APD-INFORMATIONEN 3/2004
- Schweiz
- International
- Irakische Adventisten planen trotz Unruhen für die Zukunft
- "Aussöhnung in Ruanda nimmt Formen an"
- Adventisten setzen sich für traditionelle Ehe ein
- Botschafter über Werteverschiebung in Europa besorgt
- Adventistischer Pastor flieht nach Morddrohungen
- Neue Blindenschule für indische Kinder
- Myanmars Botschafter beeindruckt von Arbeit der Adventisten
- Religion in Russland wichtig, Kirche nicht
- Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Friedensau
- Universum nicht zufällig entstanden
- Ökumene
- ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
- Keine ausländischen ADRA-Mitarbeiter mehr im Irak
- Sicherheitslage in Afghanistan kritisch
- Statt Kinderpatenschaften zielgerichtete Projekte
- Nordkorea: Biogas auch im kalten Winter
- Hilfe für Strassenkinder in Peru
- Kühe für Flüchtlingsfamilien in Serbien
- Trinkwasserbrunnen für Indios
- Krankenhausbetten in die Ukraine
- Studiengang für Internationalen Entwicklungsdienst
- Klassenräume in Mali saniert
- Vietnam: Informationen über Vogelgrippe
- Religion + Staat
- Medien
- Im Brennpunkt
- Impressum
Schweiz
Todesstrafe für Religionswechsel ächten 
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Genf, 19.05.2004 / APD
Die Todesstrafe für Religionswechsel soll als "extremste Form religiöser Intoleranz" geächtet werden. Eine entsprechende Eingabe hat Juan Perla, Leiter der Genfer Vertretung der Siebenten-Tags-Adventisten bei den Vereinten Nationen, an die Teilnehmer der 60. Sitzungsperiode der UN-Menschenrechtskommission vom 15. März bis 23. April gerichtet. "Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird die Todesstrafe von den meisten zivilisierten Staaten als untragbar abgelehnt", betonte Dr. Jonathan Gallagher, Beauftragter der protestantischen Freikirche am Sitz der Vereinten Nationen in New York. "Obwohl die Freiheit, seine Religion oder Glaubensüberzeugung zu wechseln, in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ausdrücklich betont wird, gibt es immer noch einige Länder, in deren Gesetzgebung die Todesstrafe beim Religionswechsel vorgesehen ist." Gallagher hat als Berater an der Zusammenkunft der UN-Menschenrechtskommission in Genf teilgenommen.
International
Irakische Adventisten planen trotz Unruhen für die Zukunft 
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Bagdad/Irak, 19.05.2004 / APD
Die Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten im Irak hat ungeachtet der gespannten Situation im Land beschlossen, zu prüfen, ob nicht in Bagdad wieder eine adventistische Schule gegründet werden könnte. Der Sekretär der irakischen Adventisten, Basim Fargo, wies darauf hin, dass die Freikirche in der Vergangenheit mehrere Schulen unterhalten habe. 1931 wurde in Mosul eine Grundschule eröffnet, die 1945 zu einer Mittelschule erweitert wurde und 1958 insgesamt 125 Schülerinnen und Schüler zählte. Anfang der 1960er Jahre musste die Schule aufgrund politischer Unruhen im Nordirak geschlossen werden. Auch in Bagdad gab es seit 1947 eine Lehranstalt, die später zu einem Gymnasium ausgebaut und 1974 verstaatlicht wurde. Weitere Grundschulen entstanden 1948 in Basra und 1954 in Kirkuk, die später aufgegeben werden mussten. "In Bagdad gibt es zur Zeit 25 adventistische Grundschüler und 20 an weiterführenden Schulen", sagte Fargo. Da die Siebenten-Tags-Adventisten den biblischen Sabbat und heutigen Samstag als Ruhetag heilig hielten, sei der Samstagsunterricht an staatlichen Schulen mit ihren Aufnahmeprüfungen für weiterführende Bildungsstätten am Samstag ein ständiges Problem. Eine eigene adventistische Schule könne hier Abhilfe schaffen.
Beschlossen wurde auch, den bereits vor dem Krieg begonnenen Anbau am adventistischen Gemeindezentrum in Bagdad fertig zu stellen. Er soll Bürogebäude für die Kirchenleitung, eine Pastorenwohnung, einen grösseren Seminarraum und eine Klinik für die ambulante Behandlung von Patienten enthalten. Basim Fargo wies darauf hin, dass die Freikirche seit 1946 das Dar es-Salaam Krankenhaus in Bagdad unterhalten habe, welches 1959 verstaatlicht wurde. Nachdem Ende letzten Jahres ein adventistisches Gemeindezentrum mit Pastorenwohnung in Mosul fertig gestellt wurde, soll ein weiteres in Unhuq im Norden des Landes entstehen. Zurzeit gibt es im Irak drei adventistische Gemeinden, von denen die in Bagdad mit etwa 200 Mitgliedern die grösste ist. Seit 1959 ist die Freikirche im Irak staatlich anerkannt.
"Aussöhnung in Ruanda nimmt Formen an" 
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Kigali/Ruanda, 19.05.2004 / APD
"Die adventistische Kirche in Ruanda ist eine grosse Gemeinschaft, und die Schrecken von 1994 haben diese Familie genauso erschüttert wie das ganze Land", sagte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), anlässlich des Gedenkens an das Genozid vor zehn Jahren. "Das, was geschah und die immer noch vorhandene Last darf nicht vergessen werden. Wir bitten Gott, dass er heilt und tröstet."
Paulsen erinnerte daran, dass unter den etwa 800 000 Opfern des Völkermordes auch 10 000 Adventisten samt 225 Pastoren gewesen seien. Andererseits habe sich auf dem Gelände des adventistischen Krankenhauses in Mugonero eine schreckliche Tragödie abgespielt. Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen zur Aufarbeitung des Völkermordes in Ruanda (ICTR) hatte im Februar letzten Jahres in Arusha/Tansania den früheren Vorsteher der Siebenten-Tags-Adventisten im Süden Ruandas und ehemaligen Pastor, Elizaphan Ntakirutimana (78), wegen Beihilfe und Begünstigung zum Völkermord zu zehn Jahren Haft verurteilt. Sein Sohn Gérard (45), der als Arzt an dem Hospital tätig war, erhielt wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine Freiheitsstrafe von 25 Jahren. Beide haben laut Urteilsspruch Tutsis, die auf dem Krankenhausgelände und in der Gegend von Bisesero Schutz suchten, den Gendarmen und Interahamwe-Milizen ausgeliefert. Dabei seien Hunderte von Männern, Frauen und Kindern getötet worden.
Der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Ruanda, Pastor Amon Rugelinyange (Kigali), sieht eine grosse Veränderung in seinem Land. "Es gibt einen enormen Unterschied, wie Menschen jetzt miteinander umgehen." Die Aussöhnung nehme immer deutlichere Formen an. Im März 1998 führte die Freikirche zahlreiche Versöhnungskonferenzen durch, die den offenen Dialog und das Vertrauen zwischen den rivalisierenden Stämmen fördern sollten. Der adventistische Minister Esdras Mpyisi, Berater des früheren ruandischen Königs, leitete Gespräche, in denen die verfeindeten Gruppen vereinbarten, künftig tolerant und in gutem Einvernehmen zusammen zu arbeiten.
