APD-INFORMATIONEN 4/2004

Schweiz

Advent-Verlag feiert 75jähriges Bestehen uparrowprint druckenemail versenden

Zürich, 28.06.2004 / APD

Am ersten Juni-Wochenende feierte der freikirchliche "Advent-Verlag" in Krattigen (BE) sein 75jähriges Jubiläum. Rund 600 Gäste, darunter Behördenvertreter, Autoren, Geschäftspartner und Freunde, folgten der Einladung des Verlags zur Jubiläumsfeier ins Berner Oberland.

Das adventistische Verlagshaus wurde 1929 als "Advent-Verlag Zürich" durch die deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche mit dem Ziel gegründet, "Bücher und Zeitschriften, welche die christlichen Werte (der Freikirche) lebensnah und praktisch präsentieren, herzustellen und zu verbreiten". Der Verlagsbetrieb expandierte in den fünfziger und sechziger Jahren so, dass die Raumverhältnisse in Zürich zu eng wurden. 1966 übersiedelte man in einen Verlagsneubau in Krattigen. Der Verwaltungssitz blieb in Zürich und der Betrieb in Krattigen erhielt den Namen "Advent-Verlag Zürich, Zweigstelle Krattigen."

Seit der Gründung standen beim Sortiment die pädagogische Kinderliteratur sowie Bücher und Zeitschriften zur Familien- und Gesundheitsförderung im Vordergrund. Zu den Bestsellern zählen auch heute Kinderbücher: Kleine Geschichten für kleine Leute (Auflage 600 000); Nickis Abenteuer (Gesundheitsprävention) und Meine Geschichtenkiste (3. Auflage) sowie Kinderbibeln: Die Bibel den Kindern erzählt; Meine Lieblingsgeschichten aus der Bibel und Menschen in Gottes Hand. Die bekanntesten Periodika sind: Leben und Gesundheit (Monatsmagazin seit 1929 ohne Unterbruch, auch während der schwierigen Kriegsjahre) und das neue TOP-LIFE Magazin- ein christliches Quartalsmagazin.

Heute umfasst das Verlagssortiment Eigen- und Fremdproduktionen aus den Themenbereichen Gesundheit, Lebenshilfe, Lebenspraxis, Glaube und Bibel sowie Kinderbücher und Kinderbibeln. Neben der direkten Verlagsauslieferung erfolgt der Vertrieb der Bücher und Periodika hauptsächlich über ein flächendeckendes Vertriebsnetz durch 21 Aussendienstmitarbeiter (davon 15 vollzeitlich), den Buchhandel sowie über einen christlichen Buchclub.

Das gesamte Verlagsangebot unter dem Titel "Tauchen Sie ein in die Bücherwelt des Advent-Verlages" ist im Internet zu finden unter: http://www.advent-verlag.ch/shop.php

Von 1876 bis 1903 bestand bereits ein adventistischer Verlag unter dem Namen „Imprimerie Polyglotte“ in Basel. 1895 wurde die Herausgabe der deutschsprachigen Literatur der Siebenten-Tags-Adventisten als „Internationale Traktatgesellschaft“ in Hamburg weitergeführt. In Basel erschien nur noch Schrifttum in französischer Sprache. Der Verlag wurde 1903 nach Genf und 1910 nach Gland verlegt, bevor er 1922 seinen heutigen Sitz in Dammarie-les-Lys, im Pariser Grossraum, fand.

In der deutschsprachigen Schweiz leben 2 200 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 30 Gemeinden. 2 000 weitere gibt es in der französischen und italienischen Schweiz in 23 Gemeinden.

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Adventisten in der Romandie gegen Rivalität im Glauben uparrowprint druckenemail versenden

Renens VD, 28.06.2004 / APD

Das jährliche Treffen der adventistischen Christen aus der Romandie und dem Tessin am 12. Juni in Lausanne stand im Zeichen der Bemühungen um innerkirchliche Einheit im Glauben. Unter dem Motto "Auf dass sie alle eins seien" aus dem Gebet Jesu in Johannes 17,21, mit dem auch schon der Reformator Martin Bucer für die Einheit der Reformation kämpfte, haben verschiedene Redner, darunter auch der in den USA lebende portugiesische Theologe Teofilo Ferreira, deutlich gemacht, dass eine zerstrittene Gemeinde der Verkündigung des Evangeliums schade. "Die Einheit unter Christen ist ein Echtheitszeichen," so Pastor Denis Rosat, Präsident der Fédération des Eglises adventistes de la Suisse romande et du Tessin, gegenüber dem Adventistischen Pressedienst APD. Nicht nur in den Landeskirchen, sondern auch in den kleineren Freikirchen werde die Einheit immer wieder durch egozentrisches, liebloses und gleichgültiges Verhalten gefährdet. Am besten bewahre man die Einheit im Glauben durch ein Leben, das an Christus ausgerichtet sei, betonte Rosat. Die christozentrische Ausrichtung des adventistischen Glaubens gewährleiste, angesichts der weltweiten Präsenz der Adventisten in über 200 Ländern mit hunderten von Kulturen und Sprachen, eine "Einheit in der Vielfalt".

Während der Konferenz im Palais de Beaulieu wurden die sechs Originalbände der BIBLIA, der im vergangenen "Jahr der Bibel" entstandenen mehrsprachigen handgeschriebenen Bibel für die Schweiz, ausgestellt. Das Werk mit über 3500 Seiten wurde auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch, Mundart und zehn weiteren Sprachen geschrieben, zum Teil liebevoll illustriert und in Leder gebunden. Viele Menschen haben sich im Jahr der Bibel 2003 mit Begeisterung am Abschreiben beteiligt und sind auf ganz neue Art mit Bibeltexten in Kontakt gekommen.

Die Schweizer Adventisten gehörten zu den Trägern des Bibeljahres 2003 und sind Mitglied in der Schweizerischen und Waadtländischen Bibelgesellschaft.

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Schweizer Beziehungen zum Vatikan in der Kritik uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 28.06.2004 / APD

Kurz vor dem Besuch von Papst Johannes Paul II. am 5. und 6. Juni in der Schweiz beschloss der Schweizer Bundesrat, beim Vatikan einen regulären Botschafter zu akkreditieren. Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um den Churer Bischof Wolfgang Haas wurde bereits Ende 1991 der Diplomat Jenö Staehelin, der allerdings seinen Sitz in Bern hatte, zum "Botschafter der Sondermission beim Vatikan" ernannt. Später wurden die Schweizer Botschafter in Wien beziehungsweise in Prag zusätzlich mit dieser Sondermission beauftragt. Aus Rücksicht auf die protestantische Bevölkerung verzichtete jedoch bisher der Bundesrat auf eine normale Akkreditierung und die Eröffnung einer schweizerischen Vertretung beim päpstlichen Stuhl.
Bei den Reformierten stiess der Entscheid des Bundesrates auf Kritik. "Wir hätten erwartet, dass wir vorab konsultiert würden", betonte der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Thomas Wipf. Der Dachverband von 2,5 Millionen Reformierten sei nicht grundsätzlich gegen die Aufnahme diplomatischer Beziehungen, handele es sich beim Heiligen Stuhl doch um einen völkerrechtlich anerkannten Staat. Problematisch werde jedoch, dass der Vatikan nicht nur ein Staat sei, sondern gleichzeitig eine Kirche darstelle, die die Tendenz habe für alle Christen zu reden "und uns Protestanten weltweit das Recht auf Kirche-Sein abspricht". Wipf forderte, dass der Bundesrat in seinen Beziehungen zu den Kirchen "das Prinzip der Gleichberechtigung" entdecke.

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Bund Schweizer Baptistengemeinden feiert 80jähriges Bestehen uparrowprint druckenemail versenden

Bülach ZH, 28.06.2004 / APD

Die Baptisten in der deutschsprachigen Schweiz und im Tessin feierten Mitte Mai in Bülach (ZH) das 80jährige Bestehen des 1924 gegründeten "Bundes der Baptistengemeinden" in der Schweiz. Das Jubiläum wurde im Rahmen der 81. Bundesversammlung begangen, die im baptistischen Gemeindezentrum in Bülach stattfand. Der Generalsekretär des europäischen baptistischen Dachverbandes EBF, Theodor Angelov (Sofia/Bulgarien), überbrachte die Glückwünsche der Baptisten in Europa.

Die ersten Baptistengemeinden in der Schweiz gehen auf den missionarischen Einfluss von Johann Gerhard Oncken (1800-1884) zurück, der als Begründer des neueren Baptismus im deutschen Sprachgebiet gilt. Die erste und damit älteste Gemeinde wurde 1847 im Toggenburg gegründet.

