APD-Informationen 11-12/1998

Schweiz

Adventisten gedenken an Menschenrechtserklärung vor 50 Jahren uparrowprint druckenemail versenden

Basel, 08.12.1998 / APD

Am Samstag, dem 12. Dezember sollen die Siebenten-Tags-Adventisten weltweit in ihren Gottesdiensten an die Annahme der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" vor 50 Jahren durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen erinnern. Dazu rief Pastor Robert S. Folkenberg (Silver Spring, Maryland/USA), Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der protestantischen Freikirche, auf. Für die Predigt wurden den 43 000 Kirchengemeinden in aller Welt ein Entwurf und Hintergrundmaterial zur UN-Erklärung zur Verfügung gestellt.

"Als Siebenten-Tags-Adventisten glauben wir, dass die Grundlagen dieser Erklärung bereits im Wort Gottes zu finden sind", äusserte Folkenberg in einem Rundschreiben an die Gemeinden. "Als Folge seiner unendlichen Liebe zu uns, schuf Gott unsere ersten Eltern als freie vernunftbegabte Menschen und sandte seinen Sohn, um uns zu erlösen und aufzubauen. Jedes menschliche Wesen ist ein Sohn oder eine Tochter Gottes und nach seinem Ebenbild geschaffen."

Bereits vor ihrer Gründung als Freikirche im Jahre 1863 setzten sich Siebenten-Tags-Adventisten für die Glaubens- und Gewissensfreiheit ein. Im Jahre 1888 schufen sie die "Internationale Vereinigung für Religionsfreiheit" als unpolitische, gemeinnützige Organisation mit der Aufgabe, den Grundsatz der religiösen Freiheit überall in der Welt zu verteidigen. In deren ersten "Grundsatzerklärung" aus dem Jahre 1889 steht unter anderem: "Wir glauben, dass es richtig ist und ein Grundrecht sein sollte, dass jeder Mensch Gott so verehrt, wie es ihm sein eigenes Gewissen gebietet." Während ihrer letzten Weltsynode 1995 in Utrecht/Niederlande verabschiedete die Freikirche eine Stellungnahme zu "Rassismus, Nationalismus und Sexismus". Darin heisst es: "Siebenten-Tags-Adventisten beklagen alle Formen von Diskriminierung aufgrund von Rasse, Stamm, Nationalität, Religion, Hautfarbe oder Geschlecht. Als eine weltweite Gemeinschaft, verbreitet in mehr als 200 Ländern, wollen Siebenten-Tags-Adventisten gegenseitige Annahme, Liebe und Achtung gegenüber allen Menschen bekunden."

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Dies ist die zentrale Aussage der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte", die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Form einer Resolution verkündet wurde. Sie war von 48 Staaten ohne Gegenstimme bei acht Enthaltungen angenommen worden. In der Erklärung, die 30 Artikel umfasst, hat die UN-Generalversammlung jene Grundrechte verkündet, auf die jeder Mensch gleichermassen Anspruch hat. Zwei Arten von Rechten werden genannt - zum einen die bürgerlichen und politischen Rechte, die sich im Laufe der jahrhundertelangen Entwicklung von Rechtsstaatlichkeit und demokratischen Gesellschaften nach und nach herausgebildet haben, zum anderen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte, deren Bedeutung allgemein erst im 20. Jahrhundert erkannt wurde. Zugleich erinnert sie an Pflichten des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

Obwohl die Erklärung eine breite und ungeteilte Zustimmung innerhalb der Staatengemeinschaft gefunden hat, klafft immer noch eine grosse Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: In weiten Teilen der Welt werden die Menschenrechte missachtet. In etwa 80 Ländern befinden sich politische Gegner der Regierung in Gefängnissen und Lagern, in über 120 Staaten wird gefoltert und misshandelt, und in 94 Ländern gilt noch die Todesstrafe. (3 125 Zeichen)

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International

Adventistische Kirchenleiter setzen auf globale Vernetzung uparrowprint druckenemail versenden

Jongny/Schweiz,, 08.12.1998 / APD

"Mut und Entschlossenheit braucht eine Kirche, um die wirklichen Bedürfnisse derer zu sehen, die ihr anvertraut sind." Mit dieser Feststellung eröffnete Mitte November der Präsident der Euro-Afrika Division der Siebenten-Tags-Adventisten, Ulrich Frikart (Bern), die viertägige Herbstsitzung der protestantischen Freikirche in Jongny am Genfer See. Dort nahmen die 70 Vertreter der überregionalen Kirchenleitung die Rechenschaftsberichte 1997 entgegen und besprachen die Planungen für die nächsten Jahre. Zu ihrem Verwaltungsbereich gehören 20 mittel- und südeuropäische Staaten, Nordafrika, Angola, Mosambik, die Türkei, der Iran und Afghanistan mit insgesamt 485'000 erwachsenen getauften Adventisten. Dies sind fast 20 000 mehr als im Jahr zuvor, was einer Zuwachsrate von 4,2 Prozent entspricht. Mit über sechs Prozent wuchs die Freikirche am stärksten in Angola und Mosambik, während in Europa Stagnation (Deutschland, Schweiz, Portugal) oder eine Zunahme zwischen 0,4 (Rumänien) und vier Prozent (Italien) verzeichnet wurden.

Die 19 Landesbüros der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA im Bereich der Euro-Afrika Division sind zur Zeit mit insgesamt 800 Projekten in Lateinamerika, Afrika und Asien tätig. Die Kirchenleiter empfahlen besonders in den afrikanischen Gebieten die Durchführung von AIDS-Seminaren. Dabei soll das Handbuch "AIDS-Vorbeugung für Jugendliche" der Episkopalkirche auch in den adventistischen Gemeinden Verwendung finden. Bei der Übersetzung in die benötigten Sprachen wird das Material überarbeitet und den Bedürfnissen der verschiedenen Kulturkreise angepasst. Beschlossen wurde auch eine verstärkte Präventionsarbeit über Missbrauch und Gewalt in den Familien. Unter dem Motto "Der Vielfalt gerecht werden" soll die Frauenarbeit in der Freikirche durch Einführung einer eigenen Abteilung für Frauendienste auf allen Leitungsebenen weiter gestärkt werden.

