APD-INFORMATIONEN 6/2004
- Schweiz
- International
- Paneuropäischer Jugendkongress der Adventisten in Polen
- Adventistin im Irak getötet
- Russland: Rechtsradikale Schmierereien an adventistischer Bildungsstätte
- Zwei adventistische Kirchen im Sudan zerstört
- Missionsbüros im Kongo verwüstet
- "Vom Umgang der Angolaner miteinander können wir lernen"
- Italien: Zehn Jahre Stiftung "Adventum"
- Deutschsprachige Freikirchenbibliothek jetzt nutzbar
- Umbenennung der Methodistenkirche in Österreich
- Ökumene
- Religion + Staat
- Vatikan mit mehr Rechten bei UN-Vollversammlung
- EU-Verfassung ohne Gottesbezug
- Präsident der katholischen EU-Bischöfe sieht Verfassung differenziert
- Religionsgemeinschaften in Spanien vor staatlicher "Gleichstellung"
- Kopftuchverbot an türkischen Universitäten rechtens
- Russischer Aussenminister zu Gesprächen im Vatikan
- Israelisch-vatikanische Gespräche wieder aufgenommen
- ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
- Kommentare
- Buchrezensionen
- Impressum
Schweiz
Aufruf des EKD-Ratsvorsitzenden beim Bullinger-Festakt in Zürich: "Evangeliumsverkündigung wieder ins Zentrum rücken" 
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Zürich, 26.07.2004 / APD
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber (Berlin), hat die Kirchen aufgerufen, das Glaubensthema wieder ins Zentrum zu rücken. Die Grundaufgabe, das Evangelium zu verkündigen und zu evangelischer Bibelfrömmigkeit anzuleiten, gewinne neue Aktualität, sagte Huber am 13. Juni in Zürich in einem Festvortrag zum 500. Geburtstag des Schweizer Reformators Heinrich Bullinger (1504-1575). Die Kirchen könnten sich heute nicht mehr auf die Vermittlung moralischer Massstäbe beschränken, sagte der EKD-Ratsvorsitzende. Sie müssten vielmehr ihre spezifisch religiöse Kompetenz zur Geltung bringen. In weiten Teilen Mitteleuropas habe der christliche Glaube seine frühere Selbstverständlichkeit verloren. Die christlichen Kirchen dürften nicht in der "Selbstsäkularisierung" stecken bleiben, die besonders den Protestantismus in den vergangenen Jahrzehnten geprägt habe. Es sei eine zentrale Zukunftsaufgabe, vom Glauben so zu reden, "dass wir auch diejenigen Menschen anrühren und überzeugen, die ohne Berührung mit dem christlichen Glauben aufgewachsen sind oder die den Zugang zu ihm über die Jahre verloren haben." Er habe hohe Erwartungen an Aufbrüche zu einer neuen Spiritualität, sagte Huber. Allerdings müsse es sich um eine bewusst christliche Spiritualität handeln.
Huber bekannte, dass sein eigenes Denken Wandlungen durchlaufen habe. Früher habe ihm vor allem die gesellschaftliche Dimension des Glaubens am Herzen gelegen. Heute werde ihm die Frage immer dringlicher, "wie wir die Sprache, die Symbole und die Ausdrucksformen wiedergewinnen, mit denen unser Glaube in unserem persönlichen Leben, aber auch in unserer Welt sichtbar wird."
International
Paneuropäischer Jugendkongress der Adventisten in Polen 
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Bern, 26.07.2004 / APD
Zum ersten paneuropäischen Jugendkongress der Siebenten-Tags-Adventisten vom 4. bis 8. August werden in Wroclaw, dem früheren Breslau, 2 200 Jugendliche aus 30 Ländern, davon etwa 120 aus der Schweiz und 700 aus Deutschland erwartet. Ein vielfältiges Programm ist für die Teilnehmer in der "Halle Ludowa" (Jahrhunderthalle) und ihrem Aussengelände vorgesehen. Unter anderem sind zahlreiche Workshops mit dem Schwerpunkt "Jugendevangelisation" geplant. Auf acht Bühnen werden beispielhafte Aktionen der Strassen-Jugendevangelisation aus verschiedenen Ländern dargestellt. Mit einem Lauf durch die Altstadt von Wroclaw soll auf die Lebensweise hingewiesen werden, die adventistische Jugendliche vertreten. Zum Motto des Kongresses "Time 4 Action" spricht der aus Mauritius stammende Pastor Gilbert R. Cangy, Jugendabteilungsleiter der Freikirche in Australien, Neuseeland und Papua-Neuguinea. Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski hat die Schirmherrschaft für den paneuropäischen Kongress übernommen.
Adventistin im Irak getötet 
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Mosul/Irak, 26.07.2004 / APD
Erstmals seit der Besetzung des Landes ist ein Mitglied der Siebenten-Tags-Adventisten im Irak getötet worden. Eine Mutter von drei Kindern, wobei das älteste erst elf Jahre ist, war mit dem Auto zu einer Hochzeitsfeier nach Mosul unterwegs. Dabei passierte sie einen Militärkonvoi, vor dem sich gerade eine Explosion ereignete, so dass die Amerikaner zu schiessen begannen. Ein Querschläger traf die Frau tödlich, eines ihrer Kinder wurde verletzt. Die Beisetzung fand in Mosul statt, wo es eine kleine adventistische Gemeinde gibt. Die Mitglieder der Freikirche hatten bisher den Irakkrieg und die darauffolgende, unruhige Zeit unbeschadet überstanden. Zur Zeit gibt es im Irak drei adventistische Gemeinden, von denen die in Bagdad mit etwa 200 Mitgliedern die grösste ist. Seit 1959 ist die Freikirche im Land staatlich anerkannt.
Russland: Rechtsradikale Schmierereien an adventistischer Bildungsstätte 
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Moskau/Russland, 26.07.2004 / APD
Antisemitische und rechtsradikale Schmierereien sowie Hakenkreuze haben Unbekannte an den Gebäuden des etwa 100 Kilometer südlich von Moskau entfernten theologischen Seminars der Siebenten-Tags-Adventisten in Zaokski bei Tula angebracht. In den frühen Morgenstunden waren dort Parolen, wie "Tod den Juden", "Es ist hier kein Platz für euch", "Russland den Russen" und "Jüdische Sekte verschwinde aus Russland" zu finden. Dozenten und Studenten zeigten sich schockiert.
