ADRA Fidschi verteilt Hilfsgüter an Opfer des Zyklons Winstonprint druckenemail versenden

Suva/Fidschi, 22.02.2016 / APD

Kind in Ba, Insel Viti Levu, auf den Trümmern seines Heims

Kind in Ba, Insel Viti Levu, auf den Trümmern seines Heims

© Foto: Regierung von Fidschi

Winston, ein Zyklon der höchsten Kategorie fünf, ist am 20. Februar mit Windstärken von 220 und Spitzen bis zu 320 Stundenkilometern auf die Hauptinsel Viti Levu/Fidschi getroffen. Die Behörden des Inselstaats mit 900.000 Bewohnern, im Südpazifik, nördlich von Neuseeland gelegen, haben noch keine Opfer- und Schadenszahlen publiziert. Laut Medienberichten sind mindestens 17 Personen gestorben, tief gelegene Gebiete seien überflutet und viele Häuser ganz oder teilweise zerstört worden. Hauptstrassen seien gesperrt, für 80 Prozent der Bevölkerung gäbe es keine Elektrizität und damit kein sauberes Wasser und die Kommunikation zu entlegenen Gebieten und Inseln sei auch zusammengebrochen, sagte Iliapi Tuwai, Geschäftsleiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Fidschi.

Beim Herannahen des Zyklons am Samstag, 20. Februar, seien die adventistischen Gottesdienste abgesagt worden. Die Kirchenmitglieder sollten Zuhause auf die weiteren Anweisungen der Regierung warten, teilte ADRA Neuseeland mit.

Iliapi Tuwei, Geschäftsleiter von ADRA Fidschi

Iliapi Tuwei, Geschäftsleiter von ADRA Fidschi

© Foto: Privat (FB)

Er erwarte, dass in der Hauptstadt Suva bis am 23. Februar die Elektrizität wieder funktioniere und dann auch Trinkwasser wieder zur Verfügung stehe, so Iliapi Tuwai. Es seien in einem adventistischen College auch Unterkünfte von Mitarbeitern in Mitleidenschaft gezogen worden.

Laut ADRA Neuseeland hätten Tausende Zuflucht in den 750 von der Regierung vorbereiteten Evakuierungszentren, darunter auch Schulen und Kirchengebäude der Siebenten-Tags-Adventisten, gefunden. ADRA habe vor dem Zyklon 1.000 Wasserkanister, Seifen, Wasserreinigungstabletten, Erste-Hilfe Kits und weitere Hygiene- sowie Gesundheitsartikel an verschiedenen Orten gelagert, um nach dem Zyklon unmittelbar vor Ort helfen zu können. „Wir arbeiten eng mit der Regierung zusammen, um sicherzustellen, dass die Hilfe so schnell als möglich dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, so Tuwai. Pastor Ted N.C. Wilson, Weltkirchenleiter der Adventisten, ermutigte die Kirchenmitglieder auf der ganzen Welt, den Menschen auf Fidschi in jeder erdenklichen Weise zu helfen.

Von den 900.000 Bewohnern auf Fidschi sind rund 25.000 Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten, die in 260 Kirchgemeinden auf dem Inselstaat Gottesdienste feiern. Präsident von Fidschi, ein Amt mit weitgehend zeremoniellen Aufgaben, ist George Konrote. Er ist Adventist und wurde am 12. November 2015 ins Präsidentenamt gewählt.

ADRA Fidschi
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Fidschi ist seit sechs Jahren im Inselstaat aktiv, um aus Not und sozialer Ungerechtigkeit zu helfen sowie die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern und bei Katastrophen Nothilfe zu leisten. ADRA Fidschi fördert Projekte im Bereich der Bildung, Ernährungssicherheit, Gesundheit und wirtschaftlicher Entwicklung.

ADRA Fidschi wird nach dem Zyklon Winston vom Netzwerk der weltweit rund 130 ADRA Landesbüros unterstützt, speziell von ADRA Australien und ADRA Neuseeland.
Mehr Infos zu ADRA Fidschi: http://adra.adventist.org.fj/

back (3'067 Zeichen)


Impressum Top

Nachrichtenagentur APD
(Adventistischer Pressedienst)
Postfach
CH-4020 Basel
E-Mail: APD-CH(at)apd.info
Web: http://www.stanet.ch/APD/

Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ
Christian B. Schäffler, Journalist SFJ
Tel: +41 79 225 95 11

© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD.

APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig (8/2015) zählt sie über 18,5 Millionen erwachsene Mitglieder in 215 Staaten und Territorien der Erde. In der Schweiz sind 4.456 Mitglieder in 51 Gemeinden und drei Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.