Das in Jongny tagende Gremium wählte Corrado Cozzi zum neuen Jugendabteilungsleiter der Euro-Afrika Division. Der 1959 in Rom geborene Pastor leitete acht Jahre lang die adventistische Jugend in Italien. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein erster Arbeitsschwerpunkt wird die Vorbereitung des internationalen Kongresses der Adventjugend im Juli 1999 in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sein, der unter dem Leitwort "2000 Gründe zum Glauben" steht. Cozzi ist Nachfolger des spanischen Pastors José Figols, der im August im Alter von 63 Jahren verstarb.

Die adventistischen Gemeinden sind weltweit aufgerufen, aus Anlass des 50. Jahrestages der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen am 12. Dezember 1998 besondere Gottesdienste zu gestalten und in die Predigt auch Abschnitte der Erklärung einzubeziehen. Empfohlen wurde der weitere Ausbau der Internet-Präsenz auf allen Ebenen der Freikirche. Besonders die Ortsgemeinden sollten eigene Homepages einrichten. Durch eine stärkere Vernetzung könnte auch der kircheninterne Informationsaustausch verbessert werden. Im April 1999 findet eine internationale Konferenz über "Glaube und Wissenschaft" an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg statt. Beschlossen wurde auch die Beteiligung an den Satellitenevangelisationen "ACTS 2000" mit dem amerikanischen Fernsehprediger Mark Finley im September 1999 in Bukarest und "NET'99" mit Pastor Hans Gerhardt vom 8. bis 19. November 1999 in Darmstadt. Eine besondere Gabensammlung in allen Gemeinden, die anlässlich der nächsten Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Toronto/Kanada im Jahre 2000 durchgeführt wird, soll zum Bau von über 1 000 Gemeindezentren in vorwiegend islamischen Ländern dienen. (3 305 Zeichen)

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Eigene Adventistenkirche in Moskau uparrowprint druckenemail versenden

Moskau/Russland, 08.12.1998 / APD

Ihr erstes eigenes Kirchengebäude seit der Beschlagnahme allen Eigentums unter dem Kommunismus weihten die Siebenten-Tags-Adventisten Ende Oktober in Moskau ein. Das im Ostteil der russischen Hauptstadt gelegene Gemeindezentrum bietet Platz für über 500 Gottesdienstbesucher. In Moskau leben zur Zeit 3 200 erwachsene getaufte Adventisten in zwölf Gemeinden. Die erste adventistische Kirche wurde dort 1908 gegründet. (393 Zeichen)

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Adventisten begrüssen US-Gesetz zum Schutz der Religionsfreiheit uparrowprint druckenemail versenden

Washington D.C./USA, 08.12.1998 / APD

Begrüsst haben Vertreter der Siebenten-Tags-Adventisten ein von US-Präsident Bill Clinton unterzeichnetes Gesetz, das Sanktionen gegen Länder vorsieht, die Religionsgemeinschaften verfolgen oder diskriminieren. Der Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), sprach von einer bedeutsamen Entwicklung. "Dies ist das erste Mal, dass ein Land ein besonderes Gesetz erliess, um die religiöse Freiheit ausserhalb der eigenen Grenzen zu verteidigen." Es werde sich zeigen, ob es denjenigen hilft, die wegen ihres Glaubens Diskriminierung und Verfolgung erleiden. "Wir hoffen, dass das Gesetz richtig angewendet und nicht für politische Zwecke oder nationale Interessen missbraucht wird." Der ursprüngliche Gesetzesentwurf war auf Bestreben des Weissen Hauses erheblich überarbeitet worden. Das jetzt von Präsident Clinton unterzeichnete Gesetz lässt einen grossen Spielraum bei der Verhängung von Sanktionen. Wenn es "im nationalen Interesse" ist, kann darauf auch ganz verzichtet werden. Nach Angaben des US-Aussenministeriums gilt das Gesetz nur für schwerste Verletzungen der Religionsfreiheit, wie Folter, Haft und Menschenraub. (1 195 Zeichen)

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Keine Abschlussexamen am Samstag für adventistische Studenten uparrowprint druckenemail versenden

Manila/Philippinen, 08.12.1998 / APD

Adventistische Studenten auf den Philippinen brauchen am Samstag, der als biblischer Sabbat ihr religiöser Feiertag ist, keine Abschlussexamen mehr abzulegen. Dies beschloss das Repräsentantenhaus in einem von Präsident Joseph Estrada unterzeichneten Gesetz. "Dieses Problem hat uns seit vielen Jahren belastet," sagte Larry G. Feir (Manila), Kommunikationsdirektor der Nordphilippinischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten. "In den letzten vier Jahren konnten beispielsweise adventistische Pädagogikstudenten keine Diplome als Lehrer erhalten. Das gleiche galt für angehende Ingenieure. Wegen der Prüfungen am Samstag war es im vergangenen Jahrzehnt kaum einem von ihnen möglich, das Studium mit staatlicher Anerkennung abschliessen." Auf den Philippinen leben über 700 000 erwachsene getaufte Adventisten in 3 511 Gemeinden. Um ihren Jugendlichen dennoch akademische Abschlüsse zu ermöglichen, gründeten sie eine Universität in Manila und vier Hochschulen. Ausserdem unterhält dort die evangelische Freikirche 22 höhere Schulen, 295 Grundschulen, neun Krankenhäuser, zwei Kliniken und ein Verlagshaus. (1 063 Zeichen)

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Lebensbedingungen für die Armen auf den Philippinen verbessern uparrowprint druckenemail versenden

Manila/Philippinen, 08.12.1998 / APD

Während seines zehntägigen Besuches adventistischer Einrichtungen im November auf den Philippinen hatte Pastor Robert S. Folkenberg, Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, auch eine Unterredung mit Staatspräsident Joseph Estrada. Das Staatsoberhaupt betonte die Notwendigkeit, die Lebensbedingungen der Armen im Land zu verbessern. Er sei dankbar, dass die adventistische Kirche nach dem kürzlich verheerenden Taifun über eine halbe Million Mark für ein Wiederaufbauprojekt zur Verfügung gestellt habe. Dadurch bekämen gerade arme Menschen Arbeit. Estrada gab bei der Begegnung die Ernennung von Pastor Bienvenido Tejano als neuer Botschafter in Papua-Neuguinea bekannt. Tejano war bisher Abteilungsleiter für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der nordphilippinischen Adventisten. Zuvor hatte der Staatspräsident bereits eine Fernsehlizenz in Manila für die evangelische Freikirche unterzeichnet. Laut Folkenberg hat sich ein einheimischer Geschäftsmann bereit erklärt, den Aufbau der TV-Station zu finanzieren. (1 031 Zeichen)

