Religionsfreiheit gewährleistet ist.

Bis zuletzt hatten die Delegierten darüber gestritten, ob die Sprache des Minderheitenvolks der Usbeken als dritte Amtssprache gleichberechtigt neben den bisherigen Staatssprachen Paschtu und Dari stehen solle. Der Kompromiss sieht vor, dass die Sprachen von Minderheiten in deren Hauptsiedlungsgebieten neben den beiden Amtssprachen den Status einer offiziellen Sprache erhalten. Der neuen Verfassung zufolge gelten für Männer und Frauen gleiche Rechte und Pflichten. Der Loja Dschirga ist es offensichtlich gelungen, den Anspruch eines demokratischen Rechtsstaats mit der Realität einer islamischen Stammesgesellschaft zu verbinden.

Beobachter meinen, ohne den Druck des amerikanischen Botschafters Zalmay Khalilzad, des eigentlichen "Regenten" in Kabul, hätten sich die Delegierten an der Grossen Ratsversammlung wohl kaum einigen können. "Das ist ein grossartiger Erfolg für das afghanische Volk" sagte der UNO-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi. Auch der UNO-Beauftragte musste mit diplomatischem Geschick nachhelfen, den erbitterten Konflikt über den Stellenwert der afghanischen Landessprachen auszuräumen. Brahimi sprach von "Schürfwunden", die in den kommenden Monaten geheilt werden müssten. Der frühere afghanische Präsident Sibghatullah Mudschadeddi und jetziger Vorsitzende der Loja Dschirga gab den Delegierten nach Sitzungsende noch eine Mahnung mit auf den Weg: "Lasst uns vor Gott und unserem Volk versprechen, diese Verfassung in die Wirklichkeit umzusetzen. Wenn nicht, wird uns das nicht zum Guten gereichen. " Die Umsetzung der neuen Verfassung soll von einer neu zu bildenden parlamentarischen Kommission überwacht werden.

Nach Ansicht von Menschenrechtlern enthält die neue Verfassung Unwägbarkeiten im Blick auf die Religionsfreiheit von Minderheiten. Zwar erkläre die Verfassung das Land zu einer "Islamische Republik", in der auch Anhänger anderer Glaubensrichtungen ihre religiösen Praktiken "in Übereinstimmung mit den Gesetzesvorschriften" ausüben dürften. Der Verfassungstext sage aber nichts über eine Trennung von Religion und Staat aus und spreche unterschiedlichen Religionsgemeinschaften nicht die gleichen Rechte zu, schreibt die evangelische Nachrichtenagentur "idea". Wörtlich heisst es in Artikel 3 der Verfassung: "Kein Gesetz kann dem Glauben und den Bestimmungen der heiligen Religion des Islam entgegengesetzt werden." US-amerikanische Beobachter sähen die Verfassung für nicht ausreichend an, um Glaubensminderheiten zu schützen.

In Afghanistan waren die meisten Menschen froh, als mit der Zerstörung ihres islamischen Staates der Versuch der Taliban endete, eine besonders engstirnige Auslegung der religiösen Gebote mit einem System durchzusetzen, das Religion und Politik völlig verschränkte und einerseits an die strenge Kirchenzucht unter Calvins Regiment in Genf nach 1541 und andererseits in seiner Menschenverachtung im Namen der Tugend an das Terrorregime der
Jakobiner im Frankreich der Französischen Revolution erinnerte.

Ob allerdings mit dem Scheitern des Taliban-Regimes und der Einführung einer neuen demokratischen Verfassung für Afghanistan das Problem "islamischer oder säkularer Staat" aus der Welt geschafft wurde, bleibt offen. Bereits vor der Eroberung Kabuls durch die Taliban 1996 war der Präsident ein Religionsgelehrter und der Staat hiess ganz offiziell "Islamische Republik Afghanistan". Wie alle anderen Bürgerkriegsparteien hatten auch die hinter dem damaligen Präsidenten Burhanuddin Rabbani stehenden Fraktionen in den Jahren zuvor für die Errichtung eines islamischen Staates gekämpft. Allerdings war der Kampf weniger darum geführt worden, wie dieser Staat konkret gestaltet werden solle, als darum, wer ihn beherrsche.

