APD-Informationen 03/1999

Schweiz

Freikirchenverband lehnt Beteiligung am EXPO.01 Engel-Projekt ab uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 06.04.1999 / idea/APD

Die Leiterkonferenz des Verbandes Evangelischer Freikirchen und Gemeinden in der Schweiz (VFG) beschloss an ihrer Tagung am 5. März in Bern, sich nicht am Engelsprojekt der Expo01 zu beteiligen. Sie ist der Meinung, dass sich die Mehrheit der im VFG vertretenen freikirchlichen Gemeinden mit einem solchen Projekt nicht identifizieren könnte.

Die VFG habe bei der Eingabe des von den Kirchen gemeinsam vorgelegten Projektes der ESE2001 intensiv mitgearbeitet, schreibt der VFG in seinem Informationsblatt. Als die EXPO- Leitung das Projekt ablehnte und ein eigenes Projekt "Ein Engel fliegt vorbei" ankündigte, meldeten die VFG-Vertreter innerhalb ESE2001 Vorbehalte an, die auch andere Kirchenvertreter zum Ausdruck brachten.

Die Leiterkonferenz habe vom Zwischenbericht über den Stand des Projektes Kenntnis genommen, heisst es weiter. Man zweifele nicht daran, dass es in dieser und jener Nische die Möglichkeit gäbe, ein für die Freikirchen klares Evangelium zu präsentieren. Es sei für sie aber ebenso ersichtlich, dass das Thema so vielstimmig dargestellt werden wird, das sich das Gros der im VFG vertretenen Gemeinden damit nicht identifizieren könnte. Die Leiterkonferenz werde nun prüfen, inwieweit ein weiterer Verbleib im ESE-Verein noch sinnvoll sei.

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ist sowohl Mitgliedskirche beim VFG wie auch beim "Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund" (SEK). Durch den SEK bleibt die EMK bei der ESE2001 weiter in die kirchliche Arbeit für die EXPO.01 involviert.

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International

"Religion und Kommunismus können miteinander leben" uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 06.04.1999 / APD

"Unsere Regierung ergreift in religiösen Angelegenheiten keine Partei", erklärte Rafael Noriega, dritter Sekretär der kubanischen Botschaft in den Vereinigten Staaten, anlässlich eines Besuchs der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA. "In der Vergangenheit gab es Missverständnisse und Lücken in unseren Beziehungen zu den Religionsgemeinschaften", räumte der Diplomat ein. "Aber in den letzten 20 Jahren haben sich die Beziehungen ständig verbessert. 1992 wurde die Verfassung Kubas von einem atheistischen zu einem säkularen Staat geändert. Jetzt befassen wir uns mit dem Brückenbau, anstatt Gräben aufzureissen." Absicht der Regierung sei es, deutlich zu machen, dass Religion nicht gefährlich ist. Obwohl Karl Marx sie als "Opium für das Volk" bezeichnet habe, sei der christliche Glaube vielschichtiger als diese Aussage. Der religiöse Bereich weite sich in Kuba besonders unter den protestantischen Kirchen aus. "Wir respektieren dies und wirken mit ihnen zusammen, denn wir wollen die Religionsfreiheit fördern und deutlich machen, dass Religion und Sozialismus miteinander leben können", betonte Noriega.

Jan Paulsen, der neue Generalkonferenz-Präsident, erwiderte, dass der Freikirche sehr daran gelegen sei, die Beziehungen mit Regierungsvertretern und Behörden zu verbessern. Adventisten hätten, da weltweit vertreten, verschiedene Formen des Sozialismus kennengelernt. Manche davon seien sehr tyrannisch gewesen. Für Menschenrechte, Gleichheit und für eine gerechte Verteilung des Wohlstandes trete auch die Freikirche ein. "Wir unterstützen wechselseitige konstruktive Bemühungen, um die Lebensqualität hier und heute genauso zu verbessern wie die Zukunftsperspektiven. Beide Aspekte sind für uns Adventisten ausserordentlich wichtig", unterstrich Paulsen. In Kuba leben über 21 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 156 Gemeinden. Mit ausländischer Hilfe konnte die protestantische Freikirche 86 Gemeindezentren sanieren und 70 neue bauen. 1996 weihte die protestantische Freikirche ein neues Theologisches Seminar in Nuevo Santiago de las Vegas, nahe der Hauptstadt Havanna, ein. Die alte Ausbildungsstätte in Santa Clara wurde zu Beginn der kommunistischen Herrschaft im Jahre 1959 enteignet. 1993 bekamen die Adventisten zum ersten Mal nach 30 Jahren die Erlaubnis, wieder Studienanleitungen zur Bibel zu drucken. 1995 durften sie 250 000 Broschüren mit dem Titel "Der Weg zu Christus" für Evangelisationsveranstaltungen herstellen.