1996, zwei Jahre nach dem Genozid, begann die Freikirche sich in Ruandas Gefängnissen um Häftlinge zu kümmern, die beschuldigt werden, am Völkermord beteiligt gewesen zu sein. Etwa 7 000 hätten sich inzwischen den Adventisten angeschlossen. Von den 8,1 Millionen Einwohnern des zentralafrikanischen Landes sind 56% Katholiken, 37% Protestanten (einschliesslich 351 000 erwachsen getaufte Adventisten), 5% Muslime und 2% Konfessionslose.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat in Ruanda 1 195 Gemeinden und unterhält eine Universität, zwei höhere Schulen, eine Krankenpflegeschule, 39 Grundschulen, ein Krankenhaus, neun Kliniken sowie ein Medienzentrum mit Studios für Radio- und Fernsehproduktionen.
Adventisten setzen sich für traditionelle Ehe ein 
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Silver Spring, Maryland/USA, 19.05.2004 / APD
Angesichts der in verschiedenen Ländern immer lauter werdenden Forderungen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit mehr Rechten auszustatten, hat der Verwaltungsausschuss der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten erneut darauf hingewiesen, dass nach traditioneller Ansicht eine christliche Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werde. "In immer mehr Ländern gibt es Diskussionen über gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so dass dieses Thema weltweit zu einer Streitfrage wird. Die öffentliche Debatte darüber hat starke Emotionen hervorgerufen", heisst es in der Stellungnahme. "Das, was jahrhundertelang für die Ehe als Grundlage christlicher Ethik galt, wird jetzt zunehmend nicht nur durch die säkulare Gesellschaft, sondern auch innerhalb christlicher Kirchen in Frage gestellt. Deshalb betonen wir, ohne zu zögern, unseren seit langer Zeit bestehenden Standpunkt."
Der Verwaltungsausschuss verweist auf Artikel 22 der "Glaubensüberzeugungen" der Siebenten-Tags-Adventisten: "Die Ehe, von Gott im Garten Eden eingesetzt und von Jesus Christus bestätigt, soll eine lebenslange Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau in einer von Liebe erfüllten Gemeinschaft sein." Die Freikirche äussere erneut ihre Überzeugung, dass „Homosexualität ein Symptom für die durch die Sünde in dieser Welt verursachte Unordnung und Zerrüttung menschlicher Neigungen und Beziehungen ist. Obwohl jeder Mensch ein Sünder ist, glauben wir, dass durch Gottes Gnade und die Unterstützung der Glaubensgemeinschaft ein Mensch im Einklang mit den Grundsätzen des Wortes Gottes leben kann." In der Stellungnahme wird gleichzeitig betont, "dass alle Menschen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, Kinder Gottes sind". Keine Gruppe dürfe verachtet oder verhöhnt werden.
Botschafter über Werteverschiebung in Europa besorgt 
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Prag/Tschechien, 19.05.2004 / APD
Der Botschafter der Republik Südafrika in Tschechien, Dr. Noel Noa Lehoko, beklagte in einem Gespräch in Prag mit dem Kommunikationsdirektor der Euro-Afrika Abteilung der Siebenten-Tags-Adventisten, Martin Haase (Bern), die zunehmende Distanziertheit der europäischen Gesellschaft gegenüber christlichen Werten. "Wenn ich heute in einer Kirche einen Gottesdienst besuche, kommt mir das zwischenmenschliche Klima immer kälter vor", äusserte sich der Diplomat und gläubige Adventist, der sein Land seit über drei Jahren in der tschechischen Hauptstadt repräsentiert. Besonders besorgt zeigte sich der Vater von zwei Töchtern über die Verschiebung der Werte. "Ehe und Familie bedürfen des besonderen Schutzes durch den Staat und kirchlicher Einrichtungen." Der Botschafter bestellt immer wieder christliche Literatur und Musik-CD‘s, um sie an seine Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur weiterzugeben. In dem Gespräch bekannten sich Dr. Lehoko und seine Frau Edith zu ihrer christlichen Glaubensüberzeugung, die es ihnen ermögliche, leidenschaftlich für das friedvolle Zusammenleben der Völker über nationale Grenzen hinweg einzutreten.
Adventistischer Pastor flieht nach Morddrohungen 
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Nachitschewan/Aserbaidschan, 19.05.2004 / APD
Zum zweiten Mal nach 2002 sah sich ein adventistischer Geistlicher gezwungen, mit seiner Familie aus der aserbaidschanischen Stadt Nachitschewan zu fliehen. Wie der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Aserbaidschan, Pastor Ivan P. Zavrichko (Baku) mitteilte, habe der Seelsorger der dortigen Gemeinde, Khalid Babaev, Morddrohungen per Telefon erhalten und sei auch von fünf Männern, die sich als Muslime ausgaben, massiv bedroht worden, seinen Dienst sofort einzustellen. Als er die Polizei um Schutz bat, habe sie ihm erklärt, dass sie nichts für ihn tun könne. Daraufhin hätte Pastor Babaev mit Frau und Sohn die Stadt verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.
Laut Präsident Zavrichko habe es seit 2002, als die adventistische Gemeinde in Nachitschewan den Antrag auf staatliche Anerkennung stellte, die jedoch bis heute verweigert werde, immer wieder Probleme gegeben. Im Juni 2002 wurde der adventistische Pastor Vahid Nagiev mit Frau und vier Kindern aus seiner Wohnung in Nachitschewan von der Polizei wegen angeblich "terroristischer Aktivitäten" vertrieben und floh in die Landeshauptstadt Baku. Nach internationalen Protesten konnte er wieder zurückkehren und wurde einige Zeit später von Pastor Babaev abgelöst. Da die Gottesdienste im Haus des Seelsorgers stattfinden, haben die 17 verbliebenen Adventisten zurzeit keine Möglichkeit, sich dort zu versammeln. In Aserbaidschan leben über 600 erwachsen getaufte Adventisten in vier Gemeinden. 93 Prozent der 8,1 Millionen Einwohner der mittelasiatischen Republik sind Muslime. Nur fünf Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum.
Neue Blindenschule für indische Kinder 
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Hyderabad/Indien, 19.05.2004 / APD
Im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh haben die Siebenten-Tags-Adventisten eine neue Blindenschule für 300 Kinder eröffnet. Sie enthält neben Klassenräumen je ein Wohnheim für Mädchen und Jungen, eine Bibliothek, Küche mit Speisesaal, Büros, Wohnungen für Angestellte und Gäste sowie Mehrzweckräume. Bisher war die Blindenschule in einem gemieteten Gebäude untergebracht, das schon für einhundert Kinder zu klein war. In Indien leben etwa zwei Millionen erblindete Kinder, von denen nur fünf Prozent eine Schulbildung erhalten.
