APD-Informationen 3/1998

Schweiz

Schweizer Bibelgesellschaft für mehr Transparenz in der Verwaltung - Neue Projekte zur Jahrtausendwende uparrowprint druckenemail versenden

Biel, 15.04.1998 / APD

Vertreter von über 40 Mitgliedsorganisationen (kantonalen Bibelgesellschaften, Kirchen, Freikirchen und Werken) der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) trafen sich am 27. März in Biel zur Delegiertenversammlung.

Die Mitgliederbeiträge und Spenden 1997 ermöglichten es der Schweizerischen Bibelgesellschaft sich mit rund 1,1 Millionen Franken an der Unterstützung von Projekten der Bibelübersetzung und Bibelverbreitung im Rahmen des Weltbundes der Bibelgesellschaften (UBS) zu beteiligen. Weltweit wurden Bibeln und Bibelteile bis heute in 2'197 Sprachen übersetzt. Übersetzungsteams der Bibelgesellschaften arbeiten derzeit an rund 600 weiteren Übersetzungen. Daneben hat die SB rund 200'000 Franken in der Schweiz eingesetzt zur Information über die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften und zur Verbesserung der Bibelkenntnisse.

Der Bibelverkauf in der Schweiz blieb mit 51'000 Bibeln und 15'000 Neuen Testamenten gleich wie im Vorjahr, obwohl die SB mit zwei neuen, revidierten Bibelausgaben auf den Deutsche Markt stiessen: mit der deutschsprachigen "Gute Nachricht Bibel" und der "Bible en français courant".

Auch das Geschäftsjahr 1997 stand, wie es der Präsident der SB, Johannes Bauler, formulierte, wieder unter dem Motto "Transparenter werden". Der Vorstand beabsichtigt, sich in Zukunft stärker auf die Arbeit in den Sprachbereichen Deutsch und Französisch auszurichten. Die Vorstandsmitarbeit soll an der Basis spürbar werden. Die neue Organisation der SB sieht die Aufteilung der Vorstandsverantwortung in fünf Abteilungen vor, nämlich: "Aussendienst: Deutsche Schweiz", "Aussendienst: Französische Schweiz", "Verwaltung und Finanzen", "Personal" und "Theologie und Publikationen". Neben der Delegiertenversammlung als oberstes Organ soll der SB-Vorstand neu als "Direktorium" tätig werden. Sobald für die derzeitigen Vorstandsvakanzen die geeigneten Personen gefunden und engagiert werden können, soll diese Reorganisation abgeschlossen und umgesetzt werden.

Für die nächsten Jahre hat sich die Schweizerische Bibelgesellschaft vorgenommen, ihre Unterstützung der Weltbibelhilfe mindestens im bisherigen Umfang fortzusetzen. Die SB will auch den Kirchengemeinden ihrer Mitgliedskirchen und Freikirchen Angebote machen, die zu einer stärkeren Auseinandersetzung zum Umgang mit der Bibel anregen sollen. Dazu sind weitere Bibelausstellungen, die Herstellung von Bibellesematerialien und eine Beteiligung der SB im Rahmen der Schweizerischen Landesausstellung "EXPO.01" geplant. Der Vorstand orientierte auch über das Projekt "Mit der Bibel ins Jahr 2000". Dabei soll in einer zeitlich befristeten Verkaufsaktion von Oktober bis Dezember 1999 die "Gute Nachricht Bibel" kostengünstig ins Verkaufsregal von Schweizerischen Grossverteilern gelangen. Entsprechende Verhandlungen finden demnächst statt. "Neben Brot, Waschpulver, Salz, Schokolade, Konserven und Fleisch soll bis ins Jahr 2000 endlich auch die Bibel als Grundnahrung den Weg in jeden Schweizer Haushalt finden", kommentierte ein Delegierter.

Die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB), mit Sitz in Biel, ist als Dachorganisation seit 1955 tätig. Sie hat heute über 50 schweizerische Institutionen als Mitglieder. Die evangelisch-reformierten Landeskirchen, die christkatholische Kirche, die meisten protestantischen Freikirchen, die kantonalen Bibelgesellschaften und zahlreiche christliche Werke zählen zu den Mitgliedern. Aufgabe der SB ist es, die Bibel zu übersetzen, zu drucken und zu verbreiten. Die kantonalen Bibelgesellschaften sind schon seit 1804 tätig. Im verlegerischen Bereich besteht heute eine enge Zusammenarbeit mit den anderen deutschsprachigen Bibelgesellschaften in Deutschland (DBG) und Österreich (ÖBG). Im Bereich der Übersetzung und Verbreitung finanziert die SB jährlich Projekte der Weltbibelgesellschaft (UBS), mit Sitz in Reading (Grossbritannien).

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International

3 000 neue Adventisten auf Kuba uparrowprint druckenemail versenden

Havanna/Kuba, 15.04.1998 / APD

Nach Evangelisationsveranstaltungen in 183 Orten Kubas schlossen sich Ende Februar über 3 000 Menschen den Siebenten-Tags-Adventisten an. Pastor Robert S. Folkenberg, Silver Spring, Maryland/USA, Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der protestantischen Freikirche, besuchte zusammen mit Dr. Silvio Platero, dem stellvertretenden Direktor des Amtes für religiöse Angelegenheiten, neun Gottesdienste, bei denen sich jeweils zwischen 174 und 634 Menschen in öffentlichen Schwimmbädern taufen liessen. Die Handlung wird nur an Jugendlichen und Erwachsene gemäss dem biblischen Vorbild vorgenommen.

Pastor Folkenberg nahm in Gegenwart der Behördenleiterin für religiöse Angelegenheiten, Caridad Diego, auch an der Einweihungsfeier für das neue Zentrum der Adventgemeinde in La Vibora teil. Es ist mit 1 250 Sitzplätzen die grösste protestantische Kirche Kubas. In dem Inselstaat leben jetzt über 20 000 Siebenten-Tags-Adventisten. Seit 1994 konnten die kubanischen Adventisten mit ausländischer Hilfe 86 Gemeindezentren sanieren und 70 neue bauen. 1995 erhielten sie die staatliche Genehmigung, 250 000 Broschüren mit dem Titel "Der Weg zu Christus" und vier Millionen Bibellehrbriefe zu drucken. Die Evangelisationsveranstaltungen unter dem Motto "Christo Hogar 98" ("Christusfeuer" 98) führten einheimische Pastoren und Laien sowie ausländische Evangelisten durch. Die erste adventistische Gemeinde wurde 1905 in La Lisa bei Havanna gegründet.