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Neue Religionsgesetzgebung in Ungarn? uparrowprint druckenemail versenden

Budapest/Ungarn, 06.04.1999 / APD

Von einer möglichen Änderung der ungarischen Religionsgesetzgebung ist die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nicht betroffen. Wie deren Vorsteher Jozsef Szilvasi (Budapest) in einer Fernsehsendung äusserte, gebe es Überlegungen, das jetzige, sehr liberale Gesetz einzuschränken, um die Zahl staatlich anerkannter Religionsgemeinschaften zu begrenzen. Zur Zeit könne sich jede Gruppe registrieren lassen, die einhundert Mitglieder nachweist. Auch sei den Behörden nicht erlaubt, die Lehrauffassungen zu prüfen, um auszuschliessen, dass eine Pseudoreligion zugelassen werde. Deshalb sollten nur noch diejenigen Religionsgemeinschaften staatlich anerkannt werden, die entweder mindestens 10 000 Mitglieder haben oder bereits 100 Jahre in Ungarn vertreten sind. Das erste Kriterium erfüllen die dortigen 4 800 Siebenten-Tags-Adventisten zwar nicht, so Szilvasi, doch gehe aus den Akten des Nationalarchivs hervor, dass sie bereits 1898 einen offiziellen Antrag auf Zulassung als Religionsgemeinschaft gestellt haben. Das Gesuch sei damals zwar abgelehnt worden, beweise jedoch, dass es vor 100 Jahren bereits Adventisten in Ungarn gegeben habe. Damit sei das zweite Kriterium erfüllt. Dennoch gebe es für die Freikirche keinen Grund zur Beruhigung. Sie habe in der Vergangenheit auch in Ungarn Verfolgungen seitens des Staates erdulden müssen und sei deshalb sehr sensibel gegenüber Vorschlägen zur Einschränkung der Religionsfreiheit.

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Ein Herz für Kinder uparrowprint druckenemail versenden

Oslo/Norwegen, 06.04.1999 / APD

Ein Herz für Kinder hat die adventistische Kirchengemeinde in Sandnes/Norwegen. 1970 baute sie mitten in der Stadt ein eigenfinanziertes Gemeindezentrum, das auch eine Grundschule enthielt. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude für die fast 50 Schülerinnen und Schüler zu klein. Ausserdem fehlte ein Schulhof zum Spielen. "So stand die Gemeinde vor dem Problem, entweder die Schule oder ihren Gottesdienstraum aufzugeben", sagte Pastor Yngvar Børresen (Oslo), Kommunikationsabteilungsleiter der norwegischen Siebenten-Tags-Adventisten. "Sie entschied sich für die Kinder". Ein ehemaliges Sanatorium mit einem grossen Grundstück am Stadtrand erwies sich als ideal für die neue Schule. In über 8 000 Arbeitsstunden bauten die Gemeindeglieder das Gebäude entsprechend um. Den Neuerwerb finanzierten sie durch den Verkauf ihres Gemeindezentrums an die Heilsarmee, die ebenfalls geeignete Räumlichkeiten suchte. Laut Børresen finden die samstäglichen Gottesdienste der Adventisten in Sandnes immer noch am alten Ort statt. Die Heilsarmee war bereit, ihnen ihr altes Gemeindezentrum preisgünstig dafür zu vermieten.

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Belgrader zeigten Interesse an Länder der Bibel uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Jugoslawien, 06.04.1999 / APD

Eine nicht erwartete Resonanz fand die Vortragsreihe des adventistischen Pastors Peter Roennfeldt (St. Albans/England) über die Länder der Bibel in Belgrad. Der Saal im Sava-Zentrum reichte mit seinen eintausend Sitzplätzen nicht aus, um die Besucher zu fassen. Roennfeldt musste deshalb jeden Vortrag zweimal halten.