Im Vielvölkerstaat Afghanistan zählen mehr als 50 Prozent der Einwohner zum Volk der das Land traditionell beherrschenden Paschtunen. Die Tadschiken machen etwa ein Viertel aus, Usbeken und Hasara je ein Zehntel. Von den rund 25 Millionen Einwohnern Afghanistans sind 98 Prozent Muslime (84 Sunniten; 14 Prozent Schiiten). Anhänger anderer Religionen wie Christen, Hinduisten, Sikhs und Zoroastrier bilden kleine Minderheiten.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

ADRA Schweiz mit neuem Web-Auftritt unter http://www.adra.ch uparrowprint druckenemail versenden

Lentigny FR, 03.02.2004 / APD

Mit einem neuen Web-Portal vermittelt ADRA Schweiz in deutscher, französischer und englischer Sprache einen Einblick in die Arbeit des Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerkes. Die adventistische Hilfsorganisation ADRA Schweiz engagiert sich nicht nur in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, sondern betätigt sich durch ihre rund 40 ADRA-Ortsgruppen auch in der Schweiz karitativ.

Neben einem Selbstporträt mit Informationen über Leitlinien, Arbeitsweise und Programmschwerpunkte von ADRA Schweiz enthält die Homepage auch eine Kurzbeschreibung laufender Projekte, Hinweise auf Freiwilligeneinsätze, die Adressen der ADRA-Ortsgruppen und der ADRA-Partnerbüros in anderen Ländern.

In der Rubrik "Kontakt" begegnet man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Freiwilligen, die sich für ADRA Schweiz engagieren. Es sind vor allem die Freiwilligen (ÜbersetzerInnen, Webmaster, Webdesigner), welche die dreisprachige Homepage ermöglicht haben.

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Hilfe für Erdbebenopfer in Bam uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 03.02.2004 / APD

In der von einem Erdbeben zerstörten iranischen Stadt Bam hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland zusammen mit ADRA Österreich sowie mit finanzieller Unterstützung von CARE und dem Auswärtigen Amt Soforthilfe für rund 1 000 Menschen geleistet. 200 Zelte, 800 Decken, 240 Gaskocher samt Lebensmitteln und Hygienepakete wurden an sie verteilt. ADRA Organisationen aus anderen Ländern stellten 150 000 Euro zur Verfügung. Das Einsatzzentrum von ADRA Deutschland ist die Bagkhan-Klinik im 8. Bezirk von Bam. Der Betonbau mit etwa 400 Quadratmetern wird zur Zeit als Lager, Verteilzentrum und Büro genutzt. Die Klinik soll als Anlaufstelle für traumatisierte Kinder dienen. Gemeinsam mit der örtlichen Frauenorganisation Yaari will sich ADRA auch um die Betreuung von Waisenkindern kümmern. Geplant ist ausserdem die Einrichtung von Suppenküchen.

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Amnas - das vergessene Dorf uparrowprint druckenemail versenden

Hamburg/Deutschland, 03.02.2004 / APD

Michael Schell und Günter Lasarzewski von den Adventgemeinden Kiel und Lübeck kümmern sich im Auftrag der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Rumänien um die 510 Einwohner des 25 Kilometer von Sibiu (Hermannstadt) entfernten, verarmten rumänischen Dorfes Amnas. Sie erwarben dort ein früheres Verwaltungshaus mit mehreren Gebäuden, Ställen und einer Werkstatt auf einem 3,5 Hektar grossen Grundstück, das eine Tagesstätte für 40 Kinder bis zwölf Jahren und eine Suppenküche für etwa 20 Erwachsene aufnehmen soll. Zur Zeit wird das Hauptgebäude saniert. Vier rumänische ADRA-Mitarbeiter werden die Kindertagesstätte betreiben und auch in der Dorfschule unterrichten. Ausserdem ist eine Ambulanz vorgesehen, in der zwei Mal pro Woche eine Ärztin Sprechstunde hat, da es keinen Arzt in der näheren Umgebung gibt. Für das Dorf ist auch ein Brunnen samt Pumpe geplant, damit sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Ab Sommer können die Kinder vormittags die Schule besuchen und am Nachmittag in der Tagesstätte betreut werden. Auch die Suppenküche wird dann regelmässig warme Mahlzeiten ausgeben.