Ursprünglich gehörten die Schweizer Baptistengemeinden dem 1849 in Hamburg gegründeten Deutschen Baptistenbundes an, der nicht nur Deutschland sondern weitere europäische und afrikanische Länder umfasste. 1924 hatten sich dann die Schweizer Baptisten zur Bildung eines eigenen "Bundes" der Baptistengemeinden mit acht Gemeinden in der deutschen Schweiz entschlossen. Diesem Bund gehören heute zehn Gemeinden in Basel, Bern, Bülach, Lugano (italienischsprachig), Rüschlikon (International Baptist Church), Schaffhausen, St. Gallen, Thalwil, Wettingen und Zürich an. Die rund 1 250 baptistischen Christen im "Bund" werden von 13 Predigern betreut. Der "Bund Schweizer Baptistengemeinden" ist verbunden mit der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) und dem Baptistischen Weltbund (BWA).

Die Baptisten verstehen sich als protestantische Freikirche und Bibelbewegung, praktizieren die "Glaubenstaufe" (Erwachsenentaufe) und halten streng am Prinzip der Autonomie jeder einzelnen Gemeinde fest. Sie setzen sich für eine Trennung von Kirche und Staat ein, erheben keine Kirchensteuer, sondern finanzieren ihre Arbeit durch freiwillige Zuwendungen der Mitglieder.

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Innerevangelische Ökumene zwischen "Lobe den Herrn" und Hop-Hop uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 28.06.2004 / APD

Über 40’000 Christinnen und Christen nahmen am13. Juni in Basel am 6. Christustag teil, der von vier evangelischen Trägerorganisationen in der Schweiz veranstaltet wurde. Schon kurz nach 10 Uhr waren die rund 31’000 Sitzplätze des Basler Fussballstadion "St.Jakob-Park" bereits belegt. Weitere 9’000 Angereiste fanden Platz in der Sporthalle St. Jakob. Die Veranstalter hatten mit einem so grossen Interesse nicht gerechnet. Nachdem im Laufe der Woche die ersten verlässlichen Schätzungen über die Zahl der geplanten Extrazüge und Bus-Sonderfahrten bekannt wurden, hatte das Vorbereitungskomitee vorsorglich auch die Sporthalle St. Jakob als Übertragungsort mit Sitzplätzen ausgerüstet. Da seit 1996 kein Christustag mehr veranstaltet wurde, bestand vor allem in evangelikalen Kreisen eine ernorme Nachfrage nach einem solchen christlichen Bekenntnistag. Die ursprüngliche Idee der Trägerorganisationen einen Christustag während der expo.02 durchzuführen konnte aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden.

Die Grossveranstaltung in Basel war Gottesdienst und Fest zugleich. Die Veranstalter zogen an einer Medienkonferenz eine positive Bilanz und zeigten sich sehr zufrieden über die Beteiligung, den Programmverlauf und das "eindrückliche, öffentliche Bekenntnis zu Gott", das die 40'000 evangelischen Teilnehmern fast aller Altersgruppen durch Ihre Präsenz ablegten.

Der Hauptredner, Pastor Karl Albietz (Wetzikon), setzte sich in seiner Predigt mit dem geistlichen Zustand der Schweiz auseinander und sagte wörtlich: "Wir leben heute in einer Nation, die sich entschlossen hat, den lebendigen Gott nicht mehr ernst zu nehmen – oder zumindest seine 'Bodentruppen,' die christlichen Kirchen und Gemeinschaften." Albietz stellte fest, dass die Christen plötzlich im Wettbewerb stünden mit allen möglichen Religionen und Ideologien. "Wir müssen ganz neu lernen, unseren Glauben offensiv zu vertreten, ganz ähnlich wie die ersten Christen damals," forderte der freikirchliche Pastor. Eigene oder Gemeindeinteressen seien vielen Christen wichtiger als das gemeinsame Zeugnis des "gelebten Glaubens". Albietz zog in seiner 10-Minuten-Predigt ein ernüchterndes Fazit: "Wir stehen vor einer neuen Ausgangslage: Wir sind kein christliches Volk mehr. Nebulöse religiöse Vorstellungen haben das christliche Basiswissen der vergangenen Jahrhunderte abgelöst."

Weil Jesus Christus lebt, sei die Situation seiner Nachfolger nicht hoffnungslos. Der Christustag.04 setze deshalb ein "mutiges Zeichen für einen Neubeginn" im Lande. Er rief die Christinnen und Christen dazu auf, wieder zu "Trendsettern der Gesellschaft" zu werden, "die man ernst nimmt und mit denen man gerne zusammenarbeitet." Die Wortverkündigung schloss mit einem eindringlichen Appell an alle Teilnehmenden, gestärkt mit der Verheissung Gottes aus dem Buche Josua (Jos 3,10a) "Ihr sollt erfahren, dass der lebendige Gott bei euch ist," zurück an die Arbeit zu gehen, "in unsere Dörfer und Städte, in unsere Wohnungen und Gemeinden."

Am Nachmittag wies die ehemalige Fussballerin und heutige Pastorin des Christlichen Zentrums Buchegg (ZH) auf die "Kraft Gottes" für ein offensives Leben hin, die man nur durch eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus erhalte. "Gott persönlich kennen macht uns stark! " rief sie Jung und Alt zu. Die TV-Moderatorin und Sängerin Jeanette Macci-Meier sang ein selbst geschriebenes, sehr persönliches Glaubenslied. Von seinen Krisen und deren Überwindung mit Hilfe des gelebten Glaubens erzählte der ehemalige ZSC-Eishockey-Stürmer Marc Ouimet.

Nach Ansicht der Organisatoren sei das vom Präsidenten des Nationalkomitees des Christustages.04, Max Schläpfer, formulierte Ziel der Grossveranstaltung, "als protestantische Christinnen und Christen gemeinsam zu feiern und Gott zu loben, für unser Land zu beten und sich gegenseitig zum Anpacken in der Gesellschaft zu ermutigen," erreicht worden. Jetzt gelte es, das eindrückliche Christustag.04-Zeugnis zu Gott aus dem St. Jakob-Park hinaus zu tragen, um Licht und Salz in der Gesellschaft des Landes zu sein und bei den Problemen der Mitmenschen noch mehr anzupacken. Dann werde dieses deutliche Ja zu Gott für die Schweiz nicht ohne Folgen bleiben.

Die Vertreter des Christustag.04 und der Trägerorganisationen haben wiederholt darauf hingewiesen, dass der Christustag ein einmaliges öffentliches Zeugnis von "innerevangelischer Ökumene" sei. Träger des Christustag waren die vier protestantischen Dachverbände in der Schweiz: der Verband evangelischer Freikirchen und Gemeinden (VFG), die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA), die Fédération Romande des Eglises et Oeuvres Evangéliques (FREOE) sowie der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK).

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International

Adventistische Delegation zu Gesprächen mit Staat und Kirchen in China uparrowprint druckenemail versenden

Beijing, China, 28.06.2004 / APD

Während eines 10-tägigen Aufenthalts in der Volksrepublik China, vom 22. April bis 4. Mai, besuchten Vertreter der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten adventistische Kirchengemeinden und führten Gespräche mit Regierungsvertretern über die heutige religiöse Situation im bevölkerungsreichsten Land der Welt. Zur Delegation unter Leitung von Pastor Matthew Bediako, dem Generalsekretär der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), zählten Dr. Lyn Behrens, Präsidentin des medizinischen Zentrums der Loma Linda Universität; Dr. Jairong Lee, Präsident der Nord-Asien/Pazifik Region der Freikirche, mit Sitz im südkoreanischen Seoul; Pastor James Sze Fai Wu, Präsident des Chinesischen Verbands der Adventisten. Zur Gruppe gehörten auch der Chefredaktor der adventistischen Gemeindezeitschrift "Adventist Review", William G. Johnsson und Glenn Mitchell, Kommunikationsdirektor der Nord-Asien/Pazifik Region.

Die adventistischen Kirchenvertreter trafen sich mit Verantwortlichen des Staatlichen Büros für Religiöse Angelegenheiten (RABs), das die religiöse Vorgänge im Lande beaufsichtigt; mit Mitgliedern des Ständigen Komitees der 1951 gebildeten Nationalen Drei-Selbst-Bewegung (TSPM) der protestantischen chinesischen Kirche, die das Ziel verfolgt, in der Kirche für Patriotismus zu werben und die Selbstverwaltung, Eigenfinanzierung und eigenverantwortete Verkündigung der Kirche zu fördern.

