APD-INFORMATIONEN 2/2004

Schweiz

Konferenz der Deutschschweizer Adventisten im Zeichen der Evangelisation uparrowprint druckenemail versenden

Zürich, 09.03.2004 / APD

Ganz im Zeichen der Weitergabe der Evangeliumsbotschaft, dem "Herz der christlichen Mission", steht die 102. Jahreskonferenz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der deutschen Schweiz, die am 13. und 14 März im Kongresshaus in Zürich stattfindet. Unter dem Motto "Ihr seid meine Zeugen" werden während den zwei Konferenztagen verschiedene Evangelisations-Modelle vorgestellt. Alle Veranstaltungen der Jahreskonferenz sind öffentlich. Während der gesamten Tagung findet ein abwechslungsreiches Kinder- und Jugendprogramm statt.

Diesjähriger Gastredner ist Pastor Bernhard Bleil, Vorsteher der Adventisten in Nordrhein-Westfalen. Er wird am Samstag die Predigt zum Konferenzmotto halten und will Anleitung dazu geben, wie man den christlichen Glauben dem heutigen Menschen verständlich darstellen kann. "Es gibt viele Möglichkeiten, ein Zeuge für Jesus zu sein. Deshalb möchten wir die Konferenztage nutzen, um die Gemeindemitglieder für unsere eigentliche Berufung zu begeistern, Zeugen des lebendigen Christus zu sein," sagte Bleil dem Adventistischen Pressedienst (APD). Eine Kirche, die sich nicht darum bemüht, Menschen zu Christus zu führen, sei dem Missionsauftrag Jesu ungehorsam.

Die Weltkirchenleitung der Adventisten hat 2004 zum "Jahr der Evangelisation" erklärt. Es löst für die adventistischen Gemeinden in der Schweiz das von den christlichen Kirchen ausgerufene und auch von den Adventisten mitgetragene "Jahr der Bibel. 2003" ab. Eine Reihe von adventistischen Kirchgemeinden und Predigern trugen dazu bei, die Bibel durch Vorträge, Fernkurse und andere Aktionen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Das Jahr der Evangelisation setzt die Bemühungen fort, der Botschaft der Bibel Gehör zu verschaffen. "Wenn es um die Weitergabe der ‚wichtigsten Nachricht der Welt’ geht, sind Hingabe und Begeisterung ebenso gefragt wie Phantasie und Kreativität," meint Paul Hofmann, Leiter der Deutschschweizer Adventisten gegenüber dem APD. "Noch wichtiger ist jedoch die Frage, ob und inwieweit wir persönlich von dem Wunsch erfüllt sind, anderen die Botschaft von Jesus weiterzusagen," ergänzt Hofmann.

back (2'135 Zeichen)

Adventistische Vertretung bei UNO in Genf uparrowprint druckenemail versenden

Genf, 09.03.2004 / APD

Die Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten hat eine ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf eingerichtet. Damit wird das New Yorker Büro der Freikirche entlastet, das bisher für die Kontakte zur UNO und ihrer 48 Unterorganisationen, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Hohen Flüchtlingskommissar (UNHCR), der Menschenrechtskommission, der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), dem Kinderhilfswerk (UNICEF), dem Hilfswerk (UNAIDS), dem Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) sowie der Handels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD), zuständig ist. Manche dieser Unterorganisationen haben ihren Sitz in Genf. Dort finden auch laufend Sitzungen von UN-Gremien statt. Für das Genfer Büro der Adventisten ist Juan Otoniel Perla zuständig, der Spanisch, Englisch und Französisch spricht. Er stammt aus El Salvador und studierte an der adventistischen Hochschule in Collonges-sous-Salève/Frankreich sowie an der Andrews Universität der Freikirche in Berrien Spring, Michigan/USA.

Seit 1980 haben die Siebenten-Tags-Adventisten einen Beauftragten bei den Vereinten Nationen, der zur Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) gehört. Das New Yorker Büro nimmt auch die Kontakte zur Europäischen Union (EU), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und anderer internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen wahr. Die Freikirche hat seit Jahren einen Beraterstatus im ECOSOC sowie bei weiteren UN-Gremien, die sich unter anderem mit religiöser Freiheit, Menschenrechten, Gesundheit, Bildung, Flüchtlingshilfe und Nahrungsmittelsicherung befassen. Adventisten unterstützen Aktivitäten der UNO, wie Bekämpfung des Analphabetismus, humanitäre Hilfe, das Recht auf Bildung, Anti-Drogenprogramme, Rechte von Kindern, Gesundheitsaufklärung, AIDS-Programme, Umweltschutz und Massnahmen gegen Intoleranz. Direkte Kontakte zwischen Fachleuten der Freikirche und UN-Vertretern werden durch das New Yorker Büro vermittelt, das sich auch um Gesprächspartner kümmert, wenn in einem Land Adventisten besondere Anliegen haben. Weitere Informationen sind im Internet unter http://un.adventist.org zu finden.

back (2'247 Zeichen)

Mehr Adventisten in der Deutschschweiz – Neue Gemeinde in Zürich uparrowprint druckenemail versenden

Zürich, 09.03.2004 / APD

2'240 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten gab es Ende Dezember 2003 in der deutschen Schweiz. Das sind 53 mehr als im Vorjahr. 62 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche sowie 30 Zuzüge von Adventisten aus dem Ausland standen im letzten Jahr 21 Todesfälle sowie 18 Austritte und Ausschlüsse gegenüber. Die Zahl der Kirchgemeinden blieb mit 29 unverändert. Seit dem Tiefstand von 1998 mit 2'180 nimmt die Mitgliedschaft wieder kontinuierlich zu. Die Steigerung ist laut Prediger Paul Hofmann, Leiter der Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV) der Freikirche, vor allem auf Jugendtaufen zurückzuführen. Rund ein Drittel geht auf den Zugang von Adventisten aus afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern zurück.

Ende Februar fand in Zürich die Gründung einer dritten stadtzürcherischen Kirchgemeinde statt. An einer Feier wurden sechs Menschen durch die Taufe in die neue Adventgemeinde aufgenommen. Zur lateinischen Gemeinde "Zürich III" (Latino Adventist Community) gehören rund 75 Mitglieder, die hauptsächlich aus Angola, Argentinien, Brasilien und Chile stammen. Sie werden von dem aus Chile stammenden Prediger Ricardo Abos-Padilla (65), Dübendorf, seelsorgerlich betreut. Der adventistische Theologe ist emeritierter Professor für Neuere Geschichte der Universität von Concepcion (Chile) und hatte auch einen Lehrauftrag für die Academia Diplomatica des chilenischen Aussenministeriums.
Versammlungsort für "Zürich III" ist die Adventkapelle der Gemeinde "Zürich II" an der Gubelstrasse 23 in Oerlikon. Das Gemeindehaus der Kirchgemeinde "Zürich I" befindet sich an der Cramerstrasse 11, im Stadtkreis 4.

Zur Deutschschweizerischen Vereinigung der adventistischen Freikirche gehören die Zürcher Privatschule A-Z, das Alters- und Pflegeheim Oertlimatt (Krattigen BE), das Jugendhaus Byfang (St. Stephan im Simmental), der Advent-Verlag (Zürich/Krattigen BE) sowie das Seminar Schloss Bogenhofen (St. Peter am Hart/Oberösterreich), das gemeinsame Ausbildungszentrum der österreichischen und Schweizer Adventisten.

back (2'042 Zeichen)

Internationaler Förderer der Religionsfreiheit verstorben uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 09.03.2004 / APD

Im südfranzösischen Clapiers verstarb am 2. Februar 2004 im Alter von 92 Jahren der Jurist und Förderer der Religionsfreiheit, Dr. Pierre Lanarès. Der 1912 auf der Insel Madagaskar geborene Lanarès wirkte über vier Jahrzehnte in verschiedenen Ämtern der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf Madagaskar, in Frankreich und in der Schweiz. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Paris und Genf und der Ausbildung an der theologischen Fakultät der adventistischen Hochschule im französischen Collonges-sous-Salève war der vielseitige Jurist und Theologe als Pastor, Schulrektor, Kirchenleiter, Schriftsteller, Rundfunk- und Fernsehproduzent sowie am europäischen Verwaltungssitz der Freikirche in Bern tätig. Er stand dabei den Abtei¬lungen für Radio und Fernsehen, Bildung, Pastorenausbildung sowie öffentliche Angelegenheiten und religiöse Freiheit vor.

