APD-Informationen 8-9/1998

Schweiz

Adventisten starten weltweite Satelliten-Adventisten starten weltweite Satelliten-Evangelisation mit Vorträgen von Pastor Nelson in über 360 deutschsprachigen Städten uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 30.09.1998 / APD

Einmal in eine ganz andere Richtung schauen und dabei nach einer stabilen Beziehung suchen, rät Pastor Dwight K. Nelson. Zur Satellitenübertragung seiner Vorträge zum Thema "OnLine mit Gott - Die Freundschaft hält" laden die Siebenten-Tags-Adventisten ab Samstag, 10. Oktober, in über 360 Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ein. Nelson ist Seelsorger der Pioneer Memorial Church in Berrien Springs, Michigan, USA, einer mehrere tausend Mitglieder umfassenden Studentengemeinde. Den wöchentlichen Samstagsgottesdienst muss er zweimal halten, da seine Kirche nur über 3 000 Sitzplätze verfügt. Der in Japan geborene und aufgewachsene Theologe, Buchautor und Dozent für Predigtlehre an der adventistischen Andrews Universität ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Bis zum 15. November, jeweils am Samstag, Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Freitag, spricht Nelson Fragen an, die sich an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend stellen. Gegenwartsnahe Antworten findet er dabei in der Bibel. In seiner Universitätsgemeinde sind Menschen aus 102 Nationen vertreten. Er ist daher gewohnt, eine multikulturelle Zuhörerschaft anzusprechen. Durch mehrmalige Besuche in Deutschland kennt der Studentenseelsorger auch die Bedürfnisse der Bundesbürger.

Die von Pastor Nelson vor 3 000 Zuhörern auf dem Campus der Andrews Universität in Michigan gehaltenen Vorträge werden simultan ins Deutsche und in 40 weitere Sprachen übersetzt. Per Satellit können sie auf Grossbildleinwand weltweit an etwa 6 000 Orten, davon 300 in Deutschland, 45 in Österreich und 20 in der Schweiz, empfangen werden.

Bereits 1996 führte die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Satellitenübertragungen durch. Die damaligen 26 Bibelvorträge zum Thema "Zukunft 2000 - Prophezeiungen neu entdecken" wurden in Nordamerika und Europa an 3 300 Orten allabendlich von einer viertel Million Menschen besucht.

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Adventistischer Student starb bei Swissair-Flugzeugkatastrophe - Auch Mitarbeiter von "Jugend mit einer Mission" unter den Opfern uparrowprint druckenemail versenden

Genf, 30.09.1998 / APD

Unter den 229 Opfern des in Peggy's Cove vor der Küste Kanadas abgestürzten Swissair-Flugzeuges vom Typ MD-11 befindet sich auch ein amerikanischer Student der adventistischen Hochschule (Centre universitaire et pedagogique du Saleve) in Collonges-sous-Saleve/Frankreich. Der 19jährige Monte Gregory Wilkins aus Yucaipa/Kalifornien wollte am französischen Sprachinstitut der in der Nähe von Genf gelegenen Bildungsstätte seine Studien fortsetzen. Auch seine Mutter und seine Geschwister hatten dort studiert. Es sollte sein erster Europaaufenthalt sein. Zuvor war der zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehörende Wilkins am adventistischen Walla Walla College im U.S.-Bundesstaat Washington eingeschrieben.

Die europäische Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, mit Sitz in Bern, äusserte sich bestürzt über die Flugzeugkatastrophe und drückte den Angehörigen der Opfer ihre Betroffenheit und ihr Beileid aus. Auch die Studenten des Walla Walla College seien erschüttert gewesen, sagte die Pressesprecherin der Hochschule, Rosa Jimenez. Der Vater des Opfers, der als Augenarzt an der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien lehrt, habe den Rektor des College selbst über den tragischen Tod seines Sohnes informiert.