Die freikirchliche Delegation führte auch Gespräche mit dem 1980 gegründeten Nationalen Chinesischen Christenrat (CCC). Der Rat versteht sich als Dachorganisation und Dienstleistungseinrichtung für die Protestanten in China, einschliesslich der drei protestantischen Denominationen: die Wahre Kirche Jesu, die Kleine Herde und die Siebenten-Tags-Adventisten, die sich nur partiell mit dem CCC verbunden fühlen. Diese drei Kirchen haben auch in der so genannten "post-konfessionellen" Einheitsphase weitgehend ihre theologische Unabhängigkeit behalten.

Gastgeberin der höchstrangigen Begegnung mit den Adventisten war Frau Guo Wei, stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Büros für Religiöse Angelegenheiten.

Im Laufe des Besuches wurden den adventistischen Kirchenvertretern ausführliche Informationen zur Lage der Christen und deren Kirchen, zum gesellschaftlichen Engagement des protestantischen Christentums, zur Theologie des Wiederaufbaus, zum Verhältnis von Staat und Kirche sowie über die staatliche Religionspolitik in China vermittelt.

Nach seiner Rückkehr aus Beijing äusserte sich Pastor Bediako zufrieden über den Besuch seiner Delegation in China und sagte: "Es war ein Vorrecht dieses riesige Land zu besuchen und dort gemeinsam mit unseren Kirchenmitgliedern Gottesdienste zu feiern. Ich war berührt über ihre Hingabe und ihren starken Glauben."

"Auch die Gespräche mit Regierungsvertretern waren eine wertvolle Gelegenheit. Ich schätzte ihren zuvorkommenden und freundlichen Empfang sowie ihre Bereitschaft, die Rechte der Angehörigen religiöser Minderheiten zu schützen," ergänzte Bediako.

Die hochrangige adventistische Besucherdelegation hätte ursprünglich vom norwegischen Pastor Dr. Jan Paulsen, dem Präsidenten der Weltkirchenleitung, geleitet werden sollen. In letzter Minute wurde seine Anwesenheit bei diesem Besuch "verhindert", schreibt der Adventistische Pressedienst APD. "Seit geraumer Zeit hatte ich mir vorgenommen diese Besuchsreise zu machen, um einerseits mit den dortigen adventistischen Christen zusammen zu kommen, und andererseits um die Verantwortlichen in Staat und Kirche zu treffen“, sagte Paulsen. "Aus unvorhersehbaren Gründen musste ich nun mein Vorhaben kurzfristig aufgeben. Obwohl ich enttäuscht darüber bin, dass ich diese Pläne jetzt nicht verwirklichen konnte, bin ich zuversichtlich, dass sich in der Zukunft Möglichkeiten zu einem Besuch bei der in China gedeihenden adventistischen Glaubensgemeinschaft ergeben werden, und die Beziehungen zu den staatlichen Behörden des Landes weiter verbessert werden können. Ich weiss dass der Herr diese Bemühungen leiten wird," so Paulsen.

Während ihrer China-Reise besuchte die adventistische Delegation die wöchentlichen Sabbat-Gottesdienste in Beijing und Schanghai und nahm an den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Sir Run Run Shaw Krankenhauses in Hangzhou teil, das mit der Zhejiang Universität verbunden ist. Das nach westlichem Vorbild gebaute Spital wurde vom Hong Konger Filmmagnaten und Philanthropen Sir Run Run Shaw finanziert und steht mit dem medizinischen Zentrum der US-amerikanischen Loma Linda Universität (LLUMC) in wissenschaftlicher Verbindung sowie in einem Bildungsaustausch ihrer Mitarbeiter. Das Loma Linda University Medical Center mit über 3 000 Studenten ist eine Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten und befindet sich in Südkalifornien. Das Zentrum pflegt seit über 20 Jahren wissenschaftliche Beziehungen zu China.

Die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählt heute nach eigenen Angaben in der Volksrepublik China mehr als 317 000 Mitglieder, die sich in über 850 Kirchengemeinden versammeln.

Nach unvollständigen chinesischen Statistiken lebt die überwiegende Zahl der zwischen 15 und 20 Millionen Protestanten Chinas in ländlichen Gebieten. Die städtischen Kirchen weisen ein stetiges Wachstum auf, berichtet der Adventistische Pressedienst (APD). In den protestantischen Kirchen Chinas waren bisher die älteren Frauen vorherrschend. Das Durchschnittsalter in den Kirchengemeinden sinkt zwar dank dem Zuwachs neuer, junger Mitglieder langsam, die Frauen stellen aber weiterhin die Mehrheit der Kirchenmitglieder. Ihr Anteil beträgt heute etwa 70 Prozent.

Auf Grund der zunehmenden Zahl von weiblichen Gläubigen wächst auch das Verhältnis der weiblichen Bewerber für die theologischen Seminare und Bibelschulen. Mehr als die Hälfte der eingeschriebenen Studenten sind weiblich. Zwei der Direktorenposten und ein Drittel der Lehrkräfte an den 23 Seminaren und Bibelschulen des Landes wurden durch Frauen besetzt.

Nach jüngeren Angaben des CCC sind rund 24 Prozent aller ordinierten protestantischen Seelsorger Frauen, schreibt APD. Darüber hinaus gibt es 415 Frauen als Gemeindeleiter, die hauptsächlich in den letzten 20 Jahren zum Dienst eingesegnet wurden. Zwischen 70 und 75 Prozent der christlichen Laienmitarbeiter sind Frauen, und viele Gemeindeaktivitäten wie Bibelgruppen, Gebetsversammlungen oder Chöre werden von Frauen geleitet und besucht.

In der Volksrepublik China gibt es fünf anerkannte Religionen: Buddhismus, Daoismus, Islam, protestantisches und katholisches Christentum. Katholizismus und Protestantismus werden, aus historischen gründen, in China offiziell noch immer als unterschiedliche "Religionen" behandelt.

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Adventisten in Tschechien und der Slowakei mit neuer Leitung uparrowprint druckenemail versenden

Prag/Tschechien, 28.06.2004 / APD

Pastor Pavel Simek (50) ist neuer Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in der Tschechischen und Slowakischen Republik. Er tritt die Nachfolge von Pastor Karel Nowak an, der für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfü¬gung stand. Nowak ist jetzt als Dozent für Ethik an der Theologischen Hochschule Sazava tätig. Simek, der am adventistischen Newbold College in England studiert hat, war Gemeindepastor in Tschechien. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Als sein Stellvertreter und Sekretär (Geschäftsführer) wurde Pastor Josef Hrdinka (54) gewählt, der nach seiner theologischen Ausbildung an der Prager Karlsuniversität Journalistik und Psychologie studierte. Er war Gemeindeseelsorger in Prag, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Schatzmeister Edvard Miskej wurde für eine weitere Amtsperiode gewählt. In Tsche¬chien leben 7 700 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 141 Ge¬meinden und in der Slowakei 2 300 in 41 Gemeinden. Die Freikirche unterhält in den beiden Ländern ein theologisches Seminar in Sazava/Tschechien, je ein Verlagshaus in Prag und in Vrutky/Slowakei sowie ein Medienzentrum für Rundfunk- und Fernsehaufnahmen in Prag.

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Dänische Adventisten mit neuer Leitung uparrowprint druckenemail versenden

Himmerlandsgården/Dänemark, 28.06.2004 / APD

APD Die dänischen Siebenten-Tags-Adven¬tisten haben in Himmerlandsgåden/Jütland eine neue Kirchenleitung gewählt. Präsident der 2 650 erwachsen getauften Mitglieder in 45 Gemeinden ist Pastor Ole Kendel, als sein Stellvertreter und Sekretär (Geschäftsführer) amtiert Pastor Sven Jensen. Philip Philipsen wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt. Kendel war Missionar in Sierra Leone, Seelsorger in Dänemark, Jugendabteilungsleiter in Norwegen und Präsident der Freikirche in Pakistan. Der bisherige Leiter der dänischen Adventisten, Pastor Carl-David Andreasen, stand nach siebenjähriger Tätigkeit für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung, da er wieder Seelsorger in einer Kirchengemeinde sein wollte.

Seit 1967 ist die Mitgliederzahl der dänischen Freikirche von damals 4 000 Adventisten rückläufig. Sie unterhält eine höhere Schule in Daugaard, je ein Altenheim in Fakse und Randers, ein Verlagshaus in Naerum, ein Bibelstudieninstitut in Aarhus, ein Medienzentrum für Rundfunk- und Fernsehaufnahmen in Daugaard sowie sieben Grundschulen.