Von 1966 bis 1982 amtierte Lanarès ausserdem als Generalsekretär der überkonfessionellen Internationalen Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (IVVFR) mit Sitz in Bern. Sein Einsatz für die Religionsfreiheit führte ihn in zahlreiche europäische Staaten, nach Afrika, den Nahen Osten und in die USA. Neben der Pflege vielfältiger Kontakte zu bedeutenden politischen und religiösen Persönlichkeiten, der Organisation von Konferenzen, Symposien und Expertengesprächen sowie der Herausgabe und Schriftleitung der internationalen Fachzeitschrift "Gewissen und Freiheit" (ISSN 0259-0379) zählte auch die Förderung der religiösen Toleranz durch schulische Erziehung zu seinen Aufgaben. Dazu nutzte er seine rege Vortragstätigkeit in französischsprachigen Ländern und die Zeit als Schulrektor auf Madagaskar und in Frankreich. Bis zu seinem Ruhestand war Lanarès auch Professor an der Hochschule der Adventisten in Collonges-sous-Salève in der Nähe von Genf.

back (1'863 Zeichen)

International

Adventisten als Nichtkämpfer und Friedensstifter uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 09.03.2004 / APD

Angesichts des Irak-Krieges und anderer militärischer Konflikte in jüngster Vergangenheit hat Pastor Dr. Ekkehardt Müller (Silver Spring, Maryland/USA), stellvertretender Direktor des Biblischen Forschungsinstituts der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten an die Haltung der Freikirche hinsichtlich des Militärdienstes erinnert. Es gelte unverändert die im Oktober 1972 vom Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz in Mexiko-Stadt beschlossene Stellungnahme, in der es unter anderem heisst: "Die Gemeinschaft mit Gott durch Jesus Christus, der in diese Welt kam, nicht um Menschen zu vernichten, sondern zu retten, veranlasst Siebenten-Tags-Adventisten, den Nichtkämpferstandpunkt zu vertreten. Sie folgen damit ihrem göttlichen Meister nach, indem sie Menschen nicht das Leben nehmen, sondern jeden infrage kommenden Dienst tun, um Leben zu erhalten... Diese Stellungnahme soll Gemeindegliedern zur Orientierung verhelfen, lässt jedoch jedem die Freiheit, über sein Handeln selbst zu entscheiden."

Die Generalkonferenz habe sich laut Müller bereits in den Jahren 1951, 1952 und 1954 dafür ausgesprochen, dass ein Adventist keine Waffe in die Hand nehmen, sondern waffenlose Dienste leisten solle. Eine ähnliche Haltung hätte 1923 auch die europäische Freikirchenleitung eingenommen. Schon 1863 sei der Nichtkämpferstandpunkt vertreten worden, als sich die Freikirche während des Amerikanischen Bürgerkrieges organisiert habe.

Immer wieder hätte die Weltkirchenleitung zum Frieden aufgerufen. Die „Friedensbotschaft“ von 1980 enthält die Aufforderung: "Adventisten müssen durch ihre Lehre und ihr Beispiel für Frieden und guten Willen der Menschen untereinander eintreten und als Friedensstifter und Brückenbauer bekannt werden." In der "Erklärung zum Frieden" von 1985 heisst es: "In einer Welt voller Kampf und Hass, einer Welt ideologischer und militärischer Konflikte, möchten Siebenten-Tags-Adventisten als Friedensstifter bekannt werden und sich für weltweite Gerechtigkeit und Frieden unter Christus als dem Oberhaupt einer neuen Menschheit einsetzen." Ähnliches findet sich auch in der Erklärung "Siebenten-Tags-Adventisten rufen zum Frieden auf" aus dem Jahr 2002: "Jesus Christus, der Friedensfürst, möchte, dass seine Nachfolger Friedensstifter in der Gesellschaft sind und nennt sie daher gesegnet (Matthäus 5,9)." Nach Ekkehardt Müller fordere die Freikirche nach wie vor ihre Mitglieder auf, dem Beispiel Jesu zu folgen und nach seiner Bergpredigt zu leben.

back (2'511 Zeichen)

Polens Präsident Schirmherr für adventistischen Jugendkongress uparrowprint druckenemail versenden

Warschau/Polen, 09.03.2004 / APD

Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski hat die Schirmherrschaft für den europäischen Jugendkongress der Siebenten-Tags-Adventisten vom 4. bis 8. August in Wroclaw (Breslau) übernommen. Unter dem Motto „Time 4 Action“ werden mehrere tausend Jugendliche aus etwa 30 Ländern erwartet.

back (296 Zeichen)

Neues adventistisches Krankenhaus in Colorado uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 09.03.2004 / APD

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in Parker, Colorado/USA, ein 58-Betten-Krankenhaus mit den Bereichen Kardiologie, Diagnostik, Gynäkologie, Geburtshilfe, Kinderheilkunde, Ambulanz und Notfallhilfe eröffnet. Nach einer zweiten und dritten Ausbauphase sollen bis zu 200 Patienten stationär aufgenommen werden. Die 110 Millionen US-Dollar-Einrichtung dient zur medizinischen Versorgung der 175 000 Einwohner des Douglas Landkreises in Zentral-Colorado, südöstlich von Denver. Die Freikirche unterhält in den Vereinigten Staaten 61 Krankenhäuser mit über 12 000 Betten.

back (569 Zeichen)

Bessere Ausbildung für adventistische Pastoren im Südsudan uparrowprint druckenemail versenden

Arua/Uganda, 09.03.2004 / APD

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat in Arua im Nordwesten Ugandas ein Fortbildungszentrum für Pastoren und Grundschullehrer aus dem Südsudan eröffnet. Auf dem Gelände befinden sich auch die Büros der für den Süden Sudans zuständigen adventistischen Kirchenleitung. Deren Vorsteher, der Schweizer Pastor Beat Odermatt, erläuterte, dass es keine Möglichkeit gegeben habe, eine derartige Bildungsstätte im Land selbst aufzubauen. Durch den seit 1956 herrschenden Bürgerkrieg fehle es dort an der notwendigen Infrastruktur. Die Strassen seien während der Regenzeit meist unpassierbar. Es gebe keine Geldinstitute, Krankenhäuser, Telefonanschlüsse, Elektrizität und auch kein für Nichteinheimische trinkbares Wasser. Es wäre unter derartigen Umständen unverantwortlich, Hochschullehrer aus anderen Ländern in den Südsudan einzuladen, um Theologiestudenten und angehende Lehrer zu unterrichten. Andererseits liege Arua nur 45 Autominuten von der sudanesischen Grenze entfernt.

"Im Süden Sudans gibt es über 6 000 Siebenten-Tags-Adventisten in 16 Gemeinden. Jedes Jahr schliessen sich weitere 1 000 Menschen unserer Kirche an, doch wir haben bisher nur einen Pastor mit einer akademischen Ausbildung", beklagte Odermatt. Das solle sich durch das Fortbildungszentrum ändern. Geistliche könnten dort neben ihrem Dienst durch Blockvorlesungen innerhalb von sechs bis acht Jahren den Bakkalaureus in Theologie erwerben. Im Südsudan erhielten sie lediglich eine zweijährige Ausbildung an dem adventistischen Seminar in Bahr Naam. Dort sei normalerweise nur der Besuch einer Grundschule möglich. Eine Ausnahme bilde die adventistische Eyira Berufsakademie in Maridi, deren Schüler zwischen einer akademischen und einer beruflichen Ausbildung wählen könnten. Die dort erworbene Hochschulreife werde von den meisten afrikanischen Universitäten anerkannt. Die Akademie könne sich durch die zu ihr gehörenden Farm selbst versorgen.

