APD-Informationen 4/1998

Schweiz

Jahrestagung der Adventisten aus der Romandie und dem Tessin am 16. Mai in Lausanne uparrowprint druckenemail versenden

Lausanne, 05.05.1998 / APD

Unter dem Motto "Vivez la puissance de sa parole" findet am 16. Mai im Palais de Beaulieu in Lausanne die jährliche Konferenz der Mitglieder und Freunde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten aus der Romandie und dem Tessin statt.

Auf dem Programm steht: das Bibelgespräch in sechs Sprachgruppen: Französisch, Italienisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch (von 9.30 - 10.30 Uhr), die Predigt von Pastor Bernard Sauvagnat (von 10.45 - 12.30 Uhr). Sauvagnat ist Leiter des Bibelstudien-Instituts in Paris, Direktor für Kommunikation und Koordinator für die Lokalradioarbeit der Freikirche in Frankreich, Belgien und Luxemburg. Während des Gottesdienstes wird Dominik Frikart, Gemeindepastor in Yverdon, in das Amt als Prediger eingesegnet.

Am Abend veranstaltet die Advent-Jugend einen öffentlichen Bibelwettbewerb (von 19.30 - 21.00). Die Veranstaltungen werden umrahmt von verschiedenen Musikbeiträgen.

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Zentralsekretär der SEA Frank Probst gestorben uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 05.05.1998 / APD

Am 23. April 1998 ist Frank Probst, Zentral- und Nationalsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) im Alter von 46 Jahren an einem Herzversagen gestorben. Frank Probst war seit 1985 Zentralsekretär der SEA. Gleichzeitig nahm er auch die Aufgaben des Sekretärs des 1992 geschaffenen Nationalverbandes (SEA Deutsche Schweiz und AER Romandie) der SEA wahr und arbeitete im Vorstand der Europäischen Evangelischen Allianz (EEA) mit.

Seit 1994 präsidierte Probst auch den Verwaltungsrat des "impuls verlages" in Zürich, dessen Gründung auf seine Initiative zurückgeht. Im impuls verlag erscheinen die Zeitschriften MAGAZIN W5, AKZENTE und idea magazin.

Unter Frank Probst erlebte die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) eine starke strukturelle Entwicklung und gewann an öffentlicher Bedeutung. Seine Stärke war die Einbindung kreativer und visionärer Persönlichkeiten in ein evangelisches Netzwerk. Mit Frank Probst haben die evangelischen Christen der Schweiz eine Persönlichkeit mit grosser Schaffenskraft verloren.

Die "Evangelische Allianz" hat sich 1846 in London konstituiert und ist der am längsten bestehende Zusammenschluss evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gruppen- und Gemeindezugehörigkeiten. Die SEA versteht sich als ein Bund von Christusgläubigen aus der reformierten Landeskirche, den Freikirchen, innerkirchlichen Gemeinschaften und Werken. Im Vordergrund steht die lokale Zusammenarbeit in rund 100 Sektionen. Zehn Arbeitsgemeinschaften befassen sich unter anderem mit Theologie, Diakonie, Umwelt, Medien, Mission und Sozialarbeit in der Zweidrittelwelt.

In einem Kondolenzbrief an die SEA würdigte die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten die Leistungen von Frank Probst in der Schweiz und auf europäischer Allianzebene. "Erfreulicherweise galt sein besonderes Wirken für die weltweite Allianzbewegung auch einem wichtigen adventistischen Anliegen, dem Einsatz für die religiöse Freiheit", betonte die Kirchenleitung in dem Schreiben.

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Intoleranz gegenüber religiösen Minderheiten uparrowprint druckenemail versenden

Genf, 05.05.1998 / APD

Erstmals leistete die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten einen Beitrag während einer Sitzungsperiode der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen. Ihr Vertreter Pastor Malton Braff (Genf) bedauerte in seiner Ansprache Ende März die weltweit abnehmende Toleranz. Die im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankerte Religionsfreiheit werde von vielen Staaten, sogar von einigen, die sich selbst als demokratisch bezeichneten, missachtet. "Religiöser und politischer Extremismus zerstören die Freiheit", betonte Braff. Gerade religiöse Minderheiten hätten unter Intoleranz zu leiden. Sie würden häufig mit dem Etikett "gefährliche Sekten" versehen, wobei es zu bedauern sei, dass einige Regierungen sogenannte Sektenlisten erstellten. "Die Veröffentlichung von Sektenlisten in einigen Ländern, die teilweise ohne Mithilfe von anerkannten Fachleuten erstellt wurden, ist ein sehr merkwürdiger Weg, um für Freiheit und religiösen Frieden einzutreten." Pastor Braff forderte die Kommission auf, sich für eine nationale Gesetzgebung einzusetzen, die das Recht jedes einzelnen auf freie Religionswahl ohne jegliche Diskriminierung anerkenne und respektiere.