Myanmars Botschafter beeindruckt von Arbeit der Adventisten 
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Silver Spring, Maryland/USA, 19.05.2004 / APD
Beeindruckt zeigte sich der Botschafter von Myanmar (Burma) in den Vereinigten Staaten, U Linn Myaing, von der weltweiten Arbeit der Siebenten-Tags-Adventisten bei einem Besuch in deren Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) in Silver Spring, Maryland/USA. Generalkonferenz-Präsident Pastor Dr. Jan Paulsen betonte bei der Begegnung: "Unser Dienst umfasst ein breites Spektrum von Aktivitäten, und wir wollen eine Reihe von Werten vermitteln, die für ein Land, in dem wir arbeiten, hilfreich sein können." Der Botschafter meinte, dass sich sein Staat nach aussen öffnen wolle und dabei sei, eine repräsentative Demokratie aufzubauen. Er zeigte besonderes Interesse an dem Wirken der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, denn sein Land könne „fast alles gebrauchen“, um vorwärts zu kommen. In Myanmar leben fast 25 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 194 Ge¬meinden. Sie sind dort seit 1919 tätig und unterhalten in dem buddhistischen Land ein theologisches Seminar in Myaungmya sowie ein Verlagshaus und ein Bibelstudien-Institut in Yangon.
Religion in Russland wichtig, Kirche nicht 
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Moskau/Russland, 19.05.2004 / APD
APD Für 57 Prozent der Russen ist Religion in ihrem Leben sehr wichtig. 40 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Religion in ihrem Leben keine entscheidende Rolle spiele, drei Prozent wussten keine Antwort. Laut der Moskauer Tageszeitung "Prawda" seien Frauen und ältere Menschen am religiösesten, während für Männer und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren Religion nicht wichtig wäre. Doch für die meisten Russen habe Religion nichts mit der Kirche zu tun. Nur 36 Prozent der Befragten besuchten mindestens einmal im Jahr einen Gottesdienst, während 53 Prozent geäussert hätten, nie zur Kirche zu gehen. Das Romir Meinungsforschungsinstitut hatte Mitte März 1 630 Russen befragt.
Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Friedensau 
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Friedensau/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Die adventistische Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg war das Ziel einer eintägigen Exkursion des Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung. Die 1993 entstandene, ausseruniversitäre Einrichtung unter Leitung des Historikers und Politwissenschaftlers Professor Dr. Horst Dähn, Berlin, gab in den letzten Jahren Publikationen zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte heraus. Nachdem sich das Institut bisher mit den Kirchen in der DDR beschäftigt hatte, sollte es jetzt, angefangen bei den Adventisten, um die Freikirchen gehen.
Professoren, Geistliche aus Kirchen und Freikirchen sowie ehemalige Mitarbeiter aus Dienststellen der früheren DDR gehörten zu den rund 50 Teilnehmern der Exkursion, die vor Ort Einzelheiten über den Weg der Adventisten in der DDR, ihre Situation, Perspektiven im vereinten Deutschland und über die Theologische Hochschule mit ihren Studenten aus aller Welt erfahren konnten.
Der frühere Präsident der Freikirche in der DDR, Pastor Dr. Manfred Böttcher, referierte über die „Gratwanderung der Siebenten-Tags-Adventisten von 1945-1990“. Roland Nickel, Kanzler der Hochschule, führte die Gäste durch Friedensau. Rektor Professor Dr. Udo Worschech sprach über das Thema „Der Weg einer staatlich anerkannten Hochschule im wiedervereinigten Deutschland“. Professor Dähn dankte den Referenten für die Fülle interessanter Informationen, bei denen Probleme nicht ausgeklammert worden seien, sowie die offene Aussprache.
Universum nicht zufällig entstanden 
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Köln/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Die Annahme scheint überholt, dass das Universum ein Produkt der Evolution sei. Vor mehr als vierhundert Zuhörern erläuterte der amerikanische Luft- und Raumfahrtingenieur Dan Lazich im voll besetzen Kölner Gemeindezentrum der Siebenten-Tags-Adventisten in vier Vorträgen die Entstehung des Universums aus der Sicht der aktuellen Quantenkosmologie. "Aus wissenschaftlicher Sicht bejahen heute alle Quanten-Physiker die Existenz eines Gottes, darunter auch der bekannte Nobelpreisträger Stephen William Hawking", so Lazich. "Vor 15 Jahren war eine solche Entwicklung nicht absehbar, damals leugneten die meisten Physiker die Existenz Gottes." Die klassische Evolutionstheorie nach Darwin spiele nach Meinung des amerikanischen Wissenschaftlers in der gegenwärtigen Forschung keine Rolle mehr.
Der gebürtige Jugoslawe Lazich arbeitete nach seinem Ingenieurstudium 27 Jahre im amerikanischen Verteidigungsministerium. Als einer der höchsten zivilen Berater war er im Pentagon unter anderem als leitender Ingenieur für die Entwicklungsprojekte "Star Wars" und "SDI" (Strategic Defense Initiative) verantwortlich. Er ist technischer Berater am Advanced Technology Development, Ballistic Missiles Defence System in Washington D.C. (USA). Zurzeit beschäftigt er sich mit den theologischen Implikationen der Quantenphysik und Quantenkosmologie. Auch nach seinem Ruhestand im Jahr 2001 ist Dan Lazich ein gefragter Berater und Redner für Hochschulen und Organisationen in aller Welt. Im Anschluss an das Studienwochenende der Siebenten-Tags-Adventisten hielt Dan Lazich auf seiner Vortragsreise in Deutschland mehrere Gastvorlesungen an der Rheinischen Fachhochschule in Köln.
Ökumene
Vorerst kein Dialog zwischen Allianz und Adventisten 
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Tübingen/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Die für das letzte Jahr vorgesehenen theologischen Gespräche zwischen Vertretern der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Laut dem Vorsitzenden der Theologischen Kommission der WEA, Dr. Rolf Hille (Tübingen), hänge dies ausschliesslich mit der "ausgesprochen schwierigen finanziellen Situation" der Weltweiten Evangelischen Allianz zusammen, die es "derzeit und wohl auch in absehbarer Zukunft" nicht möglich mache, die Kommission zu subventionieren. Auch sei der für Ökumenefragen zuständige Mitarbeiter der WEA, Dr. George Vandervelde, aus Kanada durch die Gespräche mit der römisch-katholischen Kirche sehr stark ausgelastet. Das erste Treffen zwischen Theologen der Adventisten und der Allianz sollte ursprünglich im September 2001 in Glacier View, Colorado/USA, stattfinden. Es wurde auf August 2002 ins Allianzhaus des thüringischen Kurortes Bad Blankenburg verlegt. Doch auch diesen Termin musste die WEA aus personellen und finanziellen Gründen absagen und ohne konkreten Termin auf das Jahr 2003 verschieben.
Die Adventisten haben allein in den letzten zehn Jahren auf Weltebene bilaterale theologische Gespräche mit dem Lutherischen Weltbund (1994-1998), dem Ökumenischen Patriarchat in Istanbul (1996), dem Reformierten Weltbund (2001), dem Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen (1999-2003) und der Heilsarmee (2004) geführt.
Deutscher Evangelischer Kirchentag 2005 lädt zum Mitmachen ein 
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Hannover/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Zur Mitwirkung und Teilnahme am 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 25. bis 29. Mai 2005 in Hannover lädt ein 12-seitiges Faltblatt in einer Auflage von 160 000 Exemplaren ein. Interessierte Gruppen sowie Einzelne aus Kirche und Gesellschaft können sich an der Gestaltung des Programms beteiligen. Einzelheiten dazu sind im Internet unter http://www.kirchentag.de/mitwirken zu finden. Wer auf dem "Markt der Möglichkeiten" oder mit künstlerischen Beiträgen dabei sein will, sollte sich bis zum 31. Juli 2004 bewerben. Der Kirchentag 2005 steht unter dem Leitwort "Wenn dein Kind dich morgen fragt ...".