Ein 22jähriger Mitarbeiter des interkonfessionellen Werkes "Jugend mit einer Mission" kam ebenfalls bei dem verunglückten Swissair-Flug 111 zwischen New York und Genf ums Leben. Der aus Brandon/Florida stammende John Wilson wollte nach Lausanne, um von dort aus mit einem Team als Missionar in ein islamisches Land gesandt zu werden. Er hatte bereits Erfahrungen in der Türkei und anderen moslemischen Staaten gesammelt. Seine Eltern Tim und Judy Wilson gründeten in Brandon die Cross Baptist Church, die heute eintausend Mitglieder zählt. Den Vater erreichte die Nachricht vom Tod seines Sohnes in St. Louis/Missouri, wo er an einem Treffen christlicher Leiter zur Vorbereitung der Aktion "Jesus 2000" teilnahm. Die Initiative verschiedener konservativer christlicher Organisationen, Gemeinschaften und Kirchen in den USA plant, im Jahr 2000 jeden Amerikaner mit der Evangeliumsbotschaft anzusprechen.

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Skirennfahrer Pate für adventistische Klinik uparrowprint druckenemail versenden

Gland, 30.09.1998 / APD

Pate des adventistischen Klinikneubaus "La Ligniere" in Gland am Genfer See ist der frühere Skirennfahrer Pirmin Zurbriggen. In seiner Rede anlässlich der Eröffnungsfeier betonte er, dass er sich mit der christlichen Philosophie des Krankenhauses voll identifizieren könne. Zurbriggen, Inhaber zahlreicher Weltmeisterschafts- und Weltcuptitel, war Abfahrts-Olympiasieger 1988 in Calgary. Zu den Ehrengästen gehörte auch der fünffache Weltrekordinhaber im 50-Meter-Schwimmen, Dano Halsal. Die 1904 gegründete Klinik hat 85 Betten und ist für die Bereiche Allgemeine Medizin, Allergologie, Diabetestherapie, Gastro-Enteorologie, Physiotherapie, Rehabilitation für Herzkranke, Neurologie mit Rehabilitationszentrum und Psychia-trie zuständig. Durch den Neubau kamen eine Physiotherapieabteilung, eine Gymnastikhalle, Büros für sechs Arztpraxen, ein 20 Meter-Schwimmbecken mit Therapiebassin und ein Fitnesszentrum mit Sauna hinzu. Letzteres ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

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International

Zehn Millionen Adventisten weltweit uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 30.09.1998 / APD

Die weltweit vertretenen Siebenten-Tags-Adventisten haben in diesem Monat die Grenze von zehn Millionen erwachsenen getauften Mitgliedern überschritten. Dies gab Charles R. Taylor (Silver Spring, Maryland/USA) von deren Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) bekannt. Zusammen mit Familienangehörigen gibt es in 204 Ländern etwa 25 Millionen adventistischer Christen. Die protestantische Freikirche wurde 1863 in Battle Creek, Michigan/USA gegründet. Heute leben nur noch knapp neun Prozent ihrer Mitglieder in Nordamerika. Die Hauptverbreitungsgebiete sind Lateinamerika, Afrika und die Philippinen. Kennzeichen der Siebenten-Tags-Adventisten sind unter anderem die Beachtung des biblischen Sabbats, des heutigen Samstags, als Ruhetag, die Erwartung der Wiederkunft Christi, ohne Berechnung des Zeitpunkts, die Erwachsenentaufe, eine gesunde Lebensweise und soziales Engagement durch Schulen, Krankenhäuser, Wohlfahrtseinrichtungen, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe.

