APD-Informationen 5/1998

Schweiz

Lutheraner und Adventisten mit gemeinsamen Grundlagen, gegenseitige Wertschätzung nach bilateralen Gesprächen uparrowprint druckenemail versenden

Cartigny/Genf, 15.06.1998 / APD

Mit gegenseitiger Wertschätzung ging eine Konsultationsreihe zwischen Vertretern des Lutherischen Weltbundes und der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten zu Ende, die vor vier Jahren in Darmstadt begann. Lutheraner und Adventisten sind überzeugt, dass es "aufrichtige, gläubige Christen auch in anderen Kirchen gibt". Deshalb empfiehlt der Abschlussbericht die gegenseitige Anerkennung der "grundlegend christlichen Bindung" der jeweils anderen Glaubensgemeinschaft. Beide Seiten werden aufgefordert, in ihrer öffentlichen Darstellung und theologischen Ausbildung die andere Konfession "wahrheitsgemäss und ohne Polemik" und ihrem Selbstverständnis entsprechend darzustellen. Dazu gehöre auch, dass die Siebenten-Tags-Adventisten in Zukunft von "Lutheranern und Lutheranerinnen in ihren nationalen und regionalen kirchlichen Kontexten nicht als Sekte betrachtet, sondern als Freikirche und christliche Weltgemeinschaft" anerkannt werden.

Der 17 Seiten umfassende Abschlussbericht wurde den lutherisch-adventistischen Vertretern vorgelegt, die vom 10. bis 16. Mai in Cartigny/Schweiz tagten. Er ist deutscher Sprache verfügbar und im Internet unter http://www.stanet.ch/APD/pdf/2002/STA-LWB.pdf abrufbar. Die diesjährige Konsultation in Cartigny zum Thema Eschatologie, der biblischen Lehre vom Abschluss der Heilsgeschichte, besuchten auch Pastor Robert S. Folkenberg (Silver Spring, Maryland/USA), Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, und Pastor Ishmael Noko (Genf), Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes. Folkenberg würdigte den Dialog als Möglichkeit, authentisch zu erfahren, was der andere Gesprächspartner wirklich glaube. Dies zeige sich gerade beim Thema Eschatologie, "das nur selten in bilateralen Gesprächen zwischen Kirchen diskutiert wurde". Deutlich sei auch geworden, "dass Adventisten keine gesetzliche Sekte sind, die die Erlösung durch gute Werke lehrt, sondern eine dynamische christliche Glaubensgemeinschaft". Laut dem adventistischen Vorsitzenden der Konsultationsreihe, Pastor Bert B. Beach (Silver Spring/USA), wurde bereits während der bilateralen Gespräche mit Vertretern des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in den Jahren 1965-1972 seitens des ÖRK festgestellt, dass es sich bei den Adventisten nicht um eine Sekte, sondern um "eine Kirche vom Typus der Freikirche" handle.

Der reformierte Genfer Theologe und frühere Direktor der Abteilung für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK, Lukas Vischer, betonte gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD): "Dass Lutheraner und Adventisten im Laufe von nur vier Jahren so viel gemeinsamen Grund entdecken konnten, halte ich für ein überaus verheissungsvolles Zeichen. Dass Lutheraner in Zukunft die Adventisten nicht mehr als Sekte bezeichnen werden, ist eines; noch wichtiger aber ist die Feststellung, dass die beiden Kirchen trotz bedeutsamer bleibender Unterschiede in Entscheidendem einig sind - 'der Liebe zum Wort Gottes, dem gemeinsamen Erbe der Reformation, dem Engagement für Religionsfreiheit und vor allem der guten Botschaft von der Rechtfertigung aus Gnade durch den Glauben allein'. Das heisst nichts anderes als dass die lutherischen und adventistischen Kirchen zu vollgültigen Partnern im Dialog geworden sind - ein Ergebnis, dem sich auch andere evangelische Kirchen sicher nicht entziehen werden."

Die lutherisch-adventistische Gesprächsreihe begann im November 1994 in Darmstadt. Es handelte sich damals um die erste internationale Konsultation zwischen Vertretern und Vertreterinnen der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Lutherischen Weltbund. Ziele des ersten Zusammentreffens waren unter anderem eine bessere gegenseitige Verständigung, der Abbau falscher Klischeevorstellungen sowie die Erforschung der jeweiligen Glaubensgrundlagen. Die zweite Gesprächsrunde fand im Juni 1996 in Toronto/Kanada zum Thema Soteriologie, der Lehre vom Erlösungswerk Christi, statt. Bei der dritten Konsultation im Juni 1997 in Jongny/Schweiz ging es um die Ekklesiologie, der Lehre von der Kirche, und jetzt in Cartigny um das jeweilige Verständnis von Eschatologie. Alle Konsultationsbeiträge samt dem Abschlussbericht sollen als Buch veröffentlicht werden.

Auch nach Abschluss der vierjährigen Gesprächsreihe auf Weltebene soll es zu weiteren gelegentlichen Konsultationen zwischen Lutheranern und Adventisten kommen. Ein mögliches Thema könnte bereits 1999 die Einhaltung des biblischen Ruhetagsgebotes unter besonderer Berücksichtigung der "modernen Gesellschaft" sein. Ausserdem sollen "beratende Verbindungen" zwischen beiden christlichen Weltgemeinschaften aufrechterhalten werden. Als mögliche Bereiche künftiger Zusammenarbeit nennt der Abschlussbericht die Linderung menschlichen Leidens, den Einsatz für Religionsfreiheit, Pastorentreffen, gemeinsame Gebetsveranstaltungen und die Arbeit in den Bibelgesellschaften.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten umfasst über zehn Millionen getaufte, erwachsene Mitglieder und weitere 20 Millionen Angehörige in 204 Ländern. Der Lutherische Weltbund zählt 124 Mitgliedskirchen mit rund 57 Millionen Mitgliedern in 68 Ländern.