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International

Einhundert Jahre adventistische Frauenarbeit uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 05.05.1998 / APD

Vor einhundert Jahren begann die Frauenarbeit der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der protestantischen Freikirche übertrug am 30. März 1898 Sarepta Myrenda Irish Henry diese Aufgabe. Henry war zuvor 24 Jahre lang für die Woman's Christian Temperance Union (WCTU), die damals grösste Frauenorganisation der Welt, tätig. Diese führte Kampagnen gegen den Alkoholausschank durch, kümmerte sich um sozialschwache Familien, setzte sich für den Verzicht auf Suchtmittel, bessere Schulen sowie für eine gesündere Ernährungsweise ein und gründete Kindergärten. Ihre vielfältige Erfahrung brachte S. M. I. Henry durch Artikel im adventistischen Gemeindeblatt "Review and Herald", durch Vorträge und die Broschüre "A Woman Ministry" ("Frauendienst") in die Freikirche ein. "Henry war ihrer Zeit meilenweit voraus", betonte Rose Otis, Vizepräsidentin für Gemeindedienste der adventistischen Kirchenleitung in Nordamerika. "Als sie am 16. Januar 1900 an einer Lungenentzündung starb, verloren wir 90 Jahre." Erst 1985 ernannte die Generalkonferenz wieder eine Beraterin für Frauenarbeit und seit 1990 existiert bei der adventistischen Weltkirchenleitung ein Büro für Frauendienste, das 1995 zu einer eigenen Abteilung aufgewertet wurde. Sie wird gegenwärtig von der Amerikanerin Ardis Dick Stenbakken geleitet. Stellvertretende Direktorin ist Lynnetta H. Hamstra aus Malaysia.

Laut Rose Otis, die bis Ende 1996 selbst Direktorin für Frauendienste war, ist es Ziel der Arbeit, dass auch Ortsgemeinden die Notwendigkeit solch eines speziellen Dienstes erkennen. Schliesslich seien etwa zwei Drittel der adventistischen Kirchenmitglieder weiblich; doch die meisten Aufgaben, auch in den Leitungsgremien, würden Männer wahrnehmen. Dadurch blieben die vielfältigen Begabungen von Frauen ungenutzt und verkümmerten, wenn nicht Begegnungs- und Schulungsmöglichkeiten angeboten würden. Immer dringender sei ausserdem eine spezielle Seelsorge für Frauen, die alleinerziehend, ledig, geschieden oder verwitwet sind, die Doppelbelastung in Haushalt und Beruf nicht mehr tragen könnten, unter der Brutalität ihres Ehemannes litten oder missbrauchte Kinder hätten. Hierzu entwickele die Abteilung für Frauendienste Materialien, die in Kleingruppen eingesetzt werden könnten. "Frauen wollen als Mitarbeiterinnen und gleichberechtigte Partnerinnen gemeinsam mit den Männern die Gemeinde Jesu nach innen und aussen bauen." Eine weitere wichtige Aufgabe sieht Rose Otis darin, Frauen auf christlich-adventistischer Grundlage bei der Entdeckung ihrer Gaben und der Verwirklichung ihrer von Gott gewollten Rolle in Familie, Kirchengemeinde und Gesellschaft zu helfen. Dieser Dienst dürfe jedoch nicht nur innerkirchlich für Adventistinnen verstanden werden. Es gelte, auch Frauen generell Angebote für ihre spirituellen Bedürfnisse und praktische Lebenshilfe zu machen.

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Versöhnungskonferenzen in Ruanda uparrowprint druckenemail versenden

Kigali/Ruanda, 05.05.1998 / APD

Sogenannte Versöhnungskonferenzen führt die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ruanda durch. Während dieser viertägigen Treffen sollen zum Abschluss Hutus und Tutsis sich in die Augen sehen und ihre Schuld sowie die Notwendigkeit der Vergebung erkennen, besonders, wenn sie Mitglieder einer christlichen Kirche sind. In Arbeitsgruppen wird zuvor über die Zukunftserwartung eines Landes gesprochen, in dem durch Greueltaten etwa eine Million Menschen ums Leben kamen. Die Versöhnungskonferenzen werden von dem in der Bevölkerung angesehenen pensionierten adventistischen Tutsi-Pastor und Berater des früheren ruandischen Königs, Mpyisi Esdras, geleitet. "Eine der Hauptfragen ist bei derartigen

Treffen, ob diejenigen, die getötet haben, ihre Schuld eingestehen, und ob andererseits, diejenigen, die Verwandte verloren haben, zum Vergeben bereit sind", sagte der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in West- und Zentralafrika, Pastor Luka Daniel (Abidjan/Elfenbeinküste). Er hatte Anfang März solch eine Veranstaltung miterlebt. "Meistens wartet jede Partei darauf, dass die andere den ersten Schritt unternimmt", so Daniel. "Die Konferenz ermutigt dagegen jeden einzelnen selbst den ersten Schritt zu wagen. Den Teilnehmern wird bewusst, dass ohne gegenseitiges Vertrauen und Vergebung das Morden jederzeit wieder beginnen kann."

Bereits im letzten Jahr hatte die Freikirche 500 ihrer Pastoren und Laienglieder als Seminarleiter ausgebildet. In allen adventistischen Gemeinden und an vielen anderen Orten Ruandas fanden Versöhnungsseminare statt. Auch die Konferenzen sollten den Aussöhnungsgedanken noch stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Von den acht Millionen Einwohnern Ruandas sind 313 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten.

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"Veränderungen wie Tag und Nacht" uparrowprint druckenemail versenden

Havanna/Kuba, 05.05.1998 / APD

"Die Freiheit, die wir jetzt haben, ist gegenüber früher ein Unterschied wie Tag und Nacht", schwärmte José Diaz, Geschäftsführer des adventistischen Verlagshauses auf Kuba. "Bis 1994 durften wir nur innerhalb unserer Kirchengebäude religiös tätig sein, heute haben wir über 2 000 Hausbibelkreise. Damals gab es auf der Insel 10 000 Siebenten-Tags-Adventisten, jetzt sind es über 21 000." Mit ausländischer Hilfe konnten die kubanischen Adventisten seitdem 86 Gemeindezentren sanieren und 70 neue bauen. Einen Filmbericht, der die Veränderungen auf Kuba dokumentiert, und der in bis zu 1 500 nordamerikanischen Adventgemeinden zu sehen war, strahlte Adventist Communication Network (ACN) am 1. April über Satellit aus.