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Medikamente für Roma in Bulgarien uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 03.02.2004 / APD

Dank Medikamentenspenden von Pharmaunternehmen konnte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Österreich das Krankenhaus und medizinische Zentrum im Roma-Viertel Istok der westbulgarischen Stadt Kjustendil unterstützen, in dem im letzten halben Jahr über 7 400 Patienten kostenlos behandelt wurden. Österreichische Ärzte führten dort auch Gesundheitsseminare durch. Mit finanzieller Hilfe Wiens werden weitere einfache Häuser gebaut, um Familien ein menschenwürdiges Zuhause zu ermöglichen. Die Wohneinheiten mit je 42 Quadratmetern sind mit fliessend Wasser, WC, einem Ofen und einem Gartenanteil ausgestattet. Die Mieter müssen einen Vertrag unterschreiben, der sie zur Sauberkeit, Einfügen in die Wohngemeinschaft und Pflege des Gartens verpflichtet.

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Ärztliche Fortbildung in Afghanistan uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 02.02.2004 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich arbeitet bei medizinischen Ausbildungsprojekten in Afghanistan mit. Zur Reduzierung der Kindersterblichkeit führte ein österreichischer Internist in Kabul Fortbildungen für Chefärzte und Assistenten durch. Englisch-Sprachkurse sollen einheimischen Medizinern ermöglichen, an internationalen Weiterbildungen teilzunehmen. Ein neues Elektrokardiogramm wurde einem Krankenhaus übergeben. In Zusammenarbeit mit International Assistance Mission (IAM) unterstützt ADRA Österreich in Kabul eine Blindenschule mit Nahrungsmitteln. So können 80 Sehbehinderte den ganzen Tag in der Schule bleiben und nachmittags am Handarbeitsunterricht zur Erlernung eines Berufs teilnehmen.

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Grosse Freude über Weihnachtsgeschenke uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 03.02.2004 / APD

Zu den orthodoxen Weihnachtsfeiertagen verteilte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich in der rumänischen Stadt Timisoara (Temesvar) 2 543 Pakete an bedürftige Kinder. Die Freude war gross über Stofftiere, Spielzeug, Winterbekleidung und Schulbedarf. Aber auch Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife und Handtücher befanden sich in den Paketen. Manche Kinder bekamen zum ersten Mal in ihrem Leben ein Geschenk. Durch Zusammenarbeit mit der Caritas in Timisoara konnte die Aktion trotz geänderter Zollbestimmungen erfolgreich durchgeführt werden.

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Bessere Betreuung von Schwangeren in Nepal uparrowprint druckenemail versenden

Kathmandu/Nepal, 03.02.2004 / APD

Die medizinische Betreuung von schwangeren Frauen möchte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Nepal in Zusammenarbeit mit dem Britain Nepal Medical Trust (BNMT) in den Distrikten Dhankuta, Taplejung, Tehrathum, Sankhuwasabha, Khotang und Illam im Osten des Landes erheblich verbessern. In einem dreijährigen Projekt soll entsprechendes Personal aus- beziehungsweise fortgebildet, die Vorsorgeuntersuchungen ausgeweitet, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Notwendigkeit derartiger Massnahmen gestärkt sowie ein Netz von Gesundheitsdiensten für Schwangere auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene eingerichtet werden. Zur Zeit erhalten in Nepal nur elf Prozent der werdenden Mütter eine medizinische Zuwendung. Damit liegt das Land an vorletzter Stelle in der Welt. Das Projekt soll fast 270 000 Frauen in der Region zugute kommen. Die Kosten von 1,8 Millionen Euro werden zum grössten Teil von der Europäischen Kommission getragen.