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Eine Stiftung für Verschuldete und junge Leute mit guten Ideen uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 08.12.1998 / APD

Als Stiftung des öffentlichen Rechts landesweit staatlich anerkannt ist jetzt die "Fondazione Adventum" der italienischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es geht dabei um ein Anti-Wucher-Projekt, das Menschen Hilfe anbietet, die "Kredit-Haien" in die Hände fielen und aus dem Kreislauf dauernder Verschuldung durch Wucherzinsen herauskommen wollen. In einem Beratungszentrum in Rom arbeiten ehrenamtlich Rechtsanwälte, Finanzberater, Psychologen und Seelsorger, die mit dem Hilfesuchenden dessen Fall sorgfältig analysieren, um festzustellen, welche finanziellen und psychologischen Schritte erforderlich sind. Bei Bedarf wird versucht, den Opfern eine Arbeitsstelle zu vermitteln und sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Gegebenenfalls nimmt die 1996 gegründete "Adventum"-Stiftung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken auch eine Umschuldung vor. Maximal 15 Millionen Lire (rund 12 300 Franken) können dabei pro Person zur Verfügung gestellt werden.

Laut dem Vorsteher der dortigen Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Vinzenzo Mazza (Rom), stellte in diesem Jahr der italienische Staat der Stiftung umgerechnet 4,3 Millionen Schweizer Franken zur Verfügung. Die Anschubfinanzierung im Jahre 1996 in Höhe von 1,9 Millionen Schweizer Franken aus der Einkommenssteuer. Seit einigen Jahren haben die Italiener die Wahl, wem sie acht Promille ihrer Einkommenssteuer für soziale Zwecke zukommen lassen wollen. Jedes Jahr entscheidet sich etwa ein Prozent der Steuerzahler für die Adventisten. Aus diesen Mitteln finanzierte die protestantische Freikirche nicht nur den Start des "Adventum"-Projekts, sondern auch andere Sozialprogramme in Italien, wie Gesundheitsvorsorge einschliesslich Raucherentwöhnungsseminare, Ambulanzen für Behinderte und Ausstattung von Krankenstationen und Kliniken. Darüber hinaus werden Schulen und landwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern unterstützt. Ausser in Rom soll es künftig auch in anderen Städten Schuldnerberatungsstellen geben. Geplant sind derartige Einrichtungen zunächst in Pisa, Neapel und auf Sizilien. Junge Leute, die sich selbständig machen wollen und dafür eine gute Idee haben, können ebenfalls ein Darlehen von der "Adventum"-Stiftung erhalten. Dadurch sollen die meist Arbeitslosen "von der Strasse wegkommen", so Mazza. (2 091 Zeichen)

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Adventisten wünschen deutschem Bundeskanzler Mut für "menschliche Politik" uparrowprint druckenemail versenden

Darmstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Den Beistand Gottes, um den grossen Herausforderungen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert gewachsen zu sein, wünschte Pastor Bruno Liske (Ostfildern), Vorsitzender der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Bundeskanzler Gerhard Schröder anlässlich seiner Regierungserklärung am 10. November. Liske begrüsste in seinem Schreiben die Absichten des Bundeskanzlers "Politik für die Menschen" zu machen und sich für einen Staat einzusetzen, der die Bürgerrechte schützt und erweitert, besonders auch hinsichtlich der Schwächeren in der Gesellschaft. "Durch unser sozial-karitatives Engagement und unsere seelsorgerliche Tätigkeit sind wir als evangelische Freikirche mit den Nöten in der Bevölkerung vertraut. Deshalb möchten wir Ihnen Mut machen, diese Ziele zu verwirklichen." Positiv wertete der Geistliche auch, dass Schröder die Kirchen und Religionsgemeinschaften als "wichtige Kräfte des kulturellen, politischen und sozialen Lebens" betrachte, deren Anregungen und Kritik zu den brennenden sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gestaltungsfragen er ausdrücklich begrüsse. (1 067 Zeichen)

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Erstmals ein Adventist Mitglied im Deutschen Bundestag uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Erstmals ist ein Siebenten-Tags-Adventist Mitglied des Deutschen Bundestages. Frank Hempel wurde in Mecklenburg-Vorpommern im Wahlkreis 270 (Neustrelitz - Strasburg - Pasewalk - Ueckermünde - Anklam) als Abgeordneter für die SPD direkt in den 14. Deutschen Bundestag gewählt. Der 1959 in Neustrelitz geborene Bauunternehmer ist verheiratet, hat zwei Kinder und gehört der Adventgemeinde Neustrelitz an. (428 Zeichen)

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Zweihundert neue adventistische Schulen in Bangladesch geplant uparrowprint druckenemail versenden

Dacca/Bangladesch, 08.12.1998 / APD

"Der beste Beitrag, den unsere Kirche für ihr Land leisten kann, ist den Kindern zu helfen. Deshalb sind wir dabei, zweihundert neue Schulen in Bangladesch zu gründen", sagte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Robert S. Folkenberg, während eines offiziellen Empfangs bei Premierministerin Sheikh Hasina Wajed in Dacca. Folkenberg überreichte der Regierungschefin einen Scheck in Höhe von 10 000 US-Dollar für die Opfer der jüngsten Überschwemmungskatastrophe. Er äusserte sich anerkennend über die Religionsfreiheit in dem islamisch geprägten Land, die auch für Hindus, Buddhisten und Christen als Minderheiten gelte. Er dankte der Regierung für einen Erlass, der es kürzlich 200 adventistischen Abiturienten ermöglichte, ihre Prüfungen nicht an einem Samstag, dem biblischen Ruhetag (Sabbat), ablegen zu müssen.