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Neue adventistische Kirchenleitung auf dem Balkan uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Serbien, 28.06.2004 / APD

Die Siebenten-Tags-Adventisten in Bosnien-Herzego¬wina, Mazedonien, Serbien und Montenegro haben eine neue Kirchenleitung. Präsident der Freikirche ist der Serbe Miodrag Zivanovic, sein Stellvertreter und Sekretär (Geschäftsführer) der Mazedonier Djordje Trajkovski, und als Schatzmeister wurde der Ungar Vencel Sili gewählt. In den letzten fünf Jahren schlossen sich 1 799 Menschen durch Erwachsenen¬taufe der dortigen Freikirche an. Sie unterhält ein theologisches Seminar in Belgrad, ein Altenheim in Ovca, ein Verlagshaus in Belgrad sowie zwei Aufnahmestudios für Rundfunk- und Fernsehsendungen und drei Bibelstudieninstitute. In Bosnien-Herzegowina gibt es 660 Siebenten-Tags-Adventisten, in Mazedonien 605, in Serbien und Montenegro 7 050.

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Mehr Adventisten in Israel uparrowprint druckenemail versenden

Jerusalem/Israel, 28.06.2004 / APD

Obwohl zwischen 2000 und 2003 mehr als 350 ausländische Siebenten-Tags-Adventisten Israel verlassen haben, wuchs ihre Mitgliederzahl in dieser Zeit um 84 Prozent auf 1 134. Durch die Erwachsenentaufe wurden 385 aufgenommen, weitere 622 Adventisten kamen aus anderen Staaten ins Land. Auch die Zahl der Gemeinden und Gottesdienstgruppen vergrösserte sich von 17 auf 29. Der Sabbatgottesdienst wird ins¬gesamt von über 1 200 Gläubigen besucht. Noch 1985 gab es in Israel nur 50 Siebenten-Tags-Adventisten. Als Grund für die Zunahme sieht der Vorsteher der dortigen Freikirche, Pastor Richard Elofer (Jerusalem), vor allem, dass immer mehr Gemeinden ihre Gottesdien¬ste in hebräischer Sprache abhielten. Ausserdem gebe es jetzt auch adventistische Literatur in der Landessprache.

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Ökumene

Protestantische Kirchenvertreter blieben der Papst-Messe in Bern fern uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 28.06.2004 / APD

Die Leitung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes nahm am 6. Juni nicht an der Messe mit Papst Johannes Paul II. am römisch-katholischen Jugendtreffen in Bern teil. Es gehe um die eigene Glaubwürdigkeit der Reformierten, sagte SEK-Sprecher Simon Weber. Der Rat des Kirchenbundes habe die Einladung der katholischen Schweizer Bischöfe zum Papst-Gottesdienst daher abgelehnt. Es gehe keineswegs um eine Geringschätzung, sondern um eine glaubwürdige Vertretung der eigenen Position und um die ernsthafte Berücksichtigung der theologischen Unterschiede zwischen Katholiken und Reformierten.

Grösster Stein des Anstosses sei die katholische Kommunion. Während die reformierte Kirche die eucharistische Gastfreundschaft erlaube, so dass auch Andersgläubige an ihrem Abendmahl teilnehmen dürften, sei dies in der römisch-katholischen Kirche im Prinzip nicht möglich. Die Eucharistie sei nach katholischem Verständnis ein Sakrament und Zeichen der Einheit des Volkes Gottes. Da sich die katholische Kirche aber als die Nachfolgerin der Urgemeinde und ihrer Apostel verstehe, würden andere christliche Kirchen als Abspaltungen und somit nicht als Teil der wahren Kirche Jesu Christi gelten. Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes habe mit der Ablehnung der Einladung zur Messe mit dem Papst eine Grundsatzentscheidung gefällt, betonte Weber. "Die Teilnahme an einem Gottesdienst, der die eucharistische Gastfreundschaft ausschliesst, wäre für uns nicht möglich gewesen."

Auch die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) hatte in einem Schreiben vom 27. Mai an die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) eine Teilnahme an der Papst-Messe in Bern aus theologischen Erwägungen abgelehnt. "Es ist uns nicht möglich, die Rolle und Funktion des Papstes nach katholischer Lehre anzuerkennen," heisst es in dem von den beiden SEA-Generalsekretären Hansjörg Leutwyler (SEA Deutsche Schweiz) und Jean-Paul Zürcher (SEA Romandie) unterzeichneten Brief. Die SEA-Leitung gab gleichzeitig ihrer Überraschung Ausdruck, dass die Bischofskonferenz angesichts der bekannten lehramtlichen Einschränkungen des Vatikans für die Zulassung zu Eucharistiefeiern Allianzvertreter offiziell eingeladen habe. Die Teilname der SEA an einer katholischen Messfeier mit dem Papst wäre in der evangelikalen Welt unweigerlich auf Unverständnis gestossen und hätte zu Fehlinterpretationen in den Medien geführt. Trotz der Absage wegen ihren erheblichen theologischen Vorbehalten gegenüber der katholischen Sakramentslehre hoffe die SEA jedoch auf einen Dialog mit der Bischofskonferenz über das unterschiedliche Verständnis der Sakramente.

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Neue Vatikan-Instruktion vertreibt Laien weitgehend aus dem Altarraum uparrowprint druckenemail versenden

Bensheim/Deutschland, 28.06.2004 / APD

Die im April vom Vatikan veröffentlichte Instruktion Titel "Redemptionis Sacramentum" (Das Sakrament der Erlösung) hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die neuen Richtlinien, die auf die päpstliche Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" (Kirche aus der Eucharistie) vom April 2003 folgten, ergeben sich aus der vom Vatikan festgestellten Notwendigkeit, schwere "Missbräuche" im Umgang mit der Liturgie auszumerzen.

Zu den in dem Vatikan-Dokument beklagten Missbräuchen gehören auch ökumenische Initiativen. Diese seien zwar gut gemeint, widersprächen aber der Disziplin der Kirche, heisst es in der Instruktion. Während das Dokument im Wesentlichen bereits bestehende Regeln betont, verschärft es die Grenzen zwischen den christlichen Kirchen. Gemeinsame Messfeiern von römisch-katholischen Priestern mit Würdenträgern anderer christlicher Konfessionen werden als "schwerwiegendes Delikt" eingestuft, die an die vatikanischen Behörden zu melden sei.

In einer Stellungnahme des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim stellte Dr. Walter Schöpsdau, Referent für Catholica sowie Moral- und Pastoraltheologie, fest, dass es ein grundsätzlich berechtigtes Anliegen der römisch-katholischen Kirche sei, das "Recht der Gläubigen auf eine wahre Liturgie" gegen Missbräuche und liturgische Eigenmächtigkeiten zu schützen, auch wenn viele der minutiösen Normierungen des Textes einen Eindruck von Ängstlichkeit und Gesetzlichkeit hervorriefen. Das Problem des Dokuments liege aber darin, dass es die Tendenz der Instruktion über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester (1997) fortsetze und dadurch eine authentische Feier der Eucharistie sicherstellen möchte. Damit würden die Laien möglichst aus dem Altarraum verbannt, schreibt Schöpsdau.

Der Instruktion zufolge habe die Mithilfe von Laien bei der Feier der Liturgie absoluten Ausnahmecharakter und keinesfalls den Sinn, "eine vollere Teilnahme der Laien zu gewähren". Die einzelnen Bestimmungen, die einer "Klerikalisierung" der Laien wehren wollen, liefen auf eine Klerikalisierung der Liturgie hinaus, die zurück in eine Priesterkirche zu führen scheine.

Wenn nach der Instruktion die Gläubigen ihre Klage über liturgischen Missbrauch nicht nur beim Diözesanbischof, sondern unmittelbar auch "beim Apostolischen Stuhl aufgrund des Primats des Papstes" einreichen können, drohe nicht nur den Priestern, sondern auch solchen Bischöfen eine Disziplinierung, die bisher bei manchem, was vor Ort geschah, ein Auge zugedrückt haben. Nach Meinung des evangelischen Theologen weiche die Instruktion ökumenisch keinen Millimeter von der harten Linie der Eucharistie-Enzyklika ab.
Um den Kommunionempfang durch Nichtkatholiken auszuschliessen, sollen die Anwesenden bei der Eucharistie künftig sogar ausdrücklich auf die römisch-katholischen Kirchengesetze hingewiesen werden. Warum gerade die lehramtlichen Verbote in Bezug auf ökumenische Initiativen dazu beitragen sollen, dass "das Mysterium der Eucharistie weiterhin in seinem vollen Glanz erstrahle", stosse, so Schöpsdau, sicherlich auch bei römisch-katholischen Gläubigen auf Unverständnis. Die näheren inhaltlichen Bestimmungen der Vatikan-Instruktion über die einzelnen Elemente der Eucharistiefeier liessen erahnen, wie wenig aus lehramtlicher Sicht von einer ökumenischen Annäherung im Verständnis der Eucharistie die Rede sein könne.