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Einschüchterung von Adventisten in Turkmenistan uparrowprint druckenemail versenden

Aschchabad/Turkmenistan, 05.05.1998 / APD

Probleme mit den Behörden beklagen die Siebenten-Tags-Adventisten in der mittelasiatischen Republik Turkmenistan. "Als Turkmenistan 1991 unabhängig wurde, wollten wir unsere Gemeinde in der Hauptstadt Aschchabad registrieren lassen, doch dies wurde uns verweigert", schildert der örtliche Seelsorger, Pastor Pavel Fedotov, die Lage. "Obwohl wir auch danach vergeblich derartige Anträge stellten, versuchten die Behörden unsere Gemeinde zu schliessen und unseren Mitgliedern den Gottesdienstbesuch zu verbieten." Ende März 1998 wurden laut Fedotov in der Stadt Tschardschou ein adventistischer Pastor und einer seiner Mitarbeiter von turkmenischen KGB-Beamten verhaftet und ihre Bibeln sowie religiöse

Literatur beschlagnahmt. In Buzmein verboten die Behörden den Adventisten sich zu versammeln und über Gott zu sprechen. "Unsere Gemeindeglieder haben seit diesen Übergriffen Angst und wissen nicht, ob die in der Verfassung garantierte Gewissensfreiheit noch gültig ist", so Fedotov. Die Adventgemeinde in Aschchabad zählt etwa 85 Mitglieder. Die rund vier Millionen Einwohner Turkmenistans sind grösstenteils Moslems.

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Adventistin in indisches Parlament gewählt uparrowprint druckenemail versenden

Imphal, Manipur/Indien, 05.05.1998 / APD

Mit Kim Gangte wurde eine Siebenten-Tags-Adventistin in das Unterhaus des ostindischen Bundesstaates Manipur gewählt. Erstmals gehört damit ein Mitglied dieser Freikirche einem indischen Parlament an. Gangte ist Hochschullehrerin und war Generalsekretärin einer Menschenrechtsorganisation in Manipur. Als Abgeordnete will sie sich für die Wahrung der Religionsfreiheit und der Menschenrechte einsetzen.

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Adventisten in Bangladesch verstärken missionarisches Engagement uparrowprint druckenemail versenden

Dacca/Bangladesch, 05.05.1998 / APD

Ihre Mitgliederzahl in Bangladesch von derzeit knapp 10 000 auf 20 000 verdoppeln möchte die dortige Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den nächsten fünf Jahren.

Gegenwärtig entsteht in dem muslimischen Staat ein Ausbildungszentrum für Laienevangelisten, die in Gebiete gesandt werden, wo es noch keine Adventisten gibt. Dort sollen 100 neue Adventgemeinden entstehen. Seit 1990 hat die protestantische Freikirche in Bangladesch 82 Gemeindezentren errichtet. Ausserdem sind eine Mittelschule und ein Waisenhaus in Bau. Ein College, ein theologisches Seminar, eine Zahnklinik und ein Verlagshaus bestehen bereits. Die Adventisten sind seit 80 Jahren in dem überwiegend islamischen Land tätig.

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Kartoffelanbau mit Folgen uparrowprint druckenemail versenden

Moskau/Russland, 05.05.1998 / APD

Der Anbau von Kartoffeln erwies sich für zwei adventistische Kirchengemeinden in Russland als sehr vorteilhaft. In der Stadt Semenov bei Nischni Nowgorod (Gorkij) wollten Adventistinnen Bibelvorträge durchführen. Doch sie hatten kein Geld für die Anmietung eines Saales, für Werbung und Materialien. So beschlossen sie, die notwendigen finanziellen Mittel durch den Verkauf von selbstangebauten Kartoffeln zu erhalten. Nach der Ernte im Herbst letzten Jahres war das Geld vorhanden.

Luba Rusena (Moskau), Direktorin für Frauendienste der Freikirche in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, hielt Bibelvorträge, so dass sich 19 Zuhörer den Adventisten anschlossen. In Shadrinsk im Uralgebiet baten Adventistinnen die Stadtverwaltung um ein Stück Land zum Kartoffelanbau und verschenkten die Ernte an ein Waisen- und Kinderheim. Als die Frauen mit den Behördenvertretern ihr nächstes Hilfsprojekt besprachen, bot die Verwaltung den dortigen Adventisten ein grosses Gebäude einhundert Jahre mietfrei für ihre Gottesdienste an, da ihnen bisher ein eigenes Gemeindezentrum fehlte.

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Jugendkongress in Belgrad uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Jugoslawien, 05.05.1998 / APD

Über 5 000 Besucher aus Mazedonien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Kroatien kamen zum Jugendkongress der Siebenten-Tags-Adventisten, der Ende März in Belgrad stattfand. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Vereint in Jesus Christus". Die Ansprachen dazu hielt der Jugenddirektor der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten, Baraka Munganda (Silver Spring, Maryland/USA).

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Neues adventistisches Gemeindezentrum in Haifa uparrowprint druckenemail versenden

Haifa/Israel, 05.05.1998 / APD

Ein Gemeindezentrum für einhundert Personen haben die Siebenten-Tags-Adventisten Ende März in Haifa eingeweiht. In Israel gibt es derzeit zehn adventistische Kirchengemeinden mit über 300 erwachsenen getauften Mitgliedern.