"Wir bedauern, dass durch solch einen Akt des Vandalismus unsere Bemühungen, die Ortschaft Zaokski so schön wie möglich zu gestalten, vergiftet werden. Wir wissen nicht, ob Ortsansässige oder Auswärtige hinter der Tat stecken, hoffen aber, dass es nicht unsere Nachbarn waren", betonte der Präsident der Freikirche in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Pastor Artur Stele, Moskau. Zwar würden die Adventisten, wie die Juden, den biblischen Sabbat als Ruhetag am Samstag heilig halten, doch handele es sich bei ihnen um eine protestantische Freikirche, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetze und sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz wende. Durch das seit 1987 in Zaokski bestehende Seminar habe sich die Infrastruktur des Ortes mit dem Ausbau von Strassen, Wasser- und Telefonleitungen sowie durch Strassenlaternen positiv verändert.
Das Seminar ist seit 1991 als höhere Ausbildungsstätte staatlich anerkannt. Die rund 350 Studenten können in Zaokski ausser Theologie die Fachbereiche Landwirtschaft, Finanzwesen, Pädagogik und Musik belegen. In der GUS gibt es über 145 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1 856 Gemeinden. Gemeinden.
Zwei adventistische Kirchen im Sudan zerstört 
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Khartum/Sudan, 26.07.2004 / APD
Unter den 50 000 Flüchtlingen aus der westsudanesischen Provinz Nyala in der Dafur Region, die in Lagern in Matarik unterkamen, befinden sich auch rund 100 Siebenten-Tags-Adventisten. Wie die Freikirchenleitung in Khartum mitteilte, sei kein Gemeindeglied bei der Flucht getötet oder verletzt worden. Zwei adventistische Kirchen in der Region seien aber bereits im Mai zerstört worden. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA bemühe sich zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen, die rund eine Million Flüchtlinge im Sudan und im Tschad mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Im islamisch geprägten Teil Sudans leben rund 3 300 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 14 Gemeinden, im schwarzafrikanischen, animistischen Süden des Landes befinden sich über 5 100 Adventisten in 16 Gemeinden.
Missionsbüros im Kongo verwüstet 
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Bukavu/Kongo, 26.07.2004 / APD
Bei der Einnahme der ostkongolesischen Provinzhauptstadt Bukavu durch bewaffnete Rebellen wurden auch die Büroräume der dortigen adventistischen Kirchenleitungen verwüstet. Bewaffnete plünderten das Büro der Süd-Kivu-Mission und die Wohnung des Vorstehers. Ein Mob aus Jugendlichen und Kindern warf Steine auf das Bürogebäude der übergeordneten Ost-Kongo-Mission und zerschlug die Fensterscheiben. Verletzte waren nicht zu beklagen. Inzwischen haben die Rebellen Bukavu wieder verlassen. Im Osten Kongos, zu dem die Süd-Kivu-Mission gehört, leben rund 230 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 855 Gemeinden.
"Vom Umgang der Angolaner miteinander können wir lernen" 
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Ostfildern/Deutschland, 26.07.2004 / APD
Drei Wochen verbrachten der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Süddeutschland, Pastor Günther Machel (Ostfildern), der Seelsorger der Adventgemeinde Rastatt, Pastor Ralf Lachmann, und sieben Laienglieder in der südangolanischen Provinzhauptstadt Huambo zu Bibelvorträgen. Nach ihrer Ankunft in der zweitgrössten Stadt Angolas wurde der Gruppe schnell bewusst, wie sehr das Land vom dreissigjährigen Bürgerkrieg gekennzeichnet ist. "Wir haben kein Haus und keine Strasse ohne Einschusslöcher entdeckt", berichtete Machel. Fünf von der Gruppe hielten zeitgleich jeweils 18 Evangelisationsvorträge unter freiem Himmel. Einer der Veranstaltungsorte war ein grosser Fussballplatz. Insgesamt kamen auf den fünf Plätzen allabendlich bis zu 35 000 Zuhörer zusammen. Am letzten Tag liessen sich 821 Menschen in zwei Seen taufen. "Wer allerdings meint, dass die Leute in Afrika im Schnellverfahren zur Taufe geführt werden, irrt", betonte Pastor Machel. "Alle Täuflinge hatten über Monate Bibelunterricht. Keiner von denen, die an den Abenden nach vorn kamen und eine Entscheidung für Christus trafen, wurde an diesem Tag mitgetauft." Die dortigen adventistischen Gemeinden legen grossen Wert auf eine gute biblische Unterweisung.
Der süddeutsche Freikirchenleiter besuchte mit der Gruppe auch den kleinen Ort Kalima ausserhalb von Huambo. Dort teilt das Advent-Wohlfahrtswerk jeden Monat Nahrungsmittel für mehr als 19 000 Menschen aus. Die Lebensmittel liefert das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), die Verteilung wurde dem Sozialwerk der Freikirche unter der Leitung von Augusto Artur übertragen. Es sei beindruckend gewesen, wie sorgsam und friedlich die Rationen ausgegeben worden seien. Doch es habe auch nachdenklich gestimmt: "Wären wir mit 14 Kilogramm Mais, 1,5 Kilogramm Erbsen oder Bohnen, 0,9 Liter Öl und 150 Gramm Salz pro Monat zufrieden?" Zum Teil seien nach Machel die Menschen 50 Kilometer zu Fuss bis zur Verteilstelle unterwegs. Der zweite Ort, den die süddeutsche Gruppe sich anschauen konnte, war die ehemalige, etwa 80 Kilometer von Huambo entfernte, adventistische Missionsstation Bongo. „Ein traumhaftes Gelände von 970 Hektar“, stellte Günther Machel fest. "Vor Jahren waren hier etwa 700 Schüler und Studenten in Ausbildung. Es gab ein theologisches Seminar, ein Gymnasium, eine Grundschule, ein Krankenhaus, zwei Kirchen, landwirtschaftliche Gebäude und Häuser für Angestellte, doch der Bürgerkrieg hat alles zerstört."