Pastor Folkenberg, der zum ersten Mal Bangladesch besuchte, nahm in Bajitpur an der Einweihungsfeier des neuen Adventist Maranatha Seminary teil. Zu ihm gehören eine Grundschule mit 400 und eine höhere Schule mit 800 Schülerinnen und Schülern sowie ein Waisenheim für 300 Kinder. In Bangladesch leben 11 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 69 Gemeinden. Die evangelische Freikirche unterhält dort zur Zeit eine Universität, vier höhere Schulen, 87 Grundschulen, ein Waisenheim, eine Zahnklinik, ein Verlagshaus und die Pollywog Industry, die Frauen mit geringem Einkommen eine Verdienstmöglichkeit durch Herstellung von Spielzeug und Handarbeiten bietet. (1 420 Zeichen)

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Adventisten erforschen ihre europäische Geschichte uparrowprint druckenemail versenden

Friedensau/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude in Friedensau bei Magdeburg beherbergt nach dem Umbau jetzt das "Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa". Auf 250 Quadratmetern sind ein Bibliotheks- und Bürobereich sowie das Vor- und Hauptmagazin untergebracht. Das Dachgeschoss dient als Stau- und Lagerraum. Das ursprünglich 1980 in Darmstadt gegründete Archiv sammelt und ordnet alle erreichbaren schriftlichen Quellen zur Geschichte der Adventisten in Europa und darüber hinaus. Es verfügt inzwischen über rund 3 500 archivierte Akten, die sich aus Originaldokumenten, Fotokopien von Dokumenten sowie Film- und Fotomaterial zusammensetzen. Dabei geht es schwerpunktmässig um die Geschichte und Mission der Freikirche in Mittel-, Südost- und Osteuropa, im Nahen Osten, in Nord-, Zentral- und Ostafrika sowie in einigen Ländern des Fernen Ostens. Als konfessionelles Archiv möchte es, laut dem Leiter der Einrichtung, Dr. Daniel Heinz, das eigene historische und theologische Erbe hüten und damit zur Stärkung der adventistisch-freikirchlichen Identität und Präsenz in Europa beitragen. Darüber hinaus suche das Archiv auch als "Forschungswerkstatt" und Stätte der Begegnung Wege des interkonfessionellen Dialogs, um religiöse Vorurteile und Missverständnisse abzubauen und Impulse für ein gegenseitiges Verstehen zu setzen. Die Einrichtung gibt die wissenschaftliche Schriftenreihe "Adventistica" im Peter Lang Verlag (Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien) heraus, von der bereits sieben Bände vorliegen.

Das 1997 gegründete "Institut für Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten" der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, arbeitet eng mit dem Archiv zusammen. Laut Institutsleiter Dozent Johannes Hartlapp hätten die Adventisten wegen ihrer starken eschatologischen Ausrichtung erst relativ spät begonnen, sich für ihre eigene Geschichte zu interessieren. Die historische und konfessionskundliche Erforschung der Freikirche und verwandter Strömungen soll jedoch kein Refugium für Spezialisten sein. Interessenten werde die wissenschaftliche Auswertung durch Vorträge, Kolloquien, Ausstellungen und Dokumentationen bekanntgemacht. Ausserdem ist die Herausgabe einer Halbjahreszeitschrift geplant. Das Institut befasst sich laut Hartlapp derzeit mit folgenden Forschungsschwerpunkten: Geschichte, Wachstumsfaktoren und Ausbreitung der protestantischen Freikirche in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten. Adventistische Evangelisation und Gemeindewachstumsstrategien damals und heute mit besonderer Berücksichtigung des europäischen Umfelds. Adventistische Missionsgeschichte in Biographien. Projekt "Erzählte Geschichte" durch Sammlung von Interviews zu den Themen: Adventisten im Dritten Reich sowie Adventisten und nationalsozialistische Judenverfolgung. Adventisten und DDR-Staat. Theologische und historische Wurzeln der Freikirche aus europäischer Perspektive. (2 649 Zeichen)

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Gesundheit & Ethik

Papst fordert zum Rauchverzicht im Heiligen Jahr auf uparrowprint druckenemail versenden

Rom/Italien, 08.12.1998 / RPD/APD

Der Papst hat zum Rauchverzicht im Heiligen Jahr aufgerufen. Die römisch-katholischen Christen sollten mit einem rauchfreien Tag im Jahr 2000 für ihre Sünden Busse tun, heisst es in dem vom Vatikan veröffentlichten päpstlichen Leitschreiben "Incarnationis Mysterium".

Papst Johannes Paul II. fordert darin die Gläubigen auf, einen Tag lang auf "weltliche Laster" wie Rauchen und Alkoholgenuss zu verzichten und das dabei eingesparte Geld den Armen zu spenden. Als Bussübungen werden ausserdem Besuche bei Kranken, Behinderten und Häftlingen empfohlen. Das Heilige Jahr dauert von Weihnachten 1999 bis zum Dreikönigstag 2001. (612 Zeichen)

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Rauchen bei amerikanischen Studenten im Kommen uparrowprint druckenemail versenden

Chicago/USA, 08.12.1998 / APD

Allen Anti-Tabak-Kampagnen zum Trotz ist das Rauchen bei US-Studenten wieder im Kommen. 1997 rauchten 28 Prozent von ihnen mehr als noch 1993, wie Forscher der Harvard-Universität laut einem Bericht der Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association" (JAMA) herausfanden. Das Ergebnis der Studie zeige, dass das schon früher beobachtete Comeback der Zigarette bei Jugendlichen kein Übergangsphänomen gewesen sei. Vielmehr habe der Trend inzwischen auch die College-Studenten erreicht, die bisher am besten über die Gefahren des Rauchens informiert und dadurch am abstinentesten gewesen seien. Die Anti-Tabak-Programme für Jugendliche und junge Erwachsene müssten überprüft und verstärkt werden, forderten die Wissenschafter um Henry Wechsler von der Harvard-Fakultät für Öffentliches Gesundheitswesen. (776 Zeichen)

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Millionen Tote durch Rauchen in China uparrowprint druckenemail versenden

Peking/China, 08.12.1998 / APD

Jeder dritte junge Chinese wird nach einer Expertenprognose an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Aus der weltweit bisher umfangreichsten Studie über die Risiken des Rauchens geht auch hervor, dass der blaue Dunst schon heute täglich 2 000 Menschen in China tötet. Für die Langzeitstudie der Chinesischen Akademie für vorbeugende Medizin in Zusammenarbeit mit den Universitäten in Oxford/England und Cornell/USA wurden 1,25 Millionen Personen befragt. Die Wissenschaftler schlossen aus den Ergebnissen, dass im Jahr 2000 etwa eine Million Chinesen sterben werden, weil sie rauchen. Im Jahr 2025 werde sich diese Zahl auf jährlich zwei Millionen Tote erhöhen. Chinesische Erwachsene unterschätzten die Risiken des Rauchens, stellte Professor Richard Peto von der Oxford Universität fest. "Die 1996 landesweite durchgeführte Umfrage zeigt, dass zwei Drittel glaubten, Rauchen schade nicht oder nur wenig. 60 Prozent der Erwachsenen wissen nicht, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht und 96 Prozent wissen nicht, dass es Herzleiden auslöst." Chinesische Männer rauchten der Studie zufolge wesentlich mehr als früher, doch Frauen zeigten überraschend eine gegensätzliche Tendenz. Während vor 1950 noch jede zehnte Frau rauchte, sei es heute nur noch jede hundertste. Chinas jährlicher Tabakkonsum ist von 100 Milliarden Zigaretten Anfang der 50er Jahre auf 1,8 Billionen gestiegen. Heute fangen zwei Drittel aller Männer, aber nur ein Prozent der Frauen, mit dem Rauchen an, bevor sie 25 Jahre alt werden. (1 345 Zeichen)