(Hinweis der Redaktion: Pressefotos zur Konsultation in Cartigny/Schweiz können beim Lutherischen Weltbund, c/o Christa Rothenbühler Rau, Postfach 2100, 1211 Genf 2, Telefon 022-791 63 69, Telefax 022-798 86 16, E-Mail: chr@lutheranworld.org angefordert werden.)

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International

Kirchen am Friedensabkommen für Bougainville beteiligt uparrowprint druckenemail versenden

Port Moresby/Papua-Neuguinea, 15.06.1998 / APD

Kirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten beteiligten sich am Friedensabkommen zur Beendigung des neun Jahre währenden Bürgerkriegs auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Pazifikinsel Bougainville. Die Auseinandersetzungen begannen 1989 nach einem Streit um Bodenrechte und finanzielle Entschädigung der Insulaner für die Kupferausbeutung. Damals besetzte die "Revolutionsarmee von Bougainville" die Insel und erklärte die Unabhängigkeit von Papua-Neuguinea. Daraufhin zog die Regierung Militär, Polizei und Verwaltungspersonal ab und verhängte eine Seeblockade über Bougainville. Seit 1993 versuchten Regierungstruppen die Insel zurückzuerobern. Der Bürgerkrieg kostete etwa 15 000 Menschen das Leben und zerstörte die Wirtschaft und Infrastruktur der Bevölkerung. Nur wenige medizinische Einrichtungen und Bildungsstätten blieben intakt. Adventistische Schulen waren die einzigen, die in dieser Zeit weiterarbeiten konnten. Während des Bürgerkriegs verdreifachte sich die Zahl der Siebenten-Tags-Adventisten auf Bougainville von 5 000 auf etwa 15 000. Das Friedensabkommen wurde zunächst vom Premierminister Papua-Neuguineas und den Rebellenführern unterzeichnet. Anschliessend befürworteten die Leiter der Anglikaner, Lutheraner, Katholiken, Siebenten-Tags-Adventisten und Vereinigten Kirche als Vertreter der fünf grössten christlichen Gemeinschaften im Lande den Friedensschluss in einer öffentlichen Weihehandlung. In Papua-Neuguinea gibt es 171 000 erwachsene getaufte Adventisten in 712 Gemeinden.

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"Wenn Christen Christen töten" uparrowprint druckenemail versenden

Soweto/Südafrika, 15.06.1998 / APD

"Wenn Christen durch diejenigen getötet werden, die ebenfalls behaupten, Christen zu sein, ist etwas total falsch", sagte Pastor Robert S. Folkenberg, Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, in einem Gottesdienst im südafrikanischen Soweto. Seine Predigt wurde kürzlich live per Satellit in 41 afrikanische Staaten übertragen, so dass etwa 300 000 Menschen sie mitverfolgen konnten. "Als ich in Kigali der Hauptstadt Ruandas war", so Folkenberg, "fragte ich die Anwesenden, ob sie bei den Massakern im Jahre 1994 Familienangehörige verloren haben. 25 000 Hände hoben sich. Viele Christen folgen nicht zuerst Christus, sondern sind zuerst Zulus, Tutsis oder Hutus. Rassismus, Hass, Mord und Hungersnot werden erst überwunden, wenn wir uns einander lieben, weil Christus unsere Herzen verändert hat." Nach Folkenberg könnten diese Probleme nicht durch neue Gesetze gelöst werden; nur durch Gott könnten Menschen eine echte Umwandlung erleben.

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Adventistische Satellitenevangelisation in Afrika uparrowprint druckenemail versenden

Soweto/Südafrika, 15.06.1998 / APD

Bis zu 300 000 Menschen nahmen in Afrika an der Satellitenevangelisation "Pentecost '98" ("Pfingsten '98") teil, die der adventistische Laienprediger und Geschäftsmann Fitz Henry aus Jamaika vom 25. April bis 23. Mai hielt. Die Vorträge fanden im Auditorium der südafrikanischen Vista Universität in Soweto statt und wurden per Satellit an 470 Orte in Angola, Botswana, Elfenbeinküste, Lesotho, Kamerun, Malawi, Namibia, Ruanda, Südafrika, Swasiland, Tansania, Zimbabwe und andere afrikanische Länder übertragen. Die Übersetzung erfolgte simultan in 16 Sprachen. Laut Pastor Brad Thorp, Präsident von Adventist Communication Network (ACN), dessen Organisation für derartige Satellitenübertragungen zuständig ist, stieg die Zuhörerzahl von anfangs 80 000 pro Tag kontinuierlich an. Bei dem erstmals in Afrika durchgeführten Projekt gab es im Vorfeld zahlreiche Probleme zu bewältigen. Viele Empfangsgeräte, Satellitenschüsseln und Projektoren passierten in verschiedenen Ländern mit grosser Verzögerung den Zoll. Als schwierig erwies sich an manchen Orten auch die Installation und Einrichtung der Geräte, da keinerlei technische Erfahrungen vorlagen. Dennoch seien schliesslich Bild und Ton von guter Qualität gewesen. Die einheimischen Adventisten haben sich an den Kosten nach ihren Möglichkeiten beteiligt. In Namibia brachten beispielsweise einige von ihnen Rinder, Schafe und Ziegen zum Verwaltungssitz ihrer dortigen Kirchenleitung, damit durch den Verkauf die benötigten Geräte angeschafft werden konnten.