In dem Fortbildungszentrum in Arua werden bis zu 50 Pastoren und Lehrer weitergebildet. Hier soll auch noch ein Aufnahmestudio für Rundfunksendungen von Adventist World Radio eingerichtet werden, um Programme in vier sudanesischen Sprachen zu produzieren.

back (2'193 Zeichen)

Adventisten in Thailand sozial engagiert uparrowprint druckenemail versenden

Bangkok/Thailand, 09.03.2004 / APD

APD Der Präsident der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), hatte bei seinem Pastoralbesuch in Thailand auch eine Unterredung mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten, Suwit Khunkitti. Der Politiker dankte dem Geistlichen für das soziale Engagement der Freikirche. Paulsen hob hervor, dass in Thailand religiöse Minderheiten ebenfalls ihren Glauben frei und öffentlich ausüben dürften, obwohl 93 Prozent der Bevölkerung Buddhisten seien. Adventisten gibt es seit 1919 in dem südostasiatischen Staat. Heute leben dort über 13 000 erwachsen getaufte Mitglieder in 39 Gemeinden. Die Freikirche unterhält im Land eine Hochschule, zwei Gymnasien, eine Mittelschule, zehn Grundschulen, drei englische Sprachschulen, zwei Krankenhäuser, ein Gesundkostwerk und ein Verlagshaus. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist in der AIDS-Aufklärung und Drogenprävention tätig.

back (951 Zeichen)

Gemeindezeitschrift ADVENTECHO wirbt um Leser uparrowprint druckenemail versenden

Lüneburg/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Die Redaktion der Gemeindezeitschrift "Adventecho" der deutschsprachigen Siebenten-Tags-Adventisten lud ganz unterschiedliche Personen aus dem Leserkreis zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den beiden ersten Ausgaben des neuen Jahres nach Lüneburg ein. Seit Anfang 2004 ist ein neues Redaktionsteam für die inhaltliche und grafische Gestaltung der Monatszeitschrift verantwortlich.

Das moderne und offene Konzept komme besonders bei jüngeren Lesern sehr gut an, lautete das Ergebnis. Hier sieht Chefredakteur Elí Diez auch das Potential zur Steigerung der Gesamtauflage. Für langjährige Bezieher des "Adventecho" mag die Umstellung auf das neue Layout gewöhnungsbedürftig sein, dennoch gebe es auch aus dieser Gruppe grosse Zustimmung. Gemeindenähe und Praxisbezug sorgten in farblich unterschiedenen Rubriken für Aktualität und hohen Nutzwert. Die Auseinandersetzung mit Glauben und Lehre vermittele auch nicht-adventistischen Beziehern neue Einblicke in die evangelische Freikirche, so Diez.

Obwohl die Zahl der Abonnenten derzeit bei 6 600 liegt, haben die Ausgaben Januar bis März 2004 eine Auflagenhöhe von jeweils 24 000 Exemplaren. Dadurch gelangt die Gemeindezeitschrift in jeden adventistischen Haushalt mit dem Ziel, neue Bezieher zu gewinnen. In Deutschland, Österreich und in der deutschsprachigen Schweiz leben 41 700 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 649 Gemeinden.

back (1'409 Zeichen)

Freikirchensymposium "Evangelikalismus/Fundamentalismus" uparrowprint druckenemail versenden

Erzhausen/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Zum Frühjahrssymposium mit dem Thema "Evangelikalismus/Fundamentalismus" lädt der Verein für Freikirchenforschung (VFF) vom 25. bis 27. März ins deutsche Evangelische Allianzhaus nach Bad Blankenburg ein. Über die Strukturen und Kennzeichen des Fundamentalismus referiert Dr. Manfred Marquardt, Reutlingen. Bibeltreues Schriftverständnis in der Geschichte der Freikirchen stellt Dr. Stephan Holthaus, Giessen, vor. Dr. Christoph Raedel, Reutlingen, spricht über den Evangelikalismus methodistischer Prägung und Dr. Nicholas Railton, Belfast, über Fundamentalismus und Evangelikalismus in Nordirland. "Anna von Weling und die Allianz" ist das Thema von Werner Beyer, Bad Blankenburg. Um evangelikale Religionspädagogik im deutschsprachigen Raum geht es Matthias Roser, Berlin. Dr. Reinhard Hempelmann, Berlin, stellt im Schlussreferat die Frage: "Sind Evangelikalismus und Fundamentalismus identisch? ". Vor dem Symposium trifft sich die VFF-Arbeitsgruppe "Geschichte der Freikirchen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg". Ausserdem findet am Donnerstagabend die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins statt. Weitere Informationen sind bei der Geschäftsstelle des VFF unter Telefon +49-6150 7633 und 976825 sowie unter info@freikirchenforschung.de erhältlich.

back (1'268 Zeichen)

Ökumene

Deutsche Lutheraner mit "Kleinem Evangelischen Erwachsenenkatechismus" uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Mit der Herausgabe des "Kleinen Evangelischen Erwachsenenkatechismus" (KEEK) will die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) einen Beitrag zur Überwindung des Bildungs- und Wissensdefizits im Bereich des christlichen Glaubens leisten. „Immer mehr Menschen haben immer weniger Grundwissen über Themen der christlichen Theologie und der Praxis des Glaubens." Mit diesen Worten begründete der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Hans Christian Knuth, die Herausgabe des KEEK. Bei dem 304 Seiten umfassenden Buch, das im Gütersloher Verlagshaus (Gütersloh) erschien, handelt es sch um eine Kurzfassung des Evangelischen Erwachsenenkatechismus, der im Jahre 2000 als Standardwerk veröffentlich und inzwischen 240 000mal verkauft wurde. Die in der VELKD zusammen geschlossenen acht Landeskirchen mit rund 10,4 Millionen Mitgliedern wollen damit einen Beitrag zur Überwindung des Bildungsdefizits hinsichtlich des christlichen Glaubens leisten. Der Geschäftsführer des Katechismus-Ausschusses der VELKD, Oberkirchenrat Dr. Norbert Dennerlein führte aus, dass auch der KEEK den Anspruch erhebe, in allen relevanten theologischen und religiösen Fragen über die Position des evangelischen Glaubens zu informieren. "Er biete Informationen zum neuesten Stand der wissenschaftlichen Theologie sowie zu den kirchlichen Ansichten," so Dennerlein.

back (1'407 Zeichen)

Vatikan bereitet Herausgabe eines katholischen "Kurz-Katechismus" vor uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 09.03.2004 / APD

Wie aus vatikanischen Kreisen verlautet, wurden die Vorarbeiten für eine Kurzfassung des "Katechismus der katholischen Kirche" abgeschlossen. Die vatikanische Arbeitsgruppe aus Experten der Glaubenskongregation und des Staatssekretariats hätten den Entwurf für so genannten "Kurz-Katechismus" fertig gestellt. Der rund 150 Seiten umfassende Textentwurf sei den Bischofskonferenzen sowie allen Kardinälen zugeleitet wurden.

Papst Johannes Paul II. hatte im März 2003 den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, beauftragt, eine leicht lesbare Kurzfassung des 800 Seiten umfassenden 1992 veröffentlichten Glaubenskompendium der römisch-katholischen Kirche mit den wichtigsten und grundlegenden Glaubensaussagen zusammenzustellen. Johannes Paul II. bezeichnete den "Katechismus der katholischen Kirche" bei der Erstveröffentlichung in einer dazu verfassten päpstlichen Verlautbarung als "Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird". Das mit der päpstlichen Approbation versehene Glaubensbuch sei "ein gültiges und legitimes Werkzeug im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft und sichere Norm für die Lehre der Glaubens," so der Papst. Auch der neue Kurz-Katechismus muss vor seiner Veröffentlichung vom Papst approbiert werden. Ursprünglich war ein Erscheinungstermin für das Jahr 2005 anvisiert worden.

back (1'483 Zeichen)

Sind Katholiken und Evangelikale keine Konkurrenten mehr? uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 09.03.2004 / APD

Katholiken und Evangelikale wollen in den Ländern des "Südens" nicht als Konkurrenten auftreten, sondern "brüderlich zusammenarbeiten". Dies betonte der aus Kolumbien stammende Priester Juan Usma Gomez, der im Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen für die Beziehungen zu den Evangelikalen zuständig ist. In der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" schrieb Gomez, sowohl Katholiken als auch Evangelikale müssten angesichts ihrer bestehenden Gemeinsamkeiten einen Prozess der "Reue und der Umkehr" beginnen. Mit Blick auf die Dringlichkeit einer "vitalen und tiefen Evangelisierung" wäre eine missionarische Rivalität "erschwerend oder sogar hinderlich", so Usma Gomez.