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Adventisten bleiben Eigentümer ihres Gemeindezentrums in Skopje uparrowprint druckenemail versenden

Skopje/Mazedonien, 05.05.1998 / APD

Nach einer langen Reihe gerichtlicher Auseinandersetzungen bestätigte nun der oberste Gerichtshof Mazedoniens, dass die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten der rechtmässige Eigentümer ihres Gemeindezentrums in Skopje sei. Seit 1992 hält eine Splittergruppe das Gebäude besetzt und droht jedem, der es betreten will, schlimme Folgen an. Seitdem mussten die Adventisten ihre Gottesdienste in einem gemieteten Saal abhalten. Die Abspaltung geht auf einen ehemaligen adventistischen Pastor zurück, der als extremer Nationalist aus der Freikirche ausgeschlossen wurde. Die Kirchenleitung erwartet jetzt von den Behörden die Durchsetzung des Gerichtsbeschlusses. In Mazedonien leben über 400 Adventisten in zehn Gemeinden. Die erste wurde 1923 in Prilep im Süden des Landes gegründet.

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Blindenhörbücherei betreut über 2 000 Sehbehinderte uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 05.05.1998 / APD

66 952 Tonbandkassetten hat die Blindenhörbücherei der "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, eine Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten, für 2 037 Sehbehinderte im vergangenen Jahr produziert. Laut Pastor Helmut Kraus, Leiter der Hörbücherei, werden regelmässig zehn Zeitschriften und 430 Buchtitel auf Kassette ausgeliehen.

Ungeachtet der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder einem Blindenverein kann jeder Sehbehinderte oder Blinde das Gewünschte kostenlos beziehen. In Zusammenarbeit mit der adventistischen "Stiftung Blindendienst der Adventmission Basel" ist auch die Zusendung christlicher Literatur in Braille-Schrift (Punktschrift) möglich. Gut aufgenommen wurde laut Pastor Kraus die Kassette "Lichtblicke für alle, die immer weniger sehen". Sie wird über Augenärzte an Betroffene weitergegeben und informiert über das vielschichtige Angebot der Blindenhörbücherei.

Die Blindenhörbücherei arbeitet mit je einer Voll- und Teilzeitkraft sowie drei ehrenamtlichen Mitarbeitern. Drei Zivildienstleistende kümmern sich um das Kopieren der Kassetten und den Versand, sieben Aushilfskräfte lesen Zeitschriften und Bücher, die digital auf DAT-Kassetten überspielt werden. Das Aufnahmestudio wurde im letzten Jahr komplett modernisiert. Ein Katalog mit allen Angeboten in gedruckter Form, in Braille-Schrift, auf Kassette oder Diskette und weitere Informationen sind bei der Blindenhörbücherei der "Stimme der Hoffnung", Am Elfengrund 66, 64297 Darmstadt, Telefon 0049-6151-95 44 44, Telefax 0049-6151-95 44 70, erhältlich. Es kann auch in Punktschrift mit der Hörbücherei korrespondiert werden.

Literatur in Brailleschrift kann kostenlos angefordert werden beim "Blindendienst der Adventmission Basel", Postfach 5, CH-4123 Allschwil 3 BL. Telefon 061-302 66 50. E-Mail: Blindendienst@stanet.ch

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Herausforderung durch Sekten nicht unterschätzen uparrowprint druckenemail versenden

Berlin/Deutschland, 05.05.1998 / APD

Die Mitgliederentwicklung der traditionellen Sekten und Sondergemeinschaften stagniert in Deutschland weitgehend. Dagegen haben die "esoterischen und alternativ-religiösen Strömungen des Zeitgeistes" wachsenden Zulauf. Dies berichtet die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Berlin, in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Materialdienst". Die Stagnation sollte jedoch laut EZW nicht dazu verführen, die Herausforderungen des christlichen Glaubens durch die traditionellen Sondergemeinschaften zu unterschätzen. Die Zahlen befänden sich immer noch auf hohem Niveau. So hätten die beiden grössten in Deutschland vertretenen Sekten, die Neuapostolische Kirche mit 400 000 und die Zeugen Jehovas mit 166 000, zusammen fast so viele Mitglieder wie die CDU (636 000). Vergleicht man dagegen das immerhin im Bundestag mit Fraktionsstatus vertretene Bündnis 90/Die Grünen (49 000 Mitglieder) mit den Zeugen Jehovas, kommen rein rechnerisch auf einen Grünen drei bis vier "Zeugen". Einen leichten Mitgliederanstieg verzeichnen laut EZW die Mormonen (36 000), die Christengemeinschaft (10 000), die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein ISKCON (5 000) und die Gralsbewegung (2 900).

Im "Materialdienst" sind auch die Freikirchen zu finden, deren Mitgliederzahlen jedoch deutlich unter denen der beiden grössten Sekten liegen. Die grösste Freikirche ist der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) mit etwa 87 000 Mitgliedern. Es folgen in der Aufstellung der EZW die Evangelisch-methodistische Kirche (66 000), die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (40 000), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (35 500), die Herrnhuter Brüdergemeine (7 200) und die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden (6 500). Veröffentlichungen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) sind auch im Internet unter der Adresse http://www.ekd.de/ezw/ftexte/index.html zu finden.