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Baptist leitet "Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser" uparrowprint druckenemail versenden

Potsdam/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Ein Baptist steht in den nächsten beiden Jahren an der Spitze des "Deutschen Netzes Gesundheitsfördernder Krankenhäuser". Pastor Elimar Brandt (Berlin), Direktor der Diakonischen Einrichtungen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg, wurde in Potsdam zum Vorstandsvorsitzenden und Nachfolger von Professor Dr. Klaus Diethard Hüllermann (Prien am Chiemsee) gewählt. Das zum Schöneberger Werk gehörende Krankenhaus Rudersdorf ist Mitglied in dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderten Netzwerk. "Wir wollen den Menschen nicht auf sein Krankheitsbild verkürzen", sagte Brandt. Es gehe vielmehr um ein allgemeines Wohlbefinden unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes und nicht allein um das Auskurieren defekter Organe. Zum "Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser" gehören zur Zeit 33 Kliniken, darunter auch das adventistische Krankenhaus "Waldfriede" in Berlin-Zehlendorf. (907 Zeichen)

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Alkoholproblem in Deutschland grösser als angenommen uparrowprint druckenemail versenden

Bonn/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Das Ausmass des Alkoholproblems in Deutschland wird nach Ansicht von Experten deutlich unterschätzt. Wie die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren (DHS) in Bonn mitteilte, gibt es in der Bundesrepublik insgesamt 4,1 Millionen erwachsene Menschen, die Alkohol missbrauchen oder gar davon abhängig sind. Bei 1,7 Millionen von ihnen liege eine massive Abhängigkeit mit weitreichenden gesundheitlichen und sozialen Folgen vor. "Wir dürfen nicht mehr die Augen vor den Problemen in unserer Nachbarschaft und in unserem sozialen Umfeld verschliessen", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Hauptstelle, Heidi Boss. (612 Zeichen)

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USA: Bei Gesundheitskosten liessen sich Milliardenbeträge sparen uparrowprint druckenemail versenden

Hamburg/Deutschland, 08.12.1998 / APD/idea

In den USA beschäftigen sich Mediziner und Gesundheitsbehörden damit, den Glauben in die Heilkunst einzubeziehen. Die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet darüber und zitiert den Harvard-Mediziner Herbert Benson: "Würde man das Zusammenspiel von Körper und Geist besser verstehen und die Ressourcen der Religion nutzen, so rechnet Benson bereits vor, könnte die Hälfte aller stressbedingten Arztbesuche unterbleiben." Allein in den USA ergäbe sich dadurch eine jährliche Ersparnis von umgerechnet über 70 Milliarden Schweizer Franken.

Die US-Mediziner seien im Blick auf den Zusammenhang zwischen Heilung und Spiritualität weniger "tabuscheu" als ihre europäischen Kollegen, so Benson. So habe das Nationalinstitut für Gesundheitsforschung seit 1993 eine vierbändige Bibliographie zur klinischen Forschung über spirituelle Themen vorgelegt. Ein "beeindruckender Berg" amerikanischer Fachliteratur belege, "dass der Glaube an Gott die Gesundheit positiv beeinflusst". Wie Umfragen zeigten, habe beispielsweise in Nord Carolina fast jeder zweite Patient den Wunsch, dass der Arzt mit ihm bete. 80 Prozent klagten darüber, dass die Mediziner mit ihnen kaum über geistliche Themen sprächen. (1 132 Zeichen)

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23. Postfach 5126, 8050 Zürich; Telefon +41-(0)44 515 03 10. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch

Hilfe für Wirbelsturmopfer in Honduras uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Den Opfern des Hurrikans "Mitch" in Honduras steht die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland bei. Auf den Bay Islands und an der Nordküste wurden 3 000 Decken sowie Nahrungsmittel und Hygieneartikel verteilt. Die dafür benötigten 86 000 Mark stammen aus privaten Spenden und aus Bewilligungen des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Ausserdem ist ein Container mit Medikamenten, Lebensmitteln und Vitamintabletten im Gesamtwert von 25 000 Mark nach Puerto Cortez in Honduras unterwegs. Spenden können unter dem Stichwort "Hurrikan Mitch" auf das Konto 2000 702 09 von ADRA Deutschland bei der Dresdner Bank (BLZ 508 800 50) überwiesen werden. (660 Zeichen)

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Welle der Hilfsbereitschaft für Honduras uparrowprint druckenemail versenden

Tegucigalpa/Honduras, 08.12.1998 / APD

Der Wirbelsturm "Mitch", der in Honduras über 7 000 Tote und 750 000 Obdachlose hinterliess, hat bei den Siebenten-Tags-Adventisten in den USA eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die Adventgemeinden in Dallas/Texas spendeten 40 Tonnen Nahrungsmittel, Trinkwasser, Kleidung und Medikamente, die die Fluggesellschaft "American Airlines" kostenlos in die honduranische Hauptstadt Tegucigalpa brachte. Adventgemeinden in Lousiana sandten 30 Container mit Lebensmitteln und Medikamenten auf die zu Honduras gehörende Insel Roatán. Weitere Container mit Hilfsgütern schickten die lateinamerikanischen Gemeinden in New York und New Jersey sowie die Adventgemeinden in La Sierra/Kalifornien ins Katastrophengebiet. Für die sachgerechte Verteilung der Spenden ist die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Honduras zuständig. Sie erhielt auch von der privaten Organisation "Heart to Heart International" aus Olathe/Kansas elf Tonnen Medikamente und ärztlichen Bedarf im Wert von über einer Million Mark zur Weitergabe an Krankenhäuser, Kliniken und Sanitätsstationen im ganzen Land. Die ADRA-Organisationen in den USA, Kanada und Deutschland stellten als Soforthilfe insgesamt 240 000 Mark zur Verfügung. (1 135 Zeichen)