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Europäische Union bezuschusst ADRA-Projekte uparrowprint druckenemail versenden

Watford/Grossbritannien, 03.02.2004 / APD

Drei Projekte der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Grossbritannien bezuschusst die Europäische Kommission mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro. In Peru soll in den Shipibo Dörfern des Departamentos Ucayali der Not leidenden Bevölkerung mit 50 Trinkwasserbrunnen und der Vergabe von Kleinkrediten zur Gründung von Handwerksbetrieben und Einzelhandel geholfen werden. In Nepal geht es um Abwasserbeseitigung und Berufsausbildung für Frauen. Für die Provinzen Karaganda und Ost-Kasachstan ist die Bekämpfung der Tuberkulose und die Integration entlassener Strafgefangener in die Gesellschaft vorgesehen.

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Betreuung von AIDS-Kranken in Afrika uparrowprint druckenemail versenden

Wahroonga/Australien, 03.02.2004 / APD

Die Adventistische Entwicklungs-und Katastrophenhilfe ADRA Australien erhielt von der staatlichen Entwicklungshilfeorganisation des Fünften Kontinents (AusAID) umgerechnet 7,9 Millionen Euro für ein fünfjähriges Projekt in Afrika. Dadurch können in Malawi, Mosambik und Sambia Hungernde mit Lebensmitteln versorgt und AIDS-Kranke zu Hause betreut werden.

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Medien

Adventistisches Fernsehprogramm für Europa gestartet uparrowprint druckenemail versenden

London/Grossbritannien, 03.02.2004 / APD

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in der ersten Januarwoche mit "Hope Channel" ihr Fernsehprogramm für Europa gestartet. Bereits seit dem 18. Dezember 2003 laufen Testsendungen des neuen 24-stündigen Satellitenprogramms in englischer Sprache. Zunächst werden vor allem Teile aus den bekannten adventistischen TV-Serien "Amazing Facts", "It Is Written", "Breath of Life" und "Faith Alive" wiederholt. Es sind aber auch neuere Produktionen, wie "Fingerprints of Creation" und "Young Age of the Earth", vorgesehen, die sich mit der Frage Schöpfung oder Evolution befassen. Sendungen zur Religionsfreiheit und dem Verhältnis von Staat und Kirche ("Freedom in Focus"), eine religiös offene Vorabendserie sowie Reise- und Gesundheitsmagazine werden das Angebot abrunden. Im März 2004 soll nach dem Vorbild früherer Satellitenevangelisationen eine Serie von Veranstaltungen mit Pastor Dwight Nelson aus dem adventistischen "Newbold College" (bei London) übertragen werden. Obwohl diese Veranstaltungen hauptsächlich für Grossbritannien bestimmt sind, ist eine weltweite Fernsehübertragung vorgesehen.

"Hope Channel" wird über den Satelliten "Hotbird 6" ausgestrahlt und kann von über 30 Millionen europäischen Fernsehhaushalten empfangen werden. Obwohl es bereits einige religiöse Satellitenkanäle für die britischen Inseln und Europa gibt, sind Fernsehkanäle einer einzelnen Kirche eher die Seltenheit. Pastor Cecil Perry, Präsident der britischen Siebenten-Tags-Adventisten, begrüsste das neue Fernsehangebot und ermutigte die Mitglieder der Freikirche, sich eine entsprechende Satellitenanlage anzuschaffen. Auf der Homepage der Kirche www.adventist.org.uk werden entsprechende Hinweise für Kauf und Installation gegeben. Die Internetseiten bei www.hopetv.org sind erst im Aufbau. Informationen in deutscher Sprache, wie Empfangsparameter, über den vom Adventist Television Network (ATN) betriebenen "Hope Channel" sind unter http://www.radio.stimme-der-hoffnung.de/209.html abrufbar.

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Webradio Go7 uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 03.02.2004 / APD

Jeden Donnerstag ist im Internet unter www.Go7.org ein christliches Webradio für Jugendliche von 19 bis 21 Uhr zu hören. Veranstaltet wird es vom adventistischen Medienzentrum "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt (Deutschland). Dabei gibt es viel Musik, Informationen über Gott und die Welt sowie Studiogäste zu bestimmten Themen. Die Hörer haben die Möglichkeit, über einen parallel stattfindenden Chat oder per E-Mail Fragen an den Studiogast zu richten und so die Sendung aktiv mitzugestalten.