Adventistische Stellungnahmen und Dokumente im Internet 
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Ostfildern/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Auf der Internetseite www.adventisten.info sind offizielle Stellungnahmen und Dokumente zu finden, die von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland veröffentlich wurden. Dort gibt es unter anderem Stellungnahmen zu "charismatischen" Auffassungen und Phänomenen sowie zum Irakkrieg und Berichte über internationale bilaterale Gespräche mit dem Lutherischen und Reformierten Weltbund.
ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch
Keine ausländischen ADRA-Mitarbeiter mehr im Irak 
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Weiterstadt/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat zurzeit keine internationalen Mitarbeiter mehr im Irak. Wie der Abteilungsleiter für Humanitäre Soforthilfe von ADRA Deutschland, Mike Perekrestenko (Weiterstadt), mitteilte, wurde der Direktor von ADRA Irak, der US-Amerikaner Tom Benton, bereits vor zwei Monaten aus Bagdad abgezogen. Er ist gegenwärtig für die ADRA-Hilfe in der vom Erdbeben zerstörten iranischen Stadt Bam zuständig.
Auch im Gebiet von Ninive und Tel Afar im Nordirak sind nur noch einheimische Partnerorganisationen tätig. Dort hat ADRA die Versorgung von drei Krankenhäusern und etwa 40 Kliniken mit Medikamenten und medizinischem Bedarf übernommen. Ein weiterer Transport von Hilfsgütern aus der Türkei komme nach Perekrestenko erst in Frage, wenn die Sicherheit in diesem Gebiet wieder gewährleistet sei. Ausländische Helfer würden von vielen Einheimischen als Besatzer oder zumindest als Teil von Besatzungsmächten angesehen. Ihr humanitärer Einsatz gelte als Trick, um das Vertrauen der Iraker zu gewinnen. Das mache die Arbeit für die unparteiisch arbeitenden Organisationen schwer und gegenwärtig fast unmöglich.
Sicherheitslage in Afghanistan kritisch 
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Weiterstadt/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Die Sicherheitslage in Afghanistan sei für Ausländer kritisch, teilte der Direktor der Adventistischen Entwicklungs-und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, Erich Lischek, mit. Immer wieder komme es vor, dass ADRA-Mitarbeiter notwendige Projektreisen im Lande nicht mehr unternehmen könnten. Gewisse Gegenden, in denen die Taliban das Sagen hätten, müssten gemieden werden; so etwa Gardez, 140 Kilometer südöstlich von Kabul, wo eine Seifensiederei entstanden sei, die besonders verwitweten Frauen ein Einkommen ermöglicht habe.
Andere Projekte seien nach wie vor erfolgreich. So hätten gerade 60 Frauen und junge Mädchen, "die in der Zeit des Taliban-Regimes keine Chance zum Schulbesuch hatten", in Kohistan ihre Ausbildung abgeschlossen. "Drei Monate lang paukten sie Lesen, Schreiben, Rechnen, Geographie und Gesundheitsfragen. " Das gewonnene Wissen komme nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Familien und Eltern zugute. In Kapisa, nördlich von Kabul, lernten, laut Lischek, allein stehende Frauen mit Kindern, wie man Geflügel züchte und welche Gesundheits- und Hygienefragen beachtet werden müssten. "Als Startkapital erhielt jede Frau 25 weibliche und fünf männliche Küken zum Aufbau einer Geflügelzucht, um durch den Eierverkauf ein eigenes Einkommen zu erzielen. " In Kabul selbst bilde ADRA Frauen in verschiedenen Handwerkszweigen aus. Ergänzt werde die Ausbildung durch Schulungen in Ernährungs- und Gesundheitsfragen und durch einen Fortführungskurs in Lesen, Schreiben, Rechnen und Erdkunde.
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat seit 1997 von den angrenzenden Ländern Pakistan, Usbekistan, Tadschikistan und den Iran Hilfsgüter nach Afghanistan gebracht. Im Februar 2002 eröffnete ADRA in Kabul ein Büro und wurde im Mai des gleichen Jahres als internationales Hilfswerk bei der afghanischen Regierung registriert. Im Jahr 2002 ging es vor allem um Winterhilfe für die Not leidende Bevölkerung mit Decken, Matratzen und Öfen sowie um den Wiederaufbau von Schulen und Ausbildungsprogrammen für Ärzte in Notfallmedizin und englischer Sprache. Dafür wurden insgesamt zwei Millionen Euro aufgewandt.
Im letzten Jahr lagen die Schwerpunkte beim Wiederaufbau von Häusern für Rückkehrer, Ausbildungsprogrammen für Frauen, Ausbildung von Kindergärtnerinnen, Blindenschule für Kinder, handwerklicher Ausbildung für Waisenkinder und Wiedererschliessung von Agrarland, das mehr als 20 Jahren wegen der Kriegswirren brach lag, Winternothilfe in drei Provinzen und einem Gesundheitsprojekt für zwei Distrikte in der Bamyan Provinz. Dort sollen insgesamt elf Kliniken aufgebaut werden. Die Internationale Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) stellte umgerechnet rund 1,57 Millionen Euro für das auf zweieinhalb Jahre Dauer angelegte Projekt zur Verfügung.
Im letzten Jahr betrug die ADRA-Hilfe etwa 1,25 Millionen Euro. 2002 und 2003 wurden insgesamt 49 Projekte durchgeführt. Bisher war ADRA in 17 von 32 Provinzen Afghanistans tätig. In diesem Jahr geht es um den Aufbau einer Landwirtschaftsschule, Trinkwasserversorgung, Bewässerungskanäle und Ausbildung von Frauen. Für ADRA sind zurzeit zwischen zwölf bis 15 ausländische Mitarbeiter in Afghanistan tätig.
Statt Kinderpatenschaften zielgerichtete Projekte 
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Weiterstadt/Deutschland, 19.05.2004 / APD
Auch künftig wird die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland keine Kinderpatenschaften in der dritten Welt anbieten. Wie ADRA-Direktor Erich Lischek (Weiterstadt) mitteilte, sei der Wunsch, einem bestimmten Kind mit Namen und Anschrift durch regelmässige monatliche Zahlungen direkt zu helfen, verständlich. Er halte jedoch sinnvoll abgestimmte Programme, die eine Gruppe von Kindern in ihrem Dorf, ihrer Schule, ihrem Kinderheim oder ihrem Internat unterstütze, für besser. Dadurch lernten Kinder gemeinsam leben, lernen und spielen.
Würde man dagegen aus einer solchen Gemeinschaft ein Kind herausnehmen und ihm einen Paten zuordnen, ergäbe sich eine Ungleichbehandlung mit bedenklichen Folgen für das geförderte Kind und seine soziale Einbindung. Mit ihrer Arbeit wolle ADRA nicht die Isolierung des einen und den Neid der anderen, sondern die Fähigkeit, gemeinsam zu lernen und zu leben fördern. Bei einer namentlichen Auswahl müsse sich ein Hilfswerk für ein ganz bestimmtes Kind entscheiden. Doch mit welchem Recht werde gerade dieses gefördert und nicht ein anderes?
