APD-Informationen 02/1999

Schweiz

Deutschschweizer Adventisten wollen mit Christus ins 21. Jahrhundert uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 09.03.1999 / APD

Unter dem Motto "Mit Christus ins 21. Jahrhundert" findet am 13. und 14. März 1999 im Kongresshaus in Zürich die 97. Jahreskonferenz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten der Deutschschweiz statt.

Gastredner der ganz im Zeichen des Aufbruchs ins neue Jahrhundert stehenden Konferenz sind der Religionshistoriker Dr. John Graz und der Theologe Dr. Rolf Pöhler. In verschiedenen Referaten nehmen sie zu den Herausforderungen für die christliche Gemeinde im 21. Jahrhundert Stellung und beschäftigen sich mit der Kontinuität und der Erneuerung bei den Adventisten zwischen Traditionsbruch und Traditionspflege.

Am Samstagabend führt die Adventjugend im Grossen Saal des Kongresshauses das Mundart-Musical "Wie nes Schwärt durs Härz" auf.

In der Schweiz gibt es rund 10'000 adventistische Christen, davon über 4'100 getaufte, erwachsene Mitglieder, die in 60 Gemeinden organisiert sind. Die protestantische Freikirche gründete ihre erste Gemeinde in der Schweiz 1867 in Tramelan (Berner Jura).

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Handbuch "CHristen auf der Bühne '99" erschienen uparrowprint druckenemail versenden

Richterswil, 09.03.1999 / APD

Die Ausgabe 1999 des Handbuchs "Christen auf der Bühne" mit Angaben über 90 Musiker, Bands. Chöre, Mimen, Tänzer, Kabarettisten sowie Agenturen aus dem kirchlichen Umfeld ist erschienen. Es bietet Veranstaltern von Konzerten, Anlässen, Open-Airs und verschiedener Rahmenprogramme einen breiten Überblick über die sehr aktiv gewordene Schweizer Szene christlichen Kulturschaffens in der Schweiz.

Neben detaillierten Angaben über Stil, Besetzung, Gagenhöhe, Ausrichtung und Anliegen, Informationsmaterial, Demo-Tapes und Kontaktadressen der verschiedenen Künstler enthält das Handbuch auch praktische Tips zur Organisation von Anlässen, wie Budget, Kollekte, SUISA-Abgaben, Werbung und Technik.

Das Handbuch "Christen auf der Bühne'99" ist erhältlich bei: PROFILE Productions, Postfach 413, 8805 Richterswil, Fax 01-784 85 93; E-Mail: profilejd@compuserve.com. Die Publikation kostet CHF 20.-- zuzüglich Porto.

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International

Neuer Präsident der weltweiten Adventisten uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 09.03.1999 / APD

Dr. Jan Paulsen

Dr. Jan Paulsen

Dr. Jan Paulsen (64) ist neuer Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA. Die 244 Mitglieder des Exekutivausschusses der obersten Kirchenleitung, die aus 90 Ländern in die US-Hauptstadt Washington angereist waren, wählten den Norweger unter elf Kandidaten zum Nachfolger des zurückgetretenen Robert S. Folkenberg (58). Paulsen ist der 16. Präsident der mit über zehn Millionen erwachsenen getauften Mitgliedern und etwa 20 Millionen Angehörigen in 205 Ländern vertretenen im Jahre 1863 gegründeten protestantischen Freikirche. Er war seit 1995 einer der Vizepräsidenten der Generalkonferenz. Davor leitete er zwölf Jahre die Trans-Europa Abteilung, die die Adventisten in Skandinavien, den baltischen Staaten, Grossbritannien, Island, den Niederlanden, Polen, Ungarn, im ehemaligen Jugoslawien, Albanien, Griechenland, im Nahen Osten, Ägypten, Sudan und Pakistan umfasst. Ausserdem war er Rektor des Newbold Colleges in England und des Westafrikanischen Theologischen Seminars in Nigeria.

Paulsen wurde 1963 in Norwegen als adventistischer Pastor ordiniert. 1972 promovierte er an der evangelischen Fakultät der Universität Tübingen mit einer Arbeit über das Neue Testament. An der adventistischen Andrews Universität in Berrien Spring, Maryland/USA erlangte er die akademischen Grade Magister of Arts (M.A.), Bachelor of Arts (B.A.) und Bachelor of Divinity (B.D.). Dort wurde ihm 1995 auch die Ehrendoktorwürde verliehen. Der neue Präsident spricht neben seiner Muttersprache Norwegisch fliessend Englisch, Dänisch und Deutsch.

Paulsen ist der dritte Präsident der weltweiten Freikirche, der nicht aus den Vereinigten Staaten stammt. Die beiden anderen waren der Norweger Ole A. Olsen (1888-1897) und der Australier Charles H. Watson (1930-1936). Paulsen ist bis zur nächsten Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) im Juni 2000 in Toronto/Kanada gewählt. Dann werden die 2 000 Delegierten aus aller Welt entscheiden, ob sie sein Mandat um weitere fünf Jahre verlängern.