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Adventistische Freikirche Nummer zwei in Russland uparrowprint druckenemail versenden

Moskau/Russland, 30.09.1998 / APD

Die erneute staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft aufgrund des am 1. Oktober 1997 in Kraft getretenen geänderten Religionsgesetzes in Russland haben jetzt die Siebenten-Tags-Adventisten erhalten. Laut Pastor Lee Huff (Moskau), dem Präsidenten der Euro-Asien Division, der Kirchenleitung der Adventisten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), erhielt die Freikirche nach der Russisch-Orthodoxen Kirche die Registriernummer zwei. "Dies zeigt, dass wir uns sehr schnell um die Registrierung gekümmert haben. Die Anerkennung gilt für ganz Russland." Da die Freikirche bereits seit über einhundert Jahren im Lande besteht, fällt sie eindeutig unter das Religionsgesetz, das vorschreibt jede Religionsgemeinschaft anzuerkennen, die dort über 15 Jahre existiert. Mit der Registrierung sind bekanntlich das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, die Militärdienstbefreiung von Pastoren, mögliche öffentliche Mittel für Privatschulen und Wohlfahrtsprogramme, die Herausgabe von Literatur sowie deren Export und Import und das Recht auf Einladung ausländischer Geistlicher verbunden. Nachdem die Adventisten auf nationaler Ebene die Anerkennung erhalten haben, gilt es nun, auch die regionalen Kirchenleitungen und deren Gemeinden sowie die kirchlichen Einrichtungen, wie Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Verlag und Medienzentrum, neu zu registrieren. Das Gesetz sieht dazu eine Frist bis Ende 1999 vor. Doch wollen die Adventisten so schnell wie möglich handeln, um auf einer gesicherten Rechtsgrundlage ihre Aktivitäten ausüben zu können.

Probleme bereiteten laut Huff die neuen Visabestimmungen in Russland. Sie behinderten den Einsatz ausländischer Mitarbeiter, die nur noch für drei Monate, statt wie bisher für ein Jahr, eine Aufenthaltsberechtigung bekämen und pro Visum höchstens zweimal nach Russland einreisen dürften. Ausländische Geistliche, die ständig dort arbeiten, müssten deshalb viermal im Jahr das Land verlassen, um ein neues Visum zu beantragen. Ziel dieser Bestimmung ist es anscheinend die Religionsgemeinschaften zu veranlassen, ihre nichtrussischen Priester und Pastoren durch einheimische Kräfte zu ersetzen. In Russland leben 45 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 430 Gemeinden. Die dortige protestantische Freikirche unterhält ein theologisches Seminar, drei Grundschulen, sechs englische Sprachschulen, ein Gesundheitszentrum, ein Medienzentrum, ein Verlagshaus und ein Bibelübersetzungsinstitut, das in Zusammenarbeit mit der Russischen Bibelgesellschaft tätig ist.

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Adventistischer Soldat im Kosovo erschossen uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Jugoslawien, 30.09.1998 / APD

Bozo Dzuver, Angehöriger der jugoslawischen Streitkräfte und Mitglied der Siebenten-Tags-Adventisten, wurde Mitte September in der Krisenprovinz Kosovo erschossen, als Kämpfer der albanischen Untergrundarmee UÇK eine Kaserne angriffen. Der 22jährige Wehrpflichtige war an der albanischen Grenze stationiert. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten empfiehlt ihren Mitgliedern den waffenlosen Militärdienst oder die Kriegsdienstverweigerung. Sie überlässt ihnen jedoch die eigene Gewissensentscheidung, eine Waffe in die Hand zu nehmen.

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100 Jahre Adventisten in Jugoslawien uparrowprint druckenemail versenden

Belgrad/Jugoslawien, 30.09.1998 / APD

Seit einhundert Jahren gibt es Siebenten-Tags-Adventisten in Jugoslawien. Das Jubiläum wurde in dem etwa 120 Kilometer von Belgrad entfernten Kumane gefeiert. Dort nahm 1898 der erste adventistische Missionar John F. Huenergardt seine Arbeit auf. Sieben Jahre später konnte er in dem Dorf eine Gemeinde mit zehn erwachsenen getauften Mitgliedern gründen. Drei Jahre später war die Mitgliederzahl in Serbien auf 200 angewachsen. Heute gibt es in Restjugoslawien 6 700 Adventisten in 171 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält ein theologisches Seminar, ein Altenheim, ein Verlagshaus und ein Aufnahmestudio für Rundfunk- und Fernsehprogramme.