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Bibel

Erste Bibel im Dialekt der Mennoniten uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 03.02.2004 / APD

Die gesamte Bibel liegt jetzt in Plautdietsch vor, teilte der Weltbund der Bibelgesellschaften in Reading/England mit. Mit Plautdietsch verständigen sich weltweit etwa 300 000 deutschstämmige mennonitische Christen. Das Neue Testament wurde bereits in den 1980er Jahren von dem kanadischen Rundfunkpfarrer J. J. Neufeld ins Plautdietsche übertragen. Seine Arbeit bildete die Grundlage für die vollständige 1998 begonnene Bibelübersetzung. Die Erstauflage von 5 000 Exemplaren erschien im mennonitischen Verlagshaus Kindred Productions. Mit der neuen Übersetzung sollen auch mennonitische Gemeinden in Mittel- und Südamerika sowie in Deutschland beliefert werden.

Weltweit gibt es über eine Million Mennoniten. Die meisten von ihnen leben in den USA und Kanada. Die mennonitsche Glaubensgemeinschaft ist nach ihrem 1496 in Witmarsum/Westfriesland geborenen Gründer Monno Simons benannt. Wegen ihres Glaubens verfolgt, liessen sich seine Anhänger vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Russland nieder.

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"Jahr der Bibel" im Nahen Osten uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 03.02.2004 / APD

Kirchen, Bibelgesellschaften und andere christliche Organisationen in den Ländern des Nahen Ostens haben 2004 zum gemeinsamen "Jahr der Bibel" ausgerufen. Wie der Weltbund der Bibelgesellschaften in Reading (Grossbritannien) mitteilte, solle in diesem Jahr mit zahlreichen Aktivitäten auf die Aktualität der Heiligen Schrift hingewiesen werden. Eine Internetseite in Arabisch (www.bible2004.org) könne über sämtliche Vorhaben informieren. Zum "Jahr der Bibel" erscheinen Bibel-Sonderausgaben, Materialien für die Gemeindearbeit und Videos.

Der Nahe Osten ist weitgehend islamisch geprägt. Zum christlichen Glauben bekennt sich nur eine Minderheit. In etlichen Ländern der Region gibt es aber nationale Bibelgesellschaften. Einige von ihnen sind in mehreren Staaten tätig. So ist die Bibelgesellschaft des Persischen Golfs für Bahrain, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Katar, Jemen und Saudi-Arabien zuständig. Irakische Christen werden von der Libanesischen und Jordanischen Bibelgesellschaft mit der Heiligen Schrift versorgt. Im Iran findet seit 1990 keine bibelgesellschaftliche Arbeit mehr statt.

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Biblische Geschichten im "Penny"-Discountmarkt uparrowprint druckenemail versenden

Lüneburg/Deutschland, 03.02.2004 / APD

Ende März wird die deutsche Rewe Handelsgesellschaft in ihren 2 000 Penny-Filialen in Deutschland und Österreich das 528 Seiten starke, farbig illustrierte Buch "Biblische Geschichten" anbieten. "Die Geschichten des Alten und Neuen Testaments, die dieses Buch enthält, wurden für Jung und Alt, für Kinder und Erwachsene geschrieben. Darüber hinaus machen die biblischen Geschichten dem Leser Gottes Plan für die Menschen, seine Liebe und seine Treue bekannt", erläuterte Verleger Eckard Boettge, Lüneburg. Der Band im Format 17,5 mal 26 Zentimeter hat eine Auflage von 51 300 Exemplaren und soll 9,95 Euro kosten.

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Personen

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Von Personen


Von Raiser zu Kobia – Stabwechsel im ÖRK

Im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf hat zur Jahreswende die Leitungsspitze gewechselt: Der deutsche Theologe Konrad Raiser (Lutheraner; 65) stand als Generalsekretär des Weltkirchenrates elf Jahre lang an der Spitze des ökumenischen Dachverbandes. Als Nachfolger Raisers übernahm am 1. Januar 2004 der kenianische Theologe Sam Kobia (Methodist; 56) offiziell das Amt des ÖRK-Generalsekretärs. Kobia war im August 2003 zum neuen Repräsentanten der Gemeinschaft von 342 Kirchen in mehr als 120 Ländern.