Sofern es die religiösen Bedingungen erlaubten, sollten Katholiken und Evangelikale daher im Bekenntnis des Glaubens an Gott und Jesus Christus vor den Völkern zusammen arbeiten. Kooperation solle auch auf sozialem, kulturellen, und wissenschaftlichem Gebiet angestrebt werden. Über die praktische Zusammenarbeit hinaus müssten beide Seiten auch den Weg zur "Einheit in Liebe und Wahrheit" fortsetzen. Es genüge nicht, bloss zu einem Verhältnis guter Nachbarschaft zu kommen, anzustreben sei die Wiederherstellung der von Christus geschenkten ursprünglichen Einheit der Christen. Das Verhältnis zwischen Katholiken und Evangelikalen sei gerade in den Ländern des "Südens" oft sehr gespannt, weil es immer wieder vorkomme, dass Evangelikale mit aggressiven Methoden der Glaubensverkündigung auch in traditionell „katholische Gebiete“ eindringen würden.

back (1'546 Zeichen)

Afrikas Kirchenrat für kontinentale christliche Bank uparrowprint druckenemail versenden

Nairobi/Kenia, 09.03.2004 / APD

Der Verwaltungs- und Finanzdirektor des Gesamt-afrikanischen Kirchenrates (AACC), Bright Mawudor, hat die Gründung einer christlichen Bank für Afrika angeregt. Angesichts von geschätzten 120 Millionen Christen auf dem Kontinent gebe es dafür sicher genügend Kunden, meinte Mawudor bei einem Treffen der Generalsekretäre afrikanischer Kirchenräte in Nairobi. Eine derartige Bank könne etwa in den 39 Mitgliedsländern des AACC tätig werden, sagte der AACC-Finanzdirektor. Das könne sich auch für die Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfe-Organisationen als günstig erweisen.

back (578 Zeichen)

Einladung zum Abendmahl und Anerkennung der Ämter uparrowprint druckenemail versenden

Prag/Tschechien, 09.03.2004 / APD

Vertreter der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) trafen sich zur Fortsetzung ihres Dialogs im Internationalen Baptistischen Theologischen Seminar in Prag. Das Treffen war das dritte einer Reihe von Gesprächen, die 2002 begann und zu einer tieferen Gemeinschaft zwischen den lutherischen, reformierten, unierten sowie methodistischen Kirchen und den baptistischen Unionen in Europa führen solle. Diskutiert wurde über vorbereitete Papiere, die einen theologischen Konsens im Verständnis von "Evangelium, Glaube und Kirche" sowie auch Übereinstimmungen im Taufverständnis hervorhoben.

So wurde unter anderem festgestellt, dass "in der Taufe im Namen des dreieinigen Gottes die christliche Kirche den Sieg der Liebe Gottes über des Menschen Gottlosigkeit und über alle Mächte des Verderbens feiert. Deshalb ist die Taufe auch ein Ort, wo Menschen im Glauben zu Gott 'Ja' sagen können, der sie schon im Sieg der Liebe bejaht hat." Es blieben allerdings Unterschiede in der Taufpraxis, die weitere Untersuchungen erforderten. Trotzdem wird laut dem Kommuniqué des Treffens dazu ermutigt, einander zur Feier des Abendmahls einzuladen und die gegenseitige Anerkennung der Ämter zu praktizieren. Das einstimmig angenommene Abschlussdokument "Der Anfang des christlichen Lebens und das Wesen der Kirche" soll den Exekutivausschüssen der EBF und der GEKE (der ehemaligen Leuenberger Kirchengemeinschaft) zur Weiterleitung an die Mitgliedskirchen vorgelegt werden.

back (1'529 Zeichen)

"Ökumene nach evangelisch-lutherischem Verständnis" uparrowprint druckenemail versenden

Bensheim/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Da es sich in den letzten Jahren mehrfach gezeigt habe, dass innerhalb der lutherischen Kirchen unterschiedliche und auch gegensätzliche Auffassungen über Ziel und Methode ökumenischer Bemühungen bestünden, hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ein Positionspapier mit dem Titel "Ökumene nach evangelisch-lutherischem Verständnis" veröffentlicht. Nicht zuletzt die Debatte um die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" zwischen dem Lutherischen Weltbund und der römisch-katholischen Kirche mache eine innerlutherische Selbstklärung erforderlich, heisst es im Vorwort.

Laut dem neunseitigen Positionspapier hätten ökumenische Gespräche den Sinn zu klären, ob nach Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses von 1530 zwischen den beteiligten Kirchen das gemeinsame schriftgemässe Verständnis des Evangeliums gegeben sei, das die Erklärung und Praktizierung von Kirchengemeinschaft zwischen ihnen ermögliche. Bilaterale Dialoge dienten dazu, "echte Dissense und Konsense, die zwischen dem Evangeliumsverständnis und den daraus gezogenen lehrhaften Konsequenzen der beteiligten Kirchen bestehen, von vermeintlichen, scheinbaren Dissensen und Konsensen zu unterscheiden." Demzufolge hätten ökumenische Gespräche nicht den Sinn von Verhandlungen über Lehrdifferenzen mit dem Ziel, unter Hintanstellung der Wahrheitsfrage durch einseitiges oder beiderseitiges Entgegenkommen zur Formulierung von Konvergenzen oder Konsensen zu kommen, "sondern dienen der Wahrheitsfindung, und zwar durch wechselseitige Bezeugung der erkannten Wahrheit und durch Überprüfung des vorausgesetzten Wahrheitsverständnisses." Ziel der Ökumene könne nach lutherischem Verständnis daher weder die Herstellung der wahren Einheit der Kirche noch die Herstellung der organisatorischen Einheit zwischen Kirchen sein.

Laut dem Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes, Bensheim, gehe es bei dem Positionspapier nicht nur um Auseinandersetzungen wegen der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre", sondern auch um die Bemühungen lutherischer Kirchen in Skandinavien, mit einer episkopalen Verfassung den Anschluss an altkirchliche Traditionen zu suchen. Die "Porvoo-Erklärung" zwischen den lutherischen Kirchen Skandinaviens und der Church of England sei ein sichtbarer Ausdruck dieses Ökumenekonzepts, das jedoch in dem Positionspapier der VELKD mit dem Hinweis zurückgewiesen werde: "Jede zusätzliche Bedingung wäre eine grundsätzliche Preisgabe des lutherischen Verständnisses von Glaubens- und Kirchenkonstitution."

back (2'551 Zeichen)

Religionsfreiheit

Türkei erlaubt erstmals christliche Seelsorge uparrowprint druckenemail versenden

Antalya/Türkei, 09.03.2004 / APD

Die Türkei hat erstmals in ihrer modernen Geschichte einem ausländischen christlichen Geistlichen offiziell eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Seit Jahresbeginn darf der römisch-katholische Pfarrer Rainer Korten (62) öffentlich Seelsorge für Deutsche in Antalya und an der türkischen Südküste anbieten. Auch ein Verein, der die Kirchengemeinde gegenüber dem Staat repräsentiert, sei bereits gegründet worden. Korten wertet laut der Katholischen Internationalen Presseagentur KIPA die Entscheidung als Ergebnis türkischer Bemühungen um Aufnahme in die EU. Über 8 000 Deutsche haben sich inzwischen im Raum Antalya und bis zu 60 000 an der türkischen Südküste niedergelassen. Ausserdem kommen jährlich über zwei Millionen deutsche Touristen in die Region.