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Siebenten-Tags-Adventisten ein Jahrhundert in Ungarn uparrowprint druckenemail versenden

Budapest/Ungarn, 30.09.1998 / APD

Ihr einhundertjähriges Bestehen feierten die ungarischen Siebenten-Tags-Adventisten. Als 1898 mit John F. Huenergardt der erste adventistische Missionar ins Land kam, fand er dort gerade 15 Mitglieder vor. Bis 1918 stieg diese Zahl auf 2 000 und 1948 auf 6 800. Während der kommunistischen Herrschaft ging die Mitgliederzahl der Freikirche um die Hälfte zurück. Heute gibt es in Ungarn 4 500 Siebenten-Tags-Adventisten in 109 Gemeinden. Sie unterhalten ein theologisches Seminar, zwei Altenheime, ein Verlagshaus und ein Aufnahmestudio für Rundfunk- und Fernsehprogramme.

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Adventistische Hochschulen mit unter den besten der USA uparrowprint druckenemail versenden

Washington, D. C./USA, 30.09.1998 / APD

Fünf adventistische Bildungsstätten gehören laut Wochenzeitschrift "U. S. News and World Report" zu den besten 229 Hochschulen der Vereinigten Staaten. Die Andrews Universität in Berrien Springs/Michigan ist in dieser Liste bereits seit 1989 vertreten. Bei ihr wurden besonders die internationale Studentenschaft aus 102 Ländern und die bei 3 100 Studenten überschaubare Grösse von Vorlesungen und Seminaren hervorgehoben. Das Pacific Union College mit 1 500 Studierenden in Angwin/Kalifornien ist seit fünf Jahren in der Bestliste zu finden. Zu den weiteren Spitzenreitern gehören als Bildungsstätten der Siebenten-Tags-Adventisten das Walla Walla College mit 1 700 Studenten im U.S.-Bundesstaat Washington, das Atlantic Union College (700 Studenten) in Massachusetts und die Southern Adventist Universität (1 030 Studenten) in Tennessee. Die Wochenzeitschrift bewertet jährlich über 1 400 Hochschulen in den USA.

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Grosses Interesse für adventistische Schulen in Südkorea uparrowprint druckenemail versenden

Seoul/Südkorea, 30.09.1998 / APD

Zum neuen Studienjahr an der adventistischen Sahmyook Universität in Seoul/Südkorea bewarben sich 10 343 Interessenten um die 1 620 freien Studienplätze. Dies berichtete der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Robert S. Folkenberg (Silver Spring, Maryland/USA), nach einem Besuch von Bildungsstätten der Freikirche in dem asiatischen Land. Mit insgesamt 4 200 Studenten, die unter anderem Betriebswirtschaft, Biologie, Chemie, EDV, Englisch, Ernährungswissenschaft, Gartenbau, Krankenpflege, Musik, Pädagogik, Pharmazeutik, Sozialarbeit, Theologie und Tiermedizin belegt haben, ist die Universität die grösste der 87 adventistischen Hochschulen weltweit. Ausserdem unterhält die Freikirche in Südkorea zehn Grundschulen mit 2 900 und 15 Gymnasien- und Mittelschulen mit 5 971 Schülerinnen und Schülern. Grossen Zuspruch finden mit 16 000 Lernenden auch die 22 englischen Sprachinstitute. Im Land gibt es gegenwärtig etwa 145 000 Siebenten-Tags-Adventisten in 640 Gemeinden, die von 550 Pastoren betreut werden. Die protestantische Freikirche ist dort seit 1904 tätig.