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Kartoffeln gegen Cholera uparrowprint druckenemail versenden

Loma Linda, 05.05.1998 / APD

Der Biochemiker und Molekularbiologe an der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien, Professor William Langridge, hat eine Kartoffelsorte mit einem Abwehrstoff gegen Cholera gezüchtet. Labormäuse seien nach dem Verzehr der Knolle gegen diese Krankheit immun gewesen. Die ersten vorklinischen Tests könnten in etwa einem Jahr stattfinden. "Wenn man bedenkt, dass jährlich etwa 150 000 bis 200 000 Menschen, vorwiegend Kinder, an Cholera sterben, so ist diese Kartoffel gerade in armen Ländern eine einfache und preiswerte Gesundheitsvorsorge," gab Langridge zu bedenken.

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Ökumene

Katholische Warnung vor Scheitern der Rechtfertigungs-Erklärung uparrowprint druckenemail versenden

Mainz/Deutschland, 05.05.1998 / APD

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Karl Lehmann, hat vor einem Scheitern der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" (GE) gewarnt. Katholiken und Protestanten müssten sich davor hüten, "sorgsam erworbenes ökumenisches Kapital, das viele in Jahrzehnten angesammelt haben, aufs Spiel zu setzen", schreibt Lehmann in einem Beitrag für seine Bistumszeitung "Glaube und Leben". Der Bischof wörtlich: "Bei Theologen hat man den Eindruck, dass ihnen das Zündeln Spass macht."

Die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" wurde in mehrjähriger Arbeit von Vertretern des Lutherischen Weltbundes (LWB) und des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen erstellt. Das Dokument wird gegenwärtig in den Mitgliedskirchen des LWB weltweit erörtert. Eine offizielle Antwort des Vatikans wird im Frühsommer 1998 erwartet.

Wer einen "Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre" verwerfe und von der römisch-katholischen Kirche dennoch gleichzeitig eucharistische Gastfreundschaft einfordere, habe vom Zusammenhang zwischen Glaube und Sakrament, Rechtfertigung und Kirche wirklich nichts begriffen, stellt Lehmann fest. Es werde höchste Zeit, dass alle zusammen den Ernst der Lage erfassten. Der "Gemeinsamen Erklärung" kann man laut Bischof Lehmann "im ganzen" nur aufrichtigen Respekt bezeugen.

Auch der Ökumenebeauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele warnte vor einem Scheitern der GE. Er sagte am 25. April auf einer Tagung in Tutzing, wenn die "Gemeinsame Erklärung" keine Zustimmung finde, werde dem weiteren ökumenischen Gespräch "der Boden entzogen".

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"Kein Theologengezänk": Auch Laien greifen in die Rechtfertigungsdiskussion ein uparrowprint druckenemail versenden

Frankfurt am Main/Deutschland, 05.05.1998 / APD

Während sich in der Öffentlichkeit zu Unrecht der Eindruck zu verfestigen scheint, die Diskussion um die "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" (GE) werde durch ein innerdeutsches Theologengezänk bestimmt, haben sich nun auch engagierte Laien zu Wort gemeldet, die nach dem reformatorischen Prinzip des Priestertums aller Gläubigen nicht weniger zu sagen haben.

Eine Gruppe kritischer Laien hat nun die hannoversche Kirche aufgefordert, einen eindeutigen Beschluss zu fassen: "Nach eingehender Beschäftigung mit der 'Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre' empfehlen wir der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers in Wahrnehmung unserer Verantwortung als evangelische Christen, sie in der gegenwärtigen Form nicht anzunehmen, weil sie den unverändert bestehenden Dissens in den Grundwahrheiten (zwischen Katholiken und Lutheranern) weitgehend verdeckt.

Die dringend erwünschte Annäherung und Verständigung der Kirchen kann nur bei klarer und offener Darlegung der Unterschiede erreicht werden, und nur so können ökumenische Bemühungen für die von der Konfessionsverschiedenheit betroffenen Menschen hilfreich sein", heisst es in der Stellungnahme des sogenannten "Bursfelder Konvents". Dabei handelt es sich um einen Kreis renommierter evangelischer Professoren der unterschiedlichsten Fakultäten, die sich unter Leitung des Abts des Klosters Bursfekde bei Göttingen, des emeritierten Alttestamentlers Lothar Perlitt, treffen. Es war der ausdrückliche Wunsch dieser Nichttheologen, zu denen auch der Göttinger Germanist Schöne, der Mikrobiologe Thomssen, Juristen und Philologen zählen, sich mit der GE zu befassen. Diese kritischen Laien erschien es unverständlich, wie man auf der Grundlage der "Gemeinsamen Erklärung" einen "Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre" behaupten könne, wenn zugleich wesentliche, von der Reformation errungene Grundwahrheiten aus dem Konsens ausgeklammert würden.

Die Redakteurin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), Heike Schmoll, beklagt in einem Beitrag (FAZ 89/1998) die gegenwärtige Unsicherheit unter den deutschen Christen und schreibt dazu: "Die Unklarheit in Deutschland, worüber im einzelnen beschlossen und abgestimmt wird, steigert sich noch durch die Verquickung kirchendiplomatischer Rücksichtnahme mit der Notwendigkeit nach klarer theologischer Unterscheidung, welche kirchenleitendem Handeln nicht immer entspricht."

Bei den verbleibenden Differenzen handele es sich nicht nur um Unterschiede in Sprache und Akzentsetzung, sondern um Unterschiede in der Sache, stellte die evangelisch-lutherische Kirchen Mecklenburgs zur GE fest. "Von einem 'Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre'", so Heike Schmoll, "kann also keine Rede sein."