Bisher liess die Türkei offiziell keine ausländischen Geistlichen als Seelsorger ins Land. Lediglich bei den Botschaften und diplomatischen Vertretungen gibt es christliche Geistliche. Ein deutscher evangelischer Pfarrer kommt derzeit immer wieder für begrenzte Zeit als Privatmann in die südtürkische Urlaubsregion. Die Kirchen haben ausdrücklich versichert, dass sie keine Missionierung betreiben, sondern ausschliesslich Urlauber betreuen wollen.

back (1'224 Zeichen)

Türkei: Papst fordert rechtliche Anerkennung der katholischen Kirche uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 09.03.2004 / APD

Papst Johannes Paul II. hat am 21. Februar den neuen Botschafter der Republik Türkei beim Heiligen Stuhl, Osman Durak empfangen. Der Papst forderte dabei, die Türkei müsse die katholische Kirche rechtlich anerkennen. Die katholische Kirche suche nicht besondere Privilegien oder irgendeine Sonderbehandlung, sondern bestehe darauf, dass die fundamentalen Menschenrechte ihrer Mitglieder respektiert werden und die Katholiken sie frei ausüben können, erklärte Johannes Paul II.
Zugleich äusserte der Papst die Hoffnung, dass das Parlamentarische Menschenrechts-Komitee der türkischen Nationalversammlung der Petition vom September 2003 über die religiösen Anliegen der christlichen Minderheiten in der Türkei entspräche.
Wie der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz im Bereich Weltkirche und Migration, Helmut Wiesmann, in einem Beitrag über die Situation der Religionsgemeinschaften in der Türkei ausführt, bestehe das Hauptproblem der römisch-katholischen Kirche, der fast ausschliesslich Ausländer angehören, im Mangel eines gesicherten rechtlichen Status. Die katholische Türkische Bischofskonferenz, mit Sitz in Harbiye-Istanbul, habe keine Rechtspersönlichkeit und könne auch – von der Überführung in eine religiöse Stiftung nach türkischem Recht abgesehen – unter heutigen Bedingungen keine erwerben. Immerhin aber gelte ihr Vorsitzender in seiner Eigenschaft als Leiter des apostolischen Vikariats Istanbul den türkischen Behörden als Vertreter des Vatikans. Dies gebe der Türkischen Bischofskonferenz wenigstens eine Art de facto-Status.
Grundsätzlich hätten ausländische Geistliche nicht das Recht, in der Türkei die Eucharistie zu feiern. So würden die Leiter der katholischen bzw. der evangelischen deutschsprachigen Gemeinden in Istanbul in Absprache mit den türkischen Behörden zur Diplomatenliste des deutschen Generalkonsulats angemeldet, damit sie ihre Aufgaben wahrnehmen könnten.
In einem offiziellen Briefwechsel mit Frankreich, Italien und Grossbritannien habe die Türkei 1923 den Fortbestand der religiösen, karitativen und Erziehungseinrichtungen garantiert, die von diesen Staaten im Osmanischen Reich unterhalten wurden. Deshalb gebe es für einige in Istanbul angesiedelte Privatschulen in katholischer bzw. ausländischer Trägerschaft eine Art "völkerrechtlichen Schutz".
Wichtigste rechtliche Existenzgrundlage christlicher Kirchen und Gemeinden in der Türkei sei der "Vertrag von Lausanne" aus dem Jahre 923. In seinen Schutzbestimmungen für Minderheiten spreche er durchgängig von "minorités non-musulmanes". Er schütze seinem Wortlaut zufolge also alle nicht muslimischen Minderheiten. Die türkische Seite folge jedoch der Interpretation, dass der Vertrag nur solche Minderheiten schütze, die zur Zeit des osmanischen Reiches den Status einer religiös-ethnisch definierten "millet" gehabt hätten, nämlich Juden, Griechen und Armenier. Heute gebe es, so Wiesemann, im Prinzip fünf so genannte "Lausanner Kirchen". Wirksam geschützt seien diese durch den Lausanner Vertrag jedoch nicht. Er garantiere Religionsausübung und kirchliches Leben nur insoweit, als sie sich in Gebäuden und Strukturen vollziehen, deren Existenz zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses nachweisbar sei.
Nicht unter die Minderheitenklauseln des Lausanner Vertrages fallen türkischer Lesart zu Folge die syrisch-orthodoxen und die syrisch-katholischen Christen, d.h. Nachfahren der autochthonen, seit 2000 Jahren in Anatolien lebenden Christen, deren Liturgiesprache bis heute das Aramäische, die Sprache Jesu ist. Gleichfalls nicht unter den Lausanner Vertrag fielen die römisch-katholischen und alle anderen nichtautochthonen Christen.

Herrschender türkischer Lehre zu Folge garantiere der die Glaubensfreiheit regelnde Artikel 24 der türkischen Verfassung von 1982 keine "kollektiven Rechte" von Religionsgemeinschaften, sondern einzelne Individualrechte, z.B. zur Teilnahme an Gebeten, religiösen Zeremonien und Feiern, nicht aber das kollektive Recht von Religionsgemeinschaften zu deren Durchführung.

Unter den verschiedenen dargelegten Aspekten sei die nachdrückliche Forderung des Papstes nach rechtlicher Anerkennung der katholischen Kirche durch die türkische Regierung verständlich. Das Recht auf Glaubensfreiheit gehöre gemäss den international anerkannten menschenrechtlichen Standards ebenso wie nach der Lehre der römisch-katholischen Kirche in den Kernbereich der Menschenrechte.

back (4'420 Zeichen)

ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

Hilfe für den Irak mit einheimischen Partnern uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland kann zur Zeit nur noch mit einheimischen Partnern im Nordirak arbeiten. Wie ADRA-Direktor Erich Lischek (Weiterstadt) mitteilte, könne die Sicherheit für europäische Mitarbeiter in diesem Gebiet nicht mehr gewährleistet werden. Sie würden von vielen Einheimischen als Besatzer oder zumindest als Gefolge von Besatzungsmächten angesehen. Ihr humanitärer Einsatz gelte als Trick, um das Vertrauen der Iraker zu gewinnen. Das mache die Arbeit für die unparteiisch arbeitenden Organisationen schwer und bisweilen völlig unmöglich. "Unsere Entscheidung, dennoch im Irak weiterhin humanitäre Hilfe zu leisten, hängt mit dem Leid der Zivilbevölkerung zusammen", betonte Lischek. Sie erdulde seit Jahren wachsende Not, da Mängel in der Infrastruktur, in der Energieversorgung sowie im Gesundheits- und Bildungswesen ihre Spuren hinterlassen hätten.

Positiv gestalte sich vor diesem Hintergrund die Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern, die ihre Fachkompetenz und Integrität einbrächten, um den Programmen zum Erfolg zu verhelfen. ADRA werde daher mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes seine Projekte weiter durchführen. "Soeben bereiten wir die zweite Phase der Medikamentenversorgung für das Gebiet um Ninive und Tel Afar vor", teilte der deutsche ADRA-Direktor mit. Die Lieferungen bildeten die Hauptversorgung für drei grosse Krankenhäuser und etwa 40 Kliniken mit Medikamenten und medizinischem Bedarf. Eine Besonderheit der Verteilung sei, dass ADRA die Einrichtungen direkt beliefere und die sachgemässe Verwendung durch einen Generaldirektor, der in dieser Provinz die Funktion des Gesundheitsministers innehabe, kontrollieren lasse.

back (1'729 Zeichen)

Gesundheit für Mütter und Kinder in Afghanistan uparrowprint druckenemail versenden

Kabul/Afghanistan, 09.03.2004 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat von der Internationalen Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) 1,99 Millionen US-Dollar, rund 1,57 Millionen Euro, für ein dreijähriges Gesundheitsprogramm in den Distrikten Panjab und Waras der afghanischen Bamyan Provinz erhalten.

