APD-INFORMATIONEN 10/2004
- Schweiz
- International
- Adventistische Kirchenleiter bei Flugzeugabsturz getötet
- Irak: Nach Bombenanschlag kein Geld für Kirchenreparatur
- Zwei Kinder sterben bei Bootunglück
- Neue adventistische Kirche in Oberägypten
- Adventisten ordinieren ersten einheimischen Pastor in Albanien
- Deutsche Adventisten unter neuer Leitung
- Wirbelsturm sucht erneut adventistische Schule heim
- Einen "Guten Rutsch" ins neue Jahr?
- Institut für Pastorinnen an adventistischer Universität gegründet
- Adventisten für Koalition gegen Menschenhandel
- Konfessionsverschiedene Ehen bei adventistischen Pastoren möglich
- Neues Gesangbuch für deutsche Adventisten
- Australische Regierung fördert kirchliche Sozialarbeit in Papua-Neuguinea
- Freikirchen zum Thema Kriegsdienstverweigerung im Internet
- Adventisten demonstrieren für harmonisches Familienleben
- Ökumene
- ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
- ADRA versorgt 17 000 Menschen auf den Philippinen
- Medikamente für Krankenhäuser im Nordirak
- Grossbritanniens Botschafter würdigt ADRA-Projekte
- Nahrungsmittelhilfe im kenianischen Dürregebiet
- Zeltplanen für Alpakas, Vikunjas und Schafe
- Mehr Ertrag durch Anbau verschiedener Pflanzenarten
- Medikamente für presbyterianisches Krankenhaus
- Dauerhafte Rückkehr vieler Flüchtlinge auf dem Balkan
- Lesen und Schreiben für Frauen in Pakistan
- Arabische Reitermilizen bedrohen auch "sichere" Flüchtlingslager
- "Schützt eure Mädchen"
- Medien
- Religionsfreiheit
- Bibel
- unbekannt
- Impressum
Schweiz
Jugendevangelisation verbindet Generationen 
drucken
versenden
Zürich/Darmstadt, 15.12.2004 / APD
Zwischen 4 000 und 4 900 Besuchern pro Abend verzeichneten die Siebenten-Tags-Adventisten bei ihrer Satellitenevangelisation "Link2Life" (Verbindung zum Leben), die mit acht Veranstaltungen vom 29. Oktober bis 4. Dezember, jeweils Freitags und Samstags, speziell für Jugendliche stattfand. Etwa 20 bis 27 Prozent der Teilnehmer gehörten dabei keiner adventistischen Jugendgruppe an. Die Ansprachen von Prediger Stephan Sigg (38), Jugendabteilungsleiter der Deutschschweizerischen Vereinigung der Freikirche, Zürich, wurden aus der Adventgemeinde Darmstadt-Marienhöhe per Satellit in 160 Orte Deutsch¬lands und 15 der Schweiz übertragen. Die einzelnen Themen lauteten: "I'm @live! - Information bedeutet Leben" (29.10.), "Be a Star! - Sternen gehört der Himmel" (30.10.), "Back stage - Da ist mehr als Du denkst!" (12.11.), "Delete - Das Antivirusprogramm Gottes" (13.11.), "Self made man - Ausstieg führt zum Aufstieg!" (19.11), "Sex sells! - Ist Liebe käuflich?" (20.11), "Enjoy it! - Pure Lebensfreude!" (3.12.) und "Open end - Weil sich Dein Leben lohnt! " (4.12.).
Laut dem Koordinator von "Link2Life", Pastor Martin Knoll, Hannover, hätten die einzelnen Jugendgruppen mit viel Initiative das Begleitprogramm vor Ort selbst gestaltet. "Die Ortsgemeinden haben sie dabei nicht nur gewähren lassen, sondern auch aktiv unterstützt. " Durch das gegenseitige Vertrauen sei es möglich gewesen, Brücken zwischen den Generationen zu bauen. "Die zahlreichen positiven Reaktionen zeigen, dass es Stephan Sigg gelungen ist, gerade Teenager unter 20 Jahren anzusprechen."
International
Adventistische Kirchenleiter bei Flugzeugabsturz getötet 
drucken
versenden
Collegedale, Tennessee/USA, 15.12.2004 / APD
Bei einem Flugzeugabsturz in Collegedale im US-Bundesstaat Tennesse sind vier adventistische Kirchenleiter getötet worden. Nach dem Start vom dortigen Flugplatz stürzte die zweimotorige Cessna 421 aus bisher ungeklärter Ursache auf ein Feld. Dabei kamen der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Georgia und dem Cumberland-Plateau in Tennessee und North Carolina, Pastor Dave Cress (47), sein Stellvertreter Pastor Jim Frost (53), sein Assistent Pastor Clay Farwell (67) und Kommunikationsdirektor Jamie Arnall (29) ums Leben. Ebenso getötet wurde Pilot John Laswell (36), während Co-Pilot Jim Huff (37) leicht verletzt überlebte und bereits am nächsten Tag aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte.
Die Maschine gehörte zur Flugbereitschaft der Freikirche. Die Gruppe hatte eine Besprechung an der adventistischen Universität in Collegedale und wollte zu einer Pastorentagung nach Knoxville/Tennessee fliegen. In Georgia und dem Cumberland-Gebiet leben über 28 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 142 Gemeinden. Die Freikirche unterhält dort eine Universität, vier höhere Schulen, 22 Grundschulen, zwei Krankenhäuser sowie einen Jugend- und einen Familienzeltplatz.
Irak: Nach Bombenanschlag kein Geld für Kirchenreparatur 
drucken
versenden
Bagdad/Irak, 15.12.2004 / APD
Die adventistische Gemeinde in Bagdad sieht zur Zeit keine Möglichkeit, ihre durch eine Autobombe beschädigte Kirche zu reparieren. Am 10. September explodierte ein vor dem Gebäude abgestelltes mit 150 Kilogramm Sprengstoff beladenes Fahrzeug. Personenschäden waren nicht zu beklagen, da keine Veranstaltungen in dem Gemeindezentrum stattfanden. Auch der Wächter kam mit dem Schrecken davon. Den Sachschaden bezifferte der Sekretär (Geschäftsführer) der irakischen Siebenten-Tags-Adventisten, Basim Fargo, mit 120 000 Euro. Durch den Anschlag gingen die meisten bunten Kirchenfenster zu Bruch, zwei Räume brannten aus und das elektrische Leitungsnetz wurde zerstört. Fargo habe sich wegen finanzieller Unterstützung an das Büro der Koalitionstruppen gewandt. Es sei ihm Hilfe zugesagt worden, ebenso von einem Major und von drei Offizieren, die den Schaden besichtigten und dokumentierten. Doch nichts sei geschehen. Die Gemeinde mit ihren rund 200 Mitgliedern ist nicht in der Lage, das Geld für die Instandsetzung aufzubringen.
Seit dem Sturz Saddam Husseins gab es bereits viermal Anschläge auf christliche Kirchen. Anfang August explodierten Bomben vor vier Gotteshäusern in Bagdad und Mossul, wobei sieben Menschen getötet und über 30 verletzt wurden. Lediglich Gebäudeschäden verursachte am 10. September eine Autobombe am Gemeindezentrum der Siebenten-Tags-Adventisten in Bagdad. Am 16. Oktober ereignete sich eine Anschlagsserie auf fünf Kirchen, die ein Todesopfer und mehrere Verletzte forderte. Am 8. November verübten Aufständige Sprengstoffanschläge auf zwei Gotteshäuser in der irakischen Hauptstadt, wobei drei Menschen ums Leben kamen und über 50 verletzt wurden. Durch Terroranschläge sind am 7. Dezember in der nordirakischen Stadt Mossul der Verwaltungsitz des chaldäischen Patriarchats gesprengt und eine neu errichtete armenisch-katholische Kirche schwer beschädigt worden Im Irak leben etwa 750 000 Christen.