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Lebensmittel für Hurrikanopfer in Nicaragua uparrowprint druckenemail versenden

Managua/Nicaragua, 08.12.1998 / APD

Als Soforthilfe stellte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 170 000 Mark für die Opfer des Wirbelsturmes "Mitch" in Nicaragua zur Verfügung. Dadurch konnten Plastikplanen zum Abdichten von Häusern, Decken, Desinfektionsmittel, Hygieneartikel und Dinge des täglichen Bedarfs verteilt werden. Inzwischen sind 1 120 Tonnen Nahrungsmittel eingetroffen, die ADRA Nicaragua an 156 000 Bedürftige verteilt. Der Hurrikan hatte im Land über 1 500 Menschen getötet und 750 000 obdachlos gemacht. (512 Zeichen)

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Kanäle und Brunnen in Vietnam wieder benutzbar uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Mit der Wiederherstellung von Kanälen und Brunnen half die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland den Opfern des Taifuns "Linda" im Süden Vietnams ihre Lebensgrundlage zu erhalten. Im Gia Rai Gebiet wurden sieben Kilometer eines Kanalsystems zur Bewässerung der Felder vom Schlamm befreit und 216 neue Brunnen gebohrt. Ausserdem verteilte ADRA Werkzeuge und Saatgut. Die für das Projekt benötigten 100 000 Mark stammen aus privaten Spenden. (482 Zeichen)

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Wiedereingliederung von Bürgerkriegsopfern in Sierra Leone uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Ein Projekt zur gesundheitlichen Betreuung und Wiedereingliederung von körperbehinderten Bürgerkriegsopfern führt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland im westafrikanischen Sierra Leone durch. 200 Patienten werden mit ihren Familien in 50 neue Häuser untergebracht und betreut. Sie erhalten Hausrat und Gartengeräte zur Selbstversorgung, medizinische Hilfe und ein Rehabilitationstraining, bei dem sie und ihre Angehörigen lernen, mit der Behinderung zu leben und wieder eine Arbeit aufzunehmen. Das Vorhaben wird mit rund 190 000 Mark vom Amt für Humanitäre Hilfe der Europäischen Union unterstützt. (644 Zeichen)

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Hilfsgüter für Sierra Leone uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Zwei Container mit zwölf Tonnen Hilfsgütern im Wert von 42 000 Mark sandte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland nach Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Sierra Leone. Sie enthalten Material zum Wiederaufbau eines im Bürgerkrieg zerstörten Hospitals sowie Lebensmittel und Kleidung. Private Spender ermöglichten die Sendung. (392 Zeichen)

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Lebensmittel und Wellblechdächer für Überschwemmungsopfer uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Nach der schlimmsten Überschwemmungs-katastrophe in der südmexikanischen Provinz Chiapas seit über 40 Jahren ist dort auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland im Einsatz. 3 832 Familien erhielten Lebensmittelpakete. 216 weitere Familien in der Küstenregion bekamen Wellblechdächer für Notunterkünfte oder zum Abdecken ihrer Häuser. Die dafür benötigten 122 000 Mark stammen aus privaten Spenden und Zuschüssen des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. (527 Zeichen)

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Trinkwasseraufbereitung für Flutopfer in China uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Nach verheerenden Regenfällen kam es in der chinesischen Provinz Hunan zur schlimmsten Hochwasserkatastrophe der Geschichte. Tausende starben in den Fluten, etwa 25 Millionen Menschen verloren ihr Hab und Gut. Die Ernte wurde zerstört und die Industrieproduktion brach ebenso zusammen, wie die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Um hier Abhilfe zu schaffen brachte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 330 Keramik-Wasserfilter in das Nan Xian Gebiet der Provinz Hunan. Jedes Gerät, das sich mehrere Familien teilen, kann 50 000 Liter Schmutzwasser in sauberes Trinkwasser verwandeln. Dadurch wurde die Trinkwasserversorgung von etwa 12 000 Menschen gesichert. Die Kosten in Höhe von 81 000 Mark trugen private Spender und das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland. (767 Zeichen)

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ADRA Deutschland hilft Hungernden im Südsudan uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Mit 40 Tonnen BP-5 Keksen, einem Nahrungsmittel für extrem unterernährte Personen, schafft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland etwa 1 900 Hungernden im Bahr el Ghazal Gebiet im Südsudan für die nächsten vier Monate eine Überlebensgrundlage. Die Situation in dem seit Jahren vom Bürgerkrieg verwüsteten Land spitzte sich dramatisch zu, nachdem aufgrund von Klimaschwankungen der Regen während der Wachstumsphase der Pflanzen ausblieb und die spärlichen Ernten später von schweren Regenfällen vernichtet wurden. ADRA ist Mitglied im Konsortium der UN Operation Lifeline Sudan. Die Kosten des Projektes in Höhe von rund 346 000 D-Mark tragen das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und ADRA aus privaten Spenden. (728 Zeichen)

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Telefonanlage für Krankenhaus in Lesotho uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Elf Tonnen Hilfsgüter im Wert von 20 000 Franken erhielt das Maluti Adventist Hospital in Lesotho im Süden Afrikas von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland. Die Sendung umfasste ausser Nahrungsmitteln, medizinischen Bedarfsartikeln, Krankenhausbetten, Matratzen, Gehhilfen, Rollstühlen und Kleidung auch Farbe und Tapeten zur Renovierung sowie eine kleine Telefonanlage mit zwei Rollen Überland-Telefonkabel. (465 Zeichen)

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ADRA Deutschland mit eigener Homepage uparrowprint druckenemail versenden

Weiterstadt/Deutschland, 08.12.1998 / APD

Mit einer eigenen Homepage ist jetzt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland auch im Internet zu finden. Unter der Adresse http://www.ADRA-Deutschland.de sind aktuelle Hilfsaufrufe ebenso zu finden, wie Presseinformationen und Einblicke in die breitgefächerte Projektarbeit. Links zu Homepages der ADRA-Partner erweitern das Informationsangebot. (405 Zeichen)

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Hilfe für Hochwasseropfer in der Ukraine und in Ungarn uparrowprint druckenemail versenden