Der bisherige Generalkonferenz-Präsident Robert S. Folkenberg trat wegen einer Zivilklage gegen Verwaltungsstellen der Freikirche und seine Person zurück, "um Kummer und Streit für meine Familie und die Kirche, die ich liebe, zu vermeiden". Inzwischen hat der kalifornische Geschäftsmann, der behauptete 1993 einen finanziellen Schaden aus einem Landentwicklungsprojekt in den Vereinigten Staaten mit Folkenberg und Verwaltungsstellen der Freikirche erlitten zu haben, seine Klage bei einem Gericht in Sacramento/USA zurückgezogen. Folkenberg wurde 1990 zum Generalkonferenz-Präsidenten gewählt und während der Vollversammlung 1995 in Utrecht/Niederlande für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Seit 1990 erhöhte sich die Mitgliederzahl der Siebenten-Tags-Adventisten um fast vier Millionen. In dieser Zeit entstanden über 12 000 neue Adventgemeinden in aller Welt. Folkenberg setzte sich dafür ein, dass die Freikirche moderne Kommunikationstechniken, wie Internet und Satellitenübertragungen, nutzt.

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Mit 22 Jahren jüngste Schulleiterin Österreichs uparrowprint druckenemail versenden

Braunau/Österreich, 09.03.1999 / APD

Conny Teubenbacher ist mit ihren 22 Jahren die jüngste Schulleiterin Österreichs. Sie leitet die erst kürzlich staatlich anerkannte Privatschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Lustenau/Vorarlberg. Der kleinen Volksschule mit derzeit 16 Schülerinnen und Schülern ist noch ein Kindergarten angegliedert. Teubenbacher legte am adventistischen Gymnasium Schloss Bogenhofen bei Braunau am Inn das Abitur ab und studierte in Salzburg.

In Wien, Gleisdorf und Gaishorn in der Steiermark gibt es weitere drei adventistische Kleinschulen.

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Neuordnung adventistischer Kirchenverwaltung im ehemaligen Jugoslawien uparrowprint druckenemail versenden

St. Albans/Grossbritannien, 09.03.1999 / APD

Neu geordnet haben die Siebenten-Tags-Adventisten ihre Kirchenleitung im früheren Jugoslawien. Während der kommunistischen Ära befand sich der Verwaltungssitz der protestantischen Freikirche in Belgrad. Doch seit Ausbruch des Bürgerkrieges ist eine einheitliche Kirchenleitung aus politischen Gründen nicht mehr möglich. Neu gebildet wurde deshalb die Adriatische Union der Adventisten in Zagreb/Kroatien. Sie umfasst als regionale Kirchenleitungen die Slowenische Vereinigung (zehn Gemeinden, 408 Mitglieder), die Kroatische Vereinigung (21 Gemeinden, 3589Mitglieder) und die Albanische Mission (zwei Gemeinden, 170 Mitglieder). Vorsteher der Adriatischen Union ist Dr. Dragutin Matak. Zu ihr gehören das Adventistische Theologische Seminar in Marusevec/Kroatien, ein Verlagshaus und ein Produktionszentrum für Radio- und Fernsehsendungen in Zagreb.

Die Südosteuropäische Union der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Belgrad wird von Pastor Radisa Antic geleitet. Sie umfasst als regionale Kirchenleitungen die Nordvereinigung (Vojvodina, 88 Gemeinden, 3 469 Mitglieder), die Südvereinigung (Serbien und Montenegro, 83 Gemeinden, 3 364 Mitglieder), die Westvereinigung (Bosnien-Herzegowina, 19Gemeinden, 654 Mitglieder) und die Mazedonische Mission (10 Gemeinden, 411Mitglieder). Zur Union gehören das Adventistische Theologische Seminar in Belgrad, ein Altenheim in Ovca, ein Verlagshaus und ein Produktionszentrum für Radio und Fernsehsendungen in Belgrad. Beide Unionen unterstehen der Transeuropäischen Division (Abteilung) der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche mit Sitz in St.Albans/Grossbritannien.

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Adventisten verstärken Internetpräsenz uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 09.03.1999 / APD

Seitdem jetzt auch die Siebenten-Tags-Adventisten in der Slowakei eine eigene Webseite eingerichtet haben, gibt es insgesamt 40nationale Homepages der protestantischen Freikirche im Internet. Laut Jonathan Gallagher (Silver Spring, Maryland/USA), Webmaster der internationalen adventistischen Empfangsseite www.adventist.org, sind zur Zeit Internetseiten der Freikirche in Europa, Nordamerika, Brasilien, Venezüla, Singapur und in der Karibik abrufbar. "Wir ermutigen unsere nationalen Kirchenleitungen und deren Einrichtungen, möglichst schnell im Internet präsent zu sein. Dieses Medium eignet sich besonders, um über uns Adventisten in jedem Land und in jeder Sprache zu informieren." Die neue slowakische Homepage hat die Adresse www.casd.sk. Informationen der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz sind unter www.stanet.ch zu finden.

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Adventistische Grundschule in Ägypten bleibt am Samstag geschlossen uparrowprint druckenemail versenden

Kairo/Ägypten, 09.03.1999 / APD

Die Zeitoun Grundschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Heliopolis, einem Vorort Kairos, darf auch weiterhin am Samstag geschlossen bleiben. Die Freikirche feiert nicht den Sonntag, sondern den biblischen Sabbat als Ruhetag. Laut Rektorin Dr. Hanna Malaka wollten die Behörden, dass, wie sonst in Ägypten üblich, die Prüfungen auch an ihrer Schule am Samstag stattfinden. Nach eingehenden Gesprächen wurde die Erlaubnis erteilt, dass adventistische Schülerinnen und Schüler ihre Examen an einem anderen Wochentag ablegen können. Nichtadventistische Eltern können dagegen wählen, ob sie sich dem anschliessen oder ihre Kinder die Tests am Samstag an einer anderen Schule schreiben lassen. Die 1950 gegründete Zeitoun Bildungsstätte wird gegenwärtig von 1 248 Schülerinnen und Schülern besucht, von denen sich 53Prozent zum christlichen Glauben bekennen. 70 von ihnen kommen aus adventistischen Familien. Nur 27 Prozent der Lehrerschaft gehören der Freikirche an. In Ägypten leben 1 061 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 26 Gemeinden. Die Freikirche unterhält dort ausser der Zeitoun Grundschule eine Mittelschule, ein Waisenhaus und eine Produktionsstätte für gesunde Nahrungsmittel.