In Zusammenarbeit mit dem dortigen Gesundheitsministerium sollen die Ursachen für die Erkrankung und den Tod gebärfähiger Frauen und Kinder bis fünf Jahren bekämpft werden. Dazu ist die Ausbildung von medizinischem Personal für Sanitätsposten in den beiden Distrikten vorgesehen. In Afghanistan sterben bei 100 000 Geburten etwa 1 600 Frauen. Das Land hat damit eine der höchsten Sterbeziffern von Müttern.

back (731 Zeichen)

Schulbesuch um 80 Prozent erhöht uparrowprint druckenemail versenden

Kabul/Afghanistan, 09.03.2004 / APD

Ein Projekt zur Sanierung und Ausstattung von Schulen in der Jowzjan Provinz im Norden Afghanistans hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen. Die Oramast Grundschule hat jetzt ein repariertes Dach, verglaste Fenster und erhielt Tische, Stühle, Sportgeräte sowie einen Trinkwasserbrunnen, der auch von den Bewohnern der fünf umliegenden Dörfern genutzt wird. Eine Mädchenschule wurde ebenfalls mit Tischen und Stühlen sowie Fensterscheiben für 20 Klassenräume und einem Schulhof mit Volleyballnetzen ausgestattet. Die Mirwaismina Schule und das Jowzjan Waisenhaus verfügen nun über einen Spielplatz und Sporteinrichtungen. Trinkwasserbrunnen mit Handpumpen entstanden in den Dörfern Kutchilakhimonio, Jutchikhojimorzo, Mirvaismina, Kazontchi, Naowobod Jim Mahala und Harabkhona. Die Bevölkerung und die Kinder von 23 Schulen wurden über Hygienemassnahmen unterwiesen. Durch das Projekt stieg der Schulbesuch in dem Gebiet um 80 Prozent. Finanziert wurde es durch die Regierung der zu Dänemark gehörenden Färöerinseln, Hope for Humanity, HELP International und ADRA International.

back (1'144 Zeichen)

Suppenküche in Riga uparrowprint druckenemail versenden

Riga/Lettland, 09.03.2004 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Lettland hat im Kulturgymnasium in Riga eine Suppenküche eingerichtet. Während der Woche können Notleidende dort eine warme Mahlzeit erhalten. Schülerinnen und Schüler helfen bei der Zubereitung und Austeilung der Mahlzeiten. Die Arbeitslosenrate beträgt in Lettland elf Prozent.

back (339 Zeichen)

Bibel

Bibel für christliche Volksgruppe in Myanmar uparrowprint druckenemail versenden

Reading/Grossbritannien, 09.03.2004 / APD

Eine Neuübersetzung der Bibel in der Sprache Sgaw Karen wurde von der Bibelgesellschaft in Myanmar herausgegeben. Wie der Weltbund der Bibelgesellschaften in Reading/England mitteilte, erschien die erste Heilige Schrift auf Sgaw Karen 1853 und ist für heutige Leser nur noch schwer verständlich. An ihre Stelle tritt die neue, dem modernen Sprachgebrauch angepasste Übersetzung. Ein Team aus neun einheimischen Übersetzern hatte seit 1982 mit Unterstützung von Beratern des Weltbundes an der Bibel gearbeitet. Bereits 1994 lag das Neue Testament vor.

Sgaw Karen ist eine von 20 Sprachen des Karen-Volkes und wird von rund 1,2 Millionen Menschen gesprochen. Mit einem Bevölkerungsanteil von über sechs Prozent stellen die vorwiegend christlichen Karen die zweitgrösste ethnische Minderheit Myanmars dar. Rund 87 Prozent der 49 Millionen Einwohner des ostasiatischen Landes bekennen sich zum Buddhismus. Christen bilden mit knapp sechs Prozent die zweitgrösste Religionsgemeinschaft, gefolgt von Muslimen, Anhängern von Naturreligionen und Hindus. Obwohl offiziell Religionsfreiheit herrscht, werden Christen im ehemaligen Burma vielfach diskriminiert. Ähnlich wie in China und Vietnam geht die Regierung gegen staatlich nicht registrierte Hausgemeinden vor.

back (1'261 Zeichen)

Menschenrechts-Lektüre für mexikanische Indios uparrowprint druckenemail versenden

San Cristobal de la Casas, Chiapas, Mexiko, 09.03.2004 / APD

"Die Bibel und die Menschenrechte" lautet der Titel einer Veröffentlichung, die jetzt von der Mexikanischen Bibelgesellschaft (Sociedad Biblica de Mexico, A.C.) herausgegeben wurde. Das kleine Buch in den beiden Indio-Dialekten Chamula und Chenalho hat eine Auflage von insgesamt 90'000 Exemplaren und enthält neben Texten aus der Bibel auch den Wortlaut der UN-Menschenrechtserklärung von 1948. Es wird durch katholische und protestantische Gemeinden kostenlos verteilt. Vertreter von Kirche und Staat würdigten die Publikation als wichtigen Beitrag zur kulturellen und politischen Gleichberechtigung mexikanischer Indios.

"Die Bibel ist die Grundlage der Menschenrechte, denn diese sind letzten Endes nichts anderes als eine säkularisierte Version der Zehn Gebote", sagte Jose Luis Soberanes, der Präsident der Nationalen Menschenrechtskommission des Landes.
Etwa 14 Prozent der rund 98 Millionen Mexikaner gehören Indiovölkern an. Ihre Geschichte ist bis heute vielfach von Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen geprägt. "In den ländlichen Regionen fehlt den Meisten das Wissen über ihre grundlegenden Rechte. Sie schweigen selbst dann noch, wenn sie Opfer körperlicher Gewalt werden", sagte Miguel Ortega von der Mexikanischen Bibelgesellschaft.

Mehr als 98 Prozent der Mexikaner sprechen Spanisch. Etwa 7,5 Prozent verständigen sich zudem mit Indiosprachen, Chamula und Chenalho sind Dialekte der Maya-Sprache Tzotzil, die im Bundesstaat Chiapas weit verbreitet sind und dort von rund 100'000 Menschen gesprochen werden.

back (1'543 Zeichen)

Vietnam: Bibel für chinesische Minderheiten uparrowprint druckenemail versenden

Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, 09.03.2004 / APD

In Vietnam wurde jetzt erstmals eine Bibelübersetzung für Angehörige der chinesischen Minderheit herausgegeben und mit einem Gottesdienst in Ho-Chi-Minh-Stadt der Öffentlichkeit vorgestellt. Die neue Bibel erschien in einer Auflage von 10'000 Exemplaren. Ein Grossteil der Herstellungskosten wurde durch das "Asia Opportunity"-Programm des Weltbundes der Bibelgesellschaften abgedeckt. Zurzeit hat Vietnam keine nationale Bibelgesellschaft. Von 1969 bis 1975 existierte in Südvietnam eine nationale Bibelgesellschaft mit Sitz in Saigon, dem heutigen Ho-Chi-Minh-Stadt. Diese musste jedoch nach der Vereinigung mit Nordvietnam ihren Dienst einstellen und konnte bis heute nicht wieder eröffnet werden.

Mehr als eine Million der rund 78,5 Millionen Einwohner Vietnams stammen aus China. Viele von ihnen kamen zwischen 1930 und 1950 als Gastarbeiter. Etwa fünf Prozent der chinesischen Minderheit bekennen sich zum christlichen Glauben. Der Gesamtteil der Christen an der Bevölkerung liegt ebenfalls bei fünf Prozent. Mehr als die Hälfte aller Vietnamesen sind Buddhisten. Vietnam wurde 1975 in Folge des Vietnamkrieges (1965 bis 1975) kommunistisch. Herstellung und Import der Bibel waren verboten. Bis in die 80er Jahre verfolgte das kommunistische Regime eine offen religionsfeindliche Politik, unter der Christen, aber auch Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften zu leiden hatten. Seit den 90er Jahren befindet sich das Land auf einem Reformkurs, der auch die Verbreitung von Gottes Wort wieder ermöglicht. So wurden mit staatlicher Genehmigung bereits über eine Million Neue Testamente gedruckt.