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Mit der Bibel Brücken bauen uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 15.06.1998 / APD

"Wir bauen mit der Bibel Brücken", sagte der Präsident der Amerikanischen Bibelgesellschaft, Dr. Eugene Habecker, anlässlich seines Besuches der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA. Es gebe Gegenden, wo keine Kirche gebaut werden könne oder kein Missionar erwünscht sei, aber die Bibel dennoch Anklang finde. "Viele wären überrascht, wenn sie wüssten, wie viele Länder im Mittleren Osten und in Asien für die Bibelverbreitung offen sind", erläuterte Habecker. "Wir brauchen dorthin keine Bibeln zu schmuggeln, sondern verbreiten sie im Einklang mit den Gesetzen des Landes." Auch unter Christen gebe es genug Dinge, die sie trennten und voneinander fernhielten, doch die gemeinsame Heilige Schrift verbinde sie. Die adventistische Freikirche gehört der Amerikanischen Bibelgesellschaft seit 1975 an.

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Ältester Privatradio Deutschlands: 50 Jahre "Stimme der Hoffnung" uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt, 15.06.1998 / APD

Als ältester privater Rundfunkanbieter Deutschlands beging am 6. Juni die "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt ihr 50jähriges Jubiläum mit einem Gottesdienst und einer Festveranstaltung in der Adventgemeinde Marienhöhe. Erstmals in der Geschichte des Medienzentrums der Siebenten-Tags-Adventisten wurde das Jubiläum via Satellit in Bild und Ton in rund 150 deutsche Adventgemeinden übertragen.

1948 begannen die Gründer mit amerikanischer Unterstützung religiöse Sendungen für die Deutschen über Radio Luxemburg auszustrahlen. Mangels eines geeigneten Studios wurden sie in Paris aufgezeichnet. Seit 1959 produziert die "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt. Heute gehören Radiosendungen für verschiedenste Zielgruppen, die über Satellit, Kurzwelle und UKW zu hören sind, sowie die Erstellung einer Programmzeitschrift zum redaktionellen Alltag. Seit 1971 werden sie durch Audio-Kassetten, später auch durch CD's und seit Anfang der 90er Jahre durch Video-Produktionen und -Synchronisationen ergänzt.

Zwei Einrichtungen der "Stimme der Hoffnung" sind seelsorgerlicher Natur. Eine besondere Hilfe für Sehbehinderte ist die "Blindenhörbücherei". Zehn Zeitschriften und 430 Buchtitel können auf Kassette kostenlos ausgeliehen werden. Davon machen über 2 000 Menschen Gebrauch, denen im letzten Jahr fast 67 000 Tonbandkassetten per Post zugesandt wurden. Das "Internationale Bibelstudien-Institut" bietet verschiedene Fernkurse an. Jährlich werden bis zu 10 000 Lehrbriefe bearbeitet und zahlreiche persönliche Fragen beantwortet.

Heute verfügt die "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommen fünf Zivildienstleistende und weitere Honorarkräfte sowie ehrenamtliche Helfer. Die Angebote des Medienzentrums sind auch im Internet unter http://www.stimme-der-hoffnung.de zu finden. Weitere Auskunft gibt es bei der "Stimme der Hoffnung", Am Elfengrund 66, D-64297 Darmstadt, Telefon +49-6151-95 44-0, Telefax +49-6151-95 44-70.

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Begrenzung von Religionsgemeinschaften in Lettland gescheitert uparrowprint druckenemail versenden

Riga/Lettland, 15.06.1998 / APD

Mit 18 Ja- und 26 Neinstimmen bei 15 Enthaltungen lehnte das lettische Parlament einen Gesetzesentwurf zur Begrenzung staatlich anerkannter Konfessionen ab. Angeregt durch das geänderte russische Religionsgesetz vom September 1997, wollten Abgeordnete nur noch Lutheraner, Katholiken, Baptisten, Orthodoxe, Altgläubige und Juden als sogenannte "traditionelle Religionsgemeinschaften" zulassen. Laut Dr. Reinder Bruinsma (St. Albans/England), Sekretär der Trans-Europäischen Abteilung der Siebenten-Tags-Adventisten, sollte die seit 1920 in Lettland bestehende adventistische Freikirche keine Zulassung mehr erhalten. Sie war erst am 4. Februar 1997 vom Justizministerium staatlich anerkannt worden. "Hätten wir diesen Status verloren", so Pastor Valdis Zilgalvis (Riga), Vorsteher der baltischen Adventisten, "könnten wir nur noch illegal missionarisch tätig sein und keine eigenen Kirchengebäude mehr unterhalten." Obwohl der Gesetzesentwurf nicht verabschiedet wurde, dürfe, laut Bruinsma, die Freikirche keinen Religionsunterricht mehr an öffentlichen Schulen erteilen, ein Recht, das eigentlich allen "traditionellen" Konfessionen zustehe. In Lettland gibt es rund 4 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 43 Gemeinden.

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Keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in Estland uparrowprint druckenemail versenden

Tallinn/Estland, 15.06.1998 / APD

Auf scharfe Kritik der Freikirchen sind Pläne der estnischen Regierung gestossen, die Religionsgesetzgebung zu verändern. Einer Gesetzesvorlage zufolge sollen nur noch die lutherische und die orthodoxe Kirche juristisch als Körperschaften anerkannt werden. Alle anderen Religionsgemeinschaften würden demgegenüber nur Rechte wie Privatpersonen erhalten. Die Folge wäre eine religiöse Zwei-Klassen-Gesellschaft, kritisierte der Präsident des estnischen Baptistenbundes und der Vereinigung Evangelikaler Christen, Helari Puu, die Vorlage. Lutheraner und Orthodoxe erhielten dadurch in der Gesellschaft, im Religionsunterricht an den Schulen und in der Sozialarbeit eine Vormachtstellung. Puu hat zum weltweiten Protest gegen die Pläne aufgerufen: "Die Regierung sollte allen Kirchen dieselben Rechte einräumen." über 60 Prozent der 1,5 Millionen Esten sind lutherisch. Im Land gibt es 6 300 Baptisten mit 85 und 2 000 Siebenten-Tags-Adventisten mit 18 Kirchengemeinden.