Kiew/Ukraine, 08.12.1998 / APD

Den Opfern des Hochwassers Anfang November in der Karpartenregion der Ukraine und im Nordosten Ungarns hilft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA). In der Ukraine starben zwölf Menschen, 24 000 mussten zeitweise evakuiert werden, 2 300 Gebäude sind zerstört. ADRA Ukraine versorgte 5 000 Familien mit jeweils 25 Kilogramm Lebensmitteln. Ausserdem erhielten sie Kleidung. 300 elektrische Heizgeräte zum Austrocknen der Häuser wurden ins Katastrophengebiet gebracht. ADRA Ungarn verteilte Decken, Matratzen, Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Weitere Hilfsgüter sind in die Überschwemmungsorte unterwegs. (622 Zeichen)

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Die Welt - ein globales Dorf uparrowprint druckenemail versenden

Silver Spring, Maryland/USA, 08.12.1998 / APD

Würde die Weltbevölkerung von derzeit fast sechs Milliarden Menschen auf ein einzige Dorf mit 100 Bewohnern reduziert, dann ergibt sich folgendes Bild: 59 wären Asiaten, zwölf Afrikaner, zwölf Westeuropäer oder Nordamerikaner, neun Lateinamerikaner, sieben Osteuropäer oder Angehörige der GUS-Staaten und einer Australier, Neuseeländer oder Ozeanier. 17 Dorfbewohner würden Mandarin sprechen, neun Englisch, acht Hindi oder Urdu, sechs Russisch, sechs Spanisch, vier Arabisch und der Rest Bengali, Portugiesisch, Indonesisch, Japanisch, Französisch, Deutsch oder eine von 200 weiteren Sprachen. 29 von ihnen wären Christen, 17 gehörten keiner Religionsgemeinschaft an, 14 wären Moslems, 13 Hindus, zwölf Buddhisten, neun Konfuzianer oder Shintoisten, fünf Animisten und einer Jude. Diese Berechnung erstellte Ken Flemmer (Silver Spring, Maryland/USA), Geschäftsführer der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International. (888 Zeichen)

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Kommentare

Kommentar zum 50. Jahrestag der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" - "Alle Menschenrechte - unsere Rechte für alle" uparrowprint druckenemail versenden

von Dr. Maurice Verfaillie*

"Alle Menschenrechte - unsere Rechte für alle". Durch die Verbreitung dieses vom Hohen Kommissariat der Menschenrechte gewählten Mottos möchten die Vereinten Nationen die Welt in diesem Jahr ganz speziell an die Bedeutung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erinnern, die von der UN-Generalversammlung am 10. Dezember 1948 in New York beschlossen wurde und 1998 ihren 50. Geburtstag feiert. 1948 war diese Erklärung das umfassendste Dokument zum Thema Menschenrechte. Sie fand auch international die breiteste Zustimmung. Sie enthält verschiedene fundamentale Prinzipien, vor allem aber das Recht auf Freiheit und Gleichheit. Wenn sie konsequent ausgelegt wird, werden alle Unterschiede der Sprache, der Religion, der politischen Lage oder der sozialen Herkunft bedeutungslos.

Ein wesentlicher Grundgedanke wird im ersten Artikel ausgedrückt, der proklamiert, dass alle Menschen frei und gleich in ihrer Menschenwürde und ihren Rechten geboren werden, dass sie mit Verstand und Gewissen ausgestattet sind und einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen sollen. Die Allgemeine Erklärung wurde auf dem Hintergrund der grossen Tragödie der zwei Weltkriege, die die ganze Menschheit erschütterte, formuliert. In ihrem Geist und Buchstaben spiegelt sie deshalb vor allem die fundamentalen Bedürfnisse jedes Menschen und die Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft wider.

Doch für die Unterzeichnerstaaten hat diese Erklärung keinen verpflichtenden Charakter. Sie ist kein internationaler Vertrag. Als sie verfasst wurde, war die Mehrzahl ihrer Initiatoren der Meinung, dass sie keine juristische Grundlage benötige. Sie profitierte vom neu erwachten Gewissen und sollte einen ersten Schritt darstellen. Bei der abschliessenden Formulierung gab man dem moralischen Aspekt Priorität vor der juristischen Verpflichtung, und die Zeit, die seitdem verstrichen ist, hat gezeigt, dass die Erklärung hoch geschätzt wurde. Ihre Autorität wächst zunehmend, zu einen aufgrund ihrer moralischen Bedeutung und zum andern, weil sie aus dem höchsten repräsentativen Gremium der internationalen Gemeinschaft entstand. Deshalb hat sie einen grossen Einfluss auf die Schaffung nationaler und internationaler Normen.

Seit 1948 bezeugen diesen Einfluss zahlreiche juristische Dokumente, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, darunter der Internationale Vertrag über die zivilen und politischen Rechte, die Erklärung über die Eliminierung aller Formen der Intoleranz und Diskriminierung aufgrund von Religion, persönlicher Überzeugung oder anderer Gründe, die Dokumente verschiedener internationaler oder regionaler Gremien wie der Organisation Amerikanischer Staaten, des Europarates, der Organisation für Afrikanische Einheit, der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa - sie alle nehmen auf diese Erklärung Bezug. Heute kommt man immer mehr dazu, sie in den Ländern, die die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet haben, als geltendes Recht zu betrachten.

Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages ihrer Unterzeichnung kann man sich fragen, welche Beziehung zwischen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Religion besteht. Seit Beginn des Christentums führten bereits bestimmte Elemente seiner Tradition, die ihre Inspiration aus dem biblischen Text nahmen, zur Betonung der Achtung vor dem Menschen und der Ablehnung einer gewaltsamen Errichtung von staatlicher Autorität. Jesus selbst hat die Nächstenliebe betont, sogar die Feindesliebe: "Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen!" (Matthäus 5,44). Er distanzierte sich auch von der Vorstellung, der im Alten Testament vorhergesagte Messias werde sein Konzept mit Hilfe von Zwang und Diskriminierung durchsetzen:

"Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen ... nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt" (Johannes 18,36). Die Vorstellung von der Würde des einzelnen Menschen als Kind Gottes, nach seinem Bild geschaffen und ausgestattet mit einem freien Gewissen, entspricht auch dem Menschenbild, dass das jüdisch-biblisches Christentum dem Westen überliefert hat.