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Weniger Evangelische in Brasilien als angenommen? uparrowprint druckenemail versenden

Brasilia/Brasilien, 30.09.1998 / APD

In Brasilien scheint es weniger evangelische Christen als bisher angenommen zu geben. Laut einer Studie des Brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (IBGE) bekennen sich statt 25 bis 40 Millionen lediglich 17,8 Millionen oder elf Prozent der Bevölkerung zum Protestantismus. Die Zunahme der Evangelischen übersteige zwar die Geburtenrate durchschnittlich um das Doppelte, sei jedoch unterschiedlich verteilt. Während die Protestanten im Bundesstaat Roraima nahe der Grenze Venezuelas pro Jahr um 5,2 Prozent wachsen, liege die Steigerungsrate in den meisten Städten im Süden des Landes bei 2,8 Prozent. In Brasilien lebt fast eine Million erwachsener getaufter Siebenten-Tags-Adventisten in 3 000 Gemeinden. Die protestantische Freikirche unterhält dort 477 Grundschulen, 12 Gymnasien, zwei Landwirtschafts- und drei Hochschulen mit insgesamt über 117 000 Schülern und Studenten, ausserdem acht Krankenhäuser, elf Kliniken, sieben Wasserfahrzeuge und fünf mobile Einheiten zur ärztlichen Versorgung, sechs Wohlfahrtszentren, zwei Altenheime, acht Waisenheime, zwei Fabriken für gesunde Nahrungsmittel und ein Verlagshaus.

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600 Liter Blut gespendet uparrowprint druckenemail versenden

Recife/Brasilien, 30.09.1998 / APD

Blutspenden und eine Demonstration gegen Alkohol und Tabak gehörten zu einem dreitägigen Kongress der Adventjugend in der nordostbrasilianischen Stadt Recife. Zehntausend adventistische Jugendliche waren zu der Veranstaltung unter dem Motto "Jesus ist der Beste" mit Evangelist Alejandro Bullon angereist. Da es beim Christentum vor allem auch um den bedürftigen Mitmenschen gehe, so Pressesprecher Heron Santana, spendeten die jungen Menschen 600 Liter Blut. Ausserdem nahmen alle an einem Demonstrationsmarsch durch Recife teil, um auf die Gesundheitsgefahren beim Genuss von Alkohol und Tabak aufmerksam zu machen.

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"Alle Kräfte für in Not geratene Menschen" uparrowprint druckenemail versenden

Dacca/Bangladesch, 30.09.1998 / APD

Von schlaflosen Nächten und schrecklichen Tagen angesichts der Flutkatastrophe in Bangladesch spricht der Präsident der dortigen Siebenten-Tags-Adventisten, Harald Wollan. "Über Zweidrittel des Landes einschliesslich grosser Teile der Hauptstadt Dacca stehen unter Wasser. Dort wo die Flut zurückgeht, finden sich oft nur noch Schlamm, aber keine Häuser mehr, die die Wassermassen weggerissen haben. Viele Strassen und die Infrastruktur wurden vernichtet. Krankheiten brechen aus, und die beiden Jahresernten sind verloren." Die Südbangladesch Mission der Freikirche in Gopalgonj stehe ebenfalls unter Wasser. Gemeindeglieder, deren Häuser zerstört wurden, hätten Zuflucht in Kirchengebäuden gefunden. "Wir versuchen, ihnen wenigstens eine Mahlzeit pro Tag zu geben", so Wollan. Tonnen von Nahrungsmitteln seien bereits an Bedürftige ausgegeben. Jedoch sei der Transport der Hilfsgüter in den Überschwemmungsgebieten schwierig. Alle Kräfte würden eingesetzt, um den in Not geratenen Menschen zu helfen. In Bangladesch leben 11 000 Siebenten-Tags-Adventisten in 69 Gemeinden. Die protestantische Freikirche unterhält dort eine Hochschule, vier Berufsschulen, eine Zahnklinik, ein Verlagshaus und eine Fabrik für gesunde Nahrungsmittel.