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Adventistischer Kirchenleiter predigte in Peking uparrowprint druckenemail versenden

Peking/China, 15.04.1998 / APD

Zum ersten Mal seit über vier Jahrzehnten konnte wieder ein ausländischer Kirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten mit staatlicher Genehmigung in einer Pekinger Kirche predigen. Der Norweger Dr. Jan Paulsen, einer der Vizepräsidenten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche in Silver Spring, Maryland/USA, hielt Ende Februar vor 800 Gläubigen einen Sabbatgottesdienst in der Zentralkirche. Obwohl in China keine evangelischen Konfessionen mehr zugelassen sind, betrachten sich laut Pastor Paulsen über 230'000 Menschen als Siebenten-Tags-Adventisten. Bei der Zwangseingliederung aller protestantischen Kirchen in die regimenahe "Drei-Selbst-Bewegung" im Jahre 1950 waren es dagegen nur 21 000 gewesen.

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Kirchen bei EXPO'98 in Lissabon präsent uparrowprint druckenemail versenden

Lissabon/Portugal, 15.04.1998 / APD

An der letzten Weltausstellung in diesem Jahrhundert, die vom 22. Mai bis 30. September in Lissabon stattfindet, werden sich auch die Siebenten-Tags-Adventisten beteiligen. Über ein Dutzend Kirchen, darunter Katholiken, Adventisten und Baptisten, informieren an einem gemeinsamen Ausstellungsstand über ihre Arbeit in Portugal. Zur EXPO'98 mit dem Thema "Die Ozeane, ein Vermögen für die Zukunft" werden etwa 15 Millionen Besucher erwartet. Das 60 Hektar grosse Gelände am Tejo-Ufer beherbergt unter anderem den "Pavillon der Kenntnis der Meere", wo der Besucher erfahren kann, wie der Mensch die Ozeane entdeckte, sie zu befahren lernte und schliesslich das Gefühl für die Notwendigkeit entwickelte, sie zu schützen. Der "Pavillon der Ozeane" enthält das grösste Ozeanarium Europas mit der Nachbildung der Ökosysteme des Nordatlantik, des Pazifik, des Indischen Ozeans und der Antarktis. 25 000 Fische, Vögel und Säugetiere sind hier zu bestaunen. Die Siebenten-Tags-Adventisten geben zur EXPO'98 eine Sonderausgabe der Zeitschrift "Zeichen der Zeit" zum Thema "Ozeane" heraus. Sie wird in Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch für die Besucher am gemeinsamen Informationsstand der Kirchen ausliegen.

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In Albanien neues Schulgesetz mit schulfreiem Samstag uparrowprint druckenemail versenden

Tirana/Albanien, 15.04.1998 / APD

Begrüsst haben die albanischen Siebenten-Tags-Adventisten ein Gesetz, das den Unterricht an Grund- und Hauptschulen sowie an nichttechnischen Realschulen und Gymnasien künftig nur noch von Montag bis Freitag vorsieht. "Wir sind für diese Änderung dankbar, die es unseren Jugendlichen ermöglicht, am Samstag, dem biblischen Sabbat, ohne Repressalien den Gottesdienst zu besuchen", sagte Pastor Caleb Bru, der Vorsteher der Adventisten in Albanien. Bisher war es strafbar, am Samstag nicht zum Unterricht zu erscheinen. Die protestantische Freikirche hatte sich in den vergangenen Jahren stets bemüht, in Gesprächen mit dem Kultusministerium und mit Rektoren eine Lösung für ihre Jugendlichen zu erreichen. In Albanien gibt es zur Zeit etwa 200 erwachsene getaufte Adventisten in zwei Gemeinden. 1991 begann die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA als erste westliche Nicht-Regierungs-Organisation mit der Arbeit im Lande. 1994 stellte ihr die albanische Regierung in Tirana ein 53 000 Quadratmeter grosses Gelände zur Verfügung, auf dem ein Lagerhaus für humanitäre Güter entstand, das auch ein Dutzend andere Hilfswerke nutzten, ausserdem Büros, eine ambulante Klinik und ein berufliches Ausbildungszentrum. Bis zu den Unruhen im März 1997 hatte ADRA Entwicklungsprojekte im Wert von fast 20 Millionen Deutsche Mark durchgeführt. Gegenwärtig läuft im Norden Albaniens ein Programm zur Förderung der Volksgesundheit, das die Dänische Internationale Entwicklungshilfeorganisation DANIDA mit 594 000 Deutsche Mark unterstützt.

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Drogenprävention durch Jugendliche uparrowprint druckenemail versenden

Bukarest/Rumänien, 15.04.1998 / APD

Unter dem Motto "Adventistische Jugendliche helfen Jugendlichen" wurden in Cernica/Rumänien 174 Adventisten zwischen 16 und 30 Jahren in der Drogenprävention ausgebildet. Sie sollen in ihren Heimatorten Gruppen gründen, welche die Botschaft "Du brauchst keine Suchtmittel, um dich besser zu fühlen" verbreiten. "Wenn Jugendliche Gleichaltrigen sagen, dass ein Leben ohne Drogen das eigentliche Leben ist, und entsprechende Alternativen zeigen, ist dies sehr wirkungsvoll", äusserte Kathleen Kuntaraf (Silver Spring, Maryland/USA), stellvertretende Direktorin der Gesundheitsabteilung der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten.