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Adventistisches Krankenhaus unter den hundert besten der USA uparrowprint druckenemail versenden

Sonora, Kalifornien/USA, 09.03.1999 / APD

Laut einer von der US-Zeitschrift "Modern Healthcare" veröffentlichten Studie gehört das Sonora Community Hospital der Siebenten-Tags-Adventisten mit seinen 143 Betten zu den hundert besten Krankenhäusern der Vereinigten Staaten. Die protestantische Freikirche unterhält weltweit 159 Krankenhäuser sowie 306 Kliniken und Sanitätsstationen.

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Proteste gegen Christenverfolgung in Indien uparrowprint druckenemail versenden

Neu-Delhi/Indien, 09.03.1999 / APD

Aus Protest gegen die Christenverfolgungen ist der indische Minister für Tourismus Madan Lal Khurana zurückgetreten. Er sagte, der jüngsten Morde an dem australischen Baptistenmissionar Graham Stewart Staines (58) und seinen Söhnen Philip (10) und Timothy (8) im Bundesstaat Orissa habe ihn erschüttert. Er mache sich Sorgen über den Ansehensverlust seiner Hindu-Partei Bharatiya Janata (BJP), die mit der Christenverfolgung im Zusammenhang gebracht werde. Vor dem Mord an dem Missionar waren im Bundesstaat Gujarat 22 Kirchen niedergebrannt und zwölf schwer beschädigt worden. Darunter befinden sich auch vier adventistische "Dschungelkapellen", berichtete Pastor G. E. Sharon, Vorsteher der Siebenten-Tags-Adventisten in Gujarat. "In jedem Dorf, wo wir Gemeindeglieder haben, wurden sie gewarnt und bedroht, künftig keine Gottesdienste mehr abzuhalten. Manche von ihnen erhielten sogar Prügel." Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor für Religionsfreiheit an der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der protestantischen Freikirche, appellierte an die indische Regierung, die Menschenrechte von religiösen Minderheiten gegenüber Fanatikern der Mehrheitsreligion zu schützen.

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Adventisten: Gesundheit ja, Bier nein uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 09.03.1999 / APD

Eine Bierwerbung in den Vereinigten Staaten ist bei den Siebenten-Tags-Adventisten auf Widerspruch gestossen. Eine Brauerei meinte, dass das kürzlich für ihre Produkte verliehene Koscher-Zertifikat für alle von Interesse sein könnte, die, wie die Adventisten, ein natürliches und gesundes Erzeugnis vorziehen. "Während wir als Christen für eine gesunde Lebensweise eintreten, ist es völlig unwahrscheinlich, dass wir Bier kaufen würden", sagte Tom Neslund (Silver Spring, Maryland/USA), stellvertretender Gesundheitsdirektor an der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der protestantischen Freikirche. "Adventisten haben sich seit 136 Jahren für einen alkoholfreien Lebensstil eingesetzt. Da sie wissen, was Alkohol dem Körper antut, sind sie nicht der Meinung, dass Bier, ganz gleich, wie es hergestellt wird, ‚gesund‘ sein kann." Der Verzicht auf alkoholische Getränke ist nur ein Teil des Gesundheitskonzepts der Freikirche. Dazu gehören auch eine gesundheitsbewusste Ernährung, ausreichend körperliche Bewegung sowie das Meiden von Tabakerzeugnissen und Drogen.

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35 475 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland uparrowprint druckenemail versenden

Ostfildern/Deutschland, 09.03.1999 / APD

35 475 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten leben gegenwärtig in Deutschland. Das sind drei weniger als 1997. Dazu kommen rund 11 300 Kinder und Jugendliche, die in Gruppen betreut werden. 734Taufen und Aufnahmen in die Freikirche sowie 189 Zuzüge von Adventisten aus dem Ausland standen im letzten Jahr 674 Todesfälle, 252 Austritte und Ausschlüsse gegenüber. Die Zahl der Adventgemeinden erhöhte sich um eine auf 575. Seit dem Tiefstand von 1989 mit 33998 nahm die Mitgliederzahl wieder kontinuierlich zu. Die Steigerung war laut Pastor Bruno Liske (Ostfildern), dem Vorsitzenden der evangelischen Freikirche in Deutschland, hauptsächlich auf den Zuzug von Adventisten aus der ehemaligen Sowjetunion zurückzuführen. Die Stagnation im letzten Jahr hängt mit der rückläufigen Zahl an Aussiedlern zusammen.

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in der Bundesrepublik neun regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen) sowie den Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse. Sie unterhalten das Berliner Krankenhaus "Waldfriede", die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Kolleg und Realschule, sowie fünf Grundschulen und zehn Kindergärten. Ferner stehen das Medienzentrum "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, mit Blindenhörbücherei und Internationalem Bibelstudien-Institut, der Advent- und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, sowie das ebenfalls dort ansässige DE-VAU-GE Gesundkostwerk unter adventistischer Leitung. Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) betreut durch zahlreiche örtliche Helferkreise rund 50 000 bedürftige Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören elf Beratungsstellen und Seelsorgezentren für suchtabhängige Menschen, elf Suppenküchen, 37Selbsthilfe- und Abstinenzgruppen, zehn Kleiderstuben, 120 Altenclubs, ein Dienstleistungstauschring, eine Arbeitsloseninitiative und 243 sonstige sozial tätige Gruppen. Ausserdem umfasst das AWW zwei Kliniken für Suchtkranke, acht Einrichtungen der Alten-, elf der Familien- und eine der Behindertenhilfe. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) verfügt zur Zeit über 52Regionalgruppen, die Seminare zur Gesunderhaltung (Prävention) und Raucherentwöhnungskurse anbieten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland gab 1996 8,8Millionen DEM (Mark) für humanitäre Massnahmen in 26Staaten der Erde aus.