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Neues Gemeindezentrum für litauische Adventisten uparrowprint druckenemail versenden

Kaunas/Litauen, 15.06.1998 / APD

Ein dreistöckiges Gebäude bauen die Siebenten-Tags-Adventisten gegenwärtig im litauischen Kaunas zu einem Gemeindezentrum um. Es entstehen Räumlichkeiten für Gottesdienste, Evangelisationen, Seminare und Verwaltung. Platz finden sollen dort neben der örtlichen Adventgemeinde die Leitung der Freikirche in Litauen, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA und ein Verlag. Für den Erwerb des Hauses im Stadtzentrum hatten im letzten Jahr Adventisten aus aller Welt gespendet. 1927 wurde die protestantische Freikirche von der Regierung registriert und durfte öffentlich missionarisch tätig sein. Es entstanden kleinere Gemeinden mit eigenen Räumlichkeiten, die jedoch während des Zweiten Weltkrieges verlorengingen. Danach erwarben die Adventisten ein Gebäude in Kaunas für ihre Gottesdienste. Es wurde 1956 nach dem Verbot der Freikirche enteignet, so dass sich die Mitglieder nur noch heimlich in Kaunas und Šiauliai in Privatwohnungen versammeln konnten. 1994 gab es wieder zehn Adventgemeinden in Litauen, die eine landesweite Kirchenleitung gründeten. Diese wurde am 28. Juni 1996 vom Justizministerium staatlich anerkannt und darf seitdem öffentlich tätig sein und eigene Gebäude besitzen. Zur Zeit gibt es in Litauen 1 100 Adventisten mit 15 Gemeinden.

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Botswanischer Staatspräsident von Adventisten geehrt uparrowprint druckenemail versenden

Gaborone/Botswana, 15.06.1998 / APD

Über 2 000 Bürger Botswana nahmen an einem Gottesdienst zur Amtseinführung des neugewählten Staatspräsidenten Festus Mogae in der Hauptstadt Gaborone teil. Die Feierlichkeit wurde von den Siebenten-Tags-Adventisten ausgerichtet. Die Predigt hielt der Leiter der ostafrikanischen Adventisten, Pastor Lassew Dennis Raelly (Nairobi/Kenia). In seiner Ansprache dankte Präsident Mogae der evangelischen Freikirche für ihre langjährige Zusammenarbeit mit der Regierung und ihren Einsatz für das Wohl des Landes durch medizinische Einrichtungen und Schulen. Er versprach, "auch weiterhin die Menschenrechte einschliesslich religiöser Toleranz und Glaubensfreiheit" zu schützen. Mogae bekam zum Amtsantritt von den Adventisten eine grosse Familienbibel und ein vegetarisches Kochbuch geschenkt. Nach dem Gottesdienst hielten adventistische Pfadfinder zu Ehren des neuen Präsidenten eine Parade ab. In Botswana gibt es 16 500 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 46 Gemeinden. Sie unterhalten dort ein Krankenhaus, zwei Kliniken und zwei Grundschulen.

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Adventistische Theologische Hochschule Friedensau mit neuer Homepage uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau bei Magdeburg, 15.06.1998 / APD

Die adventistische Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg hat eine neue Homepage im Internet, die jetzt unter http://www.ThH-Friedensau.de zu erreichen ist. Auch die E-Mail Adresse ist mit Hochschule@ThH-Friedensau.de neu.

Die Hochschule, an der zur Zeit 227 Studenten aus 28 Ländern immatrikuliert sind, verfügt neben den Fachbereichen Theologie und Christliches Sozialwesen über folgende Einrichtungen: Bibliothek (Ralph Köhler), Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa (Dr. Daniel Heinz), Institut für Altes Testament und Biblische Archäologie (Prof. Dr. Udo Worschech), Institut für Entwicklungszusammenarbeit (Dr. Horst Rolly), Institut für Familien- und Sozialforschung (Dr. Johann Gerhardt), Institut für Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten (Dr. Daniel Heinz), Institut für Kirchenmusik und Hymnologie (Prof. Wolfgang Kabus), Institut für Integrierte Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit (Prof. Dr. Winfried Noack), Institut für Psychologie und Seelsorge (Prof. Dr. Michael Dieterich) und Institut für Religionsfreiheit (Prof. Dr. Baldur Pfeiffer).

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Vatikan und islamische Al-Azhar-Universität in Kairo gründen Dialogkomitee uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 15.06.1998 / APD/KNA

Der Vatikan und eine der bedeutendsten Hochschulen der islamischen Welt haben ein Abkommen über engere Zusammenarbeit und die Errichtung eines gemeinsamen Komitees unterzeichnet. Der Vertrag wurde Ende Mai vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog unter Führung von Kardinal Francis Arinze und vom Vizepräsidenten der islamischen Al-Azhar-Universität in Kairo, Scheich Fawzi Fadel, unterzeichnet.

Die Universität der Al-Azhar-Moschee geniesst unter sunnitischen Muslimen in aller Welt den Ruf einer richtungsweisenden Instanz in Frage der Theologie, der Moral und des Rechts.

Anders als die römisch-katholische Kirche kennt der Islam zwar keine verbindliche Instanz in aktuellen Fragen der Glaubenslehre, doch werden die "Fatwas" (Entscheidungen) der Al-Azhar-Gelehrten auch über Ägypten hinaus als massgebliche Vorgaben respektiert. Einige Vertreter von Al-Azhar gelten als Befürworter eines gemässigten und dialogbereiten Islam. Arinze erläuterte nach der Vertragsunterzeichnung gegenüber Radio Vatikan, der Vertrag sehe regelmässige Treffen einer kleinen Gruppe von christlichen und islamischen Vertretern vor. Das Komitee werde sich abwechselnd in Rom und Kairo treffen. Der Kardinal erinnerte daran, dass beiden Religionen zusammen rund die Hälfte der Menschheit angehöre, daher habe ein guter Kontakt Auswirkungen auf die gesamte Welt.