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Adventistisches Kirchenbauprogramm in Rumänien uparrowprint druckenemail versenden

Bukarest/Rumänien, 15.04.1998 / APD

Nach der Erstellung von 112 Kirchenbauten während der letzten beiden Jahre in Rumänien, will die dortige Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten 200 weitere Gemeindezentren errichten. Laut Pastor Adrian Bocaneanu (Bukarest), dem Vorsteher der rumänischen Adventisten, schlossen sich allein im letzten Jahr über 4 600 Menschen der protestantischen Freikirche an, so dass viele Gotteshäuser keinen Platz mehr für die neuen Mitglieder bieten. Gegenwärtig gibt es in Rumänien 72 000 erwachsene getaufte Adventisten in über 1 000 Gemeinden. Sie unterhalten auch ein theologisches Seminar, eine Klinik, eine Krankenpflegeschule, drei Gymnasien, ein Verlagshaus und mehrere Privatrundfunkstationen. Seit 1870 ist die Freikirche in Rumänien vertreten.

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100 Jahre Adventisten auf Island uparrowprint druckenemail versenden

Reykjavik/Island, 15.04.1998 / APD

Ihr hundertjähriges Bestehen begingen Ende Februar die Siebenten-Tags-Adventisten auf Island. Am 26. November 1897 kam mit David Ostlund der erste adventistische Missionar auf die Insel. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden in einem Gemeindezentrum der lutherischen Kirche in Reykjavik statt. In seinem Grusswort sagte der isländische Staatspräsident Olafur Ragnar Grimsson: "Die adventistische Kirche ist zwar nicht so gross wie andere, doch in der Geschichte unseres Landes war ihr Wirken inhaltsreich und bedeutsam; nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch durch ein gutes Vorbild und durch Umsetzung des Glaubens in die Tat." Auch der lutherische Bischof von Südisland, Sigurdur Sigurdarson, gratulierte im Namen des leitenden isländischen Bischofs den Adventisten zum Jubiläum. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem zwei lutherische Bischöfe im Ruhestand, der Leiter der Heilsarmee sowie Vertreter der römisch-katholischen Kirche und der Pfingstgemeinde. Auf Island leben 560 Siebenten-Tags-Adventisten in sechs Gemeinden. Sie unterhalten auf der Insel eine Grund- und eine Realschule.

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70 Jahre englischsprachige Pfarrerzeitschrift "Ministry" uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 15.04.1998 / APD

Seit 70 Jahren erscheint die von der Predigtamtsabteilung der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA, herausgegebene englischsprachige Pfarrerzeitschrift "Ministry". Sie wird weltweit von etwa 75 000 Geistlichen der unterschiedlichsten Konfessionen gelesen. "Ministry" hat in den letzten Jahrzehnten auch über 1 000 Seminare für Pastoren durchgeführt.

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Junge Laienmissionare auf den Philippinen ausgebildet uparrowprint druckenemail versenden

Manila/Philippinen, 15.04.1998 / APD

Seit 1993 haben die Siebenten-Tags-Adventisten auf den Philippinen 1 000 junge Laienmissionare ausgebildet. Jeweils zu zweit werden sie für ein Jahr in Gebiete des Inselstaates gesandt, wo die protestantische Freikirche noch nicht vertreten ist. Als Resultat ihrer Arbeit schlossen sich bisher 10 800 Menschen der Freikirche an, so dass dort über 140 neue Adventgemeinden entstanden.

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Ökumene

50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland uparrowprint druckenemail versenden

Kassel/Deutschland, 15.04.1998 / APD

Am 10. und 11. März fanden in Hofgeismar und Kassel die Feierlichkeiten für das 50jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) statt. Am 10. März 1948 kam es ebenfalls in Kassel zur Gründung dieser Einrichtung, die sich nach den bitteren Erfahrungen des Kirchenkampfes in der NS-Zeit das vertrauensvolle Zusammenwirken der Kirchen im Nachkriegsdeutschland zum Ziel gesetzt hatte. Die ACK will laut ihrem für die nächsten drei Jahre wiedergewählten Vorsitzenden, dem katholischen Erfurter Bischof Joachim Wanke, zwar keine "Überkirche", aber doch "ein Arbeitsinstrument der Kirchen" sein.

Zu den Gründungsmitgliedern der ACK gehören die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), einige Freikirchen und die Alt-Katholiken. 1974 schlossen sich die Römisch-Katholische und die Griechisch-Orthodoxe Kirche an. Weitere Kirchen und Gemeinschaften folgten später. Bedingt durch die politische Teilung Deutschlands, kam es 1970 zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der DDR (AGCK). Trotz vielfältiger Verbindungen zwischen den getrennten Arbeitsgemeinschaften in Ost und West verliefen manche Entwicklungen unterschiedlich. Nach der staatlichen Wiedervereinigung schlossen sich die beiden Organisationen im November 1991 in Eisenach wieder zusammen. Die Bevollmächtigten von elf Kirchen unterzeichneten eine neuerarbeitete Satzung. Als gemeinsame Basis bekennen darin alle in der ACK vertretenen Kirchen "den Herrn Jesus Christus gemäss der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes".

Heute gehören 14 Kirchen der ACK als Mitglieder an, darunter auch die Syrisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe und Armenisch-Apostolische Kirche. Vier Freikirchen, darunter die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, haben einen Gaststatus, drei Organisationen sind Beobachter. Laut Bischof Wanke sitzen damit bei den ACK-Mitgliederversammlungen, die zwei- bis dreimal im Jahr stattfinden, "alle wichtigen christlichen Kirchen und Gemeinschaften Deutschlands gemeinsam an einem Tisch".

Seit den sechziger Jahren gibt es auch auf Länderebene derzeit 15 regionale Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. In Grossstädten entstanden ausserdem eigenständige ACK's. Die Bundes-ACK hat ihre Geschäftsstelle, die sogenannte "Ökumenische Centrale", mit vier Referenten in Frankfurt am Main besetzt. Mit dem Deutschen Ökumenischen Studienausschuss (DÖSTA) verfügt die ACK über eine Art theologischer Fachkommission.

Ihre Aufgabe sehen die zur ACK gehörenden Kirchen laut Satzung unter anderem in der "gegenseitigen Information, Beratung und Zusammenarbeit, in der Förderung des theologischen Gesprächs und der Wahrnehmung öffentlicher Verantwortung". Dies hat laut Bischof Wanke in den letzten Jahren in Initiativen, öffentlichen Erklärungen und Stellungnahmen seinen Niederschlag gefunden. Zwar sei die ACK "kein Gremium für theologische Konsensgespräche, aber doch eine Arbeitsplattform für mancherlei Aussagen, die den gemeinsamen Glauben betreffen".