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Religion + Staat

Bistumartikel bleibt: Reaktionen der Kirchen uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 05.05.1998 / APD/rpd

In seiner Sitzung vom 29. April 1998 hat der Nationalrat - im Gegensatz zum Ständerat - den Artikel in der Verfassung stehengelassen, der seit 1874 für die Errichtung von Bistümern eine Genehmigung des Bundes verlangt. Mit 88 zu 68 Stimmen folgte er dem Antrag einer Kommissionsminderheit. Am 5.März hatte die Kleine Kammer des Schweizer Parlaments den Artikel aus der zukünftigen Bundesverfassung gestrichen.

Die neue Formulierung von Absatz 3, Art.84 BV lautet damit: "Bistümer dürfen nur mit Genehmigung des Bundes errichtet werden." Die Formulierung "dürfen nur" wird von Verfassungsrechtlern als "leichte Verschärfung" der entsprechenden Vorschrift des ehemaligen, derzeit noch gültigen Artikels 50 BV gewertet, welcher die Formulierung "unterliegt der Genehmigung" enthält.

Mit diesem Ratsentscheid sei man der Gefahr entgangen, "ohne Not den Weg zu heiklen Diskussionen" zu öffnen, wie Nationalrat Samuel Schmid (SVP, BE) sagte, der die obsiegende Kommissionsminderheit vetrat. Es verlautet, dass der diskriminierende Bistumsartikel aber möglichst bald mit einerTeilrevision ausgemerzt werden soll.

Auf Vorschlag von Jean-Francois Leuba (Lib., VD) wurde mit 126 zu 35 ein vierter Absatz in den neuen Artikel eingeführt, welcher festhält: "Niemand kann sich aufgrund seiner Glaubensansicht dem Zivilrecht entziehen."

Im Namen der Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK) bedauerte ihr Pressesprecher, der Jurist Nicolas Betticher, gegenüber dem Reformierten Pressedienst (RPD) diesen Entscheid und wertete ihn als "Eingriff in die religiöse Freiheit der Römisch-Katholischen Kirche." Die Bischöfe hofften auf die "von vielen Politikerinnen und Politikern bereits propagierte und versprochene" Teilrevision der Bundesverfassung. Aber, so betont Betticher, "das Leben der Kirche geht mit und ohne Bistumsartikel weiter, denn es ist eigentlich ein pastorales."

Der neue Absatz 4 richtet sich für Bretticher besonders gegen "extremistische" Auslegungen der im Gesetz garantierten Glaubensfreiheit. Sollte dieser Absatz allerdings eine Entsprechung in kantonalem Recht finden, müsse er beispielsweise in Bezug auf Kirchensteuerfragen genau diskutiert werden. Auf kantonaler Ebene wird, so hält es die alte und neue Fassung des "Kirchenartikels" fest, das Verhältnis Kirche und Stadt konkret geregelt wird

Der Vorstand des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat hingegen "mit Genugtuung" vom Entscheid des Nationalrates Kenntnis genommen. Der SEK werte dies als Zeichen für die Absicht des Parlaments, die "Beziehungen des Staates mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften unseres Landes auch auf Bundesebene regeln zu wollen". Falls auch der Ständerat auf die Linie des Nationalrates einschwenke, so die SEK-Stellungnahme, solle die Diskussion um eine Änderung des sogenannten Bistumsartikels weitergeführt werden.

Der Pressesprecher der Schweizer Adventisten, Christian B. Schäffler, begrüsste namens der Schweizer Union der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten den Entscheid des Nationalrates, Artikel 84 - den sogenannten Bistumsartikel - vorläufig in der Bundesverfassung beizubehalten. Gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD) sagte er wörtlich: "Vor einer allfälligen Streichung dieses Verfassungsartikels sollte das Verhältnis des Staates zu den Religionsgemeinschaften grundsätzlich überdacht werden. Wir können uns durchaus vorstellen, dass mit Hilfe eines breiten gesellschaftlichen Diskurs eine weitere Entflechtung von Staat und Kirche möglich, und damit auch das Problem der staatlichen Anerkennung von Religionsgemeinschaften (Kirchen, Freikirchen und andere religiöse Körperschaften) in der Schweiz neuzeitlicher geregelt würde."

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

Leiter des adventistischen Hilfswerks ADRA in Burundi getötet uparrowprint druckenemail versenden

Bujumbura/Burundi, 05.05.1998 / APD

Der Direktor des Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerkes ADRA in Burundi, Bent Moeller Nielsen, 56, wurde in der Nacht zum 23. April von bewaffneten Männern in der Hauptstadt Bujumbura angegriffen und getötet.

Nielsen hatte nach Arbeitsschluss einen Kollegen nach Hause, in den Vorort Bwiza gebracht, als er plötzlich von einer Gruppe bewaffneter Räuber überfallen und erschossen wurde. Sein Dienstwagen wurde von den bislang unbekannten Tätern gestohlen und ist später in einem anderen Stadtteil aufgefunden worden. Die Tat geschah nur wenige Fahrminuten von seinem Wohnsitz in Bujumbura entfernt.

Der langjährige ADRA-Direktor für Burundi war mehr als zehn Jahre für das Hilfswerk in diesem zentralafrikanischen Lande tätig. "Sein tragischer Tod bedeutet ein grosser Verlust für die adventistische Entwicklungshilfeorganisation", sagte der Leiter von ADRA International, Ralph S. Watts Jr.

"Die Ermordung dieses sehr geschätzten Entwicklungshelfers ist eine grosse Tragödie", sagte Cisshaka Dieudonne, Sprecher der Verwaltungsstelle der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten für Burundi in Bujumbura. "Solch eine Tötung ohne jedes Motiv durch eine der sich bekämpfenden Banden ist ein anderer brutaler Aspekt des Bürgerkriegs in Burundi", betonte der Kirchenleiter.