Angola bezeichnete Pastor Machel als ein Land am Fuss eines riesigen Trümmerberges. Es stelle sich die Frage, wo man mit einem Neuaufbau anfangen solle. Andererseits habe die Gruppe erlebt, wie einer um das Wohl des anderen bekümmert sei. "Vom Umgang der Angolaner miteinander können wir in Deutschland noch viel lernen." Die süddeutsche Gruppe gehört zu den über einhundert Laiengliedern und Pastoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in diesem Jahr Bibelvorträge im Ausland durchführen. Die dort gesammelten Erfahrungen sollen die Teilnehmer für eigene Evangelisationen im nächsten Jahr in ihrem Land nutzen.
Eine ganze Reihe von Pastoren, die heute in Angola tätig sind, ist in Friedensau bei Magdeburg ausgebildet worden, wo die Freikirche eine Theologische Hochschule unterhält. Einige von ihnen seien Übersetzer bei den Evangelisationsvorträgen gewesen, so Machel. In Angola leben über 235 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 792 Gemeinden.
Italien: Zehn Jahre Stiftung "Adventum" 
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Rom/Italien, 26.07.2004 / APD
APD Die 1994 von den italienischen Siebenten-Tags-Adventisten gegründete Stiftung "Fondazione Adventum" hat in Rom ihr zehnjähriges Jubiläum begangen. Die 1998 staatlich anerkannte landesweite Stiftung des öffentlichen Rechts unterhält Beratungsstellen für Menschen, die "Kredit-Haien" in die Hände fielen und aus dem Kreislauf dauernder Verschuldung durch Wucherzinsen herauskommen wollen. Rechtsanwälte, Finanzberater, Psychologen und Seelsorger stehen ehrenamtlich zur Verfügung, um mit dem Hilfesuchenden dessen Fall zu analysieren und festzustellen, welche finanziellen und psychologischen Schritte erforderlich sind. Bei Bedarf wird versucht, den Opfern eine Arbeitsstelle zu vermitteln und sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Gegebenenfalls nimmt die Stiftung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken auch eine Umschuldung vor. Bisher habe über eintausend Familien geholfen werden können, sagte Stiftungspräsident Pastor Ignazio Barbuscia (Rom).
Das Kapital von "Fondazione Adventum" in Höhe von drei Millionen Euro stammt aus der Einkommenssteuer. Seit einigen Jahren haben die Italiener die Wahl, wem sie acht Promille ihrer Einkommenssteuer für soziale Zwecke zukommen lassen wollen. Jedes Jahr entscheidet sich etwa ein Prozent der Steuerzahler für die Adventisten. Für das Jahr 2003 erhielten sie 2,53 Millionen Euro. Aus diesen Mitteln finanziert die evangelische Freikirche nicht nur das "Adventum"-Projekt, sondern auch andere Sozialprogramme in Italien, wie Gesundheitsvorsorge einschliesslich Raucherentwöhnungsseminare, Ambulanzen für Behinderte sowie Ausstattung von Krankenstationen und Kliniken. Ausserdem werden Schulen und landwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern unterstützt. In Italien leben 6 440 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 91 Gemeinden.
Deutschsprachige Freikirchenbibliothek jetzt nutzbar 
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Friedensau/Deutschland, 26.07.2004 / APD
Die Bibliothek des "Vereins für Freikirchenforschung" (VFF) ist jetzt für Interessenten verfügbar. Der 1990 entstandene Verein will auch Schrifttum aus den Freikirchen Nutzern zugänglich machen. Dazu wurde der Bestand an Büchern und Zeitschriften aus unterschiedlichen Freikirchen 2001 nach Friedensau bei Magdeburg (Deutschland) in die Bibliothek der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten überführt, katalogisiert und in einem eigenen Raum mit 100 Metern Regallänge untergebracht. Laut dem Leiter der Hochschulbibliothek, Ralph Köhler, umfasst die Sammlung zur Zeit 2 500 Bücher und Zeitschriftenbände. Die in Deutschland einmalige Bibliothek untersteht weiterhin dem "Verein für Freikirchenforschung" unter dem Vorsitz von Professor Dr. Erich Geldbach. Sie ist eine Quellensammlung und Fundgrube für alle, die sich mit den verschiedenen Freikirchen, deren Geschichte und Theologie beschäftigen wollen, und während der Öffnungszeiten der Friedensauer Hochschulbibliothek zugänglich. Auch die Fernleihe von Büchern ist möglich. Anfragen zum Buchbestand und zur Fernleihe sind an die Theologische Hochschule Friedensau, Bibliothek, An der Ihle 5, D-39291 Friedensau, Telefon 0049-3921-916-135, Telefax 0049-3921-916-159, E-Mail: leihstelle.bib@ThH-Friedensau.de, zu richten.
Umbenennung der Methodistenkirche in Österreich 
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Wien/Österreich, 26.07.2004 / APD
Die bisherige "Methodistenkirche in Österreich" heisst jetzt "Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich" (EmK). Die Namensänderung wurde durch eine entsprechende Verordnung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Wien kürzlich in Kraft gesetzt. Vorausgegangen war ein Beschluss der Evangelischen Generalsynode Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses, dass keine Einwendungen gegen die Bezeichnung "Evangelisch-methodistische Kirche" bestehen. Die Evangelische Kirche in Österreich beansprucht die Bezeichnung "evangelisch" mit wenigen Ausnahmen für sich und ist bereits rechtlich gegen Freikirchen vorgegangen, die den Begriff im Namen führen wollten. Die EmK in Österreich ist eine staatlich anerkannte Kirche und hat rund 1 500 Mitglieder in zehn Gemeinden.
