Pastor und Diakon der Adventisten in Mexiko ermordet
drucken
versenden
Lüneburg/Deutschland, 29.07.2010/APD
Mit Entsetzen reagierten die Siebenten-Tags-Adventisten in Mexiko auf die Ermordung eines adventistischen Geistlichen und eines Diakons in Juárez im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Laut der Gemeindezeitschrift "Adventisten heute" (Lüneburg) sassen der 28-jährige Pastor Lenin Avila Cortez und der 30-jährige Diakon Javier Zavala Rodríguez im Wagen des Geistlichen, als sie am späten Abend des 10. Mai mit drei beziehungsweise 17 Schüssen ermordet wurden. Die Kirchenleitung geht davon aus, dass beide Adventisten Seelsorgebesuche gemacht hatten und aufgrund einer Verwechslung getötet wurden. Die Polizei ermittelt noch.
"Wir sind über diese Tragödie sehr erschüttert", sagte Pastor José Luís Jiménez, Vorsteher der nordmexikanischen Mission der Adventisten und Dienstvorgesetzte des ermordeten Geistlichen. "Es ist das erste Mal, dass hier in der Gegend ein Pastor oder ein Mitglied unserer Kirche auf solch tragische Weise umkam. Pastor Cortez hatte erst vor sieben Jahren seinen Dienst begonnen und leistete eine hervorragende Arbeit in den ihm anvertrauten insgesamt 700 Mitglieder umfassenden Kirchengemeinden", betonte Jiménez anlässlich der Beerdigung seines Mitarbeiters, die am 21. Mai in Mexiko City stattfand. Der Ermordete hinterlässt seine schwangere Frau und einen dreijährigen Sohn.
Javier Zavala leitete ehrenamtlich die Diakonieabteilung der Adventgemeinde in Zaragoza, die für die soziale und seelsorgerliche Betreuung ihrer Mitglieder verantwortlich ist, und arbeitete eng mit seinem Pastor zusammen. Die Beerdigung fand am 20. Mai in seiner Heimat Zacatecas statt. Er hinterlässt Ehefrau Laura Lares.
Vorsteher Jiménez macht sich Sorgen um die Sicherheit seiner weiteren 17 Pastoren sowie um die Gemeindeleiter und Diakone in Nordmexiko. Mit anderen Leitungskräften der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten werde darüber beraten, welche vorbeugenden Massnahmen dazu beitragen könnten, eine ähnliche Tragödie zu vermeiden. "Eines wissen wir: Die Arbeit für Gott und seine Sache geht weiter – in guten wie in schlechten Zeiten", meinte Jiménez.zum Schutz gegen sexuelle Gewalt aufzuerlegen. Alle Teilnehmer des Fachgesprächs hätten noch einmal den Grundsatz bekräftigt: "Opferschutz geht immer vor Täter- und Kirchenschutz."
Impressum 
|
Nachrichtenagentur APD |
Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ |
© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD.
APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,9 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