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Lesehungrige Theologiestudenten uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland, 09.03.1999 / APD

Die Lesesaalbenutzung der Bibliothek an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Waren es im Jahr 1997 noch knapp 20 000 Besucher, so wurden 1998 über 52 000 gezählt. Massgeblichen Anteil daran hatte laut Bibliothekar Ralph Köhler die Einrichtung von vier Internet-Arbeitsplätzen, die fast ständig an den bis zu 14Öffnungsstunden täglich genutzt werden. Während der 300 Öffnungstage im letzten Jahr kamen pro Tag durchschnittlich 175 Lesehungrige. Die Bibliothek enthält zur Zeit etwa 53 000 Bücher und Zeitschriftentitel. Sie bezieht rund 300 verschiedene Zeitschriften. Die Einrichtung ist allgemein zugänglich. An der Friedensauer Hochschule sind 209Studenten immatrikuliert, die die Fachbereiche Theologie oder Christliches Sozialwesen belegt haben.

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Abgeholzte Urwaldflächen in Indien neu bepflanzen uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland, 09.03.1999 / APD

Unter wissenschaftlicher Betreuung des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg sollen abgeholzte Urwaldflächen im Osten Indiens in der Provinz Mizoram an der Grenze zu Myanmar (Burma) neu bepflanzt werden. Leiter des Projekts, das zusammen mit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA durchgeführt wird, ist Forstoberrat i. R. Dr. Kurt Frantz. Im Frühjahr will er 5 000 Pflanzen, wie Ahorn, Linde, Platane, Esskastanie, Esche und Forstsaatgut, nach Indien mitnehmen. Die dortigen Behörden haben auch Land für den Anbau von Papaya und Reismelde in Aussicht gestellt. Die Reismelde komme laut Frantz sogar wild in Friedensau vor. Die Körner der Frucht ähneln der Hirse, sind mild im Geschmack und mit einem hohen Anteil an Proteinen und Lipiden versehen, aber viel nahrhafter als Reis. Der Vorteil bestehe darin, dass man die Reismelde überall anbaue könne, während Reis viel Wasser zum Wachsen und Gedeihen benötige. Bereits im November 1997 hatte Frantz damit begonnen, abgeholzten Urwaldboden mit inzwischen über 2 000 Obstbäumen aus Deutschland zu bepflanzen.

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Norddeutsche Adventisten reduzieren Kirchenleitungen uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 09.03.1999 / APD

Um Kosten einzusparen, werden die regionalen Kirchenleitungen (Vereinigungen) im Norddeutschen Verband der Siebenten-Tags-Adventisten von sieben auf fünf verringert. Die Pastoren und Delegierten aus den Gemeinden beschlossen, die bisherigen beiden Vereinigungen Niedersachsen-Süd und -Nord zur gemeinsamen Kirchenleitung Niedersachsen und Bremen mit Sitz in Bremen und nunmehr 3 786 Mitgliedern in 57 Adventgemeinden zusammenzuschliessen. Die neue Mitteldeutsche Vereinigung mit Hauptverwaltung in Dresden umfasst die bisherigen Kirchenleitungen Sachsen-Anhalt/Thüringen und Sachsen mit jetzt 5 604 Adventisten in 137 Gemeinden. Vorsteher, Sekretäre, Schatzmeister und Abteilungsleiter der neuen Kirchenleitungen werden erst am 14. März in Leipzig beziehungsweise am 25. April in Hannover gewählt. Unverändert bestehen bleiben die Vereinigungen Hansa (Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Sitz Hamburg, 2842 Mitglieder), Berlin-Brandenburg (Sitz Berlin, 2 550 Mitglieder) und Nordrhein-Westfalen (Sitz Mettmann, 6 063 Mitglieder). Der Süddeutsche Verband der Siebenten-Tags-Adventisten in Ostfildern bei Stuttgart (14 630 Mitglieder) umfasst die regionalen Kirchenleitungen Baden-Württemberg (Sitz Stuttgart), Mittelrhein (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Sitz Frankfurt/Main), Nordbayern (Sitz Nürnberg) und Südbayern (Sitz München). In allen Bundesländern hat die evangelische Freikirche den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ebenso haben der Nord- und Süddeutsche Verband sowie die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland diesen Status inne.

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Jetzt zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 1999 anmelden uparrowprint druckenemail versenden

Fulda/Deutschland, 09.03.1999 / APD

Zum 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 16. bis 20. Juni in Stuttgart können sich jetzt Interessierte anmelden. Das offizielle Kirchentagsplakat und der Anmeldeprospekt mit dem Programm sind veröffentlicht. Das Plakat mit der Kirchentagslosung "Ihr seid das Salz der Erde" wurde erstmals durch eine öffentliche Abstimmung ausgewählt. Mit einer Gesamtauflage von über 100 000 Exemplaren in unterschiedlichen Formaten weist es bundesweit auf das Ereignis im Juni hin. Der Anmeldeprospekt mit einer Auflage von 145 000 Stück enthält detaillierte Auskünfte zu Teilnahme, Kosten, Unterbringung, Verpflegung und zur Anreise, zu der auch wieder Sonderzüge eingesetzt werden. Die Teilnahmeunterlagen sind bei den Landesausschüssen des Kirchentages oder beim 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag, Geschäftsstelle, Postfach 30 04 69, D-70444Stuttgart, Telefon (0711) 8 96 62-0, Telefax (0711) 8 96 62-266, E-Mail info@kirchentag.de, erhältlich.