Zwei Kinder sterben bei Bootunglück 
drucken
versenden
Dhaka/Bangladesch, 15.12.2004 / APD
Zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren starben, als ein Motorboot auf dem Weg zu einer adventistischen Schule in Musuria im Süden von Bangladesch aus unbekannter Ursache sank. Zwanzig Schülerinnen und Schüler überlebten das Unglück. Der Lehrer, der das Fahrzeug gesteuert hatte, musste seinen Wohnort verlassen, nachdem ihn Einwohner tätlich angriffen hatten. Örtliche Kirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten besuchten die vom Unglück betroffenen Familien und sprachen mit den Behörden. Pastor Daniel Baidya, der selbst mit einem der Opfer verwandt ist, hielt die Beerdigungsansprache für beide Kinder, die aus einer adventistischen und einer hinduistischen Familie stammten. In Bangladesch leben rund 19 300 erwachsen getaufte Adventisten in 93 Gemeinden. Die seit 1919 bestehende dortige Freikirche unterhält eine Hochschule, vier höhere Schulen, 222 Grundschulen, eine zahnärztliche Klinik und ein Verlagshaus. Über 6 000 Schülerinnen und Schüler aus ärmeren Familien erhalten von der adventistischen Stiftung "Bangladesh Children‘s Sponsorship Services" ein Stipendium, damit sie den Unterricht besuchen können.
Neue adventistische Kirche in Oberägypten 
drucken
versenden
Dahasa/Ägypten, 15.12.2004 / APD
Durch Ausschachtungsarbeiten für eine Moschee wurde das direkt daneben liegende Gotteshaus der Siebenten-Tags-Adventisten in Dahasa/Oberägypten so baufällig, dass es geräumt werden musste. Etwa eineinhalb Jahre danach konnten die 60 Mitglieder der örtlichen Adventgemeinde eine neue, mit behördlicher Genehmigung erbaute Kirche einweihen. Von den 4 000 Einwohnern in Dahasa sind etwa 600 Christen. Die Adventisten hatten dort vor 50 Jahren ihr Gotteshaus gebaut, und auch der Neubau ist immer noch die einzige christliche Kirche im Ort. Die protestantische Freikirche ist seit 1878 in Ägypten vertreten. Sie zählt gegenwärtig 750 erwachsen getaufte Mitglieder in 17 Gemeinden und unterhält im Kairoer Vorort Heliopolis eine Mittelschule, eine Grund- und Hauptschule sowie eine Produktionsstätte für Gesundkost. Ausserdem befindet sich im Kairoer Stadtteil Faggala ein Evangelisationszentrum der Adventisten.
Adventisten ordinieren ersten einheimischen Pastor in Albanien 
drucken
versenden
Tirana/Albanien, 15.12.2004 / APD
Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in Albanien mit Alban Matohiti (29) ihren ersten einheimischen Pastor ordiniert. Er war Gymnasiast, als er 1992 in Tirana Bibelvorträge besuchte und sich dadurch der Freikirche anschloss. Nach dem Abitur war er als Laienprediger tätig, bevor er von 1996 bis 1999 das adventistische Newbold College in Bracknell bei London besuchte. Nach erfolgreichem Studium arbeitete er als nichtordinierter Geistlicher in Elbasan und anschliessend in Durrës. Dort richtet er zur Zeit ein Evangelisationszentrum in einer alten Villa ein.
Seit 1909 gibt es in Albanien Adventisten. Fast alle verliessen ihre Heimat während des 2. Weltkrieges und zu Beginn der kommunistischen Herrschaft. Der adventistische Missionar Daniel C. Lewis starb 1951 wegen seiner Glaubensüberzeugung im Gefängnis. Eine kleine Gruppe Adventgläubiger hielt während der letzten 15 Jahre des Kommunismus heimlich Gottesdienste in einer Privatwohnung in Korçë ab. Heute gibt es in Albanien 268 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in neun Gemeinden.
Deutsche Adventisten unter neuer Leitung 
drucken
versenden
Hannover/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Neuer Vorsitzender der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland wurde Pastor Klaus van Treeck (51), Präsident des Norddeutschen Verbandes der Freikirche mit Sitz in Hannover. Er ist Nachfolger von Pastor Dr. Rolf Pöhler (55), der im September von seinem Amt zurücktrat. Stellvertretender Vorsitzender bleibt der Präsident des Süddeutschen Verbandes der Freikirche, Pastor Günther Machel (55), Ostfildern bei Stuttgart. In Deutschland leben rund 36 000 erwachsen getaufte Adventisten in 576 Gemeinden.
Wirbelsturm sucht erneut adventistische Schule heim 
drucken
versenden
Yap/Mikronesien, 15.12.2004 / APD
Das Gymnasium der Siebenten-Tags-Adventisten auf der zu Mikronesien gehörenden Pazifikinsel Yap ist in diesem Jahr zum zweiten Mal von einem Wirbelsturm in Mitleidenschaft gezogen worden. Laut Keith Rodman (Agana Heights/Guam), Leiter der Bildungsabteilung der Guam-Mikronesien Mission der Freikirche, habe der Taifun "Nanmadal" aber lediglich das Dach eines Schulgebäudes weggerissen. Das Unwetter sei aber längst nicht so schwer gewesen, wie im April der Wirbelsturm "Sudal", der drei der sieben Gebäude zerstörte und einen Schaden von umgerechnet 385 000 Euro hinterliess. Damals seien auch die meisten der 8 000 Insulaner obdachlos gewesen. Die 1987 errichtete höhere Schule besuchen 224 Schülerinnen und Schüler.
Einen "Guten Rutsch" ins neue Jahr? 
drucken
versenden
Kassel/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Darf ein Christ seinen Arbeitskollegen, Freunden und Nachbarn zum Jahreswechsel eigentlich einen "Guten Rutsch" wünschen, oder empfiehlt sich doch ein eindeutigeres "Gottes Segen für das neue Jahr"? Dieser Frage geht die Ausgabe 1/2005 der missionarischen Verteilzeitschrift "Frieden für Sie" nach – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: "Man darf."
Denn das deutsche Wort "Rutsch" kommt aus dem hebräischen Wort "Rosch", was Kopf oder Anfang heisse. Somit bedeute laut Verteilblatt der Wunsch: "Alles Gute zum Anfang, zum neuen Jahr". Es verweist zur Begründung auf einen Beitrag des früheren Öffentlichkeitsreferenten der bayerischen Landeskirche Dr. Walter Allgaier (1937-1997). Seinen Angaben zufolge sei der "Gute Rutsch" der Wunsch, dass Gott das Leben in seine Obhut nehme. Allgaier: "Denn Gott war Rosch." Die Verteilzeitschrift "Frieden für Sie" erscheint im Oncken-Verlag, Kassel, und mit gleichem Inhalt unter dem Titel "Das Ziel" im Bundes- Verlag, Witten.
Institut für Pastorinnen an adventistischer Universität gegründet 
drucken
versenden
Berrien Springs, Michigan/USA, 15.12.2004 / APD
An der adventistischen Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, ist ein Institut für Pastorinnen eingerichtet worden. Wie Prorektorin Dr. Patricia Mutch mitteilte, seien von den derzeit über 500 Theologiestudenten 95 Frauen zwischen zwanzig und sechzig Jahren. Sie stammten aus Afrika, Südkorea, Mexiko, Nordamerika und Europa. "Viele dieser Frauen haben bereits in anderen Berufen gearbeitet, bis sie die Berufung zu diesem besonderen Dienst spürten." Nach erfolgreichem Abschluss gebe es für sie verschiedene Einsatzmöglichkeiten, etwa als Gemeindepastorin, in der Jugendarbeit oder als Krankenhausseelsorgerin. Auch Ehefrauen, die einen Theologiestudenten geheiratet haben, würden Kurse belegen, um später mit ihrem Mann als Team zu arbeiten. Das Institut wolle nicht nur Theologiestudentinnen beraten, sondern ihnen auch nach ihrem Studium jemanden vermitteln, der ihren Dienst als Mentor begleiten könne.
Adventisten für Koalition gegen Menschenhandel 
drucken
versenden
Silver Spring, Maryland/USA, 15.12.2004 / APD
Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist in den Vereinigten Staaten einer vom US-Gesundheitsministerium (HHS) initiierten Koalition von gemeinnützigen Organisationen gegen den weltweiten Menschenhandel beigetreten. Seit etwa zehn Jahren werde die Freikirche auch mit dem Problem des Menschenhandels konfrontiert, dem jährlich zwischen 800 000 und 900 000 Personen zum Opfer fielen, berichtete die Direktorin der Abteilung Frauen der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), Ardis Stenbakken (Silver Spring, Maryland/USA). Besonders betroffen von dieser "modernen Sklaverei" seien dabei Mädchen und Frauen in Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Mit ihren 13,6 Millionen Mitgliedern und 25 Millionen Gottesdienstbesuchern weltweit könnten die Adventisten sehr viele Menschen für dieses Thema sensibilisieren.