Ökumene
ÖRK-Generalsekretär würdigt Arbeit des Konfessionskundlichen Instituts 
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Bensheim/Deutschland, 26.07.2004 / APD
Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Dr. Samuel Kobia (57), besuchte im Rahmen seiner ersten offiziellen Deutschlandreise seit seiner Amtsübernahme auch das Konfessionskundliche Institut in Bensheim an der Bergstrasse und würdigte dabei die Bedeutung der theologischen Einrichtung für die ökumenische Bewegung. Träger des Instituts ist der Evangelische Bund e. V., ein konfessionskundliches und ökumenisches Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Kobia betonte die "höchst wichtige Arbeit des Instituts für den Ökumenischen Rat der Kirchen", die insbesondere deren Programmeinheit von Glauben und Kirchenverfassung zu gute komme. Der methodistische Theologe hatte am 1. Januar 2004 die Nachfolge des deutschen Theologieprofessors Dr. Konrad Raiser an der Spitze des ÖRK angetreten. Der Repräsentant des Ökumenischen Rates, der unter seinem Dach 342 Kirchen vereinigt, dankte den deutschen Kirchen ausdrücklich für ihre grosse finanzielle und ideelle Unterstützung der im ÖRK vertretenen weltweiten christlichen Gemeinschaft.
Schwerpunkte der Gespräche von Kobia bildeten die Pläne des neuen Generalsekretärs und die laufenden Arbeiten des Ökumenischen Rates. Er nannte drei wesentliche Herausforderungen: Die Neuorientierung der Ökumene im 21. Jahrhundert und die damit verbundene Emanzipation von bisher vorwiegend europäischen theologischen Denkmodellen, die Intensivierung des weltweiten interreligiösen Dialogs sowie die Vertiefung der Spiritualität als Basis der christlichen Gemeinschaft. "Frieden, Versöhnung und Menschlichkeit sind die Maximen des Ökumenischen Rates", sagte der kenianische Methodistenpfarrer. Einen direkten Vergleich mit der UNO wollte Samuel Kobia jedoch nicht ziehen, meinte aber: "Ich habe mich erst letzten Monat mit UN-Generalsekretär Kofi Anan getroffen, und wir sind uns darüber einig, gemeinsam für den Frieden der Welt zu arbeiten."
Während seiner Deutschlandreise vom 28. Juni bis 2. Juli, informierte Kobia auch über den Stand der ÖRK-Dekade zur Überwindung von Gewalt, die Vorbereitungen auf die neunte ÖRK-Vollversammlung 2006 in Porto Alegre (Brasilien) sowie über die ökumenischen Begleitprogramme in Palästina und Israel (EAPPI). Er besuchte neben Berlin und Hannover, dem Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heidelberg, die Wartburg bei Eisenach und Bad Orb. Dabei kam es auch zur Begegnung mit Vertretern evangelischer Landeskirchen und den dem ÖRK angehörenden Freikirchen. Der Besuch unterstreiche die „enge Beziehung zwischen dem ÖRK und den deutschen Kirchen“, meinte Kobia. Er wolle diese Beziehung weiter vertiefen.
Das Leitbild und die Zielsetzung des Konfessionskundlichen Instituts definierte der seit März 2001 amtierende Direktor des Evangelischen Bundes und Leiter des Instituts in Bensheim, Michael Plathow (61), mit "evangelisch und ökumenisch". Das bedeute "evangelisch" in der ökumenischen Offenheit und "ökumenisch" in evangelisch-reformatorisch-protestantischer Profilierung. Der evangelische Theologe Plathow habilitierte sich 1979 in Heidelberg in Systematischer Theologie. Die Bibliothek des Konfessionskundlichen Instituts umfasst über 70 000 Bücher, mehr als 200 Zeitschriften und Pressedienste sowie umfangreiche Archivunterlagen, die es für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung stellt. Weitere Informationen über das Institut sind im Internet unter http://www.ekd.de/ki zu finden.
US-Katholiken wachsen weiter: 23 Prozent der Gesamtbevölkerung sind katholisch 
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Washington D.C./USA, 26.07.2004 / APD
APD Die Zahl der Katholiken in den USA ist 2003 weiter gestiegen. Derzeit gehören rund 67,3 Millionen der mehr als 270 Millionen US-Bürger der römisch-katholischen Kirche an, heisst es im neuen Amtskalender der Kirche in den USA. Das sind 850 000 mehr als im Vorjahr. Damit beträgt ihr Anteil rund 23 Prozent. Die römisch-katholische Kirche ist damit die grösste US-Glaubensgemeinschaft. Tatsächlich dürfte die Zahl der getauften Katholiken weit höher liegen, die Statistik umfasst nur jene Katholiken, die von den Pfarrgemeinden erfasst sind.
Die Zahl der Priester ist um rund 270 leicht auf 44 487 gesunken, die Zahl der Ständigen Diakone stieg um rund 600 auf 14 700. Fast 30 Prozent der Priester sind im Ruhestand, krank oder ausser Dienst. Die Zahl der Ordensbrüder ist mit 5 504 (64 weniger als 2002) praktisch gleich geblieben, während die Zahl der Ordensfrauen neuerlich um 3 212 auf 71 468 zurückgegangen ist.
An den 232 kirchlichen Colleges und Universitäten lernten 747 000 Studenten und Schüler. Darüber hinaus verfügt die katholische Kirche in den USA über 787 kirchliche "High Schools", an denen mehr als 680.000 Schüler eingeschrieben sind. Ausserdem nennt die Statistik rund 6.500 kirchliche Volksschulen, in denen rund 1,8 Millionen Mädchen und Buben lernen. In den 583 katholischen Krankenhäusern der USA wurden im Jahr 2003 rund 84 Millionen Patienten behandelt. Die Dienste der katholischen Sozialeinrichtungen wurden von mehr als 21 Millionen Menschen in Anspruch genommen.
Religion + Staat
Vatikan mit mehr Rechten bei UN-Vollversammlung 
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New York/USA, 26.07.2004 / APD
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat am 1. Juli den Status des Vatikans bei der UNO aufgewertet. Als Ständiger Beobachter hat er jetzt die gleichen Rechte wie andere, bei den Vereinten Nationen registrierte Beobachter. So hat der Vertreter des Vatikans jetzt Rederecht in der Vollversammlung, ohne vorher eine Genehmigung für Redebeiträge einholen zu müssen. Er kann Stellung nehmen, eigene Dokumente verbreiten und Punkte für die Tagesordnung einreichen. Ein Stimmrecht ist damit jedoch nicht verbunden. Ständiger Beobachter des Vatikans bei den Vereinten Nationen ist Erzbischof Celestino Migliore.