Papst Johannes Paul II. gezeichnete das neue Dialogkomitee als weiteren Schritt für den Aufbau "starker und freundschaftlicherer Beziehungen". Ein Dialog zwischen Christen und Muslimen sei heute notwendiger denn je. Er müsse auf gegenseitigem Respekt, beiderseitiger Kenntnis und Anname beruhen, betonte der Papst. Die lange Geschichte beider Religionen habe "Licht und Schatten" erlebt. Aber es gebe "geistige Bande, die uns verbinden und die wir anerkennen und entwickeln müssen". Zwischen dem Vatikan und der renommierten Hochschule des sunnitischen Islams gibt es bereits seit etlichen Jahren Kontakte, die durch den Vertrag nun institutionalisiert wurden.

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Ökumene

Diskussion um Rechtfertigungslehre-Papier keine Belastung für Ökumene uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 15.06.1998 / APD/KNA

Keine Belastung für die Ökumene sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, in der Diskussion um die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre". Dass "auf einmal ein so zentrales Thema wie die Rechtfertigungslehre öffentlich diskutiert wird, kann ich nur begrüssen", so Kock.

Der katholische Bischof Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hatte mit Blick auf die zahlreichen kritischen Stimmen evangelischer Theologen zum Papier gewarnt, "sorgsam erworbenes ökumenisches Kapital aufs Spiel zu setzen".

Der EKD-Ratsvorsitzende meinte in der Zeitschrift "Evangelische Kommentare", die Frage nach dem gnädigen Gott schiene bereits für viele Theologen von der nach dem gnädigen Nächsten abgelöst gewesen zu sein. Jetzt werde die Frage, wie die Menschen vor Gott gerecht werden könnten und welche ethischen Konsequenzen das habe, in den grossen Tageszeitungen behandelt. Was sonst offenbar zu selten gelinge, die Botschaft von der Zuwendung Gottes zum Menschen verständlich weiterzugeben, werde auf einmal von den Medien übernommen. Kock wörtlich: "Das ist grossartig."

Ökumene sei ein Prozess, nie das Ergebnis irgendeiner gelehrten Konstruktion. "Weil wir in der Evangelischen Kirche im Rheinland wissen, dass die Katholiken in der Rechtfertigungslehre weithin mit uns übereinstimmen, können wir ihnen auch Gastbereitschaft beim Heiligen Abendmahl anbieten", unterstrich Kock. Ob im Jahr 2003 ein "ökumenischer Kirchentag" mit Interkommunion stattfinde, sei noch nicht abzusehen. "Aber möglicherweise sind die gegenwärtigen Irritationen geradezu ein Zeichen dafür, dass die Wehen stärker geworden sind und die Geburt noch ein bisschen näher gerückt ist."

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Orthodoxe gegen gemeinsames Gebet mit Protestanten uparrowprint druckenemail versenden

Hannover/Deutschland, 15.06.1998 / APD

Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Rolf Koppe, hat den angekündigten Verzicht orthodoxer Kirchen auf gemeinsame Gebete mit Protestanten bedauert. Wenn die orthodoxen Vertreter nicht mehr mit den anderen Konfessionen im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) gemeinsam beten, bedeute dies einen Rückschritt, heisst es in einem veröffentlichten Kommuniqué der EKD. Anlass war ein Treffen zwischen Vertretern der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) und der EKD in Minsk (Weissrussland), bei dem es auch um die gespannten Beziehungen zwischen Orthodoxen und Protestanten im Genfer Weltkirchenrat ging. Metropolit Kyrill, Leiter des Kirchlichen Aussenamtes im Moskauer Patriarchat, hatte über die Ergebnisse einer orthodoxen Konferenz in Thessaloniki (Griechenland) berichtet. Auf diesem Treffen der 15 östlich-orthodoxen Kirchen war beschlossen worden, zwar offizielle Vertreter zur Achten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im Dezember 1998 in Harare (Simbabwe) zu schicken. Die orthodoxen Delegierten sollten sich jedoch nur sehr eingeschränkt an Abstimmungen beteiligen und nicht an Gebeten und Gottesdiensten teilnehmen.

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Religion + Staat

Keine Angst vor Eintragungspflicht im Handelsregister uparrowprint druckenemail versenden

Genf, 15.06.1998 / APD/idea

Die evangelikalen Gemeinden brauchen sich vor einer Pflicht für alle Vereinigungen, sich im Handelsregister einzutragen, nicht zu fürchten. Diese Meinung äusserten Pfarrer Jean-Claude Chabloz, Präsident der Vereinigung der evangelischen Freikirchen und Werke (FREOE) und Christian Bussy, Vertreter der Apostolischen Kirche.

Die beiden Kirchenvertreter nahmen Stellung zu einem Gesetzesentwurf, welcher vom Genfer Staatsrat am 8. Juni verabschiedet wurde, um gegen die Auswüchse von Sekten zu kämpfen. Die Freikirchen hätten nichts zu verbergen, und es läge auch in ihrem Interesse, mit offenen Karten zu spielen, meinten die beiden Pastoren. "Eine solche gesetzliche Massnahme kann nur klärend wirken", sagte Bussy und präzisierte dann: "Falls dies jedoch zu einer Steuerpflicht für unsere Religionsgemeinschaften oder zur Inszenierung einer Hexenjagd führte, würde sich die Sache natürlich wesentlich komplizieren." Chabloz hält eine Einschreibepflicht für Freikirchen für normal. Er bedauert aber, dass dies in einem Klima des Misstrauens gegenüber den Gemeinschaften geschehe, welches durch einen Bericht über die Sekten in Frankreich geschürt worden sei. "Nicht das Glaubensbekenntnis einer Bewegung interessiert oder beunruhigt die Leute", meinte er, "sondern die Art und Weise, wie diese finanziell funktioniert, und die Frage, ob ein Mitglied leicht austreten kann oder nicht."