Konfessionsverschiedene Ehen bei adventistischen Pastoren möglich 
drucken
versenden
Altena/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Die Ethikkommission des Norddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten hat sich mit der Frage befasst, ob ein Adventist, dessen Ehefrau nicht der Freikirche angehöre, als Pastor angestellt und ordiniert werden könne. Von der Frau eines Geistlichen werde erwartet, dass sie den Dienst ihres Mannes grundsätzlich unterstütze, heisst es in der Empfehlung der Kommission. Daher sollte die konfessionsidentische Ehe bei adventistischen Pastoren als Regelfall beibehalten werden, so dass die Ehepartnerin ebenfalls der Freikirche angehöre.
Es gebe aber Ausnahmefälle, in denen es möglich wäre, dass ein adventistischer Pastor, der mit einer nicht adventistischen Ehefrau verheiratet sei, angestellt und ordiniert werden könne. Für die Zulassung dieser Ausnahmen sollten aber bestimmte Kriterien gelten. Sie beinhalteten, dass die nicht adventistische Ehefrau die Bibel als Gottes Wort und als Grundlage für das gemeinsame Glaubensleben anerkenne, ebenso die Erlösung durch Jesus Christus allein durch Glauben. "Sie akzeptiert und unterstützt den Dienst des Pastors in der Gemeinde und akzeptiert dienstliche Versetzungen." Erwartet werde auch die Respektierung der adventistischen Haltung zu Sabbat, Glaubenstaufe und gesundem Lebensstil. Die Ethikkommission sollte daher beauftragt werden, derartige Ausnahmefälle zu prüfen und eine Empfehlung an die für die Anstellung des Pastors zuständige Dienststelle zu geben.
Der in Altena/Westfalen tagende Ausschuss des Norddeutschen Verbandes beschloss, nach den Empfehlungen der Ethikkommission zu handeln. Der Norddeutsche Verband mit Sitz in Hannover umfasst fünf regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), 360 Gemeinden, 172 Pastoren und 20 800 erwachsen getaufte Mitglieder in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und in den fünf neuen Bundesländern.
Neues Gesangbuch für deutsche Adventisten 
drucken
versenden
Erfurt/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat unter dem Titel "Leben aus der Quelle" ein neues Gesangbuch für den Gottesdienst herausgegeben. Es enthält 306 Lieder aus Gegenwart und jüngster Vergangenheit und soll als Ergänzung zum 1982 herausgegebenen Gemeindeliederbuch "Wir loben Gott" dienen. Laut Kantor Wilfried Scheel (Erfurt), dem Vorsitzenden des für das neue Gesangbuch zuständigen Arbeitskreises, gebe es in jeder Generation christliche Musiker und Texter, die ihren Glauben, ihre Hoffnung, ihre Klage und ihr Lob in neue Worte und Töne fassen. Daran habe sich bis heute nichts geändert, und so entstünde jedes Jahr eine Vielzahl neuer Lieder.
Die meisten Adventgemeinden in Deutschland würden das Liedangebot der gegenwärtigen Generation neben dem bisher geläufigen Liedgut nutzen, stellte Scheel fest. "Leben aus der Quelle" enthalte eine breitgefächerte Auswahl von zeitgemässen Kirchenliedern, moderner Anbetungsmusik, bekannten Liedern und solchen, die es verdienten, bekannt zu werden. "In diese sorgfältig zusammengestellte Sammlung haben Gemeinden und Einzelne die Lieder eingebracht, die ihnen wichtig geworden sind." Das Liederbuch komme dem modernen Lebensgefühl näher. Es enthält Harmoniebezeichnungen für Gitarristen und Tastenspieler, zum grössten Teil auch mit Begleitsatz für Chor oder Klavier. Zur Erleichterung der Spieler, zur Einübung der Lieder für die Gemeinde und zur Begleitung, wenn kein Spieler vorhanden ist, gibt es von allen Liedern und Strophen eine DVD im MP3-Format und Audio-CDs.
Australische Regierung fördert kirchliche Sozialarbeit in Papua-Neuguinea 
drucken
versenden
Canberra/Australien, 15.12.2004 / APD
Die australische Regierung hat mit ihrem Überseehilfsprogramm ein fünf Jahre dauerndes Partnerschaftsabkommen mit verschiedenen Kirchen geschlossen, um Gesundheitsvorsorge und Bildung in Papua-Neuguinea zu fördern. Daran sind die Anglikaner, Baptisten, Katholiken, Lutheraner, Adventisten, die Vereinten Kirchen und die Heilsarmee beteiligt. Sie erhalten im ersten Jahr insgesamt umgerechnet fast drei Millionen Euro von der Regierung. Damit sollen Krankenschwestern im Westlichen Hochland und Lehrer ausgebildet sowie Zentren für AIDS-Aufklärung eingerichtet werden. Laut dem australischen parlamentarischen Staatssekretär im Aussenministerium, Bruce Billson, seien die Kirchen deshalb ausgewählt worden, weil sie auch in den entlegenen und isolierten Gegenden Papua Neuguineas Präsenz zeigten.
Freikirchen zum Thema Kriegsdienstverweigerung im Internet 
drucken
versenden
Ostfildern/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Die Arbeitsgruppe zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) ist jetzt auch im Internet präsent. Unter www.vef.info/ag8 finden sich konkrete Hinweise zu Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst. Auch Zivildienstplätze im freikirchlichen Bereich sind genannt. Bei der Friedensethik geht es um das Thema "Soldat oder Kriegsdienstverweigerer aus christlicher Sicht". In der Rubrik "Dokumentation" finden sich Stellungnahmen der Arbeitsgruppe aus den Jahren 1979 bis 2003. Ausbaufähig ist der Bereich "Aktuelles, der lediglich eine Erklärung der Baptisten zum Irakkrieg enthält. Zahlreiche Links verweisen auf Friedens- und Trägerorganisationen von Zivildienststellen sowie andere Dienste im Ausland.
Adventisten demonstrieren für harmonisches Familienleben 
drucken
versenden
Kingston/Jamaika, 15.12.2004 / APD
Über 10 000 adventistische Männer, Frauen und Kinder marschierten durch Kingston und St. Catherine auf Jamaika, um für ein harmonisches Familienleben zu demonstrieren. Sie führten auf dem sechseinhalb Kilometer langen Marsch Transparente mit, die Männer aufforderten, keine Gewalt an ihren Frauen zu üben, ihre Kinder nicht zu vernachlässigen und zu ihrer Verantwortung als Familienväter zu stehen. Um Gewalttätigkeiten in den Familien einzudämmen, sollte sich die männliche Bevölkerung um eine gute Ausbildung bemühen, sagte der Organisator des Marsches, Pastor Eric Nathan. "Wir fordern die Jungen auf, regelmässig die Schule zu besuchen und sich nicht Jugendbanden anzuschliessen." Dadurch könne auch die Kriminalitätsrate gesenkt werden, die das ganze Land belaste. Jamaikas Premierminister Percival James Patterson unterstützte die Aktion der Adventisten.
Auf der Karibikinsel mit ihren 2,6 Millionen Einwohnern beträgt die Analphabetenrate der Männer 16 Prozent, die der Frauen dagegen neun Prozent. Innerhalb der Bevölkerung gibt es eine klare Rollenverteilung. In der Regel sind die Mütter für die Kindererziehung verantwortlich, während die Väter arbeiten gehen. Muss die Mutter selbst zum Familienunterhalt beitragen, helfen oft Grosseltern und andere Verwandte. Jamaika hat eine hohe Kriminalitätsrate und eine der höchsten Mordraten in der Region. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählt auf der Insel über 205 000 erwachsen getaufte Mitglieder in 586 Gemeinden. Sie unterhält dort sieben Gymnasien, zehn Grundschulen, ein Krankenhaus und vier Kliniken.
Ökumene
"Der Tisch ist gross genug für uns alle" 
drucken
versenden
Genf, 15.12.2004 / APD
Auf Einladung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) diskutierten Anfang Dezember in der Nähe von Genf über 100 Vertreter von ÖRK-Mitgliedskirchen, der römisch-katholischen Kirche, von Pfingstkirchen sowie von ökumenischen Organisationen, weltweiten christlichen Gemeinschaften und kirchennahen Werken, welchen Weg die ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert gehen soll. "Die Menschen sind der institutionalisierten ökumenischen Bewegung überdrüssig. Sie wollen, dass sich die Ökumene aus den engen Grenzen der Institution befreit und sich wieder als eine der Zukunft zugewandte Bewegung zeigt", sagte der Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, der orthodoxe Katholikos Aram I., in seinem Hauptreferat. Er betonte, dass im Mittelpunkt einer ökumenischen Vision für das 21. Jahrhundert das Evangelium stehen und ihre Richtung von der Mission bestimmt sein müsse.