EU-Verfassung ohne Gottesbezug 
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Friedensau/Deutschland, 26.07.2004 / APD
Seit der am 18. Juni 2004 erfolgten Einigung der europäischen Regierungsvertreter steht fest, dass die noch von den nationalen Parlamenten zu ratifizierende EU-Verfassung in ihrer Präambel keinen konkreten Gottesbezug enthalte. Verwiesen werde statt dessen auf die "Inspiration des kulturellen, religiösen und humanistischen Erbes Europas, ... aus dem sich die universalen Werte der unverletzbaren und unveräusserlichen Rechte des Menschen, der Demokratie, der Gleichheit, der Freiheit und des Rechtsstaats entwickelt haben".
Demgegenüber hatten konservative und christlich orientierte Politiker sowie die grossen Kirchen einen ausdrücklichen Bezug auf Gott oder zumindest einen Hinweis auf das christliche Erbe Europas gefordert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, regten eine verstärkte Diskussion über das christlich-jüdische Erbe an und forderten die Kirchen auf, die Wertegemeinschaft in Europa zum Thema zu machen.
"So verständlich das von christlicher Seite geäusserte Bedauern über das Fehlen eines konkreten Gottesbezugs auch ist, so muss doch wahrgenommen werden, dass eine Formulierung, die einer bestimmten religiösen Vorstellung verpflichtet ist, nicht allseitig identitätsstiftend sein kann", betonte der Jurist Dr. Harald Mueller, Lehrbeauftragter im Fachbereich Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD). Sie würde von denjenigen als ausgrenzend empfunden werden, die diese Vorstellung nicht teilten. Eine Entscheidung für oder gegen die Überzeugung von der Existenz Gottes könne nur individuell und nicht per Verfassungspräambel getroffen werden. Es bleibe abzuwarten, wie sich die von den grossen Kirchen angestossene Diskussion über die europäische Wertegemeinschaft entwickele.
Interessanterweise spiele der Rückgriff auf das bislang nicht näher definierte "christlich-jüdische Erbe Europas" neuerdings vermehrt eine Rolle auch in der nationalen Gesetzgebung und Rechtsprechung, so Mueller. Dies zeige sich in der aktuellen Kopftuch-Debatte, wo in nicht unbedenklicher Weise Differenzierungskriterien aufgestellt würden, um beunruhigende Erscheinungen, die nicht aus der Mehrheitstradition stammten, abwehren zu können.
Präsident der katholischen EU-Bischöfe sieht Verfassung differenziert 
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Brüssel/Belgien, 26.07.2004 / APD
Der Präsident der Kommission der römisch-katholischen Bischofskonferenzen des EU-Raumes (ComECE), Bischof Josef Homeyer, hält den fehlenden Gottesbezug in der EU-Verfassung zwar für einen "Skandal". Von grosser positiver Bedeutung sei dagegen die Einführung des "Kirchenartikels" 51, sagte der Hildesheimer Bischof in einem Interview mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Auch in der Grundrechte-Charta werde der Begriff "religiös" verwendet. Man solle also nicht so tun, als sei die Verfassung total unchristlich und unkirchlich.
Zum bevorstehenden Ratifizierungsverfahren in den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union äusserte sich Homeyer zurückhaltend. In dem Gesetzeswerk seien wesentlich mehr christliche Elemente enthalten sowie Wünsche und Erwartungen der Kirchen erfüllt als man noch vor zwei Jahren geglaubt habe, sagte Homeyer. Im Artikel 51 werde das Staat-Kirche-Verhältnis in den Einzelstaaten garantiert; zudem seien ein verbindlicher und transparenter Dialog zwischen Kirchen und EU-Kommission sowie der Charakter der Kirchen im Unterschied zur Zivilgesellschaft festgeschrieben. "Die Veränderungen sind gewaltig", so der Bischof.
Religionsgemeinschaften in Spanien vor staatlicher "Gleichstellung" 
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Madrid/Spanien, 26.07.2004 / APD
Die neue sozialistische Regierung Spaniens plant eine völlige Gleichstellung der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften. Auch eine Ausdehnung des staatlichen Kirchenfinanzierungsmodells für die katholischen Diözesen auf sämtliche registrierten Gemeinschaften sei geplant, meldet die katholische Nachrichtenagentur "Kathpress". Nach Angaben des spanischen Justizministers Juan Fernandez Lopez Aguilar sei Spanien "kein konfessionelles Land". Es dürfe keine "Religionen erster, zweiter oder dritter Klasse" geben.
Die römisch-katholische Kirche in Spanien bezieht ihre Haupteinnahmen aus dem Kirchenfinanzierungsmodell von 1988. Demnach haben die Spanier die Möglichkeit, 0,7 Prozent ihrer Einkommenssteuer entweder der katholischen Kirche oder einer anerkannten wohltätigen Organisation zu spenden.
Die protestantischen Kirchen und Gemeinschaften sowie die jüdischen Gemeinden Spaniens fordern vom Staat schon seit längerem eine finanzielle Unterstützung, die vergleichbar mit dieser Kirchensteuer ist. In letzter Zeit schlossen sich auch die Muslime der Forderung an. Damit solle die Benachteiligung gegenüber der römisch-katholischen Kirche aufgehoben werden.
Der Vorsitzende der katholischen Spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Antonio Maria Rouco Varela, erinnerte im Zusammenhang mit den Plänen von Lopez Aguilar daran, dass die katholische Kirche auf einer genauen Einhaltung der Abkommen von 1979 bestehe. Es müsse gesichert sein, dass die Kirche die Mittel habe, ihre Aufgaben zu erfüllen.
Eine Reihe von Gesetzesvorhaben, die der Justizminister Lopez Aguilar im Parlament präsentierte, haben in den vergangen Monaten für eine schlechte Stimmung zwischen Staat und Kirche gesorgt. So will die sozialistische Regierung unter Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero sowohl das Klonen von Embryonen zu "therapeutischen" Zwecken gestatten als auch die Gesetze zur künstlichen Befruchtung erweitern. Ausserdem will die Regierung die Abtreibungsgesetze "liberalisieren", die "Homo-Ehe" einführen und die Scheidung erleichtern. Kirchliche Vertreter hatten mit scharfen Protesten reagiert.