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"Menschenwürdiges Sterben": Vorauseilender Freispruch für Tötung auf Verlangen - DIAKONIE-Direktor Chalupka gegen Wahlmöglichkeit in dieser Frage uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 15.04.1998 / epd-ö/APD

"Tötung auf Verlangen als kalkulierbare Option muss dezidiert ausgeschlossen bleiben". Das betont der Direktor der DIAKONIE-Österreich, Mag. Michael Chalupka, in einem Kommentar in der Tageszeitung "Standard" vom 27. März 1998. Chalupka wendet sich in dem Beitrag auch gegen Versuche, das Recht über den eigenen Tod zu entscheiden, theologisch zu legitimieren. Beim Christentum sei da wenig zu holen, stellt Chalupka fest und verweist auf die Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Österreich zur Sterbehilfe. Wörtlich heisst es dort: "Die Bibel gibt dem Menschen dadurch Wert, dass sein Leben als Geschenk Gottes definiert wird. Damit ist es der völlig freien Verfügbarkeit entzogen und die Autonomie des Menschen begrenzt."

Daraus ergebe sich aber, so der DIAKONIE-Direktor, kein fundamentalistisches "Leben verlängern" um jeden Preis, sondern eine klare Entscheidung für ein würdevolles Leben zum Tod. Die Erfahrungen in der Hospiz-Bewegung zeigten, dass Sterben in Würde ohne Schmerzen und entwürdigende Symptome möglich sei. Das Dilemma, in das Menschen durch ethische Entscheidungen, wie etwa das Abschalten von lebenserhaltenden Systemen, komme, sei nicht zu umgehen.

Die Forderung des Manifests "menschenwürdiges Sterben" kritisiert Chalupka als einen "vorauseilenden Freispruch bei Tötung auf Verlangen". Damit würde eine letzte Grenze überschritten, warnt der DIAKONIE-Direktor. In der kirchlichen Stellungnahme zur Sterbehilfe heisst es dazu wörtlich: "Eine legistische Öffnung der Tötung auf Verlangen könnte sogar - bei anfänglich bester Absicht - sehr rasch auch gesamtgesellschaftlich auf einen slippery slope führen, auf dem sich mehr und mehr sachfremde Aspekte, insbesondere der Aspekt der Wirtschaftlichkeit, der Druck durch benötigte Spendenorgane oder der psychische Druck, den Erben nicht länger zur Last fallen zu dürfen, zu zusätzlichen Entscheidungskriterien herausbilden.

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In den USA wollen immer mehr Frauen ins Pfarramt uparrowprint druckenemail versenden

Washington D.C./USA, 15.04.1998 / APD/RPD

In den USA wollen immer mehr Frauen ins Pfarramt. Derzeit seien 34 Prozent der Theologiestudenten Frauen, verglichen mit zehn Prozent vor 15 Jahren, heisst es in dem in New York vorgelegten «Jahrbuch nordamerikanischer Kirchen». Zudem sei der Prozentsatz der schwarzen, hispanischen und asiatisch-amerikanischen Studenten an den grössten US-amerikanischen Seminaren in den vergangenen zehn Jahren von sechs auf 19 Prozent gestiegen.

Dem Jahrbuch zufolge verlangsamten sich die Mitgliederverluste in den protestantischen Kirchen in den vergangenen Jahren stark. Zunahmen verzeichneten die römisch-katholische Kirche, der theologisch und politisch eher konservative «Südliche Baptistenverband», die Mormonen und charismatisch orientierte Kirchen.

Nach dem vom Nationalen Kirchenrat der USA herausgegebenen Jahrbuch ist die römisch- katholische Kirche mit 61,2 Millionen Mitgliedern die grösste des Landes. Darauf folgen der Südliche Baptistenverband (15,7 Millionen), die Vereinigte Methodistische Kirche (8,5 Millionen), der Nationale Baptistenverband (8,2 Millionen), die Kirche Gottes in Christus (5,5 Millionen), die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika (5,2 Millionen), die Mormonen (4,8 Millionen) und die Presbyterianische Kirche (3,6 Millionen). Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika zählt 865'200 getaufte erwachsene Mitglieder, was rund 2 Millionen adventistischen Christen (Kinder, Jugendliche und Adepten) entspricht.

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Religion + Staat

Evangelischer Bischof in Österreich: Verhältnis zwischen Staat und Kirche hat dialogischen Charakter uparrowprint druckenemail versenden

Wien/Österreich, 15.04.1998 / epd Ö/APD

Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat hat grundsätzlich dialogischen Charakter. Diese Auffassung vertrat Bischof Mag. Herwig Sturm bei einem Podiumsgespräch über "Religion und Politik als beiderseitiges Gewissen der Gesellschaft" am 20. März 1998 in Wien. "Kirche schärft Gewissen - der Staat setzt um," sagte Sturm. Die Kirche gehe voran in ihren diakonischen Impulsen und Aktivitäten, die staatlichen Institutionen schafften das entsprechende soziale Netz. Gelegentlich käme in diesem Dialog der Kirche auch die prophetische Rolle des kritischen Widerspruchs zu bis hin zur Konsequenz des Martyriums. Insgesamt hätten Kirche und Staat immer wieder voneinander zu lernen. Es stelle sich die Frage, welches System in der Lage sei, effizienter zu lernen.

Der Bischof stellte fest, kirchliche Traditionen besässen einen grösseren Weitblick als der Staat. So sei im biblischen Sabbatbegriff eine Friedensordnung vorabgebildet, die man als gutes geschichtlich-politisches Ziel in den Dialog zwischen Kirche und Staat einbringen könne. Der neutrale Staat ermögliche Gemeinschaft, könne sie aber nicht stiften. Der Kult dagegen stifte Gemeinschaft, daher habe Kirche gemeinschaftsbildende Kraft.

Zur Rolle der Kirchen als gewissensbildende Faktoren in der Gesellschaft erklärte Sturm, das Gewissen unterliege oft gesellschaftlich-ökonomischen Zwängen und könne nur durch Herausforderungen gewandelt werden. Geschützt werden könnte das Gewissen etwa durch das Objektivieren von Sachlagen.