Träger des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim ist der Evangelische Bund e.V., ein konfessionskundliches und ökumenisches Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Evangelische Bund will "die Botschaft der Reformation in den konfessionellen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart zur Geltung bringen und dadurch die Ökumene fördern.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

20 Jahre ADRA International uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 28.06.2004 / APD

APD Seit 20 Jahren besteht die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA. Sie ging aus dem 1956 gegründeten "Seventh-day Adventist World Service" (SAWS) hervor. 1984 beschäftigte die Organisation weltweit knapp 600 Mitarbeiter, war in 75 Ländern tätig und führte Projekte im Wert von 20,4 Millionen Euro durch. Heute zählt ADRA über 4 000 Mitarbeiter und war im Jahr 2003 in 120 Ländern mit Projekten im Wert von 98 Millionen Euro tätig, die über 22 Millionen Menschen zugute kamen. Prä¬sident von ADRA International ist seit 2002 Charles Sandefur.

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Hilfsgüter für sudanesische Flüchtlinge in Krisenregion Darfur uparrowprint druckenemail versenden

Berlin, Deutschland, 28.06.2004 / APD

Mitte Juni flogen deutsche Hilfswerke mit zwei Frachtflugzeugen 80 Tonnen Hilfsgüter in die Krisenregion Darfur, im Grenzgebiet zwischen dem Sudan und Tschad. Das Hilfswerk World Vision flog von Hannover aus 45 Tonnen Hilfsgütern nach N'jamena (Tschad). Die Hilfsgüter - Plastikplanen, Kochsets, Wasserkanister und Wasserentkeimungstabletten – wurden von N'jamena auf LKWs in das 900 Kilometer entfernte Abeche im Grenzgebiet zum Sudan gebracht. Dort sollen sie an Flüchtlinge aus der Krisenregion Darfur verteilt werden.

Eine weitere Frachtmaschine brachte 35 Tonnen Hilfsgüter von Berlin direkt nach Nyala in Süd-Dafur (Sudan). Es war ein gemeinsamer Hilfsflug der Aktion Deutschland Hilft (ADH), dem Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen. "Flüchtlinge und Vertriebene in der Provinz Dafur benötigen dringend die Decken, Zeltplanen, Medikamente und die therapeutischen Lebensmittel", sagte Projektleiter Mike Perekrestenko von ADRA Deutschland dem Adventistischen Pressedienst APD. Perekrestenko hat den gemeinsamen Hilfsflug der "Aktion Deutschland Hilft" koordiniert und flog mit nach Nyala, um den weiteren Transport sowie die Verteilung der Hilfsgüter zu begleiten. Etwa 45'000 Menschen erhalten damit die Materialien , auf die sie, angesichts der beginnenden Regenzeit, dringend angewiesen seien, so Perekrestenko. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat für den koordinierten Einsatz finanzielle Mittel bereitgestellt.

Zehntausende Flüchtlinge aus Dafur haben in den letzten Monaten im Nachbarland Tschad Zuflucht gesucht. "Mangel herrscht dort vor allem an Trinkwasser und Unterkünften. Viele Flüchtlinge hausen auf dem Boden und sind der Hitze und den Niederschlägen schutzlos ausgesetzt", berichtet World Vision-Projektleiter Paul Sitnam. "Zum Teil benutzen sie Holz und Zweige, um sich provisorische Unterkünfte zu bauen, was zusätzlich Umweltschäden verursacht. Eine Verstärkung der internationalen Hilfe ist deshalb dringend notwendig," erläuterte Sitnam gegenüber den Medien.

Verschiedene Hilfswerke hatten Anfang Mai in der Grenzregion die Situation der Flüchtlinge analysiert. Besonders schlimm, so das Ergebnis der Untersuchung, sei die Lage für Frauen und Kinder. So berichteten Flüchtlinge in einem provisorischen Camp rund 35 Kilometer von Bahai von vermissten Familienmitgliedern, niedergebrannten Dörfern, Vergewaltigungen und verseuchtem Wasser. Viele der Flüchtlinge haben darüber hinaus ihr Vieh verloren.

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Medien

Neuer Webauftritt der adventistischen Weltkirchenleitung uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 28.06.2004 / APD

Die Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten hat ihren Internetauftritt unter www.adventist.org neu strukturiert und gestaltet. Im Mittelpunkt stehen nicht mehr wie bisher Kirchennachrichten, sondern Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Die aktuellen Schlagzeiten der Nachrichten werden jetzt im Kopf der Webseite eingeblendet und verweisen auf das neue Verzeichnis von Adventist News Network (ANN) news.adventist.org. Das einfache Design bietet zahlreiche Links zu den verschiedenen Abteilungen und Angeboten der Kirche einschliesslich eines wöchentlichen Bibelstudiums. Die Kirchenleitung geht davon aus, dass sich durch das neu gestaltete Angebot die wöchentliche Zahl von 30 000 Besucher erhöhen wird.

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben eine lange Tradition im Einsatz moderner Technologie. Vor 75 Jahren begannen sie mit einem der ältesten christlichen Radioprogramme. In den 1950er Jahren zählten sie zu den Pionieren religiöser Fernsehsendungen, und vor fast 20 Jahren fand mit CompuServe der Einstieg in die digitale Kommunikation statt.

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Evangelischer Theologe: Konfessionelle Nachrichtenagenturen unverzichtbar uparrowprint druckenemail versenden

München/Deutschland, 28.06.2004 / APD

Der Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Michael Schibilsky, bezeichnete die Arbeit kirchlicher Nachrichtenagenturen als unverzichtbar, berichtet die katholische Presseagentur "Kathpress". Was Menschen heute über die Kirche wüssten, würden sie in erster Linie über säkulare Medien erfahren, sagte der an der Evangelischen Theologischen Fakultät der Universität München lehrende Theologe Ende April auf einer gemeinsamen Tagung der Katholischen und Evangelischen Akademie im oberbayrischen Tutzing. Dafür sei ein fachlich versierter kirchlicher Journalismus notwendig und "die beste kirchliche Zukunftsinvestition". Nach den Worten des evangelischen Theologieprofessors Schibilskys bringen die bei den konfessionellen Nachrichtenagenturen beschäftigten Journalisten mit ihrem Fachwissen den Dienst der Kirche in die nicht-kirchliche Mediengesellschaft hinein am besten zur Sprache. Die Redakteure in den säkularen Medien wiederum könnten diese fachliche Hilfe auf gleicher Augenhöhe gut verwenden. Journalistische Meldungen seien zudem "glaubwürdiger als kircheneigene Werbung".

Entscheidend sei allerdings die Unabhängigkeit der journalistischen Tätigkeit, betonte der Münchner Theologieprofessor. Auch über unangenehme Dinge in der Kirche müsse objektiv berichtet werden können: "Die Wahrheit ist das beste Qualitätsmerkmal". Eine Kirche, die sich besser darstellen wolle als sie sei, finde keine Glaubwürdigkeit.

In einem früheren Gespräch mit dem deutschen Evangelischen Pressedienst (epd) hielt Schibilsky fest: "Die freie kirchliche Publizistik ist der Augapfel der Kirche. Wer sie antastet, tastet das Recht der freien und unabhängigen Meinungsbildung an". Die Kirchen brauchen unabhängige kirchliche Journalisten, die ein Gespür für Aktualität und professionelle Nachrichtenagentur-Arbeit haben, betonte der Sozialethiker. Kirchliche Publizistik sei Anwältin des Publikums. und nehme wahr, was in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Kirchliche Publizistik sei auch Dienst der Kirche an Kirchenferne, die sich über die Medien einen kontinuierlichen Eindruck darüber verschafften, was mit dem Glauben in dieser Welt geschehe, so Professor Schibilsky.