Der dänische Staatsbürger Nielsen war der erste Ausländer, der einen gewaltsamen Tod erlitt, seit drei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am 4. Juni 1996 in der nordwestlichen Provinz Cibitoke in einen Hinterhalt gelockt und getötet wurden.

Die Beerdigung fand in der dänischen Heimatstadt Nielsens's in Oebenraa statt.. Er hinterlässt seine Frau mit zwei Töchtern.

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Polnische Schulen wieder für Unterricht nutzbar uparrowprint druckenemail versenden

Warschau/Polen, 05.05.1998 / APD

Zwei Sanierungsprojekte im Südwesten Polens, der im Juli letzten Jahres vom Hochwasser heimgesucht wurde, hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA abgeschlossen. In Opole (Oppeln) ist das technische Gymnasium wieder für den Unterricht nutzbar; die Grundschule Nummer 14 für hörgeschädigte Kinder erhielt speziell benötigte Geräte und Einrichtungsgegenstände. Die Kosten in Höhe von 375 000 Deutsche Mark trug die Organisation für Humanitäre Hilfe der Europäischen Union (ECHO). Bei den Projekten arbeitete ADRA-Polen eng mit der Schwesterorganisation in Deutschland zusammen. Ausserdem spendeten die 5 500 Siebenten-Tags-Adventisten Polens über 60 000 Deutsche Mark für die Überschwemmungsopfer im Süden und Westen ihres Landes. Sie verteilten auch Kleidung, Nahrungsmittel, Trinkwasser und Reinigungsmaterial an Bedürftige.

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Lebensmittelverteilung in Bosnien-Herzegowina uparrowprint druckenemail versenden

Sarajevo/Bosnien-Herzegowina, 05.05.1998 / APD

Lebensmittel, Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs im Gesamtwert von 410 000 Mark wird die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in diesem Jahr an Vertriebene in Zentralbosnien verteilen. Ein entsprechendes Abkommen wurde mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) unterzeichnet. ADRA ist seit sechs Jahren in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land tätig. Unter anderem führt das adventistische Hilfswerk im Auftrag der Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) seit Juli 1997 auch ein Projekt in Banja Luka und Umgebung durch. Dort werden fast 50 000 Rentner über einen Zeitraum von zwölf Monaten mit Nahrungsmitteln im Gesamtwert von 8,5 Millionen Schweizer Franken versorgt.

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Abitur für liberianische Flüchtlinge uparrowprint druckenemail versenden

Abidjan/Elfenbeinküste, 05.05.1998 / APD

Ihr Abitur bestanden Anfang April 348 liberianische Gymnasiasten im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste. Sie gehören zum Ausbildungsprogramm, das die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA seit sieben Jahren für Flüchtlinge aus Liberia durchführt. Das ADRA-Projekt wurde im November 1991 auf Bitten des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) begonnen, da sich unter den Bürgerkriegsflüchtlingen auch zahlreiche Kinder befanden. Im März 1992 hatte ADRA bereits die ersten Grund- und Hauptschulen für insgesamt 17 989 Schüler eingerichtet. Sechs Monate später waren es 83 Bildungsstätten mit über 35 000 Lernenden. Im September 1993 folgten zusätzlich 40 Mittelschulen, und die Zahl der Unterrichteten erhöhte sich auf 46 276. Mit der Gründung von Gymnasien im September 1994 war die gesamte Ausbildung von der ersten Klasse bis zum Abitur möglich. Im September 1996 erreichte das adventistische Hilfswerk mit 72 055 Lernenden an 158 Schulen einschliesslich 10 283 Gymnasiasten den Höhepunkt. Ende 1995 übernahm ADRA in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) auch die Versorgung der Schüler mit einer täglichen warmen Mahlzeit. 1997 beschäftigte ADRA in dem afrikanischen Aufnahmeland 1 210 Lehrer und 30 Verwaltungsangestellte, wofür rund 4,5 Millionen Schweizer Franken aufzubringen waren, die hauptsächlich von den Vereinten Nationen und teilweise von den ADRA-Organisationen in Dänemark, Schweden und der Schweiz stammten. Gegenwärtig umfasst das Ausbildungsprogramm für liberianische Flüchtlinge 33 078 Schüler einschliesslich 3 955 Gymnasiasten. Die abnehmenden Zahlen hängen mit der Rückführung der Menschen in ihre Heimat zusammen. In Liberia selbst führt das adventistische Hilfswerk ebenfalls verschiedene Ausbildungsprogramme durch und versorgt in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm die Lernenden an über 500 Schulen täglich mit einer warmen Mahlzeit. Ausserdem werden in Lofa/Nordliberia Schulen wieder instand gesetzt.

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Erstversorgung für burmesische Flüchtlinge uparrowprint druckenemail versenden

Bangkok/Thailand, 05.05.1998 / APD

Tausende Burmesen im thailändischen Grenzgebiet sind völlig mittellos, nachdem Guerillas ihre Flüchtlingslager angegriffen hatten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA kümmert sich um die Menschen im Huay Kaloke Lager, das bei einem Überfall Anfang März zu 85 Prozent zerstört wurde. Schulen, Kirchen und das örtliche Hospital wurden ein Raub der Flammen. 7 300 der 10 000 Flüchtlinge verloren fast ihre gesamte Habe. Ihnen stellte ADRA 1 306 Woks zum Kochen, 1 700 Schlafmatten und 4 930 Paar Sandalen zur Verfügung. Laut Marlon Butler, Pressesprecher von ADRA-Thailand, gibt es Überlegungen, das Lager an einer anderer Stelle, die mehr Sicherheit biete, wieder aufzubauen. ADRA würde sich mit Baumaterialien und der Erstellung von Trinkwasserbrunnen beteiligen.