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Religion + Staat

Fürst Hans-Adam II. will Kirche vom Staat trennen uparrowprint druckenemail versenden

Vaduz/Liechtenstein, 09.03.1999 / APD

Fürst Hans-Adam II. hält nach der umstrittenen Errichtung der katholischen Erzdiözese Vaduz eine klare Trennung von Kirche und Staat als die beste Lösung für Liechtenstein. In seiner Thronrede am 3. Februar zur Eröffnung der Landtagsperiode 1999 forderte der Monarch die Lösung dieser Frage im Rahmen der allgemeinen Verfassungsrevision.

In dem zwischen Fürst und Parlament Ende 1998 ausgehandelten Kompromiss, trotz Widerstände in der Bevölkerung und auch in politischen Oppositionskreisen an das Erzbistum Vaduz einen reduzierten Landesbeitrag zu entrichten, sieht Fürst Hans-Adam II. einen Zeitgewinn für die Neuregelung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat. "Wir sollten jetzt gemeinsam nach Lösungen suchen, die frei sind von emotionellen Belastungen und die nicht immer wieder zu Spannungen führen, die letzten Endes sowohl der Kirche als auch dem Staat schaden", erklärte der Landesfürst in seiner Thronrede.

In keinem anderen Land Europas prägt der Katholizismus das gesellschaftliche und politische Leben so wie im Fürstentum Liechtenstein. Bis 1972 war es Liechtensteiner Bürgern evangelischen Glaubens verwehrt, im eigenen Land die Ehe zu schliessen, weil allein der römisch-katholische Pfarrer für die kirchliche Trauung zuständig war. In vielen Schulzimmern, Gerichts- und Amtsräumen des Landes findet man Kruzifixe, und in der Primar- und Realschule ist der Religionsunterricht ganz selbstverständlich ein Pflichtfach. Die römisch-katholischen Pfarrer sind bei den politischen Gemeinden angestellt und beziehen dort ihren Lohn.

Der vom Landtag in seiner Erklärung vom Dezember 1997 vorgeschlagenen Konkordatslösung erteilte der Fürst, wie schon in seiner Thronrede von 1998, eine klare Absage. Ein Konkordat zwischen Liechtenstein und dem Heiligen Stuhl hält das Staatsoberhaupt für wenig erfolgversprechend, weil sich die Hoffnungen und Erwartungen des Parlaments auf ein Mitspracherecht im Erzbistum Vaduz nicht verwirklichen liessen.

Bereits 1998 forderte der Landesfürst ein Ende dieser engen Verbindung von Staat und Kirche in seinem Land und warnte: "Die Menschheitsgeschichte zeigt uns immer wieder, dass nicht Unterdrückung und Verfolgung die grössten Feinde der Religion sind, sondern eine beschränkte Religionsfreiheit, bei welcher der Steuerzahler gezwungen wird, mit seinen Steuern anerkannte Religionsgruppen oder Kirchen zu subventionieren."

Im August 1998 zog der Fürst überraschend seinen Verfassungsvorschlag für eine völlige Trennung von Staat und Kirche zurück. Trotz dem Rückzug seines Vorschlags ist der Landesfürst weiterhin der festen Auffassung, dass eine Mehrheit der Bevölkerung für eine bessere Verankerung der Religionsfreiheit und für die Gleichbehandlung aller anerkannten Religionsgemeinschaften eintrete.

Fürst Hans-Adam II. schlug dem Parlament deshalb jetzt wiederum vor, seinen Vorschlag einer klaren Trennung von Kirche und Staat wieder aufzunehmen und der Verfassungskommission den Auftrag zu erteilen, eine Regelung für das künftige Verhältnis zwischen Kirche und Staat auszuarbeiten.

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Ungarns Regierung entschädigt Kirchen uparrowprint druckenemail versenden

Budapest/Ungarn, 09.03.1999 / APD

Die reformierte und die lutherische Kirche mit 1,3 beziehungsweise 0,4 Millionen Mitgliedern in Ungarn haben nach eingehenden Verhandlungen eine finanzielle Vereinbarung mit dem Staat erreicht. Sie erhalten für die vor 50 Jahren vom kommunistischen Regime enteigneten und nach der Wende nicht zurückerstatteten Immobilien "auf ewig" eine jährlich festgesetzte Summe als Entschädigung. Ähnliche Regelungen wurden auch mit den Baptisten und der Serbisch-Orthodoxen Kirche getroffen. Pro Jahr bekommen die Reformierten 1,3 Milliarden Forint (8,5 Millionen Schweizer Franken), die Lutheraner 700 Millionen Forint (4,6 Millionen Schweizer Franken) und die Baptisten 20 Millionen Forint (130 000 Schweizer Franken). Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit 4 456 erwachsenen getauften Mitgliedern in Ungarn hat dagegen eine einmalige Entschädigung für nicht zurückerstattete Gebäude erhalten. Auch für das von den Kommunisten enteignete adventistische Verlagshaus will der Staat eine Abfindung zahlen. Damit sind laut dem lutherischen Bischof Bela Harmati (Budapest) die Ansprüche der nicht-katholischen Kirchen langfristig zufriedengestellt.