Nach Angaben des Adventistischen Pressedienstes APD sind allein in der Schweiz derzeit elf konfessionelle Nachrichten- und Bildagenturen tätig. Neben den in Genf ansässigen ökumenischen Agenturen ENI (Ecumenical News International), LWI (Lutherische Welt-Information) vermitteln folgende kirchliche Agenturen Nachrichten aus der christlichen Welt:

• APD (Adventistischer Pressedienst, Basel)

• CIRIC (Centre international de reportages et d`information culturelle – Katholische Bildagentur, Fribourg)

• EMKNI (Nachrichtendienst der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz und Frankreich, Zürich)

• refbild (Fotoagentur der reformierten Kirchen der Schweiz, Zürich)

• idea Schweiz (Nachrichtendienst der Schweizerischen Evangelischen Allianz, Zürich)

• KIPA - APIC (Katholische Internationale Presseagentur, Freiburg)

• ProtestInfo (Agence de presse protestante, Lausanne)

• RNA (Reformierte Nachrichten, Zürich)

• SPC (Agence de presse SPC, Aubonne VD)

Diese Presseagenturen sammeln, redigieren und verbreiten kirchliche Nachrichten. Zu ihren Kunden zählen Tageszeitungen, Kirchenblätter, Radio- und Fernsehsender sowie auch zahlreiche Firmen, Verbände, Institutionen und Privatpersonen.

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Adventisten starten mit Fernsehprogramm für Latinos in Nordamerika uparrowprint druckenemail versenden

Denver, Colorado, USA, 28.06.2004 / APD

Das weltweite adventistische 24-Stunden-Satellitenfernseh-Netzwerk "Adventist Television Network" (ATN) wird in diesem Sommer mit der Ausstrahlung von spanischsprachigen Fernsehprogrammen für Nord- und Mittelamerika beginnen. Dies wurde kürzlich auf einer Sitzung des Beratungskomitees für Fragen der hispanischen Bevölkerungsgruppe der Freikirche in Denver (Colorado) bekannt gegeben. Die Mitglieder des Beratungskomitees reagierten auf diese Nachricht mit anhaltendem Beifall. Nach Angaben von Manuel Vasquez, Vizepräsident der Nordamerika-Division der Siebenten-Tags-Adventisten "werden die neuen Programme nicht nur ein Segen für die spanischsprachigen Kirchenmitglieder, sondern für die ganze hispanische Bevölkerung sein."

Gemäss ATN zählen zur Zielgruppe der Programme nicht nur die Einwanderer der ersten Generation, sondern in erster Linie auch Immigranten der zweiten und dritten Generation. "Mit dem neuen Fernsehprogramm wollen wir sichtbar machen, was uns als Christen adventistischer Prägung wichtig ist," so Liliana Henao, Fernsehproduzentin bei ATN. Die Programme sollen so gestaltet werden, dass sie den sozialen, erzieherischen und geistlichen Bedürfnissen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen unter den Latinos Rechnung tragen. "Die Sendungen müssen der kulturellen Umgebung der hispanischen Bevölkerung angepasst und von den Fernsehzuschauern kulturell verstanden werden," ergänzte Henao. Heute leben alleine in den USA über 39 Millionen Latinos, vorwiegend junge Menschen, zwischen zwei Sprachen und Kulturen, und jährlich kommen weitere 400’000 Einwanderer aus Mittel- und Südamerika hinzu.

Nach Meinung der adventistischen Kirchenleitung hat die Evangeliumsverkündigung für die ethnische Gruppe der Latinos innerhalb der amerikanischen Bevölkerung besondere Priorität. Die US-Einwanderer aus spanischsprachigen Ländern, immer häufiger auch Latinos genannt, stellen mit über 11,5% der Gesamtbevölkerung (1998) die zweitgrößte ethnische Minderheitsgruppe (1998). Neueren Prognosen zufolge soll ihr Bevölkerungsanteil bis zum Jahr 2050 auf etwa 25% steigen.

Die Siebenten-Tags-Adventisten sind eine protestantische Freikirche mit über 13,5 Millionen erwachsen getauften Mitgliedern in 203 Staaten der Erde. Die Kirchenverwaltung der Nordamerika-Division umfasst die Vereinigten Staaten von Nordamerika, Kanada und Bermuda.

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AWR-Kurzwellensendungen für 10 Millionen Uighuren in Kasachstan und China uparrowprint druckenemail versenden

Agat/Guam, 28.06.2004 / APD

Nach einer längeren Pause hat Adventist World Radio (AWR-Asien/Pazifik) wieder Kurzwellensendungen für die rund zehn Millionen Uighuren in Kasachstan und China aufgenommen. Die früher Ostturkestan genannte mittelasiatische Region ist eine alte Völkerdrehscheibe: Hunnen, Mongolen, Araber, Russen, Chinesen herrschten in dem Gebiet, das etwa die Fläche Europas aufweist. Die Turkvölker, die hier ihre ursprüngliche Heimat hatten, konnten jedoch kein bleibendes Reich errichten. Heute leben in der autonomen Region "Xinjiang" (auch Autonome Region Sinkiang-Uighur) im chinesischen Staatsverband über 8 Millionen Uighuren, doch ähnlich wie die Bevölkerung Tibets sehen sich die Uighuren als von China unterdrücktes Volk. Der Name der Region "Xinjiang" legt von der Fremdherrschaft Zeugnis ab: Er ist chinesisch und bedeutet "neues Land". Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der islamischen Religionsgemeinschaft an. Daneben gibt es noch kleine buddhistische und christliche Minderheiten. Seit 1995 gibt es auch eine Bibelübersetzung in Uighurisch.

Die Sendungen von Adventist World Radio in Uighurisch werden jeweils samstags und sonntags über die adventistische Radiostation KSDA Guam ausgestrahlt. Bereits 1998 hatte die Rundfunkmission der protestantischen Freikirche ihre ersten Sendungen in uighurischer Sprache ausgestrahlt. Christliche Sendungen für die Uighuren strahlt auch Radio FEB-International aus.

Wegen der Grösse des von Uighuren bewohnten Gebiets greifen auch die Inlandsdienste des nationalen chinesischen Radios zur Flächendeckung auf Kurzwellensendungen zurück. Auch der US-amerikanische Auslandsdienst "Radio Free Asia" sendet täglich zwei Stunden in Uighurisch.

Adventist World Radio (AWR-Asien/Pazifik) strahlt heute über den Sender KSDA auf Guam christliche Programme in 26 Sprachen aus: Für Nordostasien: Englisch, Japanisch, Koreanisch, Mandarin, Mongolisch, Uighurisch; Für Südostasien: Burmesisch, Chin, Englisch, Khmer, Indonesisch, Javanisch, Karen, Tagalog, Vietnamesisch; Für Südasien: Assamesisch, Bangla, Englisch, Hindi, Kannada, Malayalam, Marathi, Mizo, Nepali, Punjabi, Sinhalesisch, Tamilisch, Telugu, Urdu.

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Bibel

Olympische Spiele mit Paulus in Griechenland uparrowprint druckenemail versenden

Athen/Griechenland, 28.06.2004 / APD

Wie die Griechische Bibelgesellschaft mitteilt, wollen Orthodoxe, Katholiken und Evangelische während der Olympischen Spiele 2004 in Athen vom 13. bis 29. August 50 000 Exemplare der Broschüre "Der Apostel Paulus in Griechenland" verteilen. Der Band enthält den Bericht über die Reise des Paulus, wie er in der Bibel nach Apostelgeschichte 16 bis 20 zu finden ist, in den elf Sprachen Griechisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch, Koreanisch, Chinesisch, Japanisch und Arabisch.

Ausserdem hat die Bibelgesellschaft 20 000 Exemplare des Neuen Testaments in der englischen Good News Übersetzung drucken lassen, die von Geistlichen im Olympischen Dorf verteilt werden sollen. 7 000 Neue Testamente werden in einer modernen griechischen Übersetzung für fünf Euro pro Exemplar angeboten. In Volos, wo das olympische Fussballturnier stattfindet, führt die Griechische Bibelgesellschaft vom 27. Juli bis Ende Oktober eine Bibelausstellung durch.

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Schweizerische Bibelgesellschaft: Für eine offene Bibel in der Schweiz uparrowprint druckenemail versenden

Biel-Bienne, 28.06.2004 / APD

Mit einem Rückblick auf das erfolgreiche Jahr der Bibel 2003 und strategischen Überlegungen wie die Botschaft des Evangeliums auch in Zukunft in der Schweiz "mutig und offen" weiter gegeben werden kann befassten sich die Delegierten und Gäste der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) an der 49. Delegiertenversammlung am 4. Juni in Biel. Die nationale Bibelgesellschaft wurde im November 1955 in Aarau gegründet und kann im nächsten Jahr ihr 50.jähriges Bestehen feiern. Sie versteht sich heute als ein Kompetenzzentrum für die Bibel in der Schweiz.