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Adventistisches Standardwerk "Das Leben Jesu" in Urdu uparrowprint druckenemail versenden

Lahore/Pakistan, 06.04.1999 / APD

Das Buch von Ellen G. White "The Desire of Ages‘" (deutsch: "Das Leben Jesu" oder "Jesus von Nazareth") haben die Siebenten-Tags-Adventisten jetzt in Urdu, der Hauptsprache Pakistans, übersetzt. Damit liegt das Werk in über 30 Sprachen vor. Ellen G. White (1827-1915), Mitbegründerin der protestantischen Freikirche, schrieb 26 Bücher und über 5 000 Artikel zu Themen wie Religion, Erziehung und Gesundheit.

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Im Deutschen Bundestag: Evangelische und Katholiken fast gleich stark uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Von den 669 Volksvertretern des neuen Deutschen Bundestages sind 202 katholisch, 221 evangelisch, 18 konfessionslos und drei (Sabine Jünger/PDS, Christina Schenk/PDS und Simone Violka/SPD) Atheisten. Frank Hempel (SPD) bekennt sich zu den Siebenten-Tags-Adventisten, und Ekin Deligöz (Grüne) gibt als Religion "Islam" an. 223 Abgeordnete machten in "Kürschners Volkshandbuch", dem traditionellen Parlamentarierverzeichnis, das jetzt in einer aktuellen Ausgabe in der Neuen Darmstädter Verlagsanstalt erschien, keine Angaben über ihre Religionszugehörigkeit.

Für Frank Hempel, dem ersten adventistischen Abgeordneten im Deutschen Bundestag, ist Politik eigentlich nichts Neues. In einem Interview mit dem Gemeindeblatt der Siebenten-Tags-Adventisten "Adventecho", wies er auf seine kommunalpolitischen Erfahrungen im Stadtparlament von Neustrelitz hin. Er sei dort auch als Christ "durchaus wahrgenommen worden". Im Bundestag wolle er kein "Hinterbänkler" sein, sondern in verschiedenen Ausschüssen engagiert mitarbeiten. Wie jeder andere Abgeordnete auch habe er Entscheidungen nach seinem Gewissen zu treffen. Die Grenze verliefe bei ihm da, wo er sagen müsste: "Das kann ich vor Gott nicht mehr verantworten". Hempel betonte, dass es in allen Fraktionen des Parlaments gläubige Christen gebe, die sich in unregelmässigen Abständen zum "Gebetsfrühstück" treffen, woran er gern teilnehme. Er empfahl Christen, sich ganz konkret zugunsten ihrer Mitbürger in diese Gesellschaft einzubringen, sonst würde man ihnen alles Reden über Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe nicht abnehmen.

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Adventistische Theologische Hochschule: Musiktherapie Magisterfach uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Die adventistische Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg bietet neuerdings auch Musiktherapie an. Darauf wies Professor Wolfgang Kabus, Leiter des Instituts für Kirchenmusik, hin. Das Magisterstudium besteht aus zwei Hauptfächern oder einem Hauptfach und zwei Nebenfächern. Als Haupt- beziehungsweise Nebenfach kann unter anderem der Bereich Musiktherapie gewählt werden. Die Studierenden werden dabei angeleitet, Musik therapeutisch anzuwenden. Zum Beispiel könne das Anhören bestimmter Melodien eine entspannende, schmerz- und angstlösende Wirkung auf Menschen ausüben. Gearbeitet werde aber auch mit freier Improvisation mittels der Stimme, aller möglicher Arten von Musikinstrumenten und Bewegung. Die erforderlichen psychologischen und pädagogischen Voraussetzungen werden im Haupt- beziehungsweise zweiten Nebenfach an der Hochschule erworben.