Sturm kritisierte in diesem Zusammenhang, der Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft werde lediglich "im Schaufenster" geführt. Es werde zu sehr auf die "Einschaltquoten" und zu wenig auf die inhaltliche "Verwurzelung" geachtet. Zu fordern sei auch die Perspektive auf andere Kontinente und in die "Zukunft unserer Kinder".

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

In fünf Jahren viel in Somalia erreicht uparrowprint druckenemail versenden

Nairobi/Kenia, 15.04.1998 / APD

In den letzten fünf Jahren führte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA für die drei Millionen Bewohner der Zentralregion Somalias 32 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Deutsche Mark durch. Das Gesundheitsprogramm hat sich inzwischen von einer Klinik in der Küstenstadt Adale auf fünf Bezirke ausgeweitet und erstreckt sich damit auf 320 Kilometer Küstenlinie. Über 75 Brunnen mit einer Tiefe bis zu 345 Metern wurden gebohrt beziehungsweise wieder nutzbar gemacht. Ausserdem entstanden rund 130 Kilometer Bewässerungskanäle, um über 10 000 Hektar Ackerland zu rekultivieren. Laut Frank Brenda, Direktor von ADRA Somalia, hat sich dadurch die Jowhar Region zu einem fruchtbaren Gebiet entwickelt, das genügend Nahrung für die dortige Bevölkerung anbauen kann.

Zwei Grundschulen sind inzwischen entstanden und fünf weitere in Vorbereitung. Für Frauen wurden spezielle Projekte entwickelt. Sie umfassen Alphabetisierung, Sprachschulung, Ausbildung in Handarbeiten, wie Nähen, Batiken und Flechten, sowie die Vergabe von Kleinkrediten zur Gewerbegründung. Dadurch hat sich die Situation vieler Frauen verändert. Sie können jetzt ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, anstatt zu betteln und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Anfang 1997 eröffnete ADRA ein Büro in der Nugal Region im Nordosten Somalias. Auch dort begann das Hilfswerk mit Brunnenbauprojekten. Ausserdem soll die 750 Kilometer lange Landstrasse von der Küstenstadt Bosaso bis nach Galkayo instand gesetzt werden.

Ein Problem sei jedoch laut Brenda die Sicherheitslage. Das islamische Rechtssystem, die Sharia, wurde im letzten Jahr von einigen Politikern und Generälen, die um ihre Macht fürchteten, eingeschränkt oder sogar ganz aufgehoben. Dabei habe es lange Zeit sehr gut funktioniert und für Sicherheit und Ordnung gesorgt. Die Folge sei nun eine Zunahme von Gewalt und Racheakte nach Stammesrecht. Dieses Racheprinzip eskaliere inzwischen so sehr, dass auch die internationalen Hilfsorganisationen Probleme bekämen. ADRA habe bereits einige Projekte deswegen einstellen müssen. Die Hilfswerke appellieren angesichts der grossen Probleme im Lande gemeinsam an die somalischen Stämme, ihre Fehden einzustellen.

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Nothilfe-Kisten für Überschwemmungsopfer uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 15.04.1998 / APD

An die Opfer der verheerenden Überschwemmungen im Süden Somalias hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 2 250 Nothilfe-Kisten in der Shebele Region verteilt. Die Sendungen enthielten jeweils drei Decken, zwei Kochtöpfe, einen 20 Liter-Eimer, eine Zeltplane und zwei Moskitonetze. Die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von rund 200 000 Deutsche Mark wurden mit Spendengeldern und Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland bestritten.

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Yaasqshid Klinik in Somalia kann weiterarbeiten uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 15.04.1998 / APD

Die Finanzierung der von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland unterstützten Yaasqshid Klinik im Norden der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist für ein weiteres Jahr gesichert. Dort steht neben akuten Krankheitsfällen die Gesundheitsvorsorge und -aufklärung der Bevölkerung im Vordergrund. Letztes Jahr wurden 7 200 Patienten behandelt, 1 045 Laboruntersuchungen durchgeführt und 1 482 Injektionen verabreicht. An den Kursen zur Gesundheitsaufklärung nahmen fast 1 200 Menschen teil. Auf Bitten der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde die Zahl der täglich gegen Tuberkulose behandelten Patienten von 100 auf 200 erhöht. Die Katastrophenhilfe-Organisation der Europäischen Union ECHO unterstützt die Klinik mit rund 400 000 Deutsche Mark.

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Trinkwasser für 150 000 Flüchtlinge im Sudan uparrowprint druckenemail versenden

Oslo/Norwegen, 15.04.1998 / APD

Sauberes Trinkwasser für 150 000 Flüchtlinge in einem Lager südlich der sudanesischen Hauptstadt Khartum will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ermöglichen. Das norwegische Aussenministerium stellte für die Bohrung von 100 Brunnen und für Hygienemassnahmen 1,8 Millionen Deutsche Mark zur Verfügung. Bei einem anderen Projekt in der Wüstengegend des Wadi Um Jawasir Tales baut ADRA 72 kleine Bauernhöfe auf. Durch Bewässerungssysteme sind dort, wo früher nur Sand war, jetzt zwei Getreideernten pro Jahr sowie der Anbau von Gemüse, Dattelpalmen und Viehfutter möglich. Das Projekt wird von der Norwegischen Entwicklungshilfeorganisation (NORAD) finanziert. Gegenwärtig führt ADRA im Nordsudan neun Projekte durch von denen 978 000 Menschen profitieren. Die Kosten dafür betragen laut dem norwegischen ADRA-Direktor Kaare Lund insgesamt 24,3 Millionen Deutsche Mark.