Im statuarischen Teil der Delegiertenversammlung genehmigten die 42 Delegierten einstimmig die Jahresberichte des Präsidenten und des Generalsekretärs, die einzelnen Abteilungsberichte, sowie die Jahresrechnung 2003 mit einem Fehlbetrag von 75132 Franken samt dem Bericht der Kontrollstelle. Das vom Vorstand vorgelegte fast ausgeglichene Budget 2004 wurde satzungsgemäss zur Kenntnis genommen. Einstimmig wählten die Delegierten drei neue Mitglieder in den nunmehr siebenköpfigen Vorstand: Hansruedi Herzog-Fust (Teufen AR), Jacques Nicole (Ayent VS) und Pierre Aerne (Neuchâtel).

Das von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Schweiz (AGCK-CH) unterstützte Jahr der Bibel 2003, mit der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und dem Schweizerischen Katholischen Bibelwerk (SKB) als Hauptträger, habe der Bevölkerung "die Viel-Stimmigkeit der Botschaft Gottes aufgezeigt, wie sie im Buch der Bücher enthalten sei," sagte Generalsekretär Pfarrer Urs Joerg. Mit beschränkten finanziellen Mitteln und ohne Grossveranstaltung , aber mit vielen kreativen Angeboten in Pfarreien, Gemeinden, Verbänden und kirchlichen Werken habe man den Mitmenschen "Mut gemacht, dieses Buch zu öffnen", so Joerg. Die Mitarbeiter der SB waren im Bibeljahr 2003 landesweit an etwa 100 Veranstaltungen beteiligt. Der SB-Generalsekretär hat an 15 Gottesdiensten mitgewirkt, 14 Vorträge gehalten und zwei Tagungen zum Jahr der Bibel mitgestaltet.

Zu den attraktivsten Projekten des Bibeljahres zählte die handgeschriebene Bibel für die Schweiz. Unter Mithilfe von rund 2000 Menschen entstand ein sechsbändiges Werk mit über 3500 Seiten. Viele Menschen hätten sich mit Begeisterung am Abschreiben beteiligt und seien dadurch auf ganz neue Art mit Bibeltexten in Kontakt gekommen, betonte der SB-Generalsekretär. Besonders erfreut zeigte sich die SB darüber, dass auch die säkularen Medien in verschiedenen Sonderbeiträgen über das Jahr der Bibel, aber auch über das Buch der Bücher selbst informiert haben.

Das Jahr der Bibel hatte auch positive Auswirkungen auf den Verkauf von Bibeln, Bibelteilen und Bibelliteratur. Pfarrer Joerg: "Im Bibeljahr 2003 hatte die SB einen Rekordumsatz von über 1,44 Millionen Franken erzielt, was auch zu Mehrbelastungen der Mitarbeiter führte. Hinzu kam in der Mitte des Jahres der Umzug der SB von der Waffengasse 20 an die Spitalstrasse 12 in Biel". Joerg dankte an der Delegiertenversammlung allen Mitarbeitenden, dem Vorstand und den Mitgliederorganisationen für deren grossen Einsatz im Jahr der Bibel.

Bereits Ende 2003 betonten die Initianten, es sei ein dringendes Anliegen, dass die Bibel am Ende des Bibeljahres nicht einfach zugeklappt werde, sondern für die Leser "offen bleibe". "Die Bibel ist kein geschlossenes Buch, sondern ein offenes Buch, das auch für die heutigen Fragen in unserer Gesellschaft Denkanstösse für die Gestaltung einer gerechten und sozialen Gesellschaft bietet. Weil die Heilige Schrift eine immer noch aktuelle Botschaft enthält, müssen wir alles daran setzen, dass sie in der Schweiz ein geöffnetes Buch bleibt," ergänzte Joerg.

Gemäss ihren Statuten fördert die SB "die Übersetzung, Herausgabe und Verbreitung sowie den Gebrauch von Bibeln und Bibelteilen. Sie versteht ihre Tätigkeit im Sinne des von Jesus Christus erteilten Missionsauftrages. Ihr besonderes Anliegen ist die Bibelhilfe für Gebiete in Notlagen und unter Nichtchristen." Im Geschäftsjahr 2003 überwies die Schweizerische Bibelgesellschaft für die Förderung von Bibelprojekten in verschiedenen Erdteilen einen Beitrag von 600 000 Franken an den Weltbund der Bibelgesellschaften (UBS).

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil der Delegiertenversammlung erläuterte Pfarrer Urs Meier (Zürich), Geschäftsführer der Reformierten Medien, in einem Referat die Basisvoraussetzungen einer Marketingstrategie für die Bibelgesellschaft und stellte dabei provokante Frage wie "Haben wir als Schweizerische Bibelgesellschaft eine Marke?", "Hat unsere Markenpersönlichkeit die erwünschte Ausstrahlung?" und "Stärken und pflegen wir die Marke konsequent? ". Nach Meinung von Meier sind die klassischen sechs Komponenten des Marketings von Non-profit-Organisationen (NPO) "Product – Price – Place – Promotion – People - Policy" bei der SB weitgehend vorhanden. Der reformierte Medien- und Werbefachmann wies darauf hin, das die SB klare Vorstellungen über die Identität und die Ziele haben müsse, damit sie auch in Zukunft erfolgreich tätig sein könne. In einer Gruppenarbeit beschäftigten sich die Delegierten mit vier von Meier formulierten marketingbezogenen Thesen. Bei dieser Analyse wurde im Zusammenhang mit der heutigen Diversifikation (Inland- und Auslandauftrag) der Schweizerischen Bibelgesellschaft von den Delegierten mit die Priorität des missionarischen Dienst im Rahmen des Bibelwerkes herausgestellt.

Der Vorstand der SB will in den kommenden Monaten die Mitgliederorganisationen besuchen und mit deren Hilfe Grundzüge für ein erfolgreiches Marketing erarbeiten. Erste Schlussfolgerungen sollen im Jubiläumsjahr 2005 vorgelegt werden.

Ausführliche Informationen über Tätigkeit und Angebote der SB sind erhältlich bei der Schweizerischen Bibelgesellschaft, Postfach, 2501 Biel-Bienne, Telefon 032 322 38 58, oder im Internet unter www.bibelgesellschaft.ch

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Im Brennpunkt

Werden die einheimischen Christen im Irak überleben? uparrowprint druckenemail versenden

Ein Bericht über die Lage der Chaldo-Assyrer

von Christian B. Schäffler*

Die brennende Frage "Gibt es für die Christen die Hoffnung, im Irak verbleiben zu können?" begleitete kürzlich eine Delegation der im Irak lebenden Volksgruppe der christlichen Assyrer während einer Besuchsreise zu verschiedenen europäischen Institutionen in Brüssel. Die im mesopotamischen Zweistromland lebenden christlichen Assyrer bezeichnen sich heute – aufgrund des Mehrheitsstatus der Chaldäisch-katholischen Kirche - als "Chaldo-Assyrer."

Gibt es für die Christen die Hoffnung, im Irak verbleiben zu können?

Nach Ansicht des Delegationsmitglieds Eden Naby wird es nur Hoffnung geben, "wenn die internationale Gemeinschaft dafür sorgt, dass ihre Hilfe gerecht und ohne Diskriminierung verteilt wird, wenn Mechanismen zur Überwachung der administrativen und juristischen Schritte der Kurden im Zusammenhang mit der Rückgabe von Land und unrechtmässig konfisziertem Eigentum an die Chaldo-Assyrer eingeführt werden und die zukünftige irakische Verfassung den einheimischen Christen des Irak ein echtes Stimmrecht einräumt." Damit dies Wirklichkeit wird, benötigen die Chaldo-Assyrer die Unterstützung der Europäischen Union und der internationalen Völkergemeinschaft, sagte Naby.

Die irakische Delegation wies in Brüssel am Beispiel des Schicksals der christlichen Gemeinschaft der Chaldo-Assyrer auf die Probleme der rund 670 000 Christen im Irak nach dem Fall des Regimes von Saddam Hussein hin.