Ausser einer Einschreibungspflicht für die Vereinigungen sieht der Gesetzesentwurf auch vor, dass die Bezeichnung "Kirche" vom Justiz- und Polizeidepartement genehmigt werden muss, und religiöse Aktivitäten mit kommerziellen Zielen verboten sind. Ein dritter Text empfiehlt schliesslich den Beistand an Personen, die Opfer von Sekten geworden sind.

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Enquetekommission des Bundestages verzichtet auf Sektenbegriff, neue religiöse Gemeinschaften keine Gefahr für Staat und Gesellschaft uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 15.06.1998 / APD

Da der Begriff "Sekte" pauschalisiere und damit stigmatisiere, hat sich die Enquetekommission des Deutschen Bundestages "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" entschlossen, ihn nicht mehr zu verwenden. Es habe sich gezeigt, dass eine verallgemeinernde Aussage über das Gesamtspektrum neuer religiöser und ideologischer Gruppen nicht möglich sei. In seinem in Bonn vorgelegten Abschlussbericht kommt das Gremium nach zweijähriger Arbeit zu dem Ergebnis, dass von derartigen Gemeinschaften in Deutschland zur Zeit keine generelle Gefahr für Staat und Gesellschaft ausgehe. Allerdings wiesen einzelne Gruppen ein hohes Konfliktpotential auf. Deshalb fordert die Kommissionsmehrheit, auch künftig die Scientology-Organisation durch das Bundesamt für Verfassungsschutz zu beobachten, da sie "keine religiöse Gemeinschaft, sondern eine politisch-extremistische Bestrebung" sei. Auf eine Verfassungsänderung für den Umgang mit neuen religiösen und ideologischen Gemeinschaften und Psychogruppen könne jedoch "völlig" verzichtet werden.

Die Kommission stellte fest, dass niemand ohne eigenes Zutun "in die Fänge" einer Gruppierung gerate, sondern seine Mitgliedschaft "aktiv" gestalte. Der Anschluss geschehe, weil die Betreffenden Antworten auf drängende Fragen suchten und sie im bisherigen Angebot nicht fänden. Dieser Aspekt sei bislang in der öffentlichen Diskussion zu wenig berücksichtigt worden. Er entlasse allerdings nicht den Staat aus seiner Verantwortung, bei Gesetzesverstössen einzugreifen. Ausserdem fordert die Kommission den Staat zu flankierenden Massnahmen auf, indem er den einzelnen durch Information und Aufklärung dabei unterstütze, sich in einer unübersichtlich gewordenen Welt zurechtzufinden. Auch die Einrichtung einer unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Stiftung, die Forschungsarbeit leistet sowie Gutachten für Gerichte und staatliche Stellen anfertigt, sei notwendig.

Die Kommissionsmitglieder wiesen bei Enthaltung der Grünen die Kritik von sechs Professoren, wie dem Philosophen Hermann Lübbe, dem Staatsrechtler Martin Kriele, dem Politologen Erwin K. Scheuch und dem früheren SPD-Minister Hans Apel, gegen ihre Arbeit zurück. Jene hatten gerügt, dass die beiden grossen Kirchen "begünstigt" würden und warnten vor "inquisitorischer Arbeit der Sektenjäger". Der Abschlussbericht habe der Bundesrepublik schweren Schaden zugefügt.

Bündnis 90/Die Grünen stimmten dem von CDU/CSU, SPD und FDP verabschiedeten Endbericht nicht zu, sondern legten ein Sondervotum vor. Obwohl die in Auftrag gegebenen Forschungen übereinstimmend zeigten, dass von den neuen religiösen und weltanschaulichen Bewegungen generell keine Gefahr ausgehe, erwecke nach ihrer Ansicht der Bericht mit seiner Fülle an empfohlenen gesetzgeberischen Massnahmen den Eindruck, es handele sich um einen hoch gefährlichen Bereich.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

"Gesundheitsnetzwerk" für Mütter und Kinder uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 15.06.1998 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA gehört dem "Gesundheitsnetzwerk" an, das fünf Nichtregierungsorganisationen (NRO) am 21. Mai in der amerikanischen Hauptstadt Washington gegründet haben. Es will in den nächsten fünf Jahren ein Gesundheitsprogramm für Mütter und Kinder in acht besonders bedürftigen Ländern durchführen. Dabei geht es um Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere, Nahrungsmittel für Mütter, Gesundheitsvorsorge für Kinder, einschliesslich Impfungen, Familienplanung sowie Aufklärung über AIDS und Geschlechtskrankheiten. Die Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) beteiligt sich mit 41 Millionen US-Dollar an den Kosten. Zehn Millionen Dollar bringt das Netzwerk auf, zu dem neben ADRA die Organisationen Save the Children, CARE, Childreach und das Programm zur Bereitstellung von Gesundheitstechnologie (PATH) gehören. Die organisatorische Leitung hat Save the Children.

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Solarkocher für bolivianische Hochlandbewohner uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 15.06.1998 / APD

Familien im Hochland Boliviens erhalten von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland 90 Solarkocher. Dadurch werden die Menschen von fossilen Brennstoffen unabhängig, die in den abgelegenen Gebieten besonders teuer sind. Das Projekt trägt auch zum Schutz der wenigen Bäume der Region vor dem Abholzen als Brennmaterial bei. Die Solarkocher und weitere Hilfsgüter im Gesamtwert von rund DEM 60 000 (Deutsche Mark) stammen aus privaten Spenden.

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Hilfsgütertransport nach Brasilien uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 15.06.1998 / APD

Ein Container mit Kleidung, Brillen, Vitamintabletten und 30 Rollstühlen im Gesamtwert von DEM 35 000 (Deutsche Mark) schickt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA nach Brasilien. Die Spenden gehen an bedürftige Familien, Behinderte und Gesundheitseinrichtungen im Bundesstaat Maranho.