In der Folge seines Besuchs bei Papst Johannes Paul II. am 21. Juni betonte Ministerpräsident Zapatero jedoch, die bestehenden bilateralen Verträge seines Landes mit dem Heiligen Stuhl würden unter ihm auf Punkt und Beistrich eingehalten. Er suche eine "ungehinderte Beziehung" mit der römisch-katholischen Kirche, so Zapatero nach seiner Privataudienz beim Papst. Ein gutes Verhältnis mit der Kirche sei die "Philosophie" seiner Regierung. Das Treffen mit Johannes Paul II. beschrieb er als "sehr herzlich".
Kopftuchverbot an türkischen Universitäten rechtens 
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Strassburg/Frankreich, 26.07.2004 / APD
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg hat sich am 29. Juni in einem Urteil mit dem Verbot der Universität Istanbul befasst, durch das Tragen von Kleidung die religiöse Überzeugung auszudrücken. Geklagt hatte eine muslimische Studentin, der das Tragen des Kopftuches auf dem Universitätsgelände untersagt worden war. Der Gerichtshof hielt das Kopftuchverbot mit Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Religionsfreiheit) für vereinbar. Begründet wurde dies mit der verfassungsrechtlichen Situation in der Türkei, die durch strikten Laizismus gekennzeichnet sei. Der Staat habe das Recht, die öffentliche Ordnung und die Freiheitsrechte anderer durch das angegriffene Verbot zu schützen. Im Hintergrund stehe das Ziel, extremistische Strömungen abwehren zu können. Der Gerichtshof betonte in seiner Begründung unter anderem, dass in der strittigen Regelung alle religiösen Symbole gleichbehandelt würden, also nicht zwischen verschiedenen Traditionen und Religionen unterschieden werde.
Russischer Aussenminister zu Gesprächen im Vatikan 
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Rom/Italien, 26.07.2004 / APD
Die internationale Situation, vor allem "das schwere Problem des Friedens im Heiligen Land und Irak", standen im Mittelpunkt von Gesprächen des russischen Aussenministers Sergej Lawrow am 15. Juli im Vatikan. Nach Angaben der Nachrichtenagentur "Kathpress" traf der Politiker mit Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano und seinem vatikanischen Amtskollegen, Erzbischof Giovanni Lajolo, zusammen.
Neben bilateralen Fragen ging es auch um den "Dialog zwischen den Kulturen" und um die Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Organisationen, heisst es in einer Erklärung des stellvertretenden Vatikansprechers, Pater Ciro Benedettini. Die Begegnung habe die "bestehenden herzlichen Beziehungen zwischen beiden Seiten unterstrichen" - samt der "Möglichkeit weiterer Entwicklungen", heisst es in der Erklärung. Zwischen dem Heiligen Stuhl und der Russischen Föderation bestehen keine volle diplomatischen Beziehungen, sondern Arbeitskontakte, die von Botschaftern koordiniert werden.
Israelisch-vatikanische Gespräche wieder aufgenommen 
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Jerusalem/Israel, 26.07.2004 / APD
Die Gespräche zwischen dem Staat Israel und dem Heiligen Stuhl über die wirtschaftliche und steuerrechtliche Stellung der römisch-katholischen Kirche in Israel sind nach rund einjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Wie der katholische Nachrichtendienst "AsiaNews" aus Rom unter Berufung auf Delegationskreise berichtete, wurde die Begegnung im Jerusalemer Aussenministerium am 5. Juli nach rund drei Stunden Dauer ohne Schlusserklärung vertagt.
Die Vatikan-Delegation wurde von dem Diplomaten Monsignore Gianfranco Galloni geleitet. Auf israelischer Seite führte Botschafter Gadi Golan die Verhandlungen. Eine Fortsetzung wurde für September vereinbart. Beobachter gehen davon aus, dass die Gespräche sich noch lange hinziehen werden.
ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch
Vollkornkekse für unterernährte Kinder 
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Lentigny FR, 26.07.2004 / APD
Um der Unterernährung von Kindern in Nordkorea zu begegnen, werden in der von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in der Hauptstadt Pjöngjang eingerichteten Grossbäckerei von 50 in zwei Schichten arbeitenden Bäckern jeden Tag 300 000 Vollkornkekse mit dem Smiley-Zeichen hergestellt. Sie kommen in 450 Kindergärten in den Provinzen Nord- und Südpyongan an insgesamt 32 000 Mädchen und Jungen zur Verteilung. Das Projekt im Wert von 83 000 Euro wird von ADRA Schweiz und der Deutschen Welthungerhilfe finanziert.
ADRA arbeitet seit 1995 in Nordkorea. Die von ADRA Schweiz eingerichtete Grossbäckerei in Pjöngjang stellt an sechs Tagen der Woche jeweils 50 000 Brötchen her, die an 25 000 Kinder der Hauptstadt verteilt werden. Ausserdem erhalten weitere 32 300 Mädchen und Jungen im Norden des Landes ein in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) im Auftrag von ADRA hergestelltes Milchreisprodukt. In Nampo wurde Anfang des Jahres ein Waisenhaus fertig gestellt, ebenso eins in Sariwon und ein Kinderkrankenhaus. Ausserdem will ADRA eine von einem ihrer Mitarbeiter entwickelte Biogasanlage produzieren lassen, die auch bei extremen Minustemperaturen ohne zusätzliche Energiezuführung den Fäulnisprozess aufrecht erhält. Nach dem Zugunglück im April in der Stadt Ryongchon im Nordwesten des Landes hatte ADRA zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Krankenhäuser Medikamente, Verbandsmaterial, chirurgische Instrumente und andere medizinische Hilfsmittel im Wert von 70 000 Euro ausgegeben.
Kleidung für sudanesische Flüchtlinge 
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Khartum/Sudan, 26.07.2004 / APD
Über 12 000 Menschen in der westsudanesischen Region Dafur erhielten von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweden Kleidung, Saatgut und Ackergeräte. Die Sendung im Wert von 125 000 Euro wurde von der schwedischen Regierung finanziert. ADRA Sudan leistete logistische Hilfe. ADRA Deutschland hatte zusammen mit anderen Organisationen der "Aktion Deutschland Hilft" (ADH) 35 Tonnen Hilfsgüter mit einem Frachtflugzeug nach Nyala in den Sudan und mit Lastwagen weiter zu den Flüchtlingen in die Region Dafur gebracht.