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Deutschland: Dialog über Protestantismus und Kultur uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wollen in den nächsten beiden Jahren das Verhältnis zwischen Protestantismus und Kultur zu einem Schwerpunktthema machen. In dem in Berlin vorgestellten Impulspapier "Gestaltung und Kritik" werde deutlich, so Methodistenbischof Walter Klaiber, dass christliche Kirchen Teil der Kultur in der Gesellschaft seien. Sie würden von ihr geprägt und gestalteten sie mit. Zugleich würden die Kirchen durch die Botschaft des Evangeliums oft in eine Distanz zur herrschenden Kultur gestellt und müssten sich mit ihr kritisch auseinandersetzen. Diese Spannung durchzuhalten, sei eine wichtige Aufgabe für sie. Sie dürften weder im herrschenden Wertsystem völlig aufgehen noch versuchen, sich ganz aus der gesamtgesellschaftlichen Kultur zurückzuziehen. "Von ihrer Geschichte und ihrem Ansatz her haben die Freikirchen eher den kulturkritischen Part in diesem Feld übernommen", sagte der Vorsitzende der VEF.

Der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Manfred Kock, versteht das Impulspapier und den darauf bezogenen zweijährigen Konsultationsprozess als Beitrag der evangelischen Kirchen zur Jahrtausendwende. Es gehe um die Frage: Was ist die Bilanz von 2000 Jahre Christentumsgeschichte? Bischof Wolfgang Huber von der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, unter dessen Vorsitz der Text "Gestaltung und Kritik" entstand, ist der Ansicht, dass die gegenwärtige kulturelle Prägung der Gesellschaft ohne den Einfluss des Christentums, zu dem der Protestantismus das Seine beigetragen habe, nicht zu verstehen sei. Eine radikale Säkularisierung fördere keineswegs die freie Entfaltung der Kultur, sondern trage die Gefahr der Verengung in sich. Christen wie Nichtchristen seien zum Dialog in den verschiedenen kulturellen Bereichen eingeladen. Eine Serie von Veranstaltungen soll den Konsultationsprozess anregen. Am Ende des auf zwei Jahre angelegten Vorhabens ist ein gemeinsames Wort des Rates der EKD und des Präsidiums der VEF vorgesehen. Zur Vereinigung Evangelischer Freikirchen zählen zwölf Freikirchen, darunter auch die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten als Gastmitglied.

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Auch ohne Erwachsenentaufe Gastmitglied bei den Baptisten uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) öffnet sich für Gastmitglieder. Eine entsprechende Empfehlung wurde von deren Bundesleitung in Elstal bei Berlin verabschiedet. Generell hält die grösste deutsche Freikirche an ihrem Grundsatz fest, dass nur Christen aufgenommen werden, die zuvor die Gläubigentaufe empfangen haben. In seelsorgerlichen Ausnahmefällen könnten jedoch auch Christen Mitglieder werden, "die sich gewissensmässig an ihre Säuglingstaufe gebunden fühlen", heisst es in einem Zusatz für ein früheres "Wort der Bundesleitung": "Damit lassen wir die Christen, die bei uns eine geistliche Heimat suchen, aber aufgrund unseres Tauf- und Gemeindeverständnisses noch nicht Vollmitglied werden können, unsere Liebe und Annahme sowie unseren Respekt vor ihrem Glaubens- und Lebenszeugnis spüren." Da man der Taufe keine heilsnotwendige Bedeutung zumesse, könne man eine vertiefte geistliche Gemeinschaft mit allen Christen erleben. Nach Einschätzung von Bundesdirektor Lutz Reichardt (Bad Homburg) sei der Bedarf an einer solchen Gastmitgliedschaft innerhalb der Freikirche nicht gross. Einer Umfrage zufolge gibt es bisher in 15 der über 900 Gemeinden diese Gastmitgliedschaft. Weitere 48 Gemeinden haben weitreichende Rechte für Gäste und Freunde eingeführt. Das Wort der Bundesleitung hat empfehlenden Charakter und muss noch von der im Mai in Oldenburg tagenden Bundeskonferenz angenommen werden.