Offiziell vertritt zwar die Regierung in Hanoi nun eine gemässigt tolerante Haltung gegenüber der christlichen Minderheit, von einer gesetzlich garantierten Religionsfreiheit kann aber keine Rede sein: Willkür, Kontrolle und Repressalien sind immer wieder an der Tagesordnung. Ähnlich wie in der Volksrepublik China gibt es einige wenige anerkannte, staatlich registrierte Religionsgemeinschaften. Nur wer ihnen angehört, kann seinen Glauben halbwegs ungehindert ausüben. Seine grundsätzliche politische Ausrichtung behielt das ostasiatische Land allerdings bei. Die gesamte Macht liegt unverändert in den Händen der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV).

back (2'264 Zeichen)

Erfolgreiche Werbng für Lehrbriefe des Internationalen Bibelstudien-Institutes uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Seit mehr als 50 Jahren bietet das Internationale Bibelstudien-Institut (IBSI), eine Abteilung der Stimme der Hoffnung in Darmstadt, unterschiedliche Fernkurse zum kostenlosen Studium der Bibel an. Der Grundkurs "Start ins Leben" wurde inzwischen in acht Sprachen für fünfzehn Länder übersetzt. Neuerdings wird auch ein Gesundheits-Fernkurs "Fit und gesund" angeboten. Die Stimme der Hoffnung ist das Medienzentrum der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland mit den Arbeitsbereichen Rundfunk, Fernsehen, Blindenbücherei und Bibelstudien-Institut.

Die klassische Werbung für die Studienbriefe geschieht durch das Verteilen von Gutscheinkarten. Dank einer grosszügigen Spende konnte IBSI in den vergangenen Monaten mit einer Anzeigenkampagne in weit verbreiteten Zeitschriften Deutschlands für das vielfältige Studienangebot werben. "Die Spanne reicht vom Fernsehmagazin "prisma" oder "rtv" über die Domzeitung des Erzbistums Paderborn, das Nachrichtenmagazin "Focus", die Kundenzeitschrift "Clara" des Versandhauses Quelle bis zum Magazin "Die leichte Küche" von AMC.", war vom Leiter der Stimme der Hoffnung, Pastor Matthias Müller, zu erfahren. "Inzwischen haben so viele Menschen den Kontakt mit dem Internationalen Bibelstudien-Institut aufgenommen, dass wir kaum noch mit der Bearbeitung nachkommen."

Dabei muss man wissen, dass alle ausgefüllten Fragebögen durchgesehen und die persönlichen Fragen der Teilnehmer individuell beantwortet werden. Im Jahre 2003 haben immerhin 9 466 Menschen einen Bibelfernkurs angefordert und rund 25 000 Lehrbriefe wurden durch die Mitarbeiter der Stimme der Hoffnung bearbeitet. Jeder Teilnehmer erhält nach Abschluss eines Kurses eine Urkunde und ein Buchgeschenk.

Vor einigen Jahren wäre die Werbung für christliche Lehrbriefe in Zeitschriften schwer vorstellbar, vielleicht sogar unmöglich gewesen. Inzwischen fragen die Firmen bei IBSI an, ob es bereit ist, Anzeigen zu schalten. Dazu Matthias Müller: "Wir haben weitere interessante Anfragen vorliegen, z.B. auf Bäckertüten oder in der Zeitschrift des DRK, sehen uns aber finanziell an der Grenze des Machbaren, so dass wir seitens der Stimme der Hoffnung in diesem Jahr keine zusätzlichen Werbeaktionen durchführen werden."

Das aktuelle Studienangebot umfasst folgende Fernkurse: Start ins Leben, Start in die Zukunft, Leben mit Christus, Der bessere Weg, Der Römerbrief, Fit & Gesund, Tour of Life (Für Teenager), Tipps für Kids (für Kinder und Pfadfinder), Neues Leben. In der Schweiz sind die Studienbriefe erhältlich beim Internationale Bibelstudien-Institut (IBSI) der Stimme der Hoffnung in Zürich (Postfach 6738, 8050 Zürich, Telefon (01) 315 65 07, E-Mail: sdhoffnung@stanet.ch)

Die Siebenten-Tags-Adventisten sind eine protestantische Freikirche, die aus der Erweckungsbewegung des vergangenen Jahrhunderts hervorgegangen ist. Gegenwärtig zählt sie über 13 Millionen erwachsene Mitglieder in 205 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4'100 Mitglieder in 60 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die gesamte Heilige Schrift.

back (3'101 Zeichen)

Dokumentation

Onlineseelsorge neue Herausforderung für Berater uparrowprint druckenemail versenden

Freudenstadt/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Viele Menschen suchten in ihrer Orientierungslosigkeit Hilfe durch Kontakte im Internet, da sie es nicht wagten, sich ihren Mitmenschen auf andere Weise anzuvertrauen. Die Onlineseelsorge sei ein Angebot, über das in einem "geschützten Raum" unproblematisch ein erster Kontakt zu einem Berater aufgenommen werden könne, betonte Florian Mehring, Studienleiter der Biblisch Therapeutischen Seelsorge (BTS). "In der Onlineberatung kommen die Menschen gleich auf den Punkt. Sie schreiben, was sie wirklich bewegt."

Das Ziel der Onlineberatung sei, nach dem Erstkontakt alsbald die Vermittlung in eine "reale" Beratung anzubahnen, da "die persönliche Beratung Vorteile bietet, an die die virtuelle Beratung nicht heranreicht", so Mehring. Denn in der Praxis sage eine Anfrage auf dem Bildschirm noch nicht viel über die Persönlichkeit aus, die dahinter stecke. Umso mehr müsse der Berater in seiner Antwort abwägen, wie er "Erste Hilfe" leisten könne. Dazu bedürfe es aber geschulter Mitarbeiter für die Onlineseelsorge. Die BTS, die seit über 15 Jahren Ausbildung in Seelsorge anbiete, habe deshalb ihr Angebot mit "Einführungskursen in die Onlineseelsorge" erweitert. Einzelheiten sind unter www.bts-ips.de zu erfahren.

back (1'221 Zeichen)

Internet-Seelsorge gewinnt in Freikirchen immer mehr an Bedeutung uparrowprint druckenemail versenden

Wetzlar/Deutschland, 09.03.2004 / APD

Die Internetseelsorge gewinnt in den Freikirchen zunehmend an Bedeutung. Darauf haben Vertreter der Seelsorgeabteilung des Evangeliums-Rundfunks (ERF) und der Christlichen Internet-Arbeitsgemeinschaft (CINA) auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgruppe "Neue Medien: Internet" der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am 19. Februar in Wetzlar hingewiesen.
Nach Angaben von Pastor Harald Petersen, Seelsorgeleiter des ERF erreichen den Evangeliums-Rundfunk jährlich je etwa 2000 seelsorgerliche Anfragen per Brief und Telefon, dagegen seien allein im vergangenen Jahr die E-Mail-Anfragen über das Internet von rund 4200 auf über 6000 angestiegen. Ein Team von 15 hauptamtlichen Seelsorgern sowie von 37 ehrenamtlich tätigen Online-Seelsorgern kümmere sich beim ERF um die Beantwortung dieser Anfragen. "Kein anderes christliches Werk in Deutschland lässt sich die Seelsorge soviel kosten", so Petersen. Dennoch könne man die weiter wachsenden Anfragen gegenwärtig kaum noch erledigen. Petersen lehnte es ab, zur Effektivitätssteigerung modulare "Baukastensteine" zu verwenden. Wer beim ERF Rat suche, erfahre eine individuelle Betreuung. Auch würden die Ratsuchenden nicht für die Hilfeleistung zur Kasse gebeten.
Der ERF-Online-Seelsorger Richard Hasenöder erklärte, dass Internet- und Online-Seelsorger besonders viel Fingerspitzen- und Feingefühl für ihre Arbeit mitbringen müssten, da man das Gegenüber nur über teilweise sehr kurz gehaltene Internet-Anfragen kenne. Im Durchschnitt bestehe eine individuelle seelsorgerliche Begleitung aus sechs Korrespondenzen. Täglich erreichten den Medienproduzent ERF bis zu 20 neue Anfragen.