Gut meinende Pateneltern hätten oft mehr getan als eigentlich notwendig. Sie schickten Geldbeträge auch zu Ostern, Weihnachten und zum Geburtstag, ohne zu ahnen, dass sie mit diesen scheinbar kleinen Summen ganze Familien ernährten, so dass diese nicht mehr zur Arbeit gingen. Natürlich wäre es schön, so Lischek, mit einem Kind in persönlichen oder zumindest schriftlichen Kontakt zu treten; doch die Gefahr, eine "Generation der Bittsteller" zu erziehen, sollte jeden nachdenklich stimmen.
Gerade ältere Kinder hätten kaum eine Chance, einen Paten zu finden. Dabei benötigten sie, wenn es um die berufliche Ausbildung gehe, finanzielle Unterstützung. Übersehen werden sollte auch nicht, dass die Durchführung einer namentlichen Patenschaft verwaltungsmässig sehr aufwendig und damit teuer sei. Mit ihrem Kinderhilfsfonds wolle ADRA durch zielgerichtete Projekte Kindern aus ihrer Not helfen.
Nordkorea: Biogas auch im kalten Winter 
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Lentigny FR, 19.05.2004 / APD
Eine Biogas-Anlage hat ein Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in Nordkorea entwickelt, die auch bei extremen Minustemperaturen ohne zusätzliche Energiezuführung den Fäulnisprozess aufrechterhält. Wie der Geschäftsführer von ADRA-Schweiz, Herbert Bodenmann (Lentigny FR), nach seiner Rückkehr aus dem kommunistischen Land berichtete, solle die Anlage in Zusammenarbeit mit der Universität Pjöngjang in einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft getestet werden. Das Gas werde aus der Gülle von 7 000 Schweinen gewonnen, die bisher ungenutzt versickere.
ADRA Schweiz ist seit 1999 in Nordkorea tätig. In der nordkoreanischen Hauptstadt entstand eine Grossbäckerei, die täglich 41 000 Brötchen für Kinder herstellt. In Nampo wurde Anfang des Jahres ein Waisenhaus fertig gestellt, ebenso eines in Sariwon und ein Kinderkrankenhaus, in dem ebenfalls eine Biogas-Anlage installiert werden soll. Neu ist auch die Herstellung von Vollkornbiskuits zur besseren Ernährung von Kindern im Norden des Landes.
Hilfe für Strassenkinder in Peru 
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Watford/Grossbritannien, 19.05.2004 / APD
Einen Zuschuss von umgerechnet 790 000 Euro erhielt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Grossbritannien für Strassenkinder der peruanischen Hauptstadt Lima vom britischen Ministerium für Internationale Entwicklung. In einem Pilotprojekt kümmert sich ADRA Grossbritannien bereits mit acht Psychiatern, 14 Sozialarbeitern und Krankenschwestern in Lima um Mädchen und Jungen, die auf der Strasse leben. Die Arbeit soll ausgeweitet werden, so dass in den nächsten drei Jahren etwa 7 000 von ihnen Hilfe erhalten.
Kühe für Flüchtlingsfamilien in Serbien 
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Wien/Österreich, 19.05.2004 / APD
Mitte letzten Jahres hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich mit einem Kuhprojekt in Serbien begonnen. Zehn Flüchtlingsfamilien erhielten je ein Kuh und konnten durch die Milch ihre Lebenssituation verbessern. Das erste Kalb das geboren wird, erhält eine weitere Flüchtlingsfamilie. So vermehrt sich die ADRA-Kuhherde in Serbien laufend. In diesem Jahr sollen weitere Flüchtlinge in das Projekt aufgenommen werden.
Trinkwasserbrunnen für Indios 
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Watford/Grossbritannien, 19.05.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Grossbritannien will den Indios in der Ucayali Region im Nordosten Perus helfen. In den nächsten beiden Jahren sollen 200 Trinkwasserbrunnen gebohrt und die einheimischen Bauern in besseren Anbaumethoden unterwiesen werden. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt mit fast einer Million Euro. Ausserdem kümmert sich ADRA Grossbritannien in Lima mit acht Psychiatern, 14 Sozialarbeitern und Krankenschwestern um Strassenkinder, von denen es etwa 12 000 in der peruanischen Hauptstadt gibt.
Krankenhausbetten in die Ukraine 
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Wien/Österreich, 19.05.2004 / APD
An drei Krankenhäuser in der Ukraine konnte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Österreich 60 Betten, Matratzen, Verbandsmaterial und Kleidung übergeben. Weitere 400 Kartons mit Kleidung gingen an bedürftige Familien.
Studiengang für Internationalen Entwicklungsdienst 
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Florenz/Italien, 19.05.2004 / APD
Den Magister für Internationalen Entwicklungsdienst (Master of International Development Programms) können Interessenten am adventistischen Theologischen Seminar „Villa Aurora“ in Florenz erwerben. Das Ausbildungsangebot richtet sich besonders an Personen, die für gemeinnützige Organisationen und nichtstaatliche Einrichtungen in Entwicklungsländern tätig sind. Voraussetzung für das Aufbaustudium ist ein amerikanischer Bachelor-Abschluss oder ein vergleichbarer akademischer Grad. Das nebenberufliche vierjährige Studium ist in Präsenzblöcke am Theologischen Seminar sowie in Forschungsarbeit und Praktika aufgeteilt. Der Studiengang wird gemeinsam von der Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, und der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA angeboten. Weitere Informationen sind im Internet unter www.villaaurora.it/idp erhältlich.
Klassenräume in Mali saniert 
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Bamako/Mali, 19.05.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat in Mali drei Klassenräume der Binguebougou Grundschule saniert und neun Schulen im Kolokani Distrikt mit Matten und Bänken ausgestattet. In den Dörfern N‘Goyéé und Togo (Segou) wurden Brunnen gebohrt, um Schülerinnen und Schüler mit sauberem Trinkwasser zu versorgen und den Gemüsegarten der Schule zu bewässern. Über 1 400 Kindern kommen diese Massnahmen zugute.
Vietnam: Informationen über Vogelgrippe 
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Hanoi/Vietnam, 19.05.2004 / APD
Fünftausend Exemplare mit Informationen über die Vogelgrippe will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in der vietnamesischen Ha Tay Provinz verteilen. Ausserdem sollen Bauern und Tierärzte Desinfektionsmittel, Handschuhe, Gesichtsmasken und Schutzkleidung erhalten.
Religion + Staat
Beziehungen der Christen zum Staat Israel "schlecht wie nie" 
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Jerusalem/Israel, 19.05.2004 / APD
Christliche Organisationen aus den USA haben die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und den Christen als "so schlecht wie niemals zuvor" bezeichnet, meldet die Katholische Nachrichtenagentur "Kathpress". Fünfzig katholische und protestantische Organisationen schickten Anfang Mai einen gemeinsamen Brief an US-Präsident George Bush, aus dem die israelische Tageszeitung "Haaretz" kürzlich zitierte.
Sie beklagen darin vor allem die Weigerung des israelischen Innenministeriums, Mitarbeitern christlicher Institutionen Aufenthaltsgenehmigungen zu erteilen. Dies habe bereits zu personellen Engpässen geführt. Viele christliche Einrichtungen erfüllen soziale Aufgaben an Bedürftigen in Israel und in den palästinensischen Gebieten. Auch verurteilen die christlichen Organisationen die Errichtung der umstrittenen "Mauer" zwischen Jerusalem und Bethlehem. Heilige Stätten und christliche Gemeinden würden so "auseinander gerissen". Israel errichtet zwischen Jerusalem und Bethlehem einen "Sicherheitszaun", der in bewohnten Gebieten wie in Abu Dis und in Bethlehem zu einer meterhohen Mauer ausgebaut ist.