"Der Tisch ist gross genug für uns alle", sagte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Samuel Kobia. Er bekräftigte die Aufgabe des ÖRK, eine "fortgesetzte und intensivere Beteiligung all derer zu erleichtern, die sich der ökumenischen Bewegung verpflichtet fühlen, auch derjenigen, die nicht Mitglied des ÖRK sind". Der ÖRK sei bereit, sich zu verändern. Doch in diesem Prozess gehe es nicht vorrangig um den ÖRK, sondern um die Neugestaltung der gesamten ökumenischen Bewegung. Gedacht sei auch an einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen, den weltweiten christlichen Gemeinschaften und weiteren Mitgliedern der christlichen Familie. Die Teilnehmer beschlossen, für 2005 eine 15-köpfige Fortsetzungsgruppe für den angelaufenen Prozess der Neugestaltung einzusetzen und in einer Studie festzustellen, welche Programmarbeit von den ökumenischen und konfessionellen Organisationen geleistet wird.
Seit Gründung des Ökumenischen Rates im Jahr 1948 hätten sich die Verhältnisse für die christlichen Kirchen stark verändert, so Dr. Bert B. Beach, Direktor des Rates für zwischenkirchliche Beziehungen der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten. Besonders in der südlichen Hemisphäre sei die Christenheit gewachsen, während viele der historischen Kirchen in Europa und Nordamerika sich ständig schrumpfenden Mitgliederzahlen gegen¬übersähen. Gemeindewachstum finde heute vor allem in Freikirchen, etwa bei den konservativen Evangelikalen, den Pfingstgemeinden und den Adventisten statt. Diese Kirchen neigten im Allgemeinen zu einer eher vorsichtigen oder gar ablehnenden Haltung gegenüber der ökumenischen Bewegung, sagte der adventistische Ökumeneexperte.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends sei immer deutlicher geworden, dass wachsender Fundamentalismus oder Extremismus die Kräfte seien, mit denen zu rechnen sein werde. In gewisser Hinsicht wäre dies eine Reaktion auf Ökumene und Säkularisation. Fundamentalismus sei gefährlich für die religiöse Freiheit, weil seine Eiferer nicht nur sicher seien, die Wahrheit zu besitzen, sondern sich auch verpflichtet fühlten, sie anderen aufzudrängen, gab Beach gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD) zu bedenken.
Ein weiterer zeitgenössischer Trend sei der Nationalismus. Beach: "Wenn sich Nationalismus und religiöser Fundamentalismus verbinden - wie es heute bereits in zahlreichen Ländern der Fall ist -, entsteht ein explosives Gemisch, das sich auf Religionsfreiheit und Ökumene schädlich, wenn nicht sogar destruktiv auswirken kann." Tatsächlich existiere in bestimmten Teilen der Welt die reale Gefahr nicht nur ethnischer, sondern auch religiöser "Säuberungen".
Konferenz Christlicher Weltgemeinschaften informiert sich über Argentinien 
drucken
versenden
Buenos Aires/Argentinien, 15.12.2004 / APD
Die Konferenz der Sekretäre der Christlichen Weltgemeinschaften (CS/CWC) befasste sich bei ihrer diesjährigen Tagung in Buenos Aires mit der politischen und sozialen Situation Argentiniens. Die Mitglieder der Konferenz führten unter anderem Gespräche mit dem Chef des Regierungskabinetts, Alberto Fernandez, dem Sekretär des Präsidialamtes, Oscar Parrilli, und dem Generaldirektor des Nationalen Verzeichnisses der Religionsgemeinschaften, José Cardoso.
Neuer Präsident der CS/CWC ist Dr. Setri Nyomi von der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ghana und Generalsekretär des Reformierten Weltbundes. Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, wurde als Generalsekretär der Konferenz wiedergewählt. Seit 34 Jahren nimmt ein Vertreter dieser Kirche das Amt wahr. Die CS/CWC besteht seit 1957 und dient leitenden Kirchenvertretern von weltweit präsenten Konfessionen, wie Anglikaner, Baptisten, Heilsarmee, Katholiken, Lutheraner, Mennoniten, Methodisten, Orthodoxe, Pfingstler, Quäker, Reformierte und Siebenten-Tags-Adventisten, zum Informationsaustausch. In Buenos Aires stellten Baptisten, Pfingstler, Anglikaner und Adventisten die Arbeit ihrer Kirchen in Argentinien dar.
Zweiter Ökumenischer Kirchentag im Jahr 2010 
drucken
versenden
Bonn/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Im Jahr 2010 soll es nach den Vorstellungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zum zweiten Mal nach 2003 in Berlin zusammen mit den Evangelischen einen Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in Deutschland geben. Die Vollversammlung des ZdK beauftragte sein Präsidium, eine Verständigung über den Tagungsort des 2. ÖKT mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) herbeizuführen. Leider lasse sich der gemeinsame Kirchentag nicht bereits 2008 realisieren, stellte das ZdK bedauernd fest. In diesem Jahr wird ein Katholikentag im Ruhrbistum Essen stattfinden. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen des Laienapostolates und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft.
ACK Deutschland vor tiefgreifenden Einschnitten 
drucken
versenden
Frankfurt am Main/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Angesichts der von den beiden grossen Mitgliedskirchen, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK), beschlossenen Kürzungen ihrer Mitgliedsbeiträge von bis zu 30 Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren, steht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) vor tief greifenden Veränderungen. Das betrifft vor allem die Struktur und Besetzung ihrer Geschäftsstelle, der Ökumenischen Centrale (ÖC) in Frankfurt am Main. Seit der Neukonstituierung der ACK im Jahre 1974 besteht der Arbeitsstab der ÖC aus vier Referenten/innen, die von ihren Kirchen beziehungsweise Konfessionsfamilien (römisch-katholisch, evangelisch-landeskirchlich, evangelisch-freikirchlich und orthodox) entsandt werden. Eine Halbierung der Referenten- und der dreieinhalb Sekretariatsstellen ab 2006 ist nicht ausgeschlossen.
Um die Problematik näher zu bedenken und eine zukünftige Arbeitsstruktur der ACK mit ihrer Geschäftsstelle innerhalb des von den Kirchen vorgegebenen finanziellen Rahmens zu entwickeln, setzte die Mitgliederversammlung der ACK eine Perspektivkommission ein. Zu ihr gehören je zwei Vertreter der in der ACK vertretenen Konfessionsfamilien. Die Kommission wird bis Ende Januar 2005 ein neues, tragfähiges Konzept ausarbeiten. Es soll nach Beratungen mit den Kirchenleitungen auf der nächsten Mitgliederversammlung der ACK Anfang März 2005 beschlossen werden.
Katholiken in Deutschland vorn 
drucken
versenden
Hannover/Bonn/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Auch im letzten Jahr sank die Mitgliederzahl der beiden grossen Kirchen in der Bundesrepublik. Die Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verzeichneten am Stichtag 31. Dezember 2003 mit 25,8 Millionen Menschen 375 000 Personen oder 1,6 Prozent weniger als 2002. Der römisch-katholischen Kirche gehörten 26,2 Millionen Mitglieder an, ein Rückgang von 301 000 Menschen oder 1,1 Prozent. Bei der Wiedervereinigung im Jahr 1990 gab es in Deutsch¬land noch 29,2 Millionen Evangelische und 28,2 Millionen Katholiken. Während der letzten 14 Jahre ist die römisch-katholische Kirche im Land der Reformation zur grössten Glaubensgemeinschaft geworden.
Bei einer Bevölkerung von 82,5 Millionen beträgt der Anteil der Christen in Deutschland nach einer EKD-Statistik derzeit 64,9 Prozent. Neben den Mitgliedern der beiden grossen Kirchen gibt es 1,2 Millionen orthodoxe Christen und 360 000 Mitglieder anderer Kirchen, wie Alt-Katholiken, Adventisten, Baptisten, Methodisten und Pfingstgläubige. Die Zahl der Muslime beträgt in der Bundesrepublik etwa 3,9 Prozent der Gesamtbevölkerung, die der Juden rund 0,2 Prozent.
ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch
ADRA versorgt 17 000 Menschen auf den Philippinen 
drucken
versenden
Manila/Philippinen, 15.12.2004 / APD
Lebensmittel, Kleidung, Decken, Wellblechdächer und Baumaterialien für Notreparaturen hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA an 17 000 von den Tropenstürmen Unding, Violeta, Winnie und Nanmadol heimgesuchte Menschen auf den Philippinen verteilt. Die Unwetter verursachten mit ihren schweren Niederschlägen viele Erdrutsche und Überschwemmungen. Nach Einschätzung der Behörden soll die Zahl der Todesopfer bei über 1 000 liegen. Spenden können unter dem Stichwort "Katastrophenhilfe" auf das Konto 020 007 0209 von ADRA Deutschland bei der Dresdner Bank (BLZ 508 800 50) überwiesen werden.
Medikamente für Krankenhäuser im Nordirak 
drucken
versenden
Weiterstadt/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland hat acht Tonnen Medikamente im Wert von rund 180 000 Euro in den Nordwesten des Irak geliefert. Die Sendung ging an drei Bezirkskrankenhäuser in den Städten Telafar, Sinjar und Ba’aj sowie an 37 umliegende Ambulanzen. Monatlich werden damit etwa 37 500 Patienten, bei einer Bevölkerung von 1,2 Millionen Menschen in dieser Region versorgt. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und von ADRA finanziert. Den Einkauf und Transport übernahm ADRA Türkei. Die Überwachung der sachgerechten Verwendung der Medikamente mit Berichten und Statistiken übernehmen lokale Mitarbeiter von ADRA Irak. Vertreter des irakischen Gesundheitsministeriums in Mossul sind ebenfalls an dem Projekt beteiligt.
Die Lieferung ist bereits die vierte dieser Art. Insgesamt wurden seit September 2003 45 Tonnen Medikamente im Wert von 1,1 Millionen Euro von ADRA in den Irak geschickt. Die grossen Sicherheitsprobleme im Land erschweren die humanitäre Arbeit sehr, weshalb neue Strategien zur Projektdurchführung entwickelt werden müssten, gab Frank Brenda, Einsatzleiter für ADRA Deutschland, zu bedenken. Die Unruhe im Land wirke sich auch negativ auf die humanitäre Situation der Bevölkerung aus. Vielen gehe es heute schlechter als vor dem Eingreifen der Amerikaner. Versorgungsengpässe bei Benzin, Strom, Wasser und Medikamenten gebe es im ganzen Land und eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen habe bis jetzt noch nicht stattgefunden. Ein Ende der dringend notwendigen humanitären Hilfsaktionen sei deshalb nicht absehbar.
Grossbritanniens Botschafter würdigt ADRA-Projekte 
drucken
versenden
Zagreb/Kroatien, 15.12.2004 / APD
Der Botschafter Grossbritanniens in Kroatien, Sir John Ramsden, besuchte Projekte der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, die vom britischen Ministerium für Internationale Entwicklung (DFID) finanziell gefördert wurden. So lernte er in der Lika Region Familien kennen, deren durch den Bürgerkrieg zerstörte Häuser wieder aufgebaut wurden und die ihren Lebensunterhalt mit Hilfe von ADRA in der eigenen Landwirtschaft bestreiten. Der Diplomat würdigte auch die Bildung von Motivationsgruppen, die Gemeinden in drei Landkreisen veranlassten, sich selbst zu helfen, was mehreren Tausend Menschen zugute kam.
Nahrungsmittelhilfe im kenianischen Dürregebiet 
drucken
versenden
Nairobi/Kenia, 15.12.2004 / APD
Die kenianische Regierung und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) haben die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA gebeten, die Nahrungsmittelverteilung im Kitui Distrikt zu übernehmen, der unter einer lang anhaltenden Trockenheit leidet. Im Januar 2005 sollen elftausend Tonnen Lebensmittel an 161 000 Bedürftige verteilt werden. Ausserdem lässt ADRA 40 Brunnen graben und mit Handpumpen versehen, um durch sauberes Trinkwasser Krankheiten einzudämmen. An die Bauern wurden 9,5 Tonnen für in wasserarmen Gegenden geeignetes Saatgut ausgeteilt. Zudem versorgt ADRA Kenia 18 000 Waisen, Kinder unter fünf Jahren und erwachsene AIDS-Kranke kontinuierlich mit Nahrungsmitteln.
Zeltplanen für Alpakas, Vikunjas und Schafe 
drucken
versenden
Lima/Peru, 15.12.2004 / APD
Seit Juni suchen schwere Regenfälle und Schneestürme 41 Verwaltungsbezirke in Peru heim, wobei die Herden der Landbevölkerung besonders betroffen sind. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA will deshalb in den nächsten drei Monaten 650 durch das Wetter verarmte Menschen in zwölf Gemeinden im Bezirk Espinar in der Region Cusco sowie in den Bezirken Acora und San Antionio de Esquilache der Puno Region beistehen. Sie erhalten 21 Tonnen Viehfutter und 55 Zeltplanen zum Schutz von 2 200 Alpakas, Vikunjas und Schafen vor Witterungseinflüssen. Die Kosten in Höhe von 73 000 Euro tragen die Internationale Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID), ADRA Norwegen und Siebenten-Tags-Adventisten in Südamerika. Zuvor hatte ADRA bereits Nahrungsmittel, Decken, Regenkleidung, Hüte und Handschuhe in den Bezirken der Regionen Ayacucho, Apurimac, Huancavelica, Cusco und Puno verteilen lassen.
Mehr Ertrag durch Anbau verschiedener Pflanzenarten 
drucken
versenden
Bahia/Brasilien, 15.12.2004 / APD
Durch gleichzeitigen Anbau verschiedener Pflanzenarten will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA den Ernteertrag der Bauern in der ostbrasilianischen Region Bahia steigern. In einem zweijährigen Pilotprojekt sollen insgesamt 1 200 Familien in dem Dorf Uauá und in zehn weiteren Landgemeinden in der neuen Anbaumethode unterwiesen und mit Saatgut versorgt werden. Die schweizerische gemeinnützige Stiftung "Accentus" und die finnische Regierung unterstützen das Projekt finanziell.
Medikamente für presbyterianisches Krankenhaus 
drucken
versenden
Donkorkrom/Ghana, 15.12.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat dem Krankenhaus der presbyterianischen Kirche in der ghanaischen Stadt Donkorkrom Medikamente im Wert von 26 Millionen Cedits (GHC) oder 2 194 Euro, zur Verfügung gestellt. Damit können eintausend Patienten drei Monate lang behandelt werden.
Dauerhafte Rückkehr vieler Flüchtlinge auf dem Balkan 
drucken
versenden
Zagreb/Kroatien, 15.12.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA unterstützt Flüchtlinge, die aus den verschiedenen Teilen des ehemaligen Jugoslawien nach Kroatien zurückkehren möchten. Das Projektgebiet ist die "Krajina", ein Grenzstreifen zwischen Bosnien und Kroatien, wo in den Jahren 1991-1995 heftige Kämpfe tobten. Viele Menschen auf beiden Seiten mussten damals fliehen, ihre Häuser wurden zerstört und ausgeplündert. Zehn Jahre später sind die Folgen des Krieges immer noch deutlich erkennbar. Die meisten Flüchtlinge kamen bei Gastfamilien oder in Flüchtlingslagern unter.
Inzwischen hat sich die politische und wirtschaftliche Lage etwas stabilisiert, viele Menschen möchten ihrem Flüchtlingsdasein ein Ende machen und in ihre Heimat zurückkehren. Seit 1995 wurden in Kroatien über 328 000 Rückkehrer registriert. Doch den meisten fehlen wegen mangelnder finanzieller Reserven die Mittel für einen Neuanfang.
Dieser Problematik hat sich ADRA in den letzten Jahren besonders angenommen und Projekte für den Wiederaufbau durchgeführt. Seit 1999 reparierte ADRA Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Partnerbüro ADRA Kroatien über 700 Häuser für etwa 2 500 Rückkehrer. Die dafür benötigten über 1,8 Millionen Euro wurden hauptsächlich von der Bundesrepublik Deutschland finanziert. Dazu erhielten über 10 000 Rückkehrer Ausstattungs- und Winterhilfen, wie Küchenherde, Essgeschirr, Betten, Decken, Brennholz sowie Lebensmittel- und Hygienepakete. Der Wert dieser Hilfsmassnahme betrug 950 000 Euro und wurde ebenfalls vom Auswärtigen Amt und von ADRA finanziert.