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Ökumene

Katholiken in Deutschland eifrigere Kirchgänger uparrowprint druckenemail versenden

Wiesbaden/Deutschland, 30.09.1998 / APD

Nur noch etwa 18 Prozent der 27,5 Millionen Katholiken und fünf Prozent der 27,7 Millionen Evangelischen gehen an einem durchschnittlichen Sonntag zum Gottesdienst. Das sind weniger als acht Prozent der Gesamtbevölkerung. Nach den jetzt vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden für das Jahr 1996 veröffentlichten Zahlen übertreffen die Katholiken die Evangelischen beim Kirchgang um das Dreieinhalbfache. Von den 6,36 Millionen Menschen, die durchschnittlich sonntags zur Kirche gehen, versammeln sich über 4,9 Millionen zur Messe, während rund 1,4 Millionen einen evangelischen Gottesdienst besuchen.

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Medien

Internet-Angebot der "Stimme der Hoffnung" gefragt uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 30.09.1998 / APD

In der ersten Septemberwoche 1998 haben erstmals über 700 Interessenten innerhalb einer Woche die Internet-Seiten der "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, unter der Adresse http://www.stimme-der-hoffnung.de aufgerufen. Damit verzeichnete das adventistische Medienzentrum in den ersten neun Monaten des Jahres bereits über 80 000 Teilnehmer. Wie eine spezielle Auswertung im Frühjahr zeigt, ist knapp die Hälfte von ihnen neu, die anderen kommen regelmässig. "Damit erklärt sich auch die ständig steigende Abruferzahl", erläuterte Webmaster Rainer Sens. "Wenn viele neue User wiederkommen, erhöht das die Abrufzahl." Die meisten stammten aus den deutschsprachigen Ländern. Aber auch aus ganz Europa gebe es Zugriffe auf die Webseiten. Besonders stark seien hier die Benelux-Länder und Skandinavien vertreten. Selbst in Osteuropa zeige sich Interesse an religiösen Themen. "Besonders Ungarn und Estland schieben sich in der Statistik immer weiter vor", betonte Sens. Für deutschsprachige oder -stämmige Nutzer aus Übersee sei das Internet ein Segen. Die Radiosendungen der "Stimme der Hoffnung" im Internet würden besonders in Australien, Brasilien, Nordamerika und Südafrika gern gehört. Von dort kämen auch wöchentlich Anfragen nach deutschsprachigen Bibelfernkursen im Internet, da ein Kurs per Post zu teuer und zu langwierig wäre. Diesem Wunsch soll Ende des Jahres entsprochen werden. Dann beginne der erste Bibelfernkurs der "Stimme der Hoffnung" online, so dass Interessenten die Bibel nicht nur im Internet lesen, sondern auch systematisch und unter Anleitung studieren könnten. Dadurch dürfte aber nicht der persönliche Kontakt ersetzt werden. Auch wer den Kurs online besuche, habe weiterhin die Möglichkeit, sich mit seinem Studienbegleiter in Verbindung zu setzen.

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"Stimme der Hoffnung" von der Insel Man uparrowprint druckenemail versenden

Binfield/Grossbritannien, 30.09.1998 / APD

Unter dem Namen "Voice of Hope" ("Stimme der Hoffnung") strahlt seit Anfang Juli Manx Radio auf der in der Irischen See gelegenen Isle of Man wöchentlich ein halbstündiges Programm von Adventist World Radio (AWR) aus. Die religiösen Nachrichten und Kommentare sind über Mittelwelle auf 1368 Kilohertz in Nordwestengland, Südschottland sowie im Osten Irlands und Nordirlands zu empfangen. Produziert werden die Beiträge im AWR-Studio in Binfield bei London.