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Für Kürzung der Zivildienstzeit in Deutschland uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Für dieselbe Dauer von Wehr- und Zivildienst hat sich Landessuperintendent Walter Herrenbrück ausgesprochen, der im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Seelsorge an Soldaten und Kriegsdienstverweigerern zuständig ist. "Die Gründe für einen längeren Zivildienst, etwa Reserveübungen oder Überstunden von Soldaten, sind weitgehend weggefallen." Derzeit dauert der Zivildienst 13, der Wehrdienst 10 Monate. Herrenbrück betonte während einer Tagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) in Hannover, dass die Seelsorge an Soldaten, Zivildienstleistenden und Kriegsdienstverweigerern für die EKD den gleichen Stellenwert haben müsse. Angesichts von 110 Militärpfarrern dürften die kirchlichen Zuschüsse für die rund 20 hauptamtlichen Betreuer der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden nicht weiter gekürzt werden. Die EAK wurde 1958 von Mitgliedern der evangelischen Jugend gegründet. In ihr haben sich rund 60 Vertreter landes- und freikirchlicher evangelischer Verbände zusammengeschlossen.

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Evangelische Kirche für muslimischen Religionsunterricht uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) befürwortet einen Religionsunterricht für muslimische Schülerinnen und Schüler als ordentliches Lehrfach nach Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes. In einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme des Kirchenamtes der EKD wird gleichzeitig die Einrichtung einer separaten, staatlich geprägten Religionskunde abgelehnt. Jede Religionsgemeinschaft müsse ihre religiösen Grundsätze für den Religionsunterricht in eigener Verantwortung festlegen, ohne dass der weltanschaulich neutrale Staat auf die Inhalte Einfluss nehmen dürfe.

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Deutscher Verfassungsschutz soll Scientologen weiterhin beobachten uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 06.04.1999 / idea/APD

Die Beobachtung der Scientologen durch den Verfassungsschutz erfolgt zu Recht und wird fortgesetzt. Das erklärte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) am 25. März bei der Vorlage des Verfassungsschutzberichts 1998 in Bonn.

Es gebe bei der Organisation der Scientologen "tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung". Nach den Ausführugen Schily "begibt sich die Scientologen-Organisation eindeutig und erklärtermassen in einen Gegensatz zu den Grundwerten der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes." Die Überwachung durch die Verfassungsschutzbehörden war 1997 von der Konferenz der Innenminister der Länder und des Bundes angeordnet worden. Laut Verfassungsschutzbericht 1998 gehören der 1954 in den USA gegründeten und seit 1970 in Deutschland tätigen Organisation hierzulande zwischen 5000 und 6000 Mitglieder an.

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Maria und Lukas Spitzenreiter uparrowprint druckenemail versenden

Wiesbaden/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Bei Deutschlands Eltern stehen Maria und Lukas ganz oben auf der Namenswunschliste. Wie eine Erhebung der Wiesbadener Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ergab, wurden beide Vornamen im vergangenen Jahr am häufigsten gewählt. In der Hitliste 1998 folgen auf Maria die Namen Julia, Anna oder Anne, Sophie und die in diesem Jahr getrennt gezählte Marie. Auf den Plätzen sechs bis zehn plazierten sich Laura, Lisa, Vanessa, Sarah und Katharina. Bei den Jungen rangierten auf den Plätzen zwei bis fünf die Namen Alexander, Maximilian, Daniel und Philipp vor Felix, Tim, Jan, Florian und Jonas.

Seit vier Jahren behauptet sich der Vorname Maria als Spitzenreiterin. Nach Angaben von Helmut Walther von der Wiesbadener Sprachgesellschaft haben sich die Prioritäten bei den Mädchennamen gegenüber 1997 ohnedies kaum verändert: Kein einziger neuer Name ist in die Spitzengruppe vorgestossen. Auffällig sei nur der allmähliche Abstieg von Katharina, 1994 noch auf Platz zwei, ist sie inzwischen auf den zehnten Platz gefallen. Der Aufstieg von Lukas, der 1997 auf Platz drei stand und nun Alexander vom ersten Platz verdrängen konnte, geht nach Angaben der GfdS auch auf die wachsende Beliebtheit des Namens in den neuen Bundesländern zurück. In Ostdeutschland kletterte Lukas vom neunten auf den zweiten Rang. Allerdings konnte sich der ostdeutsche Spitzenreiter Paul erneut nicht in die gesamtdeutsche Top-Ten-Gruppe schieben. Neu darin sind dagegen Tim und Jonas, wobei der erste Name im Osten, der zweite im Westen bevorzugt wurde.