Ein Dach über dem Kopf ist jedoch nur ein Anfang. Viele Rückkehrer wollen sich eine neue Existenz aufbauen, um durch ein eigenes Einkommen von Hilfslieferungen unabhängig zu werden. ADRA hat hierzu ein besonderes Programm für Kleinkredite entworfen, die für Geschäftsgründungen verwendet werden können.
In der Landwirtschaft werden beispielsweise Ziegen, Hühner und Saatgut als Sachkredit ausgegeben. Wenn sich der landwirtschaftliche Ertrag vervielfacht hat, wird die Rückzahlung an ADRA einer neuen Rückkehrerfamilie zur Verfügung gestellt. Mit diesem Rotationsprinzip kann sich das Projekt über Jahre halten und vielen Rückkehrern geholfen werden.
Der Krieg auf dem Balkan hat viele Gräben zwischen den ethnischen Gruppen aufgerissen, die nur schwer zu überbrücken sind. Solche Spannungen sind ein grosses Hindernis für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Deshalb sind die Versöhnung und die Schaffung von Frieden und Toleranz ein grosses Anliegen von ADRA. Um das zu erreichen, werden spezielle Projekte durchgeführt, die ethnische Minderheiten mit der vorherrschenden Bevölkerung zusammenbringen. Dazu werden besondere Jugendveranstaltungen und Ferienlager, aber auch Kommunikations- und soziale Bildungsseminare, durchgeführt. Hier lernen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander verstehen und können Vorurteile und Spannungen abbauen. Es ist eine grosse Nachfrage für solche Projekte vorhanden, und ADRA Deutschland möchte die Projekte gerne weiterführen, wenn die dafür nötigen finanziellen Mittel vorhanden sind. Auch wenn der Balkan aus den Schlagzeilen verschwunden ist, besteht dennoch ein grosser Bedarf an Hilfe und Unterstützung für diese Region.
Lesen und Schreiben für Frauen in Pakistan 
drucken
versenden
Lahore/Pakistan, 15.12.2004 / APD
Mit finanzieller Unterstützung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Grossbritannien haben die Siebenten-Tags-Adventisten in Pakistan 40 Zentren mit je 30 Teilnehmerinnen eingerichtet, damit erwachsene Frauen lesen und schreiben lernen können. Die Analphabetenrate bei Frauen beträgt im Land 71 Prozent.
Arabische Reitermilizen bedrohen auch "sichere" Flüchtlingslager 
drucken
versenden
Weiterstadt/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Die arabischen Reitermilizen Janjaweed würden in der sudanesischen Krisenregion Dafur auch in die Flüchtlingslager eindringen, die in der so genannten "sicheren Zone" lägen, berichtete die Projektleiterin von ADRA Deutsch¬land, Gaby Heuser (Weiterstadt bei Darmstadt). Sie hatte ein von der Bundesregierung finanziertes Nothilfeprogramm in Geneina/West-Dafur an der Grenze zum Tschad besucht. In dem Camp leben über 20 000 Menschen, die aus ihren Dörfern fliehen mussten, weil sie von den Milizen überfallen und dabei viele Männer brutal getötet worden seien. Die Übergriffe der Janjaweed in diesen "sicheren" Flüchtlingslagern seien zwar weniger geworden, kämen aber immer noch vor. Sie selbst habe das Verhalten der Reitermilizen, die bis auf wenige Schritte an sie herangekommen seien, als provozierend und beklemmend empfunden. Die Zusammenarbeit der zehn deutschen Organisationen im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft", die gemeinsam zu Spenden für den Sudan aufriefen, bezeichnete Heuser als "sehr gut". Alle im Lande durchgeführten Hilfsmassnahmen müssten gut koordiniert werden, damit nichts doppelt laufe. Das Bündnis sei von grossem Vorteil, denn jede Hilfsorganisation habe ihre spezifischen Stärken. "Wenn man diese Stärken bündeln kann, ist das nur positiv."
"Schützt eure Mädchen" 
drucken
versenden
Bangkok/Thailand, 15.12.2004 / APD
Die Adventistische Entwicklungs-und Katastrophenhilfe ADRA möchte mit dem Projekt "Keep Girls Safe" (Schützt eure Mädchen) dem Kinderhandel im Norden Thailands vorbeugen. Als Mitte der 1990er Jahre zwei ADRA-Mitarbeiter das thailändische Dorf Ban Maenawang mit einem Bewässerungssystem ausstatteten, fanden sie dort nur die zwölfjährige Nowarat vor. Alle anderen Mädchen waren den Eltern von Händlern mit dem Versprechen abgekauft worden, für die Kinder eine Arbeit in der Stadt zu besorgen. "Die Eltern in diesen Dörfern lieben ihre Kinder genauso, wie Eltern überall auf der Welt", sagte ein ADRA-Mitarbeiter. Doch viele der Dorfbewohner seien opiumsüchtig. Ausserdem bringe den Bauern ihr Land nicht genug Ertrag, um ihre Kinder ausreichend zu ernähren und zur Schule zu schicken. "Deshalb sind sie bereit, an die Versprechen der Menschenhändler zu glauben und verkaufen ihre Mädchen als Sexsklavinnen. Doch wenn sie später in ihre Dörfer zurückkehren sollten, sind sie durch die Hölle gegangen und oft mit AIDS infiziert. Sie kommen zurück, um zu sterben. "
Für das Projekt "Keep Girls Safe" stellte ADRA Australien umgerechnet 91 000 Euro zur Verfügung. Dadurch konnte eine DVD mit der Geschichte von Nowarat hergestellt werden, die kostenlos verteilt wird. Das damals 12-jährige Mädchen und 83 weitere Teenager in den Bergdörfern bekamen durch ADRA die Möglichkeit zum Schulbesuch und wurden dadurch vor der Prostitution bewahrt. Der nur fünf Minuten dauernde Film will den Eltern klarmachen, was mit ihren Kindern geschieht, wenn sie diese an Menschenhändler verkaufen. Gleichzeitig wird aber auch gezeigt, dass Schulbildung vor Arbeit in der Sexindustrie bewahren kann. Durch eine Einzelspende von umgerechnet 64 000 Euro ist ADRA in der Lage, im Gebiet der thailändischen Bergvölker eine Zufluchtsstätte für Frauen und Mädchen zu bauen.
Medien
Adventistisches Internetangebot in Tschechien führend 
drucken
versenden
Prag/Tschechische Republik, 15.12.2004 / APD
Im Oktober war die Internetseite der Siebenten-Tags-Adventisten das meistbesuchte offizielle Onlineangebot evangelischer Kirchen in Tschechien. Im Vergleich mit allen kirchlichen Websites in der Tschechischen Republik belegte www.casd.cz den dritten Platz. "Im Oktober haben 4 542 Interessenten unsere Homepage besucht, " berichtete der für das Internetangebot der Freikirche verantwortliche Pastor Bedrich Jetelina. "Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Zunahme von 700 Nutzern. Zur Zeit verzeichnen wir täglich zwischen 100 und 200 Besucher."
Seit 1998 ist die Freikirche in der Tschechischen Republik im Internet präsent. Neben den Basisinformationen über sie und deren Einrichtungen sind seit dem Sommer 2000 dort auch Nachrichten der Siebenten-Tags-Adventisten aus Tschechien und dem Ausland zu finden. Interessenten können sich für den automatischen Empfang der täglichen News anmelden. Mehr als 300 Personen nutzen zur Zeit diesen Service, dem ein kurzer Andachtstext beigefügt ist. Darüber hinaus verlinkt die Website auf Onlineangebote adventistischer Institutionen, Gemeinden und Einrichtungen. In der Tschechischen Republik gibt es über 7 600 erwachsen getaufte Adventisten in 141 Gemeinden.