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Menschenrechtsgericht gegen religiöse Eidesformel uparrowprint druckenemail versenden

Strassburg/Frankreich, 09.03.1999 / APD

Die von den Abgeordneten des Zwergstaates San Marino bis 1993 zu leistende religiöse Eidesformel ist vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg als Verstoss gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verurteilt worden. Mit der Bezugnahme auf die Evangelien in der Eidesformel habe das Land gegen das Grundrecht der Geistes-, Gewissens- und Religionsfreiheit verstossen.

Geklagt hatten drei Abgeordnete, die im Juni 1993 in das Parlament San Marinos gewählt worden waren und die sich anschliessend geweigert hatten, die Eidesformel zu sprechen. San Marino hatte im Oktober 1993 die Eidesformel abgeändert. Seither ist es den Parlamentariern freigestellt, sich bei der Eidesleistung auf die Evangelien oder auf die Ehre zu berufen.

Die Regierung des Zwergstaates hatte sich vor dem Menschenrechtsgerichtshof damit verteidigt, dass die Republik von einem Heiligen gegründet worden und die Eidesformel ein Spiegel der nationalen Traditionen sowie der Verbindung zur christlichen Religion sei. Das Gericht urteilte dagegen, dass es in einem demokratisch gewählten Parlament, wo verschiedene gesellschaftliche Überzeugungen ihren Platz hätten, einen Widerspruch darstelle, wenn dort eine bestimmte Weltsicht vorgegeben werde.

Die parlamentarische Republik ist eine Enklave im Nordosten Italiens. Mit 61,2 Quadratkilometer und 26 000 Einwohner wird San Marino als Zwergstaat bezeichnet. Rund 95 Prozent der Einwohner sind katholisch.

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Unterschriftensammlung gegen österreichisches Religionsgesetz uparrowprint druckenemail versenden

St. Johann in Tirol/Österreich, 09.03.1999 / APD

Die "Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Gemeinden Österreichs" sammelt seit Juni 1998 Unterschriften gegen das "Bundesgesetz über religiöse Bekenntnisgemeinschaften". Ihr Öffentlichkeitsreferent, Pastor Wolfgang Dvorak (St. Johann), hofft, dass bis zum Sommer 1999 weit über 2 000 Personen die Forderung nach rechtlicher Gleichstellung der Freikirchen mit den staatlich anerkannten Kirchen unterstützen werden.

Das noch vor dem Ersten Weltkrieg entstandene Religionsgesetz bevorzugt zwölf Kirchen und Religionsgemeinschaften. Diese haben einen rechtlichen Anspruch auf staatlich geförderten Religionsunterricht, Sendezeiten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, steuerliche Vergünstigungen und Gründung von Privatschulen. Dazu gehören die Römisch-Katholische und die Evangelische Kirche, die Griechisch-Orientalische Kirche, die Altkatholische Kirche, die Armenisch-Apostolische Kirche, die Syrisch-orthodoxe Kirche, die Neuapostolische Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen) sowie als einzige Freikirche die Methodisten. Auch die Religionsgemeinschaften des Islams, der Juden und der Buddhisten sind offiziell anerkannt.

Die übrigen Religionsgemeinschaften können sich seit Januar 1998 als "Religionsvereine" als Rechtspersönlichkeit registrieren lassen. Dvorak zufolge sind jedoch die rechtlichen Konsequenzen noch völlig offen. Beispielsweise sei unklar, ob Spenden an Religionsvereine versteuert werden müssen. Viele Gemeinden liessen es daher bei bisherigen Hilfskonstruktionen bewenden: "Sie sind dankbar für ihre relative Freiheit und haben kein Interesse an grundsätzlichen Regelungen." Die Unterschriftenaktion verstehe sich auch als Beitrag zur Demokratisierung Österreichs, wonach noch aus der Monarchie stammende Vorschriften über die Qualität von Religionsgemeinschaften abzuschaffen seien.

So seien die Mormonen nur deshalb zugelassen worden, weil während der amerikanischen Besetzung Wiens nach dem Zweiten Weltkrieg ein Offizier zu dieser Gruppe gehört habe, sagte Dvorak. Wie die Mormonen erfüllten auch andere bevorzugte Religionsgemeinschaften nicht die Voraussetzung für die staatliche Anerkennung, mehr als 16.000 Mitglieder zu haben. Von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, dem Bund der Baptistengemeinden, dem Mennonitenbund und dem Bund evangelikaler Gemeinden werde dies aber verlangt. Dies sei eine massive Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes. Von den 8,1 Millionen Einwohnern Österreichs sind gut 77 Prozent Katholiken, fünf Prozent Protestanten, zwei Prozent Moslems und 8,6 Prozent Konfessionslose.

Kritisch äusserste sich auch der Grundsatzreferent der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Rüdiger Noll, gegenüber dem 1998 verabschiedeten neuen österreichischen Gesetz über religiöse Bekenntnisgemeinschaften. So sei es etwas "kurios", dass zwei altorientalische Kirchen - die Armenisch-Apostolische und die Syrisch-orthodoxe - zu den gesetzlich anerkannten Kirchen zählen, während die zur selben Kirchenfamilie zählende - und zahlenmässig grössere - Koptisch-Orthodoxe Kirche nur den Status einer Bekenntnisgemeinschaft hat. Kritik übte Noll auch am Gesetz zur Errichtung einer Bundesstelle für Sektenfragen. Es gebe "nirgendwo eine Definition dessen, was Sekten sind". Es gehe um die Frage, "ob nicht die Errichtung eines solchen Beobachtungszentrums mehr zu einer Sektenhysterie führt, als uns hilfreich ist."