Vermehrt würden wieder Namen biblischen und christlichen Ursprungs vorgezogen, berichtete die GfdS. Walther verwies darauf, dass das Oberlandesgericht Frankfurt 1998 erstmals die Vergabe des Namens Jesus erlaubt habe. Auch die aus der Bibel bekannten Varianten Josua oder Josias würden in jüngster Zeit von Eltern häufig gewünscht. In aller Regel sei diese Namenswahl aber nicht religiös motiviert.

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61,5 Millionen Lutheraner weltweit uparrowprint druckenemail versenden

Genf/Schweiz, 06.04.1999 / APD

Die Zahl lutherischer Christen ist 1997 von weltweit 61,2 Millionen auf 61,5 Millionen angestiegen. Davon gehören 57,8 Millionen einer der 124 Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) an. Die grösste lutherische Kirche befindet sich mit 7,5 Millionen Mitgliedern in Schweden. Deutschland ist laut LWB mit über 14 Millionen Mitgliedern immer noch das Land, in dem die meisten Lutheraner leben, gefolgt von den USA mit 8,2 Millionen. Die grösste Zuwachsrate im letzten Jahr verzeichnete die Lutherische Kirche in Nigeria mit 140 000 neuen Mitgliedern. Leichte Einbussen mussten dagegen die europäischen Lutheraner hinnehmen, deren Gesamtzahl sich von 37,2 auf 37,09 Millionen verringerte. Dennoch ist das Luthertum in Europa am weitesten verbreitet, gefolgt von Afrika (9,4 Millionen), Nordamerika (8,6 Millionen), Asien (5 Millionen) und Lateinamerika (1,4 Millionen). Nach wie vor gehören weltweit 3,68 Millionen Lutheraner nicht dem LWB an; davon ist die Lutherische Missouri Synode mit 2,6 Millionen Mitgliedern die grösste Einzelkirche.

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Weltallianz, "Lausanne" und "AD 2000" wollen enger zusammenarbeiten uparrowprint druckenemail versenden

Hurdal/Norwegen, 06.04.1999 / idea/APD

Missionsorientierte evangelische Dach-organisationen wollen eine neue Plattform internationaler Zusammenarbeit bilden, um den missionarischen Herausforderungen des neuen Jahrtausends besser begegnen zu können.

Führende Repräsentanten der Weltweiten Evangelischen Allianz, des Lausanner Komitees für Weltevangelisation und der Missionsbewegung "AD 2000" vereinbarten bei einer Konferenz im norwegischen Hurdal (bei Oslo) einmütig, zu diesem Zweck ein "globales Forum" zu bilden. Es soll offen sein auch für andere evangelische Organisationen auf regionaler Ebene oder mit speziellen Aufgaben in Mission und Evangelisation. Als gemeinsame Grundlage diene die Zielsetzung der Evangelisation, der biblische Glaube und die Anerkennung der zentralen Funktion der christlichen Gemeinde in der Weltevangelisation. Die auf der Tagung vom 21. bis 25. März vertretenen Dachorganisationen bekräftigten ihre Absicht, in dem neuen Forum mitzuarbeiten.

Die Weltweite Evangelische Allianz umfasst 111 nationale und regionale Zusammenschlüsse, die etwa 150 Millionen evangelische Christen repräsentieren. Als Generalsekretär amtiert der Filipino Jun Vencer in Singapur. Das 1974 nach einem Weltevangelisationskongress in Lausanne gegründete Lausanner Komitee für Weltevangelisation verbindet christliche Führungspersonen rund um den Erdball, deren besonderes Anliegen Mission und Weltevangelisation ist. Vorsitzender ist der amerikanische Missionstheologe Paul Cedar. Die Bewegung "AD 2000" hat sich zum Ziel gesetzt, die Weltmission mit besonderer Dringlichkeit voranzutreiben. Vorsitzender ist Luis Bush.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

Hilfe für Erdbebenopfer in Kolumbien uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Deutsche Unterstützung erhalten die Erdbebenopfer im Nordwesten Kolumbiens von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA. In den am schwersten betroffenen Gebieten Armenia, Calarca, Tebaida, Circacia und Cordóba werden von der Schwesterorganisation ADRA Kolumbien 245 Zelte, 1 500 Kisten mit Haushaltsartikeln, 1 500 Nahrungsmittelpakete und 3 000 Decken an notleidende Familien verteilt. Die Kosten des Projekts von 209 000 Mark werden von ADRA Deutschland und dem Auswärtigen Amt getragen. Der deutsche Projektleiter Tihomir Lipohar koordiniert die Massnahmen vor Ort.