CINA-Geschäftsführer Joachim Stängle wies darauf hin, dass seine Arbeitsgemeinschaft mit ihren vielfältigen Angeboten auch Hexenkultanhänger, Satanisten und Vertreter von Naturreligionen erreiche. Allerdings bröckele während eines seelsorgerlichen Kontaktes nicht selten die "Hard-Core-Satanisten-Fassade" und es stelle sich heraus, dass ein Teufelsanhänger früher Kontakte zu christlichen Jugendgruppen gehabt habe. Durch seine Anonymität habe das Internet vielfältige missionarische Möglichkeiten und erreiche Menschen, die um eine Kirche einen grossen Bogen machten.

Um im Internet überhaupt mit christlichen Angeboten säkulare Menschen zu erreichen, sei es unabdingbar, aus christliche Sicht Antworten auf tagesaktuelle Fragen zu bieten. So habe die christliche Kommentierung der umstrittenen RTL-Dschungelshow durch die CINA ihr einen Eintrag an dritter Stelle in der führenden Internet-Suchmaschine "google" ermöglicht.

Auf dem Treffens wurde deutlich, dass sich die Freikirchen mit dem Aufbau einer eigenen Seelsorge-Präsenz im Internet überfordert fühlten. Dazu reichten die finanziellen und personellen Ressourcen nicht. Weniger personalaufwendigen seelsorgerlich geprägten Online-Angeboten, etwa Internet-Usern die Möglichkeit anzubieten, Gebetsanliegen an eine Freikirchenzentrale zu senden, stiessen auf Ablehnung der ERF-Spezialisten. Ein solches Angebot blende die wirklichen Nöte der Hilfe Suchenden aus und fördere die falsche Erwartungshaltung, dass eine Kirchenleitung eventuell "doch einen heisseren und intensiveren Draht zu Gott" habe. Auf diese Weise könnten Probleme nicht gelöst werden.

Der 1959 gegründete ERF ist eine gemeinsame Initiative von Christen aus unterschiedlichen Kirchen und Freikirchen innerhalb der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA).

CINA, die Christliche InterNet-Arbeitsgemeinschaft e.V., wurde im Herbst 1996 von elf (heute 14) Organisationen als gemeinsame Plattform für Mission und Dienstleistungen im Internet gegründet und umfasst heute bereits 108 Mitglieder. Sie ist das Internet-Missionswerk im Bereich der Evangelischen Allianz.

Zu 1926 gegründeten Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) gehören heute 12 Mitglieds- und Gastkirchen, einschliesslich der Siebenten-Tags-Adventisten.

back (3'913 Zeichen)

Personen

Kanadierin Louise Arbour wird neue UN-Menschenrechtsbeauftragte uparrowprint druckenemail versenden

Generalsekretär Kofi Annan gab die Ernennung der kanadischen Juristin Louise Arbour (57) zur neuen Menschenrechtsbeauftragten der Vereinten Nationen bekannt. Die frühere Chefanklägerin des Haager Kriegsverbrechertribunals wird damit Nachfolgerin von Sergio Vieira de Mello, der am 19. August 2003 bei einem Bombenanschlag auf die UN-Zentrale in Bagdad ums Leben kam.
Menschenrechtsorganisationen begrüssten die Wahl Annans. Arbour habe im UN-Tribunal "Mut und Zähigkeit" bewiesen, lobte Reed Brody von Human Rights Watch die Kanadierin. Sie habe sich die Anerkennung von Regierungen in der ganzen Welt verdient, was in ihrem neuen Amt von grosser Wichtigkeit sei. Die Generalsekretärin von Amnesty International, Irene Khan, würdigte Arbours "grosse Erfahrung im Bereich der Menschenrechte, herausragende juristische Karriere und Verdienste als UN-Anklägerin".

back (864 Zeichen)

Miller Milloy neuer Generalsekretär des Weltbundes der Bibelgesellschaften uparrowprint druckenemail versenden

Der schottische Pastor Miller Milloy (57) ist neuer Generalsekretär des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societes), mit Sitz in Reading (Grossbritannien). Der bisher als stellvertretender Generalsekretär für Europa und den Mittleren Osten tätige Milloy werde das Amt nach dem Rücktritt des bisherigen Generalsekretärs und Verwaltungsfachmanns Neil Crosbie zunächst bis November 2004 kommissarisch wahrnehmen. Die Gründe für den Rücktritt Crosbies wurden nicht mitgeteilt. Der Weltbund ist die internationale Dachorganisation von 137 nationalen Bibelgesellschaften. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der Verbreitung der Bibel in aller Welt.

back (658 Zeichen)

Der Grieche Vassilios Tsirbas wird neuer EU-Repräsentant der Evangelikalen uparrowprint druckenemail versenden

Die Europäische Evangelische Allianz (EEA) hat am Sitz der EU-Regierung in Brüssel einen neuen Repräsentanten. Künftig vertritt Vassilios Tsirbas die Interessen von rund zehn Millionen Evangelikalen aus 33 Ländern bei den Europa-Politikern. Der griechische Jurist, der sich in seiner bisherigen Laufbahn auf dem Gebiet der Religionsfreiheit profiliert hat, wird sich dafür einsetzen, dass Anliegen evangelikaler Christen besser in den Beschlüssen der EU-Kommission berücksichtigt werden. Tsirbas ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er gehört der Griechischen Evangelischen Kirche an. Er löst den frankophonen Belgier Jean-Pierre Herman ab, der neben diesem repräsentativen Amt auch zu 50% als Pastor eine Brüsseler Gemeinde betreut hat.

back (745 Zeichen)

Oppegaard ist Interims-Generalsekretär-Stellvertreter des LWB uparrowprint druckenemail versenden

Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat den norwegischen Theologen Sven Oppegaard (59) zum Stellvertretenden Generalsekretär "auf Zeit" (1. Januar bis 31. Dezember 2004) ernannt. Oppegaard nimmt weiterhin seine Funktion als Assistierender LWB-Generalsekretär für Ökumenische Angelegenheiten wahr, die er seit 1997 ausübt. Er wird unter anderem den Generalsekretär Pfarrer Dr. Ishmael Noko bei Abwesenheit vertreten. Als Assistierender Generalsekretär des LWB für Ökumenische Angelegenheiten trägt er auf lutherischer Seite Verantwortung für die internationalen bilateralen Dialoge sowie die Beziehungen zu anderen weltweiten christlichen Gemeinschaften, insbesondere zu den Adventisten, Anglikanern, Methodisten, Orthodoxen, Reformierten, zur römisch-katholischen Kirche sowie zum Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK).

Oppegaard gehört der Norwegischen Kirche an und studierte in den 1960er Jahren Theologie an der Universität Oslo. Der Theologe verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

back (1'002 Zeichen)

Neuer Sekretär des vatikanischen Medienrates: Renato Boccardo uparrowprint druckenemail versenden

Der päpstliche "Reisemarschall" Msgr. Renato Boccardo (52) ist zum neuen Sekretär des Päpstlichen Rates für die Medien ernannt und zugleich in den Bischofsrang erhoben worden. Der aus Piemont stammende Kuriendiplomat wurde Nachfolger von Bischof Pierfranco Pastore, der mit 76 Jahren die vatikanische Pensionsgrenze bereits überschritten hat. Boccardo ist künftig "zweiter Mann" des Medienrates unter dem amerikanischen Erzbischof John Foley. Seit 2001 ist Boccardo offiziell Protokollchef beim Staatssekretariat mit besonderer Zuständigkeit für die Organisation der Papstreisen. Diese Aufgabe behält er auch künftig bei, teilte der Vatikan mit.

back (670 Zeichen)


Impressum Top

Nachrichtenagentur APD
(Adventistischer Pressedienst)
Postfach 104
CH-4020 Basel
E-Mail: APD-CH(at)apd.info
Web: http://www.stanet.ch/APD/

Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ
Christian B. Schäffler, Journalist SFJ
Tel: +41 61 311 73 70

© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD.

APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.