Als ein Grund für die Verschlechterung der Beziehungen wird in dem Schreiben die Auflösung des Religionsministeriums und seiner "christlichen Abteilung" genannt. Diese Abteilung habe die christlichen Gruppen genau gekannt und so "mit Feingefühl" die entsprechenden Empfehlungen an die Visa-Behörde weitergeben können. Besonders bei den Evangelikalen täten sich die israelischen Behörden heute schwer, zwischen "Geistlichen" und anderen Mitarbeitern zu unterscheiden. Bei den Katholiken gibt es dem Dokument zufolge ein Problem mit Priestern aus dem Libanon, aus Syrien und anderen arabischen Ländern. Diese stellten aus Sicht Israels ein "Sicherheitsproblem" dar und seien bei der Einreise oft in erniedrigender Weise überprüft worden. Weil ihre Anträge vom Geheimdienst überprüft werden, gibt es Verzögerungen, wie auch eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte.
Der wachsende internationale Druck auf Israel zeigt unterdessen offenbar Wirkung. Premierminister Ariel Sharon ordnete die Bildung eines inter-ministeriellen Ausschusses an, um die Probleme der Christen umgehend zu lösen. Nach einem Treffen mit Abgeordneten, die sich für die Belange der Christen einsetzen, beschloss das Innenministerium zudem, die Herabstufung evangelischer Geistlicher von so genannten A3-Aufenthaltsgenehmigungen auf "B"-Visa zurückzunehmen.
Medien
75 Jahre adventistische Radiomission in den USA 
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Simi Valley, Kalifornien/USA, 19.05.2004 / APD
Auch wenn die erste adventistische Rundfunkstation am 29. April 1923 den Betrieb in Berrien Springs, Michigan/USA aufnahm, geht die Radioarbeit der Siebenten-Tags-Adventisten doch hauptsächlich auf den Evangelisten Harold Marshall Sylvester Richards (1894-1985) zurück. Am 19. Oktober 1929 wurde seine erste Sendung von KNX Los Angeles ausgestrahlt. Ab 1930 übertrug eine dortige Station seine Ansprachen kostenlos teilweise direkt aus dem Vortragssaal. 1932 und 1933 kaufte Pastor Richards erstmals Sendezeit für 13 halbstündige Programme bei KGER Long Beach in Kalifornien. Die dafür benötigten 200 Dollar erhielt er trotz Wirtschaftskrise durch Spenden. 1937 bekam die Sendereihe mit "Voice of Prophecy" ihren endgültigen Namen. H.M.S. Richards jun. erläuterte später die Entscheidung seines Vaters: "Manche Leute dachten vielleicht, mein Vater beanspruchte, selber ein Prophet zu sein, weil er die Bezeichnung 'Voice of Prophecy' wählte. Aber er wollte nur die biblische Prophetie betonen. "
Am 4. Januar 1942 wurde die "Voice of Prophecy" in den USA erstmals von Küste zu Küste ausgestrahlt. Heute sind ihre Sendungen in Nordamerika über rund 450 Radiostationen täglich oder wöchentlich zu hören. Die Rundfunkmission mit Chefsprecher Lonnie Melashenko hat ihren Sitz im adventistischen Medienzentrum in Simi Valley, Kalifornien. Das 75-jährige Jubiläum der "Voice of Prophecy" wird am 27. März im adventistischen Union College in Lincoln, Nebraska/USA, begangen.
Der Zweite Weltkrieg brachte den Schritt ins Ausland. Am 18. Oktober 1942 wurde erstmals die "Voice of Prophecy" ausserhalb der USA in Panama ausgestrahlt. Am 4. April 1943 begannen Sendungen in Spanisch und Portugiesisch für Lateinamerika. Die Radiomission dehnte sich im Juni 1943 nach Südafrika, im November 1943 nach Australien, im Juli 1946 auf die Philippinen und 1950 nach Südasien aus. Nach der Idee des Radiopioniers H.M.S. Richards begann 1948 unter dem Namen "Stimme der Hoffnung" die Rundfunkarbeit der Siebenten-Tags-Adventisten auch in Deutschland. Zurzeit strahlen weltweit 5 274 Radiostationen mindestens einmal wöchentlich eine adventistische Sendung in 55 Sprachen aus. 1942 begann die "Voice of Prophecy" kostenlose Studienbriefe zur Heiligen Schrift anzubieten. Heute gibt es diese Bibelkurse in 66 Sprachen, die weltweit von 127 Studieninstituten angeboten werden.
Adventistisches Fernsehen nicht um jeden Preis 
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Prag/Tschechien, 19.05.2004 / APD
Die Nutzung des über Satellit ausgestrahlten neuen adventistischen Fernsehkanals "Hope Channel" stand im Mittelpunkt der Beratungen, zu denen sich Abteilungsleiter für Kommunikation der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei, Spanien und Portugal in Prag trafen. John Banks (Silver Spring, Maryland/USA), Medien- Direktor der Weltkirchenleitung der Adventisten, erläuterte die technischen Möglichkeiten von Adventist Television Network (ATN) mit dem "Hope Channel" und die damit verbundenen Herausforderungen für die Freikirche in den einzelnen Ländern.
Wie Banks erklärte, sei ATN bereit, mit einem attraktiven „Fenster für Europa“ die Fernsehzuschauer auf dem alten Kontinent direkt anzusprechen. Dazu müssten jedoch von den dortigen adventistischen Medieneinrichtungen neue, religiöse Fernsehformate entwickelt, finanziert und produziert werden. Neben den "europakompatiblen" Verkündigungsprogrammen sollten auch so genannte "berichterstattende Programme" produziert werden. Diese könnten dann ins Sendeangebot des "Hope Channel" aufgenommen werden. Über den Satelliten Hotbird 2 strahle "Hope Channel" eigene Programme für Europa und Afrika aus. Zurzeit würden über diesen Kanal Serien aus der britischen LIFE-development-Produktion übertragen, die sich an säkulare TV-Zuschauer wende.
Bis Mitte 2004 sollen die Verantwortlichen prüfen, ob eigene Produktionen sinnvoll und finanziell realisierbar seien. Gleichzeitig müsse geklärt werden, wie adventistische Fernsehprogramme kostengünstig in die nationalen Fernsehkanäle eingespeist werden könnten. Ein Fernsehprogramm, das nur für adventistische Zuschauer produziert werde, lehnten die Teilnehmer ab. Auch das Vorhaben, in den USA produzierte evangelistische Fernsehserien und Verkündigungssendungen mit Predigten und Andachten in europäische Sprachen zu übersetzen, stiess auf wenig Zustimmung. Die kulturellen Unterschiede seien zu gross.