Kinderheim in der Ukraine 
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Wien/Österreich, 26.07.2004 / APD
Die Stadt Wien hat der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich einen Zuschuss von 32 000 Euro zum Bau eines Kinderheimes mit sechs Wohneinheiten für insgesamt 60 Kinder und Jugendliche in der Nähe von Kiew/Ukraine gewährt. In Kiew wirkt das Hilfswerk bereits seit zwei Jahren mit einem Beratungszentrum für Strassenkinder.
Russische Erdbebenopfer erhalten Kleidung 
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Moskau/Russland, 26.07.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Russland hat nach dem schweren Erdbeben in der zur Russischen Föderation gehörenden Republik Gorny Altai an 10 700 Betroffene, darunter viele Kinder, Kleidung verteilt.
Lebensmittel für Opfer von Grossbrand in Jemen 
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Sana/Jemen, 26.07.2004 / APD
APD Ein Feuer in den Akhdam Slums der jemenitischen Hauptstadt Sana machte über 300 Menschen obdachlos. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA versorgte sie mit Lebensmitteln und versah das Aufnahmelager mit Toiletten.
Kommentare
Schutz religiösen Verhaltens nicht abhängig von vorherrschenden Traditionen 
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von Dr. Harald Mueller
Die Diskussion um das Kopftuch muslimischer Lehrerinnen an öffentlichen Schulen ist nach wie vor Gegenstand politischer Auseinandersetzung und hat in Folge der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 24. September 2003 mittlerweile Eingang in die Länderparlamente gefunden. Die in Baden-Württemberg und Niedersachsen bereits vorgenommenen Änderungen der Schulgesetze zeigen beispielhaft, wie unterschiedlich mit einem gemeinsam empfundenen Problem umgegangen werden kann. Zwar hat das Leipziger Bundesverwaltungsgericht am 24. Juni 2004 das geänderte baden-württembergische Schulgesetz für rechtmässig erklärt, da es den Vorgaben der Karlsruher Richter vom September 2003 entspreche. Dennoch verlangt die Frage, welche Bekundungen religiöser Zugehörigkeit in der Schule unterbunden werden sollen und welche zugelassen werden können, in ihrer Beantwortung nach geeigneten Kriterien der Unterscheidung und Abgrenzung.
Es ist hier nicht der Ort, die zu beobachtenden gesetzgeberischen Aktivitäten einer verfassungsrechtlichen Bewertung zu unterziehen, etwa im Hinblick darauf, ob der im Grundgesetz verankerte Gleichbehandlungsgrundsatz hinreichend beachtet wurde. Trotzdem gilt es, auf folgende Gesichtspunkte hinzuweisen: Beim Umgang mit der Kopftuch-Problematik sind Abwägungen erforderlich, die ganz unterschiedliche Belange einbeziehen. So kann sich in der Wahl der Kleidung ein rein politisches Anliegen ausdrücken, ebenso wie ein rein religiöses oder es kann beides zugleich vorliegen. Es ist auch ein Missbrauch denkbar, etwa als politisches Kampfsymbol oder als Zeichen religiöser oder gesellschaftlicher Unterdrückung. Wer will darüber urteilen, welche Motivlage jeweils vorliegt?
Zu Recht hat das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung trotz der möglichen Vielgestaltigkeit der Beweggründe den verfassungsrechtlich gewährten Schutzbereich der Glaubens- und Gewissensfreiheit als eröffnet angesehen und eine Einschränkung nur unter hohen Anforderungen zugelassen.
In der bisherigen Auseinandersetzung ist verschiedentlich erwogen worden, ob das in Frage stehende Verhalten von der jeweiligen Religion überhaupt gefordert wird. Sachverständige sind hierzu befragt worden. Das Anliegen ist berechtigt, durch Ermittlung der kulturellen und religiösen Hintergründe eine Hilfe bei der Gewichtung der abzuwägenden Belange zu erhalten. Dennoch sollte eines klar sein. Die Entscheidung darüber, welche gewissensmässigen Bindungen sich aus der eigenen Glaubensüberzeugung ergeben, muss und kann nur jeder für sich selbst treffen. Das Votum Dritter kann sie nicht ersetzen.
Bei den bisher im Zusammenhang mit der Kopftuch-Frage beschlossenen Gesetzesänderungen ist das Bemühen abzulesen, bestimmte Bekundungen religiöser Zugehörigkeit unter Hinweis auf christlich-abendländische Traditionen und den daran ausgerichteten schulischen Bildungsauftrag weiter zuzulassen. Daraus ergibt sich eine Bevorzugung einiger Religionen vor solchen Anschauungen, die sich auf die genannten Traditionen nicht stützen können. Eine derartige Differenzierung erscheint bedenklich.
Die Schutzwürdigkeit religiös motivierten Verhaltens darf nicht davon abhängen, ob es der vorherrschenden Tradition folgt oder der mehrheitlich vertretenen Glaubensrichtung zuzuordnen ist. Hinzu kommt, dass es selbst innerhalb eines von derselben Tradition geprägten Kulturkreises religiöse Minderheiten gibt, deren berechtigte Belange allzu oft in den Hintergrund treten.
(Hinweis der Redaktion: Dr. Harald Mueller, Wunstorf bei Hannover, ist Lehrbeauftragter im Fachbereich Christliches Sozialwesen an der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg.)
Buchrezensionen
Roland Rommel, "Die grosse Wende. Ein Atheist begegnet der Bibel" 
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Roland Rommel, "Die grosse Wende. Ein Atheist begegnet der Bibel", Advent-Verlag, Lüneburg, 3. Auflage 2004, geheftet, 37 Seiten, 10,00 Sfr./ 5,00 Euro (10 Exemplare), ISBN 3-8150-7705-2.
Als im Oktober 1989 die Berliner Mauer fällt, bricht auch das Weltbild von Roland Rommel in sich zusammen. Er verliert den letzten Rest seines Glaubens an den Kommunismus, der schon einige Zeit vorher bedenkliche Risse erhalten hatte. Sein Vertrauen in die Menschen ist erschüttert. Die ganze Doppelbödigkeit und Verlogenheit des politischen Systems wird ihm auf einen Schlag bewusst. Für die meisten Deutschen ist die politische Wende ein Aufbruch in die Zukunft, doch für ihn entsteht eine schreckliche innere Leere. Er fühlt sich betrogen, und die unbeantwortete Frage seines Grossvaters nach dem Sinn des Lebens steht mächtiger denn je vor ihm.