Wenn dieses Ideal der menschlichen Gleichheit und Würde im christlichen Denken immer erkennbar gewesen wäre, müsste es nicht immer wieder in diversen Dokumenten beschrieben werden. Doch in der Geschichte der westlichen Kultur wurden auch immer wieder grosse Siege zugunsten der Menschenrechte errungen: 1215 die Magna Charta, 1776 die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, 1793 die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich - aber der grosse Schritt auf diesem Wege war sicher die Festschreibung dieser Rechte in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen 1948.

Inmitten der Problematik dieser Rechte stellt die religiöse Freiheit einen der wichtigsten Faktoren des sozialen Lebens dar. Sie spielt bei den wichtigsten Forderungen, die diesbezüglich an Regierungen gestellt werden, eine wesentliche Rolle. Die Berichte über religiöse Intoleranz, die der Menschenrechtskommission vom Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen, M. Abdelffatah Amor, vorgelegt werden, bestätigen dies. Diese Feststellungen unterstreichen immer wieder die religiöse

Bedeutung des Artikels 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der besagt: "Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schliesst die Freiheit ein, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst oder Kulthandlungen zu bekennen."

Die Prinzipien der Menschenrechte wurden zwar unter dem Einfluss europäischen Gedankengutes formuliert, doch die darin enthaltenen Prinzipien sind universal gültig. Es stellt allerdings eine überaus komplexe Herausforderung dar, diese Rechte in Kulturen zu verwirklichen, denen sie historisch und geographisch betrachtet noch fremd sind. Hier bleibt noch viel zu tun.

(* Dr. Maurice Verfaillie ist Abteilungsleiter für Kommunikation und Religionsfreiheit der Euro-Afrika Division [transkontinentale Kirchenleitung] der Siebenten-Tags-Adventisten in Bern.)

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Kommentar zum 50. Jahrestag der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" - Weihnachtsbotschaft 1998 uparrowprint druckenemail versenden

von Dr. Konrad Raiser*

Alle Menschen hören lieber gute als schlechte Nachrichten. Das jetzt zu Ende gehende Jahr hat freilich mehr schlechte als gute Nachrichten gebracht.

In Asien verloren Millionen von Menschen infolge der Finanzkrise ihre Arbeit. Russen sind weiter in Sorge um die Zukunft ihres Landes. Zehntausende in vielen Teilen der Erde wurden obdachlos als Folge von Überschwemmungen und Wirbelstürmen. Während des ganzen Jahres haben kriegerische Auseinandersetzungen Opfer unter der unbeteiligten Zivilbevölkerung gefordert und die Flüchtlingsströme weiter anschwellen lassen.

Natürlich gibt es auch gute Nachrichten; aber sie werden selten bekannt gemacht, und wenn es geschieht, können viele nicht erkennen, was daran besonders sein soll. Die schlechten Nachrichten haben das klare Übergewicht gegenüber den guten; wenigstens scheint es so.

Gibt es Gründe, im Übergang zum letzten Jahr vor dem Ende des Jahrtausends auf bessere Nachrichten zu hoffen?

Weihnachten ist die Zeit, wo die gute Nachricht vom Heil der Welt verkündigt wird. Die ersten Empfänger dieser guten Nachricht - die Hirten auf den Feldern - hatten nur wenig Grund zur Hoffnung. Sie gehörten zu den Ausgeschlossenen ihrer Zeit. Sie lebten unter der Besatzung durch die Römer. Sie, ebenso wie die ganze damalige Welt, spürten die Auswirkungen der Globalisierungsprozesse im ersten Jahrhundert. Aus eigener Erfahrung wussten sie, wie kaiserliche Verordnungen, die in weit entfernten Machtzentren verabschiedet wurden, den kleinen Leuten zusätzliche Lasten auferlegten.

Was änderte sich also in dieser Welt durch die Botschaft, die der Engel den erschrockenen Hirten übermittelte? Der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids" (Lukas 2,10-11).

Diese gute Nachricht war und ist nicht eine Botschaft, die vagen Optimismus und allgemeine Hoffnung verkündet. Jede Nachricht muss auf die Wirklichkeit bezogen und im Blick auf Zeit und Ort nachprüfbar sein. Nachrichten sind nicht Phantasiegebilde, sondern Tatsachen. Sie handeln von wirklichen Ereignissen. So verhielt es sich auch für die Hirten. Sie beschlossen hinzugehen und "die Geschichte (zu) sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat" (Lukas 2,15). Und so kamen sie und sahen: alles, was ihnen verkündet worden war, traf zu, und sie wurden zu Augenzeugen des Beginns eines neuen Zeitalters, der neuen Herrschaft des Heils.

Die gleiche gute Nachricht von Weihnachten hat noch immer einen Neuigkeitswert, auch am Ende des zweiten Jahrtausends nach der Geburt Jesu.

Vor einigen Tagen ist in Harare, Simbabwe, die Achte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen mit einer Botschaft im Ton fröhlicher Erwartung und Hoffnung "für alles Volk" zu Ende gegangen. Die Adressaten dieser Botschaft leben in Afrika, in der ganzen Oikoumene, der ganzen bewohnten Erde.

Die Vollversammlung feierte nicht nur den fünfzigsten Jahrestag, das Jubiläum des Ökumenischen Rates der Kirchen. Im Mittelpunkt stand die Botschaft von Gottes Jubel- und Erlassjahr, die eine "gute Nachricht für die Armen" ist und "das Gnadenjahr des Herrn" verkündigt (Lukas 4,18-19).

Diese gute Nachricht ist auch heute im Umlauf, und sie lässt sich nachprüfen, wo immer christliche Hoffnung in die Tat umgesetzt wird. Gottes Erlassjahr wird verwirklicht, wo Gefangene befreit und Schulden erlassen werden, wo die Güter umverteilt werden und die Erde bewahrt und als Gottes gute Schöpfung erneuert wird. Gottes Erlassordnung bedeutet auch: Wir sind mit Gott und untereinander versöhnt durch Jesus Christus, der zu Weihnachten von neuem zu uns kommt.

In einer Welt, die offenbar auf dem besten Wege ist, sich selbst zu zerreissen, ist die christliche Hoffnung, dass Gottes Weg der Gerechtigkeit, des Friedens und der Versöhnung möglich ist und dass sich Millionen von Menschen im Innersten ihres Herzen danach sehnen, die beste aller guten Nachrichten, die wir uns wünschen können.

(* Dr. Konrad Raiser ist Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Genf.)

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.