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Erste Einrichtung für Kieferorthopädie in Burkina Faso uparrowprint druckenemail versenden

Ouagadougou/Burkina Faso, 15.04.1998 / APD

Die erste zahnärztliche Einrichtung des Landes, die auch Kieferorthopädie durchführt, hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, eröffnet. Laut ADRA-Direktor Allain Long kommen auf die zehn Millionen Einwohner des westafrikanischen Staates nur 30 Zahnärzte. Der brasilianische Dentist Dr. Harry Waegele wird zusammen mit seiner Frau Rose das neue Zentrum leiten. Die Kosten für die Zahnklinik in Höhe von 240 000 Deutsche Mark wurden von der Goldenen Kreuz Gesellschaft Brasiliens, der Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID), ADRA Italien und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA Burkina Faso besteht seit 1989 und führt im Land Projekte zur Förderung von Frauen, für Gemeindeentwicklung, Bildung, sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, Umweltschutz, Flüchtlingshilfe und Volksgesundheit durch.

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Mit Schweizer Hilfe Schulen im Niger mit Toiletten ausgestattet uparrowprint druckenemail versenden

Niamey/Niger, 15.04.1998 / APD

Toiletten für zehn weitere Schulen in Niamey, der Hauptstadt des afrikanischen Staates Niger, hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA installieren lassen. Fünf der Schulen wurden ausserdem mit einem Trinkwasseranschluss versehen. Die Kosten in Höhe von 68 000 Schweizer Franken trug die DEZA, die Entwicklungshilfeorganisation der Schweizer Regierung.

Bereits 1996 hatte ADRA mit kanadischer Unterstützung 15 Schulen in der Hauptstadt mit Latrinen ausgestattet. In den nächsten Monaten sollen mit Hilfe von ADRA Italien die sanitären Verhältnisse in zehn weiteren Schulen verbessert werden. Ab nächstem Jahr will ADRA auch ausserhalb von Niamey tätig sein. Dann werden je fünf Schulen in Dosso und Tillabery Toiletten erhalten. ADRA Niger wurde 1986 gegründet. Das Hilfswerk unterhält mit Unterstützung von ADRA Italien zwei Grundschulen mit insgesamt 750 Schülerinnen und Schülern in Niamey.

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Gesundheitsvorsorge für 100 000 Menschen uparrowprint druckenemail versenden

Baku/Aserbaidschan, 15.04.1998 / APD

Etwa ein Drittel der 300 000 Einwohner der zu Aserbaidschan gehörenden autonomen Republik Nachitschewan können sich jetzt impfen lassen und Anleitungen zur Gesundheitsvorsorge erhalten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat dazu ein Gesundheitszentrum in der Stadt Nachitschewan und 44 Sanitätsstationen in verschiedenen Distrikten und Dörfern eingerichtet. Im Gesundheitszentrum arbeiten drei Ärzte und zwei Krankenschwestern, jede Station verfügt über einen speziell ausgebildeten Sanitäter oder eine Krankenschwester. Für Fälle, welche die Aussenposten nicht behandeln können, stehen drei besonders ausgerüstete und mit einem Kinderarzt, einem praktischen Arzt und einer Krankenschwester besetzte Fahrzeuge zur Verfügung. Die Mediziner besuchen alle zwei Wochen die einzelnen Stationen und führen auch Impfprogramme durch. Das Projekt wird von der Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) finanziert.

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Hilfe für Waisenkinder in Irkutsk uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 15.04.1998 / APD

Mit Winterkleidung und Nahrungsmitteln half die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland etwa 500 Kindern zwischen sieben und 17 Jahren in der sibirischen Stadt Irkutsk. Dort war am 6. Dezember letzten Jahres eine russische Transportmaschine kurz nach dem Start ins Stadtzentrum gestürzt, wobei 200 Menschen getötet und viele verletzt wurden. Zwar überlebten alle Kinder die Katastrophe, doch ihr Waisenhaus wurde völlig zerstört. Sie sind zur Zeit in einem Kindergarten notdürftig untergebracht.

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Frühstückskost für Nordkorea uparrowprint druckenemail versenden

Wahroonga/Australien, 15.04.1998 / APD

Die adventistische Sanitarium Health Food Company in Berkeley Vale/Australien spendete 306 000 Portionen Frühstückskost für Nordkorea. Den Transport übernimmt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA. Das Hilfswerk war laut Ken Flemmer, ADRA-Vizepräsident für die Asien-Pazifik Region, eine der ersten humanitären Organisationen, die Lebensmittel nach Nordkorea sandten. Seit September 1995 brachten die Adventisten Hilfsgüter im Gesamtwert von 7,7 Millionen Deutsche Mark ins Land.

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Medien

Sendereihe "Gott, wer bist Du?" uparrowprint druckenemail versenden

Oslo/Norwegen, 15.04.1998 / APD

Die fünf norwegischen UKW-Lokalradiostationen der Siebenten-Tags-Adventisten mit der Bezeichnung "Kanal 7" haben eine Sendereihe mit dem Titel "Gott, wer bist Du?" produziert. Dem Hörer soll anhand der Bibel gezeigt werden, wie Gott wirklich ist. Die Moderatoren sind jeweils ein adventistischer Pastor, ein lutherischer Autor und der Produzent der Reihe Yngvar Borresen. Zu den Sendungen wurden Gäste eingeladen, die von der Norwegischen Bibelgesellschaft, der Methodistischen, Baptistischen und Norwegischen Staatskirche sowie von der Lutherischen Freikirche und der Norwegischen Missionsgesellschaft kommen.

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Spanische Regierung will evangelische Radiostationen schliessen uparrowprint druckenemail versenden

Madrid/Spanien, 15.04.1998 / APD

Christen in Spanien protestieren gegen die Absicht der Regierung, die 17 evangelischen UKW-Lokalrundfunkstationen von "Radio Amistad" ("Freundschaft") zu schliessen. Die Behörden machen geltend, dass die Stationen ohne Lizenz arbeiteten. Die Evangelischen werfen dagegen dem Staat vor, dass er hier mit zweierlei Mass messe. Seit Jahren bemühten sie sich um die entsprechenden Lizenzen, die ihnen aber stets verweigert würden. Andererseits gebe es in Spanien 600 Radiostationen einschliesslich vieler römisch-katholischer, die ebenfalls ohne Lizenz Sendungen ausstrahlten, ohne deswegen von der Regierung behelligt zu werden. Radio Amistad besteht seit elf Jahren und gewann 1994 bereits einen Prozess gegen das Ministerium für Telekommunikation. Laut Pastor Jaume Torrado von der Gemeinde Gottes ist das Vorgehen des Staates "ein klarer Fall von Diskriminierung, Schikane und Verweigerung, sich religiös zu äussern, nur weil es sich um evangelische Christen handelt".