Adventistische Fernsehsendungen in Japan 
drucken
versenden
Tokio/Japan, 15.12.2004 / APD
APD Eine halbstündige Fernsehserie mit dem amerikanischen Evangelisten der Siebenten-Tags-Adventisten, Dwight Nelson, ist in japanischer Sprache im Grossraum Tokio unter dem Titel "Der Beweis" zu sehen. Die kommerziellen Stationen TV Kanagawa, TV Sitama und Chiba TV strahlen bis Ende Dezember jede Woche eine Folge aus. "Damit können wir Millionen Menschen in Japan erreichen", sagte Pastor Masumi Shimada, Kommunikationsdirektor der dortigen Freikirche. Seit den 1980er Jahre hätten die japanischen Adventisten wieder die Möglichkeit, im Fernsehen präsent zu sein. Die Sendungen werden in der adventistischen Amanuma Gemeinde in Tokio aufgenommen, wo Nelson im November ein Seminar über Glaubensfragen hält. Es wendet sich vor allem an säkulare Menschen. Von April bis Juni 2005 ist eine Ausstrahlung in Osaka, Kyoto und Nara geplant. In Japan leben rund 15 000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 115 Gemeinden. Von den über 127 Millionen Einwohnern des Kaiserreichs sind 39,5 Prozent Shintoisten und 38,3 Prozent Buddhisten. Nur 1,2 Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum Christentum.
Interesse am "Web-Radio" nimmt zu 
drucken
versenden
Darmstadt/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Auf immer grössere Resonanz stösst das "Web-Radio" des adventistischen Medienzentrums "Stimme der Hoffnung", Darmstadt. Wie der Leiter der Einrichtung, Pastor Matthias Müller, mitteilte, hätten im Jahr 2002 14’197 Interessenten Radiosendungen im Internet gehört. Diese Zahl sei 2003 auf 20’200 und bis Ende November 2004 auf 26’115 angestiegen. Unter www.radio.stimme-der-hoffnung.de stehen rund um die Uhr die Sendungen der letzten 30 Tage zur Auswahl. Seit Dezember sind auch die Manuskripte online abrufbar. Die deutschsprachigen Radioprogramme der „Stimme der Hoffnung“ sind ebenfalls über Kurzwelle und Satellit zu empfangen. Lokale Ausstrahlungen gibt es auch über UKW und Kabel. Informationen darüber sind im Internet unter www.stimme-der-hoffnung.de zu finden.
Religionsfreiheit
Anti-Diskriminierungstraining für Angestellte 
drucken
versenden
Everett, Washington/USA, 15.12.2004 / APD
Die Kommission für Chancengleichheit der Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten (U.S. Equal Employment Opportunity Commission) hat einen Vergleich in einem Diskriminierungsverfahren gegen ein Restaurant in Everett bei Seattle im US-Bundesstaat Washington erreicht, das einen Siebenten-Tags-Adventisten fristlos entliess, der sich weigerte, am Samstag, dem biblischen Sabbat, zu arbeiten. Die Kommission und der Angestellte Robert Bartlett behaupteten, dass "Mr. Bill‘s Restaurant" nebst dessen Eigentümer Amon Enterprise gegen Abschnitt VII des U.S. Civil Rights Act (Zivilgesetzbuch) von 1964 verstossen habe, das die Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der Religion, Rasse, Hautfarbe, des Geschlechts und der nationalen Herkunft untersage.
Im Vergleich wurde vereinbart, dass das Restaurant dem Entlassenen eine Abfindung von 20 000 US-Dollar zahlt. Ausserdem verpflichtete sich der Eigentümer, für seine Manager und Angestellten ein Anti-Diskriminierungstraining durchzuführen. Jeanette Leino, Leiterin des Kommissionsbüros in Seattle, begrüsste die aussergerichtliche Einigung, "um künftige Probleme in diesem Bereich zu vermeiden". Als die Klage im Juni 2003 beim U.S. Distriktgericht in Seattle eingereicht wurde, hatte sich der Restaurantbesitzer als "nicht schuldig" bekannt.
Polizei löst Gottesdienst der Adventisten auf 
drucken
versenden
Baku/Aserbaidschan, 15.12.2004 / APD
Ein Gottesdienst der Siebenten-Tags-Adventisten in Gjandscha, der zweitgrössten Stadt Aserbaidschans, sei Ende November von der Polizei aufgelöst worden, obwohl die dortige Gemeinde die staatliche Anerkennung habe, teilte der Präsident der Freikirche in dem mittelasiatischen Land, Pastor Ivan P. Zavrichko (Baku), mit. "Die beiden Gemeindeleiter Rustam Akhmedov und Vidadi Huseinov wurden im Polizeipräsidium verhört. Die Beamten beschuldigten den moldawischen Staatsbürger Akhmedov der illegalen religiösen Propaganda und drohten ihm die Ausweisung an. Sein Reisepass wurde einbehalten. Akhmedov sei in den nächsten beiden Tagen erneut zum Verhör aufs Polizeipräsidium einbestellt worden. Seine Ehefrau Gulnara und der Hausbesitzer, in dessen Gebäude der Gottesdienst stattfand, hätten ihn begleitet. Akhmedov habe zwar seinen Reisepass zurückerhalten, sei aber zu 140 000 Manats (22 Euro) Geldstrafe verurteilt worden, was dem Fünffachen des monatlichen Mindestlohnes entspreche. Der Gemeindeleiter könne zwar künftig den Gottesdienst besuchen, dürfe dort aber nicht mehr predigen. Von einer Ausweisung hätten die Behörden abgesehen, da Akhmedovs Ehefrau aserbaidschanische Staatsbürgerin sei.
Die lokale Fernsehstation in Gjandscha habe laut Zavrichko in den letzten Monaten in der wöchentlichen Sendung "Ein Tropfen auf einem heissen Stein" die Adventisten verunglimpft und für alle Arten von Sünden verantwortlich gemacht. Auch bei der Polizeiaktion zur Unterbindung des Gottesdienstes seien Fernsehleute dabei gewesen und hätten Kinder trotz Protestes ihrer Eltern befragt, ob sie gezwungen worden seien, an der Versammlung teilzunehmen. Die dabeistehenden Polizisten hätten trotz Aufforderung nichts unternommen, um die Befragung der Kinder durch das Filmteam zu unterbinden.
Bereits im Mai diesen Jahres seien in Gjandscha der adventistische Pastor Nazim Azimov und sein Mitarbeiter Elshan Jabarov wegen "Verletzung der Aufenthaltsbestimmungen" zu je 50’000 Manat (acht Euro) verurteilt worden. Die Polizei habe ihnen vorgeworfen, keine Wohnberechtigung für das adventistische Gemeindezentrum zu besitzen. Azimov wäre ausserdem nur im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis für Baku gewesen. Doch das sei Unsinn, meinte Pastor Zavrichko. "Es gibt kein Gesetz, das einem aserbaidschanischen Staatsbürger verbietet, in einer anderen Stadt zu wohnen. " In Aserbaidschan leben über 650 erwachsen getaufte Adventisten in fünf Gemeinden. 93 Prozent der 8,1 Millionen Einwohner zählenden mittelasiatischen Republik sind Muslime. Nur fünf Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum.
Religionsfreiheit soll bei Freikirchen wieder zum Thema werden 
drucken
versenden
Freudenstadt/Deutschland, 15.12.2004 / APD
"Die in Deutschland in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) zusammengeschlossenen zwölf Freikirchen wollen in einem ‚gemeinsamen Wort‘ zum Thema Religionsfreiheit in der Bundesrepublik sowie weltweit Position beziehen", beschloss das VEF-Präsidium während seiner Herbstsitzung in Freudenstadt. In der Aussprache wurde deutlich, das sich die Freikirchen vor allem in ihrer Gründungszeit als Wegbereiter der Religionsfreiheit verstanden hätten. Doch heute sei das Thema - von wenigen Ausnahmen, etwa bei den Siebenten-Tags-Adventisten, abgesehen - nicht mehr stark im Gemeindealltag verankert. Damit das künftige Wort etwas bewirken könne, sollte das Thema Religionsfreiheit stärker als bisher im Leben, Denken und Arbeiten in den Gemeinden der in der VEF zusammengeschlossenen Kirchen verankert werden, hiess es. Das Präsidium setzte einen Arbeitskreis unter der Leitung des Ständigen Beauftragten der VEF am Sitz der Bundesregierung, Pastor Dr. Dietmar Lütz (Berlin), zur Erarbeitung eines Entwurfes ein.