Roland Rommel, 1953 in Eisenach geboren, machte nach dem Abitur die Berufsausbildung zum Instandhaltungsmechaniker, wurde nach einer Intensivausbildung Offizier für Raketentechnik der Nationalen Volksarmee und studierte, um Lehrer zu werden. Die Idee des Kommunismus von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Menschen faszinierte ihn, und so schloss er sich 1978 als aktives Parteimitglied der SED an. Man hatte ihn gelehrt, dass der Mensch von Natur aus gut sei, doch die Beobachtungen an den Schülern und seine Erfahrungen im Klassenzimmer brachten ihn allmählich ins Grübeln. War der Mensch vielleicht gar nicht so gut, wie es der Sozialismus behauptet?
Der Autor heiratet Christel, eine Fachärztin für Allgemeinmedizin, und ihre Töchter Ulrike und Susanne werden geboren. Seine Frau fühlt sich zu keiner Ideologie hingezogen und beginnt die Zustände in der DDR offen zu kritisieren. Mit 35 Jahren wird Rommel ehrenamtlicher Parteigruppenleiter in der SED. Doch ausgerechnet diese Position offenbart ihm noch mehr Schwächen des kommunistischen Systems. Langsam ahnt er, dass sein Glaube an den Kommunismus auf wackligen Beinen steht. Mit dem Fall der Mauer bricht nicht nur die DDR zusammen, sondern auch die Ideologie, der er vertraut hatte. Das neue Wirtschaftssystem bietet ihm keinen Ersatz. Bei näherem Hinsehen wird ihm klar, dass das Laufen nach Geld und Konsumgütern keine wahre Zufriedenheit geben kann.
Im Osten war Roland Rommel gelehrt worden, es gäbe keinen Gott. Im Westen glaubten zwar viele an die Existenz Gottes, aber es kam ihm so vor, als ob die meisten von ihnen so lebten, als ob es ihn nicht wirklich gäbe. So macht er sich mit der Frage auf die Suche: Existiert in dieser Welt nicht doch eine fundamentale Grundordnung? Irgendwie ahnt er, dass es ein Buch geben muss, in dem er Antwort auf seine Fragen finden werde. Er befasst sich mit den grossen Denkern und Religionsstiftern. Einerseits ist er von den grossen Gedankengängen fasziniert, andererseits verwirren ihn die widersprüchlichen Ansichten. Im Frühsommer 1991 kommt er mit zwei älteren Herren ins Gespräch. "Haben Sie es schon einmal mit der Bibel versucht?", fragen sie ihn.
Roland Rommel kauft sich eine Bibel. Er beginnt ganz vorne zu lesen, beim ersten Buch Mose: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Bisher hatte er gelernt, das Leben habe sich aus einer Aneinanderreihung von Zufällen allmählich aus toter Materie entwickelt. Der Gedanke, nicht Entwicklung und Zufall, sondern Intelligenz und Planung stünden am Anfang aller Dinge, befremden ihn. Doch er liest weiter, obwohl er vieles nicht versteht. Dennoch wird die Auseinandersetzung mit dem "Buch der Bücher" für sein Leben die "grosse Wende", und er findet Antwort auf die Frage seines Grossvaters.
Die persönliche Antwort des Autors lässt erahnen, weshalb die Bibel bis heute das meist verkaufte Buch geblieben ist. Die Broschüre "die Grosse Wende" ist leicht verständlich geschrieben und macht deutlich, dass die Heilige Schrift ein aussergewöhnliches Buch ist, das immer noch Menschen fasziniert. Ebenso faszinierend ist zu lesen, wie ein Atheist der Bibel begegnet, einem Buch, von dem er nicht mehr loskommt. Von Roland Rommels Lebensbeschreibung wurden im letzten Jahr 205 000 Exemplare in zwei Auflagen verbreitet, so dass man auch hier von einem Bestseller sprechen kann.
Rezension: Holger Teubert
Otto Uebersax-Nork, "Von guten Mächten wunderbar geborgen. Glaubenserfahrungen eines Auslandschweizers im Dritten Reich in den Jahren 1940-1944" 
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Otto Uebersax-Nork, "Von guten Mächten wunderbar geborgen. Glaubenserfahrungen eines Auslandschweizers im Dritten Reich in den Jahren 1940-1944", Advent-Verlag, Zürich Zweigstelle Krattigen, 2004, Paperback, 63 Seiten, 7.90 Sfr./5,10 Euro, ISBN 3-905008-73-4.
Bücher über die Geschichte des Dritten Reiches füllen inzwischen Bibliotheken. Trotzdem haben Berichte von Zeitzeugen einen besonderen Wert. Anders als die grosse Geschichte von Staaten und Gesellschaften geben uns persönliche Erinnerungen und Erfahrungen von Menschen wie wir einen Einblick in das Geschehen von unten, wie es Geschichtsbücher kaum einfangen können. Otto Uebersax, der als junger Seelsorger während des Zweiten Weltkrieges in Pommern wirkte, geriet in verzwickte, unübersichtliche, ja bedrohliche Lebenssituationen. Als überzeugter Schweizer Demokrat, aber mehr noch als bibelgläubiger Christ, gelang es ihm trotz verordneter Gleichschaltung durchzuhalten, ohne sein Gewissen zu belasten oder seine Glaubensüberzeugung preiszugeben; und das als junger Mensch, der nicht auf eine reiche Lebenserfahrung zurückblicken konnte. Zwar half ihm seine schweizerische Staatsangehörigkeit im Umgang mit den NS-Behörden, doch er hätte auch als Christ, wie viele andere, den Weg des geringsten Widerstandes nach dem Motto "Anpassen, nur nicht auffallen!" gehen können. Das hat er nicht getan. Auf Gottes Zusage vertrauend, mutig und mit einem Spürsinn für das tatsächlich Mögliche, schwamm er gegen den Strom und erlebte auf wunderbare Weise Gottes Führung.
Rezension: Holger Teubert
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Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ |
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APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