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Nahrungsmittelhilfe für Erdrutschopfer in Moldawien uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 15.06.1998 / APD

Über 13 Tonnen Lebensmittel verteilt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA derzeit an die Opfer eines Erdrutsches im Südwesten Moldawiens. Dort hatte Ende Februar eine Schlammlawine in der Region Khyncheschski etwa 950 Häuser ganz oder teilweise zerstört. Das Projekt im Gesamtwert von DEM 27 000 (Deutsche Mark) wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und durch Spenden finanziert.

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Treibhäuser für Flüchtlingsfamilien in Kirgistan uparrowprint druckenemail versenden

Bischkek/Kirgistan, 15.06.1998 / APD

Mit Unterstützung des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland erhielten 250 Flüchtlingsfamilien in Kirgistan Gewächshäuser, um sich ganzjährig über mit frischem Gemüse zu versorgen. Das Pilotprojekt stützte sich auf Erfahrungen in Aserbaidschan und Armenien aus den Jahren 1995 und 1996. Dort half ADRA erstmals mit Treibhäusern, damit Vertriebene sich teilweise selbst versorgen können. Auch in Kirgistan erhielten die Familien Saatgut, Gartengeräte und Anleitung zum Betreiben eines Gewächshauses. Im Herbst sollen 50 weitere in Osh und Jalal-Abad aufgestellt werden.

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Massaker in Angola überlebt uparrowprint druckenemail versenden

Bern, 15.06.1998 / APD

Leiter und Krankenschwestern der adventistischen Sanitätsstation Cuale in der angolanischen Provinz Malanje überlebten ein Massaker, bei dem etwa 200 Menschen ums Leben kamen. Wie der Präsident der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Angola, Gunther Marvin Wallauer, mitteilte, kamen einige Tage zuvor UNITA-Soldaten in die Gegend, so dass sich Spannungen bereits ankündigten. Daraufhin sollte die Einrichtung geschlossen werden. Stationsleiter Rosario befand sich bei Ausbruch der Unruhen in der Provinzhauptstadt Malanje. Die einheimischen Krankenschwestern konnten sich verstecken.

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Proteinbiskuits gegen Hungersnot in Südsudan uparrowprint druckenemail versenden

Oslo/Norwegen, 15.06.1998 / APD

Die norwegische Regierung stellte der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Norwegen umgerechnet rund CHF 550 000 (Schweizer Franken) zur Bekämpfung der Hungersnot im Südsudan zur Verfügung. Mit dem Geld werden 18 Tonnen Proteinbiskuits und andere Nahrungsmittel an 36 000 Flüchtlinge verteilt. Ein Biskuit pro Tag kann einen Menschen am Leben erhalten. Laut ADRA-Direktor Kare Lund mussten durch den Bürgerkrieg viele Bauern, deren Höfe und Felder abbrannten, fliehen, so dass die Lebensmittel in bestimmten Gegenden knapp werden. ADRA ist seit 1993 im Südsudan tätig.

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Impfaktion im Südsudan uparrowprint druckenemail versenden

Nairobi/Kenia, 15.06.1998 / APD

Innerhalb einer Woche wurden im Südsudan unter der Schirmherrschaft von UNICEF 650 000 Kinder unter fünf Jahren gegen Polio geimpft. Die an der Aktion beteiligte Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA richtete in den von ihr betreuten Gebieten 88 Impfstationen für 42 500 Kindern ein. Das Projekt wurde unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der italienischen Regierung finanziert.

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ADRA half bei Aufräumarbeiten in Italien uparrowprint druckenemail versenden

Neapel/Italien, 15.06.1998 / APD

In Zusammenarbeit mit dem italienischen Zivilschutz, der Caritas und dem Roten Kreuz half die Adventistische Entwicklungs- und Katastropehnhilfe ADRA den Opfern der Naturkatastrophe in Sarno und Quindici. Freiwilllige Helfer beseitigten Schlamm aus Wohnungen, Lagerräumen und öffentlichen Gebäuden. Die italienischen Adventisten spendeten rund 100'000 Mark für die Geschädigten.

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Adventistische Sendungen in Georgien uparrowprint druckenemail versenden

Adventist World Radio (AWR) strahlt jetzt auch Programme über den georgischen Mittelwellensender Tibilisi aus. Sie sind auf der Frequenz 810 kHz jeweils von 18 bis 19 Uhr in armenischer, georgischer oder russischer Sprache zu hören.

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Hochschule auf Jamaika mit eigener Radiostation uparrowprint druckenemail versenden

Mandeville/Jamaika, 15.06.1998 / APD

Das adventistische West Indies College in Mandeville/Jamaika erhielt vom Handels- und Technologieministerium die Lizenz für eine eigene UKW-Station. Sie soll mit 100 Watt Leistung auf der Frequenz 88.3 MHz acht Stunden pro Tag senden. Das Hochschulradio wird der erste Privatrundfunk der Insel sein, der ausschliesslich von Studenten betrieben wird. Sie haben am College den Fachbereich Massenkommunikation belegt, der mit dem akademischen Grad eines Bachelors (Bakkalaureus) abschliesst. Dabei werden die Studierenden im Umgang mit Public Relations, Printmedien, Rundfunk und Fernsehen ausgebildet. Als nächstes soll auf dem Hochschulgelände eine TV-Station eingerichtet werden.