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Zehn adventistische UKW-Lokalsender in Italien uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 15.04.1998 / APD

Adventist World Radio (AWR) verfügt derzeit über zehn lokale UKW-Sender in Italien, die sich in Bologna, der Region Venedig, Florenz, Forli, Gaeta, Palermo, Rom, Ventimiglia und auf Sizilien befinden. Laut der Zeitschrift "Medien aktuell: Kirche im Rundfunk" begannen die Adventisten nach der Öffnung Italiens für den Privatrundfunk mit dem Aufbau eines eigenen Sendenetzes. Organisiert wurde er von Ron Myers, dem früheren Geschäftsführer von AWR Europa. Die erste Station von "Radio Voce della Speranza" ("Radio Stimme der Hoffnung") ging am 1. Dezember 1979 in Florenz auf Sendung, die zweite folgte 1981 in Bologna. Im Mai 1991 begann AWR auf Sizilien auch mit Mittelwellensendungen. Die Station in Mazara del Vallo war nicht nur in Italienisch zu hören, sondern auch in Französisch und Arabisch, um die 10 000 nordafrikanischen Immigranten in dieser Region zu erreichen.

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Drei Satellitendienste für nordamerikanische Adventisten im Einsatz uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 15.04.1998 / APD

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika nutzt für die Übertragungen von Fernsehsendungen und Veranstaltungen gegenwärtig zwei und künftig drei Satellitendienste. Davon ist "Three Angels Broadcasting Network" (3ABN) der älteste. Er wurde Anfang der 80er Jahre von dem Adventisten Danny Shelton in Illinois gegründet. 3ABN strahlt 24 Stunden am Tag Fernsehprogramme über die Satelliten Galaxy 3 nach Nordamerika und INTELSAT K nach Europa und Nordafrika aus. Obwohl es sich bei 3ABN um eine private Organisation handelt, arbeitet sie mit der Freikirche zusammen und sendet neben Eigenproduktionen auch deren Programme. Die Freikirchenleitung in Nordamerika gründete 1994 "Adventist Communication Network" (ACN). Dieser Dienst nutzt verschiedene Satelliten und bietet zwischen zehn und 50 Stunden pro Monat kirchliche Nachrichten, Informationen, Schulungen und Übertragungen von adventistischen Grossveranstaltungen und Evangelisationen an. Über 1 500 Adventgemeinden verfügen inzwischen über die technischen Voraussetzungen, um ACN empfangen zu können. Noch in diesem Jahr wird sich die Freikirche auch an SAFE-TV beteiligen, das der Amerikaner Carlos Pardeiro 1995 als Channel 57, KSBN, im nordwestlichen Arkansas begann. Dieser Satellitendienst wendet sich rund um die Uhr mit religiösen und kulturellen Fernsehprogrammen an säkulare Zuschauer. SAFE-TV plant, neben religiösen Programmen anderer Kirchen, Nachrichten, Natur- und Kinderfilmen, auch adventistische Beiträge auszustrahlen. Darüber hinaus soll die Freikirche 16 Stunden Sendezeit pro Woche zur freien Verfügung erhalten.

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Sendelizenz für Adventisten im Kongo uparrowprint druckenemail versenden

Kinshasa/Kongo, 15.04.1998 / APD

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben die Lizenz für einen UKW-Sender in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa erhalten. Wie Pastor Emmanuel Nlo Nlo, Kommunikationsdirektor der Afrika-Indischer Ozean Division der evangelischen Freikirche, mitteilte, soll der 1,2 Kilowatt-Sender mit einem geschätzten Hörerpotential von sechs Millionen Menschen baldmöglichst installiert werden.

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Dokumentation

"Dialog zwischen Kirche und Bibel unverzichtbar" - Kurzfassung des Referats von Dr. Samuel Lutz vor der Schweizerischen Bibelgesellschaft uparrowprint druckenemail versenden

"Die Stimme der Bibel heute keinen leichten Stand hat, sich Gehör bei den Menschen zu verschaffen", sagte Pfarrer Dr. Samuel Lutz, Synodalpräsident des Evangelisch-Reformierten Synodalverbandes Bern-Jura, in einem Vortrag im Anschluss an die Delegiertenversammlung 1998 der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) am 27. März in Biel.

In seinem Referat zum Thema "Die Kirche und die Bibel" machte er anhand verschiedener Beispiele aus Kirchengeschichte und Wissenschaft deutlich, dass ein ständiger Dialog zwischen Kirche und Bibel, aber auch zwischen Bibel und Kirche unbedingt nötig ist. Ohne diesen Bezug laufe die Kirche Gefahr, dass sie auf sich selbst bezogen bleibe. Die Bibel sei die ständige Messlatte, an der sich die Kirche ausrichten müsse. Dieser Tatbestand hätte auch die Vollversammlung des Weltbundes der Bibelgesellschaften (UBS) 1996 im kanadischen Toronto veranlasst, die Veränderungen beim Bibellesen zu analysieren. Der Weltbund habe festgestellt, dass "das persönliche Bibellesen in vielen Teilen der Welt zurückgegangen" und die "Kenntnis der Bibel deutlich sichtbar geschwunden" sei.

Es sei also nicht verwunderlich, wenn die Berner Pfarrerschaft feststellt: "Voraussetzen an Vertrautheit mit biblischen Geschichten und Personen können wir im kirchlichen Unterricht nichts mehr". Der Exodus von Religion ganz allgemein und biblischer Geschichte im besonderen aus den Lehrplänen der öffentlichen Schulen in der Schweiz sei praktisch vollzogen, betonte der Synodalpräsident.