Da die Vereinigung Evangelischer Freikirchen in Zukunft stärker gefordert werde, freikirchliche Positionen in der Öffentlichkeit zu vertreten, sei es nach Ansicht von VEF-Präsident Pastor Siegfried Grossmann (Seesen), der auch als Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden amtiert, erforderlich, die Arbeitsstruktur der VEF "angesichts vielfältiger aktueller Herausforderungen effektiver zu gestalten". Die Wege zu einer gemeinsamen Meinungsbildung müssten gestrafft und die Arbeit der Arbeitsgruppen der VEF stärker mit einbezogen werden. Deshalb will sich die VEF eine neue Struktur geben. Bisher arbeitet sie als nicht eingetragener Verein. Die dazu erarbeitete Vorlage geht zur Beratung an die Leitungen der VEF-Mitglieds- und Gastmitgliedskirchen, damit über diese Angelegenheit bei der nächsten VEF-Präsidiumssitzung im April 2005 entschieden werden kann.
Für den Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), Dr. Walter Klaiber (Frankfurt am Main), war in Freudenstadt die letzte VEF-Präsidiumssitzung. Er gehörte seit 1989 dem Gremium an, davon zwei Amtsperioden als Präsident. Grossmann würdigte Klaiber als Kirchenleiter, der die seltene Fähigkeit besessen habe, grosse Sachkompetenz mit einer herausragenden Kommunikationsfähigkeit zu verbinden. Klaiber geht im Frühjahr nächsten Jahres in den Ruhestand.
Der Freikirchliche Referent in der Ökumenischen Centrale (ÖC), Pastor Klaus-Peter Voss (Frankfurt am Main), wies darauf hin, dass die ÖC unter starkem Spardruck stehe. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die (katholische) Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hätten dazu angekündigt, ihre Beiträge für die Jahre 2005 bis 2007 um jährlich fünf Prozent zu kürzen. Dadurch entstehe eine Deckungslücke im Haushalt von bis zu 30 Prozent oder rund 200 000 Euro, die nur durch Personalreduzierungen beglichen werden könne. Auch die Stelle des Freikirchlichen Referenten stehe laut Voss zur Disposition. In der ÖC gibt es derzeit vier Referentenstellen - je ein Vertreter der EKD, der DBK, der Orthodoxen Kirchen und der Freikirchen - sowie 3,5 Sekretärinnenstellen. Die ÖC ist die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Angesichts dieser Entwicklung zeigte sich das VEF-Präsidium besorgt. Die Arbeit der ÖC dürfe in ihrer Vielfalt und ihrem "unvergleichlichen Kompetenzprofil" mit ihrer bisherigen Wertschätzung auch der kleineren Kirchen nicht eingeschränkt werden, hiess es. Grossmann und Klaiber gehören einer ACK-Perspektivkommission an, die über die Zukunft der ÖC berät.
Adventistischen Kirchenleitern Einreise nach Turkmenistan verweigert 
drucken
versenden
Moskau/Russland, 15.12.2004 / APD
Einer Gruppe leitender Siebenten-Tags-Adventisten, die im Dezember auf Einladung ihrer dortigen Kirche Turkmenistan besuchen wollten, ist vom Aussenministerium der mittelasiatischen Republik die Einreise verweigert worden. Es handelt sich um den Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Pastor Valeri Ivanov (Moskau), Kommunikationsdirektor der Adventisten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Pastor Viktor Vitko (Moskau), Direktor für Kommunikation, Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Freikirche in Westrussland, und Pastor Rubin Ott mit seiner Frau (Almaty/Kasachstan), Präsident der Adventisten in Mittelasien.
Am 1. Juni diesen Jahres waren die Siebenten-Tags-Adventisten mit einer vom Justizministerium ausgestellten Registrierungsurkunde als Religionsgemeinschaft in Turkmenistan staatlich anerkannt worden. Dennoch habe sich laut Pastor Pavel Fedotov (Aschgabat), der die Freikirche dort leitet, praktisch nichts geändert. Gottesdienste seien weiter nicht erlaubt und ausländischen Besuchern werde die Einreise verweigert. Der Druck habe sich sogar noch verstärkt. Adventisten feiern ihren Gottesdienst am Samstag, dem biblischen Sabbat. Die Adventistin Olga Kholopova aus Aschgabat wurde von der Geheimpolizei aufgefordert, ihren zwölfjährigen Sohn Timur am Samstag in die Schule zu schicken. Falls sie sich weigere, könnte ihr der Sohn weggenommen und der Freikirche die Registrierung entzogen werden. Auch Kinder anderer adventistischer Familien seien davon betroffen. Pastor Fedotov hofft, dass sich das Problem lösen lasse. Auch ihm hätten Behördenvertreter angedroht, wenn die Kinder nicht am Samstag zur Schule gingen, werde die staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft aufgehoben.
Bibel
Neuer Generalsekretär beim Weltbund der Bibelgesellschaften 
drucken
versenden
Reading/Grossbritannien, 15.12.2004 / APD
Miller Milloy, Pfarrer der Presbyterianischen Kirche Schottlands, ist neuer Generalsekretär des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies - UBS) in Reading/England. Er arbeitete dort bereits seit 1997 als Generalsekretär für die Region Europa und Naher Osten. Seit Januar 2004 nahm er kommissarisch auch die Aufgaben des UBS-Generalsekretärs wahr. Bevor Milloy zu den Bibelgesellschaften kam, war er Berater in der Abteilung für Mission und Evangelisation der Kirche von Schottland. Der 58-jährige Theologe ist Nachfolger von Neil Crosbie, der von 2002 bis Anfang 2004 als Generalsekretär des Weltbundes amtierte.
Der Weltbund der Bibelgesellschaften ist der internationale Zusammenschluss von 137 nationalen Bibelgesellschaften. Dazu gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart. Ziel ist, die Verbreitung der Heiligen Schrift in allen Ländern zu fördern. Deshalb soll das Wort Gottes allen Menschen in einer ihnen verständlichen Sprache zu einem er¬schwinglichen Preis zur Verfügung stehen. Der Weltbund ist zur Zeit an über 700 Übersetzungsprojekten beteiligt. Zumindest Teile der Bibel liegen inzwischen in 2 355 Sprachen vor. Weltweit gibt es nach Einschätzung von Experten aber rund 6 500 Mundarten. 2003 verbreiteten die Bibelgesellschaften global 431 Millionen Bibeln, Neue Testamente und biblische Schriften.
Neue Ausgabe der Biblia Hebraica 
drucken
versenden
Stuttgart/Deutschland, 15.12.2004 / APD
Eine völlig neu bearbeitete Ausgabe der Megilloth-Bücher der Biblia Hebraica ist bei der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart, erschienen. Der Text umfasst die Bücher Ruth, Hohelied, Prediger, Klagelieder und Ester. Diese Schriften der jüdischen Festrollen sind der erste Teil der 18-teiligen Gesamtausgabe. Im Jahre 2010 soll die so genannte "Biblia Hebraica Quinta" dann vollständig vorliegen. Als Grundtext dient die älteste, vollständig erhaltene Handschrift der Hebräischen Bibel, der Kodex EBP.I B 19a aus der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg, bekannt unter dem Namen „Codex Leningradensis“.
Anders als bisher wird diese Handschrift "diplomatisch" wiedergegeben, d.h. alle Eigentümlichkeiten, vor allem die der grossen und kleinen Masora (hebräisch "Überlieferung"), werden beachtet und im Druck dargestellt. Der textkritische Apparat ist gegenüber früheren Ausgaben vollkommen neu konzipiert. Ausserdem enthält die Ausgabe einen ausführlichen Kommentarteil. Neben einer Einleitung in jedes der Megilloth-Bücher, in der die jeweils relevanten Textzeugen charakterisiert werden, finden sich auch eine Übersetzung der grossen Masora, Erläuterungen zur kleinen Masora und zahlreiche vertiefende Kommentare zu einzelnen textkritischen Fragen. Der Kommentarteil und der textkritische Apparat sind in Englisch verfasst.
Die neue Ausgabe geht auf eine Initiative des Weltbundes der Bibelgesellschaften zurück. Innerhalb des Weltbundes ist die Deutsche Bibelgesellschaft für die Entwicklung und Herstellung wissenschaftlicher Bibelausgaben verantwortlich und fördert das Projekt der "Biblia Hebraica Quinta" seit mehr als einem Jahrzehnt.
unbekannt
Hinweis 
drucken
versenden
Hinweis der Redaktion:
Der Jahrgang 2004 der APD-INFORMATIONEN umfasst zehn Ausgaben (1/2004 bis 10/2004).
Impressum 
|
Nachrichtenagentur APD |
Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ |
© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD.
APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