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Buchrezensionen

Reinhold Zippelius, "Staat und Kirche - Eine Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart", Beck'sche Reihe, Verlag C.H. Beck, München, 1997, Paperback, 170 Seiten, ISBN 3-406-42009-5, DEM/CHF 19.80. Zu beziehen über den Buchhandel. uparrowprint druckenemail versenden

Knapp und unparteiisch, kompetent und verständlich beschreibt Reinhold Zippelius das Mit- und Gegeneinander von christlicher Religion und Staatlichkeit in Europa. Sein Taschenbuch informiert über das fast zweitausendjährige Mit- und Gegeneinander politischer und kirchlicher Zentralgewalten, meist an Hand von Dokumenten, welche die Ereignisse begleitet haben. Seine chronologische Darstellung reicht von den ersten Christenverfolgungen (Kapitel 1: Die verbotene Religion) über den Weg zur Staatsreligion (Kapitel 2: Die neue Staatsreligion), die Kirche in den Germanenreichen (Kapitel 3), die karolingische und sächsisch-salische Kirchenherrschaft (Kapitel 4), das spätantike und frühmittelalterliche Kirchenwesen und den Investiturstreit (Kapiteln 5-7), die Reformation (Kapiteln 8 und 9) und den Kulturkampf bis zum Kruzifixurteil des Bundesverfassungsgerichts. Auf die staatskirchenrechtliche Entwicklung in Deutschland seit 1918, die zunehmend durch Konkordate und Kirchenverträge geregelt wurde, geht der Autor in Kapitel 17 ein. Quellensammlungen, Literaturauswahl und ein Stichwortregister beschliessen den Band. Der Autor, Reinhold Zippelius, ist Professor für Rechtsphilosophie und öffentliches Recht an der Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Christian B. Schäffler

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Aloys Butzmann (Hg.), "Wer glaubt was? Religionsgemeinschaften im Heiligen Land", Bonifatius Kontur, Band 0215, Bonifatius Verlag, Paderborn, 1998, Paperback, 232 Seiten, ISBN 3-89710-021-5, CHF 28.30. Zu beziehen über den Buchhandel. uparrowprint druckenemail versenden

Das Taschenbuch will nicht nur Israel-Touristen, aber ihnen besonders, eine Orientierungshilfe durch das Dickicht der verschiedenen Religionsgemeinschaften im Heiligen Land bieten. Verschiedene Fachautoren kommen zu Wort: Nikolaus Egender, langjähriger Abt der Dormitio in Jerusalem, äussert sich über die orthodoxe Theologie und Spiritualität, die koptische Kirche, die armenische Kirche und über das Lateinische Patriarchat. Karl Heinz Ronecker, Probst an der evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem, liefert einen Artikel über die deutsche evangelische Präsenz im Heiligen Land, geht darin aber bedauerlicherweise mit keinem Wort auf das Vorhandensein evangelischer Freikirchen im Lande ein. Franziskanerpater Hartwig Huckle widmet seinen Beitrag dem Dienst der Franziskaner an den biblischen Orten. Die Bahá'i-Religion wird von Uta von Both vorgestellt. Hans Georg Glasner ist der Autor eines Kapitels über das Judentum. Konrad Schmidt richtet sein Augenmerk auf das Gottesbild der drei monotheistischen Religionen. Der Buchherausgeber Aloys Butzmann, Vorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (Paderborn), liefert Beiträge über den Islam, die Geheimreligion der Drusen und über die Fragestellungen auf den ersten Konzilien, deren Kenntnis für das Verstehen der altorientalischen christlichen Kirchen unverzichtbar ist. Alle Beiträge zeichnet eine ökumenische Weite aus. Sie sind gut lesbar und auf das Wesentliche gerichtet. In der Fülle der Israel-Literatur schliesst dieses Taschenbuch eine Lücke und wird als informative Handreichung von den Lesern begrüsst werden. Christian B. Schäffler

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Jörg Zink, "Zum Abendmahl sind alle geladen - Warum ziehen die Kirchen Grenzen?", Kreuz Verlag, Stuttgart, 1997, Paperback, 120 Seiten, ISBN 3-7831-1583-3, DEM/CHF 14.90. Zu beziehen über den Buchhandel. uparrowprint druckenemail versenden

Jörg Zink nimmt die Wiederentdeckung des Abendmahls in den evangelischen Kirchen und die liturgische Erneuerung, die von kleinen Zellen ausgeht (z.B. Taizé), zum Anlass, sich mit der Stiftung, Deutung und Bedeutung des Gastmahls auseinanderzusetzen. Auf evangelischen Kirchentagen feiert man liturgische Nächte und frei gestaltete Abendmahle mit Tausenden von Teilnehmern. Katholiken und Protestanten wünschen sich für 2003 einen ökumenischen Kirchentag mit gemeinsamer Eucharistie.

Der evangelische Theologe zeigt auf, dass Jesus das heilige Abendmahl gestiftet hat als das Zeichen, das die Seinen miteinander verbinden sollte. Ausgerechnet das Mahl der Gemeinschaft wurde in jahrhundertelangem Streit zum eklatanten Zeichen der Trennung unter Christen. "Wie lange soll der Unsinn währen? Wollen wir nicht nach Wegen suchen, die uns zusammenführen am Tisch des Herrn?", fragt Jörg Zink und macht sich zum Sprecher derer, die wie er die Zeit der Konfessionen für beendet halten. Er widmet seine besondere Aufmerksamkeit den Anfragen der Frauen an Theologie und Praxis der Abendmahlsfeiern, und rückt auf der Grundlage sorgsamer exegetischer Studien eine ganze Reihe von "Wahrheiten" zurecht. Auf die Frage, wer lädt denn zu einem Abendmahl ein, stellt Zink fest: Zum Mahl lädt ja nicht der ein, der es "veranstaltet", der Einladende ist allein Christus, und der dem Abendmahl praktisch vorsteht, ist selbst wie alle anderen ein Eingeladener, ein Gast, nicht ein Gastgeber. Ein Büchlein, das zum Nachdenken und zur eingehenden Beschäftigung mit dem Abendmahl anregt. Christian B. Schäffler

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.