Bei aller nicht ganz unproblematischer falscher Nostalgie an reformatorische Zeiten sei der Ruf "Rettet die Bibel!" heute mehr als verständlich. Bezugnehmend auf das gleichnamige Buch von Jean Zumstein sagte Pfarrer Dr. Lutz: "Die Kirche trägt nicht unwesentlich dazu bei, den Zugang zur Bibel zu entstellen und erschwert dadurch dem heutigen Menschen den echten Dialog auf drei verschiedene Weisen: durch biblizistische Verwendung der Schrift, durch inakzeptable Harmonisierung des biblischen Denkens und durch ausbleibende Interpretation und Aktualisierung." Zumstein schrieb dazu in seinem Buch: "Statt als kritisches Gegenüber ernst genommen zu werden, wird eine so missbrauchte und gezähmte Schrift...zur farblosen Bürgschaft der offiziellen kirchlichen Meinung. Sie hat dann allerdings aufgehört, die viva vox, die lebendige Stimme des Evangeliums zu sein."

Eine von der Theologischen Kommission des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) herausgegebene Schrift, welche die Bibel als den Zankapfel der Kirche bezeichne, mache deutlich, wie wenig sich die unterschiedlichen Bibelverständnisse gegenseitig zu verstehen und zu tolerieren im Stande seien: historisch-kritisch, fundamentalistisch, evangelikal, feministisch, dialektisch-materialistisch und psychologisch. Gerade so, als ob die Bibel ohne Geschichte, ohne Glauben, ohne Frauen, ohne Wirtschaft und ohne Seele verstanden werden könnte, fügte Lutz hinzu.

Das heutige Liebesverhältnis zwischen Bibel und Kirche, so illustrierte der Pfarrer, sei eher mit einer Ehe vergleichbar, die zur blossen Gewohnheit geworden ist, wo die beiden einander irgendwie noch brauchen und von einander nicht loskommen, auch wenn sie einander nicht mehr viel bedeuten.

Heute brauche die Kirche die Bibel, um im Wertewandel der Zeit und dem entsprechenden Werteverlust nicht selber der deregulierten Beliebigkeit zu verfallen: "Die Aussage also, dass die Kirche gerade die Bibel braucht, ist weder Ausdruck ihrer Treue oder ihres Glaubens, denn wahrlich, es ist Gott allein, der uns den Glauben schenkt, und der Gnade seines Geistes ist es zu verdanken, dass unser zerstreutes Lesen und Hören überhaupt hin und wieder zum Verstehen führt. Es soll Ausdruck demütiger Bescheidenheit sein, wenn die Kirche sich bewusst wird, und bleibt, dass sie gerade die Bibel braucht", erläuterte Lutz.

"Wir arbeiten mit der Bibel, weil wir an Jesus Christus glauben," so das UBS-Schlussdokument von Toronto 1996, sagte der Pfarrer und fügte bescheiden hinzu: "Weil anders wir Ihn gar nicht kennen."

Der Synodalpräsident wies darauf hin, dass der erste Adressat der Bibel nicht die Welt sei. Geschrieben hätten die Apostel an die Gemeinden, wie schon früher Moses und die Propheten ihre Botschaft vor allem an ihr eigenes Volk richteten. Es würde also der Kirche von heute gut anstehen, bevor sie rede, selbst zu hören und bevor sie missioniere, selbst zu handeln.

In der ökumenischen Bewegung habe sich die Bibel immer wieder als gemeinsames Fundament zwar nicht der Einmütigkeit, schon gar nicht des Glaubens, wie man viel zu rasch zu behaupten Gefahr laufe, aber immerhin als "Basis der Verständigung" erwiesen. Lutz wörtlich: "Nur wer als Kirche sich selber der Kritik der Schrift aussetzt, kann legitim auch eine kritische Kirche sein."

Die Feststellung, dass die Bibel auch die Kirche brauche, illustrierte Dr. Lutz wie folgt: "Auch die Bibel wäre wie ein blindes Bild ohne Betrachter und bliebe stumm wie eine Partitur ohne Musikanten, wenn nicht die Kirche als wie musizierende Interpreten ihr Wort zur Sprache und ihr Bild zur Anschauung brächte." Durch die Kirche und in der Kirche werde das biblische Wort zum "lebendigen Zeugnis". Die Kirche lasse in grosser Vielfalt erklingen, was sie von ihrem Komponisten hat: Kirchliche Diakonie trägt das ganze Handlungspotential des Evangeliums ins Leben hinein. Ökumenische Dienste und Organisationen verschaffen der Botschaft des Friedens, der Versöhnung und der Verständigung Gehör im friedlosen, unversöhnlich-aggressiven Lärm der Welt. Die Erwachsenenbildung öffnet dem enormen biblischen Erfahrungspotential die Wege zu den Menschen. Die Religionspädagogik lässt Gottes Wort zur Lebenskunde werden. Die christliche Kommunikation verhilft den Kirchen mit ihrer Botschaft zur Präsenz in der Gesellschaft.

"Wir tragen als Kirche hohe Verantwortung, weil uns die Bibel braucht", mahnte Pfarrer Lutz. Verbunden mit einer Vielzahl von Aussagen der Reformatoren resümierte der Synodalpräsident: "Der Heilige Geist schafft die Voraussetzung, dass das Bibelwort verstanden und geglaubt wird. Er ist, was auch der neue Katholische Katechismus aus Rom lehrt, der Ausleger der Schrift. Er ist es bis heute, so dass die Bibel auch zu unserer Zeit auf eine Kirche angewiesen ist, die sich dem Wirken des Geistes nicht verschliesst und im Vertrauen auf den Heiligen Geist dann auch ihr eigenes Wort zu sprechen wagt. Wer nur in der geschriebenen Bibel herum rührt, hat noch nicht zur heutigen Zeit gesprochen."

Zum Schluss seines Referats rief Dr. Lutz dazu auf, "die Bibel vom abendländisch-missionarischen Eifer zu befreien, um sie einmal gerade nicht als unsere Bibel, sondern als freies Wort im Dialog der Völker und Kulturen und im Gespräch der Religionen in ihrem eigenen vielfältigen Profil zu Wort kommen zu lassen."

Sein Fazit: "Wir brauchen als die ersten Adressaten die Bibel, und sie braucht uns als ihre aufmerksame Leserinnen und Leser als offene Partnerinnen und Partner im Dialog, und als lebendige Zeugen ihres belebenden Wortes."

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.