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Europarat fordert Glaubensfreiheit in Mitgliedstaaten uparrowprint druckenemail versenden

Strassburg/Frankreich. 09.03.1999/APD Der Europarat hat die Regierungen der 40 Mitgliedsstaaten aufgefordert, die religiöse Vielfalt zu schützen und Glaubensfreiheit zu garantieren. Alle Religionsgemeinschaften müssten dieselben Entwicklungsbedingungen und ungehinderten Zugang zu den Medien haben, heisst es in einem von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates verabschiedeten Bericht. Religionskunde sollte Bestandteil des Ethik- und Staatsbürgerkundeunterrichts werden. Die Glaubensgemeinschaften ihrerseits müssten die Menschenrechtsprinzipien respektieren und dürften nicht nach politischer Macht streben, so der Bericht.

In Europa gäbe es zwar keine Religionskriege mehr, man könne dennoch nicht von "einem umfassenden Frieden" sprechen, wird in dem Bericht betont. Zahlreiche Konflikte der Gegenwart seien religiösen Ursprungs, etwa in Nordirland, Palästina, Bosnien oder dem Kosovo, meinten die Europarats-Parlamentarier. Extremistische Gruppierungen wie der rechtsradikale Front National in Frankreich oder islamische Fundamentalisten in arabischen Ländern würden die Religion für ideologische Zwecke missbrauchen.

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Ökumene

Christliche Kirchen Europas wollen über eine "Charta Oecumenica" beraten uparrowprint druckenemail versenden

Graz/Österreich, 09.03.1999 / APD

Vertreter der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der (katholischen) Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) wollen im Mai 1999 in Graz das Projekt einer "Charta Oecumenica" voranbringen, für die es bereits einen ersten Entwurf gibt. Bei der "Charta Oecumenica" wird es sich um ein von allen in der KEK und CCEE vertretenen christlichen Kirchen zu unterzeichnendes europäisches Grundsatzdokument über Rechte und Pflichten der Kirchen in ihrem Verhältnis zueinander handeln. Der Beschluss zur Erstellung der "Charta Oecumenica" war 1997 in Graz bei der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung 1997 (EÖV2) gefallen. In einem Interview mit der katholischen "Kärntner Kirchenzeitung" stellte der Grundsatzreferent der KEK, Rüdiger Noll, das Charta-Projekt vor. Man wolle "Richtlinien für die Beziehungen der Kirchen untereinander aufstellen", in denen es um den Umgang mit den "heissen Eisen" der "praktischen Ökumene" geht: Mehrheitskirche-Minderheitskirche, Proselytismus, Feindbildabbau, Versöhnung. Wie Noll betonte, soll auch ein zweites, in Graz 1997 empfohlenes Projekt weiterbehandelt werden: der Aufbau einer europäischen Schlichtungskommission der Kirchen.

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Päpstlicher Primat und Ökumene uparrowprint druckenemail versenden

Zürich, 09.03.1999 / APD

Am 21. Januar 1999 veröffentlichte der "Osservatore Romano" eine von Kardinal Joseph Ratzinger unterzeichnete Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre mit dem Titel "Der Primat des Nachfolgers Petri im Mysterium der Kirche". Sie bezieht sich auf eine Stelle in der Enzyklika "Ut unum sint" vom 25. Mai 1995, wo Papst Johannes Paul II. die Partner im ökumenischen Gespräch auffordert, "eine Form der Ausübung des Primats zu finden, die zwar in keiner Weise auf den wesentlichen Gehalt seiner Sendung verzichtet, sich aber auf eine neue Situation hin öffnet". Die Erklärung knüpft an ein Kolloquium an, das im Dezember 1996 im Vatikan abgehalten wurde und dessen Alten jetzt publiziert worden sind.

Die Erklärung der Glaubenskongregation hat folgenden Inhalt: Petrus wird in den Evangelien als der Erste der zwölf Aposteln genannt. Jesus hat (Matth. 16,18) zu ihm gesagt: "Du bist Petrus ("ein Fels"), und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen." Auf Grund dieser Zeugnisse "lehrt die (römisch) katholische Kirche, dass der Bischof von Rom (wo Petrus das Martyrium erlitten hat) der Nachfolger Petri in seinem vorrangigen Dienst in der Universalkirche ist". Diese Lehre ist von Ambrosius bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil - wie in vielen Zitaten belegt wird - immer wieder formuliert worden. Aus ihr folgt, dass der Papst die Einheit der in der apostolischen Nachfolge stehenden Kirche und (dank "besonderer Unterstützung durch den Heiligen Geist") die Authentizität der christlichen Botschaft gewährleistet. Es gibt keine Instanz, die über ihm stünde; doch ist die Ausübung seines Amts in den sensus fidei des Episkopats und des Gottesvolks eingebunden und auf die lehramtliche Tradition sowie eben auf die Leitung durch den Heiligen Geist verwiesen. Die "Übereinstimmung zwischen dem Wesen des Petrusdienstes und den möglichen Formen seiner Ausübung festzustellen" ist Sache des brüderlichen Dialogs des Papstes mit den anderen Bischöfen, entsprechend den Bedürfnissen der Kirche; es versteht sich aber von selbst, "dass allein der Papst als Nachfolger Petri (oder der Papst mit dem ökumenischen Konzil) bevollmächtigt und zuständig ist, über die Art und Weise der Ausübung seines eigenen Hirtenamtes in der Universalkirche das letzte Wort zu sprechen".