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Medien

Adventist World Radio jetzt mit Stationen in Südafrika und Madagaskar uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, 05.05.1998 / APD

Adventist World Radio (AWR) nutzt seit Ende März auch Rundfunkstationen in Südafrika und auf Madagaskar. AWR mietete stundenweise bei der SENTECH Broadcasting Corporation in Südafrika 100 und 250 Kilowatt starke Kurzwellensender in Meyerton, südwestlich von Johannesburg. Das fünfstündige Tagesprogramm ist in den Sprachen Englisch, Französisch Kisuaheli und Somali in Botswana, Burundi, Kenia, Kongo, Malawi, Namibia, Ruanda, Sambia, Somalia, Tansania, Uganda und Zimbabwe zu hören. Auf Madagaskar wird zunächst eine Stunde täglich ein Programm in Malagasy über den 7,5 Kilowatt starken Kurzwellensender von Radio Nederlands in Talata/Volondry ausgestrahlt. Die gleichen Sendungen sind auch über 20 UKW-Stationen auf der Insel zu hören. Ein weiteres einstündiges Programm soll in den nächsten drei Monaten in französischer Sprache folgen. Laut AWR-Präsident Don Jacobsen (Silver Spring, Maryland/USA) erreichte Adventist World Radio bisher durch Sendungen über Kurzwelle aus Deutschland, Italien und der Slowakei bereits den nordafrikanischen Raum. "Durch die neuen Sendemöglichkeiten beginnen wir unseren Dienst auf den gesamten Kontinent auszuweiten." Über welche Stationen AWR weltweit wann und in welchen Sprachen sendet, ist im Internet unter http://www.awr.org zu erfahren.

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Programme per Satellit uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 05.05.1998 / APD

Adventist World Radio (AWR) will künftig adventistische UKW- und Mittelwellen-Lokalrundfunkstationen in Lateinamerika mit Programmen per Satellit beliefern. Sie werden im AWR-Medienzentrum Alajuela/Costa Rica produziert, nach Nova Friburgo/Brasilien gesandt und stehen von dort aus über Satellit allen 50 Lokalradiostationen in Mittel- und Südamerika zur Verfügung. Laut AWR-Präsident Don Jacobsen wird Adventist World Radio auch wie bisher über Kurzwelle aus Guatemala und der Dominikanischen Republik Programme hauptsächlich nach Mexiko und Kuba ausstrahlen. Ausserdem entsteht in der Nähe des Titicacasees in Juliaca/Peru ein Kurzwellensender für südamerikanische Länder.

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Adventisten planen weltweite Fernsehsendungen uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 05.05.1998 / APD

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten plant die Ausstrahlung eines weltweiten Fernsehprogramms per Satellit. "Wie wäre es, wenn jeder Mensch auf der Erde von einem 35 600 Kilometer entfernten Satelliten die Evangeliumsbotschaft hören und sehen könnte?", fragte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), Robert S. Folkenberg, anlässlich eines Treffens adventistischer Kirchenleiter mit Fernsehproduzenten in Silver Spring, Maryland/USA. "Wir haben nicht die Wahl, zu sagen 'heute nicht, Gott', denn jetzt stehen uns diese Möglichkeiten offen. Es wäre", so Folkenberg, "unverantwortlich, sie nicht zu nutzen." Manches adventistische Kirchengebäude könne man bereits jetzt schon an der Satellitenschüssel auf dem Dach erkennen, sagte Ray Dabrowski, Kommunikationsdirektor der Generalkonferenz. Das für Satellitenübertragungen gegründete Adventist Communication Network (ACN) sendete 1995 insgesamt 50 Stunden. Im letzten Jahr waren es bereits 300, und 1998 sollen es über 500 Stunden sein.

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Buchrezensionen

Quentin J. Schultze, "Internet-Surfkomp@ss für Christen", R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1997, Paperback, 174 Seiten, ISBN 3-417-36027-7. Zu beziehen über den Buchhandel. uparrowprint druckenemail versenden

Längst ist das Internet mehr als nur eine Spielwiese für PC-Freaks. Es erobert mehr und mehr die Berufswelt wie auch das Privatleben und macht auch nicht vor Kirchen, Freikirchen und christlichen Organisationen halt. Seelsorge, Evangelisation, Werbung für den Gottesdienst, Bibelstudium - das sind nur einige Möglichkeiten, die das Internet bietet. Doch ist dies alles sinnvoll und gut? Oder ist der Rummel um das grösste Netz der Welt nicht ein bisschen überdreht oder gar apokalyptisch verwirrend?

Der Internet-Surfkomp@ss für Christen will helfen, Einstiege ins Internet zu finden. Er zeigt seine Chancen und Grenzen auf und gibt Tips, das neue Medium für die Verbreitung des Evangeliums und zur Vermittlung von Glaubensinhalten zu nutzen. Einsteigern wird ein Grundkurs zum Thema "Internet" geboten, Fortgeschrittene bekommen weitere Anregungen. Alles in Allem: ein Buch für die "christliche Internet-Gemeinde".

Der Buchautor, Quentin J. Schultze, ist Professor für Kommunikationsforschung und Koordinator des grössten christlichen Internet-Verbundes in den USA.

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.