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Hilfe für Opfer des Hurrikan "Mitch" in Nicaragua uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Für rund 750 Familien, die Opfer des Hurrikans "Mitch" in Nicaragua wurden, stellt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland Pakete mit Hygieneartikeln zur Verfügung. Ausserdem sind 5 000 Säcke Saatgut und Medikamente für die Versorgung von 25 000 Patienten vorgesehen. Die Verteilung der Hilfsgüter wird von dem Deutschen Timo Wagner geleitet. Die Kosten für das Projekt von rund 515 000 Mark (260 000 Euro) übernimmt die Katastrophenhilfe-Organisation der Europäischen Union (ECHO).

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Mobile Schule in El Salvador uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Ein mobiles Klassenzimmer hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland für etwa 360 Jungen und Mädchen in der Hauptstadt von El Salvador, San Salvador, eingerichtet. Auf vier Marktplätzen der Stadt werden Jugendliche im Lesen und Schreiben unterrichtet, die zum Unterhalt ihrer Familien beitragen müssen und keine normale Schule besuchen können. Die Kosten von rund 45 000 Mark für den Bus und die Bezahlung des Personals werden von den Siebenten-Tags-Adventisten Mittel- und Südeuropas übernommen.

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Hilfs- und Servicezentrum für Mexiko uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Durch den Bau eines Hilfs- und Servicezentrums in der mexikanischen Stadt Uman versorgt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland dort 600 bedürftige Familien mit Nahrungsmitteln. Ausserdem werden rund 5 000 Personen pro Jahr medizinisch betreut. Die Einrichtung bietet auch Berufsausbildungs- sowie Gesundheits- und Hygienekurse an. Die Kosten für das Projekt tragen private Spender.

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Gartenbauprojekt in Argentinien uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Ein Gartenbauprojekt führt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland in der Stadt Frutillar im Südwesten Argentiniens durch. Dort erhalten Kinder und Jugendliche praktische Anleitung zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln. In einem Gewächshaus lernen sie nicht nur verbesserte Anbaumethoden, sondern können sich durch den Verkauf von Obst und Gemüse zusätzlich etwas Geld verdienen.

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Gewächshäuser in Kirgisistan uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Mit dem Bau von insgesamt 500 Gewächshäusern hilft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland Flüchtlingen, Kranken und deren Familien in Kirgisistan. Sie werden mit Saatgut, Werkzeugen, technischer Hilfe und Fachwissen ausgestattet und können sich dadurch mit frischem Obst und Gemüse selbst versorgen. 1998 wurden bereits 250 Gewächshäuser gebaut. In diesem Jahr soll die gleiche Zahl noch einmal dazukommen. Die Kosten belaufen sich auf rund 185 000 Mark und werden vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und ADRA Deutschland getragen. Saatgut stellt das Niederländische Rote Kreuz zur Verfügung.

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Kreditprogramm für Kleinstunternehmen in Honduras uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Ein Kreditprogramm hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland für Kleinstunternehmer in Honduras vorgesehen. 95 Prozent der Kredite sollen an Frauen gehen und für Einzelhandel, Schneidereien, Werkstätten oder die Landwirtschaft verwendet werden. Das Projekt erstreckt sich über vier Jahre. Die Gesamtkosten von 1,5 Millionen Mark werden von der Katastrophenhilfe-Organisation der Europäischen Union (ECHO) und ADRA Deutschland getragen.