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"Radio Orion" in Bolivien auf Sendung uparrowprint druckenemail versenden

La Paz/Bolivien, 30.09.1998 / APD

Unter dem Namen "Radio Orion" haben die Siebenten-Tags-Adventisten in Bolivien mit elf UKW-Stationen ein landesweites Netzwerk an Sendern in Betrieb genommen. Anfang August begannen die Stationen in der Hauptstadt La Paz sowie in den Städten Cochambamba und Ouruo Programme auszustrahlen. Fünf weitere folgten Ende August in Sucre, Tarija, Potosi, Trinidad und Guayaramerin. Die letzten beiden Stationen gehen in diesen Tagen in Puerto Suarez und Cobija auf Sendung. Die Programme kommen über Satellit von Adventist Global Communication Network (AGCN) aus Nova Friburgo/Brasilien. Sie können etwa von 90 Prozent der sechs Millionen Einwohner Boliviens empfangen werden. Bereits vor zwei Jahren richtete die Freikirche ihr erstes derartiges Netzwerk in 22 brasilianischen Grossstädten ein.

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Neues Fernsehstudio auf Puerto Rico uparrowprint druckenemail versenden

Rio Piedras, Puerto Rico/USA, 30.09.1998 / APD

Ein Fernsehstudio hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Rio Piedras auf der zu den USA gehörenden Karibikinsel Puerto Rico eingerichtet. Die dort produzierten Programme sollen künftig wöchentlich über Kanal 7 ausgestrahlt werden und auf der gesamten Insel zu empfangen sein. Die Sendungen sind aber auch für die in Brasilien befindliche Organisation der Freikirche "Western Hemisphere Adventist Satellite Television" (WHAST) gedacht, um per Satellit in ganz Lateinamerika verbreitet zu werden.

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Orthodoxer "Weltrundfunk" geht von Rhodos aus auf Sendung uparrowprint druckenemail versenden

Rhodos/Griechenland, 30.09.1998 / APD

Nach dem Vorbild des protestantischen "Evangeliumsrundfunks" (ERF) und von "Radio Vatikan" wird es ab Anfang 1999 auch ein griechisch-orthodoxes Radio mit weltweiter Ausstrahlung von Fernseh- und Radioprogrammen geben, berichtet der Pressedienst "idea Schweiz". Sein Träger ist das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, das in der Orthodoxie an erster Stelle steht.

Seine Stimme weltweit zu Gehör bringen will das orthodoxe Führungspatriarchat von Konstantinopel mit einem Satellitenfernsehen und Kurzwellenradio. Beide sollen auf der griechischen Insel Rhodos ihren Sitz haben. Am Zentrum seiner Kirchenverwaltung im türkischen Istanbul ist dem gesamtorthodoxen Primas schon seit 1964 jede Öffentlichkeitsarbeit durch Druck- oder elektronische Medien untersagt, obwohl dort die türkischen Islamisten über eine Fülle von Zeitungen, Zeitschriften und Sender jeder Art verfügen dürfen.

Die Ferieninsel Rhodos vor der türkischen Küste war in der Zuständigkeit des Patriarchen am Bosporus geblieben, als sie 1913 unter italienische und schliesslich 1948 unter griechische Herrschaft kam. Dort gibt es bereits zwei kirchliche Fernsehanstalten mit kleinerer Reichweite und drei Lokalradios orthodoxer Klöster. Ihre Anlagen werden von dem neuen "Patriarchats-Weltrundfunk" übernommen und ausgebaut. Dessen Programm umfasst religiöse und allgemein bildende Sendungen in allen Sprachen des christlichen Ostens, Informationen in englischer, französischer, deutscher und spanischer Sprache sowie ein eigenes "Zweites" Missionsprogramm, das sich in erster Linie an die Gläubigen der Hochreligionen Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus richtet.

Griechenlands erzkonservative Landeskirche, deren Beziehungen zum weltoffenen Mutterpatriarchat in Istanbul sich galoppierend verschlechtern, hat bereits gegen diese "fremde Stimme auf hellenischem Boden" protestiert. Damit wird eine Neuauflage der Forderung verbunden, die weiter Konstantinopel unterstehenden Inselbistümer von Rhodos bis Kreta "endlich" aus "nationalen Gründen" der staatskirchlichen Führung in Athen zu unterwerfen. Der Patriarchatsrundfunk wurde in diesem Zusammenhang von griechischen Bischöfen als "Stimme des Sultans" angefeindet.

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.