Professor Dr. Samuel Külling starb im 80. Lebensjahr

Einer der führenden evangelikalen Theologen im deutschsprachigen Raum, Professor Dr. Samuel Külling ist am 15. Dezember 2003 in Riehen bei Basel gestorben. Külling gründete 1970 die Freie Evangelisch-Theologische Akademie/FETA (heute Staatsunabhängige Theologische Hochschule/STH) als bibeltreue Alternative zur Theologenausbildung an den Universitäten, die vorwiegend von der historischen Bibelkritik bestimmt ist. Neben seiner Tätigkeit als Rektor war Külling an der FETA/STH auch Dozent für Altes Testament und Herausgeber der Zeitschrift "Fundamentum". Külling wirkte 1978 entscheidend mit an der vom Internationalen Rat für biblische Irrtumslosigkeit (ICBI) formulierten "Chicagoer Erklärung zur biblischen Irrtumslosigkeit".


Ruimar, Margareth und Larisson Duarte DePaiva †

Die aus Brasilien stammende adventistische Missionarsfamilie Ruimar Duarte DePaiva (42), seine Frau Margareth Ottoni (37) und Sohn Larisson Ottoni (11) sind am 22. Dezember 2003 in ihrem Haus in Babelthaup auf der Südseeinsel Palau ermordet worden. Die Tochter Melissa Ottoni (10) ist die einzige Überlebende der Bluttat, die von einem 43jährigen Einheimischen vermutlich im Drogenrausch begangen wurde. Der Staatspräsident der südpazifischen Inselnation, Thomas Remegesau, sagte, ein solch abscheuliches Verbrechen habe er auf Palau noch nie erlebt und ordnete ein Staatsbegräbnis an. Die Beisetzung der Missionarsfamilie fand am 28. Dezember statt. (Hinweis der Redaktion: Ein ausführlicher Bericht „Adventistische Missionarsfamilie auf Palau ermordet“ befindet sich in der Rubrik „International“)


Der Schweizer Augenspezialist André Mermoud mit chirurgischer Weltneuheit

Ein Schweizer Forschungsteam unter Leitung von Dr. André Mermoud (Adventist; 44) von der Lausanner Universitäts-Augenklinik "Jules Gonin" präsentierte eine Weltneuheit zur Behandlung des grünen Stars: Ein 3 Millimeter langes Röhrchen, das im Durchmesser nur gerade 50 Mikrometer (50 Tausendstel Millimeter) misst, wird ins Auge des Patienten implantiert. Der Lausanner Privatdozent André Mermoud, ein adventistischer Christ, ist Leiter der Glaukom-Abteilung des zur Universität Lausanne gehörenden "Hôpital ophtalmique Jules Gonon". Wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mitteilt, stellt Mermouds Technik "einen Meilenstein in der Geschichte chirurgischer Eingriffe beim grünen Star dar."


Papst Johannes Paul II. erhält internationalen Karlspreis

Die Stadt Aachen verleiht Papst Johannes Paul II. "in ausserordentlicher und einmaliger Weise" den Karlspreis als Anerkennung des persönlichen Einsatzes des Papstes und des Heiligen Stuhls für die Eintracht der Völker Europas auf der Grundlage der in der allgemeinen Natur des Menschen verwurzelten Werte, die vom Christentum wirksam gefördert worden sind". Der erstmals vergebene "ausserordentliche Karlspreis zu Aachen" wird dem Papst am 25. März im Vatikan übergeben.


Basler Theologieprofessor Dr. Jan Milič Lochmann (82) gestorben

Am 21. Januar verstarb in Basel der emeritierte protestantische Theologe Professor Dr. theol. Jan Milič Lochmann. Der 1922 in Böhmen geborene Lochmann studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Basel beim Karl Barth (1886-1968). Nach einer Lehrstuhltätigkeit an der Comenius-Fakultät in Prag kehrte Lochmann 1968 als Professor für Systematische Theologie an die Basler Universität zurück, deren Rektorat er 1981 übernahm. Neben seiner Professur wirkte der Theologe der Kirche der Böhmischen Brüder in verschiedenen ökumenischen Gremien und war langjähriger Vorsitzender der Theologischen Abteilung des Reformierten Weltbundes (RWB).

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.