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ADRA baut Gesundheitsdienst in Nachitschewan aus uparrowprint druckenemail versenden

Nachitschewan/Aserbaidschan, 06.04.1999 / APD

In der zu Aserbaidschan gehörenden Exklave Nachitschewan hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ihren Gesundheitsdienst ausgebaut. Es entstanden das bisher einzige Labor für Blutuntersuchungen in der Region und zwei weitere Sanitätsstationen, so dass sich ihre Zahl jetzt auf 46 erhöhte. Ausserdem begannen Schwangerschaftsberatungen, zu denen laut dem dortigen ADRA-Geschäftsführer Conrad Vine inzwischen über 6 000 Frauen kommen. Die Sanitätsstationen versorgen monatlich etwa 13 000 Menschen. Zusätzlich finden jede Woche über 100 Gesundheitsseminare in ländlichen Gebieten statt. Finanziert werden die Projekte von dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und der Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID). Bis 1996 half ADRA in Nachitschewan bei der Versorgung von Flüchtlingen mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Decken und einem Treibhausprojekt. Dann begann das adventistische Hilfswerk den Gesundheitsdienst auszubauen, da das staatliche Gesundheitsnetz durch den Krieg Aserbaidschans mit Armenien weitgehend zusammengebrochen war.

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Trotz Rückschläge geht Arbeit in Somalia weiter uparrowprint druckenemail versenden

Nairobi/Kenia, 06.04.1999 / APD

Obwohl die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA wegen der unsicheren politischen Verhältnisse in bestimmten Landesteilen ihre Arbeit einstellen musste, ist sie nach wie vor in Somalia tätig, um bei der gegenwärtigen Trockenheit zu helfen. Wenn bis Dezember 1999 fünfzehn Wasserstellen durch Tiefbohrungen entstanden sind, werden davon etwa 200 000 Menschen mit ihren Viehherden profitieren. Das Projekt begann im Juni letzten Jahres und wird von der Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) sowie dem US-Aussenministerium finanziert. Geplant sei, so ADRA-Mitarbeiterin Evelyn Brenda, ein weiteres Brunnenbauprojekt für 150000 Menschen in der Bakool Region in Zentralsomalia. Die Finanzierung wollen das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und die Dänische Entwicklungshilfeorganisation (DANIDA) übernehmen. Ausserdem will ADRA in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk CARE und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ein auf acht Monate begrenztes Lebensmittelverteilungs-Projekt für die Hiran Region in den nächsten Wochen beginnen. Wegen Stammeskämpfen in den Jowhar, Adale und Warsheikh Distrikten musste ADRA dort seinen Gesundheitsdienst an etwa 30 000 Menschen einstellen. Alle von ihr aufgebauten Einrichtungen, darunter ein Krankenhaus, fünf Kliniken und 20 Sanitätsstationen übergab ADRA der einheimischen Hilfsorganisation SAACID. Mit ihr verteilte sie vor wenigen Wochen 1 200 Tonnen Nahrungsmittel an Bedürftige im Jowhar Distrikt.

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Tische und Stühle für Schulungszentrum in Togo uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Für den Speisesaal des landwirtschaftlichen Schulungszentrum in Klobateme/Togo hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland Tische und Stühle zur Verfügung gestellt.

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Medien

"Stimme der Hoffnung" wieder verstärkt auf Kurzwelle uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 06.04.1999 / APD

Seit 28. März sind deutschsprachige Rundfunksendungen der Siebenten-Tags-Adventisten wieder über den leistungsstarken slowakischen Kurzwellensender Rimawska Sobota zu hören. Laut Pastor Günther Machel (Darmstadt), Direktor der adventistischen "Stimme der Hoffnung", gab das freikirchliche Medienzentrum die Nutzung des Sender im vergangenen Jahr auf, um sich den mehr als zehn Millionen ASTRA-Satellitenschüsselbesitzern in Deutschland zuzuwenden. Seit Jahresbeginn werden die "Stimme der Hoffnung"-Programme zweimal täglich von WRN3 (World Radio Network) über Satellit ausgestrahlt, die zeitgleich auch im Internet (http://www.stimme-der-hoffnung.de/radio/kw) zu empfangen sind. Zwar werden die Programme nach wie vor über den Kurzwellensender in Forli/Norditalien ausgestrahlt, dem aber die Leistung für einen guten Empfang fehlt. Ein grosszügiger Spender ermöglicht nun, dass seit 28.März die Sendungen wieder zweimal eine halbe Stunde täglich über den slowakischen Kurzwellensender Rimawska Sobota zu hören sind. Die genauen Zeiten sind vom Ansagedienst der "Stimme der Hoffnung", Telefon (06151) 95 44 61 oder per E-Mail: dxer@stimme-der-hoffnung.de, zu erfahren.

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.