In einem Feuilleton-Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung schreibt Hanno Helbling dazu: Das ist klar genug, und offen bleibt höchstens die Frage, was der Papst von ökumenischen Partnern in dieser Sache noch hören will oder kann. Anregungen, Vorschläge, Entwürfe zu einer neuen "Form der Ausübung des Primats" müssen oder müssten von nicht-römisch-katholischen Kirchen kommen; und allenfalls wäre es dann an der Glaubenskongregation gewesen, zu klären, wo solche Anträge "den wesentlichen Gehalt seiner Sendung" berührten. Nun hat es sich diese Behörde aber zur Aufgabe gemacht - oder sie ist ihr gestellt worden -, die geschichtliche Linie nachzuziehen, die der kirchlichen Tradition entlang vom Urchristentum bis zur Gegenwart so gerade verläuft, dass die Öffnung "auf eine neue Situation hin" von keiner Seite und nach keiner Seite vorstellbar scheint, folgert Helbling. Schon im ersten Abschnitt der Erklärung wird gesagt, das Petrusamt lasse sich nicht auf einen "Ehrenprimat" reduzieren; das heisst, es wird vorsorglich ausgeschlossen, dass ein für die Orthodoxie akzeptables und den Lebensbedingungen der Westkirche adäquates Modell in Sicht kommt. Dafür wird dann im letzten Abschnitt die Hoffnung ausgesprochen, dass der Heilige Geist "die Gespenster der Vergangenheit und die schmerzlichen Erinnerungen an die Entzweiung von uns fernhalte". Wie aber, so fragt Helbling, wenn dieser Hoffnung ein wenig vorgearbeitet würde?

So kann sie sich wohl einzig darauf richten, dass Parallelen sich doch nicht erst "im Unendlichen" - oder in der Ewigkeit - treffen können, setzt Helbling seinen Kommentar "Geschichte ohne Dialektik" fort. Parallelen: Geschichtsverläufe, die ohne Anstösse von rechts oder links den Transport unveränderlicher Konzepte von der Vergangenheit in die Zukunft besorgen. Das Festhalten des obersten kirchlichen Lehramts an der Primat-Tradition (von der man nicht schwören möchte, dass er den sensus fidei des Gottesvolkes hinter sich habe) ist nur ein Beispiel für solch unbeirrtes Dahinziehen, stellt Helbling fest. Die Rechtfertigungsdebatte habe vor kurzem gezeigt, dass es auch eine Luther-Orthodoxie gibt, die sich durch die Existenz abweichender Lehren nicht stören - oder höchstens stören - liesse und von einer dialektischen Kirchengeschichte nicht wissen wolle. Das ökumenische Gespräch - so Helbling - bestehe heute weitgehend in abwechselnden Monologen.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

ADRA hilft Bürgerkriegsopfern in Sierra Leone uparrowprint druckenemail versenden

Freetown/Sierra Leone, 09.03.1999 / APD

Nach den schweren Kämpfen im westafrikanischen Sierra Leone kümmert sich die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA um Tausende neuer Bürgerkriegsopfer. In provisorischen Unterkünften, die in Schulen, Kirchen, Moscheen und im nationalen Sportstadium der Hauptstadt Freetown eingerichtet wurden, erhalten sie Nahrungsmittel und medizinische Versorgung. Laut dem Direktor von ADRA Sierra Leone, Prince Cummings, verloren auch einheimische Mitarbeiter der Hilfsorganisation während der Kämpfe Familienangehörige. Manche ihrer Häuser wurden niedergebrannt. Die ausländischen Fachkräfte und deren Familien blieben unverletzt. Auch das ADRA-Büro in Freetown ist intakt. Das von der Hilfsorganisation in einem Vorort betreute Waterloo-Flüchtlingslager wurde während der Kämpfe dreimal angegriffen, so dass die Bewohner jedesmal fliehen mussten. ADRA hilft anderen Nichtregierungsorganisationen, wie Action Aid, World Vision und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bei der Nahrungsmittelverteilung. Laut Cummings werden die gesundheitliche Betreuung und Wiedereingliederung von 200körperbehinderten Bürgerkriegsopfern mit ihren Familien und verschiedene landwirtschaftliche Projekte weitergeführt.

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Krankenpflegeschule in Ruanda ausgebaut uparrowprint druckenemail versenden

Kigali/Ruanda, 09.03.1999 / APD

Den Ausbau der Mugonero Krankenpflegeschule in Gishyita im Westen Ruandas hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA abgeschlossen. Es entstanden sechs neue Unterrichtsräume, ein Verwaltungsgebäude mit Bibliothek, ein Wohnheim für zukünftige Pfleger, Personalwohnungen und ein Mehrzweckgebäude mit Cafeteria. Das Schwesternwohnheim wurde vollständig renoviert. Für die Finanzierung sorgte die Dänische Internationale Entwicklungshilfeorganisation DANIDA. ADRA ist mit verschiedenen Projekten in Ruanda tätig. Im Nordwesten des Landes errichtet sie Unterkünfte für Rückkehrer, eine Grundschule und versorgt Tausende Menschen mit sauberem Trinkwasser. In der Hauptstadt Kigali ist die Sanierung von 3000 durch den Bürgerkrieg verwüsteten Wohnungen fast abgeschlossen. ADRA übernimmt auch die Schulspeisung von 360 Waisenkindern an fünf Bildungsstätten. Finanziert werden die Projekte von DANIDA, der Kanadischen Internationalen Entwicklungshilfeorganisation (CIDA), dem italienischen Hilfswerk REACH und der japanischen Regierung.

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.