Die Kommunikations-Abteilungsleiter präsentierten in ihren Berichten in Prag das Leistungsspektrum ihrer Arbeit. In Spanien verfügen die Adventisten über 29 lokale Radiostationen und haben in Sagunto ein modernes Zentrum für Multimedia-Produktionen errichtet. Die Freikirche in Tschechien und der Slowakei verzeichnet steigende Hörerzahlen für ihr Internetradio. Im Herbst 2004 werde mit einem Filmprojekt über Marta und Maria begonnen. Auch in Österreich nimmt das Interesse am Internet ständig zu. Dazu Christian Vogel, Leiter der Kommunikationsabteilung: "Wir bieten regelmässig Schulungen für Webmaster an, um sie mit der Technik und den inhaltlichen Anforderungen vertraut zu machen." Die traditionell starke adventistische Radiopräsenz in der Alpenrepublik könne daher relativ schnell mit dem Onlinemedium verknüpft werden. In Portugal haben die Siebenten-Tags-Adventisten einen festen Sendeplatz im staatlichen Fernsehen. "Unsere Sendungen produzieren wir in den Studios des staatlichen Fernsehens", so Artur Machado, Abteilungsleiter für Kommunikation. Die Schweizer Adventisten waren in Prag durch Christian B. Schäffler, Kommunikationsleiter der deutschschweizerischen Vereinigung vertreten.
Martin Haase (Bern), Kommunikationsdirektor der Euro-Afrika Abteilung der Weltkirchenleitung, informierte über Ausbaupläne für das adventistische Medienzentrum "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, deren Verwirklichung auch davon abhänge, ob in Zukunft adventistische Fernsehsendungen für Europa zentral in Deutschland oder wie bisher dezentral in den einzelnen Ländern produziert würden.
Der PC wünscht einen "Guten Morgen!" 
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Prag/Tschechien, 19.05.2004 / APD
"Gut gelaunt kann jeder den Tag beginnen, der sich morgens unsere Homepage anschaut", behauptet Edvard Miskej, Redakteur der neuen tschechischen Guten-Morgen-Webseite der Siebenten-Tags-Adventisten, die seit dem 1. April im Internet unter www.dobrejitro.cz zu finden ist. Das heitere Angebot des Prager Studios von Adventist World Radio (AWR) präsentiert täglich eine neue Fotografie, die in zwei Auflösungen auf den eigenen Rechner geladen oder per E-Mail an Freunde verschickt werden kann. Im webeigenen Archiv gibt es weitere, nach Datum und Themen sortierte Bilder.
Die Homepage enthält nicht nur Fotos. Zitate berühmter Personen, Kurzgeschichten und Feuilletons laden zum Stöbern ein. Ein täglich neues Bibelwort rundet das Angebot ab. Sämtliche Dienste sind kostenfrei. Die veröffentlichten Fotografien dürfen für private Zwecke verwendet werden. Eine anderweitige Nutzung ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet. Das AWR -Studio ist eine Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten in der Tschechischen Republik. Neben christlichen Audio- und Videoaufnahmen liegt der Schwerpunkt auf der Gestaltung von Internet-Seiten. Das christliche "AWRadio" zählt zu den bekanntesten tschechischen Internetradios.
Im Brennpunkt
Weltmissionskonferenz 2005 in Athen: Grösste christliche Missionstagung über Heilung und Versöhnung 
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Grundsatzkontroverse über Weltmission noch nicht überwunden
In einem Jahr, vom 9. bis 15. Mai 2005, findet in der griechischen Hauptstadt Athen die 13. Weltmissionskonferenz statt, zu der Teilnehmende aus der ganzen Welt erwartet werden. Vorbereitet wird die Tagung von der Kommission des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) für Weltmission und Evangelisation, mit Sitz in Genf. Gastgeberin der Konferenz ist die Apostolisch Orthodoxe Kirche Griechenlands. Der Leiter der Gastgeberkirche, Erzbischof von Athen und Primas von ganz Griechenland, Christódoulos, begrüsste es, dass die Weltmissionskonferenz erstmals in einem Land stattfinden wird, in dem die orthodoxe Kirche mehrheitlich vertreten ist.
Unter dem Motto und Bittruf "Komm, Heiliger Geist, heile und versöhne" werden sich 500 kirchliche Delegierte mit dem nach wie vor kontroversen theologischen Verständnis des Sendungsauftrags Christi, der "Mission", der Kommunikation des Evangeliums, als Heilung und Versöhnung und sowie der Rolle des Heiligen Geistes bei der Umsetzung des neutestamentlichen Missionsbefehls (Missio Dei) beschäftigen.
Die Tagung wird am 15. Mai 2005 mit einem Aussendungsgottesdienst auf dem Areopag abgeschlossen, wo Paulus den Athenern predigte und diejenigen, die an verschiedene Götter glaubten, aufrief, Gott zu suchen (Apg 17, 27).
Mit den zwei Begriffen "heile" und "versöhne" im Konferenzthema umschreibt der ÖRK das, was nach seiner Sicht heute wesentlich zur Mission gehört: Versöhnung und Heilung. Diese Begriffe weisen auf die Zielsetzung von Gottes Mission hin, beschreiben die entscheidenden Merkmale von Leben und Werk Jesu Christi und bringen die Hoffnung auf Frieden und Vergebung am Ende der Zeiten zum Ausdruck. Die Kirchen streben Versöhnung an und setzen dabei ihr Vertrauen in die Gegenwart und Kraft des heilenden Geistes Gottes. Das Motto der Konferenz erinnert gleichzeitig daran, "dass die Mission nicht unser, sondern Gottes ist; Gott, der Heilige Geist, ist unter uns gegenwärtig; er ist in der Kirche und in der Welt am Werk, " betont Kommission des ÖRK für Weltmission und Evangelisation.
Die Kommission definiert die spezifischen Zielsetzungen der Konferenz in sieben Punkten: 1) den Teilnehmenden neue Perspektiven, Energie, Mittel und Methoden zu vermitteln, damit sie den ganzheitlichen Missionsauftrag wieder mit Leben erfüllen können. 2) der Konferenz die Möglichkeit zu geben, eine lebendige Gemeinschaft der Versöhnung und der Heilung zu werden. 3) Heilung und Versöhnung zu erfahren, die Menschen verwandeln. 4) geschützte/heilige Räume bereitzustellen, wo Gedanken, Theorien und Geschichten ausgetauscht werden können und wo Dialog stattfinden kann. 5) danach zu streben, Zeichen der Versöhnung und Heilung unter den Kirchen zu sein. 6) unsere Einheit in Christus und unsere Vielfalt, die Gott uns geschenkt hat, zu feiern. 7) den Teilnehmenden zu helfen, Versöhnung und Heilung in ihre Kirchen, Gemeinschaften und Kontexte zu bringen und dort als Multiplikatoren zu wirken.
Dem Ökumenischen Rat der Kirchen gehören mehr als 340 Kirchen, Denominationen und Gemeinschaften orthodoxer, anglikanischer, reformatorischer, freikirchlicher und pfingstlicher Tradition in über 100 Ländern an. Ausserhalb des Weltkirchenrates stehen die römisch-katholische Kirche (mit nahezu 1 Milliarde Mitgliedern) und die christliche Weltgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (mit über 25 Millionen Gläubigen). Diese unterhalten jedoch auf verschiedenen Arbeitsfeldern Beziehungen zum ÖRK.
Rund 25% der Konferenzteilnehmenden in Athen werden aus evangelikaler, pfingstkirchlicher und römisch-katholischer Tradition kommen. Die Diskussionen werden also auch den wachsenden Einfluss dieser Konfessionen auf die christliche Mission reflektieren. Die Tagung wird sich zudem mit der Tatsache beschäftigen, dass die missionarische Bewegung heute weitgehend von Süden nach Norden verläuft.