Die Assyrer bekennen sich zum Christentum der Syrischen Kirchen

Das Volk der christlichen Assyrer lebt gegenwärtig in den Nahoststaaten Irak, Iran, Syrien, Türkei, Libanon sowie in westlichen Ländern und in Übersee. Die Assyrer sind die Nachfahren der Christen des Vorderen Orients, die seit dem 3. Jahrhundert im Gegensatz zur byzantinischen Reichskirche selbständige (autokephale) Kirchen gründeten und nicht das Griechische, sondern das Syrische als Liturgie- und Theologiesprache verwendeten. Sie selbst führen ihre Existenz auf die altorientalischen Völkerschaften der Assyrer, Babylonier und Aramäer zurück, die seit der 2. Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. in Syrien und Mesopotamien ansässig wurden.

Die Assyrer bekennen sich zu zwei selbständigen (autokephalen) syrischen Hauptkirchen: zu der schon im 3. Jahrhundert entstandenen ostsyrische Kirchenfamilie der "Alten Apostolischen Kirche des Ostens" (Nestorianer) und zu der im 5. Jahrhunderts entstandenen westsyrischen Kirchenfamilie der "Kirche von Antiochien und dem Gesamten Osten" (Jakobiten), die als Syrisch-Orthodoxe Kirche bekannt ist. In den folgenden Jahrhunderten spalteten sich die mit dem päpstlichen Rom unierte "Chaldäisch-katholische Kirche" und die ebenfalls mit Rom unierte "Syrisch-katholische Kirche" (auch Syrianische Kirche genannt) sowie die "Assyrisch-Evangelische Kirche" von den beiden ursprünglichen Hauptkirchen ab. Orientalische Kirchen die den Papst in Rom als Kirchenoberhaupt anerkennen bezeichnet man als "mit Rom uniert." So entstanden insgesamt fünf assyrische Konfessionen.

Der unierte Zweig, die Chaldäisch-katholische Kirche, entstand im 16. Jahrhundert, als einflussreiche Bischöfe das System der erblichen Patriarchennachfolge (vom Onkel auf den Neffen) nicht mehr akzeptieren wollten. Die Chaldäisch-katholische Kirche und die "Alte Apostolische Kirche des Ostens" haben in den letzten Jahren einen viel versprechenden Dialog aufgenommen, der bereits zu zahlreichen gemeinsamen pastoralen Projekten geführt hat.

Verfolgung der Assyrer im Irak

Im Irak bilden die Assyrer mit rund 1,5 Millionen Menschen nach den Arabern und Kurden die drittstärkste Bevölkerungsgruppe. Nach dem Machtantritt der Baath-Partei unter Saddam Hussein (1968) begann für sie eine besondere Leidenszeit: Immer wieder wurden grössere Gruppen verhaftet, wurden Menschen hingerichtet. Zahlreiche assyrische Intellektuelle "verschwanden" - über ihr Schicksal herrscht zum Teil bis heute Ungewissheit. Systematisch wurden unter Saddam Hussein etwa 200 assyrische Dörfer von der Armee zerstört. 150 Kirchen und Klöster wurden dem Erdboden gleichgemacht. Viele Assyrer wurden, wie die Kurden, in so genannte "Modelldörfer" deportiert, die Internierungslagern glichen. Schon der erste Golfkrieg zwischen dem Iran und dem Irak forderte etliche Menschenleben in der männlichen assyrischen Bevölkerung. Etwa 40 000 Assyrer wurden Opfer von Genozid. Zu ihnen gehören auch 2 000 assyrische Opfer der Giftgasangriffe, die das Saddam-Regime 1988 gegen Siedlungen und Städte der Kurden und Assyrer im Nordirak (Halabdja) durchführte. Unter den Flüchtlingen aus dem Nordirak, die im Frühjahr 1991 nach dem 2. Golfkrieg in die Nachbarstaaten Türkei und Iran flohen, befanden sich auch Zehntausende Assyrer. Nachdem die Alliierten nördlich des 36. Breitengrades im Nordirak eine Schutzzone eingerichtet hatten, entschloss sich die Mehrzahl dieser Flüchtlinge, in ihre zerstörten Dörfer zurückzukehren. Unter dem Schutz der Alliierten konnte sich Irakisch-Kurdistan zu einem autonomen, selbstverwalteten Föderalstaat entwickeln, in dem Kurden und Assyrer gleichberechtigt zusammenleben könnten. Doch der Konflikt zwischen den beiden grossen Kurdenparteien, die Besetzung assyrischer Dörfer durch Kurden und Anschläge auf assyrische Politiker haben viel von diesen Hoffnungen zunichte gemacht.

Aufgrund des Widerstands der Chaldo-Assyrer gegen das Baath-Regime schloss Bagdad diese ethnische und religiöse Minderheit von der Volkszählung aus. Durch die kontinuierliche Auswanderungsbewegung seit Beginn des 20. Jahrhunderts leben heute in der Diaspora - vor allem in den USA - fast genau so viele chaldäisch-katholische Christen wie in der einstigen Heimat. In einigen nordamerikanischen Städten wie Detroit oder San Diego gibt es ganz chaldäisch geprägte Stadtviertel. In den letzten Jahrzehnten sind neue Diözesen in Nord- und Südamerika, Europa und Australien entstanden.

Mit der neuen Wirklichkeit konfrontiert

Der durch Krieg erzwungene Regierungs- und Machtwechsel in Bagdad hat die Lebensbedingungen der Chaldo-Assyrer bisher kaum verbessert. Zum ersten Mal in der modernen Geschichte wurde zwar ihre Existenz im Übergangsrecht anerkannt, welches im März 2004 verabschiedet wurde. Dieses gleiche Recht stellt jedoch die meisten Dörfer der Chaldo-Assyrer unter kurdische Herrschaft, ungeachtet der historischen Christenverfolgung durch die sunnitischen Kurden und den Unterdrückungen aus jüngerer Zeit in den drei kurdisch-kontrollierten Regionen im Norden des Irak.

Während die Christen in den im Jahr 2003 von den Amerikanern geschaffenen Stadträten von Kirkuk und Mosul vertreten sind, haben sie in den Stadträten der kurdisch kontrollierten Gebiete kein Stimmrecht. Im gleicher Weise hat die kurdische Verwaltung verhindert, dass die zweitgrösste Volksgruppe im Norden des Landes in den Genuss der Vorteile des "Öl für Nahrungsmittel" -Programms, der UN-Wiederaufbauhilfe, der medizinischen Hilfe oder anderer Hilfsmassnahmen gelangt. Die Aussichten auf Besserung bleiben in einer Zeit, in der christliche Amtsträger in grösseren Städten wie Mosul nach wie vor Zielscheiben von Mordanschlägen sind, bescheiden.

Christliche Kirchen fordern verfassungsmässige Rechte

In der neuen irakischen Verfassung sollen die Assyrer aller Konfessionen (Assyrisch, Chaldäisch, Malekitisch und Syrisch) als Urvolk des Zweistromlandes und nationale Identität anerkannt und die Rechte der Assyrer gesichert werden. Den Vertrieben des assyrischen Volkes soll die Rückkehr in ihre Dörfer gesichert werden. Die Besitztümer der Vertriebenen, die auf illegaler Art und Weise entnommen wurden, sollen wieder an ihre rechtmässigen Besitzer zurückgegeben werden.

Seit dem Sturz Saddam Husseins kämpfen die irakischen Christen öffentlich um ihre Rechte.
Die Patriarchen und Bischöfe der christlichen Kirchen im Irak forderten erstmals im Mai 2003 in einer gemeinsamen Erklärung, dass in der neuen Verfassung des Landes alle Menschenrechte, einschliesslich der Religionsfreiheit, verankert werden und riefen zu einem "Dialog der Brüderlichkeit und Gleichberechtigung" der irakischen Muslime und Christen auf. Die Leiter der Assyrischen, Syrischen und Chaldäischen Kirche trafen sich im November 2003 in Bagdad zu einer gemeinsamen Konferenz und beschlossen, in Zukunft vereint als "Chaldo-Assyrer" auftreten, um ihren Forderungen nach verfassungsmässiger, politischer und sprachlicher Anerkennung im neuen Irak mehr Gewicht zu verleihen. Unter Saddam Husseins Regime wäre ein solcher Vorstoss undenkbar gewesen.

Sollten sich im langen Prozess der "Demokratiebildung" die Durchsetzung der Menschenrechte als unabdingbare Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben und damit die Lebensbedingungen der Chaldo-Assyrer nicht spürbar verbessern, so steht diese christliche Gemeinschaft möglicherweise vor dem endgültigen Exodus aus ihrem Heimatland Mesopotamien, das in weiten Teilen zum heutigen Irak gehört.

* Christian B. Schäffler (Basel) ist Chefredaktor des Adventistischen Pressedienstes APD in der Schweiz.

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Religionsstatistik für den Irak

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.