Die Missionskonferenz 2005 fällt auch mit der Halbzeit der vom ÖRK proklamierten "Dekade zur Überwindung von Gewalt" (2001-2010) zusammen. Die Teilnehmenden werden sich daher auch Themen der Dekade widmen und Fragen nach Gebrauch, Missbrauch und falschem Gebrauch von Macht sowie nach religiöser Identität und Pluralität zur Sprache bringen. Der ÖRK ruft mit dieser "Dekade" alle Kirchen, ökumenischen Organisationen und alle Menschen guten Willens dazu auf, sich gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung auf lokaler, regionaler und weltweiter Ebene einzusetzen.
"In unserer globalisierten und bruchstückhaften Welt voller Spaltungen und Konflikte ist die Botschaft des Evangeliums von Heilung und Versöhnung lebenswichtig", erklärte die britische Baptistenpredigerin Ruth Anne Bottoms, die den Vorsitz der ÖRK-Kommission für Weltmission und Evangelisation und des Planungsausschusses für die Konferenz führt.
Die Tradition der Weltmissionskonferenzen geht auf die erste Konferenz 1910 in Edinburgh zurück, die das Fundament für die Gründung des Internationalen Missionsrats legte, der sich 1961 mit dem ÖRK zusammenschloss.
Bei der ersten Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910 standen noch nicht Grundsatzfragen der Missionstheologie auf der Tagesordnung, sondern praktische Fragen der Zusammenarbeit bei der Evangelisierung in Wort und Tat (Erziehung, Gesundheit usw.). Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Zerbrechen der Synthese von Christentum und westlicher Kultur deutlich. Es kam zwangsläufig zu heftiger Kritik an der so genannten "Westmission". Ein trinitarisches Missionsverständnis konnte die "Westmission" überwinden helfen, bescherte jedoch neue, bis heute nicht ausgestandene Grundsatzkontroversen über die "Weltmission". Der Wandel von der West- zur Weltmission brachte die Weltmissionskonferenz in Mexiko-Stadt 1963 mit der Formel "Mission in sechs Kontinenten" zum Ausdruck. Damit war nicht bloss eine geografische oder kirchlich-strukturelle Sache gemeint. Es verbanden sich damit grundlegende Probleme, die seit Anfang der 50er Jahre zu neuen missionarischen Konzeptionen für den "Welt"-Auftrag der Kirchen geführt hatten.
Seit Jahrzehnten gibt es zwei missionstheologische Modelle: das "heilsgeschichtliche", das bei der Sendung in die Welt den einzelnen Christen und die Kirche im Blick hat (Gott – Kirche – Welt), und das "verheissungsgeschichtliche", das die Welt als Ziel des umformenden Heilshandelns Gottes in den Blick nimmt, wobei die Christen und die Kirche Funktionsträger der Sendung Gottes in der Geschichte sind (Gott .- Welt – Kirche). Die traditionelle evangelische wie katholische Missionstheologie ist "heilsgeschichtlich" geprägt: Zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft Christi geht es darum, die Herrschaft Christi durch Bekehrung einzelner Menschen zum Glauben sowie durch Pflanzung und Wachstum der Kirche in aller Welt aufzurichten.
Die "verheissungsgeschichtliche" Theologie prägte in den sechziger Jahren die ÖRK-Studie über die missionarische Struktur der Gemeinde und fand auch Eingang in einigen Missionstexten der ÖRK-Vollversammlung 1968 in Uppsala und 1975 in Nairobi sowie bei der Weltmissionskonferenz in Bangkok 1972/73, was einen erbitterten Widerstand der Evangelikalen hervorrief.
In der römisch-katholischen Kirche hat das "verheissungsgeschichtliche" Missionskonzept vor allem in der so genannten Dritten Welt, insbesondere in Lateinamerika, Fuss gefasst.
Im protestantischen Raum haben die beiden missionstheologischen Modelle seit Mitte der sechziger Jahre zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen "Evangelikalen" und "Ökumenikern" (gemeint sind Vertreter des ÖRK-Missionskonzepts) geführt. Die beiden gebräuchlich gewordenen Sammelbegriffe "Evangelikale" und "Ökumeniker" sind jedoch irreführend. Die heilsgeschichtliche Missionslinie wird nämlich nicht nur von evangelikalen Christen, sondern auch von zahlreichen Evangelischen und Orthodoxen vertreten. Und wenn in evangelikalen Kreisen "ökumenisch" als Sammelbezeichnung für ein verweltlichtes Heils- Missions- und Kirchenverständnis verwendet wird, so ist das ungerecht gegenüber den Ökumenikern, die auch beim ÖRK durchaus das skizzierte heilsgeschichtliche Missionsverständnis vertreten.
Die letzte ÖRK-Missionskonferenz des 20. Jahrhunderts fand 1996 in Salvador da Bahía (Brasilien) statt und war hauptsächlich der Beziehung zwischen Evangelium und Kulturen gewidmet. Aufgrund der weltpolitischen Umwälzungen 1989 und des zunehmenden Einflusses kultureller und ethnischer Identitäten auf gewalttätige Konflikte war es notwendig geworden, das Thema Kultur in missionstheologischer Perspektive neu zu untersuchen. Es wurde an das Gebot des Evangeliums erinnert, die Bekräftigung der eigenen kulturellen Identität mit der Offenheit gegenüber anderen Identitäten zu verbinden. In Salvador da Bahía wurde durch den ÖRK zudem die Ablehnung des Proselytismus und die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit in Mission und gemeinsamem Zeugnis bekräftigt. Auf der Basis des ÖRK-Studiendokuments "Die Herausforderung des Proselytismus und die Berufung zu gemeinsamem Zeugnis“ empfahl der Weltkirchenrat 1997 seinen Mitgliedskirchen einen "Aufruf zu verantwortlichen Beziehungen in der Mission und einer Absage an Proselytismus" zur Umsetzung, mit dem Ziel die "Proselytisierenden" mit den "Proselytisierten" im Dialog zusammenzubringen, unter Einbezug "evangelikaler, pfingstlerischer und charismatischer Bewegungen," ausserhalb der ÖRK-Mitgliedskirchen.
Proselytismus wird heute im ökumenischen Kontext definiert als die Aufforderung an Christen, die einer Kirche angehören, ihre konfessionelle Zugehörigkeit zu wechseln, wobei Mittel und Wege angewendet werden, die "dem Geist der christlichen Liebe widersprechen, die Freiheit des menschlichen Individuums verletzen und das Verrauen in das christliche Zeugnis der Kirche schmälern".
Nach Ansicht des ÖRK erfordere die Entwicklung von verantwortlichen Beziehungen in der Mission, die ein authentisches, gemeinsames christliches Zeugnis fördern und Proselytismus vermeiden, einen fortgesetzten Dialog.
Auf der Konferenz in Athen wird es sicherlich zu einer weiteren missionstheologischen Standortbestimmung kommen. Zwischen den verschiedenen theologischen Positionen ist der Spannungsbogen inzwischen ähnlich weit wie in den Kirchen und Gemeinden, in denen manche Christen heute gar nichts mehr mit "Mission" anfangen können, andere dagegen im missionarischen "neu anfangen" die Chance sehen, die Kirche zu neuem Leben zu erwecken.
Christian B. Schäffler
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APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

